» »

Trennung - verstehen (& verarbeiten?)

YWavaxnna


frag dich doch mal, was dir schlimmes widerfahren würde, wenn du morgen den kontakt abbrächest? wo liegt da für dich das problem oder das, wovor du angst hast? dann kannst du ja genau das angehen.

Mir fehlt mein Gesprächspartner, mit dem ich über alles reden kann. Mir fehlen die Gespräche über Gott und die Welt, mir fehlt seine Meinung zu bestimmten Themen, seine Anregungen und Hinweise, wenn ich bei etwas nicht weiter weiß. Mir fehlt es zu wissen wie es ihm geht und was er macht.

Was mir schlimmes widerfahren würde? Ein großer und wichtiger Teil meines Lebens wäre einfach weg. Ich habe Angst vor der Lücke, die er hinterlässt.

Wenn mir jetzt etwas "passiert", was ich sonst mit ihm geteilt und besprochen hätte, dann schreibe ich da zwar mit meiner Freundin drüber, wenn mich jetzt etwas bewegt, dann rede ich mit meiner Familie darüber und hole mir bei anstehenden Entscheidungen Ratschläge von ihnen, aber das ist nicht dasselbe. Das habe ich vorher auch schon gemacht und zusätzlich hatte ich eben noch meinen Partner und der fehlt jetzt einfach. Und genau vor dieser Lücke habe ich Angst. Und ich habe auch Angst, dass wir uns total auseinander leben, wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Er ist ja jetzt irgendwie schon nicht mehr so, wie ich ihn zu kennen glaubte und wenn wir dann für einige Wochen/Monate eine Kontaktsperre hätten, habe ich einfach Angst, dass wir dann überhaupt nicht mehr reden könnten und wir es nicht schaffen eine Freundschaft zu haben.

Ich habe Angst, dass ich nicht nur meinen Partner sondern auch meinen besten Freund verliere, ich habe Angst, dass dieser wundervolle Mensch nicht mehr Bestandteil meines Lebens sein wird.

das richtige ist im moment, erstmal die sache zu akzeptieren. er hat sich getrennt. du kannst da nicht viel dran ändern, sondern es nur akzeptieren. je eher du das tust, desto besser für dich selbst ist es. wenn du aber noch kontakt mit ihm suchst, um sozusagen noch den fuss in der tür zu haben in der hoffnung, dass da nochmal was läuft, dann verleugnest du die wahrheit und respektierst auch nicht ihn und seine ansagen: er will nicht mit dir zusammen sein. ist schwer zu akzeptieren, aber vielleicht schaffst du es ja. :)* @:)

Eigentlich akzeptiere ich es ja. Er hat mir ja sehr deutlich gemacht, warum er nicht mehr mit mir zusammen sein will und ich renne ihm auch nicht hinterher und flehe ihn auch nicht an uns noch eine Chance zu geben, weil ich weiß, dass es nichts ändern würde :°( Im Moment versuche ich wirklich auf Abstand zu gehen, weil ja jeder sagt, dass das wichtig ist und weil ich, wenn ich ehrlich bin, irgendwo doch noch die Hoffnung habe, dass er merkt was er verloren hat, wenn ich eben nicht mehr immer greifbar/erreichbar bin. Ich weiß, dass das naiv, dumm und dämlich ist und wohl bedeutet, dass ich es doch nicht akzeptiere/respektiere, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Also ich suche zurzeit gar nicht so den Kontakt, sondern warte eher darauf, dass er sich meldet und reagiere dann nur darauf. Allerdings ist jetzt seit 3 Tagen auch wieder Funkstille, nachdem er sich ja Anfang der Woche sehr viel gemeldet hatte.

Snüntxje


Yavanna,

ich platze mal einfach so in deinen Dialog mit AnfangmitFreude, ich habe deinen Faden jetzt gelesen und wüsste gern, da ihr beide ja sehr jung seid und lange zusammen ward, war das eure erste richtige, längere Partnerschaft?

YhavUannxa


@ Süntje

Keine Sorge, du platzt doch nicht in unseren Dialog herein. Ist ja immerhin ein öffentlicher Thread.

Für mich war es definitv die erste richtige und vor allem längere Partnerschaft. Ich hatte davor eine Fernbeziehung, die kein Jahr ging und eigentlich nicht mal die Bezeichnung Beziehung verdient.

Er hatte vorher eine Beziehung, die man wohl aber auch nicht als richtige, längere Partnerschaft bezeichnen kann. Soweit ich weiß ging sie auch nicht über Jahre und war geprägt von Schwierigkeiten und ging am Ende sehr unschön auseinander.

Also ja, es war für uns beide die erste richtige, längere Partnerschaft.

Sgüntxje


ok, dann ist das alles natürlich besonders bitter und traurig :°_

Ich kenne es von mir und von vielen anderen, so vorbehaltlos und offen und mit allem was man hat, erlebt man häufig dir erste, große Liebe und wenig tut so weh, wie wenn diese vorbei ist.

Ich bin fast 50, meine erste Liebe ist seit 30 Jahren Geschichte, aber wenig hat seitdem so weh getan.

Ich dachte auch, er sei mein Traummann und hab nicht verstanden, warum er sich entliebt hat. Bei mir hat der Prozess viel länger gedauert. Vom Kopf her wusste ich, dass nicht viele erste Lieben für ein Leben halten, aber ich dachte, ich sei sicher eine der wenigen.

Dies nur zur Erklärung meiner Frage.

Wir sind danach noch lange Freunde geblieben, ich wollte ihn auch nicht aus meinem Leben haben, schließlich bedeutete er mir viel, anfangs war das schwierig, später ging es gut und heute ist es immer noch eine Freude, wenn ich mal von ihm höre.

Ich kann alles nachvollziehen, was du schreibst, auch dass du keine Wut empfindest, obwohl der Anfang dir so dazu rät. Warum soll Wut gesünder sein als Trauer? Du hast ganz viel verloren, ja nicht nur deinen Freund, sondern auch die Idee von deiner/eurer Zukunft. Das will erstmal verarbeitet werden.

Ich bin jemand, der Trauer immer zulässt, der da durchleiden muss und das sogar ganz bewusst. Mit Fotos schauen, trauriger Musik als Verstärkung usw. So komme ich durch Trauer.

Und Yavanna, weißt du was das Schöne ist? Es ist gut möglich, dass es nicht nur diesen einen Mann gibt, der gut zu dir passt :)z Dein EX wird sicher immer einen besonderen Platz bei dir haben, aber die Leere wird irgendwann weniger und der Schmerz kleiner.

Klingt nach Kalender, aber ist ziemlich sicher so. Kopf hoch.

agnfangm[itfNreuxde


Klar, wenn man sich wirklich die Trennung wünscht und keinen anderen Weg mehr sieht, dann muss man irgendwann klare Verhälnisse schaffen und nicht ewig rumeiern. Aber ich finde eben, dass man vorher schon kämpfen sollte und das heißt nicht, zwanghaft an einer Beziehung festhalten und alles schön reden, sondern mit seinem Partner reden über Probleme und das was fehlt und gemeinsam eine Lösung suchen. Ich sehe das in meinem Bekanntenkreis, da wird sich auch eher getrennt, als mal zusammen an der Beziehung zu arbeiten.

Wir haben (eigentlich) immer über unsere Bedürfnisse gesprochen, was uns fehlt, was wir uns wünschen würden und haben dann daran gearbeitet, dass wir zusammen glücklicher werden. Deswegen trifft mich die Trennung ja so hart, weil er dieses Mal nicht mit mir geredet hat, weil er plötzlich nicht mehr bereit ist mit mir zusammen daran zu arbeiten, weil er bei diesem Problem plötzlich einfach wegrennt :°( Das ist einfach nicht mehr der Mann, den ich kennengelernt habe. Sein Verhalten und das was er sich seiner Aussage nach wünscht passt so absolut nicht zu dem Menschen, den ich kenne. Er hat sich in den letzten Jahren einfach immer ganz anders verhalten und gegeben.

naja, aber dann hat er ja doch gekämpft, wenn ihr immer geredet habt. vielleicht war es ihm irgendwann einfach zu viel?

aber gut, das weiss nur er.

dass man den partner bei oder nach der trennung nicht wieder erkennt, kenne ich. aber das ist irgendwo auch was gutes. so kannst du eben erkennen, dass er nicht der ist, für den du ihn gehalten hast, sondern jemand anderes. dieser andere mensch würde mit dir nicht glücklich werden, also gönn ihm doch, dass er jemand anderes als dich findet um glücklich zu werden.

Aber wenn beide das Bedürfnis haben eher für sich zu sein und sich diesen Freiraum auch geben, dann erfüllen sie sich ja ihre Bedürfnisse und ich glaube schon, dass auch so eine lebenslange Partnerschaft möglich ist. Lebenslange Partnerschaft heißt ja nicht, dass man immmer zusammenziehen muss, sondern dass man immer miteinander glücklich ist, sich respektiert, auf die Bedürfnisse des anderen Rücksicht nimmt und sie erfüllt und ich glaube das ist auch möglich, wenn man getrennt voneinander lebt.

kann natürlich sein, dass du da recht hast, ich seh es eben etwas anders. ;-D

ich denke da an die ganz praktischen attribute. was, wenn du im krankenhaus liegst, weil dir was passiert ist und dein partner kann nicht da sein? oder wenn du einen wichtigen termin hast und er kann nicht mitkommen, weil er kurz zuvor oder kurz danach auch einen hat? usw.

