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noch eine Chance geben - wer hat Erfahrungen?

SGol#danUelxle


Das tut mir sehr leid für dich :°_

DJieDosnismach*tdasGixft


Es ist sicher im Moment hart für Dich die hoffnungsvollen Anfänge eurer Beziehung so abrupt enden zu sehen. Aber Liebe und Beziehung lässt sich leider nicht durch Worte und Gespräche erzwingen.

Wenn Emotionen sich durch wiederholt schlecht empfundene Situationen abschwächen, kann irgendwann zu einem Zeitpunkt die kritische Grenze erreicht sein. Dein Ex-Freund hat offenbar schon längere Zeit gespürt, dass zwischen euch nicht die nötige Stabilität entstanden ist, die eine feste Paarbeziehung braucht.

Aber Du hast nun Klarheit, und kannst die Situation nach und nach verarbeiten. Alles ist besser als wieder durch die emotionale Ausnahmesituation zu gehen, die Dich für den positiven Start in Deinen neuen Alltag ohne Krankheit zu motivieren. Wünsche Dir trotz des momentanen Kummers alles Gute für die nächste Zeit.

C?ote5SUauv\axge


Das tut mir leid für dich, aber es kommt für mich nicht überraschend. Wenn man schon mal solche Gespräche führt, endet das häufig so. Es ist gut, dass er das jetzt und so klar gesagt hat, ich denke das wäre sonst noch sehr kompliziert geworden .... Was folgt daraus nun für euch? Kompletter Kontaktabbruch, oder wollte er (du?) dass ihr "Freunde bleibt"?

a5nfa:enogzerinx79


Er möchte Freunde bleiben und Kontakt. Er macht sich grosse Vorwürfe, ist wütend auf sich selber, dass er mich so verletzt hat und hat gedacht, dass ich ihm sein Verhalten nicht verzeihen kann und deshalb keinen Kontakt will. Wir haben nochmals lange gesprochen, das hat nochmals geholfen und ich habe ihm auch gesagt, dass ich schon längst verziehen habe, aber halt nicht weiss, wie es mir geht, wenn wir Kontakt haben. Es ging ihm danach besser, mir auch. Ich hole nächste Woche die Sachen bei ihm, dann sehen wir uns nochmals und sprechen über die geplanten Sachen und wies weitergehen soll.

D>ieDosism1achtEdasGixft


Es ist schön, dass ihr beide diesen Weg so gefunden habt, und noch einmal in Ruhe über eure Gedanken und Gefühle geredet habt. Ich sehe nicht einzig ursächlich eure Paardynamik für die Trennung an. Es ist vermutlich eine Mischung auf sehr vielen Einzelfaktoren, vielleicht auch das Gefühl Deines Ex-Partners Deinen Wünschen und Sehnsüchten nicht genug Potential zurück geben zu können.

Jemand, der weite Teile seines Lebens als Single gelebt hat, offenbar dabei nicht sehr viel vermisst hat, sonst wäre Dein Ex-Freund in dieser Richtung aktiver geworden, der legt die Eigenheiten und das was er bisher in seinem Leben/Freizeit gelebt hat nicht einfach so ab.

Manchmal kann bei so einem Beziehungsversuch auch heraus kommen, dass er sich nicht mehr genug in der Lage fühlt, auf die Wünsche, Vorstellngen und Rahmenbedingungen einer gelebten Beziehung einzugehen.

In seinem Leben vor euch, hat er sich sein Leben so eingerichtet, dass es für ihn passt und er gut klar kommt. Offenbar haben Hobbies, gesellschaftliche Aktitvitäten und seine Freund genug kompensiert, sodass er nicht unbedingt eine funktionierende Zweierbeziehung als das Wichtigste in seinem Leben ansieht.

Du für Dich warst allerdings froh, endlich etwas Leben zu können was Du schon sehr lange vermisst hast und was für Dich ein wichtiger Baustein ist, für jemand da zu sein, Nähe, Zweisamkeit und partnerschaftliche Bindung zu leben.

