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Trennung obwohl Herz zerreißt?

s even-threxe


Also sind meine Erwartungen ungerecht zu hoch? Bin ich ungerecht?

du bist nicht ungerecht, nur deine Erwartungen sind für ihn zu hoch.

Seine Defizite sind dir bekannt, es ist mehr als zweifelhaft das er diese kurz, mittel oder langfristig überwinden kann.

Wer dies bis zu seinem 30. Lebensjahr noch nicht gelernt hat den wird man es bestenfalls mit massiven Zwang beibringen können.

Cra=li;nexken


Ich erwarte doch nur, dass er sein Leben in den Griff kriegt, er ist über 30 und lebt von der Hand in den Mund, der Rest bleibt mir hängen. Ist das nicht auch ungerecht?

Das klingt irgendwie jammernd, sorry. Du "erwartest" ... Du bist sein Opfer? Oder Dein eigenes? Oder ist er etwa Deines? Undurchschaubar. Ihr seid vor allem ein "Tanzpaar", das perfekt seine Schritte aufeineinander abgestimmt hat.

Zum Erwarten: Ich denke, das kannst Du tun, bist Du schwarz wirst, und Du wirst höchstens temporäre und halbherzige Ergebnisse erzielen. Mit "Gerechtigkeit" kannst Du bei ihm keinen Blumentopf gewinnen, nur mit Konsequenz, davon bin ich überzeugt. Nur bist Du zur Konsequenz eben nicht -oder noch nicht- bereit.

b#irg]itp


Ihr habt recht, ich kann dagegen eigentlich nichts sagen.

Ich habe so so gehofft, dass wir es hinkriegen und will es einfach nicht wahr haben. Es tut verdammt weh, dass es wohl gescheitert ist. So richtig bewusst dass es so nicht weiter gehen kann ist es mir ja auch erst seit ein paar Wochen.

Es tut auch weh ihn so zu sehen wenn ich versuche mit ihm über darüber zu reden, ich merke ja dass er mich liebt, auch wenn er es die letzten Monate sehr sehr schleifen hat lassen. Ich glaube es ist einfach die Ansammlung aller Probleme, über manches könnte man wahrscheinlich hinweg sehen.

Ich fühle mich auch schlecht weil es mir so geht, ich hab auch wirklich das Gefühl ungerecht und ein A.... zu sein.

Leil<a824


Wie ich den Beitrag von Calineken las, ist mir ein Buch eingefallen.

Robin Norwood "Wenn Frauen zu sehr lieben. Die heimliche Sucht gebraucht zu werden"

@ birgitp:

dieses Buch habe ich vor Kurzem gelesen und konnte für mich Vieles herausziehen. Ich denke, das Buch gibt Dir, wenn Du es nicht schon kennst, ebenfalls viel mit.

Die Frage ist, was Du Dir für Dein Leben wünschst.

Kannst Du Dir selbst ein klares "ja" geben, wenn Du Dir vorstellst, mit dem Mann die nächsten Jahre zu verbringen?

Ein kluger Mensch hat mal gesagt: "Wenn du dich fragst, ob du jemanden liebst, hast du bereits damit aufgehört." ... ":/

Ich wünsch Dir alles Gute! @:)

b+irgitxp


Ich habe gerade einen innerlich Kampf zwischen Herz und Kopf....

Der Verstand weiß die sehr ernüchternde Entscheidung bereits, vermutlich wie ihr auch sagt schon als ich den Beitrag hier eröffnet habe.

Das Herz zerreißt es mir jedoch, vor allem wenn ich ihn ansehe..... Ich sehe dass er auch leidet.

Andrerseits ist da auch Wut, weil er die Beziehung so schleifen hat lassen und mir das Gefühl gab, dass ihm einiges egal ist. Vermutlich war das das i-tüpfelchen....

Aber auch Wut auf mich....

Wahrscheinlich muss es einfach so sein.

D4ieDosEismacOhtdasGxift


Es ist sicher schwer für Dich zu realisieren, dass ihr zwei unterschiedliche Lebensentwürfe habt, vielleicht auch ein anderes Tempo was verbindliche Schritte und Ziele angeht.

Du hast lange Jahre für ihn Verantwortung übernommen, die Dein Freund für sich alleine hätte entwickeln müssen. Es ist wichtig eine gewisse Eigenständigkeit zu entwickeln, damit die Persönlichkeits- und Charakterbildung die Reife erfährt, die es braucht um ein Leben auch innerhalb einer Paarbeziehung erwachsen und eigenständig leben zu können.

