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Mein Partner, der Panda

sKensiubelmasnn99


Kino/Theater/die Oper gegangen

Das ist bei uns nur ein kleiner Ausschnitt gemeinsamer Aktivitäten.

Darf ich fragen, was und ob deine Frau jemals außer Haus gearbeitet hat?

Meine Frau arbeitet wie ich auch Vollzeit, meistens außer Haus.

Mag an der Doppelbelastung liegen das da vielen die Lust vergeht

Doppelbelastung ist auf ein Minimum reduziert- wir erledigen Hausarbeit (auf Minimum reduziert- wenig kochen, nicht bügeln, ...) und Kinderbetreuung (wir haben mehr als 3 Kinder großgezogen) zu gleichen Anteilen.

Also alles Andere als klassische Rollenverteilung.

Ich glaube beim Freund der TE auch nicht, dass die sexuellen Probleme mit irgendeiner körperlichen Belastung zu tun haben, da er offenbar dem Sport gegenüber nicht abgeneigt ist.

Sexuelles Begehren benötigt auch Anlässe- die kann man schaffen. Dazu müsste aber zunächst der Wille vorhanden sein. Ich finde es nicht nur traurig, wenn mein Tag nicht so richtig erfüllend war, sondern auch, wenn der Tag für meine Frau nicht erfüllend und wohlig war (meine Frau tickt diesbezüglich genauso). Ich weiß nicht, ob das kommuniziert wird?

AZltfxrau


Leidenschaftliche Sexualität kann man meiner Meinung nach, nicht an Techniken festmachen.

Das nicht, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass den meisten Frauen die tägliche Nummer à la Sensibelmann auf Dauer nicht reichen würde für ein erfülltes Sexualleben. Das meine ich gar nicht böse oder hämisch, denn ich finde es schön, wenn sich da zwei gefunden haben, bei denen es einfach passt. Aber die meisten Frauen wünschen sich meiner Erfahrung nach definitiv mehr als vaginalen Geschlechtsverkehr. Da ist seine Frau schon wirklich eine seltene Ausnahme, wenn sie da seit über 30 Jahren tagtäglich mit Begeisterung dabei ist.

PRythoMnist


Mein Partner und ich sind seit drei Jahren zusammen und fast genauso lange versuche ich schon herauszufinden, warum wir weniger Sex haben, als wir möchten. Oder als ich möchte? Zumindest hatte ein anfängliches Gespräch ergeben, dass wir da etwa gleich viel Bedürfnis haben. Er zeigte jedoch schon von Beginn an weniger Initiative als ich.

Hallo Alias,

ich glaube, ein hilfreicher erster Schritt wäre ja, konsequent diese Paar-"wir"s da oben zu vermeiden und eben "ich" und "er" zu verwenden. Dann werden doch eure individuellen Sichten und Einstellungen viel besser deutlich.

Wer von euch möchte wann wieviel Sex? Wie äußert er/sie das, also wie wird das dann kommuniziert?

Wie synchronisiert sich dieser Wunsch dann mit dem anderen oder eben auch nicht? Diese Synchronisation braucht es ja, denn sonst gibt es keinen Paar-Sex. Wer wartet wie auf die Initiative des anderen? Wenn sich diese Synchronisation in einer bestimmten Situation nicht ergibt/erreichen lässt: ist für dich/ihn Selbstbefriedigung ein irgendwie gleichwertiger Ersatz?

Habt ihr auch öfter mal Phasen für euch allein: Dienstreisen, Abende allein ausgehen, mit/bei Freunden, Urlaub mal jeder für sich? Ich glaube, dass diese wichtig sind, um danach wieder besser zueinander zu finden.

Warum hältst du etwas 3 Jahre aus, was dir in der Beziehung doch nicht wirklich gut zu tun scheint? Wenn seine Initiative schon seit 3 Jahren gering ist, warum findest du dann, dass ihr trotzdem als Paar zusammenpasst und du mit ihm eine erfüllende Beziehung hast?