Wenn bei zwei Menschen auf unterschiedlichen Leveln dies bezüglich unterschiedliche Vorstellungen herrschen kann es schnell dazu kommen, dass es unharmonisch wird. Du die offenbar ein starker Nähemensch bist, er der doch gern in verschiedenen Bereichen unabhängig leben möchte.

Wichtig ist, dass Du für Dich nach dem weiteren Gespräch miteinander erkennen kannst, ob Dich der Kontakt auf eher freundschaftlicher Ebene weiter bereichern kann oder ob im Hinterkopf der Wunsch weiter lebt, dass ein weiterhin berstehender Kontakt zwischen euch wieder in eine Beziehung führen kann.

Wenn Du spürst, dass Dir diese Distanz fehlen könnte, Du traurig bist, wenn er sich nicht so meldet wie Du es möchtest oder ähnliches, kann es sein, dass der Kontakt zu ihm Dir vorerst nicht gut tut. Aber das kannst Du nur raus finden, wenn ihr offen und ehrlich miteinander redet, welche Chancen eine rein freundschaftliche Begegnung oder Telefonate für Dich bzw. ihn dabei heraus kommen kann.

Tdherxat


Ich glaube es wurde so ähnlich hier schon geschrieben, aber für mich hört sich das auch nach einem recht feigem Typen an!

Ich finde er hat keine weitere Chance verdient. Dass man emotional daran hängt ist klar, aber in meinen Augen wäre die Trennung nur aufgeschoben.

CAi0nnaamonx4


Auch wenn dir das im ersten Moment vielleicht kein Trost ist... aber um so jemanden ist es echt nicht schade.

Ich habe sowas auch schon erlebt... Menschen kennengelernt, mit denen es soooo gut passte! Ähnliche Hobbies, ähnliche Lebensgeschichte, ähnliche Bedürfnisse. Aber etwas ganz Entscheidendes hat dann halt doch gefehlt: Mühe.

Man muss sich einfach Mühe miteinander geben, (mehr oder weniger) Zeit miteinander verbringen wollen, es riskieren, über Gefühle zu sprechen und Dinge auszudiskutieren.

Wenn du ihm diese Mühe nicht wert warst, dann war er einfach der Falsche - trotz der anderen Gemeinsamkeiten.

Solche Erkenntnisse tun weh - tun sie mir zumindest immer - aber neben dem "Geimsamen" an sich muss es in jeglicher Beziehung auch einfach eine Gesprächsbasis geben und den Wunsch, einander zu verstehen und sich umeinander zu bemühen.

Man denkt ja immer, das kommt von selbst, wenn man sich ähnlich ist - kommt es aber leider nicht.

Oft ist die "Basis" und Das "Gemeinsame" etwas Getrenntes, das zusammen auftreten kann, aber nicht muss. Ich kenne auch Menschen, die sich wahnsinnig viel Mühe mit mir geben, auch wenn wir gar nicht zusammen passen...

So ist wohl leider das Leben.

Ob du mit ihm befreundet bleiben kannst, wirst du sehen. Ich würde es an deiner Stelle wohl nicht wollen. Solche Handlungsmuster sind meiner Erfahrung nach in allen Beziehungen, die jemand führt, vorhanden.

Ich wünsche dir, dass du nochmal jemanden findest, der nicht nur zu dir passt, sondern der dich auch will @:) !

LG

ChoteSDauvaxge


Er möchte Freunde bleiben und Kontakt.

Ja, das hab ich mir gedacht.

Und was willst DU? Ich hatte auch mal die tolle Gelegenheit, mit jemdandem der mich sehr verletzt hat, Freunde zu bleiben. Obwohl mir dieser Mensch als Mensch heute noch manchmal fehlt, eine Freundschaft mit so jemandem ist für mich undenkbar. Ich hab genug Freunde, die mich noch nicht verletzt haben, da halte ich mich lieber an die. Und es muss nicht 100% so laufen wie es der andere will. Er wollte sich trennen, ok. Aber ich will dann keinen Kontakt mehr, weil ich weiß dass mir das nicht gut tut.

