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Libido wiedergefunden

Alias 738653


Wenn du deinen Mann liebst, dann musst du die Affaire beenden, wenn du deine Ehe fortführen willst ohne permanent unzufrieden zu sein, dann musst du da was ändern, nicht außerhalb.

Ja, das weiß ich.

Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Das eigentliche Problem ist nicht das Fremdgehen, sondern eigentlich die Kommunikation zwischen dir und deinem Mann. Ihr scheint nicht offen über eure Probleme- gerade sexuell gesehen- zu sprechen. Den Anderen würde ich eher als Flucht sehen- ohne Offenheit einen Ausweg aus der sexuell unbefriedigenden Situation zu finden

Ja auch das weiß ich.

Wäre dein Mann grundsätzlich aufgeschlossen etwas mehr Pep in euer Sexleben zu bringen? Oder von mir aus, von dir hereinbringen zu lassen? Die halbe Stunde mit deiner Affaire, die du dir jetzt gönnst, weg von Kindern und leise sein, könntest du das auch mit deinem Mann haben?

Ja, nicht genau so, will ich auch nicht, aber schon spontaner und abwechslungsreicher. Aber es ist nicht so leicht aus alten Mustern herauszubrechen.

SSüntjxe


glaub ich, aber du hast ja nun eine Ahnung, was möglich ist und was dir gefällt.

Vielleicht kannst du das in deiner Partnerschaft unterbringen? Wenn du etwas veränderst, muss ja nicht gleich grob und schmutzig sein, dann muss dein Mann ja aus seiner Wohlfühlzone raus und irgendwie reagieren.

Aber bist du denn überhaupt schon so weit, die Affaire zu beenden?

Alias 738653


Das ist die Frage.

Ich muss es halt, es wird ja nicht leichter mit der Zeit.

C\aramXala x3


Da wurde schon vieles gesagt, deshalb greife ich einmal eine Sache auf, und zwar die Aussage, dass man in der Affäre endlich mal sich selbst sein kann, ohne das jemand etwas von einem verlangt und ohne das man für andere funktionieren muss. Etwas ähnliches hat Gaby Dohm über Klaus-Jürgen-Wussow gesagt, mit dem sie eine Affäre angefangen hat, trotz ihrer Ehe.

Das zu fühlen ist verständlich. Es zu glauben, ist ein Trugschluss, denn auch dieser Mann verlangt, allerdings merkt man es nicht, weil das Verlangen auf Gegenseitigkeit beruht, denn man selbst verlangt von ihm ja das gleiche. Das ist ein Ausbrechen aus dem Alltag, um die guten Gefühle, die man in der Lage ist zu empfinden, diese über einen anderen auskosten kann. Das macht am Anfang Spaß und man kann das auch lange Zeit so beibehalten, wenn man strikt zwischen beiden Welten trennen kann. Im Grunde will man sie auch gar nicht vermischen.

Das Leben selbst geht aber weiter. Hinter dem eigenen Verhalten liegen verständliche Bedürfnisse, die befriedigt sein wollen. Aber der Alltag macht auch vor einer solchen Affäre nicht halt. Das kann über Jahre gut gehen, aber in der Familie passieren irgendwann irgendwelche unangenehme Sachen oder man selbst hat ganz andere Sorgen und dann kann auch die Affäre einmal ganz anders aussehen. Dann ist man vielleicht mal nicht so auf der Höhe und der andere will aber gar keine Alltagsprobleme mit einem teilen und dann kann das ehemalige Verlangen des Mannes selbst zu einer Belastung werden. Oder es ist umgekehrt.

Es ist immer schön, wenn zwei das gleiche wollen. Geht das mal nicht, dann kann das, was vorher toll gewesen ist, auch das Gegenteil in einem bewirken.

Den Entschluss, für die eigene Ehe etwas zu tun, finde ich gut. Eine Flucht, die man mit anderen in kurzem Momenten fernab des Alltags auslebt, ist eine instabile Sache und hält meist nicht ewig stand. Sich aber Freiräume im eigenen Alltag zu nehmen, man muss nicht auf jeder Hochzeit tanzen, das kann der Ehe gut tun und man kann sich gegenseitig wieder neu entdecken.

Wenn man den Sex selbst mehr mit Abenteuer und Freiheit verbindet, also so ähnlich wie er in Filmen dargestellt wird, wenn Menschen mit großen Problemen übereinander herfallen, weil sie darinnen ein Ventil gefunden haben, dem zu entkommen oder Ausdruck zu geben, dann ist das im normalen Leben auf Dauer selten zu halten, wenn beide das nicht auch wollen. Das Gefühl, was beim Sex im Körper stattfindet, ist unabhängig davon, aber immer da, wenn man sich drauf einlassen kann. Auch das kann man wahrnehmen lernen. Da geht dann auch ohne Kopfkino mehr als man denkt.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten und man kann Einiges ausprobieren und schauen, was macht einen letztendlich auf Dauer glücklich.

Spoldavnxelle


Hallo liebe Alias,

hast du in den letzten Tagen deine Gedanken weiter ordnen können?