Ja ich wünsche mir schon seit Kindertagen ein Haustier. Leider hat immer irgendwas nicht gepasst, die Allergien meines Partners sind da jetzt nur ein kleiner Punkt. Ich hätte am liebsten einen Hund und da kann man ja auch problemlos einen Allergikerhund nehmen (zumal seine Allergie bei Hunden nur schwach ausgeprägt ist), aber es passt leider beruflich und von der Wohnsituation im Moment nicht, da müsste ich zuerst etwas ändern. Von daher bezieht sich das "leider" nicht nur auf ihn/seine Allergien.

mal ganz ins blaue rein geraten - wenn du einen partner gehabt hättest, der dir ermöglicht mit ihm zusammen zu ziehen, dir aber trotzdem rückzugsgebiete zu lassen (z.b. grosses haus) dann könntest du evtl. miete sparen, die arbeit reduzieren und dir einen hund halten.

ist jetzt natürlich sehr konstruiert, aber so hätte es eben auch laufen können.

Ne das hat gar nicht gestört, wir haben uns meist bei mir getroffen und selbst wenn wir bei ihm (seinen Eltern) waren, war das kein Problem. Ich verstehe mich super mit ihnen und ich wurde so herzlich aufgenommen und integriert in die Familie, dass es für mich einfach schön war und ich gerne da war. Und ich hab auch immer verstanden warum er noch zuhause gewohnt hat, hätte ich an seiner Stelle wohl auch gemacht, von daher war das kein Problem.

Hm nein verletzt hat es mich nicht, dass er erst mal alleine wohnen wollte. Ich kann diesen Wunsch nämlich zu 100% nachvollziehen. Als ich zuhause ausgezogen bin - und ich liebe meine Familie wirklich - war ich einfach nur froh endlich mal meine Ruhe zu haben, für mich zu sein und niemanden um mich rum zu haben und genau das wollte er auch und das kann ich ihm nicht verübeln. Außerdem habe ich meine eigene Routine entwickelt und will mich noch nicht umstellen, ich will meine eigene Wohnung und Freiheit noch nicht aufgeben. Und zu guter Letzt wollte ich nicht mit jemanden zusammenziehen, der sich noch nie selbst um einen Haushalt und so kümmern musste.

echt, das war kein problem? also wenn ich meine freundin eine woche lang nicht sehe, will ich am wochenende mit ihr doch eher sehr "private" sachen machen. sachen, die auch bindungshormone freisetzen. ;-D

und was ich da raus lese ist irgendwo etwas ambivalent. ich meine, du willst jeden tag frische milch, aber nicht für die kuh zahlen. eine weile geht das sicher gut und man kann damit klar kommen. 6 jahre waren von euch auf jeden fall eine leistung. ich hab aber die erfahrung gemacht, dass man in fernbeziehungen - und seien es nur 15 minuten voneinander entfernt - einige erfahrungen nicht teilt und dass da auch nicht ganz so sehr diese nähe aufkommt.

zum beispiel beim thema streit, wenn man die auseinandersetzung am telefon führt dann aber keine richtige versöhnung haben kann. meiner erfahrung nach entfremdet das auf dauer.

dann kommt irgendwann noch dazu, dass der partner und auch man selbst vieles vergisst. man vergisst, sich über wichtige sachen auszutauschen, termine abzusprechen, denkt man hätte doch alles besprochen, hat es aber manchmal nicht - denn man war ja zwischen tür und angel und war grade auf dem weg zur oder von der arbeit usw.

aber wie gesagt, ich glaube eben trotzdem dass man das eine weile mitmachen kann. aber eben nicht auf dauer als konzept für ggf. ein ganzes leben.

a1nfangVmitfQreude


Wie kann einem denn vom Lesen langweilig werden? Das kann ich ja mal gar nicht verstehen. Ich lese für mein Leben gerne und könnte nicht ohne Bücher. ;-D

da muss ich mal eben heine zitieren: lese das buch - langweilig. im schlaf träume ich, weiterzulesen, erwache vor langeweile - und das drei mal!

tja, aber anscheinend gibt es wirklich leute, für die das zu langweilig ist. so ganz verstehen kann ich es auch nicht. hab früher auch viel gelesen, heut nur noch ab und an mal.

Das ist bei mir halt auch so. Ich bin gerne Stubenhocker und allein. Ich brauche nicht dauernd andere Menschen um mich rum, sondern bin sogar eher gestresst, wenn ich nicht meine Zeiten für mich allein bekomme. Für mich war es völlig ausreichend, ab und an mal was mit anderen zu machen, die meiste Zeit allein zu sein und dann eben die Zeit am Wochenende mit meinem Partner zu verbringen. Und es ist auch immer noch vollkommen ok für mich, dass ich meine Zeit allein vebringe, aber mein Partner fehlt mir halt trotzdem unglaublich (in allen Belangen) :°(

das seh ich genauso. nur dass ich mir eben denke, dass man die milch nicht ohne die kuh kriegt. man kann nicht einen lieben, netten und verständnisvollen partner haben, der immer für einen da ist, aber selbst wie ein asket irgendwo in einer berghöhle leben.

klar, man sollte sich auch nicht verstellen müssen für seine beziehung. aber ich hab die erfahrung gemacht, dass es auf dauer doch angenehmer ist, so eine nah-beziehung zu führen. man muss sich seine freiräume zwar auch mal erarbeiten oder erkämpfen aber dafür hat man dann eben die milch und die kuh und nimmt nicht einer kuh die milch ab, ohne sie zu füttern (was die kuh dann auf dauer vertreibt).

Mir fehlt mein Gesprächspartner, mit dem ich über alles reden kann. Mir fehlen die Gespräche über Gott und die Welt, mir fehlt seine Meinung zu bestimmten Themen, seine Anregungen und Hinweise, wenn ich bei etwas nicht weiter weiß. Mir fehlt es zu wissen wie es ihm geht und was er macht.

Was mir schlimmes widerfahren würde? Ein großer und wichtiger Teil meines Lebens wäre einfach weg. Ich habe Angst vor der Lücke, die er hinterlässt.

Wenn mir jetzt etwas "passiert", was ich sonst mit ihm geteilt und besprochen hätte, dann schreibe ich da zwar mit meiner Freundin drüber, wenn mich jetzt etwas bewegt, dann rede ich mit meiner Familie darüber und hole mir bei anstehenden Entscheidungen Ratschläge von ihnen, aber das ist nicht dasselbe. Das habe ich vorher auch schon gemacht und zusätzlich hatte ich eben noch meinen Partner und der fehlt jetzt einfach. Und genau vor dieser Lücke habe ich Angst. Und ich habe auch Angst, dass wir uns total auseinander leben, wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Er ist ja jetzt irgendwie schon nicht mehr so, wie ich ihn zu kennen glaubte und wenn wir dann für einige Wochen/Monate eine Kontaktsperre hätten, habe ich einfach Angst, dass wir dann überhaupt nicht mehr reden könnten und wir es nicht schaffen eine Freundschaft zu haben.

Ich habe Angst, dass ich nicht nur meinen Partner sondern auch meinen besten Freund verliere, ich habe Angst, dass dieser wundervolle Mensch nicht mehr Bestandteil meines Lebens sein wird.

da kannst du doch ansetzen.

also du könntest dir einen neuen gesprächspartner für gespräche über gott und die welt suchen. mag sein, dass du da eine weile suchst, aber irgendwann hast du da vielleicht jemanden gefunden, der dieses bedürfnis erfüllt?

auch anregungen und hilfe wirst du andernorts finden. :)*

und wie es ihm geht, das kannst du ja nach wie vor erfahren, indem du ihn einfach ab und an mal fragst.

du hast angst vor der lücke, die er hinterlässt? welche lücke denn? ich meine, eine beziehung ist doch was schönes und angenehmes. es sind schöne und angenehme erinnerungen und erfahrungen, die dich eigentlich bereichern sollten. wenn du sagst, du kannst nicht auf die beziehung verzichten, weil sie eine deiner seelischen säulen ist auf der deine welt ruht, dann hast du dich wohl zu sehr abhängig von der ganzen sache gemacht - das wolltest du doch nicht?

ich hab da ja auch mal drin gesteckt, daher kann ich deine gedanken und gefühle nachvollziehen. ich konnte damals nach der trennung nichtmal neue klamotten kaufen, ohne meine ex oder irgendwen zu fragen, ob sie mir stehen. der punkt ist: es gibt kaum was im leben, womit man nicht selbst fertig werden kann. wofür brauchst du denn dauernd hilfe und rat? es gibt doch google, telefone, freunde, verwandte usw. und du scheinst mir auch nicht grade auf den kopf gefallen zu sein.

die allermeisten sachen wirst du sicher gewuppt kriegen und wenn nicht, gibt es immer leute die dir helfen. :)*

okay, die angst, dass ihr euch durch eine kontaktsperre auseinander leben könntet, kenne ich. hatte ich damals auch. :=o

aber das ist letzten endes gedankengut, das auf kontrollverlustangst zurück zu führen ist. du (wie ich damals) hast angst, dass dir die kontrolle darüber entgleitet, wie sich eure beziehung/freundschaft entwickelt und glaubst, wenn du möglichst nah dran bleibst und den kontakt hältst, dann wird das alles irgendwie und ihr werdet zumindest noch freunde oder kommt evtl. wieder zusammen.

der punkt ist aber, dass dieses denken total realitätsfern ist. er hat sich von dir getrennt, weil er mit dir nicht mehr zusammen sein möchte. daran wirst du nichts ändern, egal wie du dich ihm gegenüber verhältst. auch darauf, wie er sich entwickeln wird, wirst du kaum einen einfluss haben und hattest du auch nie. du wirst ihn eben nehmen müssen, wie er ist, denn menschen verändern sich und manchmal eben auch nicht so, wie man selbst das möchte.