Sorry, das sind ne Menge Fragen. Vielleicht kannst du sie einfach als Nachdenkfragen nehmen.

ErhemafligerM Nutze?r (W#515f610x)


dass den meisten Frauen die tägliche Nummer à la Sensibelmann auf Dauer nicht reichen würde für ein erfülltes Sexualleben

Ich würde das gar nicht mal so sehr an Frauen und Männern festmachen. Es gibt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, auch Männer, die den Akt gerne ausgiebig und zeitintensiv zelebrieren ;-D

Egal ob Quantität und/oder Qualität, ich denke nicht, dass sich da allgemeingültige Aussagen treffen lassen. Menschen sind nicht nur als Individuen verschieden, sondern empfinden teils auch in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens unterschiedlich.

Ich stimmt meinen Vorschreibern zu, die meinen, dass es einerseits auf die Kompatibilität zueinander ankommt, andererseits aber auch auf eine gelungene Kommunikation.

P]yt7honisxt


Ich stimmt meinen Vorschreibern zu, die meinen, dass es einerseits auf die Kompatibilität zueinander ankommt, andererseits aber auch auf eine gelungene Kommunikation.

Was ein netter, versöhnlicher Satz ist, der um allgemeine Zustimmung heischt ;-D , aber irgendwie auch wenig konkretes liefert, wenn diese Kompatibilität oder gelungene Kommunikation halt (mal? oder dauerhaft?) nicht so klappt. :-) Und das war doch Alias' Anliegen.

Egal ob Quantität und/oder Qualität, ich denke nicht, dass sich da allgemeingültige Aussagen treffen lassen.

Ich finde, diese "allgemeingültige Aussagen" braucht es auch gar nicht. Wenn jedes Paar für sich da eine für sich stimmige Variante findet, reicht das doch völlig aus. :-) Zumal schon die Begriffe "Quantität" wie "Qualität" einen enormen Interpretationsspielraum lassen. :=o ;-D

S=tatuIsQ9uoVad@is


Aber die meisten Frauen wünschen sich meiner Erfahrung nach definitiv mehr als vaginalen Geschlechtsverkehr.

Woher möchtest Du wissen, was die meisten Frauen sich wünschen und woher weißt Du so genau, was bei sensibelman und seiner Frau so im Schlafzimmer (nicht) stattfindet?

Mir kommt es auch mehr auf das Gefühl, die Leidenschaft an und dass es einfach gut passt, weniger darauf, zig verschiedene Stellungen durchzuturnen oder den Katalog der Sexualtechniken möglichst lückenlos von A nach Z abzuhaken.....Ich verstehe sowieso nicht, wie man Sex langweilig finden kann, und wenn es nur der ganz "normale" Vaginalverkehr ist....

A?ltjfvrau


Ich würde das gar nicht mal so sehr an Frauen und Männern festmachen

Stimmt natürlich.

Woher möchtest Du wissen, was die meisten Frauen sich wünschen und woher weißt Du so genau, was bei sensibelman und seiner Frau so im Schlafzimmer (nicht) stattfindet?

Wer weiß denn bei med1 nicht, was bei sensibelman und seiner Frau im Schlafzimmer stattfindet? ;-D Spaß beiseite ;-)

Ich habe mich einfach schon mit sehr vielen Frauen über diese Thematik ausgetauscht und entsprechende Erfahrungen gesammelt (nicht zuletzt mit verheirateten Frauen...). Natürlich kann und will ich deshalb nicht für alle sprechen, aber ich bin mir aufgrund meiner Erfahrung halt sicher, dass seine Frau eine Ausnahme ist, wenn es ihr ausreicht, Tag für Tag GV mit demselben Mann zu praktizieren. Genau wie er auch. (Dass "täglicher Sex" im Hause Sensibelmann im Grunde "nur" vaginaler GV bedeutet und die beiden mit anderen Spielarten nichts anfangen können, hatte ich von ihm selbst gelesen. Wobei ihr natürlich recht habt, dass es weniger auf einzelne Techniken ankommt, aber so gar keine Lust darauf zu haben, den Partner mit allen Sinnen zu erkunden und dadurch ganz automatisch mal etwas zu variieren, finde ich schon ungewöhnlich und meiner Erfahrung nach würde das auf Dauer eben die wenigsten erfüllen).

