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Weltschmerz - Achtung, nur Jammerfaden

Clinnam(on4


Mein Computer ist leider gerade abgesoffen. Melde mich, sobald es wieder geht :)!

CHi%nnam-on4


So... I'm back ^^!

@ rr2017/CoteSauvage

Ja, ich kapiere es auch nicht und sehe es so wie du, CoteSauvage!

Also:

Z.B. hätte ich gerne von Anfang an jedem gesagt, dass ich eine Sozialphobie habe. Jetzt nicht so in dem Sinne: "Hallo, ich bin Cinnamon, und übrigens habe ich eine Sozialphobie!" Aber man redet ja eher früher oder später über Berufliches und da hätte ich einfach gerne gesagt: "Ich war lange krank, unter anderem aufgrund einer Sozialphobie, und die überwinde ich gerade." Meine Psychologin meinte halt, dass das Sicherheistverhalten wäre, weil ich mich damit hinter der "Krankheit" verstecken würde. Daher habe ich halt den Eindruck, sie wollte die perfekte Situation schaffen, in der ich meine Eigenheiten nicht erklären darf und trotzdem gemocht werde. Das hat mich irgendwie total unter Druck gesetzt. Hätte ich es gleich sagen dürfen, wäre es vielleicht nicht "klinisch perfekt" gelaufen, ich wäre aber ehrlich und authentisch gewesen.

Denn... ich habe nun mal Denkweisen, wenn nicht sogar Verhaltenweisen, die ängstlich-vermeidend sind. Und umso mehr Leute davon wissen, umso besser eigentlich. Sonst muss ich doch einen wichtigen Aspekt meines Lebens und meiner Persönlichkeit verstecken. Einfach so ein bisschen "odd" zu sein habe ich mich zumindest nicht getraut, so ohne Erklärung - genau das wollte aber meine Psychologin. Am Ende war das Resultat eher... wie soll ich das beschreiben... Ich wollte halt ins Wasser mit Schwimmflügeln und in Ruhe schwimmen lernen und sie meinte: "Nee, das geht auch ohne, du kannst auch ohne Schwimmflügel gut schwimmen lernen." Ich war da aber anderer Meinung und bin dann zwar ohne die Flügel irgendwie drauflos geschwommen, aber total planlos und unauthentisch.

So habe ich alle meine Ängste und Unsicherheiten tief hinunter geschluckt und bin zum Gegenteil, zum totalen Macher, mutiert. Da habe ich mir dann meine Sicherheit geholt, Kontrolle ausgeübt, sozusagen. Ich habe letztens mal versucht, einem der Leute, die mir am vertrautesten sind, das mit der "Schüchternheit/Sozialen Phobie" zu gestehen, aber er hat mir nicht geglaubt und war eher sauer, glaube ich. Wundert mich aber auch nicht, wenn ich jetzt erst damit rausrücke und mich vorher komplett anders verhalten habe.

Weiteres Beispiel folgt.

CkinGnamonx4


Also noch ein Beispiel:

Ich hätte sehr gern offen/klärend mal mit ein paar der Männer gesprochen, mit denen ich Probleme hatte. Ich neige ja dazu, gerne Freundschaften zu Männern einzugehen, und wenn mich dann so ein Gefühl beschleicht von: "Da liegt was Romantisches in der Luft." Dann hätte ich eben gerne etwas gesagt. Sowas, wie: "Ich kann dich gut leiden und könnte mir vorstellen, dass wir irgendwann Freunde werden. Bevor ich mich auf diesen Weg aber überhaupt einlasse, wollte ich nur sagen, dass ich glücklich vergeben bin und nur Freundschaft suche. Nicht, dass du das anders siehst - ich sage sowas nur vorsichtshalber. Siehst du das auch so?"

Sie meinte halt, dass das nervig und klärend werde und, dass es besser wäre, ich sage gar nichts oder mache es "durch die Hintertür". Z.B. indem ich sage, dass derjenige ja so ein guter Kumpel sei/fast wie ein Bruder für mich etc. Das hat sich für aber komisch angefühlt und habe ich daher nicht gemacht.

So richtig geklärt ist das also nicht, bisher. Und da jetzt nochmal das Gespräch zu suchen... erscheint mir irgendwie peinlich. Bei den beiden, um die es geht, haben aber auch andere dieses komische Gefühl gehabt, so weit ich weiß. Wie auch immer, der Zug ist wohl abgefahren :-| .

Solche und ähnliche Sachen sind es halt, wo ich eigentlich der Typ bin: "Gerade raus, sonst frisst es mich auf!" Im besten Fall finden das die Leute dann positiv direkt, im schlimmsten Fall halt nervig - so what? Aber es wäre halt ich. Dieses hinten rum und abwarten und nix sage dürfen... das ist doch kacke. Passt zumindest nicht zu mir und führt dann eher zu irgendwelchen Verhaltensblüten, weil ich dann eben in unauthentisches Verhalten abrutsche.

C#in@navmonx4


@ Polarfuchs

Bei Leuten, die dich beleidigen und abwerten "obwohl" du sogar freundlich zu denen warst vorher, brauchst du dir keine Sorgen darum zu machen, deinerseits unhöflich zu sein. Zumal du eh nicht so klingst als könntest du zu denen dort ernsthaft unhöflich/schroff sein. (und selbst wenn - machmal ist das ganz gut; gerade bei den sozialen Trampeltieren.)

Da hast du eigentlich Recht |-o . Wenn die es okay finden, so mit mir umzugehen, muss es ja umgekehrt auch okay sein :)z . Wobei ich so tief nicht sinken möchte, aber ein bisschen weniger "nett" würde mich wohl gut stehen und entspricht mir auch viel eher.