dann muss man ggf. die konsequenzen draus ziehen und wenn jemand sich auf eine art und weise verändert, die einen zu sehr verletzt, dann reduziert man eben den kontakt mit diesem menschen, um nicht verletzt zu werden, anstatt ihn zu intensivieren, um denjenigen zu verändern. man kann menschen nicht verändern, sondern nur sich selbst. ;-)

Eigentlich akzeptiere ich es ja. Er hat mir ja sehr deutlich gemacht, warum er nicht mehr mit mir zusammen sein will und ich renne ihm auch nicht hinterher und flehe ihn auch nicht an uns noch eine Chance zu geben, weil ich weiß, dass es nichts ändern würde :°( Im Moment versuche ich wirklich auf Abstand zu gehen, weil ja jeder sagt, dass das wichtig ist und weil ich, wenn ich ehrlich bin, irgendwo doch noch die Hoffnung habe, dass er merkt was er verloren hat, wenn ich eben nicht mehr immer greifbar/erreichbar bin. Ich weiß, dass das naiv, dumm und dämlich ist und wohl bedeutet, dass ich es doch nicht akzeptiere/respektiere, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Also ich suche zurzeit gar nicht so den Kontakt, sondern warte eher darauf, dass er sich meldet und reagiere dann nur darauf. Allerdings ist jetzt seit 3 Tagen auch wieder Funkstille, nachdem er sich ja Anfang der Woche sehr viel gemeldet hatte.

aber da drehen sich deine gedanken ja immer noch nur um ihn. ":/

sicher wird ihm irgendwann auffallen, dass ihm was entgangen ist. das geht den meisten auf. aber meinst du, er wird dann danach handeln? ":/

Ynav7annxa


@ Süntje

Vielen Dank für deine lieben Worte! @:)

Ich dachte auch, er sei mein Traummann und hab nicht verstanden, warum er sich entliebt hat. Bei mir hat der Prozess viel länger gedauert. Vom Kopf her wusste ich, dass nicht viele erste Lieben für ein Leben halten, aber ich dachte, ich sei sicher eine der wenigen.

Ja genau so geht es mir. Für mich war und ist er einfach der Mann, mit dem ich alt werden wollte. Und wir haben ja darüber gesprochen, dass nicht jede Beziehung ewig hält, dessen waren wir uns bewusst, aber genau wie du war ich eben der Meinung, dass es bei uns garantiert ganz anders ist, weil wir einfach so gut zusammen passen und an eventuell auftauchenden Problemen arbeiten anstatt einfach wegzurennen.

Wir sind danach noch lange Freunde geblieben, ich wollte ihn auch nicht aus meinem Leben haben, schließlich bedeutete er mir viel, anfangs war das schwierig, später ging es gut und heute ist es immer noch eine Freude, wenn ich mal von ihm höre.

Das macht mir Mut, dass wir es auch schaffen können wieder auf einer rein freundschaftlichen Basis miteinander umzugehen.

Habt ihr am Anfang eine komplette Kontaktsperre gehabt oder trotzdem kommuniziert?

Ich kann alles nachvollziehen, was du schreibst, auch dass du keine Wut empfindest, obwohl der Anfang dir so dazu rät. Warum soll Wut gesünder sein als Trauer? Du hast ganz viel verloren, ja nicht nur deinen Freund, sondern auch die Idee von deiner/eurer Zukunft. Das will erstmal verarbeitet werden.

Ich bin jemand, der Trauer immer zulässt, der da durchleiden muss und das sogar ganz bewusst. Mit Fotos schauen, trauriger Musik als Verstärkung usw. So komme ich durch Trauer.

Ja ich lasse die Trauer eigentlich zu, auch wenn ich manchmal denke, dass ich zur Zeit meine Gefühle auch viel verdränge. Die ersten Tage habe ich nur geweint, mittlerweile beschränkt sich das Weinen auf wenige Momente am Tag, wenn halt wieder alles hochkommt. Ich rede auch unheimlich viel mit meiner Familie und versuche einfach das Ganze irgendwie zu verstehen. Dabei helfen mir die Gespräche und das Forum hier. Ansonsten versuche ich mich abzulenken, aber die Gedanken sind halt trotzdem immer präsent.

Und Yavanna, weißt du was das Schöne ist? Es ist gut möglich, dass es nicht nur diesen einen Mann gibt, der gut zu dir passt :)z Dein EX wird sicher immer einen besonderen Platz bei dir haben, aber die Leere wird irgendwann weniger und der Schmerz kleiner.

Klingt nach Kalender, aber ist ziemlich sicher so. Kopf hoch.

Danke, mein Kopf will das gerne glauben und es gibt so viele Menschen, die nach einer Trennung irgendwann den richtigen Partner gefunden haben, dass es sicher auch für mich noch einen anderen gibt. Aber mein Herz will das im Moment natürlich noch nicht so sehen.

Darf ich fragen, wie lange es bei dir gedauert hat, bis du einigermaßen das Gefühl hattest, dass du damit klar kommst? Also wann war der Schmerz so weit verklungen, dass du deinem Ex gegenübertreten konntest ohne ständig daran zu denken, was du alles verloren hast?

YlavBanxna


@ anfangmitfreude

naja, aber dann hat er ja doch gekämpft, wenn ihr immer geredet habt. vielleicht war es ihm irgendwann einfach zu viel?

aber gut, das weiss nur er.

dass man den partner bei oder nach der trennung nicht wieder erkennt, kenne ich. aber das ist irgendwo auch was gutes. so kannst du eben erkennen, dass er nicht der ist, für den du ihn gehalten hast, sondern jemand anderes. dieser andere mensch würde mit dir nicht glücklich werden, also gönn ihm doch, dass er jemand anderes als dich findet um glücklich zu werden.

Ja wir haben 'früher' geredet und gekämpft, aber bei diesem speziellen Problem hat er mir ganz deutlich gesagt, dass er nicht mit mir darüber reden wollte, weil es SEIN Problem gewesen sei, SEINE Gefühle, die nachgelassen haben und die er für sich alleine klären wollte. Aber gut, dass kann man jetzt nicht mehr ändern.

Ich glaube ich hab schon geschrieben, dass ich ihm durchaus sein Glück gönne, er ist mir so wichtig, dass ich natürlich will, dass er glücklich ist, aber ich will eben auch glücklich sein und das bin ich im Moment so absolut nicht :°( Das mag in ein paar Monaten schon anders aussehen, aber im Moment eben nicht.

ich denke da an die ganz praktischen attribute. was, wenn du im krankenhaus liegst, weil dir was passiert ist und dein partner kann nicht da sein? oder wenn du einen wichtigen termin hast und er kann nicht mitkommen, weil er kurz zuvor oder kurz danach auch einen hat? usw.

Das kann aber genauso passieren, wenn man zusammen wohnt. Nur weil man einen Haushalt teilt, heißt das ja nicht, dass man keine sich überschneidenden Termine mehr hat ;-)

Klar die Entfernung macht es nicht einfacher, aber deswegen war der Plan ja, dass ich mir in seiner neuen Stadt einen Job suche und wir wieder dichter zusammen ziehen.

mal ganz ins blaue rein geraten - wenn du einen partner gehabt hättest, der dir ermöglicht mit ihm zusammen zu ziehen, dir aber trotzdem rückzugsgebiete zu lassen (z.b. grosses haus) dann könntest du evtl. miete sparen, die arbeit reduzieren und dir einen hund halten.

ist jetzt natürlich sehr konstruiert, aber so hätte es eben auch laufen können.

Ja natürlich hätte es so laufen können. Aber genauso hätte ich den Job hier nie annehmen, ihn nie kennenlernen und immer noch Single sein können. Es gibt so viele "wenns", "hätte" und "könnte", das bringt mich ja jetzt nicht weiter, weil es eben nicht so ist und ich mich mit der IST-Situation arrangieren muss.

echt, das war kein problem? also wenn ich meine freundin eine woche lang nicht sehe, will ich am wochenende mit ihr doch eher sehr "private" sachen machen. sachen, die auch bindungshormone freisetzen. ;-D

Sorry, das war wohl missverständlich ausgedrückt. Wir haben eigentlich immer bei mir übernachtet (außer wenn seine Eltern mal verreist waren) und waren "nur" zum Essen bzw. um den Abend zusammen mit ihnen zu verbringen bei seinen Eltern. Daher war das kein Problem, weil wir bei mir dann natürlich die Ruhe und Zweisamkeit hatten.

zum beispiel beim thema streit, wenn man die auseinandersetzung am telefon führt dann aber keine richtige versöhnung haben kann. meiner erfahrung nach entfremdet das auf dauer.

dann kommt irgendwann noch dazu, dass der partner und auch man selbst vieles vergisst. man vergisst, sich über wichtige sachen auszutauschen, termine abzusprechen, denkt man hätte doch alles besprochen, hat es aber manchmal nicht - denn man war ja zwischen tür und angel und war grade auf dem weg zur oder von der arbeit usw

Wir haben es eigentlich immer so gehandhabt, dass wir Streits oder nennen wir es eher Diskussionen immer persönlich geführt haben und nicht übers Telefon oder so. Sicher kann man sich den Zeitpunkt manchmal nicht aussuchen, aber im Zweifel wurden dann eben kurz am Telefon die Fronten geklärt und dann am Wochenende persönlich noch mal drüber gesprochen. Wobei so richtig heftige Sachen wirklich nur sehr, sehr selten auftraten. Und was das absprechen angeht, unter anderem genau deswegen haben wir eigentlich über den ganzen Tag verteilt immer wieder miteinander geschrieben. Wenn uns etwas eingefallen ist, was wir vergessen haben, dann wurde es eben schnell nachgeholt. Wir hatten also durchaus Möglichkeiten und Wege gefunden die Entfernung zu meistern, eben weil wir es beide so wollten.

das seh ich genauso. nur dass ich mir eben denke, dass man die milch nicht ohne die kuh kriegt. man kann nicht einen lieben, netten und verständnisvollen partner haben, der immer für einen da ist, aber selbst wie ein asket irgendwo in einer berghöhle leben.

klar, man sollte sich auch nicht verstellen müssen für seine beziehung. aber ich hab die erfahrung gemacht, dass es auf dauer doch angenehmer ist, so eine nah-beziehung zu führen. man muss sich seine freiräume zwar auch mal erarbeiten oder erkämpfen aber dafür hat man dann eben die milch und die kuh und nimmt nicht einer kuh die milch ab, ohne sie zu füttern (was die kuh dann auf dauer vertreibt).

