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Unglücklich verliebt in Kommilitonin

wZeissni>chtwasTichtue hat die Diskussion gestartet


Hi, erstmal zu mir: Ich bin Tim, bin 19 Jahre alt und bin frischer Student. Ich weiss bin mir gerade nicht ganz sicher, ob mein Posting in die Kategorie Liebe, Beziehung gehört oder ob das doch etwas tiefgründiger ist. Aber ich will mich darauf erstmal konzentrieren, weil mich das zur Zeit sehr beschäftigt.

Also. Zu Beginn meines Studiums habe ich eine sehr nette und liebe Kommilitonin kennengelernt, mit der ich mich eigentlich super verstanden habe. Auf der ersten Party unseres Studienganges haben wir uns total gut unterhalten, und sind irgendwann zu zweit abgehauen und noch in eine Kneipe gegangen. Ich war dann irgendwann leider ziemlich betrunken und kann mich nicht mehr an alles erinnern, doch ich weiss dass sie irgendwann meine Hand genommen und sich bei mir eingehakt hat. Das fand ich natürlich sehr angenehm und hab das auch so erwidert.

In der ersten Woche der Uni haben wir dann schon total viele Pläne gemacht, dass wir ja zusammen grillen, in den Filmclub der Uni usw. gehen könnten. In fast allen Gruppen-/Zweierarbeiten, die im ersten Semester anstehen haben wir uns auch zusammen angemeldet. Ich habe ihre Gesellschaft total genossen und war ziemlich happy.

Am nächsten Wochenende hat sie mich und ein paar Kommilitonen eingeladen mit ihr und ein paar Freunden von ihr feiern zu gehen. Der Plan war zuerst bei ihr vorzuglühen und dann in verschiedene Clubs zu gehen. Ich war an dem Tag ziemlich müde und bin erst nachgekommen. Habe sie zuerst nicht gefunden, sie war ein kleines bisschen angepisst weil ich irgendwie fünf mal angerufen habe, wo sie denn jetzt seien, aber das hat nicht lange gehalten. Im Laufe des Abends haben wir dann zusammen Tischkicker gespielt, zusammen getanzt und uns dann auch irgendwann geküsst. Sie wollte dann gar nicht mehr aufhören, und wir haben dann bis 5 Uhr morgens in irgendwelchen Clubs rumgemacht. Ich war auch diesmal etwas betrunken, und habe sie dann gefragt ob sie mit zu mir kommen will. Sie hat ein bisschen gezögert, aber ist dann mitgekommen. Wir haben heftig rumgemacht, aber es ist nichts passiert, weil sie auch ziemlich müde war und ich gemerkt habe, dass sie das nicht will.

Dann in der Uni am übernächsten Tag zieht sie mich aus dem Unterricht, und sagt mir, dass das eine einmalige Sache war. Ich wollte nicht blöd dastehen und sage, dass das mir das klar und alles gut ist. Aber in der Uni machen wir weiter wie bisher, machen die ganze Zeit Späße und blödeln rum.

In der nächsten Woche wollten wir uns zusammen mit ein paar anderen auf einer Erstiparty treffen und wieder zusammen feiern. Als ich dort ankomme, sehe ich aber, wie sie mit einem anderen rummacht. Daraufhin habe ich mir dann die Kante gegeben und da eine Freundin von ihr dabei war, die jeden Abend mit jemand anderem rummacht, hat mein betrunkenes Ich gedacht dass es eine super Idee ist, mit der anderen rumzumachen. Ziemlich dumm.

Fast forward, in der Uni tue ich so als wäre nichts gewesen und die nächste Woche vergeht. Da ich parallel dazu einen Wohnungsumzug hatte, musste ich ein paar Tage im Hostel schlafen. Für einen Tag habe ich aber noch keine Bleibe gehabt und sie sagt mir, dass es kein Problem ist bei ihr zu pennen. Abends gehen wir wieder feiern, irgendwann lege meinen Arm um ihre Hüfte, aber sie reagiert eher zurückhaltend. Ich habe dann nichts mehr versucht. Auf dem Heimweg will sie nochmal mit mir reden, und da ich weiss dass sie mir nochmal eine Abfuhr geben will, wollte ich cool wirken (glaube ich), und komme ihr zuvor, und sage dass es sowieso dumm ist, mit der Person etwas zu haben, die im gleichen Kurs ist, und dass rumzumachen ja sowieso nichts zu bedeuten hat. Zu diesem Zeitpunkt war ich glaube ich nicht wirklich ehrlich zu mir und zu ihr, da ich mir schon mehr erhofft habe. Am nächsten morgen sagt sie mir, dass sie sich trifft um den anderen Typen auch zu sagen, dass nichts läuft.

