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Einseitig nicht mehr passende Kontakte "loswerden"

PvythQonisxt


@ NotMichaelCaine

Was Polarfuchs nervt ist ja, dass Personengruppe A sich durch die ständigen Grenzverletzungen so verhält als wäre Polarfuchs in der Pflicht und deren Vorstellung von "Beziehung" völlig irrelevant. Das ist und bleibt sie solange bis sie kommuniziert ist und wenn sie es danach noch bleibt stimmt was nicht. Diese Situation kann man halt nicht wegdiskutieren. In einem Kontakt müssen sich beide wohlfühlen. Nicht nur "der Bedürftige".

Ich glaube, dass wir an sich nicht weit entfernt sind, in unseren Ansichten.

Nur ich lehne das Konzept eines endgültigen Kontaktabbruchs als ungünstig ab - und schlage als Alternative eben das einer einseitigen Kontaktunterbrechung vor.

Begründung: Es gibt doch da zwei Bedürfnisse: eines nach Beziehung, Austausch, Kommunikation, Zusammensein und Nähe (auf der Seite des anderen) und eines nach Stille, Für-sich-sein, in Ruhe gelassen werden und Distanz (das äußert Polarfuchs). Und so gibt es auch zwei Bedürftige nur mit konträren Bedürfnissen. Daher würde ich die Bedürftigkeit nicht nur auf eine Seite schieben. Sondern mit der Situation fühlen sich beide unwohl - und beide bedürftig.

Genau so ist es mit den Grenzen: der mit dem Nähebedürfnis/Beziehungswunsch/Wunsch nach einem Sexualkontakt setzt dem Anderen Grenzen, die der andere (hier also Polarfuchs) möglichst nicht verlassen soll - klar, dass die als einengend empfunden werden können, wer vorher keine Beziehung hatte. Und der mit dem Distanzbedürfnis (Polarfuchs) setzt Grenzen, die der andere nicht betreten soll. Es ist genau so klar, wie sich diese Ablehnung anfühlt. Aber auch, dass eine gewisses Gefühl von Bedrohung entstehen kann, wenn das nicht eingehalten wird.

Und diese Gegensächlichkeit macht die Sache ja auch so schwierig.

Was ich auch so sehe und dir zustimme: derjenige mit dem größeren Bedürfnis nach *Distanz* bestimmt unter Erwachsenen auch über den anderen mit und über den weiteren Verlauf. Und der entsprechend andere sollte sich diesem klar formulierten Distanzbedürfnis (Achtung: das ist kein Kontaktabbruch!) schon aus eigenem Interesse beugen. Und plötzlich wird klar, dass aber ein konsequent formulierter einseitiger Kontaktabbruch eine finale Demonstration von Macht ist. Also ein scharfes Schwert. Es lässt keinen Ausweg für den anderen im Sinne einer Entschuldigung oder Versöhnung. Und dieses scharfes Schwert schon bei nur Genervtsein?

Für den anderen ist dieser konsequent formulierter einseitiger Kontaktabbruch eine finale Zurückweisung, bei empfindlichen/sensiblen Naturen auch eine Katastrophe. In dem Moment aber hat dieser andere ja nichts mehr zu verlieren, denn mit dem einseitig konsequent formulierten Kontaktabbruch ist für denjenigen alles verloren - Bemühungen, die eigentlich die Beziehung bestärken sollte, kehren sich 180° um und kommen als Katastrophe zurück und führen abrupt nicht nur in eine Art von Einsamkeit, sondern auch ein Gefühl der Wertlosigkeit. Was wiederum Verzweiflungstaten in versch. Richtungen begünstigt - mal ganz rational betrachtet.

Und genau deshalb finde ich konsequent formulierte Kontaktabbrüche nicht geeignet und eine Kontaktunterbrechung, z.B. auf einen Termin in 1 Jahr und die Ankündigung einer konsequenten Ablehnung der Kontaktversuche zwischendurch eine viel ratsamere Variante. Ja, der andere mag so "sein Leckerli" (Zitat Polarfuchs, da hätte ich mir mehr Ernsthaftigkeit gewünscht) bekommen, aber er hat damit auch noch etwas zu verlieren.

Und man gibt der Sache Zeit. Diese Zeit sollte es dann im wesentlichen sein, die zu Veränderung und schließlich einem gewissen Grad von Aussöhnung führt. Der eine findet einen Weg aus der Angst des Genervtseins/des In-Beschlag-genommen-werdens, der andere einen Weg aus seinen Kontaktversuchen, seiner Verlustangst oder der Vorstellung einer vermeintlichen Beziehung, von mir aus auch seinem sexuellen Interesse. Aber dieser jenige hat auch eine Sicherheit: auch ohne dass er nach weiteren Kontakten fragen muss hat er einen Punkt in der Zukunft für ein Treffen zugesagt bekommen. Der Punkt mag weit sein (z.B. 1 Jahr), aber es ist ein Termin, wo z.B. auch noch Fragen möglich sind oder eine Entschuldigung. Selbst im Moment der Ablehnung gibt es keine finale Verurteilung, sondern einen Funken Toleranz. Nicht viel davon, aber gerade genug.

In der Diplomatie würde es heißen, auch mit schwierigen Gesprächspartnern in schwierigen Phasen den Kontakt/die Kommunikation nicht abreißen zu lassen. Aussetzen ja, abreißen nein.

@ Polarfuchs

Deine Idee, dass man Grenzen setzen kann (direkt und klar) und weiterhin Kontakt hat statt direkt den Kontakt abzubrechen, habe ich insbesondere mit dem 2. männlichen Kontakt versucht. Das ist gründlich schief gegangen und das nächste Mal höre ich auf mein Warngefühl und beende den Kontakt lieber direkt komplett. Dann eskaliert es auch nicht so und dann hat man auch keinen angehenden Stalker an den Hacken. Das ist nämlich etwas, worauf ich echt keine Lust habe.

