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(Ex)-Frau trauen oder nicht - sehe ich Probleme, wo keine sind?

AlmeNnta9 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich habe lange überlegt, ob ich einen neuen Faden aufmache. Das Thema schiebe ich schon seit Wochen vor mir her und mittlerweile würde ich gerne eure Meinungen oder auch Tipps /Anregungen/Kritik hören und hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich euch mein "Problem" schildere. Ich habe so viele Gedanken im Kopf und so oft schon im Kopf mein Anliegen möglich neutral formuliert und hoffe, das jetzt irgendwie "aufs Papier" zu bringen.

Im Mai 2013 bin ich einem Arbeitskollegen näher gekommen. Wir arbeiteten schon seit Jahren zusammen und es war schon immer ein gewissen Knistern zwischen uns, waren aber beide in Beziehungen, sodass wir uns offen gesprochen haben. Er selbst war auch verheiratet und hat zwei Kinder, bei mir selbst stand eine Hochzeit an. 2013 wie gesagt entstand aus einem Streit in der Arbeit ein langes und intensives Gespräch, das unsere Gefühle offenbart hat. Wegen seiner Ehe/Kinder und meiner Hochzeit versuchten wir aber, dies nicht an uns ran zu lassen. Es lief nichts zwischen uns. Erst im Januar 2014 sind wir dann doch - wie soll ich es sagen - schwach geworden. Das, was ich nie wollte, war passiert: wir hatten unsere Partner betrogen.

Nach weiteren Gesprächen entschieden wir uns Ende Februar beide unabhängig voneinander, uns aus unseren Partnerschaften zu trennen. Kein leichter Weg, weder für ihn, noch für mich. Trotz aller Tränen, Schmerz, Gesprächen haben wir beide diese Entscheidung nie bereut und wir sind nach wie vor sehr glücklich miteinander.

Mittlerweile sind wir beide 34 Jahre alt und seit über 3 Jahren zusammen. Die Scheidung bei ihm ist eingereicht und wir warten bisher auf einen Termin vom Gericht. Mit meinem Exfreund habe ich nach wie vor losen Kontakt zu Geburtstagen oder bestimmen Anlässen, wir verstehen uns soweit gut, aber jeder lebt sein Leben. Mein Freund hat natürlich durch die Kinder einen regelmäßigen Kontakt zu seiner (Noch)-Frau. Auch dies funktioniert erstaunlich gut. Es war natürlich ein riesen Schlag für sie und ein Stück weit bewundere ich sie dafür, wie sie jetzt mit der Situation umgeht und sich mir gegenüber verhält. Ich bin ehrlich, ich weiß nicht ob ich das umgedreht könnte.

Es gab natürlich zu Beginn viele unschöne Momente, die wir alle aber recht gut gemeistert haben. Der Kontakt zwischen meinem Freund und seiner (Noch)-Frau ist gut, sie können sich über die Kinder unterhalten, gehen gemeinsam zu Info-Abenden der Schule oder Feiern im Kindergarten oder schicken sich Fotos der Kids, um im Alltag möglichst dabei zu sein. Auch ich bin gut akzeptiert von ihr. Sie hat mir selbst schon gesagt, dass sie mir dankbar ist, wie ich mit den Kindern umgehe, dass die Zwei gerne bei mir sind und sie mich auch gerne mag. Geburtstage der Kinder, Ostern o.ä. können wir recht problemlos miteinander verbringen.

Von dem Punkt aus, könnte es eigentlich nicht besser sein. :=o Ich habe von vielen Rosenkriegen gehört, Streit um die Kinder, dass die Exfrau oder die Neue sich hassen und sich gegenseitig Steine in den Weg legen. Was ist also mein Problem?

Manchmal traue ich der Sache nicht... Ich kann es nicht erklären, manchmal ist es mir suspekt, wie "positiv" sie alles sieht. Denn es gibt so viele Kleinigkeiten, die mich stutzig machen und bei denen ich nicht weiß, wie ich sie einordnen soll. Ich weiß nicht, ob ich ihr glauben kann oder ob ich sie wirklich für ihr Verhalten tief bewundern soll. Und: ich habe (und bekomme sie immer noch) nach ca. 6 Monaten anonyme, gemeine und sehr persönliche Emails und SMS erhalten. Die Emailadresse war immer eine neu angelegte, SMS wurden online versendet. Darin wurde ich beschimpft, mir wurde Angst gemacht, dass mein Freund wieder zurück geht, dass ich nie Anschluss an seine Familie bekomme, nie gemocht werde etc. Ein Wechsel der Nummer und der Mailadresse brachte zunächst Besserung, kam aber zumindest per Mail wieder. Mittlerweile ignoriere ich die Mails und lese sie nicht mehr, sie haben mich aber sehr sehr lange extrem belastet und auch die Stimmung zwischen meinem Partner und mir beinträchtigt. Woher die Mails kamen, wissen wir bis heute nicht. Zumindest der Themen nach muss es jemand vertrautes sein, also entweder aus meinem Freundeskreis (nur wer sollte das tun?) oder von der Seite der (Noch)Frau.

