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Weltschmerz - Achtung, nur Jammerfaden

C>inncamo<n4


@ rr2017

Ich habe die Beiträge von dir zuletzt jetzt nicht mehr gelesen, nur das: "Getriggert bist wohl eher du." Ich glaube, dass die Diskussion an dieser Stelle keinen Sinn mehr macht. Ich sehe es nach wie vor so, dass du hier getriggert bist und nicht ich - wie ja auch Polarfuchs meinte. Da ich diesen Faden aber konstruktiv weiterführen möchte, werde ich die Beiträge, die nichts mit mir und meinem Fall zu tun haben, nicht mehr lesen, da sie mir ja weder helfen können noch sollen, schätze ich. Das tut mir dann nicht gut und ich fühle mich dann in eine Verteidigungshaltung gedrängt, was mir nicht weiterhilft, da ich - wie gesagt - keinen Stellvertreterkrieg führen möchte. Das tut mir nicht gut und hilft mir nicht - falscher Adressat eben. Hilft vermutlich auch dir nicht. Du bist aber dazu eingeladen, weiter zu anderen Themen in diesem Faden zu schreiben, sofern du das willst und das genannte Thema "Über Sozialphobie offen sprechen" ausklammerst. Das hat einfach nichts mit mir zu tun hat, was du da schreibst. Vielleicht kannst du ja mit dem Mann, der sich damals so falsch verhalten hat, nochmal sprechen. Es ist auf jeden Fall weder in meinem Interesse, andere auszunutzen, noch, mit zweierlei Maß zu messen, noch, gegen den Willen meines Gegenübers Rücksicht zu erhalten - wenn mein Gegenüber sich da abgrenzt, finde ich das absolut in Ordnung.

Manchmal kommt man bei einem Thema eben einfach nicht zusammen und dann ist es gut, es zu lassen, im Interesse beider :-) .

Bitte denk in Zukunft wieder daran, dass es in diesen Faden um meinen speziellen Fall geht. Danke.

Melde mich bald wieder, bin nur gerade müde und die Diskussion ist bisweilen ja auch anstrengend...

LG und schlaft gut @:) !

CMin1naCmbon4


@ m+s

Hallo Cinnamon,

also, Du bist Cinnamon, Du bist eine Frau, Du bist vergeben, Du suchst (männliche) Freunde und Du hast eine soziale Phobie.

Das sind die wichtigsten Dinge, die ich aus Deinen Beiträgen herausgelesen habe.

Korrekt. Nach außen hin bin ich auf jeden Fall weiblich, nach innen teile ich weder mich noch andere Menschen in solche Muster ein.

Ich stelle mir jetzt vor, ich sitze Dir gegenüber und ich habe gerade im Gespräch von Deiner sozialen Phobie erfahren.

Ich würde mich dann zunächst einmal fragen, warum Du mir das gesagt hast.

Das ist eine gute Frage. Als reine Information, schätze ich. So, wie: "Ich mag die Farbe pink (ist jetzt ausgedacht)." Oder. "Ich hatte mal ne Hüft-OP (ebenso)." Das sind eben so Kleinigkeiten, anhand derer mein Gegenüber mich einschätzen und auf mich eingehen kann. Da etwas ausklammern zu müssen, richtet auch für mich erst den Fokus darauf. Das habe ich jetzt gemerkt. Daher werde ich es nicht mehr ausklammern.

Außerdem würde ich eine Information da raus ziehen:

Stimmt ja so weit auch. Die richtigen Techniken, um mich "im Griff zu haben", erlerne ich gerade. Ich würde aber lieber sagen: Um so reagieren zu können, wie ich es mir wünsche.

Weil ich nicht Dein Therapeut bin, würde ich nichts weiter dazu sagen, Dir gute Besserung wünschen und viel Erfolg bei der Therapie. Damit wäre das Thema soziale Phobie für mich erledigt.

So, jetzt bist Du dran. Magst Du Dich auf mein Gedankenexperiment einlassen? Wie könnte ein derartiges Gespräch weitergehen?

Deine Reaktion fände ich vollkommen in Ordnung. Ich würde danach entweder noch etwas über die Erkrankung erzählen, oder eben das Thema wechseln. Ich würde mich aber wohl innerlich fragen, ob du wüsstest, was eine soziale Phobie ist.