Aber ich kann die Milch doch im Laden kaufen ;-D ;-)

Ok Spaß beiseite, so eine Nah-Beziehung ist eben nicht für jeden etwas. Und nur weil wir beide sehr gerne Zeit alleine verbracht haben, also jeder für sich wie ein Asket gelebt hat, heißt das ja nicht, dass wir nicht trotzdem jederzeit für den Partner da waren, wenn er einen gebraucht hat. Klar, wenn einer ein Asket ist und der andere nicht, dann birgt das sehr viel Konfliktpotenzial und geht auf Dauer nicht gut, aber wir waren uns da eben so ähnlich und hatten die gleichen Bedürfnisse, dass ich schon denke, dass wir die Kuh auch immer wieder gefüttert haben und nicht nur die Milch genommen haben.

also du könntest dir einen neuen gesprächspartner für gespräche über gott und die welt suchen. mag sein, dass du da eine weile suchst, aber irgendwann hast du da vielleicht jemanden gefunden, der dieses bedürfnis erfüllt?

auch anregungen und hilfe wirst du andernorts finden. :)*

Ja wie gesagt rede und schreibe ich sehr viel mit meiner Familie und meiner Freundin und bekomme dort auch Anregungen und Hilfe, aber das ist nun mal nicht das gleiche. Und da der Mensch nun mal ein Gewohnheitstier ist, fällt es jetzt erst mal schwer sich daran zu gewöhnen, dass da ein Gesprächspartner fehlt, selbst wenn dann irgendwann mal ein neuer erscheinen sollte.

du hast angst vor der lücke, die er hinterlässt? welche lücke denn? ich meine, eine beziehung ist doch was schönes und angenehmes. es sind schöne und angenehme erinnerungen und erfahrungen, die dich eigentlich bereichern sollten. wenn du sagst, du kannst nicht auf die beziehung verzichten, weil sie eine deiner seelischen säulen ist auf der deine welt ruht, dann hast du dich wohl zu sehr abhängig von der ganzen sache gemacht - das wolltest du doch nicht?

Sicher ist eine Beziehung etwas schönes und angenehmes, genau deswegen entsteht ja eben diese Lücke, wenn es plötzlich weg ist. Weil meine Beziehung ein Teil meiner Welt war, keine Säule sondern ein wichtiger Bestandteil, ist dort jetzt eine Lücke, die Erinnerungen sind noch da, aber die Beziehung eben nicht mehr. Das hat für mich eigentlich nichts mit Abhängigkeit zu tun.

ich hab da ja auch mal drin gesteckt, daher kann ich deine gedanken und gefühle nachvollziehen. ich konnte damals nach der trennung nichtmal neue klamotten kaufen, ohne meine ex oder irgendwen zu fragen, ob sie mir stehen. der punkt ist: es gibt kaum was im leben, womit man nicht selbst fertig werden kann. wofür brauchst du denn dauernd hilfe und rat? es gibt doch google, telefone, freunde, verwandte usw. und du scheinst mir auch nicht grade auf den kopf gefallen zu sein.

die allermeisten sachen wirst du sicher gewuppt kriegen und wenn nicht, gibt es immer leute die dir helfen. :)*

Ach was sowas angeht bin ich recht selbstständig, bei Klamotten geh ich immer nur danach ob sie mir gefallen, da brauchte und brauche ich keinen Rat ;-) In der Regel bekomme ich auch alles andere sehr gut alleine oder mithilfe von Google, Freunden und Co gewuppt, aber es gibt eben durchaus manchmal Situationen, wo mir sein Rat wichtig ist. Wahrscheinlich werde ich, wenn wir Freunde bleiben, in genau diesen wenigen Situationen immer noch auf seinen Rat bauen können, ich könnte mir vorstellen, dass im Moment einfach alles viel schlimmer auf mich wirkt, als es am Ende wirklich ist.

Y"avaCnna


okay, die angst, dass ihr euch durch eine kontaktsperre auseinander leben könntet, kenne ich. hatte ich damals auch. :=o

aber das ist letzten endes gedankengut, das auf kontrollverlustangst zurück zu führen ist. du (wie ich damals) hast angst, dass dir die kontrolle darüber entgleitet, wie sich eure beziehung/freundschaft entwickelt und glaubst, wenn du möglichst nah dran bleibst und den kontakt hältst, dann wird das alles irgendwie und ihr werdet zumindest noch freunde oder kommt evtl. wieder zusammen.

der punkt ist aber, dass dieses denken total realitätsfern ist. er hat sich von dir getrennt, weil er mit dir nicht mehr zusammen sein möchte. daran wirst du nichts ändern, egal wie du dich ihm gegenüber verhältst. auch darauf, wie er sich entwickeln wird, wirst du kaum einen einfluss haben und hattest du auch nie. du wirst ihn eben nehmen müssen, wie er ist, denn menschen verändern sich und manchmal eben auch nicht so, wie man selbst das möchte.

Ja du hast sicher recht, dass da irgendwo noch die Hoffnung in mir schlummert, dass wir wieder zusammen kommen könnten, aber ich weiß leider, dass das nicht der Fall sein wird und selbst wenn, dann wäre es nie wieder so wie vorher.

Dass ich seine Entwicklung nicht beeinflussen konnte und kann weiß ich. Ich will ihn ja auch gar nicht verändern, ich liebe ihn ja so wie er ist. Ich glaube meine Angst ist eher die, dass wir nach einer Kontaktsperre eben nicht mehr zueinander finden (freundschaftlich), weil wir uns so verändert haben, also das die Veränderungen so krass sind, dass sie nicht mehr zu überbrücken sind. Und wenn wir eben in Kontakt bleiben und die Veränderungen des anderen mitmachen, dass es dann eher ein Prozess ist und die Freundschaft sich direkt mitverändert, so als schleichender Prozess. Ist irgendwie verständlich was ich meine? ":/

aber da drehen sich deine gedanken ja immer noch nur um ihn. ":/

sicher wird ihm irgendwann auffallen, dass ihm was entgangen ist. das geht den meisten auf. aber meinst du, er wird dann danach handeln? ":/

Ja das tun sie - tagein, tagaus. Selbst wenn ich versuche mich abzulenken, dann kommen immer wieder die Gedanken an ihn hoch, ich kann das leider noch nicht abstellen. Aber ich erwarte auch nach 3 Wochen noch gar nichts anderes. Wenn ich ihn einfach so abhaken würde und meine Gedanken an ihn nach so kurzer Zeit einfach verbannen könnte, dann würde ich mich ernsthaft fragen ob meine Gefühle wirklich so intensiv waren, wie ich meine ":/ Ich bin eigentlich schon erstaunt, dass ich mittlerweile doch schon darüber reden kann (z.B. mit Kollegen) ohne direkt in Tränen auszubrechen ":/

Ich habe keine Ahnung ob er danach handeln würde, ich glaube aber nicht. Er hat schon öfter gesagt, dass er glaubt mich nicht 100% glücklich machen zu können und mir nicht das zu geben, was ich mir wünsche bzw. was ich brauche und das hat jetzt bei der Trennung für ihn auch eine Rolle gespielt, also denke ich, dass er schon aus diesem Grund nicht danach handeln würde, weil er fest davon überzeugt wäre, dass es für mich nicht das Richtige wäre...

aWnfaxngmigtfreu!de


Ja wir haben 'früher' geredet und gekämpft, aber bei diesem speziellen Problem hat er mir ganz deutlich gesagt, dass er nicht mit mir darüber reden wollte, weil es SEIN Problem gewesen sei, SEINE Gefühle, die nachgelassen haben und die er für sich alleine klären wollte. Aber gut, dass kann man jetzt nicht mehr ändern.

Ich glaube ich hab schon geschrieben, dass ich ihm durchaus sein Glück gönne, er ist mir so wichtig, dass ich natürlich will, dass er glücklich ist, aber ich will eben auch glücklich sein und das bin ich im Moment so absolut nicht :°( Das mag in ein paar Monaten schon anders aussehen, aber im Moment eben nicht.

aber eigentlich - mal ganz unemotional gesehen - macht er ja das richtige: er macht sein glück von sich abhängig. er macht irgendwas und ist glücklich, und sei es dass er andere frauen trifft. du machst dein glück aber davon abhängig, ob er in deinem leben ist.

die frage könnte doch also sein, was du in deinem leben und in deinem alltag verändern könntest, damit du mehr aus dir heraus glücklich bist. das heisst ja nicht, dass er dir nicht wichtig sein oder fehlen dürfte. eben nur, dass dich das ganze nicht ganz so unglücklich macht, wie aktuell.

und was für ein problem war es denn nun im konkreten, das zwischen euch stand?

