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Weltschmerz - Achtung, nur Jammerfaden

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Außerdem hätte ich ja nicht direkt gesagt: "Hallo, ich bin Cinnamon, und ich bin Sozialphobikerin." Sondern hätte es eben nur bei Gelegenheit mal erwähnt und nicht total vermieden.

Das ist doch dann völlig ok so.

Wenn man sich kennenlernt und das Gegenüber wortlos alle paar Wochen ein anderes Verhalten an den Tag legt, auf Kleinigkeiten gereizt und enttäuscht reagiert und sich auch manchmal total zurückzieht - ist das nicht erst recht unangenehm? So sehe ich das zumindest. Eine Erklärung würde da helfen.

Ich hatte einen Schulfreund, der genau das gemacht hat - manchmal total empathisch und supernett und warmherzig, am Tag drauf kalt und abweisend. Ehrlich gesagt war das einfach nur egozentrisch und sonst gar nix, ob mit oder ohne Erklärung. Es gab auch Situationen wo ich explizit von ihm mehr gefordert hab als er grad zu geben bereit war (in total normalen Situationen, nix ungewöhnliches, mir fällt nur gerade kein Beispiel ein - also in etwa dass er einfach nur das tut, was er selber auch ständig von anderen verlangt) - und da war das Gejammer groß. Also trivial, er nimmt mich mit dem Auto mit, setzt mich irgendwo an der Bushalte stelle raus weil er grad keine Zeit hat und lässt mich dann mit dem Bus weiter fahren, und wenn ich das umgekehrt auch tun will "nein, geht nicht! bitte nicht! das darfst du nicht tun! ich bin grad so sensibel und das geht heute nicht!". Also letztlich immer nur Rücksicht auf seine Macken eingefordert. Sehr, sehr egozentrisch. Daran musste ich grad denken.

Ansonsten find ichs punktuell halt auch eher angebracht, Meisen zu erklären, tue ich auch. Freunde wollten mai mit einem befreudenten Paar, welches vorhatte zu Heiraten, ein Wochenende gemeinsam Überraschungsurlaub irgendwo machen, alle sollten mit, in einem größeren Ferienhaus - ich damals mitten in meiner Panikattackenphase und ich wollte nicht mit und konnte auch nicht (abgesehen davon mag ich sowas auch nicht), da hab ich auch klar gesagt dass das für mich nicht in Frage kommt und warum.

Also, wenn man das angemessen macht, ist es sicher hilfreich, ja. Sich gleich mit dem Stirn "Sozialphobie, bitte Schonbehandlung und nicht zu viel erwarten" bei Leuten vorstellt, ist es allerdings eher murks.

Vermutlich sind wir uns weitgehend einig.

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Sich gleich mit dem Schild auf der Stirn

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Kurz zusammengefasst, für mich klingt das halt alles ein bisschen nach "ich bin krank, also erwarte von mir kein stabiles Sozialverhalten". Bei der Wirkung eines instabilen Sozialverhaltens spielt es allerdings auf Dauer gar keine Rolle, wodurch dies bedingt ist ("wir dürfen nicht so hart mit Donald Trump ins Gericht gehen, er kann nix dafür, er ist eine krankhaft narzisstische Persönlichkeit!" - ne, wohl kaum). Es ist fast immer einseitig-energiefressend. Und gleich im Vorfeld so eine Ankündigung klingt nach dem Versuch, sich Absolution zu holen für so ein Verhalten, um sich gar nicht mehr bemühen zu müssen bzw. den Druck da zu verringern. Aber unterm Strich gelten nunmal für alle dieselben Regeln (da ja auch fast niemand dabei ist, der wirklich fit und gesund ist).

Vermutlich geht diese Interpretation weit über das hinaus, was Du meinst, aber könnte nicht ein Körnchen davon tatsächlich enthalten sein?

Ich finde Dich, um auf Deine Frage zu kommen, eher normal als anders ;-).