Cdinnaxmon4


@ Polarfuchs

Ich finde es kommt darauf an, wann man das sagt. Wenn sich ein näherer Kontakt abzeichnet, kann das sogar helfen Missverständnisse zu vermeiden, wenn man offen kurz erklärt, dass und warum man sich evtl. für den anderen "ungewöhnlich" verhält. Ist aber natürlich zweischneidig, weil man sich damit schlechtestenfalls gleich selbst ein Etikett verpasst.

Das mit dem Etikett dachte halt auch meine Psychologin. Aber wer mir daraufhin ein Etikett verpasst, passt halt auch einfach nicht zu mir. Irgendwann würde ich es engeren Vertrauen ja eh erzählen und wenn sie mir dann ein Etikett verpassen, wäre es ja erst recht blöd, meine ich.

An dem Gedanken mit dem "Sonderstatus" ist etwas dran, auch wenn ich denke, dass das dann auch etwas mit den Baustellen des Gegenübers zu tun hat, wenn der das so versteht, dass er jetzt extra Rücksicht nehmen soll und sich mit seinen eigenen Problemen übersehen fühlt oder sowas.

Sehe ich auch so. Das liegt dann ja am Gegenüber. Ich muss eben an mich denken und mein Gegenüber an sich und wenn man dann noch zusammenpasst, ist alles gut, und wenn nicht, dann sollte es eben nicht sein. Ist ja dann eigentlich sogar gut zu wissen.

Außer der andere mit dem "Etikett" betont das extrem und tritt auch nach dem Motto auf, dass alle anderen normal wären nur er nicht.

Das wäre ja schräg. Ich habe ja mit vielen Menschen zu tun in letzter Zeit und komplett gesund und komplexfrei erscheint mir von denen nur Einer. Eigentlich ist der dann ja sogar der Sonderling ;-)! Jeder Mensch hat Probleme. Wenn jemand daraus, dass ich über meine offen spreche, schließt, dass ich meine, er hat keine, weiß ich auch nicht, wie ich das ändern könnte ^^.

Eine später gute Bekannte/Freundin hat mir auch relativ früh beim Kennenlernen gesagt… Rücksichtnahmewillen meinerseits auf sie dagewesen sind. Aber Verständnis und Rücksichtnahme entstehen ja nie aus dem Nichts, bloß weil das Gegenüber seine Diagnosen angeführt hat. Der Kontakt muss schon von der Basis her passen und ein Gegenseitigkeitsverhältnis da sein. Es kommt da auch nicht auf das Etikett (die konkrete Diagnose), sondern auf die inhaltliche Erklärung für etwas an.

Danke für die Geschichte ! Da hast du wohl einfach eine positive Erfahrung gemacht.

Bei manchen Verhaltensweisen, die andere idR persönlich nehmen (könnten), kann es besser sein, das vorsorglich bei passender Gelegenheit kurz zu erklären. Die Gefahr ist, das zu früh oder zu langatmig zu erklären. Wie schon angesprochen verbaut man sich schlechtestenfalls auch die Möglichkeit, andere als Gleicher unter Gleichen (eben "normal" zu "normal"; "auf Augenhöhe") kennenzulernen, wenn man sich selbst den "Unnormal"-Stempel verpasst. Das würde ich z. B. gerade für berufliche Kontakte so sehen, aber auch für private Kontakte. Ob man sich gegenüber Bekannten erklärt, würde ich davon abhängig machen, inwiefern die eigene konkrete "Macke" in diesem Kontakt überhaupt relevant ist oder werden könnte.

Da hast du Recht. Im beruflichen Kontext würde ich es auch eher nicht erwähnen. Im privaten wird es halt schon schnell relevant. Vor allem will ich auch privat nichts verbergen müssen und einfach "ich selbst" sein dürfen. Darum geht es mir vor allem.

Wenn dann jemand die Augenhöhe zu mir verliert, ist er oder sie wohl kein Mensch, mit dem sich der Kontakt lohnt. Ist eigentlich ganz einfach.

Ich habe bisher eher die Erfahrung gemacht, dass mehr Leute "unnormal" sind, also man so denkt, und es beide Seiten eher erleichtert, darüber sprechen zu dürfen. Mit mir kann man darüber sprechen. Ich habe Verständnis und höre zu. So kann man es ja auch sehen.