Das kann aber genauso passieren, wenn man zusammen wohnt. Nur weil man einen Haushalt teilt, heißt das ja nicht, dass man keine sich überschneidenden Termine mehr hat ;-)

Klar die Entfernung macht es nicht einfacher, aber deswegen war der Plan ja, dass ich mir in seiner neuen Stadt einen Job suche und wir wieder dichter zusammen ziehen.

ja, das stimmt natürlich. aber ich hab eben die erfahrung gemacht, dass es da schon kleine unterschiede gibt und seien es nur nuancen. ;-D

Sorry, das war wohl missverständlich ausgedrückt. Wir haben eigentlich immer bei mir übernachtet (außer wenn seine Eltern mal verreist waren) und waren "nur" zum Essen bzw. um den Abend zusammen mit ihnen zu verbringen bei seinen Eltern. Daher war das kein Problem, weil wir bei mir dann natürlich die Ruhe und Zweisamkeit hatten.

ach so. ich hatte mich schon gewundert, weil das dann echt etwas schräg gewesen wäre. ;-)

Aber ich kann die Milch doch im Laden kaufen ;-D ;-)

Ok Spaß beiseite, so eine Nah-Beziehung ist eben nicht für jeden etwas. Und nur weil wir beide sehr gerne Zeit alleine verbracht haben, also jeder für sich wie ein Asket gelebt hat, heißt das ja nicht, dass wir nicht trotzdem jederzeit für den Partner da waren, wenn er einen gebraucht hat. Klar, wenn einer ein Asket ist und der andere nicht, dann birgt das sehr viel Konfliktpotenzial und geht auf Dauer nicht gut, aber wir waren uns da eben so ähnlich und hatten die gleichen Bedürfnisse, dass ich schon denke, dass wir die Kuh auch immer wieder gefüttert haben und nicht nur die Milch genommen haben.

ja, darauf beziehe ich mich aber nicht. ich seh es eher so, dass fernbeziehungen von natur aus zum scheitern verurteilt sind. denn wie gesagt kann man eben nicht die selben bindungshormone aufbauen, wie in einer nahbeziehung. heisst, dass es einige jahre gut gehen kann, aber wenn du dir mal die paare anschaust, die seit jahrzehnten glücklich sind, dann sind das alles nah-beziehungen oder nah-beziehungen die irgendwann mal als fernbeziehung angefangen haben und dann nach ein paar jahren zur nah-beziehung werden. ich hab eben noch nicht davon gehört, dass ein paar 20, 30 oder 40 jahre zusammen ist und nicht zusammen lebt, noch getrennte wohnungen hat und sich nur am wochenende sieht.

eben, weil da irgendwo die bindung fehlt.

so richtig gemerkt hab ich das aber eben auch erst in meiner ersten nah-beziehung.

so, und ihr hattet nun beide das interesse an einer fernbeziehung. ihr wolltet nicht zu viel nähe, ein wenig eure ruhe und rückzugsmöglichkeiten. das ist ja euer gutes recht und wenn ihr das dann so über mehrere jahre lebt und glücklich wart, ist das doch echt schön. :)z

aber irgendwann kommt dann eben irgendein problem, das man nicht zusammen besprechen und lösen kann und dann kommt eben die bindung ins spiel. und wenn diese nicht so gross ist, wie sie in einer nahbeziehung werden kann, weil ihr euch gegenseitig im übertragenen sinn immer auf armlänge abstand haltet, dann kann es das bei einer fernbeziehung eben auch gewesen sein.

heisst jetzt nicht, dass es nicht auch scheiternde nah-beziehungen gibt, aber ich seh eben unter den langfristig glücklichen beziehungen nur nahbeziehungen.

Ja wie gesagt rede und schreibe ich sehr viel mit meiner Familie und meiner Freundin und bekomme dort auch Anregungen und Hilfe, aber das ist nun mal nicht das gleiche. Und da der Mensch nun mal ein Gewohnheitstier ist, fällt es jetzt erst mal schwer sich daran zu gewöhnen, dass da ein Gesprächspartner fehlt, selbst wenn dann irgendwann mal ein neuer erscheinen sollte.

ja, das ist erstmal schwierig und eine umstellung. aber sieh es doch als chance, neue leute kennen zu lernen oder die beziehungen zu anderen leuten in deinem umfeld zu verstärken. :)*

Ja du hast sicher recht, dass da irgendwo noch die Hoffnung in mir schlummert, dass wir wieder zusammen kommen könnten, aber ich weiß leider, dass das nicht der Fall sein wird und selbst wenn, dann wäre es nie wieder so wie vorher.

Dass ich seine Entwicklung nicht beeinflussen konnte und kann weiß ich. Ich will ihn ja auch gar nicht verändern, ich liebe ihn ja so wie er ist. Ich glaube meine Angst ist eher die, dass wir nach einer Kontaktsperre eben nicht mehr zueinander finden (freundschaftlich), weil wir uns so verändert haben, also das die Veränderungen so krass sind, dass sie nicht mehr zu überbrücken sind. Und wenn wir eben in Kontakt bleiben und die Veränderungen des anderen mitmachen, dass es dann eher ein Prozess ist und die Freundschaft sich direkt mitverändert, so als schleichender Prozess. Ist irgendwie verständlich was ich meine? ":/

ja, das ist verständlich.

aber ich denke mir eben, dass sich nun eben zeigt, dass ihr eine fernbeziehung habt. er wird seinen freundeskreis vor allem dort aufbauen, wo er lebt und du dort, wo du lebst. ggf. allein schon durch eure arbeit.

und die frage ist eben auch, wie sehr das funktionieren kann. sagen wir mal, er macht nun eine entwicklung durch, die ihm gut tut und die ihn glücklich macht. wäre es wirklich sinnvoll für dich, wenn du das nun auch blind mitmachst?

wäre es nicht besser für dich, eine entwicklung durchzumachen, die für dich gut ist?

schliesslich ist angst eben auch kein guter ratgeber.

Ja das tun sie - tagein, tagaus. Selbst wenn ich versuche mich abzulenken, dann kommen immer wieder die Gedanken an ihn hoch, ich kann das leider noch nicht abstellen. Aber ich erwarte auch nach 3 Wochen noch gar nichts anderes. Wenn ich ihn einfach so abhaken würde und meine Gedanken an ihn nach so kurzer Zeit einfach verbannen könnte, dann würde ich mich ernsthaft fragen ob meine Gefühle wirklich so intensiv waren, wie ich meine ":/ Ich bin eigentlich schon erstaunt, dass ich mittlerweile doch schon darüber reden kann (z.B. mit Kollegen) ohne direkt in Tränen auszubrechen ":/

Ich habe keine Ahnung ob er danach handeln würde, ich glaube aber nicht. Er hat schon öfter gesagt, dass er glaubt mich nicht 100% glücklich machen zu können und mir nicht das zu geben, was ich mir wünsche bzw. was ich brauche und das hat jetzt bei der Trennung für ihn auch eine Rolle gespielt, also denke ich, dass er schon aus diesem Grund nicht danach handeln würde, weil er fest davon überzeugt wäre, dass es für mich nicht das Richtige wäre...

dass die gedanken sich erstmal im kreis drehen kenne ich. aber das wird mit der zeit besser und ggf. kann man da dann auch noch ein wenig selbst dran arbeiten.

naja, dann weisst du ja, woran du bei ihm bist. das maximum, was du raus holen kannst ist eine freundschaft.

Y8avAainnxa


@ anfangmitfreude

aber eigentlich - mal ganz unemotional gesehen - macht er ja das richtige: er macht sein glück von sich abhängig. er macht irgendwas und ist glücklich, und sei es dass er andere frauen trifft. du machst dein glück aber davon abhängig, ob er in deinem leben ist.

die frage könnte doch also sein, was du in deinem leben und in deinem alltag verändern könntest, damit du mehr aus dir heraus glücklich bist. das heisst ja nicht, dass er dir nicht wichtig sein oder fehlen dürfte. eben nur, dass dich das ganze nicht ganz so unglücklich macht, wie aktuell.

und was für ein problem war es denn nun im konkreten, das zwischen euch stand?

Ich mache mein Glück nicht davon abhängig, ob er in meinem Leben ist oder nicht. Ich weiß auch, dass es nicht bedeutet, dass ich glücklich bin, nur weil er in meinem Leben ist. Ich kann auch mit ihm an meiner Seite unglücklich sein, weil irgendwas anderes nicht passt und genauso kann ich auch irgendwann wieder ohne ihn glücklich sein. Das ändert aber nichts daran, dass ich jetzt gerade unglücklich bin und dass der Grund dafür die Trennung/der Verlust meines Partner ist. Deswegen mache ich aber meiner Meinung nach nicht mein Glück von ihm abhängig.

Das Problem ist, dass er meint seine Gefühle seien nur noch freundschaftlich, ich wäre nicht seine Traumfrau, mit der er alt werden will und im Moment vermisst er die Freiheit eines Single-Lebens.

ach so. ich hatte mich schon gewundert, weil das dann echt etwas schräg gewesen wäre. ;-)

Wir sind/waren zwar bissel schräg und vielleicht in den Augen von anderen auch komisch mit unserem Beziehungsmodell, aber so schräg dann nun auch wieder nicht. ;-)

ich seh es eher so, dass fernbeziehungen von natur aus zum scheitern verurteilt sind.

eben, weil da irgendwo die bindung fehlt.

Und ich glaube eben, dass das ganz stark Typ-Sache ist. Es gibt Menschen, die sind nicht für eine Nah-Beziehung gemacht und es gibt Menschen, die mit einer Fernbeziehung absolut nicht klarkommen. Dass es keine oder nur sehr wenige Fernbeziehungen über 20, 30, 40 Jahre gibt liegt auch meiner Meinung nach eher daran, dass so etwas von der Gesellschaft bisher einfach "nicht vorgesehen" war und man schief angeguckt wird, wenn man auf Dauer nicht zusammen zieht. Du glaubst gar nicht wie oft mir, genau wie von dir jetzt, gesagt wurde, dass man doch keine intensive Beziehung führen oder eine Bindung aufbauen kann, wenn man nicht zusammen lebt. Doch kann man. Google mal nach "Living apart together" ;-)

aber irgendwann kommt dann eben irgendein problem, das man nicht zusammen besprechen und lösen kann und dann kommt eben die bindung ins spiel. und wenn diese nicht so gross ist, wie sie in einer nahbeziehung werden kann, weil ihr euch gegenseitig im übertragenen sinn immer auf armlänge abstand haltet, dann kann es das bei einer fernbeziehung eben auch gewesen sein.

heisst jetzt nicht, dass es nicht auch scheiternde nah-beziehungen gibt, aber ich seh eben unter den langfristig glücklichen beziehungen nur nahbeziehungen.