Auch du solltest nicht tun was er will, sondern was dir gut tut. Wenn das deckungsgleich ist: gut. Wenn nicht, dann eben nicht.

aynfaenHgerxin79


@ DieDosismachtdasGift

Du hast so viel richtiges geschrieben, danke. Ja, ich glaube auch, es sind ganz viele Faktoren.

Jemand, der weite Teile seines Lebens als Single gelebt hat, offenbar dabei nicht sehr viel vermisst hat, sonst wäre Dein Ex-Freund in dieser Richtung aktiver geworden, der legt die Eigenheiten und das was er bisher in seinem Leben/Freizeit gelebt hat nicht einfach so ab.

Das ist absolut so. Das ist aber bei mir auch nicht anders. Und deshalb ist es umso schwieriger, den gemeinsamen Weg zu finden. Aber vielleicht kann man es ablegen, mit der Zeit. Ich hatte daran geglaubt, auch wenn ich wusste, dass er Zeit braucht.

Ich bin jemand, der sich nicht schnell verliebt. Ich bin sehr rational, habe hohe Anforderungen, bei denen ich nicht einfach nachgeben kann. Aber wenn ich jemanden gefunden habe, dann versuche ich es eben auch und gebe nicht so schnell auf. Deshalb kann ich jetzt auch nicht einfachen denken: "Ok, es hat nicht gepasst, weg mit ihm, der nächste..." Ich glaube immer noch, dass es einen Weg gegeben hätte und gepasst hätte. Ich weiss, dass es nicht mehr passieren wird und irgendwann werde ich abschliessen können. Aber das geht nicht so schnell.

Manchmal kann bei so einem Beziehungsversuch auch heraus kommen, dass er sich nicht mehr genug in der Lage fühlt, auf die Wünsche, Vorstellngen und Rahmenbedingungen einer gelebten Beziehung einzugehen.

Das hat er mir ähnlich auch gesagt. Dass er nicht sicher ist, ob er überhaupt eine Beziehung führen kann und will. Ob ihm das so wichtig ist, dass er Sachen aufgeben kann. Ich fand es schon sehr speziell, dass er noch nie verliebt war. Und die Gefühle für mich sind auch nicht stark genug. Also frage ich mich, ob er überhaupt je in seinem Leben jemanden finden kann, für den er die richtigen Gefühle empfindet, wenn er das jetzt 40 Jahre lang nie erlebt hat, bzw. mit mir jetzt nur ansatzweise. Ich wünsche es ihm, aber ich zweifle mittlerweile daran. Das ist aber seine Entscheidung. Für mich ist klar, dass ich zwar nicht unbedingt eine Beziehung brauche, aber es sehr schön finde und dafür auch einige Kompromisse eingehe. Und mit ihm geht das wohl nicht, weil ich immer die wäre, die mehr gibt.

Du für Dich warst allerdings froh, endlich etwas Leben zu können was Du schon sehr lange vermisst hast und was für Dich ein wichtiger Baustein ist, für jemand da zu sein, Nähe, Zweisamkeit und partnerschaftliche Bindung zu leben.

Das ist vielleicht etwas zu viel. Ich lebe alleine auch gut, brauche nicht unbedingt eine Beziehung. Ich bin wählerisch und nehme nicht jeden, nur um eine Beziehung zu haben. Es ist ein schöner Baustein, aber nicht der wichtigste. Aber ja, der Wunsch nach einer Beziehung ist sicher stärker als bei ihm. Ich habe auch viel viel mehr und eindeutig stärkere freundschaftliche Beziehungen als er. Er hat einen deutlich kleineren Freundeskreis, wenn man überhaupt von richtigen Freunden sprechen kann. Er kennt viele Leute, aber mit denen wirklich was unternehmen tut er ausserhalb seiner Vereine nicht. Und Freunde, mit denen er spricht über seine Probleme und Sorgen hat er nicht wirklich. Seine Mutter ist da noch die wichtigste Bezugsperson, aber so viel reden tut er mit ihr auch nicht. Ich habe zwei sehr sehr enge Freunde, mit denen ich viel teile. Daneben habe ich einen grossen Freundeskreis. Er ist es so gewohnt, ich anders, ihm ist es wohl nicht so wichtig, mir schon, da hast du schon recht.