Um das Bild mit dem Schwimmenlernen zu verwenden:

Das Ziel ist, Schwimmen zu lernen. Ob man dafür vorübergehend Schwimmflügel benutzt, weil man sich damit sicherer fühlt, oder nicht, ist letztlich rückblickend betrachtet egal. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Direkt ohne Schwimmflügel zu schwimmen z. B., dass man sich womöglich innerlich eigentlich überfordert fühlt und wie ein Schauspieler oder wie du es beschrieben hast, dann durch andere Kontrollverhaltensweisen wieder Sicherheit herzustellen versucht.

Ich vermute auch, dass dein Bedürfnis, dich anderen zu erklären, mit steigender innerer sozialer Sicherheit abnehmen dürfte. Eben, wenn du aufgrund positiver Erfahrungen mit anderen verinnerlicht hast, dass du eigentlich normal bist bzw. nicht so ein "sozialer Freak", wie du glaubst.

Das hat meine Psychologin auch gesagt. Aber ich kann den Zusammenhang nicht so recht herstellen.

Ich möchte da einfach erzählen dürfen, weil es zu mir gehört. Ich will mich nicht verstecken müssen. Weil es irgendwie "falsch" ist, das zu erzählen. Ich sehe das einfach nicht so.

Das könnte aber auch gut daran gelegen haben, dass von "Schüchternheit" oder gar einer sozialen Phobie bei vielen Menschen große Klischees in deren Köpfen herumgeistern - und wer dem nicht entspricht, kann unmöglich schüchtern oder sozial phobisch sein. So deren Denke. ... So komplett kann ich mich auch nicht davon freimachen und denke bei Schüchternheit erstmal an die praktisch unübersehbare Schüchternheit, auch wenn ich das eigentlich besser wissen sollte. Meiner Bekannten (s. o.) hätte man ihre Depressionen und ihre soziale Phobie z. B. auch nicht angesehen/angemerkt. Nichtmal im persönlicheren Kontakt je nachdem, wenn sie das nicht so früh gesagt hätte und vermeidender aufgetreten wäre statt sich z. B. kurz zu treffen, obwohl sie da gerade akut sichtbar angeschlagen war.

Ja… Vielleicht sollte ich mich dann einfach mehr erklären, so nach dem Motto: "Nicht das, was du jetzt vermutlich denkst. Ich versuche einfach, durch ständiges Grübeln einen Überblick darüber zu behalten, ob mein Verhalten richtig ist und ob die Leute mich wohl mögen und zweifle da schnell an mir und anderen. Das ist sehr anstrengend und möchte ich daher gerne ablegen."

Es kommt immer darauf an, was andere für einen Eindruck von einem haben. Ob das, was du über dich sagst, zu diesem Eindruck passt und wie "flexibel" dein Gegenüber mit seinem Bild von dir ist. Wenn du dich gut als "extravertiert" oder sonstwie "unschüchtern" verkaufen kannst, wird dir deine Schüchternheit nicht abgenommen.

Ja… und wie ich das kann. Ich finde mich selber immer total durchschaubar, aber so ankommen tut es selten. Jeder hält mich immer für tapfer und unerschrocken. Im Affekt bin ich das auch, aber im Nachhinein bin ich selten im Reinen mit mir und grüble, ob das jetzt so okay war, und kann nicht mehr damit aufhören und steigere mich hinein.

Das kenne ich übrigens selbst unfreiwillig gut… Die dachte, ich würde sie verarschen und ich habe das sehr bereut, dass ich auf ihre Äußerung eingegangen bin.

Das tut mir Leid. Schade, dass sie das nicht sehen konnte. Sie war vermutlich selbst sehr gestresst.

Finde ich gut, dass du das nicht gemacht hast, weil sich das für dich falsch angefühlt hat.

Danke .///. Mein Gefühl ist da einfach: Wenn ich mir die Worte im Voraus einprägen müsste, weil sie nicht wirklich aus mir kommen, sollte ich sie vermutlich nicht sagen.