Besser als irgendwas vorzuspielen wäre natürlich, die beiden wären dir innerlich tatsächlich egal oder du fändest sie wenigstens als Zwischenschritt zur Gleichgültigkeit doof (um eben von diesem Impuls wegzukommen, auf Teufel komm raus nett zu denen sein zu wollen, obwohl die das umgekehrt nicht zu dir sind). Aber um Distanz reinzubringen, kannst du das auch soweit erstmal vorspielen. Zu der Gruppe Hallo sagen, kannst du ruhig weiterhin machen. Ebenso small talk - bei den beiden aber nur, wenn sie sich für dich ok verhalten. Stell dir das ein bisschen wie bei der Hundeerziehung vor: Verhalten die beiden sich für dich angenehm, kannst du deren Verhalten belohnen z. B., indem du dich normal mit denen unterhälst (wenn dir danach ist, sonst nicht); sind die blöd bzw. auf Stress aus, ignorierst du sie oder bist kurz angebunden, sehr ernst-sachlich und lächelst nicht.

Wenn dir das schwerfällt, die nicht anzulächeln, kannst du ja mal versuchen, das Lächeln zumindest deutlich runterzufahren. Auf keinen Fall solltest du freundlich sein und die Anlächeln, wenn sie dich gerade abwerten oder sonstwie etwas passiert, das du ablehnst.

Das ist ein toller Tipp ;-D ! Das macht man ja auch wirklich bei Hunden. Erwünschtes Verhalten wird belohnt und unerwünschtes wird ignoriert. Wobei... macht man das nicht eher bei Katzen? Wie auch immer - zumindest kann ich es mir so gut vorstellen :)z .

Wenn ich gut behandelt werden möchte, muss ich das wohl einfordern, indem ich das Selbige nur schenke, wenn ich es auch bekomme. Halte ich bei Partnern eigentlich auch so. Und das ist dann ja nicht mal Erziehung, sondern eher Grenzsetzung.

Kennst du Tit for Tat als Prinzip?

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Tit_for_Tat]]

Nee. Habe es gerade mal überflogen. Also quasi: "Ich bin von der Grundhaltung her immer freundlich, aber wenn das nicht erwidert wird, stelle auch ich mein freundliches Verhalten ein." Klingt nach Selbstschutz. Gefällt mir.

Ob ich das so eisern hinkriege, ist eine andere Frage, aber ich kann mir ja auch 3 Versuche geben oder es nach 3 Monaten nochmal probieren oder so - wäre ja alles schon ein Fortschritt.

Teil 2 folgt... Mein Rechner ist immernoch absturzgefährdet und daher heute mal in kleinen Häppchen ;-) !

Cainnramonx4


@ Polarfuchs

Die filtern auf diese Weise automatisch die zu ihrem Muster passende Freundin heraus. Sicher filtern die mehr unbewusst als bewusst. Knapp gesagt lassen sich nur Frauen auf einen näheren Kontakt zu denen ein, die so ein Verhalten ihnen gegenüber aus irgendwelchen Gründen nicht abschreckend genug für den Kontakt finden oder sogar mögen, evtl. weil ihnen das vertrauter ist. Mit den anderen Frauen ergibt sich so ja kein weiterer Kontakt (entweder von Anfang an oder weil die auf Abstand gehen).

Wo du so davon schreibst, dass du den Impuls hast, "soziale Pflegefälle" zu retten (weil du dein jüngeres Ich bzw. dich selbst in denen wiederzuerekennen glaubst): Die haben idR auch ihre netten, angenehmen Seiten. Das Problem sind aber die anderen Seiten. Und dein Gegenüber funktioniert und tickt womöglich ganz anders als du. Derjenige ist ja gerade nicht dein jüngeres Ich. Was du als gute Tat und "hätte ich mir früher für mich selbst gewünscht" siehst, erkennt der andere schlechtestenfalls als Schwachstelle an dir, die er gut für sich nutzen kann. Anders gesagt: Der dankt es dir nicht, sondern sieht jemanden vor sich, der auch noch die andere Wange hinhält, nachdem er ihn geschlagen hat.

(Für dich übersetzt: Jemand, die weiterhin freundlich zu ihm ist, ihn anlächelt, fröhlich grüßt und Kontakt sucht, obwohl er sie beleidigt, schlecht redet und kleinzuhalten versucht. Da kommt als Signal nicht "ich finde das nicht ok, wie du mich behandelst" sondern "mach was du willst mit mir, ich wehre mich nicht (weil ich mich nicht wehren kann oder will)" oder "es ist ok, wie du mich behandelst.")

Ja, das hast du gut beschrieben. Ich kenne dieses Prinzip auch von sexuellen Beziehungen, da lasse ich mich schon seit ich 16 oder 17 bin nicht mehr drauf ein. Aber von Freundschaften war mir das fremd. Da muss ich wohl besser aufpassen. Oder, anders gesagt: Wer meine Hilfe will, kann darum bitten. Aber nicht, indem ich "Prügel" kriege.

Ich muss wohl aufhören, mich verantwortlich zu fühlen... Das kann ich ja mal üben :-) .

Schon komisch... Wie einem sowas eigentlich klar sein kann, aber man trotzdem drauf reinfällt...

Vermutlich haben mich die beiden wirklich an meine Herkunftsfamilie erinnert und an meine Kindheit - aber auch wenn ich da an was Positives gedacht habe, war es wohl eher dysfuktional. Manchmal sind ja auch negative mit positiven Erinnerungen verknüpft.