Wie gesagt, ich glaube das ist Typ-Sache. Ich kann auch eine Nah-Beziehung führen und trotzdem keine Bindung zu meinem Partner aufbauen. Manch einer muss jede freie Minute mit dem Partner verbringen um eine Bindung aufzubauen und andere wiederum schaffen das in weniger Zeit und wiederum andere schaffen es nie.

ja, das ist erstmal schwierig und eine umstellung. aber sieh es doch als chance, neue leute kennen zu lernen oder die beziehungen zu anderen leuten in deinem umfeld zu verstärken. :)*

Danke, das versuche ich. Ich unternehme auch seit einiger Zeit öfter was mit meinen Arbeitskollegen (wir haben eine Sportgruppe 'gegründet'), nur hab ich damit schon vor der Trennung begonnen. Allerdings finde ich eine Chance bedeutet, dass ich die Möglichkeit bekomme etwas zu tun, was ich vorher nicht tun konnte und das ist eben nicht so. Ich konnte vorher auch mit Kollegen was unternehmen und neue Leute kennenlernen, insofern fällt es mir doch schwer die Trennung als Chance zu betrachten.

und die frage ist eben auch, wie sehr das funktionieren kann. sagen wir mal, er macht nun eine entwicklung durch, die ihm gut tut und die ihn glücklich macht. wäre es wirklich sinnvoll für dich, wenn du das nun auch blind mitmachst?

wäre es nicht besser für dich, eine entwicklung durchzumachen, die für dich gut ist?

Mir geht es gar nicht darum, dass ich blind eine Entwicklung mitmache, die er macht. Natürlich will ich mich so entwickeln wie es für mich am Besten ist. Das ist irgendwie echt schwer zu erklären, aber mal angenommen er wird jetzt der total hardcore Metal-Fan und ich die absolute oberflächliche Mode-Tussi - also etwas was meistens absolut nicht zusammenpasst, dann fände ich es besser, wenn man diese Entwicklung mitbekommt und frühzeitig für sich entscheiden kann ob man noch mit dem anderen klarkommt und befreundet sein will und ob man vielleicht bei Gesprächen / Unternehmungen etwas findet, was für beide passt, als wenn man nach langer Kontaktsperre plötzlich damit konfrontiert wird und gar nicht mehr weiß was los ist.

dass die gedanken sich erstmal im kreis drehen kenne ich. aber das wird mit der zeit besser und ggf. kann man da dann auch noch ein wenig selbst dran arbeiten.

Ja es wird schon ein klein wenig besser, soll heißen, dass ich nicht mehr ständig heule und durchaus schon Momente habe, in denen ich nicht mehr so viel grüble. Ob das bedeutet, dass ich jetzt alles verdränge oder dass ich vielleicht in der kurzen Zeit doch schon was aufarbeiten konnte (durch die vielen Gespräche, das Schreiben hier und Ablenkung) weiß ich nicht.

naja, dann weisst du ja, woran du bei ihm bist. das maximum, was du raus holen kannst ist eine freundschaft.

Ja das weiß ich jetzt - verstehen tu ich es aber nach wie vor nicht, weil er mir in den letzten Jahren immer etwas anderes gesagt und vorgelebt hat :°(

TJAT)A-BUox2x3


Liebe Yavanna,

zu der Sache mit dem Kontakt mal etwas aus der "gegenteiligen" Perspektive:

Mein Ex war damals genau wie du was das anging. Wir haben zusammen gewohnt und er wollte nicht ausziehen (meine Wohnung, ganz unfassbar komplizierte Situation). Ihm sei es lieber in einer WG mit mir zu sein als mich gar nicht mehr zu sehen. Es war schwer für mich, ihm damit weh zu tun, dass ich ihm Druck gemacht und irgendwann bin ich dann selbst gegangen. Als er ausgezogen war, hatten wir weiterhin täglich Kontakt. Er teilte all seine Erlebnisse mit mir, wir trafen uns so alle zwei Wochen, es war, als wären wir noch zusammen. Dann begann er mich ständig anzurufen. Ich bin manchmal absichtlich nicht dran gegangen. Er hat keine Grenzen respektiert. Und eines abends rief er an und ich habe lediglich gesagt, dass ich heute nicht reden möchte. Da war er beleidigt und hat mir Vorwürfe gemacht, dass ich gemein sei. Ich habe daraufhin den Kontakt beendet und nur noch zu Weihnachten und zu den jeweiligen Geburtstagen von ihm gehört. Das ging fast ein Jahr so. Aber: Als wir uns mal zufällig begegnet sind, da war das Vertraute zwischen uns nicht weg. Es war anders als vorher, eher, wie wenn man jemanden trifft, mit dem man vor langer Zeit sehr eng befreundet war, den man aber ewig nicht gesehen hat und mit dem man nur sporadisch Kontakt hatte. Wir haben geredet, als wäre das letzte Gespräch am Vortag gewesen.

Seit einiger Zeit stehen wir wieder etwas regelmäßiger per Mail in Kontakt, ich habe das initiiert, weil ich diesen Menschen, der doch so lange ein Teil meines Lebens war, nicht ganz und für immer streichen kann und möchte. Ich hoffe, wir können irgendwann Freunde sein, aber bis dahin wird noch Zeit vergehen.

Ich glaube, so ein Übergang "Beziehung/Freundschaft" ist für beide Beteiligten sehr schwer. Für den Verlassenen wegen der Gefühle, die er noch hat und für den anderen wegen der Gefühle, die er nicht mehr hat. In meiner Erfahrung konnten wir beide so keinen runden Abschluss finden. Wie die Geschichte endet und ob wir Freunde werden, weiß ich nicht. Aber er hat nie aufgehört, mir als Mensch wichtig zu sein, weil ich so einen prägenden Teil meines Lebens mit ihm verbracht habe. Vertrau darauf, dass dein Ex das nicht vergessen wird, auch und erst recht nicht dann, wenn du dich aus Selbstschutz zurück ziehst und dich auf andere Personen oder Dinge fokussierst :)_

Solltest du Kontakt halten wollen, dann rate ich dir, ihm nicht von deinem Leid wegen der Trennung zu berichten. Er weiß, was er dir angetan hat und er muss nicht ständig daran erinnert werden.

Yzavannxa


@ TATA-Box23

Vielen Dank auch mal für die andere Perspektive.

Es tut mir Leid, dass dein Ex deine Grenzen nicht respektiert hat. Ich versuche natürlich die Grenzen meines Ex zu respektieren und ihn nicht zu terrorisieren, weil mir schon bewusst ist, dass ich ihn sonst auch ganz schnell von mir wegdrängen kann. Ich hatte schon während der Beziehung immer Angst, dass ich ihn einenge und damit verliere, wenn ich ihm zu oft und viel meine Gefühle zeige, ich hatte Angst ihn damit zu erdrücken und habe mich daher immer ein wenig zurückgehalten und das tue ich jetzt auch, weil ich auch jetzt Angst habe ihn zu erdrücken.

Allerdings ist es im Moment eher so, dass er den Kontakt sucht. Er schreibt sehr oft, fragt wie es mir geht, was so ansteht und erzählt mir so ein bisschen von seinem Tag. Ich bin da eher zurückhaltend - zumindest versuche ich da zurückhaltend zu sein, ich schreibe ihm schon ein wenig, aber vieles was ich ihm früher sofort geschrieben hätte behalte ich jetzt einfach für mich.

Ich glaube, so ein Übergang "Beziehung/Freundschaft" ist für beide Beteiligten sehr schwer. Für den Verlassenen wegen der Gefühle, die er noch hat und für den anderen wegen der Gefühle, die er nicht mehr hat.

Ich hab manchmal das Gefühl für ihn ist es nur schwer, weil er seine beste Freundin/seinen Kummerkasten nicht mehr hat und nicht wegen irgendwelcher abhanden gekommener Gefühle :-( Klar macht er sich Gedanken wie es mir geht und was er "angerichtet" hat, dadurch dass seine Gefühle weg sind, aber irgendwie hab ich das Gefühl für ihn zählt nur, dass seine beste Freundin weg ist. Er hat mir jetzt schon mehrmals geschrieben, dass er mich vermisst und die Gespräche mit mir und ob wir uns nicht mal wieder treffen wollen - alles natürlich rein freundschaftlich, ich soll das bloß nicht falsch verstehen :-( %-|

Zumal er vor der Trennung irgendwie gehofft hat, dass ich genau wie er fühle und nur noch Freundschaft empfinde und er dann davon ausgegangen ist, dass wir einfach in eine Freundschaft übergehen können. Er hat ja für sich schon genug Zeit gehabt sich mit den nicht mehr vorhandenen Gefühlen zu arrangieren :-(

Solltest du Kontakt halten wollen, dann rate ich dir, ihm nicht von deinem Leid wegen der Trennung zu berichten. Er weiß, was er dir angetan hat und er muss nicht ständig daran erinnert werden.

