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Libido wiedergefunden

syen(sibel*mannx99


Wie kann man ernsthaft von Liebe zum Ehemann sprechen und ihm gleichzeitig sowas antun?

Selbst wenn es keine Liebe wäre- auch einen Freund belügt man nicht. Soviel Heuchelei und Getue. Von meiner Warte aus kann ich nur sagen: Wer mich betrügt, mir etwas vorheuchelt und nicht offen und ehrlich zu mir ist, mit diesem Menschen würde ich nichts mehr zu tun haben wollen ...- kann sich gerne in die eigene kleine Egowelt verpieseln.

D=ieDoZsismacihtdasxGift


Ich weiß das man sich mit ein paar nüchtern geschriebenen Fakten, nicht in allen Situationen Freunde macht - wenn unklar bleibt wohin die Lebensreise gehen könnte/sollte.

Was mir schon häufiger gegen den Strich gegangen ist, wenn zu selbstgerecht eine Moral erhoben wird, von der niemand (es sei denn am Ende des eigenen Lebens) wissen kann, ob er/sie dem eigenen Anspruchsgefühl entsprechend so leben konnte.

Ich selbst war in verschiedenen Situationen im Leben nicht. Aber das hat vielleicht mehr damit zu tun, dass ich keine Ehe, und keine Beziehung 25 oder 30 plus geführt habe. In meiner Position wäre es geradezu vermessen und bigott anderen einen Spiegel vorzuhalten, in den ich selbst nie geschaut habe unter selbigen Bedingungen.

Folgender Text macht mit einfachen Worten klar, wie es in vielen Langzeitbeziehungen nach langen gemeinsamen guten wie problematischen Jahren aussieht:

Wir haben uns so aneinader gewöhnt,

uns bringt nichts und niemand aus der Ruhe.

Die Zeit hat uns die Leidenschaft abgewöhnt,

sie steht wie das schwarze paar Schuhe

irgendwo unten im Kellerregal

wartend auf ein Begräbnis.

Und wir tun so als wär das normal,

unsere Liebe steht ab und wird schal.

Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst,

als ob da im Magen der Teufel los ist.

Dieses Kribbeln im Bauch

kennst du doch auch,

wenn man glaubt

fast überzuschäumen vor Glück.

Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst,

wie wenn man zuviel Brausestäbchen isst.

Dieses Kribbeln im Bauch

vermisst du doch auch -

einfach überzusprudeln vor Glück.

Wir haben uns so aneinander gewöhnt

und daran, uns kurz zu fassen.

Die Zeit hat uns die Leidenschaft abgewöhnt,

wir haben es durchgehen lassen.

Die Gefühle für dich sind nicht einfach verpufft,

Liebe löst sich nicht einfach auf,

aber unser Gefrierpunkt ist schon länger in Sicht

bloß daran gewöhn ich mich nicht.

Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst,

als ob da im Magen der Teufel los ist.

Dieses Kribbeln im Bauch

kennst du doch auch,

wenn man glaubt

fast überzuschäumen vor Glück.

Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst,

wie wenn man zuviel Brausestäbchen isst.

Dieses Kribbeln im Bauch

vermisst du doch auch -

einfach überzusprudeln vor Glück.

Wir schleichen einander wie Katzen um die Beine

und wollen doch beide nur das Eine...

Dieses Kribbeln im Bauch...

Das vermisst du doch auch...

Es gibt genug Situationen im Leben in die Paare rein rutschen viel zu oft unbemerkt, die es nicht zwingend vorschreiben sich in Affären, einmalige ONS, virtuelle Fluchtburgen, wie Sex-Chats/Cam-Sex, Flirt- und/oder Fremdgeh-Portalen zu begeben. Aber diese Versuchungen sind einfach da, wenn die Lust und Leidenschaft aufeinander daheim nach Phasen von schwierigen Kinderjahren, Karriereaufbau, Druck in vielen Bereichen gleichzeitig erfolgreich sein zu wollen - aufgehört hat zu existieren.

Lesen wir es hier im Forum oft genug, wie es ist, wenn sexuelle Vorstellungen und Bedürfnisse sich bei den Paaren dauerhaft verändert haben, wie die Auswirkungen in der Beziehung und im Alltag sind.