Du hast in all den Jahren gehofft, dass Deine Hilfsangebote an Deinen Freund ausreichen werden, damit er sich weiter entwickeln kann. Du bist sein Stabilitätsanker in finanziellen und partnerschaftlichen Belangen. Hast ihm weitestgehend ermöglicht seinen eigenen Stiefel zu leben, ohne an die Konsequenzen zu denken.

Hat Dein Freund jemals allein gelebt und auf eigenen Füßen gestanden? Mir scheint es wenn ich eure Beziehungslänge und euer Alter sehe, als ob Dein Freund direkt von daheim mit Dir in eine Beziehung gegangen ist ohne sich jemals selbst im Leben durchsetzen und erproben zu können. Liege ich mit dem Verdacht richtig?

Denn wenn er jemals allein gelebt hätte, wäre er früher als heue damit konfrontiert worden, dass man sich sein Einkommen entsprechend der Monatslänge einteilen muss, zuerst alle Verbindlichkeiten erledigt, über Dauerauftrag oder Überweisung und erst dann eine Planung für die restlichen Kaufentscheidungen des Lebens anstellen kann.

Diese Phase hat Dein Partner offenbar nie eigenständig gelebt und verantwortungsvoll selbstständig gelebt. Du hast ihm aus Liebe und falsch verstandener Verantwortung in Sachen Beziehung und Partnerschaft lange Jahre ermöglicht in einer Art "Scheinwelt" zu leben. Das nötige Geld für das Wichtige in seinem Leben wurde letztendlich immer von Dir mit übernommen. Darauf konnte er sich während eurer Beziehung immer verlassen.

Deshalb hat er nicht erlernen können, mit seinem eigenen Einkommen auszukommen. Das wird euch jetzt, in der Phase eures Hausanbau's für Dich zunehmend zur Belastung. Du kannst kein Vertrauen in ihn als Partner aufbauen, der in eurer Beziehung mit Dir gemeinsame Wünsche und Pläne in die Realität umsetzt. Was ihr zusammen in 12 Jahre als Dynamik aufgebaut habt, lässt sich nicht radikal und über Nacht abwerfen.

Du willst sicher keinen erwachsenen Mann wie einen Sohn erziehen und sein Finanzbudget dauerhaft kontrollieren und damit weiterhin Verantwortung für sein Leben übernehmen, oder?

bJirgixtp


Verdammt schwer, mir ziehts gerade den Boden unter den Füßen weg....

Er ist früh ausgezogen jedoch zu seiner damaligen Freundin. Von der hat er sich kurz bevor wir zusammen gekommen sind, getrennt, vorübergehend war er wieder bei seinen Eltern. Dann sind wir zusammen gekommen, haben sich irgendwann eine Wohnung genommen usw.

Ich habe bereits von meinem Eltern bzw meinem Vater sehr früh den Umgang mit Geld mitbekommen, ich habe auch nie alleine gewohnt.

Seine Eltern sind notorisch pleite, das heißt von zu Hause kennt er es nicht anders. Ich dachte eben wenn er vorgelebt bekommt wie es anders gehen kann, zieht er mit. Wahrscheinlich habe ich jedoch übers Ziel geschossen und zuviel für ihn gemacht.

Nein das ist auch der Grund für diese Krise und diese Zweifel, ich will nicht seine Finanzen kontrollieren und planen müssen, schon gar nicht mit Zwang. Das macht für mich auf lange Sicht keinen Sinn, er konnte auf Rat und Hilfe bauen, aber trotzdem muss er handeln.

Ich glaube ihn stört seine finanzielle Situation sogar, er handelt nur nicht. Er fühlt sich vermutlich nicht für voll, darunter leidet unser nicht vorhandenes Liebesleben, Unternehmungen sind nicht möglich. Irgendwie ziehen alle anderen Baustellen letztendlich wieder den Kreis zu den Finanzen.

bGi_rgBixtp


Der Hausumbau ist für mich gar nicht so sehr das Problem, da es mein Haus ist ist das okay.

Dass er jedoch obwohl seine Finanzen so schlecht sind und er auf Raten, das wusste ich nicht mal, ein Motorrad kauft das sehe ich viel schlimmer.

Man kann sich nun einmal nicht alles kaufen was man will....