Ich spiele in den nächsten Wochen vor, dass ich ganz normal mit ihr befreundet sein will, und bin ab und zu bei ihr zum Filme gucken oder zum lernen. Dann, vor einer Woche sagt sie mir dass mit diesem Typen doch etwas am laufen hat und dass es sein kann, dass er ab und zu bei ihr rumhängt. Ich, total überrascht sage, dass das okay ist, und alles gut sei. Tatsächlich geht es mir an diesem Abend ziemlich beschissen und später schreibe ich ihr, dass ich finde dass sie mit mir gespielt hat und werfe ihr vor dass sie keinen richtigen Schlussstrich gezogen hätte (hat sie schon, ich wollte es nur nicht hören). Das ist letztes Wochenende passiert. An diesem Wochenende ging es mir dann beschissen, hatte heftigen Liebeskummer und andere schlimme Gedanken (die ein eigenes Thema wert wären). In der Uni bin ich dann total beleidigt, und bin zwar nicht beleidigend, aber trotzdem irgendwie ziemlich fies zu ihr. Ich habe sie dann gefragt, ob wir nochmal reden könnten. Das hat sie zwar bejaht, aber es hatte offensichtlich keine Priorität für sie. Nachdem sie diese Wochenende immer noch keine Zeit gehabt hat, habe ich ihr eine Whatsapp Nachricht geschrieben, und ihr gesagt, dass ich sie mehr als nur als Freund mag und dass es mir deswegen total schlecht geht. Ich habe ihr gesagt, dass ich mehr Abstand brauche und ich den Kontakt erstmal auf die Unikram beschränken will, weil ich ihr nichts mehr vorspielen kann und ich drüber hinwegkommen muss. Und dass ich zwar trotzdem noch mit ihr befreundet sein will, aber ich erstmal Distanz brauche. Ich habe ihr gestern Abend geschrieben, und bis jetzt kam keine Antwort.

Meine Befürchtung ist, dass ich sie am Ende mit meinem intensiven, und immer wechselnden Verhalten total überfordert habe und sie eigentlich gar nichts mehr mit mir zu tun haben will. Ich habe das Gefühl ich verhalte mich wie ein totaler Psycho. Das schlimmste ist ja, wir haben inzwischen die gleichen befreundete Kommilitonen, und ich habe, da ich neu in die Stadt gezogen bin sowieso keine anderen Freunde. Ich weiss nicht wie ich mich nächste Woche verhalten soll, und wie das retten kann, zumal wir echt viele gemeinsame Gruppenarbeiten und Projekte haben werden. Ich denke inzwischen sogar nach, das Studium abzubrechen und den Jakobsweg oder sowas zu bewandern weil ich befürchte, dass ich ein totaler Albtraum für sie geworden bin und das Semester total schlimm für uns beide wird.

Was soll ich tun? Ich wünschte, ich könnte ihr das alles so erklären wie hier, doch sie ist jetzt schon total abgeschreckt von mir und mehr Geständnisse würde alles noch viel schlimmer machen, glaube ich. Ich weiss, dass das Verliebtheitsgeständnis keine gute Idee war, nur ich habe meine Maskerade echt nicht mehr aufrechterhalten können und habe keinen anderen Weg gesehen.

Sorry für die Textwand, ich habe nur niemand zum reden und es musste alles mal raus.

Antworten
CzaramBalax 2


Ehrlich gesagt, sehe ich das als ganz normale Sache an, die einem in jungen Jahren durchaus passieren kann. Das sie sich noch nicht gemeldet hat, kann mehrere Gründe haben. Aber ich finde es gut, dass du ehrlich zu ihr gewesen bist. Jetzt weiß sie Bescheid und sie kann sich ihre eigenen Gedanken machen, ob sie in dem Fall alles richtig gemacht hat. Ich denke, ihr habt beide Fehler gemacht und etwas mehr um den heißen Brei herumgeredet, als gut gewesen ist.

Du hast deinen Anteil getan, um mehr Klarheit zu schaffen und wie gesagt, finde ich gut. Und selbst wenn nichts von ihr kommen sollte, dann ist es auch ok. Vielleicht braucht sie eine etwas länger Zeit, um dir zu antworten, oder sie will es persönlich machen. Ich sehe da keinen großen Fehler deinerseits, außer dass du Angst hast einen Korb zu bekommen, so wie du ihr zuvorgekommen bist. Aber das kann man lernen und zu sich selbst stehen. Denn man kann sich auch mal irren. ;-)

Du brauchst auch nicht den Jakobsweg zu gehen oder das Studium zu schmeißen. Solche Sachen lösen sich tatsächlich mit der Zeit von selbst auf. Der Jakobsweg ist ohnehin, wie alle anderen Freizeitmöglichkeiten oder Selbstfindungsmöglichkeiten inzwischen überlaufen. ;-) Da ist es besser, du lernst über dich selbst, da wo du jetzt gerade bist.