Ja, dieser Anspruch ein lieber fairer Mensch und Partner zu sein ist schön, geradezu heroisch dieses vorbildliche Wesen zu sein, dass all seine Befindlichkeiten offen kommunizieren, darstellbar macht um vom Partner daheim verstanden zu werden.

Gerade passend dazu ein Thread der beschreibt was es mit einem Paar macht, wenn die Anziehung futsch ist. Sei es durch die nicht mehr anziehende Optik, die sich stark verändert hat, sei es durch zu viel Alltagroutine, psychische Belastungen oder einfach, weil beide obiges (Liedtext) stillschweigend zugelassen hat.

Nein, ich werde nicht schreiben, dass Affären die Lösung aller Probleme sind, und nein ich werde auch nicht schreiben, dass die ewige Treue das einzig Wahre ist oder die sofortige Trennung, wenn der eigene Partner nicht mehr 100 Prozent der eigenen Bedürfnisse stillen kann.

Mensch glaubt denn wirklich jemand, dass es in jedem Einzelfall leicht ist, den Menschen mit dem man sich viele über Jahre/Jahrzehnte vieles aufgebaut hat mitzuteilen, Du Dein Geruch stößt mich ab, warum weiß ich nicht. Oder Dein Mundgeruch hat mich schon ewig Überwindung gekostet, die Schweißsocken von Dir, Dein Schnarchen (Gründe ellenlang fortsetzbar) haben den Sex und die Erotik zwischen uns verfliegen lassen. Auch solche glasklaren Ansagen verletzen, machen den neuen Konsens schwer. Denn emotionale Liebe, Respekt und Achtung sind deswegen noch lange nicht in der Sackgasse und in der Selbstauflösung angekommen. Das ist oft die Fremdwahrnehmung, weil man die betroffenen Menschen nicht persönlich kennt.

Es mag von außen einfacher sein, zu schreiben zu sagen tu dies nicht, lass jenes. Selbst in so einer Situation angekommen, die erst einmal ausweglos (er)scheint, weil gewisse Regularien/Charaktereigenschaften sensible Themen schwierig bis unmöglich ansprechbar machen sieht die Gesamtsituation ganz anders aus.

In seichten Filmen ala "Brücken am Fluss", "Herr der Gezeiten", "Wie ein einziger Tag", usw. mag das erklärbar erscheinen, was mit Menschen passiert die einer Versuchung ausgesetzt sind und dieser erlegen sind.

Für mich steht fest, dass es die perfekte Lösung nicht gibt, nie geben wird, weil Menschen Unikate und Individuen sind. Was sich für den einen richtig anfühlt in bestimmten Situationen, ist für den anderen die Unmöglichkeit in Reinkultur. Ich akzeptiere beides, hab aber zu viel gesehen und erlebt, um mir anzumaßen für jeden eine gute Lösung anbieten zu können, die für jede Situation passt oder passend gemacht werden kann.

Ich sehe diese nicht, und so wüsste ich auch hier nicht, ob ich der TE mit dem Partner zu reden oder schweigen anraten soll. Ich kenne ihren Mann nicht. Nicht die emotionale Tiefe, die beide trotz ihrer schwierigen Situation auf sexueller Ebene miteinander noch teilen. Nicht die Familienkultur die beide vielleicht durchaus noch lieben und gern miteinander teilen.

Sicher ist - es wird etwas passieren müssen, wenn es nicht zu dem kommen soll was Du liebe TE nicht rauf beschwören möchtest, die Trennung. Ja, es kann schwer sein von schönen Momenten, dem Kribbeln im Bauch wie oben beschrieben Abschied zu nehmen. Und es ist sicher auch richtig, wenn der User Comran schreibt besinnt euch nicht auf das DAS was ihr bereits als Vergangenheit gelebt habt, sondern dem was ihr in der Zukunft weiter teilen und leben wollt.

Versuche Dir klar zu machen, dass die meisten schönen Momente unseres Leben dazu verdammt sind vergänglich zu werden. Wir nicht alle so wunderschönen zum Teil emotionalen, bedürfnisbefriedigende Hochgefühle festhalten und konservieren können. Wenn dem so wäre wüssten wir sie vermutlich irgendwann nicht mehr angemessen zu schätzen, und hätten übersättigt weniger Freude und Reiz daran sie wieder herzustellen.

Dauerzufriedenheit kann träge machen, den Focus verlierend und sich nicht mehr auf das Wesentliche konzentrierend.