Also sollte ich mir vermutlich eher Menschen suchen, die mir nicht "vertraut" erscheinen :-| .

Das ist doch ein guter Zwischenschritt. Ich denke, wenn dir rational das alles zwar klar ist, du aber trotzdem den Schmerz von der heißen Herdplatte spüren musst, hast du dort irgendwas bekommen auf emotionaler Ebene, was dich soweit zum Bleiben und "Mitspielen" veranlasst hat. Vielleicht ja diese "Retterrolle" und die Hoffnung auf eine besonders wertvolle Belohnung, wenn du dich nur genug anstrengst bei den beiden:

Nee... Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich mich wieder wie ein Kind gefühlt. Da wurde ich oft übersehen und mies behandelt. Aber ich war auch klein und unbeschwert, auf der anderen Seite. Das Eine hat da wohl das Andere ausgelöst. Schon komisch. Und hätten sie sich irgendwann netter verhalten - so meine Hoffnung - hätte ich meine Kindheit nochmal unbeschwer genießen dürfen. Das durfte ich ja nie. Das schmerzt wohl. Das klingt so klischeehaft...

Teil 3 folgt...

CoinnaXmonx4


@ Polarfuchs

Ansonsten kennt bestimmt jeder eine Art inneren Unglauben entgegen jeder Vernunft, der dazu führt, dass man manches erst selbst ausprobiert haben muss (und an sich erlebt/gefühlt haben muss), um verinnerlichen und akzeptieren zu können, das etwas soundso ist. Ungünstig wäre da natürlich, wenn das erst nach der x.-ten Herdplatte samt üblen Verbrennungen einsetzten würde. Aber so kommst du hier nicht rüber.

Ich habe da eigentlich auch Hoffnung. Ich dachte zwar gerade, dass ich sowas als Teenager schon oft durhgemacht habe und nie daraus gelertn - da ging es aber um romantische Beziehungen. Also bin ich jetzt doch guter Dinge, dass ich diese Lernerfahrung nochmal machen kann :)z .

Versuch's doch mal mit dem Wahlspruch: "Cinnamon4 first." oder "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht." ;-) ... Nur mal just4fun als Kontrastmodus zu deinem sonstigen Denken.

Wenn ich auf mein Bauchgefühl höre, kriege ich das vielleicht hin :)z .

Danke; wenn es dich tröstet: Dafür habe ich andere Baustellen. Und du kannst ja wie du selbst überlegt hast von deiner inneren Haltung bei sexuellen Kontakten auch für die platonischen Kontakte lernen.

Es tröstet mich nicht, weil es schade ist, dass es dir auch nicht immer gut geht. Aber immerhin kann man so voneinander lernen :)^ ! Ich von dir und du (hoffentlich) von jemand anderes.

Nein, das ist ziemlich normales Verhalten, dass sich jemand wieder zurückzieht bzw. seine Kontaktangebote einstellt, wenn die nicht angenommen werden oder er sogar beleidigt/abgewertet wird vom Gegenüber. Du musst die ja nicht giftig anschauen und deinerseits angreifen, aber sich abzuwenden und sachlich-distanziert mit denen umzugehen, geht auf jeden Fall. Kannst dir ja vorstellen, dass du eine Teflon-Pfanne oder so was in der Art wärest und Interaktionsversuche von den beiden an dir abgleiten lassen. Das geht übrigens bestens auf die höflich-unverbindliche Weise. Das merken viele nicht mal und du ersparst dir sozialen Kleinkrieg. Das müsste dir eigentlich sehr entgegenkommen, wenn dir offenes Ignorieren der beiden zu offensiv und konfrontativ ist. ^^

Höflich-unverbindlich kann ich gut :)z . Mache ich zwar normalerweise als Flirt-Taktik, was mir hier absurd erscheint, aber wenn es hilft? Solange ich da dann kein Interesse wecke, ist es ja gut :-) . Allerdings fällt es mir schwer, neutral zu schauen. Ich schaue eigentlich immer böse oder fröhlich... Naja ^^.

Falls einer von denen sauer werden sollte, würde ich vom Teflon-Modus in den sachlich-ernsten Modus wechseln und denjenigen ruhig wissen lassen, dass du der falsche Adressat für seine Wut bist und allenfalls er sich gerade daneben benimmt (nicht du - ob dein Verhalten ok ist, kannst du dir später immer noch überlegen. So wie du tickst, wirst du das eh tun, aber mach das nicht in der Situation selbst, wenn dich jemand angreift. Das schürt nur deine sozialen Unsicherheiten und bietet dem anderen gute Einstiegspunkte, um dich zu manipulieren und unnötig zu verunsichern.)

Das ist ein guter Tipp! Ich lasse mich bei sowas sonst schnell in die Ecke drängen, weil ich einfach will, dass es vorbei geht. Ich kann das ja mal üben. Ich meine... wenn ich jemanden vor mir habe, der erst handelt und dann denkt, kann ich das zu Verteidigungszwecken ja auch mal machen :)z .

CZinnavmon4


Ich glaube, ich will einfach niemandem weh tun, aber wenn Leute mir gegenüber rücksichtslos sind, kann ich das ja auch mal tun. Ist auf jeden Fall besser, als sich zu verstecken. Das kotzt mich dann selber an. Erfordert zwar auch Mut und Kraft, aber ist wohl besser :)z .