Dieses indirekte Botschaften senden und darauf hoffen (müssen), dass der Empfänger die auch richtig decodiert, finde ich auch äußerst mühsam in einem Kontakt. Da finde ich deine Klarstellung und direkte Art deutlich sympathischer.

Danke. Ich weiß auch nicht, warum ich mir das Leben da unnötig hätte selber schwer machen sollen. Auf der einen Seite sagt meine Psychologin ständig, dass ich so sein darf, wie ich bin, und die anderen erwachsen sind und sich notfalls abgrenzen können. Auf der anderen Seite soll ich ständig auf der Hut sein und einen total seltsamen Verhaltenskodex befolgen. Ich hoffe, ich kann den wieder vergessen. Da waren noch so schräge Sachen dabei, wie, bei anderen nicht zu sehr Anteil nehmen, weil die sich dann unwohl und schuldig fühlen könnten. Mein Gott… wenn dem so ist, haben die nen Mund zum reden. Und ich werde doch wohl ein paar Leute finden, die dann auch wirklich zu mir passen, die mit meiner Art können. Ich verstehe das nicht. Das hat mich einfach total verunsichert… Und oft kam sowas halt auch total ungefragt. Echt nervig. Angeblich waren das ja nur Ratschläge, aber warum bindet sie mir dann gleich auf die Nase, was schief gehen wird (ihrer Meinung nach), wenn ich sie nicht befolge? Egal… Ich rede da einfach nicht mehr mit ihr drüber.

Teil 2 folgt

CTinn"amon4


Direkte Klarstellungen können helfen, aber nur wenn der andere seinerseits ehrlich ist. Deshalb würde ich das Gefühl, da etwas klarstellen zu müssen, ein bisschen als Warnhinweis sehen, dass eure Zielinteressen nicht zueinander passen (könnten).

Ich habe eine jahrelange Freundschaft zu einem Mann, derzeit die einzige Freundschaft im engeren Sinne bei mir, und da war das irgendwie einfach klar, dass wir beide das Gleiche wollen und nichts klargestellt werden muss, nur wegen des unterschiedlichen Geschlechts. Auf der anderen Seite kenne ich persönlich das eher als Warnhinweis für mich selbst, das etwas im Kontakt nicht passt für mich, wenn ich das Gefühl bekomme, dass ich sowas klarstellen muss und mich dem anderen erklären muss. Dieses Empfinden kann zwar sicherlich einem selbst entspringen (z. B. weil man sozial unsicher ist innerlich und unbewusst voraussetzt, dass der andere normal wäre und damit ein guter Gradmesser für das eigene Verhalten), aber auch durch eine entsprechende Haltung des anderen verschärft werden, wenn der selbst "nicht ok"/mit sich im Reinen ist.

Ich denke, dass es da keine gute allgemeine Regel gibt und eine Klarstellung nicht zu mehr Klarheit und einem besseren Miteinander führen muss (aber z. B. im Fall mit der depressiven und sozial phobischen guten Bekannten auch helfen kann, Missverständnisse zu vermeiden). Ich würde da auf deine Intuition hören und das von Fall zu Fall entscheiden. Skeptisch wäre ich immer, wenn du den Eindruck hast, dich verbiegen zu müssen bzw. du dich im Kontakt oder direkt danach nicht wohlfühlst, auch wenn du den konkreten Grund nicht greifen kannst. Wenn du eben diese unsichtbaren "Misstöne" wahrnimmst.

Und denen kann ich trauen, obwohl ich Sozialphobikerin bin?

Du triffst den Kern echt gut, vielen Dank.

Wenn ich so drüber nachdenke… es gibt auch einen Mann, bei dem ich Null Romantische fühle – weder er noch ich strahlen da irgendetwas aus. Da musste ich das auch nie klarstellen.

Ich habe mich halt gewundert, dass ich bei der Mehrzahl der Männer Irritationen spüre, aber vielleicht ist das ja richtig so? Platonische, gegengeschlechtliche Freundschaften sind, soweit ich weiß, ja recht selten.

Vielleicht verhalten sich diese Männer auch deshalb so komisch?

Wobei... macht man das nicht eher bei Katzen?

Nein, da ist es andersherum: Die Katze erzieht sich ihre menschlichen Dosenöffner.