Den Rat den ich Dir geben möchte, gehe selbstkritisch und gleichzeitig empathisch verzeihend an die Lösung Deines jetzigen Problems heran. Ich halte wenig davon sich selbst für etwas dauerhaft zu steinigen, das in uns lebt. Bedürfnisse, die sich nicht in allen Momenten des Lebens perfekt steuern und unterdrücken lassen.

Versuche den inneren Einklang in Dir wieder herzustellen, ob dies in der vertraut alten Beziehung mit neuen Rahmenbedingungen sein kann oder vielleicht doch einen neuen Werdegang herauf beschwört kannst nur Du entscheiden.

Ich wünsche Dir dafür die nötige Kraft und Konsequenz, wohl wissend das es schmerzliche Abschiede im Leben gibt die dazu gehören, wenn man ein Leben versucht erfüllt zu leben. Alles Gute.

SXhojxo


Ich denke, Du musst mal für Dich sortieren, was Dir in der Beziehung genau fehlt und weshalb. Ob und wie Du es bisher Deinem Mann kommuniziert hast. Welche Gründe die fehlende Leidenschaft in eurer Beziehung hat.

Deine Affäre kommt mir vor wie ein Ausbruch, wie ein Aufschrei, als wolltest Du sagen: "Ich bin noch jung, und in meinem momentanen Leben kommt nur ein Teil von mir vor - ein anderer, wichtiger Teil verhungert." Und ja: Eigenverantwortung, klar. Aber nicht immer durchschaut jeder sofort klar, was bei ihm selbst los ist, und in jeder Beziehung gibt es eine Eigendynamik, auf die man Einfluss hat, aber eben nicht allein, und manchmal tragen einen die Entwicklungen des eigenen Lebens schneller mit sich, als der Verstand hinterherkommt. Wenn es einem gerade gut geht, ist es leicht, zu sagen: "Tja, selbstgemachtes Glück, schließlich bin ich es, der/die hier die Entscheidungen trifft, muss man halt einfach nur richtig machen!" – den Impuls kenne ich leider selbst auch, obwohl ich auch schon ganz andere Zeiten hinter mir habe. Und jeder hat so seine ganz persönlichen Stärken und Schwächen.

Ich weiß nicht, welche Verabredungen in eurem Leben gelten und wie Dein Mann zu alldem stehen würde. Wenn Du es ihm sagst, wird es ihm sehr, sehr wehtun. Aber die Affäre hat nun mal, so wie es sich für mich liest, ganz elementar mit eurer Beziehung zu tun. Und ganz stark mit Dir selbst und Deiner momentanen heftigen Unsortiertheit, wie Du das Muttersein und eine liebevolle Beziehung und eine erfüllende Sexualität zugleich unter einen Hut bekommen sollst. Du schreibst auch von ähnlichen Vorlieben bei Dir und dem Mann, mit dem Du eine Affäre hast - wie sieht es da bei Dir und Deinem Mann aus, passt ihr grundsätzlich sexuell zusammen? Wisst ihr voneinander, wie ihr sexuell tickt, was euch jeweils anmacht? Oder gibt es da seit jeher Punkte, wo es nicht recht hinhaut?

Und Du schreibst, dass da nur diese eine halbe Stunde in der Woche sei, die ganz Dir gehört. Dass Du nicht immer nur die fürsorgliche, liebevolle Ehefrau und Mutter sein willst. Das klingt für mich, als ob Du Dich da in eine Rolle hineinbegeben hast, in der nur ein Teil von Dir Platz hat. Warum? Was meinst Du, wer das von Dir erwartet, und warum beugst Du Dich dieser Erwartung? Warum hast Du Dir keine Freiräume geschaffen, was steht Dir da im Weg, und was davon ist praktisch bedingt, was Erwartung von anderen und was eine Blockade in Deinem eigenen Kopf, Deinem eigenen Selbstbild?