Wichtig ist, dass Du für Dich nach dem weiteren Gespräch miteinander erkennen kannst, ob Dich der Kontakt auf eher freundschaftlicher Ebene weiter bereichern kann oder ob im Hinterkopf der Wunsch weiter lebt, dass ein weiterhin berstehender Kontakt zwischen euch wieder in eine Beziehung führen kann.

Im Moment ist der Wunsch oder die Hoffnung sicher noch da, dass es wieder zu einer Beziehung kommt. Das ist aber das Herz. Ich bin ein rationaler Kopfmensch. Und da ist mir absolut klar, dass es nicht so sein wird. Die Frage ist jetzt einfach, was stärker sein wird, wenn wir Kontakt haben. Und ob das Herz irgendwann aufgibt. Ich kann das jetzt nicht sagen, sondern muss das spüren. Ich glaube auch nicht, dass ich das beim ersten Treffen nächste Woche schon sagen kann. Es braucht Zeit. Aber keine Angst, ich werde - nur schon damit es mir gut geht - die entsprechenden Konsequenzen ziehen, wenn es nicht geht.

@ Cinnamon4

Ich habe sowas auch schon erlebt... Menschen kennengelernt, mit denen es soooo gut passte! Ähnliche Hobbies, ähnliche Lebensgeschichte, ähnliche Bedürfnisse. Aber etwas ganz Entscheidendes hat dann halt doch gefehlt: Mühe.

Da muss ich widersprechen. Er hat sich sehr viel Mühe gegeben. Er hat Hobbies zurückgefahren, er hat sich während meiner Krankheit sehr um mich gekümmert und war da. Ich weiss nicht, wie ich die Monate ohne ihn überstanden hätte. Das Jahr war bisher Horror, was mir alles passiert ist. Dank ihm bin ich aber nicht verzweifelt, habe es überstanden, es geht mir gut. Er ist oft den langen Weg gefahren, nur um für zwei Stunden an meinem Spitalbett zu sein. Er hat stundenlang mit mir telefoniert. Er ist an Veranstaltungen mit mir mitgekommen, die er nicht so toll fand, nur um mich strahlen zu sehen und mir eine Freude zu machen. Natürlich hätte er sich noch mehr Mühe geben können. Aber grad gar keine Mühe, da würde ich widersprechen.

Man muss sich einfach Mühe miteinander geben, (mehr oder weniger) Zeit miteinander verbringen wollen, es riskieren, über Gefühle zu sprechen und Dinge auszudiskutieren.

Wir haben das gestern auch besprochen. Auch da hat die Krankheit sicher mitgespielt. Er war beschäftigt, für mich da zu sein, mich zu trösten, aufzumuntern, etc. Unsere Beziehung und unsere Gefühle waren im Hintergrund. Gerade er hat zu wenig in sich hinein gefühlt, ob da wirklich die richtigen Gefühle sind. Er hat nicht darüber nachgedacht, er war besorgt um mich, um mein Leben. Ich war wichtig, meine Gesundheit. Wir haben den Fokus vielleicht einfach zu stark darauf gelegt und uns zu wenig um unsere Gefühle und unsere Beziehung gekümmert. Wieder ein Faktor von vielen.

Ob du mit ihm befreundet bleiben kannst, wirst du sehen. Ich würde es an deiner Stelle wohl nicht wollen. Solche Handlungsmuster sind meiner Erfahrung nach in allen Beziehungen, die jemand führt, vorhanden.