Wenn er mich fragt, wie es mir geht, dann bekommt er eine ehrliche Antwort, warum soll ich ihn "schonen" und sagen, dass alles gut ist, wenn es mir scheiße geht? Wenn er nicht dran erinnert werden will, dann soll er nicht fragen. Ich schreibe ihm aber natürlich nicht dauernd irgendwelche Nachrichten, dass ich ihn vermisse, dass ich ihn zurück will und dass es mir scheiße geht - auch wenn es natürlich so ist :°(

aPnfangxmi2tfreuxde


wie geht es dir denn mittlerweile?

Das Problem ist, dass er meint seine Gefühle seien nur noch freundschaftlich, ich wäre nicht seine Traumfrau, mit der er alt werden will und im Moment vermisst er die Freiheit eines Single-Lebens.

hat er da denn nen konkreten grund genannt oder gab es einen anlass?

nur mal so aus reiner neugier. :=o |-o

Und ich glaube eben, dass das ganz stark Typ-Sache ist. Es gibt Menschen, die sind nicht für eine Nah-Beziehung gemacht und es gibt Menschen, die mit einer Fernbeziehung absolut nicht klarkommen. Dass es keine oder nur sehr wenige Fernbeziehungen über 20, 30, 40 Jahre gibt liegt auch meiner Meinung nach eher daran, dass so etwas von der Gesellschaft bisher einfach "nicht vorgesehen" war und man schief angeguckt wird, wenn man auf Dauer nicht zusammen zieht. Du glaubst gar nicht wie oft mir, genau wie von dir jetzt, gesagt wurde, dass man doch keine intensive Beziehung führen oder eine Bindung aufbauen kann, wenn man nicht zusammen lebt. Doch kann man. Google mal nach "Living apart together" ;-)

also ich bin bestimmt der letzte, der irgendwem vorschreibt, wie er mit wem zusammen zu leben hat.

aber meine meinung zu bestimmten lebensentwürfen hab ich eben trotz allem.

und wenn ich mir zum beispiel den brigitte-artikel zu "living apart together" mit einem beispielpäärchen anschaue, kommen mir nunmal konkrete gedanken:

1. sie ist 37 und wird ihren freund demnächst heiraten. heisst, dass sie vermutlich in den ersten rund 20 jahren ihres erwachsenen-lebens unverheiratet war und ggf. auch keine beziehung geführt hat oder wechselnde beziehungen.

das ist dann eben aus meiner sicht was ganz was anderes als jemand, der mit 18, 19 oder 20 was riskiert und vor den traualtar steigt. das sind dann einfach unterschiedliche lebensentwürfe und prioritäten.

meine oma hatte zeitlebens den spruch "bewahret einander vor herzeleid, denn kurz ist die zeit, die ihr beisammen seid" in der küche hängen und dementsprechend hat sie auch gehandelt: sie hat ihre individuellen bedürfnisse und wünsche über bord geworfen, kinder bekommen, drei K's und hat dann auch noch nebenher die landwirtschaft mit betrieben. das hat dann natürlich gemeinsame erinnerungen erschaffen, in denen sie aufgegangen ist und allein wegen derer sie niemals hätte fernab ihrer familie leben wollen.

dein ansatz - der meinem übrigens gar nicht so unähnlich ist - ist ein ganz anderer. wir wollen uns selbst verwirklichen und im moment glücklich sein und nicht die nächsten 20-30 jahre zurück stecken, konflikten aus dem weg gehen und uns partnern unterwerfen, nur damit wir dann in 40 jahren mal auf enkel und 40 jahre ehe zurück blicken können.

daher glaube ich eben auch, dass solche lebenslangen beziehungen auf lange sicht aussterben werden. denn die menschen wollen sich viel mehr und stärker selbst verwirklichen und dann führt das eben nunmal dazu, dass man erst mit 37 oder 41 einen langfristigen partner findet und dann will man eben auch nicht auf die annehmlichkeiten des singlelebens verzichten und sich nicht nochmal neu erfinden müssen. aber wenn anke oder andrea 60 oder 70 sind, werden sie eben auf grade mal 20-30 jahre ehe zurück blicken können. vorrausgesetzt, dass sie dann noch zusammen sind mit ihren jetzigen paaren. darauf wollte ich einfach hinaus: mit LAT wirst du eben nicht mehr die paare haben, die 40, 50 jahre und länger verheiratet sind.

Wie gesagt, ich glaube das ist Typ-Sache. Ich kann auch eine Nah-Beziehung führen und trotzdem keine Bindung zu meinem Partner aufbauen. Manch einer muss jede freie Minute mit dem Partner verbringen um eine Bindung aufzubauen und andere wiederum schaffen das in weniger Zeit und wiederum andere schaffen es nie.

natürlich kann man sich auch in einer nah-beziehung daneben verhalten oder den partner von sich weg treiben. ;-D

dass das nicht so sei, hab ich ja gar nicht gesagt. ich hab eben - für mich - die erfahrung gemacht, da es in fernbeziehungen was ganz was anderes ist.

sagen wir mal, meine freundin plant am wochenende was mit mir zu machen und ich stimme ihr zu und vergesse es erstmal. wenn ich dann in einer fernbeziehung einfach nicht auftauche, sondern irgendwann mal SMSe, dass ich mich jetzt mit kumpels treffe oder zocke oder mir nen schönen abend mache, kann das falsch rüber kommen und meine freundin ist auf 180. wenn sie dann auch noch so drauf ist, dass sie einem das nicht direkt und offen sagt - und so sind menschen oft - dann kommt eine zickige SMS a la "dann mal viel spass!!!" zurück, die ich dann in bierlaune ebenso falsch verstehe und auf die ich gar nicht mehr eingehe.

wenn ich in einer nahbeziehung sage "du, ich mach heut abend was mit XY!", sehe ich an ihrem blick, ob das denn nun OK ist oder nicht.

kommunikation ist in einer beziehung eben wichtig und da spielt mimik und gestik auch eine rolle und bei fernbeziehungen kommt das eben nie ganz so gut rüber, wenn man nur telefoniert oder SMSt oder mailt.

Danke, das versuche ich. Ich unternehme auch seit einiger Zeit öfter was mit meinen Arbeitskollegen (wir haben eine Sportgruppe 'gegründet'), nur hab ich damit schon vor der Trennung begonnen. Allerdings finde ich eine Chance bedeutet, dass ich die Möglichkeit bekomme etwas zu tun, was ich vorher nicht tun konnte und das ist eben nicht so. Ich konnte vorher auch mit Kollegen was unternehmen und neue Leute kennenlernen, insofern fällt es mir doch schwer die Trennung als Chance zu betrachten.

da ich mal in ähnlicher lage war, verstehe ich das ein bisschen. ich meine, man fragt sich dann, was sich denn nun im eigentlichen durch die trennung geändert hat, man hat ja nun praktisch die selben freiheiten, wie vorher.

aber das meine ich eben auch mit der ganzen fern- und nahbeziehungs-thematik. mir ist dann irgendwann bewusst geworden, dass ich einfach keine fernbeziehung oder LAT will. ich will eine beziehung, in der es auch mal eifersucht gibt oder in der man sich auch mal einengt. eben weil es nur dann ne beziehung und was besonderes ist, was man aktiv haben und unterstützen wollen muss, um es geniessen zu können.

mit anderen worten: wenn ich dem ganzen k(r)ampf aus dem weg gehe, ist es mir letzten endes unwichtig, ob ich gewinne oder verliere, denn es kommt aufs selbe hinaus. wenn ich aber nun kämpfe, dann kann ich verlieren, kann aber auch gewinnen und das könnte ich nicht, wenn ich den konflikten aus dem weg gehe oder sie vermeide.

Mir geht es gar nicht darum, dass ich blind eine Entwicklung mitmache, die er macht. Natürlich will ich mich so entwickeln wie es für mich am Besten ist. Das ist irgendwie echt schwer zu erklären, aber mal angenommen er wird jetzt der total hardcore Metal-Fan und ich die absolute oberflächliche Mode-Tussi - also etwas was meistens absolut nicht zusammenpasst, dann fände ich es besser, wenn man diese Entwicklung mitbekommt und frühzeitig für sich entscheiden kann ob man noch mit dem anderen klarkommt und befreundet sein will und ob man vielleicht bei Gesprächen / Unternehmungen etwas findet, was für beide passt, als wenn man nach langer Kontaktsperre plötzlich damit konfrontiert wird und gar nicht mehr weiß was los ist.

lustig, denn bei mir und damals meiner ex war es genau diese entwicklung, die stadtfand. ;-D

aber man bekommt das doch so oder so mit. warum soll man das im vorraus mitbekommen oder frühzeitig?

und umgekehrt kann es ja auch sein, dass du zur modetussi wirst und er zum metalhead und ihr euch trotzdem noch in ein paar punkten gut versteht.

und irgendwo gehört das auch zum loslassen dazu: wenn er als metalfan glücklich ist, gönn es ihm doch. umgekehrt sollte er dir dann auch gönnen können, mit dem modekram glücklich zu werden, um mal bei deinem beispiel zu bleiben.

wenn man dann merkt, dass ihr in punkto freizeit nicht mehr viele schnittpunkte habt, dann ist das eben leider so und ihr habt euch auseinander entwickelt.

Ja es wird schon ein klein wenig besser, soll heißen, dass ich nicht mehr ständig heule und durchaus schon Momente habe, in denen ich nicht mehr so viel grüble. Ob das bedeutet, dass ich jetzt alles verdränge oder dass ich vielleicht in der kurzen Zeit doch schon was aufarbeiten konnte (durch die vielen Gespräche, das Schreiben hier und Ablenkung) weiß ich nicht.

das ist doch schon mal ein grosser schritt. :)*

Ja das weiß ich jetzt - verstehen tu ich es aber nach wie vor nicht, weil er mir in den letzten Jahren immer etwas anderes gesagt und vorgelebt hat :°(

naja, um sowas zu verstehen braucht man immer viel zeit. aber irgendwann macht es im kopf und im herzen klick und dann fängst du an, es besser zu verstehen. :)*

YRaYvanVna


@ anfangmitfreude

wie geht es dir denn mittlerweile?