Momentan bist Du wie im Fieber. Ich glaube, zu behaupten, das wäre "nur der Sex", ist zu kurz gedacht. Es ist ja viel mehr nach allem, was Du schreibst. Du lebst eine halbe Stunde in der Woche ein anderes Leben, erfährst Dich selbst auf eine Weise, die ganz anders ist als der Alltag und die Dich berauscht. Das zu beenden ist schwer. Zumal in dem Sinne der Schaden bereits angerichtet ist. Und sicher auch, weil Du diesen neuen Teil "Ich", der da auf einmal erblüht ist, nicht einfach wieder hergeben willst. Ich erinnere mich sehr, sehr gut daran. Und ich erinnere mich auch daran, wie es ist, es dem anderen zu sagen. Wenn ich daran denke, wie das war, ist mir immer noch, als stürze der Himmel über mir ein und fällt mir in riesigen grauen Brocken auf den Kopf, und ich bekomme keine Luft mehr. Ich hatte eine Affäre und habe sie beendet, und dann habe ich viel nachgedacht und es schließlich meinem Mann gesagt (damals noch mein Freund). Bei uns ist es gutgegangen, unfassbar gut, aber es war das Schmerzhafteste, was wir beide bisher durchgestanden haben (und das bezieht den Tod meines Vaters mit ein, der ganz schrecklich war, aber bisher war wirklich nichts schlimmer als das Beichten und die plötzlich einschlagende Erkenntnis, die nicht mehr theoretische und vom Rausch vernebelte, sondern ganz handfeste und unwiderrufliche konkrete Erkenntnis, wie sehr ich einem Menschen wehgetan habe, den ich liebe).

Ich glaube aber: Wenn die Gründe für eine Affäre so tief in der gemeinsamen Beziehung und auch in der eigenen Person und den augenblicklichen Lebensumständen wurzeln, wie es mir auch bei Dir der Fall zu sein scheint, dann ist das Verschweigen … hm. So eine Sache. Das Beichten aber auch. Und man setzt alles auf eine Karte. Bei uns gab es damals noch kein gemeinsames Kind, das macht es bei euch noch ungleich härter.

Von außen vernünftig raten kann Dir niemand, jedenfalls nicht zu konkreten Schritten – niemand hier kennt Dich und auch nicht Deinen Mann. Man kann nur fragen, von eigenen Erfahrungen erzählen (die immer andere Menschen in höchstens ähnlichen, aber letztendlich doch anderen Situationen spiegeln), Dich ein bisschen dabei unterstützen, Deine eigene Stimme wiederzufinden, Dich zu sortieren. Dich sortieren musst Du allein, und Deine Entscheidungen treffen ebenfalls. Ich drücke Dir alle verfügbaren Daumen, dass Du Entscheidungen triffst, die Du auch im Nachhinein für die richtigen halten wirst, und dass es sich für euch alle so entwickelt, dass euer Leben – möglichst miteinander – nach dieser Krise wieder schön wird, und zwar so, dass Raum ist für alles, was euch allen jeweils wirklich wichtig ist. Nach der Schwebephase, in der Du momentan steckst, wird es allerdings erst einmal knochenhart, so oder so.

Swch!okvoWladens:ücuhtige


Zur Affäre kann ich nicht wirklich etwas beitragen. Ich kann allerdings Lola nur zustimmen was Ehrlichkeit angeht. Fremdzugehen und dann nicht dazu stehen zu können ist feige. Wenn es einmalig passiert könnte ich es noch nachvollziehen. Da können einem wahrscheinlich die Hormone durchgehen. Ab dem 2. Mal war es geplant und bewusst.

Was eingeschlafene Beziehungen angeht hab ich in meiner Beziehung VIEL Erfahrung. Wir sind über 20 Jahre zusammen, und nach der Geburt unseres ersten Kindes schlief vieles ein. In Sachen Sex war es ähnlich wie bei Euch. Und dann kam ein Punkt, an dem ich keinesfalls so weitermachen wollte. Das ist über zwei Jahre her. Seitdem stecken wir in einem Prozess und es hat sich in kleinen Schritten viel zum Positiven verändert. Details gern per PN. Aber Du solltest Dir keine Illusionen machen. Es wird dauern. Es wird nicht reichen, ein Gespräch zu führen und alles ist gut (unabhängig von der Affäre). Es wird Rückschlage geben, große und kleine Konflikte. Etwas, was über lange Zeit eingeschlafen ist, erweckt man nicht binnen kurzer Zeit (dauerhaft) zum Leben.

Aktuell fühlt es sich bei mir ganz gut an, richtig toll. Das ist nicht jeden Tag toll. Aber wir hatten gerade zum ersten Mal seit 10 Jahren knapp zwei Tage ohne Kinder und haben es beide extrem genossen, in jeder Hinsicht. Aber es hat lang gedauert, dahin zu kommen. Es ist also nicht unmöglich. Aber es ist nicht leicht.

