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Freundschaft-Selbstzweifel

F-ore&ns_iker


Ich habe auch einen Freund, der aufgrund seiner psychischen Konstitution öfters kurzfristig abspringt. Das ist zwar manchmal schade, unterm Strich für mich aber gar kein Problem. Erstens verlasse ich mich nicht darauf, dass immer jedes Treffen statt findet sondern nehme mir durchaus auch bei einem unverbindlich geplanten Treffen und so richtig verbindlich ist es in einer schwierigen Phase eigentlich nie schonmal etwas anderes vor. Für den blöden Fall, dass er die Verabredung dann doch wahrnehmen möchte und ich bereits in einer anderen Aktivität involviert bin, treffen wir uns z. B. danach, oder er kann irgendwie spontan auch daran Teil nehmen, oder es geht eben von meiner Seite dann auch mal gar nicht. Das ist von meiner Seite durchaus nicht als Revanche gemeint, aber ich mag mich auch nicht in seine Unzuverlässigkeit, für die ich das vollste Verständnis habe, komplett hineinziehen lassen.

Eine andere Variante ist es, sich einfach gar nicht zu verabreden und er meldet sich dann spontan, wenn es passt. Dann muss ich mich auch nicht ärgern, wenn es mal nicht geht, weil ich auch gar nicht damit gerechnet habe.

Alles das geht für einen Urlaub natürlich nicht, aber ein gemeinsamer Urlaub muss ja auch net sein ... :)D

sHannylovegsbookxs


Ich freu mich das du so eine gute Freundin hast. Und glaub mir, die Sorge sie wäre nur ein sehr gutmütiger Mensch ist sicher unbegründet. Denn es sucht sich jeder auch selbst aus, zu wem er gutmütig ist. ;-)

Danke das hilft mir sehr @:) x:)

Den Move versteh ich grad nicht.

Ich auch nicht! Der Zusammenhang ist mir schleierhaft. Was meine Krankheit bedeutet weiß ich auch, aber sie hat ja nur indirekt mit dem Problem zutun. Ob ich jetzt Borderline habe oder ne bipolare Störung oder was auch immer, hat doch nichts damit zu tun. ???

An dieser Stelle muss jeder für sich entscheiden, ob er mit diesem Einfluss weiterhin leben will oder nicht.

Das sehe ich auch so. Deshalb mach ich ihr ja auch, wie gesagt, keinen Vorwurf. Ich bin nur enttäuscht über die Art und Weise, wie sie sich von mir löst.

Kinder stellen sich von Geburt an auf die Borderline-Persönlichkeit ihrer Mutter ein und können damit leben.

Das sehe ich komplett anders. Meine Mutter ist auch Borderlinerin mit narzisstischen Tendenzen. Und ich konnte als Kind nicht damit Leben. Aber man passt sich an, weil man keine andere Wahl hat. Ihre Krankheit hat auch mich krank gemacht, deshalb finde ich diese Aussage schwachsinnig und einfach falsch.

Das ist von meiner Seite durchaus nicht als Revanche gemeint, aber ich mag mich auch nicht in seine Unzuverlässigkeit, für die ich das vollste Verständnis habe, komplett hineinziehen lassen.

Kann ich komplett nachvollziehen und sehe ich auch nicht als Revanche an. Am Ende ist die Krankheit, so hart das klingen mag, ja auch in erster Linie unser Problem und sollte andere nicht zu sehr belasten, finde ich. Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich denke, dass keiner, der psychische Probleme hat will, dass die Menschen, die man liebt darunter leiden müssen. Deshalbt versuche ich ja auch soviel einzuhalten wie geht und würde auch niemandem den Vorwurf machen, wenn er damit nicht umgehen kann. Und verständinissvolle Feunde, wie auch du einer zu sein scheinst, sind da ganz wichtig :)^

drjelxan


Was heißt es denn, wenn es dir "psychisch nicht gut geht"?

Ein Knackpunkt dabei könnte sein, dass deine Freundin das als Ausrede dafür versteht, dass du einfach keinen Bock hast oder zu bequem bist. Vielleicht könntest du ihr mal erklären, was genau bei dir abgeht, wenn es dir "psychisch nicht gut geht". Die Spannweite dieses Ausdrucks ist doch recht groß - heißt es miese Laune oder nahe dem Nervenzusammenbruch?