Was ich allgemein mal fragen wollte:

Mal angenommen, ich gehe wieder da hin: Kann ich mich dann mal an euch wenden, wenn ich nicht weiter weiß? Ich glaube, Ratschläge mitten aus dem Leben würden mir mehr helfen als theoretische, statistische Verhaltensanweisungen. Manchmal frage ich mich einfach, ob ich im Recht bin, und wie ich Situationen zu meinen Gunsten wieder kippen kann. Ich habe sonst leider niemanden, den ich fragen könnte... Also falls ihr es einrichten könntet, würde ich mich da sehr freuen @:) ! Vielleicht tauchen ja auch gar keine Fragen auf ^^. Nur, für den Fall, halt.

rHr201x7


Ich kann die Gedanken der Therapeutin, was das "sich hinter der Sozialphobie verstecken", schon verstehen. Ist irgendwie eine Gratwanderung. Was Du schreibst ist genauso verständlich. Kommst wohl darauf an wie Du damit umgehst. In der Tat versuchst Du es damit ja, es Dir irgendwie leicht zu machen. Erwartungen mindern, damit Du gar nicht erst so unter Druck stehst. find ich eigentlich auch nicht so gut. Ich kenn sowas auch von mir selber. Man ist gleich von vorneherein "anders", dann muss man gar nicht erst versuchen, normal und wie die anderen zu sein.

Aber sich gegen den Strich bürsten geht natürlich auch nicht.

Kommt wohl darauf an, ob man aus der "abgemilderten Startposition" heraus dann aufrichtig und tapfer den richtigen Weg geht, oder sich wirklich nur darauf ausruht.

CXinn%amoxn4


@ NotMichaelCaine

Vielleicht - vielleicht auch nicht? Das ist etwas was sich so herausfinden lässt. Besser finde sowas in diesem Rahmen raus den Du jederzeit verlassen kannst, als in einem Rahmen (Arbeit) wo das nicht so einfach geht.

Ja... das stimmt auch wieder :-) !

Wirklich nicht?

Wenn es nur nach wollen geht - ja |-o .

Grüßen finde ich eher eine allgemeine Höflichkeitsform - hat für mich was mit zwischenenmenschlichem Grundrespekt zu tun. Ich grüße z.B. natürlich auch den Kollegen mit dem ich persönlich nichts zu tun haben will, einfach weil er ein Mensch ist und weil wir eben stellenweise sachlich zusammenarbeiten. Ich mag ihn halt nicht besonders aber das ist ja nicht wirklich relevant bei der Arbeit?! Für unsere Zusammenarbeit ist meine persönliche Meinung über ihn zu 90 % irrelevant. Schwierig wirds ja nur wenn seine Persönlichkeit in meinen Augen der betrieblichen Zielerreichung im Weg steht. (oder natürlich wenn er umgekehrt meint, dass meine Persönlichkeit das tut).

Ich gratuliere ihm auch zum Geburtstag. Nicht auf die überschwängliche Art - nur respektvoll.

Und lächeln tu ich ja nicht nur wegen eines anderen Menschen, sondern weil ich mich in einer Situation über irgendetwas freue? Wenn wir z.B. an einem Projekt zusammenarbeiten und ein Teil gut läuft freu ich mich doch unabhängig, ob der daneben steht oder nicht? Da überleg ich mir nicht: kann ich jetzt nicht lächeln, weil ich den Typen nicht mag und der das nicht mitbekommen soll? Das wär ja die alte Schiene - die Idee die ich vom andren habe bestimmt wie ich meine Gefühle ausdrücke?! Das ist so ein Punkt wos dann total vermurkst wird - verstehst du?

Ja, das verstehe ich. Ist bestimmt schwer, das so umzusetzen, aber ich versuche es mal :)z . Da muss ich aber wohl auch üben, noch ein bisschen loszulassen. Wie meinte noch Polarfuchs? Cinnamon4 first ;-D ! Wenn ich dem anderen schaden will, indem ich meinen Ärger durch Nicht-Lachen zeige, nehme ich ja vor allem mir selbst den Spaß. Das ist es eigentlich nicht wert. Dann dauert es halt länger, bis das Gegenüber es schnallt.

Es geht ja nicht darum, dass Du jetzt in dieser Gruppe zu niemandem mehr nett sein sollst oder keinen mehr grüßen, sondern darum diese beiden einfach von Dir aus nicht mehr in ein Gespräch zu verwickeln und links liegen zu lassen indem Du Dich einfach Deinem Hobby widmest. Rede mit anderen, geh deinem Hobby nach. Die kommen gut ohne Dich aus und viel wichtiger: Du auch ohne sie.

Das ist wohl war. Also Regel Nr. 1.: Von mir aus mit Menschen, die nicht nett zu mir sind, kein Gespräch mehr anfangen.

Klingt umsetzbar.

Da sie vorher ja schon blöde Sprüche in Deine Richtung gemacht haben ( Du bist merkwürdig und so weiter) würde sich ja nichts ändern wenn sie das jetzt nach einer Verhaltensänderung Deinerseits weiter tun. Wenn Du reagieren willst kanst Du Dir natürlich auch vorher schon was überlegen, am besten was, was Dich zum schmunzeln bringt - keine Ahnung - irgendwas völlig absurdes. z.B. "Kekse sind selten grün." oder "Deutsche Kalenderblätter enthalten griechische Weisheiten." oder sonst irgendwas total absurdes. Dann umdrehen und weiter machen.....

Oder: "Nachts ist es kälter als draußen." Oder: "Und in China fällt gerade ein Sack Reis um."

Achso - [[https://www.youtube.com/watch?v=6X9CEi8wkBc das]] hier vor Dich hinsummen oder in Dir drin summen geht natürlich auch immer.