W(icxk


Ich möchte mich lola anschliessen. Und denen die das hier so leicht sehen, das sind Männer, die natürlich solche Frauen wie dich zum fremdvögeln brauchen, daher sehen manche es lockerer und Frauen die das hier ebenfalls leichtfertig hinnehmen bzw. legitimieren wie du verfährst, sind eben solche die das selbst auch so handhaben.

Du kommst hier sehr wehleidig rüber, dein Leben ist anstrengend, wie übrigens das vieler Menschen und die gehen auch nicht deswegen alle fremd. Du hast deinem Mann schon viel den Rücken freigehalten, dafür hast du dir nun was verdient, nämlich den Chippendale den du vernascht. So geht das nun wirklich nicht. Und ich bin mir sehr sicher, wenn du das weiter so machst, die Affäre irgendwann beendet ist, wenn die Luft raus ist, dann wirst du beim nächsten Mann der dir schöne Augen macht, auch wieder schwach werden. Denn inzwischen hattest du ja wieder eine so anstrengende Zeit hinter dir, hast deinem Mann so sehr unter die Arme gegriffen..hoppla, da bot sich gleich wieder eine Gelegenheit. Das wird sich in Endlosschleife bei dir weiterziehen. Weil du der Versuchung nicht widerstehen kannst. Ich finde dein Mann hat auch Ehrlichkeit verdient.

S1hoxjo


Du kommst hier sehr wehleidig rüber

Das empfinde ich kein Stück so.

C%oteVSausvage


Ich hatte etwas von Abstand gelesen.

Und ich hab schon viel gelesen, was dann nicht umgesetzt wird.

Wir haben eine klare Grenze - es gibt keinen Sex mit anderen. Weder in Anwesenheit noch in Abwesenheit des Partners. Insofern hat sich die Frage nach dem Umgang mit einem Seitensprung gar nicht gestellt. Weil dieser in unserer Denkwelt nicht vorkommt.

Ich weiß grad nicht ob ich dich richtig verstanden habe. In eurer "Denkwelt" mag das JETZT nicht vorkommen. Aber was gilt, wenn das in der Realwelt von einem von euch beiden irgendwann doch vorkommt? Wenn deine Frau zB irgendwann doch Sex mit einem anderen hat (sowas halte ich generell nicht für ausgeschlossen), möchtest du es dann wissen oder nicht? Was glaubst du wie du dann reagieren würdest?

D7ieDosrismachrtdasGifxt


Und denen die das hier so leicht sehen, das sind Männer, die natürlich solche Frauen wie dich zum fremdvögeln brauchen, daher sehen manche es lockerer und Frauen die das hier ebenfalls leichtfertig hinnehmen bzw. legitimieren wie du verfährst, sind eben solche die das selbst auch so handhaben.

Legt wer genau fest und weiß das mit mit großer Gewissheit? Halte ich für mehr als nur ein Gerücht.

Ich kann durchaus für Menschen Verständnis und ein differenziertes Mitgefühl entwickeln, ohne jemals in der gleichen Lebenslage gewesen zu sein. Ich gestehe jedem seine Sichtweisen und Lebenseinstellung zu den Themen des sozialen Zusammenlebens zu.

Was ich nicht mag und wogegen ich mich immer ausprechen werde, wenn Menschen marionettenhaft zur Sippenbuße und zu mentalen sowie emotionalen Zombies gemacht werden, nur weil sie anders empfindne und handeln als man es selbst an ihrer Stelle getan hätte.

Wer anderen Menschen nicht ihr Anderssein verzeihen kann, ist noch sehr weit vom Weg der Erkenntnis und Weisheit entfernt.

Damit meine ich nicht die Toleranz für jeden gemachten Fehler, aber das Bemühen Dinge so weit differenzieren zu können, dass nicht gnadenlos der Hammer oben drauf gesetzt wird. Es gibt durchaus Entscheidungen die falsch sind, die man im Leben trifft, aber spreche anderen Menschen sehr häufig ab die Motive dahinter richtig verstanden zu haben und für mich oder eben andere Rastsuchende zu entscheiden, wie leicht der Schritt war vom Wunschweg abzuweichen.