Mein Freund ist sehr konservativ aufgewachsen, die Trennung/Scheidung war eine Katastrophe für seine Familie. Es hat sehr lange gedauert, bis einigermaßen Ruhe eingekehrt war. Ihm wurde gesagt, man schäme sich für ihn. Auch in seiner Welt kamen Gedanken an Scheidung nie vor. Auch für ihn ist insofern eine Welt zusammen gebrochen, da er seine eigenen Werte verraten hat. Dazu ein riesen Schuldgefühl seiner Frau gegenüber, aber noch mehr den Kindern. Das schlechte Gewissen fraß ihn auf und auch heute überkommt es ihn oft, was er ihnen antut. Er möchte natürlich, dass es den Kindern gut geht, möchte sich um sie kümmern und für sie da sein - als Scheidungspapa aber nicht mehr so einfach, als wenn man gemeinsam in einer Familie lebt. Seine (Noch)-Frau weiß das und sie weiß genau, wann sie auf welche Punkte drücken muss, damit er sich am Ende wieder schlecht fühlt. Dies schafft sie aber mit kleinen Aussagen, die erst im Nachhinein spürbar sind.

Nun ist es so, dass ich im fünften Monat schwanger bin. Wir haben es ihr recht zu Beginn gesagt, damit sie es nicht von anderen erfährt. Die erste Reaktion war sogar wieder recht positiv, auch wenn sie sicher verletzt war. Den Kindern haben wir es vor vier Wochen gesagt. Sie sind mittlerweile 6 (Sohn) und 4 (Tochter) Jahre alt und konnten es noch nicht ganz einordnen, aber auch sie waren eher neugierig und erstmal "offen". Natürlich können Kinder dies in dem Alter noch nicht ganz begreifen und wir wollten an den nächsten Wochenenden immer wieder mit ihnen sprechen. Ihnen auch vermitteln, dass das neue Kind den Papa nicht weg nimmt und er auch Zeit nur für sie hat.

Am WE hat seine (Noch)Frau dann geschrieben, dass sie im Gespräch mit dem gemeinsamen Sohn nochmal gesagt hatte, dass der Papa vom Baby auch sein Papa sei und das hätte er nicht gut aufgenommen. Mein Freund war natürlich wieder ängstlich und macht sich Sorgen. Auf seine Fragen, was denn passiert sei und was genau vorgefallen sind, reagierte sie nicht mehr.

Und genau hier kommt mein "Problem": ich weiß nicht so recht, wie ich zu ihren Aussagen stehen soll. Ist es nur "nett" gemeint, meinen Freund auf dem Laufenden zu halten oder ist es Absicht, ihm ein schlechtes Gewissen zu machen?

Nach einer Maifaier letzte Woche mit den Kindern schrieb sie ihm, wie sehr "es sie beutelt" wenn sie in Erinnerungen schwelgt. Dann kommt heute "wie sehr sie die Zeit von damals" vermisst. Mir gegenüber hat sie Anfang des Jahres (ich war noch nicht schwanger) erzählt, wie gerne sie mich mag und dann, dass sie Angst vor unserer Zukunftsplanung hat...

Versteht mich bitte nicht falsch: ich kann das einfach nicht einordnen. Mal denke ich, wie froh ich bin, wie reibungslos und unkompliziert es mit ihr läuft. Und dann weiß ich nicht, was sie nach über 3 Jahren mit ihren Aussagen bezweckt. Mal versteh ich sie, dass gerade die Schwangerschaft neue Wunden aufreißt, die vieles wieder nach oben holen. Ich versuche, mich nicht rein zu steigern. Und dann kommt auch Unmut auf, weil ich oft denke, dass sie mit Absicht die Knöpfe drückt, bei welchen sie genau weiß, dass mein Freund die Schuld einholt und er keine Ruhe findet. Ich bin hin und her gerissen und weiß selbst nicht was ich glauben soll. Ich will mich nicht rein steigern und etwas "schlecht" reden, was nicht da ist und umgedreht auch nicht blauäugig sein und mich in einer "Büßerrolle" wieder finden. Es sind halt oft nur die kleinen Spitzen, die nett gemeint sein können, sodass keine Angriffsfläche geboten wird, gleichzeitig aber auch ein Angriff sein können.

Zudem kommen nach der letzten Mail natürlich Ängst, dass sie den Kindern doch etwas einreden könnte, sodass sie Probleme mit dem neuen Baby haben und es nicht annehmen. Sodass wir als Patchwork-Familie doch scheitern.

Ich weiß selbst nicht, wie ich zu allem stehen soll und wie ich mich verhalten soll. Ich muss sicher zugeben, dass es mir oft nicht so leicht fällt dass die (Noch)-Frau so eine große Stelle im Leben meines Freundes hat, mit der ich oft hadere. Auch wenn ich rational weiß, dass es wegen den Kindern nunmal so sein muss und auf Dauer das beste ist. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich damit immer ohne Probleme klar komme :=o Aber ich versuche, so gut es geht, dagegen zu arbeiten.

Ich habe so viele Gedanken im Kopf und umso mehr ich hier schreibe, desto schwerer fällt es mir, alles konstruktiv, ehrlich und verständlich rüber zu bringen. Es ist so viel passiert, dass es schwer ist, all das kurz zusammen zu fassen. Ich hoffe, ich konnte dennoch einen kleinen Einblick geben, wie es in mir aussieht und es ist nicht zu wirr geschrieben. (ich lese immer diese tollen, gut strukturierten Texte und trotz mehrfachem umschreiben, gelingt es mir gerade nicht besser).