Das ist mal ne gut Idee :-D ! Und dann noch von einer meiner Lieblingsbands <3!

DANKE NOCHMAL EUCH ALLEN!!!!!

C[i+nnavmon4


Ich kann die Gedanken der Therapeutin, was das "sich hinter der Sozialphobie verstecken", schon verstehen. Ist irgendwie eine Gratwanderung. Was Du schreibst ist genauso verständlich. Kommst wohl darauf an wie Du damit umgehst. In der Tat versuchst Du es damit ja, es Dir irgendwie leicht zu machen. Erwartungen mindern, damit Du gar nicht erst so unter Druck stehst. find ich eigentlich auch nicht so gut. Ich kenn sowas auch von mir selber. Man ist gleich von vorneherein "anders", dann muss man gar nicht erst versuchen, normal und wie die anderen zu sein.

Aber sich gegen den Strich bürsten geht natürlich auch nicht.

Kommt wohl darauf an, ob man aus der "abgemilderten Startposition" heraus dann aufrichtig und tapfer den richtigen Weg geht, oder sich wirklich nur darauf ausruht.

Hm... Ich kann es halt nicht verstehen. Was ist denn am leichten Weg so schlimm? Außerdem gehört es ja zu mir. Und was für einen Sinn hätte es, zu versuchen, normal zu sein, wenn man es nun mal nicht ist? Wobei ich mich nicht unnormal finde. Aber in manchen Punkten weiche ich dann eben doch ab. Das ist ja auch nicht schlimm. Wenn es die Leute wissen, tue ich ja sowohl mir als auch den anderen einen Gefallen.

Ich verstehe halt nicht, das einem der "harte Weg", der auch noch unauthentisch wäre und mir das Gefühl gibt, dass ich nicht zu mir stehen darf, bringen würde.

Und will sich nicht jeder das Leben so leicht wie möglich machen, gerade, wenn es für niemanden negative Konsequenzen hat?

C-ihnDnamxon4


Btw. wollte meine Psychologin auch gar nicht, das

Man ist gleich von vorneherein "anders", dann muss man gar nicht erst versuchen, normal und wie die anderen zu sein.

gar nicht von mir wollte und ich hätte das auch nicht unterstützt. Was ist schon normal? Angsterkrankungen und Depressionen sind Volkskrankheiten. Wenn ein Freund depressiv wäre, wäre es mir auch lieber, ich weiß es. Denn dann kann ich das richtig deuten, wenn er sich einfach mal zurückzieht und stinkig ist. Andernfalls wäre ich dann entweder beleidigt oder er würde eben versuchen, "normal" zu sein, und daran kaputt gehen. Oder es so lösen, wie ich, und total überkompensieren. Ist ja auch keine Lösung.

Sie wollte halt, dass ich so "anders" sein darf, wie ich bin - allgemein so sein darf, wie ich bin - und dabei lerne, dass das für alle okay ist.

Diese Erfahrung wollte ich eben abmildern, indem ich zumindest offenlege, warum ich manchmal "anders" bin.

Und, wenn ich das richtig verstehe: Du strengst dich an, normal zu sein? Warum denn? Und was stellst du dir unter "normal" vor?

Erwartungen mindern, damit Du gar nicht erst so unter Druck stehst. find ich eigentlich auch nicht so gut.

Ich hätte die Erwartungen ja nicht gemindert - ich hätte mich einfach nur erklärt. ICH hätte das nett gefunden.

Kommt wohl darauf an, ob man aus der "abgemilderten Startposition" heraus dann aufrichtig und tapfer den richtigen Weg geht, oder sich wirklich nur darauf ausruht.

Was meinst du denn, ist der "richtige" Weg?

Du merkst schon, dass ich das anders sehe, aber vielleicht meintest du ja auch etwas anderes - daher meine Fragen :-) .

r+r201x7


Naja, aber vielleicht bist Du ja gar nicht so "anders", wie Du denkst. Ist ja nicht so dass alle anderen normal und ohne Probleme wären, viele sagen es nur nicht. Und implizit beanspruchst Du auch eine Sonderbehandlung/Sonderrechte (zumindest "erwartet nicht das normale von mir, ich bin anders!"). Es ist auch irgendwie fordernd. Für Deinen "leichten Weg" erwartest Du indirekt auch mehr "Nachsicht" von anderen. Auch wenn Du sagst, dass Du das nicht direkt erwartest - indirekter Druck auf andere ensteht dadurch durchaus ("sie hat Sozialphobie, wir dürfen hier also nicht zu viel verlangen, wir müssen uns zurücknehmen"). Ob man will oder nicht, man setzt andere damit ein wenig unter Druck.

Wirklich grenzwertig. beide Sichtweisen haben ihre pro und contras.

Beispeil von mir - ich, Reisephobiker (speziell mitm Flugzeug) habe bei Bewerbungsgesprächen klar gesagt "ich mache keine Dienstreisen". Damit bin "ich" und echt und wecke keine Erwartungen die ich später nicht erfülle. Aber gleichzeitig beanspruche ich auch eine Sonderbehandlung und andere müssen es ggf ausbaden (und die Reisen antreten, die ich nicht kann/will). Man stellt sich halt ein bisschen ausserhalb der Gemeinschaft mit sowas. Es ist aber andererseits auch nicht richtig, sich zu arg zu verbiegen bei Sachen die einem wirklich total stinken. Schwierige Sachlage.