Für mich gibt es Unterschiede zwischen verlogenen notorischen Fremdgängern und skupellosen Emotionspsychopathen und Menschen, die in scheinbar ausweglosen Situationen einen Ausbruch gewagt haben, der ihr Leben durchaus konstruktiv verändern kann.

Straucheln kann jeder Mensch, und diese Erkenntnis könnten sich auch Jene bewusster machen, die heute noch felsenfest überzeugt sind - mir passiert das nie. Vielleicht hängt es nur vom Grad der Wahrscheinlichkeit einer Versuchung und deren Intensität ab, warum sie bisher nicht zustande kam.

C4omBran


Ich weiß grad nicht ob ich dich richtig verstanden habe. In eurer "Denkwelt" mag das JETZT nicht vorkommen. Aber was gilt, wenn das in der Realwelt von einem von euch beiden irgendwann doch vorkommt? Wenn deine Frau zB irgendwann doch Sex mit einem anderen hat (sowas halte ich generell nicht für ausgeschlossen), möchtest du es dann wissen oder nicht? Was glaubst du wie du dann reagieren würdest?

CoteSauvage, das habe ich ja versucht zu erklären: da wir in unserer "Denkwelt" den Sex mit anderen ausgeschlossen haben, haben wir an dieser Stelle aufgehört zu denken. Wenn es tatsächlich passieren sollte, würde es uns auf dem gleichen kalten Fuß erwischen wie die TE. Ganz ehrlich: nicht einmal für mich könnte ich jetzt im Moment leichtertig sagen, ob ich es wissen wollte oder nicht - der Kontext könnte so komplex sein, dass man nie vorher alles in Gedanken durchspielen kann. Daher kann ich den Zwiespalt der TE bestens nachvollziehen. Auf diese Situation war sie nicht vorbereitet. Weil es zwischen den beiden nie ein Thema war.

y3ukumxu


Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, Eifersucht grundsätzlich zu hinterfragen, aber das wäre jetzt offtopic und nützte der TE und ihrem Partner vermutlich nicht.

Alias 738653


Du kommst hier sehr wehleidig rüber, dein Leben ist anstrengend, wie übrigens das vieler Menschen und die gehen auch nicht deswegen alle fremd. Du hast deinem Mann schon viel den Rücken freigehalten, dafür hast du dir nun was verdient, nämlich den Chippendale den du vernascht

Es tut mir leid, wenn das so rüber kommt für dich. Ich habe bereits geschrieben, dass nichts davon den Seitensprung legitimiert. Es gibt jedoch Ursachen, die so ein Verhalten überhaupt erst "ermöglicht ". Und ich bin weder stolz auf mein Verhalten, noch möchte ich Applaus oder Mitleid.

Ich versuche mich einfach gerade zu sortieren und bin sehr dankbar über einge hilfreiche Beiträge hier.

Ich hoffe, dass alle anderen fehlerfrei ihr Leben leben, nie jemanden verletzen und immer den Mut haben ehrlich zu sein...

DieDosisMachtDasGift, ich danke dir für deine Worte. Ich finde deine Beiträge immer sehr gut und bin froh, dass es auch hier so hilfreich formuliert ist.

Ich denke, Du musst mal für Dich sortieren, was Dir in der Beziehung genau fehlt und weshalb. Ob und wie Du es bisher Deinem Mann kommuniziert hast. Welche Gründe die fehlende Leidenschaft in eurer Beziehung hat.

Das tue ich. Und ich weiß, dass ich ich an der ganzen Situation einen viel größeren Anteil habe, als mein Mann. Ich denke, er wird sich auch freuen, wenn ich einiges ändere.

Ich habe das ganze Wochenende viel nachgedacht und weiß, dass ich den Kontakt abbrechen muss um von dem anderen loszukommen.

Deine Affäre kommt mir vor wie ein Ausbruch, wie ein Aufschrei, als wolltest Du sagen: "Ich bin noch jung, und in meinem momentanen Leben kommt nur ein Teil von mir vor - ein anderer, wichtiger Teil verhungert." 

Ja. Das trifft es ziemlich gut.