s:enDsibrelmanxn99


definitiv mehr als vaginalen Geschlechtsverkehr.

mhh, der meiste Geschlechtsverkehr findet im Kopf statt (Unterstützt von mechanischer Reizung verschiedener Körperstellen)- das mag jetzt sehr unerotisch klingen- aber die Erotik wird am Ende im Kopf "zusammengebastelt". Manche Menschen verbessern sich die Gedanken durch verschiedene Sexualtechniken, u,U, auch durch Dessous oder andere Gerätschaften .... Offenbar benötigen meine Frau und ich das nicht (was andere Menschen diesbezüglich für schön und wichtig finden, ist mir egal und auch nicht mein Problem).

Mir kommt es auch mehr auf das Gefühl, die Leidenschaft an und dass es einfach gut passt, weniger darauf, zig verschiedene Stellungen durchzuturnen oder den Katalog der Sexualtechniken möglichst lückenlos von A nach Z abzuhaken.

:)z Das geht mir auch so.

CCinnanmxon4


Kuscheln ist super! Ich liebe es und genieße es total. Ich fand es anfangs auch ganz ungewohnt und super entspannend, dass es nicht immer auf Sex hinaus lief. Intimer als Sex empfinde ich es allerdings nicht. Ich finde meinen Partner sehr attraktiv und will mich instinktiv mit ihm vermehren :-p und ihm manchmal einfach dadurch noch näher sein.

Hm... Vielleicht ist er da einfach anders gestrickt?

Bist du dann noch ein Panda oder ist es eher Unsicherheit?

Ich würde nicht sagen, dass es Unsicherheit ist. Eher Unausgesprochenes. Dadurch habe ich mir eben so einen Performance-Druck gemacht, dass ich oft dachte: "Die Anstrengung ist es mir nicht wert." Weil ich eben dachte, ich müsste irgendetwas dafür tun, dass es gut wird, mehr geben, als ich in dem Moment eigentlich kann und möchte. Das hat mich genervt. Aber wir haben darüber gesprochen und jetzt wurde es schon besser und es werden hoffentlich noch weitere Gespräche folgen, auch wenn es für mich eine Überwindung ist.

Ich sehe das Panda-Syndrom eben eher als Symptom. Als Symptom dafür, dass er mit Sex mehr Anstrengung verbindet als nötigt und da er ja wohl auch eher wenig über Sex spricht, könnte Performance-Druck da eine Rolle spielen.

Kann gut sein, dass mein Partner da inzwischen einen gewissen Druck empfindet. Denn wenn er früher fertig ist als ich, wünsch ich mir manchmal durchaus noch etwas Zuwendung. Und ich glaube, dass er dann am liebsten gar nicht erst anfängt, damit er mir diese am Ende nicht geben "muss". Ich hab immer versucht, da keine Erwartungshaltung zu haben, um keinen Druck aufzubauen. Wenn ich es nicht angesprochen habe, kam allerdings einfach nichts und ich wurde immer frustrierter...

Ich hasse es auch, wenn er noch will, wenn ich schon gekommen bin ;-D . Wir haben da aber auch wirklich den Druck rausgenommen; ich habe auch Glück, dass er gar nicht sooo scharf auf seinen Orgasmus ist. Und wenn doch, macht er es sich noch selbst zum Schluss. Und manchmal, ganz ohne Druck, habe ich dann auch noch Lust und Energie und mache es ihm.

Wäre das für euch was? Ich lese aus deinen Zeilen schon sehr viel Frust und Druck ihm gegenüber und wenig Leichtigkeit. Ich kann es dir nicht verdenken, leidest du doch unter der Situation. Aber wenn er quasi MUSS, damit du glücklich bist.. uuh...

