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Einseitig nicht mehr passende Kontakte "loswerden"

PxythoNn5ixst


Klingt nicht schlecht^^, aber warum soll ich mich zu einem Treffen verbiegen, wenn ich das nicht will? Um ihm ein Leckerli hinzuwerfen, damit er mir auch weiterhin hinterherläuft?

Ich finde, das eine Treffen im Jahr hat klare Vorteile. Er kann dich viel weniger idealisieren, wenn du auch mal zu spät kommst, im direkten Kontakt deine Grenzen deutlich machst, oder deinen Freund mitbringst. Im direkten Kontakt bekommt er Realität von dir mit: dein reales Verhalten, dein reales Aussehen, deine reale Kommunikation mit ihm. Die Viel-weniger-Göttin, die irgendwie auch nicht mehr so jugendlich frisch aussieht, wie beim letzten Kontakt vor paar Jahren noch oder auf dem alten Foto aus der Abschlussklasse. Und du bekommst seine Realität mit, inkl. dessen, dass er vielleicht doch irgendwann mal eine Ersatzgöttin zum Treffen mitbringt und du 1) aufatmen kannst und 2) dich freuen kannst, dass deine Tipps von einst vielleicht doch noch Früchte trugen. Und dann kannst auch du dein Bild über ihn wieder geraderücken. Anstatt dass du über Jahre davon ausgehen musst: "Der doofe Typ idealisiert mich bestimmt immer noch."

Und ich finde, es ist eine Sache der Empathie und Menschlichkeit einen Zwischenweg zu finden. Es ist immer doof, wenn so Sympathie nicht symmetrisch ist, aber so diese einseitigen Kontaktabbrüche, ich halte da nix von. Schon ein "nie" kann sich paar Jahre später wieder ändern und so finde ich besser, dass Gefühle in der Situation geäußert werden. Du hast doch oben gut ausgedrückt, dass du dich derzeit genervt von ihm fühlst und er dir auf den Geist geht und du klare Grenzen setzen willst. Aber ich finde, dann kann man es auch bei diesem Gefühl und dieser Reaktion belassen.

Würde sich das für dich gut anfühlen in meiner Rolle?

Ich war auch schon in der Situation. Aber ich bin bisher im Leben gut gefahren mit Kants Kategorischem Imperativ.

Der Veränderungswille auf deiner Seite ist klar erkennbar. Ich würde es als Training nehmen, auch mit unbequemen Menschen im Leben einen angemessenen Weg des Auskommens mittels einer Basiskommunikation zu finden. Man kann Menschen sicherlich in bestimmten Fällen bis ans Ende ihrer Tage hassen und verachten und folglich nie wieder sehen wollen. Aber wegen der Sachen, die du da beschrieben hast, fände ich diese Reaktion überzogen.

C<araZmalax 3


Verstehen kann ich das. Es gibt Kontakte, die auch lose nicht funktionieren, weil seelisch zu viel dahinter steckt. Da täuscht einen das innere Gefühl wohl nicht.

An deiner Stelle würde ich schreiben, dass du dich auf dich alleine konzentrieren willst, aus persönlichen Gründen und du alle Kontakte, die du nur lose hast, abbrechen willst. Das entspricht der Wahrheit und ist nicht beleidigend und es betrifft ihn nicht persönlich, weil du das mit jedem machen wirst, der ähnlich agiert.

Cninnjamonx4


Hm... Ich bin ja geneigt, dem Pythonisten zuzustimmen - schließlich wäre das wirklich ein Kompromiss. Auf der anderen Seite frage ich mich aber auch, ob du - wenn du dich wirklich so schlecht damit fühlst - so einen Kompromiss eingehen solltest. Manchmal ist ein Kompromiss eben auch ein fauler Kompromiss. Es ist eine wirklich schwierige Entscheidung. Ich bin halt ein Freund klarer Verhältnisse und mag es auch nicht, wenn mein Gegenüber irgendwie "wischi-waschi" ist. Aber es hat natürlich auch etwas für dich, manche Türen nicht komplett zu verschließen.

Cninn2amonx4


Finde das super, was Caramala schreibt :)^ ! Das ist total wertschätzend.

EKhema&ligeir NutTzer Y(#60567)7)


Ich vermute mal, dass er sich einfach über deine Gegengeschenke freut und auch daher weiter schenkt. Ich würde wohl nicht darauf kommen, dass es Ablehnung ist, wenn ich ebenfalls ein Geschenk erhalte ^^.

Ja, das leuchtet mir auch ein. Aber du würdest mir auch kein Geschenk gegen meinen ausdrücklichen Willen schenken - und dazu erklären, dass das eine einmalige Aktion wäre. (Deshalb hatte ich auch die Hoffnung, dass das mit einem Gegengeschenk gut aus der Welt ist; ich mag nicht in dessen Schuld stehen und ein Geschenk zu bekommen, verpflichtet zum Gegengeschenk (normalerweise). Gegengeschenke habe ich beim 2. Mal schon nicht mehr gemacht, weil ich das dann nun wirklich nicht einsehe. Es gibt auch pseudo-freundliche Grenzüberschreitungen; das sehe ich nicht ein verpflichtet zu werden durch ein aufgedrängtes Geschenk, das ich nicht will. Auch wenn das eine verbreitete Regel ist.