:D

Wenn ich gut behandelt werden möchte, muss ich das wohl einfordern, indem ich das Selbige nur schenke, wenn ich es auch bekomme. Halte ich bei Partnern eigentlich auch so. Und das ist dann ja nicht mal Erziehung, sondern eher Grenzsetzung.

Also quasi: "Ich bin von der Grundhaltung her immer freundlich, aber wenn das nicht erwidert wird, stelle auch ich mein freundliches Verhalten ein." Klingt nach Selbstschutz. Gefällt mir.

Ja, genau.

Cool ! Danke!

Also sollte ich mir vermutlich eher Menschen suchen, die mir nicht "vertraut" erscheinen .

Zumindest könnte es nicht schaden, zusätzlich Kontakte mit Menschen auszuprobieren, die dir nicht auf diese Weise "vertraut vorkommen". Das könntest du dir bestimmt auch mit deiner Therapeutin anschauen, ob du da wirklich so ein ungünstiges Muster hast bei deiner Freundschaftssuche oder in eine bestimmte Rolle "reinrutscht", vgl. das mit dem Kindheitsmuster (sich unbeschwert fühlen, aber nicht ernstgenommen und übersehen werden usw.).

Ja, aber das mache ich vielleicht lieber mit meiner nächsten Therapeutin. Ich mag meine Therapeutin echt gern, aber bei dem Thema reden wir einfach immer aneinander vorbei.

Bevor das untergeht:

Wer mit einem Sozialphobiker Probleme hat, wird mit mir als Kontakt eh nicht glücklich werden - ob ich es nun erwähne oder nicht. Und wenn ich mich besser fühle, wenn ich es erwähne - so what?

Wie gesagt... die Verantwortung für das Reagieren und Handeln darf man schon beim Gegenüber lassen. Und auch Vertrauen darin haben, dass das Gegenüber für sich selbst eine gute Entscheidung trifft.

Wenn mir jemand dann so kommen würde, wäre ich menschlich schon arg enttäuscht und die Person wäre gleich aussortiert. das würde dann uns beiden monatelanges Beschnuppern ersparen. Wenn jemand aber damit kein Problem hätte - und ich denke doch, dass es diese Menschen auch gibt - dann steht einem weiteren Kennenlernen ja nichts im Weg.

Das sehe ich auch so. Wenn es nicht passt, kann man das ja so stehenlassen und geht eben lieber gleich getrennter Wege, als zusammen unglücklich zu sein, weil es im Kontakt dauerhaft hakt (weil's nicht passt).

Eben :).

Wenn man sich da aus irgendwelchen Gründen, bewusst oder unbewusst, verbiegt, damit es nicht hakt im Kontakt, ist das nicht das Problem des anderen, sondern das eigene, wenn man sich da nicht abgrenzen kann.

Ja. Und es ist das Problem des anderen, nicht das eigene, wenn der sich dann nicht von einem selbst abgrenzen kann, wenn ihm nicht gefällt, was ich "biete" oder auch nicht biete.

LG :)

C-iQnn-amon4


@ CoteSauvage

Ihr habt euch hier drüber unterhalten, ob man es sagen soll, wenn man eine "Macke" hat bzw dass ein bestimmtes Verhalten von einer "Macke" kommt, oder nicht.

Bei mir kommt das ganz drauf an:

Bei vielen Verhaltensweisen würde es nichts nützen, wenn man mir die erklären würde. Ich würde sie nicht tolerieren, ganz egal wie sie erklärt werden.

Wenn es aber nur darum geht, relativ harmlose Missverständnisse auszuräumen, finde ich es gut, wenn es erklärt wird.

Und manchmal finde ich es einfach bloß interessant, was hinter einem bestimmten Verhalten steckt.

Ich hoffe einfach mal, dass mein Verhalten unter das Markierte fällt – zumindest bei den Leuten, wo es mir wichtig ist.

Und wenn es nur nutzlos wäre, kann ich es ja sagen ;-).

Ich denke, jeder wird dazu eine andere Meinung haben. Das reicht vermutlich wirklich von "Angriff" über "Ist egal." über "Freundlichkeit." So gesehen kann ich es nur richtig bzw. nur falsch machen. Also kann ich es gleich so machen, wie ich es will und für richtig halte :)!

So... jetzt gehe ich aber wirklich schlafen.