Wäre es vielleicht eine Option, dass er dich vor dem eigentlich Akt so sehr stimuliert, dass ihr dann beide gemeinsam kommen könnt? Vielleicht ist er vor dem Sex und seinem Orgasmus dann weniger kaputt.

Kann sein, dass das eine Lösung ist. Vom Gefühl her sind wir etwa auf diesem Stand und es macht mich nicht glücklich. Ich will ihn zu diesen 3x nicht mit "ich mach auch die ganze Arbeit" überzeugen müssen. Ich will nicht, dass er sich für das 1x dann mit "na gut, ich bin wohl mal wieder dran" überwindet. ohne dass wir das so aussprechen, natürlich

Offene Beziehung kommt nicht in Frage.

Hm... schwierig.

Offene Beziehung ---> Willst du nicht.

Mehr Eigeninitiative ---> Willst du nicht.

Dass er sich überwindet ---> Willst du nicht.

Weniger Sex ---> Willst du nicht.

Neue Beziehung ---> Willst du nicht?

Denn mal ehrlich: Ihr scheint da einfach sehr unterschiedlich zu sein und er wird in diesem Leben vermutlich zu keinem heißblütigen Liebhaber mehr. Vielleicht könntet ihr eine Paartherapie machen und an den Ursachen forschen, der Kommunikation arbeiten. Aber irgendeine der 5 genannten Pillen wirst du wohl schlucken müssen.

PuyYthonxist


Offene Beziehung ---> Willst du nicht.

Mehr Eigeninitiative ---> Willst du nicht.

Dass er sich überwindet ---> Willst du nicht.

Weniger Sex ---> Willst du nicht.

Neue Beziehung ---> Willst du nicht?

Der Kanon der "Lösungen" oder Ansätze und Interaktionsmöglichkeiten mit anderen ist ja weitaus breiter. Nur mal ein paar Sachen:

* mehr Selbstbefriedigung, gern auch mit umfangreichem Spielzeug von der Gurke bis zur Sybian Machine

* eigene Gedanken ändern

* sich selbst mehr Freiheit geben

* dem anderen mehr Freiheit geben

* mehr Verführung und Überraschung in den Alltag einabauen

* Sex mit den Partner mit mehr Termin/Frequenz-Verbindlichkeit ausmachen

* Rollenspiele einbauen, wenn man der Typ dafür ist

* Freunde/Freundinnen treffen

* offener mit Fremden flirten in Discos, Bars, der Bahn, im Auto

* ambulante Gruppen-Psychotherapie oder Einzel-Psychotherapie

* Pornografie (Filme, Videos) als Ergänzung ohne weitere konkrete Menschen - sexuelle Ergänzung in der Vorstellungswelt der eignenen Gedanken

* Massagetermine besuchen, gern auch erotische Massagen von Frauen durch Frauen

* Besuche von Einrichtungen wie Saunen oder Wellness, sexuelle Freiheit in Gedanken ausleben

* Kuschelabend besuchen

* Escort-Herren für schöne Abende ohne/mit Sex

* Callboy überlegen (käuflicher Sex ohne Beziehungs"risiko")

* Affäre, Seitensprung, ONS, evt. auch geheim, wer das nicht so offen möchte

* Swingerclub besuchen

CCinnammon4


Der Kanon der "Lösungen" oder Ansätze und Interaktionsmöglichkeiten mit anderen ist ja weitaus breiter. Nur mal ein paar Sachen:

Echt? Vielleicht löst sich das Missverständnis, wenn ich mal kurz kommentieren darf:

* mehr Selbstbefriedigung, gern auch mit umfangreichem Spielzeug von der Gurke bis zur Sybian Machine

Fällt für mich unter "Weniger Sex". Denn Selbstbefriedigung ist ja nicht dasselbe wie partnerschaftlicher Sex und um den geht es ja hier.