Das andere ist: Was spricht dagegen, sie vorzuwarnen und dich trotzdem mit ihr zu treffen? Oder es ihr zu sagen, sie aber zu fragen, ob sie sich unter den Umständen mit dir treffen will?

Zum einen kann es vorher nicht absehbare Wunder wirken, sich mit einer Freundin zu treffen, auch wenn's einem schlecht geht. Zweitens können manche Menschen überraschend prima damit umgehen, vielleicht ja auch sie.

Drittens geht's dir vielleicht schon (automatisch) etwas besser, sobald ihr euch seht und es ist alles nicht so schlimm, wie du dachtest.

Ich kann mir vorstellen, dass ein offener Umgang deinerseits für euch beide richtig gut sein kann...

K_oomYin-a


Die Wahrheit ist doch, niemand muss mit einem anderen befreundet bleiben, nur weil er es eine zeitlang war. Für dich ist deine Krankheit Alltag, aber nicht für alle Menschen um dich herum. Sie haben ihren eigenen Alltag. Niemand *muss* sich an die Umstände deiner Krankheit anpassen.

Dann zu sagen: das war noch nie eine Freundin! Ist reichlich unfair.

Jeder versucht sein Leben zu managen, so gut es geht. Der Kontakt mit

Menschen mit Krankheiten verkomplitziert das Leben nun einmal.

Wenn ich mir denke, aus welchen anderen banalen Gründen Leute Freundschaften auslaufen lassen, solltest du dankbar sein für jede Freundschaft die du hast.

Jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestalten wie er möchte. Wenn jemand den Kontakt zu unzuverlässigen Leuten nicht tragen möchte, sollte man das akzeptieren.

Wahrscheinlich weißt du gar nicht, was bei ihr so los ist, dass du das nicht sehen kannst.

Wenn du absagst, hätte sie vielleicht etwas anderes machen können, hat eine andere Einladung vielleicht schon abgesagt etc..

Kranke Menschen brauchen nun mal viel Aufmerksamkeit und Extras, das ist unbestreitbar. Niemand *muss* sich das antun.

s1an(nylov9esbookxs


Die Spannweite dieses Ausdrucks ist doch recht groß - heißt es miese Laune oder nahe dem Nervenzusammenbruch?

Ich habe ständig miese Laune durch meine Depris, aber ich sage nie deswegen ab, weil es, wie du ja auch sagst, meistens besser geht wenn ich mit anderen zusammen bin. Wenn ich absage ist es weil ich Panikattacken und Nervenzusammenbrüche oder ähnliches habe. Dann bin ich auch körperlich nicht in der Lage etwas zu machen. Ich kann mir vorstellen, dass es einige gibt, die ihr Krankheit als Ausrede nutzten. Kenne persönlich auch welche und deshalb ist es mir wichtig so nicht zu sein.

Ich kann mir vorstellen, dass ein offener Umgang deinerseits für euch beide richtig gut sein kann...

Mit allen meinen guten Freunden gehe ich offen mit meiner Krankheit um. Ich rede nicht ständig darüber, aber wenn es mir nicht gut geht erkläre ich was ich habe. In unserem Gespräch, wenn man das so nennen kann, kam ja auch heraus, dass sie nicht mal wusste das ich Hilfe habe, onwphl ich es ihr erzählt habe. Mehr als einmal, da bin ich sicher. Also heißt das für mich, dass sie mir wahrscheinlich nicht zugehört hat. Ich habe mit ein paar meiner anderen engen Freunde gesprochen über das Thema und alle haben mir gesagt, dass ich sehr offen bin und sie auch wissen was los ist. Auch haben sie mir bestätigt, dass sie nicht das Gefühl haben ich wäre unzuverlässig oder sage oft ab. Zumdindest nicht öfter als andere auch mal, meinten sie.

Die Wahrheit ist doch, niemand muss mit einem anderen befreundet bleiben, nur weil er es eine zeitlang war.

Das sehe ich genauso. Ich habe auch nirgends gesagt, dass sie es muss. Wie bereits gesag, ging es hier auch nicht um einen Vorwurf den ich ihr machen. Wenn sie nicht mit mir befreundet sein will ist das eben so.

Wahrscheinlich weißt du gar nicht, was bei ihr so los ist, dass du das nicht sehen kannst.