Gestern hat er ja gemeint er verkauft das alles, sprich Zweitauto und Motorrad. Aber ich sehe das nicht als die Lösung des ursprünglichen Problems und er würde das auch nur machen um kurzfristig Geld zu haben, damit ich Ruhe gebe. So denkt er vermutlich. Langfristig würde er mir das vorwerfen.

D%ieDo:sisxmachtdaxsGift


Sicherlich spielt das Vorleben der eigenen Eltern eine gewisse Rolle für seine innere Einstellung. Er hätte allderdings mit einer starken Partnerin wie Dir an seiner Seite, die Möglichkeit gehabt offen zu reden, sich zeigen zu lassen wie er im Umgang mit Geld eigenständiger wird, und nicht wiederholt in die selben Muster seiner Eltern zu verfallen.

Es wäre ihm möglich gewesen zu reifen und in Deiner Familie zu sehen, was man mit Fleiß und Konsequenz an richtiger Stelle für das eigene Leben erreichen können.

Im Nachgang hat es sich auf jeden Fall als Fehler erwiesen ihm immer wieder aus der Patsche zu helfen, wenn das Geld früher ausgegeben wurde als der nächste Geldeingang auf dem Konto war.

Und ja, so ein Verhalten wirkt sich auch auf die Liebe aus. Du träumst von Familie, Hochzeit und einem intakten Zusammenleben. Dein Freund wiederum hat vor diesen Schritten innerlich Angst, vielleicht weil er im Grunde selbst spürt, dass er dieser Verantwortung realistisch gesehen nicht gewachsen ist.

In so einer Situation nutzen die tiefsten Gefühle nichts, wenn es nicht für ein gemeinsames Alltagsleben reicht wo ihr zwei auf Augenhöhe miteinander umgehen könnt.

Vermutlich wirst Du den Unterschied zwischen einer latenten Hoffnung und dem realen erfüllten Beziehungsleben erst deutlich erkennen können, wenn Du einen Mann an Deiner Seite hast bei dem die Gemeinsamkeiten und Ziele übereinstimmen und zusammen gelebt werden können.

S]choko[ladkensüc_htixge


Gestern hat er ja gemeint er verkauft das alles, sprich Zweitauto und Motorrad. Aber ich sehe das nicht als die Lösung des ursprünglichen Problems und er würde das auch nur machen um kurzfristig Geld zu haben, damit ich Ruhe gebe. So denkt er vermutlich. Langfristig würde er mir das vorwerfen.

Das kannst Du doch hinterfragen, bzw. ihm Deine Bedenken sagen mit dem Hinweis, daß er es nicht tun soll, wenn das sein Beweggrund ist.

Ich finde ja, eine Chance hat er noch verdient - immerhin seid Ihr da wo ihr seid, weil auch Du bisher eben so gehandelt hast, wie Du es getan hast. Und es ihm damit leicht gemacht hast.

Aber letztlich mußt Du wissen, ob Du das noch willst oder ob es nicht doch schon zu spät ist.

byirgxitp


Ich würde mir auch irgendwo noch eine Chance wünschen....

Er hatte jedoch nun schon ein paar Wochen Zeit sich dem Thema anzunehmen und erst vorgestern stand er wieder bei der Kasse und konnte nicht zahlen. Ich habe ihm gestern dann für das Material dass er fürs Haus gekauft, Geld überweisen. Ich weiß, dass man darüber diskutieren kann, ob das nun richtig oder falsch war. Aber da vertrete ich eben die Meinung mein Haus, mein Umbau, meine Kosten, das ich das trage war immer klar definiert. Er dürfte zwar registriert haben dass es einen Zahlungseingang gab, aber er dachte es sei sein Lohn. Der Betrag den ich überwiesen habe lag aber deutlich unter seinem Lohn. Also hat er wieder nicht genau nachgesehen und Bescheid gewusst.... Gestern wollte ich dann drüber reden, wirklich sachlich und ruhig, er hat dann einfach aufgehört zu antworten oder zu reden.... einfach frustrierend.

Ich sehe ja ein, dass ich es ihm zu leicht gemacht habe, aber er muss halt auch nun mitgehen. Ich hatte gestern bei dem Gespräch wieder das Gefühl, dass nur ich mache, versuche und kämpfe.