PS. Pathologische Fälle oben mal ausgenommen. Und so krank will ich die Personengruppe A hier mal nicht annehmen. Sondern von mir aus nervig, aber nicht unterzubringen unter Stalking. Dann sollte dieses Wort auch nicht in seiner Eskalation als "angehender Stalker" benutzt werden. Er schürt nur Ängste. Da wo es um den Tatbestand des Stalkings geht, ändert sich auch meine Einschätzung. Aber ich sehe das hier im Faden nicht.

Warum werden die Bedürfnisse des "am meisten Bedürftigen" (hier also des sozial Einsamen) von Dritten höher gewichtet als mein Bedürfnis danach, keinen solchen Kontakt haben und aufrecht erhalten zu wollen?

Ich habe das oben konkretisiert. Und ich weiß nicht warum das falsch bei dir angekommen ist, aber so habe ich es nicht gemeint.

Deshalb hasse ich das bis heute, wenn mir jemand damit ankommt, dass ich doch Verständnis für den armen anderen haben müsse und mich deshalb nicht schützen dürfe, weil das unangenehm für den anderen wäre und dass ich dem doch was beibringen könnte stattdessen.

Mach es dir einfach nicht zu bequem in dieser Opferposition, die du da jetzt für dich in Anspruch nehmen willst, denn Menschen mit dieser Art finde ich unausstehlich. Und deine Beispiele haben ja angedeutet, dass du dagegen Mittel und Wege gefunden hast, ein gutes Maß an Wehrhaftigkeit. Innere Sicherheit. Selbstvertrauen. Verantwortung und Schuld eben aufteilen, das finde ich ratsam in Trennungssituationen.

Außer ich konnte die Personen ausreichend lange "beobachten", um zu wissen, dass die mit Freundlichkeit von mir wahrscheinlich gut umgehen können, und weiß, dass keine Hintergedanken verfolgt werden damit.

OK, dann ist das deine individuelle Sicht. Und ich denke, dass deine Art der Beobachtung da sehr zurückhaltend und passiv ist. Mit dem Resultat, dass dein Interesse für den anderen gar nicht bemerkt wird.

Ich finde aber, es gehört zum Erwachsenensein dazu, auch sexuelles Interesse oder Beziehungswünsche nicht mehr als "Hintergedanken" zu verklausulieren. Sondern diese Annäherungsversuche sind Teil unserer erwachsenen, freien Gesellschaft, Teil des täglichen Lebens und haben in dieser Pauschalität nichts Abwertendes verdient.

Und ich finde, dass ich oben Selbstverständlichkeiten beschrieben habe, die sich dann bei vielen einstellen, nachdem sie zum ersten Mal mal auf *beiden* Seiten gestanden haben. Dann kommt später auch eine Art Empathie. Erlebe deine erste unglückliche Verliebtheit, die keine Erwiderung findet sondern durch unglückliche Umstände in einem Kontaktabbruch von der anderen Seite endet (ich denke, das hast du noch vor dir), dann findest du vielleicht einen neuen Zugang dazu.

PPythoInislt


@ NotMichaelCaine

Sobald Du aus solchen Abhängigkeiten raus bist (Lehrer - Schüler, Eltern - Kind) ist Dein Job eben Gewichtungen selber vorzunehmen und danach zu handeln. Das geht irgendwie nicht konfliktfrei. Wohl für keinen und es ist sicher für jemanden der z.B. hochsensibel ist schwieriger wie für einen durchschnittssensiblen. Gerade auch am Arbeitsplatz. Nur kannst Du später notfalls immer noch Arbeitsplatz wechseln, wenns nach deine Gewichtung nicht zumutbar ist während einen Schulwechsel durchzusetzen als Kind schon etwas schwieriger ist.

Es gibt doch viel mehr soziale Sachen: Eltern, Partner, Freunde, Ex-Partner, Nachbarn, Arbeitskollegen, Kunden oder Lieferanten in der Arbeitssituation, andere Eltern im Kindergarten oder Eltern der Mitschüler der Kinder, Ärzte, Leute im Verein, usw. usf. Da kann Polarfuchs doch auch nicht immer flüchten und Kontakte vermeiden oder abbrechen. Sondern mit dem Erwachsensein gewinnt sie zwar neue Freiheiten, aber wird immer auch neue Verpflichtungen geben.

Vielleicht hilfts Dir den Hass kleiner werden zu lassen, wenn Du Dir klar machst, dass Du heute das "verstehen der Situation" zwar haben kannst (das also nicht mehr negativ besetzen musst), dass daraus für Dich aber keine Zwangshandlung mehr erfolgt, weil Du entschiedest welche sozialen Kontakte Du hast, keiner sonst.

Den Glauben von totaler Kontrolle über das eigene Leben und die sozialen Kontakte würde ich mir gleich mal abschreiben. Das scheitert sonst spätestens beim ersten Partner (und der Verwandschaft und den Altlasten, die da "dran hägen") und/oder ersten Kind. :-) Dann besser abgehärtet sein. Es gibt da dieses Gelassenheitsgebet, dass diese zwei Seiten im Leben besser ausdrückt:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Was Du Dir vermutlich wünschst ist eine einfühlsamere Gesellschaft. Die beruht ja normalerweise auf irgendwelchen idealen Wertezielen. Das ist nachvollziehbar. Ich denke das maximal beste was Du erreichen kannst ist im ersten Schritt ein einfühlsames Umfeld in Deinem Sinne ( und das dann gut pflegen) und im zweiten Schritt möglicherweise anstreben dieses Umfeld mit anderen ähnlich guten Umfeldern zu vernetzen. Mehr geht vermutlich nicht. Die Gestaltung liegt ja bei Dir und den Menschen mit denen Du in Kontakt gehst.