Was mich bzgl. des Kontaktes stört ist, dass irgendwie (mal wieder) der Hauptteil der Verantwortung bei mir hängenbleibt und mir zugeschoben wird; eben auch, dass ich mich wertschätzend verabschiede, obwohl er es eigentlich nicht ist und das unter Ausnutzung allgemeiner Höflichkeitsregeln (die Geschenke sind ja aufgedrängt, trotzdem "muss" ich dafür dankbar sein oder soll/muss sonstwie darauf reagieren). Ich weiß gerade nicht, wie ich das gut erklären kann.

Ich würde an deiner Stelle aber wertschätzend bleiben und ihm ehrlich sagen, dass es leider nicht mehr passt für dich, du ihm aber trotzdem alles Gute wünschst und den Kontakt gerne einstellen möchtest. Und dann würde ich ihn an deiner Stelle blockieren.

Thx, das ist ebenfalls eine gute Formulierung.

E`hemalig+er Nut*zer[ (#605]67x7)


@ Phytonist

Er weiß, wie ich recht aktuell aussehe. So lange ist das auch wieder nicht her. (Aber schon ca. 2 Jahre).

Ich finde, das eine Treffen im Jahr hat klare Vorteile. Er kann dich viel weniger idealisieren, wenn du auch mal zu spät kommst, im direkten Kontakt deine Grenzen deutlich machst, oder deinen Freund mitbringst

Das fehlte mir noch (bezogen auf das mich mit ihm treffen und meinen platonischen Freund mitbringen). Nee, auf keinen Fall. Der weiß ja auch, wie ich real aussehe.

Und du bekommst seine Realität mit, inkl. dessen, dass er vielleicht doch irgendwann mal eine Ersatzgöttin zum Treffen mitbringt

;-D der ist gut. Sorry, aber der Typ tickt ganz anders als du es ausmalst in deinem Beitrag. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall dass er eine Freundin hätte (was ich ihm ja echt wünschen würde aus verschiedenen Gründen), würde er die im Leben nicht mit zu so einem Treffen bringen.

Schon ein "nie" kann sich paar Jahre später wieder ändern

Nein, bei mir ist das final.

Ich möchte auch nicht in 10 Jahren irgendwann wieder Kontakt. Und ich verstehe auch nicht, warum du so bestrebt bist in deinen Ratschlägen, dass ich den Kontakt nicht komplett abbrechen "soll"/"darf"; no offense. Ich hasse ihn auch nicht. Aber es ist mein Recht, keinen privaten Kontakt mit jemanden haben zu müssen, nur weil der sozial einsam ist. Seine Bedürfnisse stehen doch nicht über meinen.

@ Caramala 3

An deiner Stelle würde ich schreiben, dass du dich auf dich alleine konzentrieren willst, aus persönlichen Gründen und du alle Kontakte, die du nur lose hast, abbrechen willst. Das entspricht der Wahrheit und ist nicht beleidigend und es betrifft ihn nicht persönlich, weil du das mit jedem machen wirst, der ähnlich agiert.

Danke, das gefällt mir noch besser als die Idee von Cinnamon4, weil ihm das keine Möglichkeiten für Diskussionen lässt (getarnt als Nachfragen, nach dem Warum Wieso Weshalb; da neigt er nämlich stark zu.)

E&helmal`iger Nut.zer (#60k56b77)


Also wenn er fragt nach den pers. Gründen, hätte ich da kein Problem ihm zu sagen, dass ihn das nichts angeht.

C4inn~amUoxn4


Ja, das leuchtet mir auch ein. Aber du würdest mir auch kein Geschenk gegen meinen ausdrücklichen Willen schenken - und dazu erklären, dass das eine einmalige Aktion wäre.

Hm... Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich weiß halt nicht, was in ihm vorgeht. Er scheint ziemlich verzweifelt zu sein. Und verzweifelte Menschen überschreiten manchmal Grenzen.

(Deshalb hatte ich auch die Hoffnung, dass das mit einem Gegengeschenk gut aus der Welt ist; ich mag nicht in dessen Schuld stehen und ein Geschenk zu bekommen, verpflichtet zum Gegengeschenk (normalerweise). Gegengeschenke habe ich beim 2. Mal schon nicht mehr gemacht, weil ich das dann nun wirklich nicht einsehe. Es gibt auch pseudo-freundliche Grenzüberschreitungen; das sehe ich nicht ein verpflichtet zu werden durch ein aufgedrängtes Geschenk, das ich nicht will. Auch wenn das eine verbreitete Regel ist.

Hm... Da ist es dann aber vermutlich an dir,"Scheiß drauf!", zu denken. Er macht es ja eben nicht (oder aus falsch verstandener) Freundlichkeit heraus. Darauf mit Freundlichkeit zu reagieren - und genau das ist ein Gegengeschenk eben - sendet dann vermutlich andere Signale als beabsichtigt.

Was mich bzgl. des Kontaktes stört ist, dass irgendwie (mal wieder) der Hauptteil der Verantwortung bei mir hängenbleibt und mir zugeschoben wird; eben auch, dass ich mich wertschätzend verabschiede, obwohl er es eigentlich nicht ist und das unter Ausnutzung allgemeiner Höflichkeitsregeln (die Geschenke sind ja aufgedrängt, trotzdem "muss" ich dafür dankbar sein oder soll/muss sonstwie darauf reagieren). Ich weiß gerade nicht, wie ich das gut erklären kann.