Sie sagte es mir ja nicht. Ich habe ihr so oft gesagt, dass sie mit mir reden soll, wenn ihr was nicht passt und das hat sie, warum auch immer nie getan. Deshalb war ich ja auch so überrascht von diesem plötzlichen Abbruch, ich wusste gar nichts.

Am Ende ist es ja auch egal. Die Freundschaft hat sich leider erledigt von ihrer Seite aus, also muss ich das akzeptieren. Ich werde mich auch nicht mehr bei ihr melden oder so, weil sie ja deutlich gesagt hat, dass sich das erledigt hat. Ich bin zwar traurig, aber das ist mein Problem.

Ich habe sehr gute Freunde, die mich akzeptieren, wie ich bin und alles was ich dieser ehemaligen Freundin wünsche ist, dass auch sie solche Freunde hat. Den das ist wirklich ein Geschenk. x:) x:)

B]ald.urhwh


Hallöchen,

Natürlich kann man Freundschaften auch mal hinterfragen und sogar an ihnen zweifeln, wenn man das Gefühl hat, dass die Balance zwischen "geben und nehmen" aus dem Gleichgewicht geraten ist. Aber bei einer Freundschaft sollte man doch bemüht sein, diese Zweifel auszuräumen. Du hast Deiner Freundin ein Gesprächsangebot gemacht; sie hat es abgelehnt. Wenn Du allerdings davon ausgehst, dass sie doch wissen müsste, wie es Dir ginge, setzt Du viel vorraus, denn dieses Wissen bezieht sich ja nicht nur auf die faktischen Auswirkungen dieser Erkrankung, sondern auch auf die Fähigkeit, sich vorstellen zu können, wie Du Dich in dem Moment gerade fühlst. Das - behaupte ich - kann sie eben nicht. Man kann sich viel Wissen über eine Erkrankung aneignen, man kann miteinander sprechen und Einschränkungen oder Beweggründe auf einer intellektuellen Ebene verstehen, aber dewegen weiß man trotzdem nicht, wie die betroffene Person sich gerade fühlt.

Ich finde toll, dass Du trotz Deiner Einschränkung so viel geschafft hast. Mein Rat wäre: Gib Deiner Freundin etwas Zeit und schreib ihr dann vielleicht einen Brief. Überlass ihr die Entscheidung, ob und wann sie auf diesen Brief reagiert. So sehr ich Dich verstehen kann, bringt es glaube ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts eine Klärung durch ein Gespräch herbeiführen zu wollen. Sie ist jetzt enttäuscht und vielleicht sauer. Sie beklagt Deine Unzuverlässigkeit und ärgert sich darüber, dass man mit Dir nichts planen kann. Du bist auch enttäuscht, weil sie Dich einfach so abserviert. Beide Sichtweisen sind nachvollziehbar, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt steht diese gegenseitige Enttäuschung einer Klärung im Weg. Wenn die Emotionen erstmal abgeklungen sind, kann man sich sachlicher unterhalten. Mit Chance hat sie vielleicht bemerkt, dass sie überreagiert hat und auch Du wirst Dich weiter entwickelt haben; das liegt ja in der Natur der Sache. Mit Zeit meine ich keine Monate oder Jahre, aber ein paar Wochen sollten es schon sein.

Sollte sie nicht reagieren, wirst Du wohl oder übel akzeptieren müssen, dass sie nicht mehr will.

Ich finde es übrigens ziemlich seltsam, dass viele User hier davon sprechen, dass jeder "das Recht hat" sich seine Freunde auszusuchen und an den Freundschaften festzuhalten oder nicht. Das ist meiner Meinung nach Erstens sonnenklar und Zweitens gar nicht die Frage. Die Frage ist, wie Du als Betroffene mit der Aufkündigung dieser Freundschaft umgehst.

Auch die Bemerkung, dass Kranke Menschen nun mal viel Aufmerksamkeit und Extras brauchen finde ich ehrlich gesagt mehr als seltsam. Aber vielleicht ist genau das der Hintergrund, warum Deine Freundin nie mit Dir gesprochen hat. Es kann durchaus sein, dass sie nicht über ihren Schatten springen konnte aus eben falsch verstandener Rücksichtnahme ("Es geht ihr doch sowieso schon so schlecht, ich will sie nicht noch mehr belasten, verletzen etc.). Es gibt nun mal Menschen, die mit Erkrankungen schwer umgehen können und nur die "Sonnenseiten" einer zwischenmenschlichen Beziehung möchten. Und es gibt auch Menschen, die sich einfach nicht vorstellen können, dass ein kranker Mensch nicht in Watte gepackt, sondern genauso behandelt werden möchte, wie jeder andere auch.

d*jexlan


Demnach weiß besagte Freundin tatsächlich, was "psychisch nicht gutgehen" bei dir heißt?