Wie gesagt, er hat sich bemüht. Aber du sprichst etwas an, was ich ihm am Dienstag sagen werde. Er nimmt im Moment sehr viel Rücksicht auf mich. Er meinte, ich soll mich melden, wenn ich möchte und es kann. Aber wenn wir eine Freundschaft wollen, muss er sich bemühen, sich auch mal melden. Er will das aus Angst, mir weh zu tun, nicht. Aber das wird er müssen, sonst ist es schnell fertig.

Und was willst DU?

Wie gesagt, ich kann es noch nicht sagen. Ich möchte es auch versuchen. Aber ob ich es kann, weiss ich noch nicht. Das muss ich ausprobieren. Aber ich will es ausprobieren. Sonst hätte ich ihn gar nicht danach gefragt, sondern hätte mich von Anfang an verabschiedet.

Ich hab genug Freunde, die mich noch nicht verletzt haben, da halte ich mich lieber an die. Und es muss nicht 100% so laufen wie es der andere will.

Ich habe diesbezüglich gerade eine schwierige Phase. Ich habe einen grossen Freundeskreis - im privaten Umfeld aus meiner Jugend und am Arbeitsplatz. Trotzdem fühle ich mich grad sehr einsam. Im privaten Umfeld - uns verbindet der Wohnort, unsere Jugend, unser Aufwachsen, haben inzwischen alle eine Familie gegründet. Ich werde das aufgrund meiner Krankheit nicht mehr können. Das ist ok für mich, es war nie mein primäres Ziel, ich bin eher der Karrieremensch. Meine privaten Freunde sind anders. Wir treffen uns, aber wir leben mittlerweile in verschiedenen Welten und ich fühle mich da grad nicht mehr so verstanden, bzw. ihre Welt interessiert mich nicht so oder tut mir sogar weh, weil ich es nicht erleben werde. Und für sie ist meine Welt fern. Am Arbeitsplatz bin ich vor einigen Monaten befördert worden, habe jetzt Führungsverantwortung. Meine Freunde dort sind noch da, aber wir haben unterschiedliche Positionen, sehen uns nicht mehr oft, ich darf ihnen viele Sachen nicht erzählen, die mich beschäftigen, sie erzählen mir nicht mehr alles, weil ich natürlich zu den Chefs gehöre. Es ist nicht so, dass wir auseinander sind, aber es ist einfach nicht mehr die gleiche Nähe. Meine Familie ist auch wichtig für mich, aber ich bin gerade dabei, von ihnen wegzuziehen, näher an meinen Arbeitsplatz.

Ich bin nicht alleine, aber sehr nahe Leute habe ich im Moment zwei.

Mein Umfeld verändert sich also grad stark. Das ist nicht einfach. Er ist jemand, der aus diesen drei Kreisen privat, Familie und Arbeitsplatz ausgenommen ist. Er ist jemand externes, der mir wieder neue Sichtweisen einbrachte und sehr auf der gleichen Ebene war. Seine Ratschläge, sein Zuhören hat mir gut getan.

Das sind die Gründe, warum ich es versuchen möchte. Wie gesagt, ob ich es kann, werden wir sehen. Ich kann mich auch nicht so schnell entlieben. Schlussendlich wird dies nur über eine neue Beziehung gehen. Es ist jetzt zu früh, aber ich werde mich relativ schnell wieder auf einer Datingplattform anmelden und schauen, was sich ergibt. Ich glaube, es wird nur so gehen. Das kenne ich aus meiner Vergangenheit. Ich konnte durchaus mal 2 Jahre in jemand verliebt sein - hoffnungslos. Erst wenn jemand anders kam, hat sich das geändert.

Ich tanze extrem gerne, habe vor einem Jahr begeistert einen Kurs angefangen, das war seit Jahrzehnten ein Traum, das mal zu lernen. Ich musste aber aufgrund der Krankheit abbrechen. Er wollte mit mir weitermachen, er hatte auch schon lange Lust, tanzen zu lernen. Einen alternativen Tanzpartner gibt es nicht. Warum soll ich etwas, was mir so Spass macht und er auch möchte, jetzt nicht machen?