Ich weiß schon, was du meinst, aber du musst gar nichts, auch wenn es sich so anfühlt. Es geht dabei auch nicht um ihn, sondern um dein Bild von dir. Du bist - vermute ich - ein Mensch, der anderen normalerweise gerne hilft und sich viele Gedanken um andere macht, niemanden vor den Kopf stoßen will. Das kenne ich auch (weißt du ja ;-D ). Und jetzt irgendwie... ja... nicht so nett zu ihm zu sein, passt vermutlich nicht in dein Bild von dir. Vielleicht kannst du dein Bild von dir erweitern, indem du dir sagst: "Wenn jemand nicht nett zu mir ist, ist es okay, auch unfreundlich zu sein." Ist superschwer, versuche ich ja auch gerade zu lernen. Ich mag es auch nie, Türen zuzuschlagen. Aber wozu die Tür zu jemandem aufhalten, den man nicht mag und/oder der einen nicht respektiert? Es geht am Ende dabei darum, dass du noch mit dir im Reinen bist. Deswegen wäre wohl wirklich zu überlegen, wie du ihm die Türe vor der Nase zuschlägst.

Übrigens war mein besagter Bekannter auch so einer, der immer nach einem "Warum?" gefragt hat. Weil ich das auch so schlecht ab konnte und einfach nicht standhaft bleiben konnte, hatte ich ihn nach meinem Kontaktabbruch, meiner Erklärung, auch blockiert. Aus meiner Sicht war alles gesagt und es hat einfach nicht mehr gepasst. Du musst dich nicht rechtfertigen und wenn es dir schwer fällt, es nicht zu tun, dann blockiere ihn wirklich.

E.hemaligFer Nut#zer{ (#605677x)


Speziell zu dem Aspekt von dir, Phythonist noch etwas:

Und ich finde, es ist eine Sache der Empathie und Menschlichkeit einen Zwischenweg zu finden.

Grundsätzlich sehe ich das zwar auch ähnlich, aber das endet bei mir mit solchen Menschen irgendwie so, dass ich dann allein dafür verantwortlich werde, dass der andere bloß empathisch genug behandelt wird von mir, aber der das im Gegenzug nicht ist (nicht wirklich).

Es sollte ausgewogen sein. Und wenn der andere das nicht kann oder will, dann muss ich nicht dessen Anteil mitübernehmen. Auch wenn ich das mal freiwillig getan habe, weil mir das da relativ leicht fiel und dem anderen schwer. Das ist aber eine freiwillige Leistung/ein freiwilliges Entgegenkommen.

@ Cinnamon4

Er scheint ziemlich verzweifelt zu sein. Und verzweifelte Menschen überschreiten manchmal Grenzen.

Joa, kann ich bis zu einem gewissen Grad bei ihm zwar auch verstehen (seinen Leidensdruck), aber eine Therapie hatte er damals abgebrochen. Die hatte er ja gerade wegen sozialer Probleme (auch an seinem Arbeitsplatz) aber auch, weil er keine Freunde hatte seit Ewigkeiten, gemacht. Aber keine Ahnung, inwiefern die ihm etwas gebracht hat.

Eine neue Therapie wollte er nicht machen. Habe das nicht weiter vertieft oder wiederaufgegriffen, weil er da abgeblockt hat. Und ist ja seine Sache.

Ich weiß schon, was du meinst, aber du musst gar nichts, auch wenn es sich so anfühlt.

Weiß ich nicht; ich habe ein bischen ein schlechtes Gewissen, weil ich mich ja überhaupt auf den Kontakt eingelassen hatte. Hätte ich da gewusst, dass er sich dadurch so an mich bindet bzw. auf mich fixiert hätte cih das nie gemacht. Diesbzgl. ärgere ich mich über mich selbst, weil ich jetzt diesen Kontakt an der Backe habe und das war mit ein Grund, warum ich mir ein zugewandtes Verhalten bei neuen Kontakten nach Möglichkeit abgewöhnt habe bzw. keine neuen Menschen kennenlernen mag und die lieber von vorneherein komplett auf Distanz halte. Das andere schafft zu viel Bindung. Und da springen gerade die falschen besonders drauf an. Reicht, dass man die einzige Person ist, die nett zu dem anderen ist. Wenn der das sonst nicht kennt, ist das wohl ähnlich wie Anfixen mit Heroin (so hat mir das mal jemand erklärt).

indem du dir sagst: "Wenn jemand nicht nett zu mir ist, ist es okay, auch unfreundlich zu sein."

Die "Regel" habe ich; das Problem in solchen Fällen ist, dass der andere nicht offen übergriffig ist, sondern das macht mit Aktionen, die allgemein sogar als besonders nett gelten (vgl. jmd. ein Geschenk machen).

Und ich weiß das leider nur zu gut, dass ich offiziell die schlechteren Karten habe. Weil er ja hochoffiziell "nur nett zu mir" war. Ich kann das ja nicht beweisen gegenüber Dritten. Und in die ganze Situation wäre ich nicht gekommen, wenn ich nicht am Anfang mal freundlich zu dem gewesen wäre. Ich hasse das. Es ist so, als wenn man jmd. die Hand reicht und der versucht den Arm zu nehmen. Und darauf angesprochen heißt es dann "Was hast du denn? Ich mache doch nichts." und die Umstehenden nicken und sagen "Also wirklich, sei doch nicht so unfreundlich zu dem. Der tut dir doch nichts.".