Macht's erstmal gut <3!

Bin die nächsten Tage viel beschäftigt und weiß noch nicht, wann ich wieder reinschauen kann.

Am Dienstag ist das nächste Treffen... mal schauen, ob ich da hingehe.

LG

C<iVncnamxon4


Oh, es wurde gar nichts markiert... Ich meinte das mit dem "harmlosen Missverständnis" ;-) !

r.rw2801x7


hab ernsthaft überlegt, ob ich hier noch antworte.. aber einen versuch wage ich noch.

Das mit dem Schulfreund ist mittlerweile ca 25 Jahre her und da besteht keinerlei emotionale Restschuld, es ist mir völlig egal, lange lange vorbei und vergessen. Das war lediglich ein Beispiel, woran mich das von Dir beschriebene Verhalten erinnert hat, nicht mehr und nicht weniger. Das, was ich damit sagen wollte, war nur "nur weil ein solches Verhalten erklärt wird, wird es dadurch für die Mitmenschen nicht ubedingt erträglicher". Beziehungen sind immer ein geben und nehmen, und das sollte 50:50 sein. Eine Konstruktion "das ist bei uns aber 60:40, aber das ist in Ordnung, weil die Diskrepanz durch meine soziale Phobie verursacht wird" ist keine trägfähige Variante (was auch NICHT bedeutet dass Du von sowas ausgehst, aber auch nicht, dass dem nicht so ist. Ich weiss es schlichtweg nicht, aber was Du schreibst könnte man halt so interpretieren).

Das, was Du daraus machst, finde ich ziemlich haarsträubend und ist letztlich ein Beispiel für genau das, was ich eigentlich sagen wollte, was aber offenbar bisher nicht angekommen ist (wie auch, wenn Dus nicht liest): Sich selber als "krank" oder "beschädigt" oder "benachteiligt" zu empfinden und zu benennen kann zu einer Opfermentalität führen, die ein ziemlich problematisches Sozialverhalten zur Folge hat. Ich halte es sogar für eines der absoluten Kernprobleme, wenn man mit Leute nicht so gut klarkommmt (bei jedem Narzissten, der einsam und unglücklich ist, ist es genau im Zentrum des Sturms), und da Du ja nunmal hier über soziale Probleme mit Freunden schreibst, halte ich es für sehr wichtig und reflektierenswert. Das ist auch unabhängig davon "soll ich sagen dass ich eine soziale Phobie hab oder nicht", es ist ganz allgemein ein wichtiges Thema.

Genau das passiert - Du fühlst Dich angegriffen und als Opfer (wobei ich mit keiner Silbe erwähnt habe dass ich vermute, dass Du Dich auch so verhältst! Das Beispiel war abstrakt und nicht auf Dich bezogen) und trittst um Dich, obwohl gar kein Angriff stattgefunden hat. Mir dann zu unterstellen, ich würde meine damialige fehlende Abgrenzung nun auf Dich übertragen und das mit Dir austragen wollen, ist blanker Unsinn und auch eine ziemliche Unverschämtheit. Es ist zumindest nicht zutreffend. Es war ein (warnendes) Beispiel, mehr nicht.

Wenn ich jetzt noch mehr schreiben würde wäre das nur eine Wiederholung dessen was ich bereits geschrieben habe. Ich empfehle Dir, es zu lesen und drüber nachzudenken.

LsichtHAmHorwizoxnt


Ich sehe nicht viel Gewinn darin, andere auf die soziale Phobie hinzuweisen, allerdings halte ich es auch nicht für schädlich. Wer Dich mag tut es "trotzdem", wer Dich nicht mag den stimmt die Info auch nicht um. Wenn es sich für Dich gut anfühlt, tu es halt und guck, was passiert.

C;oteS4auLvage


Auf der einen Seite sagt meine Psychologin ständig, dass ich so sein darf, wie ich bin, und die anderen erwachsen sind und sich notfalls abgrenzen können. Auf der anderen Seite soll ich ständig auf der Hut sein und einen total seltsamen Verhaltenskodex befolgen.