Wenn man wirklich selbstbewusst zu sich selber steht, muss man das alles gar nicht erklären, sondern tut einfach die Dinge (nicht), wenns akut wird. Und das ist dann halt so und da steht man dann zu und gut ist.

rvrF2017


Also, wenn ich mir vorstelle, jemand sagt so wie Du klar und offen "ich habe eine soziale Phobie", kann es eine ganz kleine Stimme in mir (und sicher auch in anderen) geben, die sagt, "und erwartet Du nun eine Sonderbehandlung? Was denkst Du denn? Du bist hier nicht die einzige die Probleme hat".

Weiss auch nicht.. finde das, was ich empfinde, schwer in Worte zu fassen.

Ejhemalige?r NutzePr (#6056x77)


Ich finde es kommt darauf an, wann man das sagt. Wenn sich ein näherer Kontakt abzeichnet, kann das sogar helfen Missverständnisse zu vermeiden, wenn man offen kurz erklärt, dass und warum man sich evtl. für den anderen "ungewöhnlich" verhält. Ist aber natürlich zweischneidig, weil man sich damit schlechtestenfalls gleich selbst ein Etikett verpasst.

An dem Gedanken mit dem "Sonderstatus" ist etwas dran, auch wenn ich denke, dass das dann auch etwas mit den Baustellen des Gegenübers zu tun hat, wenn der das so versteht, dass er jetzt extra Rücksicht nehmen soll und sich mit seinen eigenen Problemen übersehen fühlt oder sowas. Außer der andere mit dem "Etikett" betont das extrem und tritt auch nach dem Motto auf, dass alle anderen normal wären nur er nicht.

Eine später gute Bekannte/Freundin hat mir auch relativ früh beim Kennenlernen gesagt, dass sie an einer sozialen Phobie und Depressionen leidet (und nochmal später, dass sie deshalb eine Therapie macht neben dem Studium). Aber da kam das z. B. überhaupt nicht so rüber, als würde sie sich damit hinter diesen Diagnosen verstecken oder jetzt von mir eine Sonderbehandlung erwarten. Diese Information hat sich vielmehr als gut erwiesen, weil ich später im Kontakt bestimmte akute Situationen mit ihr besser einordnen konnte. Es stimmt natürlich, dass dadurch auch mehr Verständnis und - dadurch ausgelöst - Rücksichtnahmewillen meinerseits auf sie dagewesen sind. Aber Verständnis und Rücksichtnahme entstehen ja nie aus dem Nichts, bloß weil das Gegenüber seine Diagnosen angeführt hat. Der Kontakt muss schon von der Basis her passen und ein Gegenseitigkeitsverhältnis da sein. Es kommt da auch nicht auf das Etikett (die konkrete Diagnose), sondern auf die inhaltliche Erklärung für etwas an.

Bei manchen Verhaltensweisen, die andere idR persönlich nehmen (könnten), kann es besser sein, das vorsorglich bei passender Gelegenheit kurz zu erklären. Die Gefahr ist, das zu früh oder zu langatmig zu erklären. Wie schon angesprochen verbaut man sich schlechtestenfalls auch die Möglichkeit, andere als Gleicher unter Gleichen (eben "normal" zu "normal"; "auf Augenhöhe") kennenzulernen, wenn man sich selbst den "Unnormal"-Stempel verpasst. Das würde ich z. B. gerade für berufliche Kontakte so sehen, aber auch für private Kontakte. Ob man sich gegenüber Bekannten erklärt, würde ich davon abhängig machen, inwiefern die eigene konkrete "Macke" in diesem Kontakt überhaupt relevant ist oder werden könnte.

Um das Bild mit dem Schwimmenlernen zu verwenden:

Das Ziel ist, Schwimmen zu lernen. Ob man dafür vorübergehend Schwimmflügel benutzt, weil man sich damit sicherer fühlt, oder nicht, ist letztlich rückblickend betrachtet egal. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Direkt ohne Schwimmflügel zu schwimmen z. B., dass man sich womöglich innerlich eigentlich überfordert fühlt und wie ein Schauspieler oder wie du es beschrieben hast, dann durch andere Kontrollverhaltensweisen wieder Sicherheit herzustellen versucht.

Ich vermute auch, dass dein Bedürfnis, dich anderen zu erklären, mit steigender innerer sozialer Sicherheit abnehmen dürfte. Eben, wenn du aufgrund positiver Erfahrungen mit anderen verinnerlicht hast, dass du eigentlich normal bist bzw. nicht so ein "sozialer Freak", wie du glaubst.

Ich habe letztens mal versucht, einem der Leute, die mir am vertrautesten sind, das mit der "Schüchternheit/Sozialen Phobie" zu gestehen, aber er hat mir nicht geglaubt und war eher sauer, glaube ich. Wundert mich aber auch nicht, wenn ich jetzt erst damit rausrücke und mich vorher komplett anders verhalten habe.

Das könnte aber auch gut daran gelegen haben, dass von "Schüchternheit" oder gar einer sozialen Phobie bei vielen Menschen große Klischees in deren Köpfen herumgeistern - und wer dem nicht entspricht, kann unmöglich schüchtern oder sozial phobisch sein. So deren Denke. ... So komplett kann ich mich auch nicht davon freimachen und denke bei Schüchternheit erstmal an die praktisch unübersehbare Schüchternheit, auch wenn ich das eigentlich besser wissen sollte. Meiner Bekannten (s. o.) hätte man ihre Depressionen und ihre soziale Phobie z. B. auch nicht angesehen/angemerkt. Nichtmal im persönlicheren Kontakt je nachdem, wenn sie das nicht so früh gesagt hätte und vermeidender aufgetreten wäre statt sich z. B. kurz zu treffen, obwohl sie da gerade akut sichtbar angeschlagen war.