Du schreibst auch von ähnlichen Vorlieben bei Dir und dem Mann, mit dem Du eine Affäre hast - wie sieht es da bei Dir und Deinem Mann aus, passt ihr grundsätzlich sexuell zusammen? Wisst ihr voneinander, wie ihr sexuell tickt, was euch jeweils anmacht? Oder gibt es da seit jeher Punkte, wo es nicht recht hinhaut

Das komische ist, dass es mit meinem Mann passt. Es ist schön, wir wissen was der andere mag und keiner von uns zieht eine Egonummer im Bett durch. Wir gaben uns schon beide Mühe, dass der andere was davon hat. Das wirklich einzige "Problem " ist, dass es doch immer sehr ähnlich abläuft. Gleicher Ort, gleiche Zeit, gleiches Programm. Körperlich mag das reichen, aber irgendwie fehlt was für den Kopf. Ich kann das nicht beschreiben, ich hoffe du verstehst was ich meine.

Mit dem anderen war alles neu, wild, schmutzig. Ich denke sogar, dass ich diese Art von Sex mit meinem Mann gar nicht wollen würde. Oder ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Vielleicht ist da einfach zu viel Respekt, zu viel Scham und Hemmung dabei, sich so gehen zu lassen.

Das klingt für mich, als ob Du Dich da in eine Rolle hineinbegeben hast, in der nur ein Teil von Dir Platz hat. Warum? Was meinst Du, wer das von Dir erwartet, und warum beugst Du Dich dieser Erwartung? Warum hast Du Dir keine Freiräume geschaffen, was steht Dir da im Weg, und was davon ist praktisch bedingt, was Erwartung von anderen und was eine Blockade in Deinem eigenen Kopf, Deinem eigenen Selbstbild?

Es ist das typische Dilemma. Man will allem gerecht werden und niemanden vernachlässigen, dabei sind es zu viele Baustellen auf ein Mal. Ich habe meinen eigenen (gesunden ) Egoismus komplett zurück gestellt um niemand anderen zu enttäuschen. Dabei denke ich im Nachhinein, dass es vielleicht gar nicht so enttäuschend für andere gewesen wäre, mal nein zu sagen. Vielleicht überschätze ich meine eigene Wichtigkeit auch. Ich habe mir jedenfalls ganz fest vorgenommen, mir mehr Freiräume zu schaffen und habe sogar konkrete Ziele. Ob sich das umsetzen lässt wird sich zeigen. Ich bin zumindest einen Schritt weiter.

Ich glaube, zu behaupten, das wäre "nur der Sex", ist zu kurz gedacht. Es ist ja viel mehr nach allem, was Du schreibst. Du lebst eine halbe Stunde in der Woche ein anderes Leben, erfährst Dich selbst auf eine Weise, die ganz anders ist als der Alltag und die Dich berauscht. Das zu beenden ist schwer

Wie gesagt, ich habe viel nachgedacht und ich bin auch zu dem Schluss gekommen, dass es nicht nur Sex ist. ER ist für mich wie eine Art Verbündeter. Einer, der mich versteht, dem es genauso geht wie mir und der mit mir zusammen in eine Prallelwelt flüchtet. Er konnte mich an noch so blöden Tagen aufmuntern. Ohne den Sex wäre er ein guter Freund. Natürlich ist eine Freundschaft nach all dem unmöglich. Deshalb wird er mir auch richtig fehlen. Das macht es viel schwerer es zu beenden, als nur der Sex.

Und egal wie gut meine Ehe vielleicht wieder laufen wird, dieses berauschende Gefühl, wie du es gut beschrieben hast, werde ich nicht mehr bekommen. Das ist wirklich hart für mich. Es hatte schon was von einer Sucht.

D@i'eDosDismachtEdaxsGift


Alias 738653

Fühl Dich einfach von Mensch zu Mensch verstanden, denn das was Du fühlst und erlebst ist nicht geschlechtsspezifisch, sondern etwas das sich aus einem gelebte Alltagsleben heraus entwickelt über viele Stufen und vermissten Bedürfnissen. Gerade Letzteres kann man oft erst dann richtig ermessen, wenn sie als Ereignis statt gefunden haben. (vorher fehlt verständlicher Weise der Vergleich dazu)

Auch, wenn ich das was Du beschreibst nicht innerhalb einer festen Beziehung erlebt habe, so doch in Singlephasen bzw. Kennenlern-/Beziehungsaufbauphasen.