Wie würdet ihr mit der Situation umgehen? Glaubt ihr, die Frau meines Freundes macht etwas mit Absicht oder habe ich jetzt einfach eine negative Brille auf und sehe Probleme, wo keine sind? Wie bewertet ihr die Aussagen wegen dem neuen Baby? Hattet ihr so eine Situation selbst schon einmal und wie seid ihr/die Kinder damit umgegangen? Gibt es hierfür Tipps? Und wie soll ich mich der Frau gegenüber verhalten? Mal möchte ich allen zuliebe den Kontakt, dann möchte ich wieder auf Abstand gehen. Ich möchte für meinen Freund und seine Sorgen da sein, gleichzeitig zieht es mich auch runter und nimmt mir auch meine Freude an der Schwangerschaft. Ist ihr Verhalten nach über drei Jahren normal oder kann sie nicht abschließen?

Entschuldigt bitte meine lange Nachricht, ich musste das einfach mal runter schreiben. Sicherlich fehlt die Hälfte, aber ihr könnt jederzeit Fragen stellen, die ich gerne beantworte. :)*

Antworten
lFo$sgetrexten


liebe amenta9

ich habe leider nicht lange zeit, um dir ausführlich zu antworten, in aller kürze sei dir nur so viel gesagt:

ich verstehe dich sooooooooooo gut und drück dich jetzt einfach mal virtuell. :)_ :)_ :)_

und nochwas: ich finde es supersupersuper, wie du die letzten jahre gemeistert hast mit der doch noch sehr präsenten noch-ehefrau.

an diesem punkt arbeite ich nämlich derzeit sehr hart, weswegen du mein vollstes verständnis hast. :)_

ich melde mich morgen nochmal und bin gespannt auf die anderen beiträge hier. :)D @:)

E0hema2liger> Nutzecrx (#15)


Also erst Mal möchte ich sagen, dass ich auch finde, dass Du es sehr gut rübergebracht hast - zumindest für mich ;-), ich kann Dein Dilemma sehr gut nachempfinden.

Aber wie das immer so ist, als Außenstehender sieht man dennoch oft klarer. Mir kommt hier nur ein Gedanke:

Letztendlich ist es völlig egal was seine Ex denkt, welche Intentionen sie hat - es geht um Euch als Paar, respektive um Deinen Freund. Wie er zu dem Ganzen steht, wie er sich verhält. Denn im Worst-Case steht und fällt doch mit ihm (bzw. seinen Handlungen/Entscheidungen) Alles.

Wenn ich so nach Deinen Beschreibungen gehe, dann ist er zwar emotional völlig bei Dir, aber das schlechte Gewissen bezüglich der Trennung/Scheidung frisst ihn auf?

Sehe ich das im Groben so richtig?

S ommerkinxd44


Habe leider ebenfalls nicht viel Zeit zu schreiben gerade, morgen dann mehr, aber ich habe ebenfalls umfangreiche Erfahrungen mit Exfrauen und Kindern des Partners.

Meine erste Reaktion auf deine geschilderte Geschichte war: Hat DIE ein Glück.

Es klingt nämlich alles noch verhältnismäßig gesittet und nett in euer Patchwork-Konstellation.

Ich habe da eher so diese Erfahrungen gemacht:

[[http://www.familienhandbuch.de/familie-leben/familienformen/elternschaft/dieexfraufuehrtregie.php]]

Ex-Terror vom feinsten quasi. So scheint es bei euch nicht zu sein und damit habt ihr es schon besser als sehr viele "Zweitfamilien" getroffen. Ich schreibe morgen nochmal mehr.

Ethemalirger NutpzYer (#1x5)


Bevor hier ein Ungleichgewicht entsteht möchte ich gerne etwas ausgleichen.

Sommerkind44 - ich bin mir sicher, dass Dein Beitrag nicht so gemeint war, dennoch finde ich den Artikel recht einseitig und verallgemeinernd bezüglich der "bösen" Ex. Natürlich gibt es das, keine Frage.

Aber ich kenne ebenso einige "Ex-Frauen" (sowie auch Männer), mich selbst eingeschlossen, die nicht so sind. Die also so oder ähnlich agieren wie die hier beschriebene Ex.

Deshalb ja auch meine Frage, bzw. mein Gedanke, ob hier nicht eher der Mann (Freund), dessen Verunsicherung, das eigentliche Problem ist.

ATmebnt1ax9


Vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten. @:) ich bin auch gerade unterwegs und melde mich morgen in Ruhe und vom PC aus, da kann ich besser schreiben. Dann kann ich auch die Fragen zu meinem Freund in Ruhe beantworten.

RuaRlph_yHxH


In die Köpfe anderer Menschen kann man nie hinein sehen. Es ist unmöglich, zu sehen, wer diese mails schreibt, ob die Ex oder der Ex... Da es aber offenbar das belastende Thema schlechthin ist, würde ich da durchaus mal einiges an Energie hinein stecken, rauszufinden, wer das ist. Das geht los mit einer Strafanzeige wegen Belästigung, ein Anwalt, der vielleicht über den Provider eine IP ermittelt, die mit Glück einem Wohnort zugeordnet werden kann? (Keine Ahnung, bin kein Fachmann). Oder man gibt dem einen diese Info, dem anderen eine andere und guckt, was davon Eingang in die emails findet. Wenn sie denn persönlich und detailliert werden und nicht einfach ohne weiteren Inhalt beleidigend. Oder mach Dir nicht eine sondern zwei neue mail Adressen und verteil die selektiv.

Mit der Ex würde ich unbedingt versuchen, weiterhin ein gute Verhältnis zu haben. Scheidungskriege sind furchtbar. Die beiden, Dein Freund und seine Ex werden über die Kinder immer miteinander Verbindung haben und je stressfreier das läuft, desto besser. Mit Glück ist das auch der Ex bewusst und sie lebt danach. Mit viel Pech aber spielt ihr Herz ihr Streiche und sie lebt beide Seiten, die harmonische offen, die intrigante heimlich. Wer weiß.

I+ndaxy


Liebe Amenta,

ich kann dich sehr gut verstehen. Ich lebe ja auch in einer ähnlichen Konstellation, nur dass die Trennung nichts mit mir zu tun hatte. Allerdings war der zeitliche Abstand auch sehr klein und dass Verhalten der Ex zum Teil sehr widersprüchlich und ich fand es schwer einzuordnen, hatte am Anfang auch ein komisches Gefühl, wenn er mal was mit ihr und den Kids gemacht hat. Da kamen dann auch so komische Sachen, wie dass sie meinem Freund kurz vorm abholen schrieb, dass der Große auf keinen Fall zu uns will und nur am heulen ist - und als er ankommt, springt ihm ein fröhliches Kind entgegen.

Bei mir ist es besser geworden, als sie dann einen neuen Freund hatte, seitdem habe ich wirklich das Gefühl, dass sie abgeschlossen hat und uns unsere Beziehung gönnt.

Aber zu dir: Ich finde das Verhalten der Ex sehr schwer einzuschätzen. Sollte ihr positives Verhalten tatsächlich "echt" sein und nur zwischendurch etwas sentimentale Gefühle hochkommen, fände ich das in der Situation sehr erstaunlich und bewundernswert. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ihr "Nettsein" eine Strategie ist, deinen Freund nah bei sich zu behalten. Aber, wie Isabell schon schrieb, letztendlich ist es egal, was sie vorhat, wenn eure Beziehung fest genug ist und dein Freund zu dir hält.

Dass Kinder sich Gedanken machen, wenn ein neues (Halb-) Geschwister kommt, ist, denke ich, nichts ungewöhnliches und mit dem wa ihr vorhabt, seid ihr da sicher schon auf dem richtigen Weg das steht uns auch noch bevor..

Immerhin scheint dein Freund dir ja alles zu erzählen? Ich würde an deiner Stelle den Kontakt halten, wenn es geht, schon wegen der Kinde und versuchen, ihr Verhalten nicht zu negativ zu deuten.

A?menttax9


Hallo nochmal,

vielen lieben Dank, dass ihr meinen recht langen Beitrag gelesen habt und ihr mein - in meinen Augen doch etwas wirren - Gedanken nachvollziehen könnt. Gerne möchte ich nun eure Fragen beantworten.

losgetreten

Bist du in der selben Situation? Wie geht es dir? Was ist bei dir alles passiert? Es ist auf jeden Fall trotz allem "schön" zu wissen, dass man mit seinen Gedanken und Problemen nicht alleine ist.

Isabell

Du hast sicher recht - am Ende ist es egal, was mit der Ex ist, denn so lange wir als Paar funktionieren, kann uns das ganze so gesehen nichts anhaben. Grundsätzlich hast du mit deiner Vermutung recht: er ist emotional bei mir und gleichzeitig frisst ihn das schlechte Gewissen auf. Es wird definitiv besser, das war am Anfang sehr schlimm und extrem belastend. Nicht nur für ihn - sondern im Gegenzug auch für mich. Denn wirklich helfen konnte ich ihm nicht und ein Stück weit war auch Angst da, das er die Entscheidung bereut oder vor lauter Schuldgefühlen - gerade den Kindern gegenüber - zurück geht. Wobei das rückblickend nie in Frage stand und er trotz allem Schmerz den Weg gegangen ist. Langsamer als es mir lieb war/ist (immerhin die Scheidung jetzt erst), aber er hat es immer durchgezogen. Auch wenn meine Angst da war, sie war mehr irational. Denn eigentlich hat er nie annähernd angedeutet, dass er die Entscheidung bereut. Es stand nie auf der Kippe, dass er doch zurück geht. Ich habe daher auch nie an seinen Gefühlen oder an seiner Liebe gezweifelt.

Trotzdem holt ihn das schlechte Gewissen immer wieder ein. Das liegt einerseits an der konservativen, familiären Situation. Seine Eltern waren nach dem ersten Schock zwar grundsätzlich an seiner Seite was die Trennung von der Frau angeht. Aber bei de Enkeln sah die Situation anders aus. Wenn wir also mal ein WE weg waren und er seinen Papaabend ausfallen (bzw. verschiebt er ihn in der Regel immer) lassen muss, dann kommen schnell Kommentare wie "du bist ein schlechter Vater, dir sind die Kinder nicht wichtig". Auch bei Treffen innerhalb der Familie steht das Wohl der Enkel an erster Stelle. Das finde ich auch gut - bitte nicht falsch verstehen. Aber es geht in einer Tour darum, dass es "arme Kinder" sind und grad der Sohn sehr "emotional" ist und anhänglich, und ob sie denn genügend Aufmerksamkeit bekommen. In meinen Augen bewirkt das alles aber zumeist, dass mein Partner meist das schlechte Gewissen bei solchen Aussagen einholt, umgedreht die Kinder aber extrem verwöhnt werden (gerade von den Großeltern), wenig Regeln kennen und alles bekommen. Ob man damit den richtigen Weg wählt, weiß ich nicht.

Das ist sicherlich die eine Seite für das schlechte Gewissen. Wegen den doch recht komplizierten Familienverhältnissen und der Trennung hat mein Freund auch ein Jahr lang eine Art Therapie/Coaching gemacht. Dies hat ihm sehr gut getan und sein Umgang mit allem bessert sich auch deutlich. Aber abschalten kann er es nicht.

Sommerkind

Den Link hattest du glaube ich bereits einmal gepostet wenn ich mich recht erinnere (im Faden von einer Alias Teilnehmerin). Den habe ich damals gelesen und ein paar Dingen stimme ich zu. Ich kenne in der Tat auch im Kreis meiner Eltern, als eine Scheidung oder Trennung zu einem Rosenkrieg ausgeartet ist. Hier hast du recht, ich habe viel Glück! Deshalb auch im Titel die Frage "sehe ich Probleme, wo keine sind". Meine beste Freundin ist selbst Scheidungskind, deren Eltern mit neuem Partner und Halbschwester vom Vater funktionieren super miteinander. Das ist mit Sicherheit ein Vorbild für mich und ich bekomme von ihrer Seite aus viele Tipps, welche mir viel helfen.

Ich möchte mit Sicherheit auch keine Schuld bei der Ex sehen. Auch ich bin nicht immer ein Unschuldslamm. Denn ich würde lügen, wenn ich alles total easy fände. Denn es gibt schon oft die klassischen Momente der Eifersucht, zu wenig Zeit, welchen Raum die Ex einnimmt oder auch das Miteinander mit seinen Eltern. Das wäre dann aber ein Extra-Beitrag, über den ich mich auch gerne austausche. ;-D Ich bereue auch nicht, dass ich den Schritt gegangen bin, denn die Liebe zu meinem Partner war es das wert (und ich hoffe natürlich, dass es so bleibt). Aber wenn mich jemand fragen würde, ob er die Beziehung zu einem verheirateten Mann mit Kindern eingehen soll, dann würde ich eher abraten/bzw. versuchen die Augen zu öffnen. Auch wenn bei uns vieles sehr sehr gut geht, ist es nicht einfach. Aber sowas gehört wohl zum Leben dazu... :=o

Aber wie gesagt, es ist sehr vieles wirklich gut. Das sehe ich auch so und spüre es und bin auch dankbar. Wie im Eingangspost bereits geschrieben: einerseits bewundere ich die Ex auch, wie sie mit mir umgeht (zumindest vorne rum, wie Ralph schreibt, in den Kopf eines anderen kann ich nicht rein schauen). Aber es ist schon gut, dass wir gerade den Kindern zuliebe recht gut miteinander auskommen, miteinander sprechen und an einem Tisch sitzen können. Grunsätzlich kann ich mir auch vorstellen, in ein paar Jahren (wenn unser Baby auf der Welt ist, die Scheidung durch ist und Gras über die Sache gewachsen ist), auch Weihnachten miteinander zu feiern. Zumindest mal, nicht jedes Jahr. DAs können sicher nicht alle.

Aber gerade bei ihrem meist recht positiven Verhalten kann ich dann solche Aussagen, welche ich beschrieben habe, nicht vertehen. Ich bin recht sicher, dass sie meinen Freund nicht zurück will. Erwarte ich nun zu viel nach 3 Jahren? Ich war ja selbst nicht verheiratet und habe bisher auch keine Kinder, sodass ich das schwer beurteilen kann. Aber wenn doch alles so positiv ist, warum kommen dann doch die Spitzen? Interpretieren mein Freund und ich zu viel rein?

Ich glaube, ich mache mir gerade wegen dem neuen Baby so einen Kopf. Die Situation ansonsten war insgesamt wirklich gut, wir sind alle einigermaßen zusammen gewachsen. Probleme gab es natürlich, aber das ist ja auch normal. Man hat sich an die Situation gewöhnt und es hat sich von allen Beteiligten etwas Ruhe ergeben.

Mir ist klar, dass ein neues Baby viele Schmerzen wieder raus zieht, wieder Unruhe rein bringt. Trotzdem kommt jetzt sogar bei mir eine Art Schuldgefühl, ob es anderen deshalb schlecht geht. Ich habe arge Angst, dass die Kinder mit dem Baby nicht zurecht kommen. Wobei eher der Sohn, die kleine Tochter steht mir relativ nah und ist meist unkompliziert. Ich habe Angst, dass die Spitzen der Mutter jetzt einiges auslösen bei ihm, sodass das Verhältnis kippen kann. Mein Freund möchte mit ihr darüber reden, damit es weiterhin gut klappt. Das ist wohl auch der richtige Weg und die einzige vernünftige Lösung.

Vielleicht mache ich mir einfach zu viele Gedanken.. Aber das Verhalten der Ex mit ihren Aussagen kann ich oftmals nicht nachvollziehen.

Ralph_HH

Du hast wie schon geschrieben, recht: ich kann in niemandes Kopf schauen und weiß nicht, wer das mit den Mails war. Diese waren wirklich sehr lange Zeit DAS Thema bei uns und haben mir sehr weh getan und mich gerade in der Anfangszeit sehr verunsichert. Die Idee mit den zwei Adressen ist super, da habe ich nie dran gedacht. Ich hatte eben "nur" die Mailadresse und Handynummer gewechselt, diese auch erstmal nur ein paar wenigen Leuten gegeben. Leider war kurz danach eine Hochzeit (sei es in meinem und im Kreis der Familie meines Freundes inkl. Ex) und schwupps wurde meine neue Email weiter gegeben und war somit wieder offen. Danach ging ich zur Polizei - leider recht ernüchternd. Der Herr war zwar sehr nett, aber er meinte, er könne mir nicht wirklich helfen. Ich könne natürlich Anzeige erstatten, aber er macht mir keine Illusionen, dass es was hilft. Selbst bei krasse Stalking (und da sei ich ja noch weit entfernt), werden IP Adressen vom Gericht nur selten offen gelegt. Er gab mir den Tipp, eher öfter die Adresse zu wechseln und die Mails zu ignorieren. Seither habe ich einen sehr starken Spamfilter und lösche alles, was ich nicht erwarte oder von Freunden im Adressbuch ist. Mag sein, dass mir viel verloren geht, aber ich lese keine anonymen Mails mehr. Alle paar Monate sehe ich, dass was kommt. Aber wenn ich es nicht lese, bewirkt es in meinem Kopf nichts. Damit gehts mir besser und war "mein" Weg damit umzugehen.

Momentan habe ich das Gefühl, dass die Ex genau den letzten Satz von dir lebt. Vorne super nett und harmonisch und hinten rum intrigant. Das zeigen mir eben Aussagen und Verhalten. Nur hier ist genau mein Problem: Wie gehe ich damit um? Einen Krieg will ich nicht, der belastet zu viel und tut am Ende niemanden gut. Aber wie verhält man sich dann in solchen Situationen?

A0mentsa9


Ralph_HH

Der Sternchentext ging an dich, der sollte fett sein, ich habe mich verklickt |-o

Inday

Dein Beitrag hat sich überschnitten :-)

An dich habe ich öfter gedacht, da ich ja noch aus dem Kinderwunschforum weiß, dass du eine ähnliche Situation hast. Danke auch für deine Worte.

Das Thema "Die Kinder wollen nicht zu dir" hatten, wir auch öfter. Meist war es aber beim heim bringen, als sich der Große im Auto fest geklammert hat und man ihn regelrecht raus zerren musste, weil er beim Papa bleiben wollte. Bzw. am besten der Papa dort auch bleiben. Fest klammern am Bein war auch keine Seltenheit. Ich verstehe, dass es schwer ist, sich da frei zu machen von seinen Gefühlen..

Ehrlich gesagt habe ich auch schon oft dran gedacht, dass ein neuer Partner für sie etwas mehr Abstand zur Exfamilie bringt (sie ist ja mindestens 1-2 mal die Woche bei der Schwiegermutter und wird ja zu allen Geburtstagen und Feiern eingeladen) und auch ihre Gedanken mal woanders hin geleitet werden. Nach 2 Jahren habe ich gedacht, dass es "bestimmt bald soweit ist". Leider bisher Fehlanzeige. Die Schwiermutter hat sie letztens Mal gefragt, ob sie niemanden hat, da meinte sie "ich lebe ja nicht seit 3 Jahren abstinent, aber es sei sehr skuril". Mehr hat sie nicht gesagt und es ist zumindest kein Partner, den sie mit den Kindern zusammen bringt oder zumindest momentan ans Zusammenziehen etc. denkt. Denn ich denke schon auch, dass es viel bringen würde, wenn sie einen neuen Partner hätte.

Du bringst es auch auf den Punkt: ich finde das Verhalten auch erstaunlich. Deshalb werde ich auch oft skeptisch.. Aber vielleicht tu ich ihr auch unrecht, und es ist einfach ihre entspannte Art?! Trotzdem denke ich, das Thema "nah bei sich behalten" und mit schlechtem Gewissen zu binden, ist schon denkbar..

Ich hoffe so sehr, dass sich der Gedanke an ein Halbgeschwister entspannt und gut wird. Das wäre wirklich mein größter Wunsch gerade.

Mein Freund erzählt mir nicht alles. Mal leider, mal Gott sei Dank. Ich bin selbst hin und her gerissen. Ich mag es nicht, zu sehen dass er Dinge mit sich selbst ausmacht und auch leidet und niemanden hat, mit dem er reden kann. Ich möchte für ihn da sein. Aber ja, vieles macht mir auch Gedanken und belastet mich, da wünsche ich mir oft, ich wüsste es lieber nicht.

Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass man für den anderen da sein soll, aber gleichzeitig für sich sorgen soll und den Abstand wahren soll. Nur finde ich da oft nicht den richtigen Weg ":/

l"osgbetrexten


Hey amenta @:) :)_

Bist du in der selben Situation? Wie geht es dir? Was ist bei dir alles passiert? Es ist auf jeden Fall trotz allem "schön" zu wissen, dass man mit seinen Gedanken und Problemen nicht alleine ist.

Ich bin in einer ähnlichen situation wie du. der alias-faden, den du gesehen hast, wo sommerkind den link gepostet hat, ist meiner……………….

Der unterschied: ich steh noch ganz am anfang einer solchen geschichte, wie du sie bereits erlebt hast und erlebst. Und noch ein unterschied: die ex ist mir gegenüber nicht unbedingt freundlich gestimmt, wenngleich ihre gefühle hier offenbar sehr ambivalent sind. Mal schlägt sie wild um sich, hasst mich und droht uns, mal aber ist sie streichelweich und ja sooo froh, dass ihr ex eine so liebe und tolle neue partnerin hat.

und auch sonst veranstaltet sie so einiges, – aber eben auch auf sehr unterschwellige und subtile art – um ihren exmann wieder an sich zu binden und gleichzeitig mein/unser leben ein bisschen schwerer zu machen.

Aaaber, im endeffekt ist es ja wirklich so:

am Ende ist es egal, was mit der Ex ist, denn so lange wir als Paar funktionieren, kann uns das ganze so gesehen nichts anhaben.

doch ja: auch ich habe angst, dass mein partner vor lauter schlechtem gewissen seiner ex und eben seiner tochter gegenüber irgendwann einknickt und zurückgeht. auch wenn für meinen freund die entscheidung, sich scheiden zu lassen, offenbar auch wie bei deinem partner immer felsenfest war und immer noch ist.

Wegen den doch recht komplizierten Familienverhältnissen und der Trennung hat mein Freund auch ein Jahr lang eine Art Therapie/Coaching gemacht. Dies hat ihm sehr gut getan und sein Umgang mit allem bessert sich auch deutlich. Aber abschalten kann er es nicht.

Das finde ich klasse. :)^ :)= :)^ Dein freund scheint echt ein sehr gewissenhafter und reflektierter mensch zu sein.

Klar kann er es nicht abschalten, aber ist sich sicher vieler handlungsweisen und reaktionen seinerseits bewusst und kann so besser damit umgehen bzw. darauf reagieren.

Nun zu der ex: mag sein, dass sie deinen partner gar nicht wirklich zurückhaben will (das ist ja bei mir dasselbe spiel, sie wollte ihn eigentlich nicht mehr, aber jetzt, wo er mit einer anderen glücklich ist, will sie ihn doch wieder %-| ), dennoch ist es ihr offenbar nicht recht, dass ihr bald-exmann sein leben mit dir genießt. Deshalb diese subtilen spitzen, die dann immer wieder von ihr kommen und deinem freund so ein immens schlechtes gewissen verursachen.

Ich habe Angst, dass die Spitzen der Mutter jetzt einiges auslösen bei ihm, sodass das Verhältnis kippen kann.

Ich kann deine angst so gut verstehen und nachvollziehen :)_ und ich finde nicht, dass du da zu viel hineininterpretierst. Aber es ist auch wichtig, dass du es nicht dramatisierst und es als das siehst, was es eben ist: versuche einer betrogenen frau, im leben ihres exmannes doch noch ein bisschen mitzumischen. Die ex wird euch alleine wegen der kinder immer begleiten. Sorry, für den abgedroschenen satz, aber es ist nun mal die wahrheit und mein gott, wie oft musste ich mir den in den letzten monaten anhören. %-| ;-D ;-)

Mein Freund möchte mit ihr darüber reden, damit es weiterhin gut klappt. Das ist wohl auch der richtige Weg und die einzige vernünftige Lösung.

Das klingt sehr vernünftig und die chance ist relativ groß, dass so das verhälntis zwischen euch, ex, kindern und dem ungeborenen gemeinsamen kind ein halbwegs ausgeglichenes bleibt.

Momentan habe ich das Gefühl, dass die Ex genau den letzten Satz von dir lebt. Vorne super nett und harmonisch und hinten rum intrigant.

Oh ja, das kenne ich und dieses gefühl habe ich ebenfalls. Wie man sich am besten in solchen situationen verhält, versuche ich gerade, herauszufinden. Aber was ich immer und immer wieder gesagt bekomme: gib diesen ganzen spielchen nicht zu viel raum, so können und werden sie dich nie beherrschen. Spiel nicht mit, nimm dich raus. Das dürfte wohl der einzig gangbare weg sein und bleiben. Dass das nicht optimal ist, ist klar, aber ich denke, wir werden eben lernen müssen, einfach damit zu leben.

Die einzige hoffnung, die wir weiterhin gemeinsam teilen können: die ex lernt wieder jemand neues kennen. Das wäre wirklich das beste für uns beide und ich wünsch es der exfrau von meinem freund auch wirklich. Natürlich nicht ganz uneigennützig ;-) , da eben damit die hoffnung verbunden ist, dass sie uns in frieden leben und lieben lässt, aber auch unabhängig davon sehe ich keinen grund, weshalb ich der ex nicht auch eine schöne beziehung gönnen sollte.

Ich hoffe so sehr, dass sich der Gedanke an ein Halbgeschwister entspannt und gut wird. Das wäre wirklich mein größter Wunsch gerade.

Ich wünsche es dir und euch aus ganzem herzen. x:) @:) :)_

ADm>entax9


Hallo losgetreten @:) :)*

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich bin gerade viel mit Arbeit eingespannt und komme nicht mal in Ruhe dazu, mich zu melden. Ist aber nicht vergessen und wird natürlich nachgeholt! :=o

Sonnige Grüße

evnriextta


hallo amenta,

eine schwierige situation. ich würde euch vorschlagen, mal ein gespräch mit einem mediator gemeinsam zu machen. sowas wird in familienhilfezentren angeboten. dann hättet ihr eine neutrale person, die euch helfen könnte, euer verhältnis miteinander zu klären. es ist ja wegen den kindern wichtig, dass ihr langfristig gut klarkommt. vielleicht würde das auch der exfrau helfen, ihre eigenen gefühle besser einzuordnen.

g:rauxm


Also erstmal ist zu sagen, dass dein Partner Glück hat eine so geduldige Partnerin zu haben.

Ich bin in einer ähnlichen Situation. Nur bin ich fast 50 und das Kind meines Partners ist 21 , ich selbst habe keine Kinder. Da gibts keine Probleme.

Wir sind auch 3 Jahre zusammen. Zuerst gab es natürlich Streit, der hat sich aber gelegt und ich habe seine Frau dann auch kennengelernt.

Ich fand sie nett und sie hat mir gesagt, sie wäre froh, dass die Beziehung beendet ist, da es sowieso seit Jahren nicht mehr gut lief.....

Naja, ich muss gestehen, es war mir fast schon zuviel Harmonie . Das mit dem gut Verstehen ist ja alles schön und nett, nur wernn ich den Eindruck habe in eine Familie aufgenommen worden zu sein, dann ist das für mich definitiv zuviel. Eine Ex möchte ich nicht als ständige Präsenz in meinem Leben haben. Ex ist Ex.

Irgendwann habe ich dann auch kleine Spitzen von ihr bemerkt. Dinge über die man erst später nachdenkt und sich fragt : was sollte das jetzt.

Ich habe es mir eine Weile angeschaut und dann war für mich klar, dass ich mich von der Frau abgrenze. Keine Whats App, keine Treffen, keine Lügen ala "wir verstehen uns doch alle so gut"

Ich möchte mich dieser Frau nicht mehr zumuten und umgekehrt erwarte ich das gleiche.

Sie hat einen Freund , den hatte sie schon bevor ich auf der Bildfläche erschienen bin. Mit dem wohnt sie auch zusammen, aber es hält sie nicht davon ab

weiterhin ihren Ex Mann an sich zu binden.

Ich kann das leichter durchziehen, da keine kleinen Kinder involviert sind. Aber auch da gibt es m.M. nach Grenzen. Man kann nicht immer Kinder vorschieben damit man im Leben des Ex Partners noch eine größere Rolle spielt als es nach einer Trennung sein sollte.

Auch halte ich nichts von Weihnachten / Geburtstagsfeiern usw. in der alten Familienkonstellation. Da wird künstlich etwas aufrecht erhalten, das es

so nicht mehr gibt. - Ist aber wie gesagt nur meine Meinung.

Iun9daxy


Hallo Amenta,

Das Thema "Die Kinder wollen nicht zu dir" hatten, wir auch öfter. Meist war es aber beim heim bringen, als sich der Große im Auto fest geklammert hat und man ihn regelrecht raus zerren musste, weil er beim Papa bleiben wollte. Bzw. am besten der Papa dort auch bleiben. Fest klammern am Bein war auch keine Seltenheit. Ich verstehe, dass es schwer ist, sich da frei zu machen von seinen Gefühlen..

Das stelle ich mir wirklich (für euch beide) sehr belastend vor. Bei uns war das zum Glück nur eine Phase, als Mama ihren neuen Freund hatte und der dann auch ganz schnell eingezogen ist, ich glaube, da hatte er einfach Angst, dass sie jetzt auch bald weg ist.

Im Moment ist es bei uns der Kleine, der öfter mal fragt, warum Papa eigentlich ausgezogen ist, ob er/wir nicht wieder näher zu ihnen ziehen können, ob Papa nicht mit ihnen und Mama in den Urlaub fahren kann. Das tut meinem Freund dann auch immer weh.

sie ist ja mindestens 1-2 mal die Woche bei der Schwiegermutter und wird ja zu allen Geburtstagen und Feiern eingeladen)

Das finde ich auch etwas schräg. Allerdings sind bei uns die Familien räumlich getrennt und dadurch ergibt sich sowas gar nicht. Trotzdem finde ich, wenn man sich trennt, dann sollten sich auch die Leben trennen, so weit es denn geht und ehrlich gesagt, bin ich auch der Meinung, dass in den meisten Fällen mindestens einer der Partner diesen Abstand zumindest vorübergehend braucht um sich emotional lösen zu können. Wie geht es dir denn damit und was sagt dein Freund dazu?

Mein Freund erzählt mir nicht alles. Mal leider, mal Gott sei Dank. Ich bin selbst hin und her gerissen. Ich mag es nicht, zu sehen dass er Dinge mit sich selbst ausmacht und auch leidet und niemanden hat, mit dem er reden kann. Ich möchte für ihn da sein. Aber ja, vieles macht mir auch Gedanken und belastet mich, da wünsche ich mir oft, ich wüsste es lieber nicht.

Das kann ich auch nachvollziehen. Ich hatte vor einigen Jahren auch eine Beziehung zu einem verheirateten Mann mit einem furchtbar schlechten Gewissen und wollte einerseits am Liebsten alles wissen, andererseits hat es mich dann auch sehr belastet. So richtig raten kann ich dir da leider auch nichts.

Ich glaube, es braucht bei euch einfach noch etwas Zeit, damit dein Mann sich mit seiner "Schuld" abfinden kann, seine Exfrau damit abschließen und sich evtl neu orientieren kann und seine Familie sieht, dass es den Kindern dadurch nicht unbedingt schlechter geht. Drei Jahre mögen dir lang vorkommen, aber für die Aufarbeitung eine Ehe mit Kindern und so einer Trennung ist das nicht.

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