E7hem"alige~r Nutzeir (#V6056x77)


Ich hatte ihn ja auch durchaus mal direkt darauf angesprochen (neben den ebenfalls direkt angesprochenen Sachen bzgl. der Geschenke). Aber da ist der glitschig wie ein Aal. Davon, was er offiziell behauptet, evtl. in dem Moment sogar selbst glaubt, kann ich mir nichts kaufen, weil er nicht danach handelt und ich würde sogar sagen, sich selbst in manchen Punkten belügt.

Ckisnnamxon4


@ Polarfuchs

Joa, kann ich bis zu einem gewissen Grad bei ihm zwar auch verstehen (seinen Leidensdruck), aber eine Therapie hatte er damals abgebrochen. Die hatte er ja gerade wegen sozialer Probleme (auch an seinem Arbeitsplatz) aber auch, weil er keine Freunde hatte seit Ewigkeiten, gemacht. Aber keine Ahnung, inwiefern die ihm etwas gebracht hat.

Eine neue Therapie wollte er nicht machen. Habe das nicht weiter vertieft oder wiederaufgegriffen, weil er da abgeblockt hat. Und ist ja seine Sache.

Du musst ja auch kein Verständnis für ihn haben, darum geht es ja gar nicht. Ich wollte ja nur darauf hinaus, dass sein Verhalten angeblich so... abnormal wäre. Es ist nicht schön, das stimmt. Aber Menschen machen oft Dinge, die nicht schön sind.

Weiß ich nicht; ich habe ein bischen ein schlechtes Gewissen, weil ich mich ja überhaupt auf den Kontakt eingelassen hatte.

Aber das konntest du ja vorher nicht wissen @:) ? Du trägst da ja nicht die Verantwortung für. Ein gegenseitiges Kennenlernen ist immer ein Beschnuppern mit ungewissem Ausgang. Und ihr seid halt leider zu unterschiedlichen Ergebnissen dabei gekommen. Wobei ich mich frage, wie deutlich du deine Grenzen gesetzt hast. Nicht, dass du das tun müssen solltest - es ist scheiße, dass er deine Grenzen immer wieder überschreitet. Aber für dich ist es ja auch blöd, dich derzeit nicht so gescheit wehren zu können.

Hätte ich da gewusst, dass er sich dadurch so an mich bindet bzw. auf mich fixiert hätte cih das nie gemacht. Diesbzgl. ärgere ich mich über mich selbst, weil ich jetzt diesen Kontakt an der Backe habe und das war mit ein Grund, warum ich mir ein zugewandtes Verhalten bei neuen Kontakten nach Möglichkeit abgewöhnt habe bzw. keine neuen Menschen kennenlernen mag und die lieber von vorneherein komplett auf Distanz halte. Das andere schafft zu viel Bindung. Und da springen gerade die falschen besonders drauf an.

Wow... diesen Schluss finde ich dann doch etwas... übertrieben? Entschuldige, ich will dir nicht zu nahe treten - ich weiß ja nicht, was du in dem Punkt schon erlebt hast. Allerdings sollten die wenigstens Menschen so crazy reagieren und wenn man diese doch immer wieder anzieht, sollte man natürlich darüber nachdenken, seine Grenzen besser zu setzen.

Ob es die richtige Lösung ist, alle Menschen da im Voraus schon unter Generalverdacht zu stellen, weiß ich nicht. Wenn du mit der Strategie gut fährst, dann passt das ja so. Für mich persönlich wäre es nur nichts. Ich würde vermutlich eher daran arbeiten, die Grenzen zu setzen, wenn es notwendig wird, und nicht vorher.

Reicht, dass man die einzige Person ist, die nett zu dem anderen ist. Wenn der das sonst nicht kennt, ist das wohl ähnlich wie Anfixen mit Heroin (so hat mir das mal jemand erklärt).

Hm... Wenn wirklich niemand sonst nett zu ihm ist, ist er wohl wirklich eine arme Seele... Und das entspricht auch dem Status Quo?

Ich glaube aber, du solltest ihn nicht bemitleiden. Setze die Grenzen so, wie du dich wohl damit fühlst. Gib Geschenke zurück. Setze eben Grenzen. Ganz konsequent.

Die "Regel" habe ich; das Problem in solchen Fällen ist, dass der andere nicht offen übergriffig ist, sondern das macht mit Aktionen, die allgemein sogar als besonders nett gelten (vgl. jmd. ein Geschenk machen).

Und ich weiß das leider nur zu gut, dass ich offiziell die schlechteren Karten habe. Weil er ja hochoffiziell "nur nett zu mir" war. Ich kann das ja nicht beweisen gegenüber Dritten. Und in die ganze Situation wäre ich nicht gekommen, wenn ich nicht am Anfang mal freundlich zu dem gewesen wäre. Ich hasse das. Es ist so, als wenn man jmd. die Hand reicht und der versucht den Arm zu nehmen. Und darauf angesprochen heißt es dann "Was hast du denn? Ich mache doch nichts." und die Umstehenden nicken und sagen "Also wirklich, sei doch nicht so unfreundlich zu dem. Der tut dir doch nichts.".

Warum musst du es Dritten gegenüber denn beweisen? Reicht es nicht, dass du dich mit ihm unwohl fühlst? Oder schreit er es dann in die Welt hinaus ;-D ?

Ich hatte ihn ja auch durchaus mal direkt darauf angesprochen (neben den ebenfalls direkt angesprochenen Sachen bzgl. der Geschenke). Aber da ist der glitschig wie ein Aal. Davon, was er offiziell behauptet, evtl. in dem Moment sogar selbst glaubt, kann ich mir nichts kaufen, weil er nicht danach handelt und ich würde sogar sagen, sich selbst in manchen Punkten belügt.

Es gibt so Menschen. Und die denken noch, sie tun dir was Gutes, weil du selbst nicht weißt, was du willst/lügst/zu bescheiden bist. Das kann übergriffig und egoistisch gemeint sein, das kann auch tatsächlich lieb gemeint sein. Auf jeden Fall kannst du das Problem nicht durch Gespräch mit ihm lösen. Gib ihm Geschenke und andere Aufmerksamkeiten einfach konsequent zurück bzw. weise sie von dir. Oder hast du Angst, ihn zu kränken? Es klingt ein bisschen so, als könntest du den Konflikt nicht aushalten, ihn direkt zurück zu weisen. Sorry, falls das nicht stimmt, es klingt nur so für mich.

JWuCli20H06


Hey, Polarfuchs - das kommt mir alles ziemlich bekannt vor, habe ich fast deckungsgleich so erlebt. :)_

Genau wie dir passiert(e) es mir immer mal wieder, dass ich durch einfach nur freundlich sein ganz arglos in irgendwelche Erwartungshaltungen von Männern stolper(t)e, die ich im Leben nicht hatte kommen sehen Andere dagegen schon - die prophezeiten mir das manchmal bereits, als ich immer noch ganz verständnislos der Meinung war, sie würden maßlos übertreiben Sobald ich diese Erwartungen dann endlich mal kapiert hatte, musste ich mich dann sehr unangenehm und verunsichert wieder herauswinden, und das tat mir immer total leid - für den jeweiligen Mann und auch für mich.

Dann allerdings kam meine "Blaupause" des Mannes, den du ihn hier gerade beschreibst - eigentlich ein wirklich netter Kerl, der nur leider viel Pech mit Frauen hatte. Ich dachte, er wäre ein Kumpel, nicht mehr. Schnell stellte sich heraus: er sagte zwar Kumpel, meinte aber mehr als das, jede Menge vollkommen übertriebene Geschenke inklusive. Das alles blockte ich zwar immer deutlich ab, stieß aber im Grunde auf taube Ohren - denn er konstruierte sich daraus irgendwie die Meinung, mich aus meiner vermeintlichen "Beziehungsangst" retten zu müssen. Das war natürlich Quatsch - ich wollte ihn schlicht und ergreifend nicht! Nicht mehr, nicht weniger. Aber es war total egal, wie oft ich ihm das sagte - ich erinnere mich an ANDERTHALB Stunden im Zwiegespräch auf seinem Sofa (Freunde hatten mir - völlig zu Recht! - wie auch Pythonist geraten, nochmal ganz offen und gezielt mit ihm ausschließlich darüber zu reden), in denen ich mit ihm bis ins kleinste Detail ausdiskutierte, dass ich nichts von ihm will. Nicht jetzt, nicht in sechs Monaten und auch nicht in zehn Jahren. Noch nie habe ich jemandem so etwas zwar freundlich, aber knallhart mehrfach ins Gesicht gesagt. Dennoch: es war einfach sinnlos, er ließ sich nicht davon abbringen, stets balancierend zwischen "jaja, natürlich sind wir nur Freunde" und unterschwellig "eines Tages wirst du schon sehen, dass du mich doch willst". Daher kann ich das

Ich hatte ihn ja auch durchaus mal direkt darauf angesprochen (neben den ebenfalls direkt angesprochenen Sachen bzgl. der Geschenke). Aber da ist der glitschig wie ein Aal. Davon, was er offiziell behauptet, evtl. in dem Moment sogar selbst glaubt, kann ich mir nichts kaufen, weil er nicht danach handelt und ich würde sogar sagen, sich selbst in manchen Punkten belügt.

Polarfuchs

extrem gut nachvollziehen! Letztendlich musste ich dann einfach, ganz entgegen meinem freundlichen und diplomatischen Wesen, eine weitere, äußerst klare Ansage machen - dies auch, ebenfalls entgegen meinen Prinzipien, schriftlich. Ich brauchte eine Art Grundsicherheit, etwas, auf das ich mich für meinen Seelenfrieden jederzeit berufen konnte, denn - das möchte ich ganz deutlich betonen - mir tat das ja einfach total leid! Ich wollte doch nicht, dass er sich grundlos in etwas absolut Aussichtsloses verrennt! Ich mochte ihn wirklich gern und fand es unerträglich, dafür verantwortlich zu sein, dass er sich unglücklich macht. Aus eigener, reicher Erfahrung weiß ich, wie schlimm es ist, von Menschen abgelehnt zu werden, für die man etwas fühlt und habe mir deshalb immer geschworen, in solchen Situationen freundlich und ... mitfühlend?... zu sein. Aber hier half das nicht mehr. Es gab also eine klare Ansage, dazu die Ankündigung, dass dies nun das Letzte wäre, was ich dazu sagte, was mir sehr leid täte, aber ich wüsste einfach keine andere Lösung.

Daraufhin musste ich dann zunächst wochenlang aushalten, dass er mich trotzdem immer wieder kontaktierte, manchmal bettelnd, oft mit Vorwürfen (was ich ja alles verstand, aber wem half das denn?!). Ich wollte so gern darauf antworten, mich manchmal erklären oder rechtfertigen, ihm Mut machen oderoderoder, aber ich zwang mich dazu, es sein zu lassen. Bringt nix, Juli. Bringt einfach gar nix. Ist für ihn und dich das Beste, den Kontakt einzustellen!

Nach ein paar Wochen dann wurden seine Meldungen dann wirklich seltener - aber aufgehört haben sie bis heute (nach fast DREI Jahren!) tatsächlich nicht. Ich bekomme trotzdem zu meinem Geburtstag, zu Weihnachten, manchmal auch einfach so zwischendrin eine Nachricht "Hallo! Wie geht's dir? Man sieht dich ja gar nicht mehr... ;-) " oder so - und fühle mich dann noch immer irgendwie schlecht dabei. Als wäre ich verantwortlich für etwas, was ich doch durch ganz große Ehrlichkeit und unzweifelhafte Worte hatte vermeiden wollen.

Ich kann also sehr gut verstehen, wie es dir geht, Polarfuchs, und rate dir: brich' den Kontakt ab. Schreibe eine kurze, zwar freundliche, aber ab-so-lut unmissverständliche Nachricht. Speichere sie irgendwo, lies sie nach ein paar Tagen nochmal, denke darüber nach, wie du ihren Tonfall findest - zu lieb? Zu fies? - bessere nach, schicke ab, und dann Feierabend. Ich drücke dir die Daumen, dass das funktioniert und ihm die Daumen, dass er eine tolle, andere Frau finden mag. @:)

J/uli2090x6


Nachtrag:

Seit dieser Erfahrung ist es bei mir tatsächlich so, dass ich im Umgang mit Männern lieber früher als später ungewöhnlich deutliche, für meine Verhältnisse beinahe harsche Worte finde für Andere vielleicht normal, für mich schon so, dass es mich Überwindung kostet,, sobald ich das Gefühl habe, dieses Muster könnte sich wiederholen. Auch dabei ist mir dann irgendwie... unwohl... aber in so eine Situation wie damals möchte ich nie wieder kommen! Das war mir eine Lehre, obwohl ich immer noch nicht so richtig weiß, was genau ich eigentlich falsch gemacht habe... :-/

CraZrama)l,ax 3


Das ist schade, dass du dich dabei unwohl fühlst, Juli. Jeder Mensch hat das Recht sein eigenes seelisches Wohlbefinden zu schützen, denn man kann nicht die Schwächen und Mängel anderer unbegrenzt mit sich herumtragen. Denn nichts anderes ist das, was oftmals als Liebe gedeutet oder auch missgedeutet wird. Ich halte jeden Menschen für bedürftig, denn keiner ist vollkommen. Und wenn man Glück hat, dann findet man jemanden, der einen ergänzt. Dann ist das ein Geben und ein Nehmen, mit einer Entwicklung, die beiden gut tun kann.

Ist das Ungleichgewicht von vornherein sehr stark, dann merkt man das auch. Und da würde ich an deiner Stelle auch klare Worte finden. Es gibt Menschen, die fühlen sich nur wohl, wenn sie einen Stall voller Freunde haben und andere sind eher am eigenen Leben interessiert und leben dann eher zurückgezogener, aber mit wenigen Kontakten, die einem das eigene Leben nicht einschränken, sondern es gegenseitig achten. Was nicht heißt, das man bei vielen Freunden, das nicht genauso sieht, aber es ist mehr gestreut und meist auch nicht so tiefgehend.

Ich finde es einfacher, nicht den Samariter spielen zu wollen, sondern, wenn man Hilfe geben kann, dann Hilfe zur Selbsthilfe. Man kann nur das an andere weitergeben, was man selbst auch verstanden und gut durchdacht hat, wenn es etwas Seelisches ist. Und wenn man es gut durchdacht hat, dann macht es einen selbst und andere frei. Kann man es so nicht weitergeben, dann würde ich Kontakte sofort sein lassen. Da muss man meist auch nichts sagen, denn der andere merkt das sehr schnell, das man ihn nicht ausgleichen will.

E(hemaliger N-utzer (#x605677)


So ich habe demjenigen etwas Entsprechendes geschrieben und mich quasi final verabschiedet. Nochmal vielen Dank für euere Formulierungstipps dafür - das fand ich sehr hilfreich.

@ Cinnamon4

Ich wollte ja nur darauf hinaus, dass sein Verhalten angeblich so... abnormal wäre.

Das finde ich schon, weil ich dieses Überinterpretieren eines Kontaktes (= dass man den Kontakt viel enger und auf einer anderen Ebene sieht als der andere) bisher nur zweimal hatte und da jedesmal mit jungen Männern, die noch nie eine Freundin hatten und unfreiwillig ihrerseits praktisch keine oder kaum soziale Kontakte haben, zum anderen Geschlecht schon gar nicht.

Das scheint mir schon irgendein Defizit zu sein, weil mein Verhalten zwar freundlich aber alles andere als flirtend oder so ist und ich das von anderen sonstigen Menschen nicht so kenne, dass die sowohl alle indirekten als auch alle direkten, klaren Signale/Ansagen derart "ausblenden" in ihrer Welt. Da fehlt irgendwie das soziale Feingefühl und etwas im Bereich der sozialen Intelligenz oder wie man das nennen will. Es fällt denen ja nicht mal auf, dass sie die einzigen sind mittelfristig, die immer wieder den Kontakt suchen und dass meinerseits kaum und nur sehr spät überhaupt eine Reaktion kommt (die auch definitiv nicht dafür spricht, dass ich unseren Kontakt als enge Freundschaft oder gar Zwischenstufe zu einer Partnerschaft sehe). Und ich meine damit nicht, dass die hellseherisch zwischen den Zeilen lesen müssten, aber die sind irgendwie völlig stumpf bzgl. aller noch so gängigen Zeichen, dass ihr gegenüber kein nennenswertes Interesse am Kontakt hat. Das kenne ich wiederum so nicht.

Dummerweise haben die keinen Stempel auf ihrer Stirn (außer dass beide anfangs ziemlich schüchtern waren), sondern das ist bei denen erst so nach und nach rausgekommen.

Daraus gelernt habe ich, dass ich zukünftig direkt weg bin, wenn mir jemand männliches erzählt, dass er kaum engeren Kontakt zu Frauen hatte und noch nie eine Freundin/Partnerin, obwohl er den Wunsch danach hat. Bei den beiden habe ich das schlicht unterschätzt, dass sie diesen Wunsch dann insgeheim völlig ignorant eben doch auf mich fokussieren, nur weil ich böse gesagt gerade greifbar und noch nicht abgehauen bin. Sowas kannte ich wie gesagt von anderen jungen Männern bis dato nicht und im Grunde schneiden die sich damit ja ins eigene Fleisch.

Echte enge Bekanntschaften bis Freundschaften habe ich so generell immer gemischtgeschlechtlich gehabt. Die "Sorte" Mann wie diese beiden Herren sind aber gerade Leute, mit denen das nicht geht und ich das auch nicht möchte.

Ich würde vermutlich eher daran arbeiten, die Grenzen zu setzen, wenn es notwendig wird, und nicht vorher.

So habe ich auch gedacht, aber weiß spätestens jetzt sicher, dass ich lieber keinen Kontakt habe als einen, in dem ich ständig Grenzen setzen und deren Einhaltung überwachen muss. Mir ist es sehr wichtig, dass meine Grenzen eingehalten werden; erst recht, wenn ich diese klar mitgeteilt habe. Mit wem ich befreundet oder zusammen bin, bestimme immer noch ich und nicht mein Gegenüber nur weil der das gerne so hätte.

Warum musst du es Dritten gegenüber denn beweisen? Reicht es nicht, dass du dich mit ihm unwohl fühlst? Oder schreit er es dann in die Welt hinaus ;-D ?

Na ja, von beiden weiß ich aus sicherer Quelle, dass sie gegenüber Dritten (in meiner Abwesenheit) behauptet haben, dass sie quasi mit mir zusammen wären (= in einer Beziehung wären).

Das ist in etwa so, als wenn ich einem Nachbarn normal höflich regelmäßig Hallo sage im Treppenhaus (hier so üblich) und der anderen dann erzählt, dass er mit mir befreundet wäre.

Ich finde das extrem anmaßend und übergriffig und eben auch ... gestört/nicht normal sozial. Der greift damit in mein Territorium ein und "meinen Ruf". Auch wenn das immerhin keine engen, wichtigen gemeinsamen Bekannte sind, denen gegenüber die das jeweils behauptet haben, sodass sich der Schaden in Grenzen hält.

Das sind auch keine Autisten gewesen, sodass das wenigstens so erklärbar wäre.

Aber Dritte denken bei sowas eben erstmal, dass da schon etwas dran sein wird (zu freundlich Hallo gesagt und so Hoffnungen geweckt beim anderen?) und dass ich andernfalls offenbar keine oder keine ausreichenden Grenzen gesetzt hätte. Keine Ahnung, ich finde das unfair. Gerade bei den beiden Herren habe ich so viele deutliche Grenzen gesetzt, wie noch nie beim Kennenlernen. Und die erzählen dann trotzdem so einen Unsinn, den die sich in ihrer Welt zusammengesponnen haben. (Auch wenn die jeweils nicht wußten, dass ich das erfahre.)

Sowas habe ich mit keinem anderen so erlebt außer mit den beiden. Und ich wüßte nicht, wie ich das bei neuen Kontakten verhindern könnte, wenn ich da ja noch nicht weiß, dass die so drauf sind. Gar nicht Hallo sagen im Treppenhaus oder nur betont ernst scheint mir da die bessere Variante.

Oder hast du Angst, ihn zu kränken? Es klingt ein bisschen so, als könntest du den Konflikt nicht aushalten, ihn direkt zurück zu weisen.