Und sich so ihre eigene Traumwelt bauen? Ihren Kokon, abgeschottet und eingeigelt? Mein Vorschlag ist ein anderer. Der der Abhärtung und Konfrontation mit den eigenen Ängsten. 1 Jahr mal nicht gefegte, kontaktarme Arktis für den Polarfuchs, sondern Italien, Frankreich, Türkei, Karibik, Südamerika. Warmwerden mit den Menschen, mit dem kleineren Distanzbedürfnis und mehr Nähe der Menschen, einer Bussi-links-rechts-links-Kultur, viel Flirten ohne Versprechungen, Tanzen, Geselligkeit.

Hier mal der Lacher dazu: der ununterschriebene Wechsel, wobei ich das ganze Video köstlich amüsant finde.

[[https://www.youtube.com/watch?v=Xk0w0Fq5wVg]]

Weil es so schön mit Nähe und Distanz spielt anstatt sich dort in Übergriffigkeiten und einer vorwurfsvollen Seite menschlicher Annäherung zu verlieren.

Generell Nähe-Distanz-Übungen. Die Einsicht, dass "die Gesellschaft" sich nicht ändern lässt. Aber die innere Sicherheit, in jeder Situation klar zu kommen, und mit der Überzeugung, dass ihre deutlichen Signale Beachtung finden. Und einer inneren Wehrhaftigkeit, wenn nicht. Anstatt einer sich entwickelnden "Männerangst".

_qPolaNrfuchs_


@ NotMichaelCaine

Mh - ich würde mir das durch negative Erfahrungen prinzipiell nicht vermiesen lassen und mich da in erster Linie auch weiterhin drauf verlassen, gleichzeitig aber eben meine Antennen ausfahren und wenn mein Gefühl dann warnt "der verhält sich aber anders" trotzdem meinerseits aussteigen.

Das ist auf jeden Fall eine gute Idee, nur würde ich das am liebsten ein paar Stufen vorher abblocken. Das klappt ja auch z. B. unterwegs beim Einkaufen im Supermarkt oder unterwegs, dass ich nur angequatscht werde, wenn ich nicht abweisend genug wirke oder optisch zu sehr auffalle im positiven Sinne bei zu wenig Abschreckung.

Ist einfach eine Frage der Energie und fürs Gegenüber eigentlich auch die bessere Entscheidung, weil ich ja quasi "vorbelastet" bin, sprich den in eine Schublade stecke - egal ob sie passt oder nicht. Das ist für den ja auch bescheuert. Muss der auch nicht haben.

Dem anderen ein irgendwie geartetes weitergehendes Interesse zu unterstellen, mag ich eigentlich auch nicht. Das andere ist mir aber zuviel Nervkram und mein Gegenüber muss ja nicht ausgerechnet mit mir eine Bekanntschaft haben.

Wenn Du Dich nicht aktiv für Dich selbst einsetzt werden Deine Bedürfnisse nicht gesehen und eben wenns für Entscheidungsträger bequem ist übergangen.

Das weiß ich rational eigentlich auch, aber ich finde das nicht gerade beruhigend, dass anderen meine Bedürfnisse erstmal völlig egal sind und die nur dann beachtet werden, wenn der andere das entweder freiwillig von sich aus macht oder ich in der Situation bin, ihn quasi dazu zwingen zu können - also dass der meine Bedürfnisse beachten muss, egal ob er will oder nicht.

Gerade auch am Arbeitsplatz.

Da habe ich das Problem bisher nicht gehabt.

(Kann natürlich sein, dass ich später mal Pech habe. Dann muss ich schauen, welche Möglichkeiten ich habe.)

z.B. hochsensibel ist schwieriger wie für einen durchschnittssensiblen

ich glaube ich bin einfach nur zu sensibel und an sowas wie hochsensibel glaube ich nicht. Aber so oder so, möglichst kaum sensibel zu werden, wäre mein Ziel.

Der Hass entsteht meiner Erfahrung nach aus der Hilflosigkeit der damaligen Situation

Das trägt sicher dazu bei. Aber es geht dabei auch darum, dass ein Dritter mir vorzuschreiben zu versucht, dass ich mit Person B, die meine Grenzen übetritt und sich alles andere als angenehm zu mir verhält, Verständnis bzw. Mitgefühl haben müsse und andernfalls überempfindlich (oder auch beliebt: kalt) dargestellt werde (= Manipulationsversuch der 3. Person, damit ich mich so verhalte zu Person B, wie sie es will).

Das beeinflusst mich nicht in meinem Verhalten zu Person B. Aber ich finde das dann eben auch arschig von der 3. Person. Gerade auch mit diesem manipulativen Element dabei. Dass sie meine Entscheidung zu manipulieren versucht, wie ich mich gegenüber Person B verhalte. Mich stört alleine schon dieser Versuch. Das versteht aber idR kaum jemand.

Da ist dann verschaltet: Wenn ich Verständnis habe werde ich bestraft indem auf meine Bedürfnisse nicht geachtet wird.

Kann sein, ich hätte es allerdings eher so ausgedrückt:

Andere haben einen Freifahrtschein mir gegenüber, wenn sie sich gestört genug anstellen und ich in keiner Machtposition bin, die das verhindert. Und dass ich Mitgefühl und Verständnis mit Mitmenschen haben soll, die meine Grenzen übertreten, und meine Bedürfnisse als allerletztes drankommen aus Sicht Dritter + der übergriffigen Person und ich nur noch mehr Unmut auf mich ziehe, wenn ich mich dagegen wehre bzw. mir das eben nicht zugestanden wird als Reaktion.

Was Du Dir vermutlich wünschst ist eine einfühlsamere Gesellschaft.

Die wird es nicht geben und einfühlsame Menschen sind nicht die, die sich durchsetzen werden. Außer sie nutzen ihr Einfühlungsvermögen dazu, Kontakte mehr in ihrem Sinne zu gestalten. Aber ich glaube, dass die mit weniger davon plus weniger Hemmungen insgesamt trotzdem im Vorteil sind.