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Und noch ein Denkankstoß - bitte nicht falsch verstehen - destruktives, arschlochiges Verhalten entsteht m.E. nach in der Regel dadurch, dass jemand sich als "Opfer" sieht und die Welt in einer "Schieflage" und er sich selber unter anderen einordnet, entweder als minderwertig oder auch von der bösen Welt ungerecht behandelt, und die Welt in einer Art "bringschuld" sieht oder aufgrund seiner Krankheiten denkt, irgendwelche Sonderrechte zu haben, sprich, unterm Strich, sich nicht auf einem Level mit anderen zu empfinden, woraus indirekt gefühlt andere Maßstäbe ans eigene Handeln resultieren. Die Welt und die anderen Leute sieht das allerdings nicht so und empfindet so jemanden dann als egozentrisch und möglicherweise gar narzisstisch.

Mit Deinen Aussagen hier nimmst Du zum Teil so ein Rolle ein, finde ich. "ich bin nicht selbstbewusst", "ich habe eine Sozialphobie", "ich kann nicht", "ich bin nicht". Ich hab das Gefühl bei Dir diese gefühlte Schieflage ein bisschen herauszulesen. und das wäre gefährlich, kein guter Trip.

Besser ist es zu sagen "ich habe zwar diese handicaps, aber ich stelle mich dem eigenverantwortlich und für mich gelten dieselben Regeln für alle anderen auch, ich verlange keine Sonderbehandlung".

so nun bin ich erstmal wieder still ;-)

m|ondK+sft2erne


Hallo Cinnamon,

also, Du bist Cinnamon, Du bist eine Frau, Du bist vergeben, Du suchst (männliche) Freunde und Du hast eine soziale Phobie.

Das sind die wichtigsten Dinge, die ich aus Deinen Beiträgen herausgelesen habe.

Ich stelle mir jetzt vor, ich sitze Dir gegenüber und ich habe gerade im Gespräch von Deiner sozialen Phobie erfahren.

Ich würde mich dann zunächst einmal fragen, warum Du mir das gesagt hast. Außerdem würde ich eine Information da raus ziehen: Du hast panische Angst vor Deinen Mitmenschen. Deshalb verhältst Du Dich bisweilen irrational, und Du hast Dein Verhalten nicht richtig im Griff, weil es Dir nicht gelingt, Deine Ängste zu überwinden. (Da Du diese Information hinter einer Diagnose versteckst, habe ich sie hinter Sternchen versteckt.)

Weil ich nicht Dein Therapeut bin, würde ich nichts weiter dazu sagen, Dir gute Besserung wünschen und viel Erfolg bei der Therapie. Damit wäre das Thema soziale Phobie für mich erledigt.


So, jetzt bist Du dran. Magst Du Dich auf mein Gedankenexperiment einlassen? Wie könnte ein derartiges Gespräch weitergehen?

CpinnRamooxn4


Ööööh.... rr2017, mach bitte deine Vorurteile gegen mein Benehmen mit dem Adressaten aus - nämlich dem Idioten, der dich wohl vor einer Weile mit "Ich bin ja sooo sensibel." getroffen hat. Finde das gerade echt unpassend und bin nicht dazu bereit, da

einen Stellvertreterkrieg zu führen ^^.

Ich kann mich nur wiederholen:

Psychische Probleme sind weder ein Grund, andere schlecht zu behandeln, noch, mit zweierlei Maß zu messen. Ich gestehe auch den Menschen um mich herum Meisen zu, solange sie mich nicht ernsthaft beeinträchtigen, noch mit zweierlei Maß gemessen wird.

Dass es dir hier an dieser Stelle nicht um mich und die Lösung meiner Probleme geht, merke ich auch dadurch, dass du auf meine guten Argumente nicht eingegangen bist. Z.B.:

Naja... aber dein potentieller Chef entscheidet ja am Ende, ob er dich einstellt. Er entscheidet, ob das ein Problem ist. Vielleicht gibt es ja auch Angestellte, die unheimlich gern verreisen, und sich um jede Dienstreise kloppen? Dann bist du doch authentisch und passt gut ins Team, wenn da dann keine zusätzlichen Spannungen entstehen, weil nicht noch einer auf Dienstreise gehen will :-) .