Aber geht es uns nicht uns allen so? Manchmal denke ich, dass Menschen, die aus gutem Grund eine Therapie machen, dann übertherapiert werden und den Blick fürs Alltägliche verlieren. Hier zB: Als Jugendliche war ich exakt so wie ich bin - das ist eben das Alter, in dem man durch Extreme seine Linie findet. Das war natürlich anstrengend (hauptsächlich für andere, dadurch aber auch für mich ;-D ). Wenn man dann mal harmonische Beziehungen führen will und in seinem Job mit den Chefs und Kollegen, ggf auch Kunden etc, klarkommen will, muss man halt Abstriche machen. Da knall ich eben nicht jedem direkt hin was ich von ihm will, was ich von ihm halte, usw. Da hab ich mir eine strategischere Vorgehensweise angeeignet. Trotzdem finde ich, dass ich auch dabei noch "ich" bin.

Im Übrigen glaube ich, dass dich gerade die Auseinandersetzung mit Beiträgen wie denen von rr2017 weiterbringt. Er ist näher an dem Thema dran als andere und er meint es nicht böse, sondern ist dir grds wohlgesonnen. Das sind sehr gute Voraussetzungen für eine gewinnbringende Unterhaltung. Missverständnisse (zB was als Unterstellung rüberkommt, aber nicht so gemeint war) kann man ausräumen. Leute, die dich so mögen wie du bist oder die dir nach dem Mund reden, bringen dich, auch wenn das schön bzw praktisch ist, bei der Bewältigung deines Problems, was auch immer es ist, im Grunde nicht weiter, auch wenn sie dir ein gutes Gefühl geben (das brauchts auch, aber eben nicht nur).

L!ichtAmIHorizxont


Im Übrigen glaube ich, dass dich gerade die Auseinandersetzung mit Beiträgen wie denen von rr2017 weiterbringt.

(CoteSauvage)

Ja - Cinnamon4 kann sich z.B. fragen, warum sie die echte oder nur empfundene Unterstellung von rr2017 so aufregt. rr2017 allerdings kann sich auch fragen, warum ihn die echte oder auch nur empfundene Forderung nach Rücksichtnahme durch eine Mitteilung, man habe soziale Phobie (die ja noch nicht einmal an ihn gerichtet ist - nur die Frage der TE, ob man die soziale Phobie äußern sollte, reicht offenbar schon) so aufregt. Tolle Gelegenheit, über sich selbst zu lernen.

r5r201x7


hm, ich denke nicht, dass mich das aufregt (also, ich fühle mich da wirklich nicht angestachelt oder so, ehrenwort ;-) ), aber es geht hier doch darum, konstruktiven Senf beizutragen, oder? Und ich wittere da sozusagen eine Gefahr. und da mir all das wohlbekannt vorkommt, möchte ich meine Erfahrungen teilen.

alles in allem lese ich bei cinnamon ziemlich viele Forderungen - oder nennen wir es Wünsche - an die "Freunde" heraus. Bitte so akzeptieren wie man ist, Rücksicht auf die Sozialphobie nehmen, verständnisvoll etc. Das ist schon ein bisschen "ich bin hier das Opfer!". und genau das habe ich halt auch durchgemacht (und andere, die ich kenne), und da merkt man gar nicht, dass das eben schon ein bisschen die beschriebene Schieflage ist. Andere finden das dann manchmal anstrengend, und man läuft Gefahr, andere ziemlich zu verletzen, da man im eigenen Opfer-sein gar nicht merkt, dass andere es auch nicht leicht haben, aber man kreist immer nur um die eigenen Bedürfnisse und merkt nicht, wie man anderen damit weh tut (oder Streß verursacht), die vielleicht ihre eigenen sensiblen Seiten lediglich nicht so offen zeigen wie man selber (und Leute sind oft SEHR verschlossen, was sowas angeht. Man erlebt die dollsten Überraschungen).

So kommt es dann, dass man selber denkt "wieso, ich will doch gar nich ausser akzeptiert werden wie ich halt bin" und andere sagen "Du bist wirklich furchtbar abgegrenzt, egozentrisch und sehr verletzend mit Deinen verbalen Rundumschlägen". Da denk ich dann uuuups.. ok. Ist so passiert und eine gewisse Erkenntniskette in Gang gesetzt.

Man muss sich irgendwie klar machen, dass man sehr wohl "auf Augenhöhe" ist - Sozialphobie hin oder her (oder was auch immer für Probleme, in meinem Fall sind es ganz andere). Auch wenn man selber das nicht so empfindet, die anderen tun es halt.