Sychok5ol7adensXüchtixge


Hast Du ihm denn mal wirklich klar gemacht, daß Du kurz davor bist, Dich zu trennen? Also nicht annehmen "er müßte wissen..." oder "es müßte klar sein...", sondern wirklich ganz deutlich und direkt? Ist ihm das wirklich bewußt?

Ich glaube, das ist ganz entscheidend.

bNi;rgxitp


Ja das weiß er.

Ich habe ihm klipp und klar gesagt, dass ich sehr verletzt bin und nicht weiß ob die Beziehung noch Sinn macht und ich über die Trennung nachdenke.

Er weiß auch dass ich ihn aktuell nicht vertrauen kann und das für mich in einer guten Beziehung ein muss ist.

D]ieDosismjach`tdasGixft


Was die Kosten für den Hausumbau angeht, hast Du sicherlich recht. Weil dort die Werte bleiben über Material und Arbeitseinsatz, ist es gut wenn das klar getrennt bleibt.

Aber auch dann bleiben noch die 80 Prozent der Lebensmitteleinkäufe die Du für euch beide tätigst, und vielleicht auch noch andere anfallende Kosten.

Gestern wollte ich dann drüber reden, wirklich sachlich und ruhig, er hat dann einfach aufgehört zu antworten oder zu reden.... einfach frustrierend.

Dieser Punkt scheint mir der gravierenste zu sein. Eure Kommunikation über kritische Themen läuft ins Leere, weil er sich dem nicht stellen will. An dieser Stelle hört eine Beziehung auf liebevoll und auf Augenhöhe gelebt zu werden.

Dein Freund fühlt sich vermutlich einfach nur gegängelt, kontrolliert und unwohl. Er möchte die Leichtigkeit des Seins behalten, die er offenbar über lange Jahre an Deiner Seite haben konnte.

Nur hast Du Dich in den 12 gemeinamen Jahren stark weiter entwickelt, während Dein Freund mit seiner inneren Einstellung "ich mach was ich will" nicht aufhören mag.

Wie willst Du auf dieser Ebene mit ihm weiter vertrauensvoll planen und zusammen leben können? Nie wissend welche nächsten Schritte im kommenden Monat umgesetzt werden können und wo es wieder ein finanzielles Manko geben wird das Du übernehmen musst?

Das Traurige daran ist, Du liebst ihn offenbar immer noch sehr, und möchtest das sich etwas zwischen euch ändert. Das kann aber nur funktionieren, wenn er konsequent und offen thematisiert was denkt, fühlt und wie er sich das eigene Leben an Deiner Seite vorstellt.

Es scheint er hat innerlich aufgegeben, sich in mentalen Konkon geflüchtet, und hofft das auch diese Phase eurer schwierigen Beziehung wie bisher folgenlos vorbei gehen wird.

SXchok1olatdensxüchtige


Hast Du ihm gesagt, daß und wieviel Du ihm überweist? Bedankt er sich noch dafür? Hast Du ihm gesagt, daß Du eigentlich gern die Beziehung erhalten möchtest, aber eben nicht so? Daß es nicht darum geht, ihn zu kontrollieren, sondern eben gemeinsam an einem Strang zu ziehen und sich (finanziell) auf ihn verlassen zu können? Ihn mal gefragt, ob er enden will wie seine Eltern (ja, diese Konfrontation halte ich für sinnvoll).

Hast Du mal den Vorschlag zu dem Haushaltskonto gemacht? Wohin er direkt nach Eingang des Lohns/Gehalts den Betrag X überweist?

Aus dem, was ich hier lesen, interpretiere ich, daß er der Typ ist, der direkte und genaue Ansagen braucht. Allerdings klingt es doch auch sehr danach, daß es zu spät ist.

Sag ihm, daß Du Du Dich defintiv trennst, wenn er sich konstruktiven (!!) Gesprächen verweigert. Und zieh es dann auch durch. So schwer es auch fällt. Du wirst sonst nicht glücklich. Ist es das wirklich wert?

Möglicherweise kann dann die Trennung noch ein Umdenken bewegen (falls er Deine Hinweise bis jetzt nicht ernstgenommen hat). Aber das wird sich zeigen. Dieses Risiko müßtest Du halt eingehen (also, daß es nicht zu einem Umdenken kommt).

Klarmachen würde ich ihm auch, daß es nicht darum geht, daß er weniger Geld hat als Du. Sondern eben um Unzuverlässigkeit und zu lockerem Umgang mit Geld.

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