Man darf die Verantwortung da ruhig beim Gegenüber lassen und ihm vertrauen, dass er mit den Informationen das anfängt, was er möchte.

So sehe ich das auch bei mir.

Wer mit einem Sozialphobiker Probleme hat, wird mit mir als Kontakt eh nicht glücklich werden - ob ich es nun erwähne oder nicht. Und wenn ich mich besser fühle, wenn ich es erwähne - so what?

Wie gesagt... die Verantwortung für das Reagieren und Handeln darf man schon beim Gegenüber lassen. Und auch Vertrauen darin haben, dass das Gegenüber für sich selbst eine gute Entscheidung trifft.

Ich bin gerade echt ein bisschen verärgert darüber, dass du mich hier als egozentrisch darstellst und mit deinem komischen Bekannten vergleichst. Wer sagt dir denn, dass ich so bin? Dass ich mit zweierlei Maß messe? Nur, weil ich gerne offene mit meinem Problemen umgehen möchte?

Ich kann mich und meine Probleme ja nicht in Luft auflösen! Oder sollte ich das? Wäre das besser?

C/innaOmonx4


Ich habe den Eindruck, als ob ich dich da irgendwie getriggert habe, weil du dich offensichtlich nicht ausreichend gegen deinen Bekannten abgrenzen konntest. Das war aber deine Aufgabe, nicht seine. Natürlich wünsche ich mir Rücksichtnahme und Verständnis, wenn ich sowas erwähne, aber ich fordere es nicht ein und messe auch nicht mit zweierlei Maß. Es bleibt also meinem Gegenüber überlassen, den Kontakt daraufhin anzupassen oder auch nicht.

r<r20x17


Getriggert bist grad wohl eher Du. Ich hab nirgends geschrieben, dass das, was ich geschrieben habe, in der Form bei Dir zutrifft, oder Dich mit irgendwem verglichen. Das waren einfach die Gedanken und Gefühle, die ich dazu hatte. Dass das bei DIR so ist, steht nirgends. Lediglich dass ich an Deiner Stelle darüber nachdenken würde, ob diese Aspekte nicht zumindest zu einem kleinen Teil vorhanden sein könnten (quasi nochmal kritisch selber hinterfragen). Immerhin geht es hier in diesem Faden um soziale Probleme im Freundeskreis, daher finde ich es durchaus angebracht und konstruktiv, auch solche Punkte zu erwähnen (wenn es um Ursachenforschung geht).

Du machst es Dir da für meinen Geschmack ein bisschen einfach mit dem "Verantwortung beim Gegenüber lassen". Du äusserst bestimmte "Informationen", aber die sind ja keineswegs nur sachlich und neutral, sondern durchaus auch mit Wünschen verbunden ("Natürlich wünsche ich mir Rücksichtnahme und Verständnis", was das Gegenüber auch merkt). Du forderst nichts direkt ein, nein, aber allein durch die Feststellung, dass Du z.B. diese Sozialphobie hast, wird ja indirekt auch klar, dass es für Dich zu Unannehmlichkeiten führt, wenn auf diese nicht Rücksicht genommen wird, und allein das Wissen darum erzeugt sehr wohl indirekten Druck auf andere (nämlich "wenn wir hier nicht auf sie rücksicht nehmen, gehts ihr schlecht. Sie verlangt das zwar gar nicht, aber wenn wir das nun nicht tun, leidet sie und wir haben ein schlechtes Gewissen").

Dass Du mit zweierlei Maß misst hab ich nun wirklich nirgends geschrieben oder auch nur angedeutet ;-).

Ich gestehe auch den Menschen um mich herum Meisen zu, solange sie mich nicht ernsthaft beeinträchtigen, noch mit zweierlei Maß gemessen wird.