Ich habe den ein oder anderen näheren bis engen Kontakt, in dem ein sehr angenehmes Maß an Respekt und Rücksicht vorhanden ist, aber das ist natürlich eine Minderheit. Außerdem würde ich auch nicht behaupten, dass ich viel Einfühlungsvermögen habe; ich versuche das wenn auch eher abzubauen, weil mich das zu sehr von mir weg bringt bzw. unnötig Ressourcen frisst.

_FPol5arfu0chs_


@ Pythonist

Dann sollte dieses Wort auch nicht in seiner Eskalation als "angehender Stalker" benutzt werden

Doch der hatte das passende "Mind-Set" dafür. U. a., dass eine Frau ihn nicht abzuweisen hätte und er einseitig festlegt, mit wem er zusammen ist, ganz egal, ob der andere will oder nicht. Dass er zu gehemmt bzw. zu feige war, das auszuleben, ändert daran nichts. Außerdem hat er durchaus mehrere Monate nach meinem Kontaktabbruch (mit mehr als ausreichenden Gesprächen und Zugeständnissen an ihn) noch versucht, mich zu Kontakt zu erpressen. Aber ich lasse mich nicht erpressen. Soll der eben die Eier haben, seine Drohungen umzusetzen, oder es lassen. Ich nehme solche Drohungen sehr ernst, aber mich schüchtern die nicht ein. Und ich bin bereit, meine Notwehrrechte entsprechend zu nutzen, im Zweifel dann eben per Faustrecht. Aber außer Gelaber aus der Ferne war der zu feige, ernsthaft was zu machen. Das ist bei richtigen Stalkern ja anders. Die labern nicht nur, sondern handeln.

OK, dann ist das deine individuelle Sicht. Und ich denke, dass deine Art der Beobachtung da sehr zurückhaltend und passiv ist. Mit dem Resultat, dass dein Interesse für den anderen gar nicht bemerkt wird.

Ich finde aber, es gehört zum Erwachsenensein dazu, auch sexuelles Interesse oder Beziehungswünsche nicht mehr als "Hintergedanken" zu verklausulieren. Sondern diese Annäherungsversuche sind Teil unserer erwachsenen, freien Gesellschaft, Teil des täglichen Lebens und haben in dieser Pauschalität nichts Abwertendes verdient.

Und ich finde, dass ich oben Selbstverständlichkeiten beschrieben habe, die sich dann bei vielen einstellen, nachdem sie zum ersten Mal mal auf *beiden* Seiten gestanden haben. Dann kommt später auch eine Art Empathie. Erlebe deine erste unglückliche Verliebtheit, die keine Erwiderung findet sondern durch unglückliche Umstände in einem Kontaktabbruch von der anderen Seite endet (ich denke, das hast du noch vor dir), dann findest du vielleicht einen neuen Zugang dazu.

Ich verliebe mich generell nicht und suche keinen Partner. Das habe ich beiden männlichen Kontakten ebenfalls mitgeteilt. Wenn die das nicht ernstnehmen, ist das ihr Problem. Du hast dass mit dem "Beobachten" übrigens missverstanden:

Außer ich konnte die Personen ausreichend lange "beobachten", um zu wissen, dass die mit Freundlichkeit von mir wahrscheinlich gut umgehen können, und weiß, dass keine Hintergedanken verfolgt werden damit.

OK, dann ist das deine individuelle Sicht. Und ich denke, dass deine Art der Beobachtung da sehr zurückhaltend und passiv ist. Mit dem Resultat, dass dein Interesse für den anderen gar nicht bemerkt wird.

Ich meinte damit, dass ich skeptischer und unfreundlicher/nicht gleich freundlich sein werde, wenn Männer, die ich noch nicht gut genug einschätzen kann, Interesse an mir zeigen.

Ich bin da für Ehrlichkeit. Dieses sich Ranwanzen unter Vorwänden und Leugnug des eigenen sexuellen oder partnerschaftlichen Interesses, lehne ich dagegen ab. Zumal ich das nicht vertrauenserweckend finde, wenn jemand da so unauthentisch auftritt und unter einem Vorwand mit mir in Kontakt zu treten versucht oder mich nicht von seiner Zielliste streichen will. Dass sexuelles oder "romantisches"/partnerschaftliches Interesse verbreitet und natürlich ist, weiß ich. Ich ziehe bzgl. sexuellen Interesses aber auch Menschen vor, die ihrerseits damit natürlich und locker umgehen und nicht so tun als würde es ihnen nicht darum gehen, obwohl das nicht der Fall ist.

_gPolAarfuc5hs_


p.s.

1 Jahr mal nicht gefegte, kontaktarme Arktis für den Polarfuchs, sondern Italien, Frankreich, Türkei, Karibik, Südamerika. Warmwerden mit den Menschen, mit dem kleineren Distanzbedürfnis und mehr Nähe der Menschen, einer Bussi-links-rechts-links-Kultur, viel Flirten ohne Versprechungen, Tanzen, Geselligkeit.

Klar, danach dürfte sich das Thema "Mitmenschen" bei mir bis ans Lebensende erledigt haben.^^

Ein Polarfuchs gehört ins Eis, um sich wohlzufühlen, und nicht in die Hitze. Umgekehrt würde ich die "Südländer" ja auch nicht ins Eis zwingen und denen erzählen, dass das die allein seligmachende Umgebung wäre.

_\P|olamrfuJchxs_


Edit:

Anstatt einer sich entwickelnden "Männerangst".

Habe ich nicht; ich habe männliche Verwandte, bin mit Männern aufgewachsen; hatte idR Freundschaften zu beiden Geschlechtern in kindheit und Jugend und meine momentan einzige Freundschaft besteht seit vielen Jahren mit einem Mann.

Bei dem musste ich interessanterweise nie solche Grenzen setzen, ebenso wenig wie bei früheren männlichen Freunden.

Mein Interesse ist, für den im Thread erwähnten Männer- und Frauentypus möglichst unattraktiv/uninteressant zu werden.