Auch du solltest nicht tun was er will, sondern was dir gut tut.

Werde ich :-) Ich muss das einfach noch herausfinden. Und ich denke es kommt auch darauf an, wie viel Kontakt mit ihm sich dann ergibt.

C+inn!amoxn4


Ich habe sowas auch schon erlebt... Menschen kennengelernt, mit denen es soooo gut passte! Ähnliche Hobbies, ähnliche Lebensgeschichte, ähnliche Bedürfnisse. Aber etwas ganz Entscheidendes hat dann halt doch gefehlt: Mühe.

Da muss ich widersprechen. Er hat sich sehr viel Mühe gegeben. Er hat Hobbies zurückgefahren, er hat sich während meiner Krankheit sehr um mich gekümmert und war da.

Das meinte ich nicht. Das ist zwar toll und lässt ihn tatsächlich nicht so schlecht dastehen, wie ich dachte.

Ich meinte aber: Mühe mit dir, eurer Beziehung, was ich eben schrieb: Kommunizieren und den Arsch in der Hose haben, auch mal Konflikte auszutragen.

Dass er das jetzt nicht mehr will, wo du wieder gesund bist, spricht dafür, dass das vorher auch nur Anstand/Pflichtgefühl war und keine echte Mühe.

Bei echter Mühe würde er es jetzt noch weiter versuchen.

Aber grad gar keine Mühe, da würde ich widersprechen.

Naja... aktuell gibt er sich keine, eure Beziehung betreffend gibt er sich keine.

Wir haben das gestern auch besprochen. Auch da hat die Krankheit sicher mitgespielt. Er war beschäftigt, für mich da zu sein, mich zu trösten, aufzumuntern, etc. Unsere Beziehung und unsere Gefühle waren im Hintergrund. Gerade er hat zu wenig in sich hinein gefühlt, ob da wirklich die richtigen Gefühle sind. Er hat nicht darüber nachgedacht, er war besorgt um mich, um mein Leben. Ich war wichtig, meine Gesundheit. Wir haben den Fokus vielleicht einfach zu stark darauf gelegt und uns zu wenig um unsere Gefühle und unsere Beziehung gekümmert. Wieder ein Faktor von vielen.

Ja. Aber eine gute Beziehung sollte sowas aushalten kann. Jeder kann mal krank werden und es ging da ja auch nicht um Jahre, sondern Monate - ein überschaubarer Zeitraum. Das hätte euch auch zusammenschweißen können und ihr hättet jetzt nochmal richtig durchstarten können.

Im Moment wirkt es so, als würdest du die ganze Schuld auf dich nehmen und wärest gar nicht wütend auf ihn.

Da ich an deiner Stelle aber wütend wäre, bringt dir meine Sichtweise vielleicht nicht so viel.

Wie gesagt, er hat sich bemüht. Aber du sprichst etwas an, was ich ihm am Dienstag sagen werde. Er nimmt im Moment sehr viel Rücksicht auf mich. Er meinte, ich soll mich melden, wenn ich möchte und es kann. Aber wenn wir eine Freundschaft wollen, muss er sich bemühen, sich auch mal melden. Er will das aus Angst, mir weh zu tun, nicht. Aber das wird er müssen, sonst ist es schnell fertig.

Wenn es das ist, was du willst, dann hast du Recht.

apnfLaenge\rinx79


Jeder kann mal krank werden und es ging da ja auch nicht um Jahre, sondern Monate - ein überschaubarer Zeitraum.

Vielleicht noch um kurz klarzustellen: es ging um mein Leben, eine schwere OP, es war nicht sicher, ob ich überleben würde und ob meine gesundheitlichen Probleme nachher gelöst sind. Es war nicht einfach nur krank sein. Ja, vielleicht war es eine Art Pflichtgefühl, im Nachhinein. Aber so habe ich es nie empfunden. Wie gesagt, ich wüsste nicht, wie ich die Zeit durchgestanden hätte ohne ihn.