Auch hier ist eine mögliche (!) interpretation: "ich kann mich zwar nicht normal und stabil verhalten, aber da ich auch anderen das Recht zugestehe, sich aufgrund ihrer eigenen Meisen unnormal und instabil zu verhalten, macht das auch gar nix. Ich bin da fair, alles in Ordnung". Führt aber dazu, dass Leute, die gar keine so ausgeprägten Meisen haben, nix damit anfangen können. Kann also auch ein "sich ausruhen auf der Krankheit" sein.

Ich hab selber die Erfahrung gemacht, dass ich mich im Berufsleben oft als "Opfer" empfunden hab, eigentlich völlig harmlos aber mit einigen Beeinträchtigungen auf die ich gerne Rücksicht genommen hätte (was ich auch nie als Zumutung empfunden hab), aber von meinem Chef kam dann mal als Feedback "wir finden Dich alle sehr anstrengend. Du bist immer so sehr abgegrenzt und schwierig und verlangst indirekt andauernd irgendeine Sonderbehandlung". Das hat mich sehr überrascht weil mein eigenes Empfinden war eher das Gegenteil. Ich hab mich als viel zu verbogen empfunden und dachte, ich müsste endlich mal mit Abgrenzen anfangen, aber in der Wahrnehmung der anderen war ich eher so eine Art Abgrenzungsmonster. So kann die Wahrnehmung auseinander gehen. Aber de fakto hab ich mir auch "nur" Rücksichtnahme auf bestimmte Dinge gewünscht (die ich als harmlos und nicht die Arbeit beeinträchtigend empfunden hab), aber die Wahrnehmung der Kollegen war, dass ich mich einfach nicht in den normalen Arbeitsfluß in der Firma einfügen konnte. Einfach so entlassen ging auch nicht, denn auch hier war dieser indirekte Druck auf meinen Chef vorhanden. "Es ist zwar ab und an sehr schwierig mit ihm, aber rausschmeissen? das will ich ihm auch nicht antun. Seufz, also ertragen wir es notgedrungen weiter".

Wobei die Firma auch doof war, die Wahrheit lag da eindeutig in der Mitte. Das sind auch immer die schwierigen Konstellationen, finde ich - wenn man sich gar nicht sicher sein kann, ob nun wirklich der andere doof ist, oder man selber nur überreagiert, wenn beide Aspekte vorhanden sind.

Und, nochmal ausdrücklich, nichts was ich hier schreibe bedeutet "bei Dir ist das so!". Sondern "das sind die Gedanken, die ich zu Deinen Beiträgen habe, basierend auf meinen Empfindungen und Erfahrungen. Möglicherweise sind da irgendwo Aspekte bei, die für Dich als Denkanstoß hilfreich sind". Mehr nicht.

Aber wenn Du die Sozialphobie eh nur punktuell erwähnst (und auch das mit der Therapeutin eh nur Missverständnisse waren) ist doch vermutlich eh alles ok^^. Was sind denn das für Situationen, wo Du es tust? So wie ich bei der Ferienhausgeschichte?

Eben hatte ich dann die Stimme meiner Mutter im Kopf - oft, vorwurfsvoll, "Du bist immer so unangepasst". Das ist wirklich schwierig. In der Tat ist Verbiegung und "so sei wie andere es von einem wollen" ja ein großes Problem und in einem der Wunsch, "einfach nur ich zu sein, und akzeptiert zu werden, wie man ist". Viel zu oft schon wurde darauf rumgehackt dass wir so, wie wir sind, "falsch" sind. Und nun schreib ich hier selber sowas - lieber ein bisschen angepasster sein und nicht so sehr das "Recht auf sein wie man ist" herausnehmen ;-). Den Widerspruch erkenne ich auch. Schwierig.

Die Frage ist wohl wirklich, wie man damit umgeht. Wenn man bestimmte Dinge nicht kann, kann man sie nicht, wie Du auch schreibst ("Ich kann mich und meine Probleme ja nicht in Luft auflösen!"), und wenn man in Situationen gerät, wo da Konflikte sind, ist es wohl das beste, da die Flucht nach vorne anzutreten, damit die anderen nicht irritiert sind, ja. Andererseits bietet wie gesagt so eine Krankheit ja auch "Missbrauchsgefahr", man kann sie auch instrumentalisieren und darauf ausruhen. Man muss wohl sehen dass man da das richtige Maß trifft.