_6PoTlanrAf]uchs_


@ Pythonist

Ich möchte zu deinem Konzept mit der Kontaktunterbrechung anstelle eines -abbruchs, noch etwas sagen, auch wenn das an NotMichaelCaine adressiert ist:

Genau so ist es mit den Grenzen: der mit dem Nähebedürfnis/Beziehungswunsch/Wunsch nach einem Sexualkontakt setzt dem Anderen Grenzen, die der andere (hier also Polarfuchs) möglichst nicht verlassen soll - klar, dass die als einengend empfunden werden können, wer vorher keine Beziehung hatte.

Wie meinst du das mit "wer vorher keine Beziehung hatte"?

Von losen Bekanntschaften bis engen Freundschaften habe ich alles an Beziehungsarten gehabt in meinem Leben. Oder meinst du, dass der andere Grenzen setzt, die in einer (engen) Partnerschaft üblich wären?

Und der entsprechend andere sollte sich diesem klar formulierten Distanzbedürfnis (Achtung: das ist kein Kontaktabbruch!) schon aus eigenem Interesse beugen. Und plötzlich wird klar, dass aber ein konsequent formulierter einseitiger Kontaktabbruch eine finale Demonstration von Macht ist. Also ein scharfes Schwert. Es lässt keinen Ausweg für den anderen im Sinne einer Entschuldigung oder Versöhnung. Und dieses scharfes Schwert schon bei nur Genervtsein?

Also was meine Seite angeht: Nö, ich erwarte nicht, dass sich der andere meinem Distanzbedürfnis beugt - der soll einfach ehrlich zu sich selbst sein, ob mein Distanzbedürfnis ok für ihn ist und zu seinen Grenzen & Bedürfnissen passt oder nicht und aufrichtig danach handeln. Falls man sich verschätzt hat und dachte etwas wäre ok, das es dann doch nicht ist, könnte der andere jederzeit ansprechen. Und das kenne und tue ich ja auch.

Passt es nicht von den jeweiligen Bedürfnissen und Grenzen, dann ist ein beidseitiger Kontaktabbruch die beste Lösung. Was soll man da noch groß miteinander bereden? Der Vogel kann nicht unter Wasser leben und der Fisch nicht fliegen. Also geht man wieder getrennter Wege.

Der soll sich ja nicht für mich verbiegen und ist ja nicht gezwungen zum Kontakt mit mir. Ich verbiege mich nicht für den und das erwarte (und möchte) ich auch nicht von freiwilligen privaten Kontakten. Aber erst sich zu verbiegen und dann versuchen, mich zu verbiegen oder direkt zu versuchen, mich zu verbiegen bzw. meine gesetzten Grenzen zu übertreten, geht eben nicht/ist für mich nicht ok. Dann gehe ich. Evtl. spreche ich das vorher an und gebe eine 2. Chance, das hängt aber von der Situation und dem Ausmaß des Kontaktes ab.

Für den anderen ist dieser konsequent formulierter einseitiger Kontaktabbruch eine finale Zurückweisung, bei empfindlichen/sensiblen Naturen auch eine Katastrophe. In dem Moment aber hat dieser andere ja nichts mehr zu verlieren, denn mit dem einseitig konsequent formulierten Kontaktabbruch ist für denjenigen alles verloren - Bemühungen, die eigentlich die Beziehung bestärken sollte, kehren sich 180° um und kommen als Katastrophe zurück und führen abrupt nicht nur in eine Art von Einsamkeit, sondern auch ein Gefühl der Wertlosigkeit. Was wiederum Verzweiflungstaten in versch. Richtungen begünstigt - mal ganz rational betrachtet.

Danke, das erklärt ebenfalls anschaulich, warum der andere beim Kontaktabbruch ausfällig wird.

(Für mich aber erst recht ein Grund keinen Kontakt mit demjenigen pflegen zu wollen; ich mag das nicht, wenn Menschen sich da nicht im Griff haben und so ausfällig werden. ... Ist ja nicht so, dass ich eine Ehe nach 20 Jahren Knall auf Fall beendet hätte, sondern eine sporadische Bekanntschaft bzw. weiteren Kontakt in der Kennenlernphase.)

Einen Kontakt, wie du es vorschlägst, einfach nur zu pausieren mit "Ruhigstellungstreffen" o. ä., ist nicht mein Fall. Mir sind klare Enden lieber, wenn es nicht passt miteinander. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Und man gibt der Sache Zeit. Diese Zeit sollte es dann im wesentlichen sein, die zu Veränderung und schließlich einem gewissen Grad von Aussöhnung führt.

Was soll denn ausgesöhnt werden? Wenn ich den Kontakt abbreche, schreibe oder sage ich ja nicht zum anderen "Hey du Arsch, verpiss dich." oder sowas, sondern mache das sachlich (auch möglichst diplomatisch) und begründe das auch kurz (im Zweifel dann eben mit damit, dass ich mich mit dem Kontakt nicht wohlfühle und gemerkt habe, dass das für mich nicht passt & wünsche dem anderen alles Gute). Je nachdem, wie der andere reagiert oder wie die Situation genau ist, habe ich auch Nachfragen beantwortet. Ich lasse mich aber nicht auf diese bloße Mitteilung meinerseits hin beschimpfen und beleidigen. Und ich beantworte auch nicht alle Fragen z. B., wenn diese übergriffig bzw. bösartig sind und den anderen nichts angehen, weil das meine Intimsphäre betrifft und nichts mit unserem Kontakt zu tun hat - der 1. männliche Kontakt war da sehr schräg und übergriffig drauf. Oder wenn der andere völlig in seinem Film dringhängt, dass die bösen anderen ja generell nichts von ihm wissen möchten plus Selbstmitleid. Da sage ich einmal sachlich was zu, aber ich höre mir das keine Stunde an und halte dabei Pfote.

In der Diplomatie würde es heißen, auch mit schwierigen Gesprächspartnern in schwierigen Phasen den Kontakt/die Kommunikation nicht abreißen zu lassen. Aussetzen ja, abreißen nein.