Wir hatten damals auch eine Clique mit einigen Personen. Da war man mal unterschiedlich miteinander verbandelt und es hat oftmals auch nicht gehalten. Halt eine nette Erfahrung, mehr nicht. Also wie gesagt, einfach abwarten. Normal in die nächste Woche starten, mehr brauchst du nicht zu tun. Dein Text ist übrigens gut formuliert, den du ihr geschrieben hast. Da gibt es nichts misszuverstehen.

Lv.%van,Pelt


Sorry für die Textwand, ich habe nur niemand zum reden und es musste alles mal raus.

Dass Du hier so wenig Feedback bekommst, hängt mit Sicherheit auch damit zusammen. Und die Story ist ja nunmal nicht sonderlich außergewöhnlich. Das hätte man auch in 5 Zeilen zusammenfassen können. Dass Du es aber so ausführlich und bis in kleinste Detail schilderst, ist für mich ein Hinweis, dass Du da echt hart emotional drin hängst.

Es ist doch ganz simpel: Du hast Dich in sie verliebt, sie nicht in Dich. Sie mag Dich freundschaftlich und auch ohne Dein Geständnis ist ihr, dass Du mehr für sie empfindest, wahrscheinlich sowieso klar. Deswegen auch die Infos an Dich, wann und ob sie mit wem anderen was hat. Sie will einerseits Deine Gefühle schonen ("mit dem läuft nichts") als auch Dich klar auf Distanz halten ("mit dem läuft nun doch was").

Befreundet sein mit jemanden, der verliebt in einen ist, ist gerne mal schwierig, weil dann möglicherweise irgendwann der Vorwurf, man würde mit dem anderen "spielen", kommt. Hat Sie aber nicht; sie hat Dir nie Hoffnung auf mehr gemacht.

Du wirst Deinen Weg finden, damit umzugehen. Zum Beispiel über die Distanz, die Du brauchst. Und dann ist das alles kein so großes Drama. Solange Du offen bleibst und Dich nicht weiter in die unerfüllte Liebe reinsteigerst, werden die Gefühle auch wieder abkühlen und ihr könnt irgendwann auch wieder unbefangen miteinander umgehen.

Den ersten Schritt: zu akzeptieren, dass sie Deine Gefühle nicht erwidert, bist Du ja bereits gegangen. Das wird alles wieder gut und der Liebekummer geht auch vorüber. :)_

Ciar?am-alax 2


So groß ist der Textaufwand gar nicht. ;-) Da gibt es wesentlich längere, die trotzdem seitenweise Antworten erhalten. Ich denke, wenn hier nicht so viele antworten, dann liegt es daran, dass das Thema ein normales ist, was nur wenige Antworten braucht.

w eissnigchtw_as`ichtuxe


Hi, danke für die Antworten.

Es beruhigt mich, dass ihr das nicht so dramatisch seht wie ich das gesehen habe. Ich glaube ich hab mich da tatsächlich etwas reingesteigert, manchmal brauche ich einfach einen Realitätscheck.

Werde auf jeden Fall erstmal ein bisschen distanzierter sein. Gerade eben hätte ich das Gefühl, dass alles wieder okay ist, aber ich weiss wie schnell sich das bei mir ändern kann. Ich bin manchmal echt zu emotional.

Vielen Dank dass ihr beide doch geantwortet habt:)

S"o/laxmie


Ich weiss, dass das Verliebtheitsgeständnis keine gute Idee war, nur ich habe meine Maskerade echt nicht mehr aufrechterhalten können und habe keinen anderen Weg gesehen.

Ich finde es sehr gut, dass Du zu Deinen Gefühlen stehst, ohne zu betteln, ohne Dich klein zu machen. Erhobenen Hauptes zu Deinen Gefühlen stehen und trotzdem gut für Dich sorgen, indem Du Dich soweit nötig zurück ziehst, finde ich eine angemessene, erwachsene Reaktion. Dieses Leugnen der Gefühle hat sie evt. eh durchschaut und ich finde sowas ja immer recht abstoßend. Jemanden, der nicht zu seinen Gefühlen steht, kann man auch nicht ernst nehmen. Du hast ihr geschrieben, wie es wirklich um Dich steht, sie aber zugleich in die Freiheit entlassen :)^

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