Kann sein, dass das eine Rolle gespielt hat. Es ist ja nicht so, dass ich diese beiden jeweils von Anfang an unsympathisch fand (aber gerade nicht im romantischen Sinne; ich habe generell kein Interesse an Partnerschaften) und die haben auch durchaus nette Seiten. Normalerweise versuche ich Kränkungen zu vermeiden. Aber die anderen Seiten sind das Problem bei diesen beiden. Das einzig Gute ist, dass keiner der beiden die Möglichkeit hat, mich zu schädigen. Das hat nämlich der erste versucht, nachdem ich den Kontakt beendet hatte. Damit hätte ich z. B. nicht gerechnet. War da naiv und habe noch gedacht, dass ich nicht so paranoid sein soll.

@ Juli2006

Oha, ich sehe du kennst das leider. ;-)

Genau wie dir passiert(e) es mir immer mal wieder, dass ich durch einfach nur freundlich sein ganz arglos in irgendwelche Erwartungshaltungen von Männern stolper(t)e, die ich im Leben nicht hatte kommen sehen Andere dagegen schon - die prophezeiten mir das manchmal bereits, als ich immer noch ganz verständnislos der Meinung war, sie würden maßlos übertreiben Sobald ich diese Erwartungen dann endlich mal kapiert hatte, musste ich mich dann sehr unangenehm und verunsichert wieder herauswinden, und das tat mir immer total leid - für den jeweiligen Mann und auch für mich.

Ja, mein näheres Umfeld hatte mich auch vorgewarnt und hat leider Recht behalten bei dem 2. Kontakt (über den 1. Kontakt habe ich nur mal kurz mit meinen Eltern geredet als der mit seinen Drohungen anfingt bzgl. der Frage, wie ich mich am klügsten verhalte. Für eine Anzeige waren die Drohungen nämlich zu unsubstantiiert und ich hatte auch keine Lust, dass das insgesamt publik wird; auf der anderen Seite wäre es auch nicht sinnvoll gewesen, bei dem vorbeizufahren und das per Faustrecht zu regeln. Damit hätte cih dem nämlich noch eine Steilvorlage gegeben sich vollends als Opfer von mir zu sehen.)

Dass freundliches Verhalten meinerseits irgendwelche Erwartungen geweckt hat bei Männern, obwohl die deutlich älter waren und im Gegensatz zu mir volljährig, kenne ich aber auch aus meiner Kindheit und Pubertät. Da war ich wohl zu naiv bzw. hatte das nicht auf meinen Schirm. Da ging es aber idR um sexuelles Interesse (evtl. noch gepaart mit romantischen Absichten). Das war zwar mitunter sehr unangenehm, aber war trotzdem deutlich schneller geklärt, spätestens bei klaren Ansagen meinerseits bzw. einem deutlichen Nein, als jetzt das zig Jahre später mit diesen beiden letzten Kontakten.

Ich achte eigentlich generell schon viel darauf, dass mein Verhalten nicht irgendwelche Erwartungen beim anderen weckt und komme generell eher distanziert rüber. Wobei da mal jemand meinte, dass es dann erst recht als Signal gewertet wird, wenn ich dann mal freundlich zu jemanden bin in einem regelmäßigen Kontakt. Andererseits habe ich diese Situationen mit den meisten Menschen nicht, obwohl ich zu denen auch freundlich bin. Bei gleichaltrigen Frauen auch nicht in dem Ausmaß. ":/

Dann allerdings kam meine "Blaupause" des Mannes, den du ihn hier gerade beschreibst - eigentlich ein wirklich netter Kerl, der nur leider viel Pech mit Frauen hatte.

;-D ja, das war bei den beiden auch so. Dass das nicht so ganz stimmen kann, dass die beiden ach so nett sind und es immer an den Frauen lag, war mir sogar beim Kennenlernen klar. Aber ich dachte, dass wir das ja geklärt hätten, dass sie sich bei mir keine Hoffnungen machen müssen.

(Auch dass mit der vermeintlichen Beziehungsangst, aus der ich gerettet werden müsse, hat der 1. Kontakt übrigens genauso gesehen, wie am Ende rauskam. Er war dann völlig empört, dass ich bei meinem Nein geblieben bin und meine vermeintliche Beziehungsangst nicht einsehen wollte.^^ Mit dem habe ich aber auch viel zu lange geredet, um ihm meine Position klar zu machen und weil ich da auch noch dachte, dass miteinander Reden hilft.)

in denen ich mit ihm bis ins kleinste Detail ausdiskutierte, dass ich nichts von ihm will. Nicht jetzt, nicht in sechs Monaten und auch nicht in zehn Jahren. Noch nie habe ich jemandem so etwas zwar freundlich, aber knallhart mehrfach ins Gesicht gesagt. Dennoch: es war einfach sinnlos, er ließ sich nicht davon abbringen, stets balancierend zwischen "jaja, natürlich sind wir nur Freunde" und unterschwellig "eines Tages wirst du schon sehen, dass du mich doch willst".

Da warst du ja sogar noch sehr geduldig - mich nervt es extrem, wenn der andere darüber mit mir diskutieren will (aber habe mich trotzdem zu solchen Diskussionen belabern lassen, weil cih dachte, wenn ich es oft genug wiederhole, muss es ja mal ankommen und man mit verliebten angeblich ja reden soll, um sowas zu klären. Scheiße auch - das werde ich nie wieder machen.)

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