* eigene Gedanken ändern

Ist auch "Weniger Sex"

* sich selbst mehr Freiheit geben

* dem anderen mehr Freiheit geben

Ist "Weniger Sex" oder "Offene Beziehung" - je nachdem, wie man es versteht.

* mehr Verführung und Überraschung in den Alltag einbauen

Fällt unter "Mehr Eigeninitiative"

* Sex mit den Partner mit mehr Termin/Frequenz-Verbindlichkeit ausmachen

* Rollenspiele einbauen, wenn man der Typ dafür ist

Fällt unter "Mehr Eigeninitiative" und "Er überwindet sich"

* Freunde/Freundinnen treffen

* offener mit Fremden flirten in Discos, Bars, der Bahn, im Auto

* ambulante Gruppen-Psychotherapie oder Einzel-Psychotherapie

* Pornografie (Filme, Videos) als Ergänzung ohne weitere konkrete Menschen - sexuelle Ergänzung in der Vorstellungswelt der eignenen Gedanken

* Massagetermine besuchen, gern auch erotische Massagen von Frauen durch Frauen

* Besuche von Einrichtungen wie Saunen oder Wellness, sexuelle Freiheit in Gedanken ausleben

* Kuschelabend besuchen

"Wenigr Sex"

* Escort-Herren für schöne Abende ohne/mit Sex

* Callboy überlegen (käuflicher Sex ohne Beziehungs"risiko")

* Affäre, Seitensprung, ONS, evt. auch geheim, wer das nicht so offen möchte

* Swingerclub besuchen

"Offene Beziehung"


Also ich sehe da auch in meinem Beitrag alles abgedeckt + den Verweis auf eine Paartherapie. Du hast halt das "Wie" beschrieben. Also: "Wie gestalte ich eine offene Beziehung, weniger Sex etc.?" Aber was anderes ist es nicht, meine ich.

B,lack3SwaVn8x7


[[https://youtu.be/VedeprHsR-U]]

;-)

LVolaXx5


Ich würde das gar nicht mal so sehr an Frauen und Männern festmachen. Es gibt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, auch Männer, die den Akt gerne ausgiebig und zeitintensiv zelebrieren ;-D

Naja, und was soll so ein Aufheben ("Zellebrieren") bringen, wenn es nur kurzfristig anhält?

Jemand, der mit der Zeit die sexuelle Lust am Partner verliert (= Koppelung der sexuellen Lust an Verliebtheit und/oder Neuheit) ist für mich ganz klar eine "sexuelle Niete": Nicht in dem Sinn, dass ich glaube, dass diese Leute schlechten Sex haben, wenn sie gerade einen neuen Partner haben. Aber für mich wäre so ein Partner ei ziemlicher Griff ins Klo.

Daher auch von mir noch mal Daumen hoch für den Begriff des "Monogamen Dauervöglers". ;-D :)^ :)^ Das ist auch mein Ideal und ich glaube auch, dass das möglich ist, wenn eben beide eine ähnliche Libido haben, und vorallem wenn die Lust auf den Partner nicht an Verliebtheit/Neuheit gekoppelt ist.

Alias 738576


@ StatusQuoVadis

Dieses Verhalten betrifft also eher beide und die gemeinsame Paar-Dynamik und ein Merkmal davon ist imho, dass beide sich damit gut fühlen. Wenn einer von beiden unter der Situation aber sexuell leidet, weil er frustriert ist und eigentlich gerne mehr Sex und Leidenschaft hätte, würde ich das nicht mehr unter dem "Panda-Syndrom" verbuchen.

Wenn man das so genau definiert, hast du wohl recht ;-)

Letzteres finde ich aber weitaus schwieriger für die das Gefühl zum Partner, weil mir persönlich irgendwo der Respekt flöten gehen würde, wenn Bequemlichkeit des Einen ernsthaft der alleinige Grund für die Frustration des Anderen sein soll.

Ich weiß gerade eben überhaupt noch nicht, was ich davon halten soll. Da finde ich es sehr gut, eure unterschiedlichen Sichtweisen zu lesen.