Leider wieder schlechter. Letzte Woche dachte ich ja es wird besser, aber diese Woche ist es wieder schlimmer. Wahrscheinlich ist es ganz normal, dass es mal auf und ab geht, aber im Moment will ich eigentlich nur, dass der Schmerz aufhört. :°(

Das Problem ist, dass er meint seine Gefühle seien nur noch freundschaftlich, ich wäre nicht seine Traumfrau, mit der er alt werden will und im Moment vermisst er die Freiheit eines Single-Lebens.

hat er da denn nen konkreten grund genannt oder gab es einen anlass?

Das war sein Grund bzw. seine Gründe, es gab keinen konkreten Anlass und laut ihm auch keinen anderen Grund. Das macht es ja für mich so unverständlich. Er sagt selbst "Du bist eine wunderbare Frau, ich kann gar nicht all deine positiven Eigenschaften aufzählen, du hast nichts falsch gemacht und es gibt nichts was du hättest tun oder anders machen können, dass etwas geändert hätte". Aber das reicht alles nicht aus, ich bin trotz all dem nicht seine Traumfrau und er vermisst die großen Gefühle, er hat Sehnsucht nach der großen, bedingungslosen Liebe, die alles übertrifft (wie man es in Filmen/Romanen ja gerne vorgelebt bekommt %-| ).

Inzwischen hat er sogar gemeint, dass er glaubt die großen Gefühle wären in all den Jahren nie dagewesen, die Sehnsucht nach seiner Traumfrau wäre immer da gewesen (nur eben gut verborgen) und ich wäre es nicht gewesen (aber angeblich waren all die Gesten der Zuneigung und alles was er sagte echt %-| ). Ich kann gar nicht sagen wie sehr mich das verletzt und wie wütend mich das zwischendurch macht. :°( Ich hoffe eigentlich immer noch, dass er sich da nur doof ausgedrückt hat und das nicht wirklich sein Ernst ist, denn dann hätte er mir all die Jahre etwas vorgemacht, mich ausgenutzt und mir die großen Gefühle nur vorgespielt - und das würde mich noch mehr verletzten, als wenn die Gefühle "nur jetzt" weg wären. :°(

also ich bin bestimmt der letzte, der irgendwem vorschreibt, wie er mit wem zusammen zu leben hat.

aber meine meinung zu bestimmten lebensentwürfen hab ich eben trotz allem.

Das ist ja auch vollkommen ok. Jeder darf/soll seine Meinung haben, aber jeder darf/soll eben auch so leben wie er es für richtig hält. So verschieden wie wir alle sind, so verschieden sind eben auch unsere Meinungen und Lebensentwürfe. :)z

dein ansatz - der meinem übrigens gar nicht so unähnlich ist - ist ein ganz anderer. wir wollen uns selbst verwirklichen und im moment glücklich sein und nicht die nächsten 20-30 jahre zurück stecken, konflikten aus dem weg gehen und uns partnern unterwerfen, nur damit wir dann in 40 jahren mal auf enkel und 40 jahre ehe zurück blicken können.

daher glaube ich eben auch, dass solche lebenslangen beziehungen auf lange sicht aussterben werden. denn die menschen wollen sich viel mehr und stärker selbst verwirklichen und dann führt das eben nunmal dazu, dass man erst mit 37 oder 41 einen langfristigen partner findet und dann will man eben auch nicht auf die annehmlichkeiten des singlelebens verzichten und sich nicht nochmal neu erfinden müssen.

Das stimmt - zumindest zum Teil. Ja ich will mich selbst verwirklichen und eigentlich nicht zurückstecken oder mich unterwerfen, aber ich will nicht nur im Moment glücklich sein, sondern auf lange Sicht und am besten für immer. Deswegen bin ich eigentlich Konflikten in der Beziehung nicht aus dem Weg gegangen, weil ich auf lange Sicht etwas schönes und funktionierendes haben wollte und man daran nun mal arbeiten muss.

Hm, vielleicht stimme ich dir in ein paar Jahren (mit etwas mehr Lebenserfahrung ;-) ) zu, aber im Moment möchte ich zumindest noch daran glauben, dass man sich auch mit einem (dem richtigen) Partner an seiner Seite selbst verwirklichen kann. Wobei das ja nicht bedeutet, dass man den Richtigen sofort mit Anfang 20 findet.

sagen wir mal, meine freundin plant am wochenende was mit mir zu machen und ich stimme ihr zu und vergesse es erstmal. wenn ich dann in einer fernbeziehung einfach nicht auftauche, sondern irgendwann mal SMSe, dass ich mich jetzt mit kumpels treffe oder zocke oder mir nen schönen abend mache, kann das falsch rüber kommen und meine freundin ist auf 180. wenn sie dann auch noch so drauf ist, dass sie einem das nicht direkt und offen sagt - und so sind menschen oft - dann kommt eine zickige SMS a la "dann mal viel spass!!!" zurück, die ich dann in bierlaune ebenso falsch verstehe und auf die ich gar nicht mehr eingehe.

wenn ich in einer nahbeziehung sage "du, ich mach heut abend was mit XY!", sehe ich an ihrem blick, ob das denn nun OK ist oder nicht.

kommunikation ist in einer beziehung eben wichtig und da spielt mimik und gestik auch eine rolle und bei fernbeziehungen kommt das eben nie ganz so gut rüber, wenn man nur telefoniert oder SMSt oder mailt.

Da hast du Recht, in der direkten Kommunikation kann man oft vielmehr sehen als wenn man nur telefoniert oder schreibt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch in der direkten Kommunikation viel falsch verstehen kann. Probleme können immer auftreten, deswegen halte ich es für sehr wichtig, dass man - egal wie man kommuniziert - immer offen und ehrlich ist und nicht mit doppeldeutigen Aussagen wie "Dann mal viel Spaß" versucht dem anderen seinen Missmut zu zeigen.

Und das mal einer Termine vergessen hat, war bei uns nur am Anfang ein Problem. Nachdem das ein- oder zweimal passiert war und wir drüber geredet haben, wie scheiße das war, sind wir dazu übergegangen uns gegenseitig rechtzeitig und regelmäßig an solche Termine zu erinnern und haben eben auch angesprochen, wenn wir was mit Freunden planen, damit solche Überschneidungen frühzeitig aus der Welt geschafft bzw. geklärt werden konnten.

aber das meine ich eben auch mit der ganzen fern- und nahbeziehungs-thematik. mir ist dann irgendwann bewusst geworden, dass ich einfach keine fernbeziehung oder LAT will. ich will eine beziehung, in der es auch mal eifersucht gibt oder in der man sich auch mal einengt. eben weil es nur dann ne beziehung und was besonderes ist, was man aktiv haben und unterstützen wollen muss, um es geniessen zu können.

Ach die Eifersucht gab es bei uns durchaus auch, das ist ja nun nix, was einer Nah-Beziehung vorbehalten ist. ;-D

Ich glaube ich muss für mich noch herausfinden was ich wirklich will - im Moment will/wollte ich keine Nah-Beziehung, vielleicht ändert sich das noch mal, vielleicht auch nicht.

aber man bekommt das doch so oder so mit. warum soll man das im vorraus mitbekommen oder frühzeitig?

und umgekehrt kann es ja auch sein, dass du zur modetussi wirst und er zum metalhead und ihr euch trotzdem noch in ein paar punkten gut versteht.

und irgendwo gehört das auch zum loslassen dazu: wenn er als metalfan glücklich ist, gönn es ihm doch. umgekehrt sollte er dir dann auch gönnen können, mit dem modekram glücklich zu werden, um mal bei deinem beispiel zu bleiben.

wenn man dann merkt, dass ihr in punkto freizeit nicht mehr viele schnittpunkte habt, dann ist das eben leider so und ihr habt euch auseinander entwickelt.

Ja sicher bekommt man es mit, aber ich bin jemand, der sich mit Veränderungen eher schwer tut (wie man vielleicht merkt) und es fällt mir deutlich leichter, wenn ich mich darauf einstellen kann, als wenn ich plötzlich damit konfrontiert werde. Deswegen würde ich (aus jetziger Sicht) sagen, dass es mir leichter fällt, wenn wir uns Stück für Stück auseinander entwickeln, als wenn es nach sehr langer Zeit plötzlich einfach passiert ist.

Ich will ihm ja sein Glück gönnen, wie ich (glaube ich) schon mal schrieb, will ich ja, dass er glücklich ist, aber in mir streiten sich halt gerade Herz und Kopf. Der Kopf sagt "Ich liebe ihn, will nur das Beste für ihn, gönne ihm, dass er glücklich wird und wenn er mit mir nicht glücklich ist, dann wäre ich es auf Dauer auch nicht" und mein Herz sagt "Er hat mich so unglaublich verletzt, er ist ein unsensibles, egoistisches Arschloch, das meine Gefühle mit Füßen tritt und mich nur benutzt hat. Er soll genauso leiden wie ich, er soll unglücklich sein und all das bekommen, was er niemals wollte."

naja, um sowas zu verstehen braucht man immer viel zeit. aber irgendwann macht es im kopf und im herzen klick und dann fängst du an, es besser zu verstehen. :)*

Ja die Zeit muss ich mir jetzt auch einfach nehmen, aber irgendwie glaube ich im Moment nicht, dass es irgendwann mal Klick macht und ich es verstehe. Ich werde vielleicht irgendwann drüber weg sein, aber verstehen werde ich es wohl nicht. Naja das wird die Zeit zeigen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH