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die ewige Suche nach seinen Wurzeln - sie hat ein Ende

F9whlin:gskindx5 hat die Diskussion gestartet


Hallo miteinander

Warum ich diesen Beitrag erstelle - hm ich weis es nicht - vielleicht einfach nur, um meine Freude mit euch zu teilen. ;-D

In einem früheren Beitrag den ich erstellte kann man entnehmen das ich bei Pflegeeltern aufwuchs wo es mir nicht so toll ging. Gewalt war an der Tagesordnung, und ich eigentlich nur als Mittel zum Zweck aufgenommen (mich um das leibliche kranke Kind von den Pflegeeltern zu kümmern). Der Kontakt zur Herkunftsfamilie wurde verhindert - mit Hilfe von Jugendamt die sich genauso nie für mich interessierte wie es mir dort ging. Mittlerweile gäbe es von Bund/Land Entschädigungszahlungen für so Kinder wie ich - soweit bin ich aber NOCH nicht. Meine gesundheitliche Beeinträchtigungen dadurch lassen sich allerdings 1:1 belegen.

In jungen Jahren kommt dann mal so eine Phase - wo komm ich eigentlich her und ich machte mich auf die Suche.......wurde auch fündig. Sie naja - besser man hält sich fern, und er, er wollte damals nicht wieder Schwierigkeiten mit den Pflegeeltern und war auch da nicht sonderlich begeistert als ich bei ihm vor der Tür stand (was ich heute verstehen kann, wenn man meine Pflegeeltern kennt)

Und nun, mit über 40 wagte ich es noch einmal. Viel zu lange hab ich gewartet ja, aber auch im Erwachsenenalter hab ich mich fern halten lassen von meinen Wurzeln, beeinflussen lassen und die emotionale Bindung ist klarer Weise zu den Pflegeeltern da - obwohl sie mich misshandelt haben. Das kann nicht jeder verstehen und dürfte auch keineswegs normal sein, ist Teil meiner Persönlichkeitsstörung die ich durch das dass ich so aufwachsen musste entwickelt habe.

Ja also um fortzufahren, ich hab es nochmal gewagt, eine Auskunft eingeholt wo mein richtiger Vater nun wohnt, Brief geschrieben........und gewartet. Und da fing es schon an, was schreibt man in einem Brief an einem Menschen der einem wildfremd ist? Nun das notwendigste, wenn man nicht weis wie der Brief ankommt sowie eine Telefonnummer... dann folgte das warten, Tag für Tag ständig der Blick auf das Handy - meldet er sich oder nicht?

Vor kurzem war es dann soweit, ich war unterwegs...mein Handy läutete, Nummer fremd - man hebt ab und eine fremde Stimme sagt.........."du hast mir einen Brief geschrieben" x:)

Wir quatschten gleich mal eine halbe Stunde und eine Woche später folgte das erste treffen, das erste "sich sehen".

Nun fragt ihr euch sicher - wie läuft das ab. Es war nicht so emotional wie es im TV oft gezeigt wird, auch weil ich ein vorsichtiger misstrauischer Mensch bin, dennoch war die gegenseitige Begeisterung groß und mein richtiger Vater brach schon mal in Tränen aus und streichelte meine Hand und sagte wie froh er sei das ich ihm geschrieben habe. Denn er hatte mich wohl auch lange Zeit gesucht - mich aber nicht gefunden. Mit dem Namen ändern wenn man heiratet wohl nicht so einfach.

Ja ich freu mich natürlich sehr - seeeeeeehr.

Dennoch, meine Pflegeeltern dürfen davon nie erfahren wenn ich den Kontakt beibehalten will, mein Gewissen ihnen gegenüber macht mir neben der Freude ebenso zu schaffen, wohl weil ich so erzogen wurde das das etwas "verbotenes" ist, zu den leiblichen Eltern bzw einem Elternteil Kontakt zu haben - vielleicht auch um alles zu "vertuschen" - wer weiß.

Ich bin glücklich - ein Kreis beginnt sich zu schließen und viele Fragen werden nun beantwortet. :)=

Antworten
wsinter9shonne x01


Na, du bist doch jetzt über 40. DA kannst du doch tun und lassen , was du willst. Und Kontakt zu den leiblichen Eltern haben zu wollen (schön, dass es jetzt so gut beginnt) ist nichts "verbotenes", schlechtes. Das weiß du auch.