Und noch zu "Ich kann mich und meine Probleme ja nicht in Luft auflösen!" - klar, aber ein Satz wie "ich kann XYZ nicht" ist auch immer sehr monolitisch und hilft nicht, das Problem zu lösen. Wenn ich sage "ich habe Klaustrophobie und kann nicht U-Bahn-fahren" ist das ein unveränderlicher ist-Zustand. Fragt sich, ob ich daran was ändern will. Wenn ich das problem loswerden und doch u-Bahn fahren möchte, wäre es vielleicht ein sinnvoller Schritt, diesen Satz "ich kann nicht u-Bahn fahren" nicht mehr in dieser Absolutheit auszusprechen. Vielleicht kann man es ja doch. Sätze dieser Art scheinen immer auch irgendwie eine Blockade zu sein, man kommt dann nicht weiter. Man stellt die Krankheit/das Problem dann selber erstmal als Felsbrocken in den Weg.

mCond+@sternxe


:)D

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finds echt interessant, das/was ich hier so schreibe. Ich bin nämlich eigentlich genau wie Du - eiserner Verfechter von "Flucht nach vorne" und "sich nicht vsrstellen" und "zu seinen Macken stehen". Trotzdem schreibe ich lauter Dinge, die eigentlich vordergründig betrachtet eher das Gegenteil empfehlen. Weiss nur noch nicht genau, was mir das sagt. Vermutlich, dass es ein vielschichtiges Thema ist?

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Hm, und ein Gedanke noch - den ich ausnamsweise wirklich für konstruktiv und wichtig halte ;-) - bitte unbedingt mal drüber nachdenke - Leute wie unsereins (mit stark lädiertem Selbstwergefühl) neigen dazu, ihre Macht und Wirkung über/auf andere zu unterschätzen. Zu dem Thema "indirekt emotonal unter Druck setzen".

Folge des geringen Selbstwertgefühls ist ja auch irgendwie der Gedanke "mich mag keiner, mich nimmt eh keiner für voll, und als Folge dessen bin ich auch gar nicht in der Lage andere ernsthaft zu verletzen, weil das was ich sage und tue ja eh niemanden interessiert". Das ist aber genau Teil der erwähnten Schieflage bzw. Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung durch andere. Es ist halt eben nicht so. Man kann es sich nicht vorstellen, aber für andere ist man "vollwertig" und wir genauso ernst genommen wie jeder andere auch und hat daher auch eine ganz normal ausgeprägte Fähigkeit, andere zu verletzen oder unter Druck zu setzen.

Kann dann schlimmstenfalls zur Folge haben dass man zum egozentrischen A*loch wird und nur auf Ablehnung stößt und sich wundert warum, weil man gar nicht realisiert, dass man andere durchaus stark vor den Kopf stößt, aber dies niemals glauben würde, weil man sich selber für gar nicht so ernst genommen fühlt, dass das überhaupt möglich wäre.

Massive soziale Probleme resultieren, da bin ich mir sicher, zu einem großten Teil aus egozentrischem, *rschigem Verhalten, welches seinerseits Folge einer nicht reflektierten Opferhaltung ist.

(was nicht bedeutet, dass das bei DIR so ist. Aber als Denkanstoß ist es möglicherweise sinnvoll).

E=hemaliger( NuTtzepr (b#605677)


@ rr2017

Getriggert bist grad wohl eher Du. Ich hab nirgends geschrieben, dass das, was ich geschrieben habe, in der Form bei Dir zutrifft, oder Dich mit irgendwem verglichen. Das waren einfach die Gedanken und Gefühle, die ich dazu hatte. Dass das bei DIR so ist, steht nirgends.