Den Schmerz und die Erkenntnis, dass sich nicht alles was im Leben schön ist weiter lebbar und zukunftsfähig ist, kenne ich dennoch, und weiß wie schwer der innere Kampf in Dir gerade ist. Pass auf Dich auf, und versuche in Dir das neue reifer gewordene innere Ich zu finden und mit Deinen Sehnsüchten besser in Einklang zu bringen. Ich wünsche Dir, dass es dafür einen Weg gibt. (wenn auch nicht heute oder morgen :)_ )

Alias 738653


Danke! :)_

Das wird ein langer Prozess und ein harter Weg für mich.

Der Vergleich passt übrigens. Diese Aufregung und Spannung beim Kennenlernen mit all dem Kribbeln, genau so hat es sich angefühlt.

SKüntxje


na, wenn Lola hier so rumätzt, dann fehle ich ja auch noch ;-D

Alias, wenn du hier im Forum schon etwas länger bist, dann hättest du wissen müssen, dass diese Beiträge kommen. Reizworte sozusagen.

Wenn du deinen Mann liebst, dann musst du die Affaire beenden, wenn du deine Ehe fortführen willst ohne permanent unzufrieden zu sein, dann musst du da was ändern, nicht außerhalb.

Meine damalige Affaire war ähnlich wie du, voller Gewissensbisse, voller Schuld und dennoch war eine Zeitlang das Ausleben der Gefühle, nur mal Mann sein, ohne Vater und Ehemann und Versorger so verlockend. Er hat es seiner Frau nie gesagt, sie hat es nie gemerkt. Er wusste irgendwann wieder ganz genau wo er hin gehörte und wo er ansetzen musste, um Gutes zu erhalten und weniger Gutes zu verändern.

Ich wünsche dir das.

Ich denke, beides länger durchhalten geht nicht.

Wäre dein Mann grundsätzlich aufgeschlossen etwas mehr Pep in euer Sexleben zu bringen? Oder von mir aus, von dir hereinbringen zu lassen? Die halbe Stunde mit deiner Affaire, die du dir jetzt gönnst, weg von Kindern und leise sein, könntest du das auch mit deinem Mann haben?

s|ensibxe%lmaxnn99


Das wirklich einzige "Problem " ist, dass es doch immer sehr ähnlich abläuft. Gleicher Ort, gleiche Zeit, gleiches Programm. Körperlich mag das reichen, aber irgendwie fehlt was für den Kopf. Ich kann das nicht beschreiben, ich hoffe du verstehst was ich meine.

Mit dem anderen war alles neu, wild, schmutzig. Ich denke sogar, dass ich diese Art von Sex mit meinem Mann gar nicht wollen würde. Oder ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Vielleicht ist da einfach zu viel Respekt, zu viel Scham und Hemmung dabei, sich so gehen zu lassen.

Das eigentliche Problem ist nicht das Fremdgehen, sondern eigentlich die Kommunikation zwischen dir und deinem Mann. Ihr scheint nicht offen über eure Probleme- gerade sexuell gesehen- zu sprechen. Den Anderen würde ich eher als Flucht sehen- ohne Offenheit einen Ausweg aus der sexuell unbefriedigenden Situation zu finden. Am Ende häuft das nur die Zahl der Probleme an. Das eigentliche Problem schiebst du vor dir her. Eine Beziehung mit viel Potential wird so kaputtgemacht. Am Ende steht der Scherbenhaufen. Ich sage nicht, dass es immer leicht ist, den Weg der Offenheit und Ehrlichkeit zu gehen. Meistens ist das aber der erfolgreichere Weg- der Weg, der tatsächlich hellfen kann, Probleme zwischen den Partnern zu verringern. Der einfache, unsteinige Weg (heimlicher Seitensprung) kann täuschend leicht sein und kurzzeitig Entlastung schaffen- eine am Ende glückliche Lösung wird das oft nicht werden.

Und um es klarzustellen: mir geht es in meiner Kritik weniger darum, auf jemandem mit dem Finger zu zeigen, dass da jemand sich fremdverliebt. Meine Kritik geht vor allem gegen die fehlende Offenheit und Ehrlichkeit, gegen den Betrug, der dahinter steckt. Man kann sich auch ehrlich und offen fremdverlieben- wenn der Partner darum weiß, kann er Entscheidungen treffen. Denn ich denke, dass dein Mann ja nicht ganz daran unbeteiligt ist, dass du dich fremdverliebt hast.

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