Es kommt immer darauf an, was andere für einen Eindruck von einem haben. Ob das, was du über dich sagst, zu diesem Eindruck passt und wie "flexibel" dein Gegenüber mit seinem Bild von dir ist. Wenn du dich gut als "extravertiert" oder sonstwie "unschüchtern" verkaufen kannst, wird dir deine Schüchternheit nicht abgenommen. Das kenne ich übrigens selbst unfreiwillig gut, weil ich mir manche Sachen, die mich innerlich beschäftigen, nicht anmekren lasse oder man mir die aus anderen Gründen nicht gut ansieht. Da ist so eine Diskrepanz zw. innerem Empfinden und dem äußeren Eindruck, der bei anderen entsteht. Meistens ist die Reaktion eher ungläubige Überraschung, wenn ich mich dann erkläre, aber dass mein Gegenüber sauer war und sich verarscht gefühlt hat, habe ich auch schon mal gehabt. Das war unmittelbar vor einer mündlichen Examensprüfung, bei der eine Mitstudentin sehr nervös war und sinngemäß meinte, sie wäre die einzige, die so nervös sei von uns Prüflingen und käme sich dadurch nochmal extra doof vor. Da ich selbst nervös war und Prüfungsängste habe seit der Schulzeit,, auch wenn das bei mir in der konkreten Situation dazu führt, dass ich neben mir stehe und alles andere als nervös wirke, habe ich ihr dann etwas Aufmunterndes gesagt plus dass ich auch nervös sei. Die dachte, ich würde sie verarschen und ich habe das sehr bereut, dass ich auf ihre Äußerung eingegangen bin. %:|

Sie meinte halt, dass das nervig und klärend werde und, dass es besser wäre, ich sage gar nichts oder mache es "durch die Hintertür". Z.B. indem ich sage, dass derjenige ja so ein guter Kumpel sei/fast wie ein Bruder für mich etc. Das hat sich für aber komisch angefühlt und habe ich daher nicht gemacht.

Finde ich gut, dass du das nicht gemacht hast, weil sich das für dich falsch angefühlt hat.

Dieses indirekte Botschaften senden und darauf hoffen (müssen), dass der Empfänger die auch richtig decodiert, finde ich auch äußerst mühsam in einem Kontakt. Da finde ich deine Klarstellung und direkte Art deutlich sympathischer.

Bei Freundschaftsversuchen mit Männern als Frau würde ich nur davon abraten, auf die eigene Klarstellung zu vertrauen. Wenn du den Eindruck hast, und sei es bloße Intuition, dass der andere keine platonische Freundschaft/gute Bekanntschaft anstrebt insgeheim, helfen dir schlechtestenfalls auch keine unmissverständlichen Klarstellungen deinerseits, wenn der andere es für sich trotzdem über die "Freundschaftsschiene" versucht. (Mit indirekten Andeutungen fährst du aber noch schlechter, weil der andere sich dann erst recht herausreden und deine Worte verdrehen kann in die Richtung, dass du schließlich deinerseits nicht abgeneigt gewesen wärest.)

Direkte Klarstellungen können helfen, aber nur wenn der andere seinerseits ehrlich ist. Deshalb würde ich das Gefühl, da etwas klarstellen zu müssen, ein bisschen als Warnhinweis sehen, dass eure Zielinteressen nicht zueinander passen (könnten).

Ich habe eine jahrelange Freundschaft zu einem Mann, derzeit die einzige Freundschaft im engeren Sinne bei mir, und da war das irgendwie einfach klar, dass wir beide das Gleiche wollen und nichts klargestellt werden muss, nur wegen des unterschiedlichen Geschlechts. Auf der anderen Seite kenne ich persönlich das eher als Warnhinweis für mich selbst, das etwas im Kontakt nicht passt für mich, wenn ich das Gefühl bekomme, dass ich sowas klarstellen muss und mich dem anderen erklären muss. Dieses Empfinden kann zwar sicherlich einem selbst entspringen (z. B. weil man sozial unsicher ist innerlich und unbewusst voraussetzt, dass der andere normal wäre und damit ein guter Gradmesser für das eigene Verhalten), aber auch durch eine entsprechende Haltung des anderen verschärft werden, wenn der selbst "nicht ok"/mit sich im Reinen ist.

Ich denke, dass es da keine gute allgemeine Regel gibt und eine Klarstellung nicht zu mehr Klarheit und einem besseren Miteinander führen muss (aber z. B. im Fall mit der depressiven und sozial phobischen guten Bekannten auch helfen kann, Missverständnisse zu vermeiden). Ich würde da auf deine Intuition hören und das von Fall zu Fall entscheiden. Skeptisch wäre ich immer, wenn du den Eindruck hast, dich verbiegen zu müssen bzw. du dich im Kontakt oder direkt danach nicht wohlfühlst, auch wenn du den konkreten Grund nicht greifen kannst. Wenn du eben diese unsichtbaren "Misstöne" wahrnimmst.

Wobei... macht man das nicht eher bei Katzen?

Nein, da ist es andersherum: Die Katze erzieht sich ihre menschlichen Dosenöffner. ;-D ]:D

Wenn ich gut behandelt werden möchte, muss ich das wohl einfordern, indem ich das Selbige nur schenke, wenn ich es auch bekomme. Halte ich bei Partnern eigentlich auch so. Und das ist dann ja nicht mal Erziehung, sondern eher Grenzsetzung.