Nun es geht um einen freiwilligen Kontakt zwischen zwei Erwachsenen, privat, und nicht um einen Therapeuten-Klienten-Kontakt oder Kontakt zw. Arbeitskollegen. Diplomatie heißt nicht, sich für andere zu verbiegen, und wenn es nicht passt, dann passt es nicht.

Ich kann in deinem Modell eines "konservierten" Kontaktes bzw. einer Kontaktunterbrechung keinen Vorteil für mich erkennen, stattdessen ein Unterordnen meiner Bedürfnisse unter die des anderen. Nee, dann lieber eine mögliche Eskalation beim Kontaktende in Kauf nehmen, als sowas am besten noch über Jahre mitmachen zu müssen. Da fände ich gruselig.

Klingt nach "Ein guter Kompromiss ist erst erreicht, wenn beide damit unzufrieden sind." ;-D

_;PoUlar&fuchs_


Ach hier fehlt echt eine Editierungsfuntkion. Sorry.

Mach es dir einfach nicht zu bequem in dieser Opferposition, die du da jetzt für dich in Anspruch nehmen willst, denn Menschen mit dieser Art finde ich unausstehlich.

Nun ich lege keinen Wert darauf, von dir gemocht zu werden und meine Position danach auszurichten, was dir gefällt.

Pqython0ist


Klar, danach dürfte sich das Thema "Mitmenschen" bei mir bis ans Lebensende erledigt haben.^^

Ängste, Befürchtungen, Prinzipien.

Ein Polarfuchs gehört ins Eis, um sich wohlzufühlen, und nicht in die Hitze. Umgekehrt würde ich die "Südländer" ja auch nicht ins Eis zwingen und denen erzählen, dass das die allein seligmachende Umgebung wäre.

In dem Satz zeigt sich eigentlich ein Muster, das ich in deinen Reaktionen sehe: Angebote oder Vorschläge von anderen werden in deinem Kopf in Zwang/Verpflichtung umgewandelt. Und so verdreht als müssten sie deine Vorstellungen komplett ersetzen. Dabei sind es gedankliche Anregungen, die deine Kreativität unterstützen sollen und dir Optionen anbieten.

Wenn dir dieses Muster immer wieder bei dir passiert, wird deutlich, warum du mit den Wünschen anderer nicht klarkommst, sobald diese deine Komfortzone betreffen.

Und zur Erklärung (sorry, die ist bisschen länglich): es ging nicht um Zwang, noch um eine allein seligmachende Umgebung. Sondern einen Vorschlag, deine Komfortzone mal experimentell zu verlassen und freier und offener in die Welt zu schauen. Deine Erfahrungen in dieser zunächst fremden Welt zu machen und in deine Entscheidungen einfließen zu lassen.

Der eine Polarfuchs macht aus nem Jahr mal eine Testwoche in den Südländern. Der andere überlegt sich, ob er nicht zumindest mal nen Abstecher von Norwegen nach Litauen macht, oder nach Grönland als "Ferieninsel" - mal das Eis dort testen. Der wieder nächste macht die Reise, findet zwar Gefallen in Brasilien, liebt aber seine Heimat zu sehr, geht zurück und macht eine Sambaschule am Polarkreis auf. Viele Tiere kommen nicht, aber die die kommen, kommen gern, weil sie die lockere Annäherung/Loslassen im Samba schätzen lernen anstatt meine Eishöhle/deine Eishöhle. Und der wieder nächste Polarfuchs schreibt einen Brief an die Wüstenfüchse mit einer Einladung zum Whale-Watching und Gletscherrodeln. Alle schaffen eines: Ablenkung von den Nerv-Polarmitbewohnern, zu denen der Polarfuchs den Kontakt abgebrochen hat und zum erweiterten Kreis "Kontaktgestörter", deren Annäherungsversuche der Polarfuchs früh und konsequent ablehnen willst. Aber sie schaffen die Verbindung zu neuen Menschen.

Bei dem musste ich interessanterweise nie solche Grenzen setzen, ebenso wenig wie bei früheren männlichen Freunden.

Na siehste, du warst dann auch nicht "trainiert/erfahren" im Ablehnen. Aber nach drei Durchläufen jetzt dürfte sich nun doch eine gewisse Entspannung einstellen.

Mein Interesse ist, für den im Thread erwähnten Männer- und Frauentypus möglichst unattraktiv/uninteressant zu werden.

Es steht ihnen halt nicht auf die Stirn geschrieben, ob sie der klettige, anklammernde Typ sind. :-D

_LPolOaKrfucxhs_


Ängste, Befürchtungen, Prinzipien.

... und persönliche Erfahrungswerte.

In dem Satz zeigt sich eigentlich ein Muster, das ich in deinen Reaktionen sehe: Angebote oder Vorschläge von anderen werden in deinem Kopf in Zwang/Verpflichtung umgewandelt. Und so verdreht als müssten sie deine Vorstellungen komplett ersetzen. Dabei sind es gedankliche Anregungen, die deine Kreativität unterstützen sollen und dir Optionen anbieten.

Ok, aber das Thema von mir war ja gerade nicht "Wie kann ich andere Menschen kennenlernen, mit denen in Kontakt treten und neue Kontakte aufbauen".

Ich finde es ja ernsthaft freundlich von dir, dass du dir so viele Gedanken um diesen Aspekt machst bei mir. Aber das wirkt auf mich auch ein bisschen "erwartungsvoll"/fordernd, das auch so umzusetzen.

Du weißt doch gar nicht, ob ich mehr Kontakte knüpfen möchte und wo der Polarfuchs so alles war. ;-)

Dass ich generell mehr "Reisen" machen könnte, ist ja von der Grundidee auch richtig. Nur weiß ich aus Erfahrung, dass ich das auch intrinsisch motiviert wollen muss und im Moment möchte ich nicht.

Aber das ist sicher nicht in Stein gemeißelt. Es gibt da z. B. eine Runde netter Menschen vom Sport, die Interesse haben, sich neben dem Sport gruppenmäßig und unverbindlich zu treffen. Das muss ich mir aber noch überlegen.