Also dein letzter Beitrag von gestern ist schwer misszuverstehen:

Und noch ein Denkankstoß - bitte nicht falsch verstehen - destruktives, arschlochiges Verhalten entsteht m.E. nach in der Regel dadurch, dass jemand sich als "Opfer" sieht und die Welt in einer "Schieflage" und er sich selber unter anderen einordnet, entweder als minderwertig oder auch von der bösen Welt ungerecht behandelt, und die Welt in einer Art "bringschuld" sieht oder aufgrund seiner Krankheiten denkt, irgendwelche Sonderrechte zu haben, sprich, unterm Strich, sich nicht auf einem Level mit anderen zu empfinden, woraus indirekt gefühlt andere Maßstäbe ans eigene Handeln resultieren. Die Welt und die anderen Leute sieht das allerdings nicht so und empfindet so jemanden dann als egozentrisch und möglicherweise gar narzisstisch.

Mit Deinen Aussagen hier nimmst Du zum Teil so ein Rolle ein, finde ich.

Ich sehe so ein von dir beschriebenes Verhalten bei Cinnamon4 nicht. Und ich habe mich gestern schon gefragt, was da für ein Film bei dir läuft bzw. warum du das hier schreibst, obwohl dieser "Typus" den du dort beschreibst, nicht auf Cinnamon4 zutrifft. (Dass es diesen Typus gibt, bestreitet ja keiner.)

E+hemaLli,ger Nuvtzer (m#60567x7)


Bevor das untergeht:

Wer mit einem Sozialphobiker Probleme hat, wird mit mir als Kontakt eh nicht glücklich werden - ob ich es nun erwähne oder nicht. Und wenn ich mich besser fühle, wenn ich es erwähne - so what?

Wie gesagt... die Verantwortung für das Reagieren und Handeln darf man schon beim Gegenüber lassen. Und auch Vertrauen darin haben, dass das Gegenüber für sich selbst eine gute Entscheidung trifft.

Wenn mir jemand dann so kommen würde, wäre ich menschlich schon arg enttäuscht und die Person wäre gleich aussortiert. das würde dann uns beiden monatelanges Beschnuppern ersparen. Wenn jemand aber damit kein Problem hätte - und ich denke doch, dass es diese Menschen auch gibt - dann steht einem weiteren Kennenlernen ja nichts im Weg.

Das sehe ich auch so. Wenn es nicht passt, kann man das ja so stehenlassen und geht eben lieber gleich getrennter Wege, als zusammen unglücklich zu sein, weil es im Kontakt dauerhaft hakt (weil's nicht passt).

Wenn man sich da aus irgendwelchen Gründen, bewusst oder unbewusst, verbiegt, damit es nicht hakt im Kontakt, ist das nicht das Problem des anderen, sondern das eigene, wenn man sich da nicht abgrenzen kann.

rgr20x17


Ich finde es sehr gewagt hier zu sagen, dass irgendein bestimmter Typus/Verhalten auf die TE zutrifft oder nicht. Keiner kennt sie hier persönlich. Jeder kann nur das, was er denkt und empfindet, ausdrücken. Dadurch dass Du etwas nicht empfindest, was ich tendenziell empfinde (mit einem größen MÖGLICHERWEISE), wird das was Du empfindest nicht zwangsläufig wahr. Was ich schreibe sind einfach Erfahrungen und Denkanstöße, nicht mehr und nicht weniger. Ich hab dem auch nix mehr hinzuzufügen, möge jeder irgendwas konstruktives daraus ziehen oder aber auch sich persönlich angegriffen fühlen, wie er will.

CxotpeRSauvcag2e


Ihr habt euch hier drüber unterhalten, ob man es sagen soll, wenn man eine "Macke" hat bzw dass ein bestimmtes Verhalten von einer "Macke" kommt, oder nicht.

Bei mir kommt das ganz drauf an:

Bei vielen Verhaltensweisen würde es nichts nützen, wenn man mir die erklären würde. Ich würde sie nicht tolerieren, ganz egal wie sie erklärt werden.

Wenn es aber nur darum geht, relativ harmlose Missverständnisse auszuräumen, finde ich es gut, wenn es erklärt wird.

Und manchmal finde ich es einfach bloß interessant, was hinter einem bestimmten Verhalten steckt.

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