@ Ralph_HH

Ich denke, Faulheit oder zu anstrengend ist eine willkommene Ausrede, mehr nicht. Vermutlich sind die Ursachen andere.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass es eine bewusste Ausrede ist.

Wenn das nicht von alleine klappt, muss man sich die Randbedingungen bewusst schaffen. Das kann z.B. sein, indem man gemeinsam aufregende Dinge tut, wie ein erotisches Fotoshooting zu Hause oder neue Dessous kaufen und zu Hause anprobieren, neues Spielzeug etc. Das kann sein, indem man sich tagsüber verabredet, sich heute Abend einen schönen Abend zu machen, Wein und Kerzenlicht statt Video oder Haushalt. Und wenn beide abends im Bett so müde sind, dass einfach die Augen zufallen, dann verlagert man das Thema zeitlich und räumlich. Im Wohnzimmer statt später im Bett.

Wir haben eigentlich gefühlt viel Quality Time und die schaffen wir uns auch bewusst. Wenn ich darüber nachdenke, hat es sich aber doch ein wenig verändert. Wir sitzen z. B. häufiger vor einem Film als noch zu Beginn und schwupps ist es wieder spät geworden. Zu Beginn blieb auch das Handy in der Tasche wenn wir uns sahen. Inzwischen nimmt er es in fast jeder freien Minute (also wenn ich z. B. ins Bad gehe oder beim Einkaufen etwas länger betrachte) in die Hand und auch ich schaue in solchen Situationen häufiger drauf. Ich könnte mir vorstellen, dass es uns näher zusammenbringt, wenn wir da wieder etwas bewusster drauf achten. Heißt es nicht auch, dass bei Stromausfall die meisten Babys entstehen? ]:D

Und, ganz wichtig: Wenn DU diejenige bist, die mehr will als er, wirst Du meist diejenige sein, die die Initiative ergreift. Das ist so, finde Dich damit ab. Verführ ihn. Der Wunsch, das er das tut ist verständlich, aber das klappt nicht.

Danke für deine klaren Worte. Du hast recht.

@ Caramala

Danke für den Buchtipp. Ich habe einen relativ großen Auszug bei Google Books gefunden und einen Teil überflogen. Was ich bisher so als Grundtenor rauslesen konnte (und was wohl auch die Überschrift erklärt?) ist: Der Weg ist das Ziel. Ist das so richtig?

@ sensibelmann99

Kann es sein, dass er sich tatsächlich zum Sex zwingt, weil eine verkappte Homosexualität dahinter steht?

Das kann ich ziemlich sicher ausschließen.

@ Lola und a.fish

Eure Beiträge haben mich auch zum längeren Nachdenken gebracht. Vielleicht verstehen er und ich unter Lust tatsächlich etwas anderes und es ist einfach ein Missverständnis. Das lässt sich sicher rausfinden...

Das Beispiel mit der Anstrengung für etwas Schönes finde ich auch ganz gut, ich kann das nachfühlen. Es kostet so eine gewisse Überwindung aber wenn man dann dabei ist, machts trotz Anstrengung Spaß. "Anstrengung" muss nicht negativ sein, ja ich verstehe.

Leider ist es so, dass ich mir gar nicht (mehr) sicher bin, ob er Spaß hat. Ich bin inzwischen so verunsichert... Für andere Sachen nimmt er Anstrengung ja auch gern in Kauf, ganz von sich auch, jeden Tag.

Ich kann seine Überwindung natürlich positiv sehen: Er liebt mich und will, dass ich glücklich bin. Wahrscheinlich bleibt mir nichts anderes übrig, als mir das immer wieder zu sagen.

Alias 738576


Danke auch allen anderen schon mal für die Antworten, Anregungen und die Diskussion! Ich komme nicht ganz hinterher, jedem gleich zu antworten. Eure Gedankenanstöße wirbeln bei mir eine Menge Gedanken auf und die müssen erstmal sacken.

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