Übrigens, eine Arbeitskollegin hat fast das gleiche durchgemacht, die OP und Krankheit war ähnlich, aber etwas weniger schlimm wie bei mir. Sie ist in einer 7-jährigen Beziehung. Auch die kriselt jetzt. Klar, es ist eine andere Beziehung, es hat sicher auch viele andere Gründe. Aber wir haben heute lange gesprochen, die Situation bei ihr ist ganz ähnlich wie bei mir und die Krankheit ist nicht einfach nichts.

Ich will es jetzt aber auch nicht nur darauf schieben. Aber es hat sicher Einfluss gehabt.

Das hätte euch auch zusammenschweißen können und ihr hättet jetzt nochmal richtig durchstarten können.

Sehe ich gleich. Aber dafür war es dann wohl zu spät, wir waren schon auf dem falschen Weg

Im Moment wirkt es so, als würdest du die ganze Schuld auf dich nehmen und wärest gar nicht wütend auf ihn.

Oh nein, ich sehe die Schuld schon mehrheitlich bei ihm, bin traurig, dass er nicht kämpft, uns keine Chance gibt, so schnell aufgibt. Aber ich sehe auch meine Fehler. Ich möchte die auch analysieren, um die Fehler in einer nächsten Beziehung nicht wieder zu machen. Wut empfinde ich nicht, nein. Traurigkeit, Bedauern, Schmerz, aber keine Wut. Vielleicht würde es mir leichter fallen, wenn ich das wäre. Aber was tun, wenn ich das nicht empfinde?

C~oteS|auvSaxge


Ich kann mich auch nicht so schnell entlieben. Schlussendlich wird dies nur über eine neue Beziehung gehen. Es ist jetzt zu früh, aber ich werde mich relativ schnell wieder auf einer Datingplattform anmelden und schauen, was sich ergibt. Ich glaube, es wird nur so gehen. Das kenne ich aus meiner Vergangenheit. Ich konnte durchaus mal 2 Jahre in jemand verliebt sein - hoffnungslos. Erst wenn jemand anders kam, hat sich das geändert.

Hm, irgendwie hatte ich - fälschlich - gedacht, du verliebst dich höchst selten, weil du so hohe Ansprüche hast. Aber so klingt das fast wie ein Muster. Das solltest du allerdings durchbrechen lernen. Wenn du immer dann, wenn du dich verliebst, noch an dem Letzten hängst, in den du verliebt warst, ist das auch eine Belastung für den Neuen, abgesehen davon dass du dann offenbar doch noch lernen musst, dir selber auch genug zu sein (einige Äußerungen von dir klangen eigentlich danach - bin jetzt ein wenig irritiert ;-) ).

Ich tanze extrem gerne, habe vor einem Jahr begeistert einen Kurs angefangen, das war seit Jahrzehnten ein Traum, das mal zu lernen. Ich musste aber aufgrund der Krankheit abbrechen. Er wollte mit mir weitermachen, er hatte auch schon lange Lust, tanzen zu lernen. Einen alternativen Tanzpartner gibt es nicht. Warum soll ich etwas, was mir so Spass macht und er auch möchte, jetzt nicht machen?

Sorry, aber Tanzen lernen gemeinsam mit einem geradeeben-Ex-Lover kannst du meiner Meinung nach vergessen. Falls ihr das überhaupt versucht - die Nähe zu ihm beim Tanzen wird dich jedesmal zerreißen. Lass das lieber sein.

Jeder kann mal krank werden und es ging da ja auch nicht um Jahre, sondern Monate - ein überschaubarer Zeitraum. Das hätte euch auch zusammenschweißen können und ihr hättet jetzt nochmal richtig durchstarten können.