Der eine Polarfuchs macht aus nem Jahr mal eine Testwoche in den Südländern. Der andere überlegt sich, ob er nicht zumindest mal nen Abstecher von Norwegen nach Litauen macht, oder nach Grönland als "Ferieninsel" - mal das Eis dort testen. Der wieder nächste macht die Reise, findet zwar Gefallen in Brasilien, liebt aber seine Heimat zu sehr, geht zurück und macht eine Sambaschule am Polarkreis auf. Viele Tiere kommen nicht, aber die die kommen, kommen gern, weil sie die lockere Annäherung/Loslassen im Samba schätzen lernen anstatt meine Eishöhle/deine Eishöhle. Und der wieder nächste Polarfuchs schreibt einen Brief an die Wüstenfüchse mit einer Einladung zum Whale-Watching und Gletscherrodeln. Alle schaffen eines: Ablenkung von den Nerv-Polarmitbewohnern, zu denen der Polarfuchs den Kontakt abgebrochen hat und zum erweiterten Kreis "Kontaktgestörter", deren Annäherungsversuche der Polarfuchs früh und konsequent ablehnen willst. Aber sie schaffen die Verbindung zu neuen Menschen.

;-D ja ja ich habs verstanden.

Es steht ihnen halt nicht auf die Stirn geschrieben, ob sie der klettige, anklammernde Typ sind. :-D

Ja, leider. Aber es gibt eigentlich immer irgendwelche "Warnmarker" bei sowas. Da bin ich mir sicher.

Na siehste, du warst dann auch nicht "trainiert/erfahren" im Ablehnen. Aber nach drei Durchläufen jetzt dürfte sich nun doch eine gewisse Entspannung einstellen.

Na ja, davon gibt es bestimmt noch mehr und die etwas "Geübteren" von denen können das besser verdecken anfangs. Mal sehen.

NaotMicThaelCaxine


Das trägt sicher dazu bei. Aber es geht dabei auch darum, dass ein Dritter mir vorzuschreiben zu versucht, dass ich mit Person B, die meine Grenzen übetritt und sich alles andere als angenehm zu mir verhält, Verständnis bzw. Mitgefühl haben müsse und andernfalls überempfindlich (oder auch beliebt: kalt) dargestellt werde (= Manipulationsversuch der 3. Person, damit ich mich so verhalte zu Person B, wie sie es will).

Das beeinflusst mich nicht in meinem Verhalten zu Person B. Aber ich finde das dann eben auch arschig von der 3. Person. Gerade auch mit diesem manipulativen Element dabei. Dass sie meine Entscheidung zu manipulieren versucht, wie ich mich gegenüber Person B verhalte. Mich stört alleine schon dieser Versuch. Das versteht aber idR kaum jemand.

Mh - Person B hat einfach eine Meinung und stellt die dar. Manchmal sehr massiv und manchmal sehr respektlos aber eben auch respektvoll und als Vorschlag. z.B. kann es ja durchaus sein, dass ich und Du in den Augen von Pythonist in diesem Faden überempflindlich sind. Das hat dann was mit seinen Werten und mit seinem Umgang mit seinen Mitmenschen zu tun. Es hat auch was mit seiner Erfahrungswelt zu tun und was er für sich daraus entwickelt hat und die nicht zwangsläufig solche Begegnungen wie Du sie schilderst beinhaltet. Er hat einfach andere Vorstellungen davon was andere in seinen Augen "aushalten" sollten.

Die Frage, die Du Dir hier stellen solltest ist warum Dich eine solche andere Meinung in Deinem Verhalten beeinflussen sollte und Du eine reine Meinungsäußerung als Manipulation empfindest. Warum kanns nicht einfach als Meinungsäußerung stehen bleiben? Gibts dafür Gründe?

Das hat wieder was mit der alten "Verschaltung" (von oben) zu tun, die ich beschrieben habe. Sprich das ist Dein altes gelerntes Muster was Du als Kind gebraucht hast, was als Erwachsener aber überflüssig wird. Da nicht auf den Apellcharakter zu hören kann man üben und dann wirds irgendwann leichter das was man selber als Manipulationstrigger empfindet loszulassen.

Es ist unvermeidlich, dass es Menschen geben wird, die an Dein Verhalten andere Ansprüche haben als Du selbst und die Dich aufgrund Deines Verhaltens be- und verurteilen. Etwas anderes anzunehmen wäre unrealistisch. Es wird auch immer solche "Lehrer"Charaktere geben wie Du sie als Kind erlebt hast. Mit denen kann man aber so umgehn das einen das selber weniger Energie kostest indem man übt deren "Appelcharakter" als Ausdruck ihrer selbst zu sehn und andere Reaktionsmöglichkeiten als "Unterordnung" zu üben. Das kann Protest sein, aber auch ein spielerischer Umgang, wie in Pythonist andeutet. Das hängt von der Situation und den eigenen Gestaltungswünschen ab und es fällt zunehmend leichter über die Ausbildung eines eigenen verlässlichen Wertesystems. Dabei gibts eben Phasen in denen man selber mal rigeroser oder agressiver auftritt - das gehört dazu um eigene Grenzen verlässlich zu testen.

NgotMicUhaelxCaine


s gibt doch viel mehr soziale Sachen: Eltern, Partner, Freunde, Ex-Partner, Nachbarn, Arbeitskollegen, Kunden oder Lieferanten in der Arbeitssituation, andere Eltern im Kindergarten oder Eltern der Mitschüler der Kinder, Ärzte, Leute im Verein, usw. usf. Da kann Polarfuchs doch auch nicht immer flüchten und Kontakte vermeiden oder abbrechen.

Um die gings doch hier gar nicht. Es ging auch nicht darum prinzipiell keinerlei Kompromisse einzugehen.

Und sich so ihre eigene Traumwelt bauen? Ihren Kokon, abgeschottet und eingeigelt?