Also mache dich endlich frei von den Pfegeeltern. Hast du denn mit denen mal deine belastende Kindheit besprochen? oder bist du da immer noch abhängig?

Ferüh1liCngs7kind5


@ Wintersonne

nein ich bin natürlich nicht abhängig - lebe mein eigenes glückliches Leben.

Besprochen - nein, da dieses Thema permanent vermeidet wird vor allem aber vieles verschwiegen - und mir vorenthalten wird. Eingeräumt wurde jedoch sehrwohl das ich mit gewissen "Hintergedanken" aufgenommen wurde - für mich ein Eingeständnis - immerhin etwas.

CBom;raxn


Hi Frühlingskind,

spannende Geschichte. Du magst zwar mit der Vergangenheit hadern, aber du hast auf der anderen Seite die Möglichkeit, die kaum jemand hat: nämlich im Erwachsenenalter nochmal die Eltern kennenzulernen. Ich meine, ich bin in einem Alter, wo ich Eltern verliere. Ich stelle es mir wahnsinnig spannend vor, jetzt nochmal Menschen kennenlernen zu dürfen, zu denen ich so einen engen Bezug habe.

Ich bin glücklich - ein Kreis beginnt sich zu schließen und viele Fragen werden nun beantwortet. :)=

Das ist glaube ich der wichtigste Satz überhaupt. :)^

Dennoch, meine Pflegeeltern dürfen davon nie erfahren wenn ich den Kontakt beibehalten will,

Oh nein! Niemand hat das Recht, dich als erwachsenen Menschen moralisch unter Druck zu setzen und wählen zu müssen. Du musst es ja nicht ansprechen - ich denke, dein Verhältnis zu den Pflegeeltern ist emanzipiert genug, um selbst zu entscheiden, was du ihnen erzählst und was nicht. Bewusst verheimlichen würde ich es aber nicht. Mach dir da bloß kein Gewissen deswegen, warum willst du dir die Bürde aufbinden, dass deine Pflegeeltern ein Problem damit hätten? Mach es nicht zu deinem. :)_

A6ndifrxeak


Ich kann bestätigen, dass es das Jugendamt vor 30 bis 40 Jahren einen Sch***dreck interessiert hat, wie es den Kijndern geht. Habe selbst genug Mist erlebt.

Ich meine, Du hast das Recht, nach Deinen Eltern zu suchen und auch Kontakt zu halten. Das kann Dir niemand verbieten, auch nicht Deine Pflegeeltern. Sie sollten Verständnis dafür haben, dass Du den Kontakt suchst. Es ist für Dich auch ein Stück weit das Finden der eigenen Identität. Ich wünsche Dir noch viele schöne Stunden mit Deinem Vater! :)^

F-rühlifngVskinxd5


Hallo Comran und Andifreak

danke für eure aufbauenden schönen Worte.

Nun sind ein paar Wochen vergangen, und ja der Kontakt besteht mittlerweile fix.

Mein "richtiger" Papa meldet sich mindestens einmal die Woche telefonisch, einfach fragen wie es mir geht, ungezwungen plaudern eben - seltsam, das sind so Dinge die ich bei dem anderen Papa ewig vermisst habe. Würde ich ihn ein halbes Jahr lang nicht anrufen, würde er sich genauso nicht melden - da kommt einfach - nichts.

Nun ja. Bei dem anderen ist es ganz anders, hat sogar eine vierstündige Autofahrt auch sich genommen um mich zu besuchen und ein paar Tage hier zu bleiben. Wow!

Dieses Gefühl von sich fremd sein - verschwindet langsam aber sicher und ich entdecke Eigenschaften die auch mein richtiger Vater hat... es ist wie eine Entdeckungsreise.

Gleichzeitig wächst aber auch die Wut gegen meine Pflegeeltern, die nur an sich dachten, weil ihnen der Kontakt zur Herkunftsfamilie nicht in den Kram passte wurde es verhindert - an mich, ob das für mich damals als Kind gut war oder nicht intressierte schlichtweg niemanden. Oder ging es evt. doch ums vertuschen, weil mein richtiger Vater lange aber Chancenlos um mich gekämpft hat? Mittlerweile vermute ich fast (und hab auch diese Vermutung einer näheren Verwandten die mich aufwachsen sah) das es um Vertuschung geht. Beharrlich wird geschwiegen, wenn man etwas ansprechen will.

das ist das neueste von mir

schönes Pfingstwochenende wünsch @:)

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