Alias 738653


Ich dachte ich habe es geschafft. Einige sehr lange, persönliche Telefonate und 3 Treffen mit dem anderen Mann später bin ich wieder mitten im Chaos meiner Gedanken. Ich wusste, dass es schwer wird. Mittlerweile bin ich mir nun gar nicht mehr sicher, was ich überhaupt will. Es ist ein einziges Auf und ab zwischen 3 sehr launischen Menschen, die alle nicht wissen, was sie wollen. Auch bei meinem Mann bin ich mir nicht sicher.

Und bei mir erst recht nicht.

SzoldaJn5ellxe


Oje, das klingt leider gar nicht gut...

Es ist ein einziges Auf und ab zwischen 3 sehr launischen Menschen, die alle nicht wissen, was sie wollen. Auch bei meinem Mann bin ich mir nicht sicher.

Heißt das, dass du inzwischen mit deinem Mann über eure Beziehung gesprochen hast?

Wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass du trotz der Kinder für ein paar Tage alleine irgendwo hin fahren kannst, um dir über deine Gefühle klar zu werden?

Alias 738653


Mein Mann macht ja schon seit einiger Zeit sein eigenes Ding und hat sich in letzter Zeit ziemlich zurück gezogen. Wir sehen uns nicht oft und wir sind beruflich sehr eingespannt. So richtig zufrieden ist damit keiner, aber irgendwie scheint es sehr festgefahren zu sein. Wenn wir uns doch mal sehen, streiten wir wegen Kleinigkeiten, eben weil wir so gestresst sind. Die Lust auf Zweisamkeit ist bei mir gerade am Nullpunkt angekommen und auch er macht nicht den Eindruck, als ob es ihm fehlt.

Ein paar Tage ganz allein wären ein Traum und würden mir vielleicht helfen, aber ich wüsste nicht, wie ich das organisieren sollte. :-/

S5oldganelle


Ein paar Tage ganz allein wären ein Traum und würden mir vielleicht helfen, aber ich wüsste nicht, wie ich das organisieren sollte. :-/

Habt ihr vielleicht Großeltern in der Nähe, die für ein paar Tage auf die Kinder schauen können? Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie alt eure Kinder sind.

Wäre es vielleicht auch möglich, eine Paartherapie zu machen? Oder wenn du alleine zu einer Beratungsstelle gehst? Ich habe das Gefühl, dass es dir möglicherweise ganz gut tun würde, mit einer fremden, unvoreingenommenen Person über alles zu sprechen. Vielleicht gibt es auch kostenlose Beratungsangebote in deiner Nähe.

Alias 738653


Ich weiß nicht, ob es solche Angebote in der Nähe gibt. Ausschließen würde ich Hilfe von außen nicht. Allein ist es sehr schwer seine Gedanken zu ordnen und sich klar zu werden, was man will.

PsWANxGEL


Ich kann nur sagen...genieße es..solange du mit dem Leben zurecht kommst.

Und überlege genau ..solltest du mittlerweile daran denken Dich von deinem Mann zu trennen , was alles auf dich zukommt.

Lg

AHlicex__


Gibt es etwas neues liebe Alias?

Alias 738653


Ja es gibt viel Neues. Die ganze Situation hat sich ganz plötzlich gewandelt.

Es sind, entgegen meiner Erwartungen und für mich wirklich überraschend, von beiden Seiten aus Gefühle dazu gekommen. Ich dachte ich wäre damit allein, aber ihm geht es genauso.

Er steckt gerade mitten in der Trennung, ziemlich schlimme Situation, ich kämpfe noch sehr mit mir. Ich bin furchtbar hin und her gerissen. Ich weiß, dass wir viel besser zusammen passen, will aber meine Familie nicht kaputt machen. Ich könnte den ganzen Tag heulen.

Srol}danxelle


Darf ich dich fragen, was du noch für deinen Mann empfindest? Liebst du ihn noch?

Alias 738653


Das ist so schwierig.

Ganz ehrlich, ohne Kinder, ohne Haus und allem drum herum würde ich mich trennen. Aber wir haben uns gemeinsam all diese Träume erfüllt, da kann ich ihn doch nicht mit all dem sitzen lassen. Andererseits haben wir auch genug Probleme und ich bin nicht glücklich, obwohl ich alles habe, was ich immer wollte. Es fehlt einfach die richtige Liebe. Romantik, Leidenschaft. Wenn er weg ist, fehlt er mir nicht. Wenn er da ist, bin ich angespannt, still. Oft zickig und schnippisch. So bin ich sonst bei niemandem. Ich bin sehr nachtragend und habe ihm Einiges nie verzeihen können.

Eine Trennung wäre furchtbar schlimm für ihn und ich will nicht, dass er das Haus verliert. Ich will nicht, dass er so leidet. Und ich habe auch Angst vor seiner Reaktion. Richtig viel Angst.

Nach all dem hab ich auch Angst vor der Reaktion der Familie. Der Kinder. Es scheint mir gerade alles so ausweglos.

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