;). Wenn ich für mich genügend Kontakte habe, die meine Grenzen respektieren, vielleicht sogar wertschätzen ist das doch keine Traumwelt und sich mit Menschen zu vernetzen, die ähnliche Werte haben ist sinnvoll um größere Projekte in Angriff zu nehmen. Hast Du in Deiner Umgebung keine respektvollen nahen Kontakte so das Du Dich mit verletzenden zufrieden geben musst? Glaub ich nicht. Du gestaltest Deine näheren Beziehungen auch wo es Dir möglich ist, so das sie für Dich überwiegend positiv sind und nicht so, dass sie für Dich überwiegend negativ sind.

Es iglt sich auch keiner dadurch ein, dass er mit Menschen, die ihm warum auch immer nicht liegen keinen nahen emotionalen persönlichen freundschaftlichen Kontakt will. Einigeln wäre keinerlei Kontakte zu haben. Das wär ja was anderes.

Den Glauben von totaler Kontrolle über das eigene Leben und die sozialen Kontakte würde ich mir gleich mal abschreiben. Das scheitert sonst spätestens beim ersten Partner (und der Verwandschaft und den Altlasten, die da "dran hägen") und/oder ersten Kind. :-) Dann besser abgehärtet sein.

Das hat nichts mit totaler Kontrolle, sondern was mit bewusster Entscheidung zu tun. Sicher gibts Menschen mit denen ich entscheide umzugehen, weil ich eben eine bestimmte Gewichtung meiner Lebensumstände habe: z.B. dass mein Arbeitsplatz wichtiger ist, als ob ich den Kollegen mit dem ich zusammenarbeiten muss persönlich sympathisch finde. Wenn ich entschieden habe, dass der Arbeitsplatz superviele Vorzüge hat, werde ich mich mit einem unangenehmen Kollegen natürlich arrangieren und meinen Fokus auf ein fachliches Verhältnis legen. Den lass ich dann aber halt auch nicht nah an mein Privatleben ran.

Dasselbe gilt ja auch für schwierige Verwandtschaft usw.

Weil es so schön mit Nähe und Distanz spielt anstatt sich dort in Übergriffigkeiten und einer vorwurfsvollen Seite menschlicher Annäherung zu verlieren.

Klar - wenns spielerisch geht ist alles super. Mit den meisten Menschen funktioniert das ja auch. Mit denen kommst Du ja gar nicht in die beschriebenen Situationen, um die es ursprünglich mal ging ;-). Wenns tatsächlich mal schief geht in der Kommunikation spricht man drüber und gut is.

Normalerweise kommst Du ja nur mit Menschen in die beschriebene Situation, bei denen die Empathie unterdurchschnittlich entwickelt ist und die sich sogar mit Erläuterung schwer tun, eine andere Position als die eigene zu sehn. Und um diese Art Kontakte gings doch.

POytho!nisxt


Ja, leider. Aber es gibt eigentlich immer irgendwelche "Warnmarker" bei sowas. Da bin ich mir sicher.

Wer Warnmarker sucht, wird Warnmarker finden? ;-) Dann wäre es eher ein passive Vermeidungsstrategie.

Mir hat mal eine Frau vor einiger Zeit gleich in ihrem ersten Kontakt (Partnerbörse) ohne großes Drumrum zwei interessante Fragen gestellt, die ich als in diese Richtung gehend empfand: "Wie lange ist das Ende deiner letzten Beziehung her?" und "Wie lange war deine längste Beziehung?" Für sie waren das offenbar entscheidende Informationen/Marker. So direkt und faktenzentriert habe ich das vorher auch nicht erlebt.

N"otM0ichae>lCaixne


Wer Warnmarker sucht, wird Warnmarker finden?

Nein. Wer eine one on one Beziehung führen will braucht doch auf jeden Fall Kriterien und wenns ein großer Pool ist (Partnerbörse) und frau mehrere Möglichkeiten hat muss sie ja irgendwie entscheiden. Das Medium bringt das zwangsläufig mit sich, weil die Informationen da sehr speziefisch sind und eben kein allgemeiner Gesamteindruck entsteht wie bei einer realen Begegnung. Da brauchts andere Kriterien.

PJyth)onisxt


Es gibt doch viel mehr soziale Sachen: Eltern, Partner, Freunde, Ex-Partner, Nachbarn, Arbeitskollegen, Kunden oder Lieferanten in der Arbeitssituation, andere Eltern im Kindergarten oder Eltern der Mitschüler der Kinder, Ärzte, Leute im Verein, usw. usf. Da kann Polarfuchs doch auch nicht immer flüchten und Kontakte vermeiden oder abbrechen.

Um die gings doch hier gar nicht. Es ging auch nicht darum prinzipiell keinerlei Kompromisse einzugehen.

Mir ging es auch um diese Personen ...

Klar - wenns spielerisch geht ist alles super. Mit den meisten Menschen funktioniert das ja auch. Mit denen kommst Du ja gar nicht in die beschriebenen Situationen, um die es ursprünglich mal ging ;-). Wenns tatsächlich mal schief geht in der Kommunikation spricht man drüber und gut is.

... denn "Bei über 80% der Fälle besteht eine Täter-Opfer Beziehung wie beispielsweise Ex-Partner, Kollegen, Freunde, Nachbarn, Patienten/Mandanten usw."

[[http://www.stalking-justiz.de/stalking/zahlen-daten-fakten/]]

Polarfuchs kann als "Abschreckungsidee" für kontaktarme Beziehungssuchende (Polarfuchs möchte ja generell keine Paar-Beziehung) also einfach die Marker-Geschichte umkehren. Dann steckt sich Polarfuchs selbst einen Verlobungs- oder Ehering an, zeigt diesen demonstrativ deutlich im 90%-Fall der Fälle und vertraut auf dessen Wirkung. Und für 10% nimmt Polarfuchs den ab. Und wenn Fragen kommen - erklärt sie/er den "Lieben" ihre/seine pragmatische Motivation dazu.

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