Tja.. immer wieder landet man bei diesen Überlegungen beim ollen Selbstwertgefühl ;-).

So nun aber für heute auch genug von meiner Seite hier.

rbr201x7


hm doch noch eins - dieses "Bei sich bleiben" - also das geht halt einfach nicht.

Wenn einen jemand MAG und man sagt "ich leide unter XY" dann wird es nicht klappen. Man kann nicht sagen "das ist MEIN Problem und der fairness halber sage ich es Dir und Du wirst dann für Dich eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen". In dem Moment wo jemand positive Gefühle für einen hat beeinfluß ihn das eigene Unglück und er ist eben nicht mehr frei in seiner Entscheidung. Man übt damit definitiv Druck aus. Die leute mit dem lädierten Ego können sich aber halt das gar nicht vorstellen, bzw fühlen es nicht - dass überhapt jemand einen so sehr mag, dass er darunter leiden würde dass es einem schlecht geht. Dass diese Macht über andere (bzw deren Mitgefühl für einen selber) überhaupt vorhanden ist.

FDoren~sixker


Cinnamon4 *:)

Das ist eine gute Frage. Als reine Information, schätze ich. So, wie: "Ich mag die Farbe pink (ist jetzt ausgedacht)." Oder. "Ich hatte mal ne Hüft-OP (ebenso)." Das sind eben so Kleinigkeiten, anhand derer mein Gegenüber mich einschätzen und auf mich eingehen kann. Da etwas ausklammern zu müssen, richtet auch für mich erst den Fokus darauf. Das habe ich jetzt gemerkt. Daher werde ich es nicht mehr ausklammern.

Ich fände es einigermaßen verstörend, in einer Kennenlernsituation wofür auch immer man sich kennen lernen möchte schnell so eine Diagnose zu hören. Nicht, dass ich das Thema so furchtbar oder nicht angemessen fände, ich kann deine Beweggründe darüber sprechen zu wollen schon verstehen. Im Falle einer Hüft-OP würde ich aber ja auch nicht hören wollen "Ich hatte vor ein paar Jahren mal eine Azetabulumfraktur". Nagut, einem Mediziner würde ich es verzeihen .

Viel interessanter und auch im Sinne des Kennenlernens ist ja tatsächlich nicht die ICD-10 Klassifikation sondern das Erleben und der Umgang mit dem Problem. Es geht eben erstmal einfach um menschliche Eigenschaften. Wenn man die Brisanz des Themas hervorheben und klarstellen möchte, dass es sich nicht um eine einfache Charaktereigenschaft geht, kann man ja auch noch das Thema Therapie zur Sprache bringen. Wenn danach irgendwann auch mal das Stichwort "soziale Phobie" dazukommt, würde es mich auch nicht mehr so aufhorchen lassen.

m@ond+sxterne


Ich sehe nicht viel Gewinn darin, andere auf die soziale Phobie hinzuweisen, allerdings halte ich es auch nicht für schädlich. Wer Dich mag tut es "trotzdem", wer Dich nicht mag den stimmt die Info auch nicht um. Wenn es sich für Dich gut anfühlt, tu es halt und guck, was passiert.

Ja, so sehe ich das auch.

Und ich finde es eine gute Diskussionsgrundlage.

Eine weiterführende Frage könnte sein: Was passiert, wenn Du es aussprichst?

C3ote0Sauvxage


Ich fände es einigermaßen verstörend, in einer Kennenlernsituation wofür auch immer man sich kennen lernen möchte schnell so eine Diagnose zu hören.

Wahrscheinlich ist das so wie mit der Einstellung zu Kindern (Kinderwunsch oder dezidiert keiner). Mir kann man sowas seit einiger Zeit gar nicht früh genug sagen, dann kann ich mich drauf einstellen und reagieren (= um Männer, die Familie wollen, einen großen Bogen machen). Aber wenn man sich noch überhaupt nicht kennt, packt man das halt doch nicht gleich beim 1. Date aus, weil das auch Dinge impliziert, die (noch) gar nicht vorhanden sind.

Ist wahrscheinlich Gefühlssache wann man sowas erzählt.

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