Sowas in der Richtung hab ich mir auch gedacht: Er hatte Angst um dich, als du krank warst, und jetzt, da du gesund bist, kann er so locker auf dich verzichten? Da passt doch was nicht. (Ich kenne auch einige Paarbeziehungen, wo einer schwerstkrank war. Da lief es halt total anders - man stand sich in der schweren Zeit bei, und die gute Zeit vorher und nachher hat man gemeinsam genossen.) Vielleicht hat er einfach Schiss vor einer "normalen" Beziehung. Aber dann ist es rein pragmatisch betrachtet gut für dich, dass du seine Betreuung während deiner Krankheit "mitnehmen" konntest, und jetzt musst du halt alleine weiter, so wie vor ihm auch.

acnfa6enge(rin7x9


Hm, irgendwie hatte ich - fälschlich - gedacht, du verliebst dich höchst selten, weil du so hohe Ansprüche hast.

Nein nein, da hast du schon richtig gedacht, ich verliebe mich sehr selten. Aber wenn ich verliebt bin, dann eben lange, auch wenn die Liebe nicht erfüllt wird.

Wenn du immer dann, wenn du dich verliebst, noch an dem Letzten hängst, in den du verliebt warst, ist das auch eine Belastung für den Neuen, abgesehen davon dass du dann offenbar doch noch lernen musst, dir selber auch genug zu sein

So ist es dann doch nicht. Es ist nicht so, dass ich in den letzten noch total verliebt bin, wenn ich einen neuen kennenlerne. Aber solange kein neuer da ist, fällt es mir irgendwie schwer, den letzten los zu lassen, auch wenn alles dagegen spricht und eigentlich keine Chance mehr besteht. Schwer zu beschreiben... Aber der zweite Teil stimmt sicher.

Sorry, aber Tanzen lernen gemeinsam mit einem geradeeben-Ex-Lover kannst du meiner Meinung nach vergessen. Falls ihr das überhaupt versucht - die Nähe zu ihm beim Tanzen wird dich jedesmal zerreißen. Lass das lieber sein.

Ok, das Argument hat schon was. Ich überlegs mir.

jetzt musst du halt alleine weiter, so wie vor ihm auch

Das ist das, was mich nach diesem absolut dramatischen Jahr bisher mitnehme. 2016 war mein absolutes Topjahr, es klappte einfach alles, ich war so glücklich. Das drehte sich 2017, es kam das eine schlechte nach dem anderen. Jetzt bin ich halt wieder auf Stand 2016: die Krankheit ist überwunden, ich bin gesund, mein Job ist super, etc. Also eigentlich geht es mir gleich wie vor ihm. Nur dass ich ihn halt einfach total vermisse, er mir fehlt, ich die Nähe zu ihm genossen habe, dass jemand da ist.

aunfaeEngKer ixn79


Ach, noch etwas:

Heute war ich online auf der Plattform, wo wir uns kennengelernt haben. Wir haben beide danach gekündigt, aber die Abos liefen noch fast ein Jahr. Jetzt wollte ich bevor es abläuft unsere ersten Mails speichern, als Erinnerung. Da habe ich gesehen, dass er online war: ein Tag, bevor er Schluss gemacht hat... :-/

Klar, es kann einen Grund haben, wie bei mir. Aber ich war die ganze Zeit über nie mehr da online bis jetzt. Irgendwie fühle ich mich schon, als ob er es kaum abwarten konnte, sich wieder umzuschauen. Obwohl er mir gesagt hat, dass er momentan das nicht wieder anpacken will und erst mal alleine bleiben will, weil er sich eben für nicht beziehungsfähig hält. Und ich frage mich schon, war er auch während unserer Beziehung immer mal wieder online?

Ich werde ihn darauf ansprechen und um eine ehrliche Antwort bitten. Ist er schon wieder auf der Suche, dann wird das mit der Freundschaft nichts werden. Ich weiss, dass er irgendwann wieder jemanden haben wird, und er darf und soll das ja auch, aber wenn er sich jetzt schon wieder umsehen will, dann würde er mir sehr weh tun, wenn er in zwei Wochen schon jemand anders hat, dann will ich das nicht miterleben. Klar, passieren kann das immer, aber wenn man es drauf anlegt, dann geh ich das lieber nicht ein.

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