Na gut, demnach, was du schreibst, hat sich die Freundschaft ja anscheinend erledigt. Aber wenn du noch nen Versuch starten willst (oder beim nächsten solche Fall), ist das hier

Was spricht dagegen, sie vorzuwarnen und dich trotzdem mit ihr zu treffen? Oder es ihr zu sagen, sie aber zu fragen, ob sie sich unter den Umständen mit dir treffen will?

denn keine Option?

Irgendwie hab ich jetzt nicht den Eindruck, dass eine von euch beiden sich groß bemüht und das könnte halt ein Weg sein. Wenn du ihn noch nicht probiert hast.

s'annnyloveswbookxs


Demnach weiß besagte Freundin tatsächlich, was "psychisch nicht gutgehen" bei dir heißt?

Das sollte sie, wenn sie mir zugehört hat. Aber sie wusste ja noch nicht mal, dass in psychologischer Betreuung bin. Ich muss aber auch rückblickend sagen, dass sie sich nie sonderlich dafür interessiert hat. Vielleicht konnte sie damit auch nicht umgehen, weil sie ein sehr behütetes und sicheres Zuhause hat. Vielleicht fiel es ihr auch einfach schwer sich sowas vorzustellen, was ja auch, um ehrlich zu sein, für Außenstehende schwierig sein kann.

Vorwarnen ist schwierig, da ich starke Stimmungsschwankungen habe, aber wenn ich die Anzeichen sehe, wäre das sicher eine gute Option. :)^

Mich dann treffen ist schwierig, denn wenn ich absage, dann lieg ich meist den ganzen Tag im Bett und schlafe, weil ich einfach so erschöpft bin. Ob sie das dann so gut fände weiß ich nicht ;-D

Ich finde toll, dass Du trotz Deiner Einschränkung so viel geschafft hast.

Vielen Dank @:) x:)

Natürlich kann man Freundschaften auch mal hinterfragen und sogar an ihnen zweifeln, wenn man das Gefühl hat, dass die Balance zwischen "geben und nehmen" aus dem Gleichgewicht geraten ist. Aber bei einer Freundschaft sollte man doch bemüht sein, diese Zweifel auszuräumen.

So sehe ich das auch. Ich hab sicherlich auch schon die ein oder andere Freundschaft hinterfragt. Aber diese Zweifel zu überwinden stärkt die Freundschaft meistens. Das mit dem "geben und nehmen" sehe ich auch so. Ich hab das Gefühl, ihr sehr viel meiner Zeit gewidment um mir ihre Probleme anzuhören und ihr bei Lösungen zu helfen. Sie hat meistens gerne über sich gesprochen, was mich nie großartig gestört hat, weil ich anderen gerne zuhöre und helfe. Vielleicht ist meine Enttäuschung deshalb so groß. Ihr scheinen Unternehmungen in einer Freundschaft wichtiger zu sein, was ja auch okay ist, aber dann passen wir vielleicht einfach nicht zusammen. Das zu akzeptieren ist schwer, aber es wird besser.

Ich glaube nicht, dass ich nochmal die Kraft habe einen Schritt auf sie zu zugehen, nur um dann wieder so eine Abfuhr zu bekommen. Ich denke, dass vielleicht bei uns beiden zu viel kaputt gegangen ist.

Und es gibt auch Menschen, die sich einfach nicht vorstellen können, dass ein kranker Mensch nicht in Watte gepackt, sondern genauso behandelt werden möchte, wie jeder andere auch.

Das liebe ich so sehr an meinen anderen Freunden. Sie behandeln mich genau wie alle anderen, akzeptieren und verstehen aber auch wenn ich mal nicht so funktioniere wie ich gerne hätte. Vielleicht konnte das die andere Freudin einfach nicht. Ist zwar schade, aber jetzt kann ich, dank ein bisschen Absstand, sagen, dass es auch kein Beinbruch ist.

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