Also quasi: "Ich bin von der Grundhaltung her immer freundlich, aber wenn das nicht erwidert wird, stelle auch ich mein freundliches Verhalten ein." Klingt nach Selbstschutz. Gefällt mir.

Ja, genau.

Also sollte ich mir vermutlich eher Menschen suchen, die mir nicht "vertraut" erscheinen :-| .

Zumindest könnte es nicht schaden, zusätzlich Kontakte mit Menschen auszuprobieren, die dir nicht auf diese Weise "vertraut vorkommen". Das könntest du dir bestimmt auch mit deiner Therapeutin anschauen, ob du da wirklich so ein ungünstiges Muster hast bei deiner Freundschaftssuche oder in eine bestimmte Rolle "reinrutscht", vgl. das mit dem Kindheitsmuster (sich unbeschwert fühlen, aber nicht ernstgenommen und übersehen werden usw.).

C&innamfon4


@ rr2017

Naja, aber vielleicht bist Du ja gar nicht so "anders", wie Du denkst. Ist ja nicht so dass alle anderen normal und ohne Probleme wären, viele sagen es nur nicht.

Bin ich jetzt in deinen Augen also "normal" oder "anders" ;-) ?

Mir ist das schon klar, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat. Aber ich weiß sowas lieber, als es nicht zu wissen. Sowas ist keine Entschuldigung dafür, andere schlecht zu behandeln - schrieb ich ja schon mal. Aber ein bisschen Verständnis und Freundlichkeit "einzufordern" finde ich nicht schlimm, das gebe ich ja auch anderen.

Außerdem hätte ich ja nicht direkt gesagt: "Hallo, ich bin Cinnamon, und ich bin Sozialphobikerin." Sondern hätte es eben nur bei Gelegenheit mal erwähnt und nicht total vermieden.

Und implizit beanspruchst Du auch eine Sonderbehandlung/Sonderrechte (zumindest "erwartet nicht das normale von mir, ich bin anders!"). Es ist auch irgendwie fordernd.

Aber ist nicht eh jeder Mensch anders?

Beispeil von mir - ich, Reisephobiker (speziell mitm Flugzeug) habe bei Bewerbungsgesprächen klar gesagt "ich mache keine Dienstreisen". Damit bin "ich" und echt und wecke keine Erwartungen die ich später nicht erfülle. Aber gleichzeitig beanspruche ich auch eine Sonderbehandlung und andere müssen es ggf ausbaden (und die Reisen antreten, die ich nicht kann/will). Man stellt sich halt ein bisschen ausserhalb der Gemeinschaft mit sowas. Es ist aber andererseits auch nicht richtig, sich zu arg zu verbiegen bei Sachen die einem wirklich total stinken. Schwierige Sachlage.

Naja... aber dein potentieller Chef entscheidet ja am Ende, ob er dich einstellt. Er entscheidet, ob das ein Problem ist. Vielleicht gibt es ja auch Angestellte, die unheimlich gern verreisen, und sich um jede Dienstreise kloppen? Dann bist du doch authentisch und passt gut ins Team, wenn da dann keine zusätzlichen Spannungen entstehen, weil nicht noch einer auf Dienstreise gehen will :-) .

Man darf die Verantwortung da ruhig beim Gegenüber lassen und ihm vertrauen, dass er mit den Informationen das anfängt, was er möchte.

So sehe ich das auch bei mir.

Wer mit einem Sozialphobiker Probleme hat, wird mit mir als Kontakt eh nicht glücklich werden - ob ich es nun erwähne oder nicht. Und wenn ich mich besser fühle, wenn ich es erwähne - so what?

Wie gesagt... die Verantwortung für das Reagieren und Handeln darf man schon beim Gegenüber lassen. Und auch Vertrauen darin haben, dass das Gegenüber für sich selbst eine gute Entscheidung trifft.

Wenn man wirklich selbstbewusst zu sich selber steht, muss man das alles gar nicht erklären, sondern tut einfach die Dinge (nicht), wenns akut wird. Und das ist dann halt so und da steht man dann zu und gut ist.

Ja, ich bin aber nicht wirklich selbstbewusst. Das meinte ich mit: "Klinisch perfekt." Ist es eben in "echt" nicht.

Also, wenn ich mir vorstelle, jemand sagt so wie Du klar und offen "ich habe eine soziale Phobie", kann es eine ganz kleine Stimme in mir (und sicher auch in anderen) geben, die sagt, "und erwartet Du nun eine Sonderbehandlung? Was denkst Du denn? Du bist hier nicht die einzige die Probleme hat".

Wenn mir jemand dann so kommen würde, wäre ich menschlich schon arg enttäuscht und die Person wäre gleich aussortiert. das würde dann uns beiden monatelanges Beschnuppern ersparen. Wenn jemand aber damit kein Problem hätte - und ich denke doch, dass es diese Menschen auch gibt - dann steht einem weiteren Kennenlernen ja nichts im Weg.

Und - außerdem - kann man es ja auch mal umgekehrt sehen.

Wenn man sich kennenlernt und das Gegenüber wortlos alle paar Wochen ein anderes Verhalten an den Tag legt, auf Kleinigkeiten gereizt und enttäuscht reagiert und sich auch manchmal total zurückzieht - ist das nicht erst recht unangenehm? So sehe ich das zumindest. Eine Erklärung würde da helfen.

Vielleicht stehe ich mit dieser Meinung ja tatsächlich alleine da, dann sollte ich zumindest mein Verhalten wohl überdenken, aber bisher sind es ja nur du und ich, rr2017 :-) .

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