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Sex mit Prostituierten - Beziehungs No-Go?

dSooKmhixde


Der Trend der Diskussion geht jetzt eher in Richtung Pro/Contra dieses Gewerbes und wenn wir weiter diskutieren, wird es vielleicht sogar hypothetische Spielregeln geben, nach denen das Gewerbe selbst keiner Kritik mehr ausgesetzt wäre.

Das halte ich für utopisch. Die Kritik an diesem Gewerbe kommt meines Ermessens nach nicht von der männlichen Seite sondern (gefühlt) zu 90% von anderen Frauen die anscheinend ein Problem damit haben. Hier wird als Begründung eingeworfen, dass die alle nur aus Zwang dort arbeiten und sich keine geistig gesunde Frau freiwillig prostituieren würde obwohl es nachweislich nicht so ist. Sprich: Sowohl die Frauen müssen einen Knack weg haben und die Freier auch weil niemand (der über normale Wege an Sex kommen könnte) so ein Angebot annehmen würde. Hier wird unterstellt dass die Personen nicht moralisch verkommen sind sondern quasi unzurechnungsfähig(mental nicht ganz da) sind und das ist schon für sich ein starkes Stück. Jeans kaufen ist aber okay... das macht einen nicht unzurechnungsfähig obwohl hier ebenfalls moralische Gründe dagegen sprechen diese zu kaufen.

Ich vermute dass vorallem Frauen dagegen sind die selbst nicht abgeneigt sind bei Treffen mit Männern etwas anzunehmen was bei denen als Gefälligkeit durchgeht aber im Grunde auch nichts anderes als Prostitution darstellt(Ich lasse mich beschenken dafür das wir öfters mal Cafe trinken oder Kontakt haben und lasse den anderen in der Hoffnung dass da irgendwann "mehr" geht - und ja, nicht jede Prostituierte muss auch mit dem Kunden ins Bett). Wenn man das so simpel runterbricht dann sind eigentlich alle Frauen die sich in der Disco ein Getränk ausgeben lassen ebenfalls Prostituierte (auch wenn das einige sicherlich nicht gerne hören werden) und dann macht die Abneigung gegen die richtige Prostitution auch Sinn... das nennt sich nämlich Konkurrenzkampf. Marktwirtschaft und so.

Dort bekommen die Kerle für wenig Geld und ohne Gequatsche dass wofür andere richtig den Bückling machen müssen. Das wird natürlich nicht gern gesehen denn da ist jemand im Gewerbe der es billiger und einfacher macht. Das sind, wie gesagt, nur Vermutungen und ich entschuldige mich jetzt schon für den Shitstorm der gleich losbrechen wird. ;-D

jMhycxp


Wenn ein Freier merkt, dass die Frau vor ihm eher angewidert ist und ihm ist das egal, dann ist das in meinen Augen etwas völlig Anderes, als wenn er eine Frau vor sich hat die ihm offen und somit zumindest für ihn wahrnehmbar freiwillig gegenübertritt.

Da sind aber zum Teil auch die Frauen gefragt, gleich am Anfang zu signalisieren, dass sie den fraglichen Mann nicht haben möchten. Denn soweit ich weiß wird am Anfang bezahlt und es gibt auch keine Geld zurück Option. Da wird kein Mann sagen: "Ah ich merke ich wieder dich an. Lass uns einfach hier aufhören, behalte das Geld und einen schönen Abend noch."

Wenn man für eine Dienstleistung bezahlt will man logischer weise entweder bedient werden oder das Geld zurück. Das ist ja in jeder Branche so.

d5oom}hixde


Da sind aber zum Teil auch die Frauen gefragt, gleich am Anfang zu signalisieren, dass sie den fraglichen Mann nicht haben möchten. Denn soweit ich weiß wird am Anfang bezahlt und es gibt auch keine Geld zurück Option. Da wird kein Mann sagen: "Ah ich merke ich wieder dich an. Lass uns einfach hier aufhören, behalte das Geld und einen schönen Abend noch."

Wenn man für eine Dienstleistung bezahlt will man logischer weise entweder bedient werden oder das Geld zurück. Das ist ja in jeder Branche so.

Ganz genau. Wenn ich im Supermarkt bedient werde und merke dass der Verkäuferin eigentlich zum heulen zumute ist weil sie es hasst dort zu arbeiten dann verzichte ich doch auch nicht auf meine Lebensmittel obwohl ich bereits bezahlt habe. Wieso sollen da andere Maßstäbe angesetzt werden als anderswo? Wieso hat der Käufer im Supermarkt weniger Anteil als der Freier im Puff?

EShtemal9iger #Nutpzer (x#15)


jhycp

Mir geht es bei meiner obigen Aussage rein um den Charakter des Mannes, sein Wahrnehmungs"vermögen" um es mal so auszudrücken. Und um dies geht es hier ja auch, das ist das Thema, bzw. die Themenfrage.

Wo ist bei ihm die Grenze? Geht es ihm rein um die Dienstleistung, so weit, dass er die Frau vor sich - Dienstleistung hin oder her- überhaupt nicht als (fühlenden) Menschen sieht?

Da sind aber zum Teil auch die Frauen gefragt, gleich am Anfang zu signalisieren, dass sie den fraglichen Mann nicht haben möchten. Denn soweit ich weiß wird am Anfang bezahlt und es gibt auch keine Geld zurück Option. Da wird kein Mann sagen: "Ah ich merke ich wieder dich an. Lass uns einfach hier aufhören, behalte das Geld und einen schönen Abend noch."

Ein Mann mit einem bestimmten Charakter und bestimmten Wertvorstellungen wird das bei einer für ihn klaren Signalisierung durchaus tun - denn dieser "kann" dann auch im Fall der Fälle die Dienstleistung gar nicht in Anspruch nehmen.

Das meine ich in meinem letzten Beitrag mit der Unterscheidung bezüglich des Charakter des betreffenden Mannes.

Sjüntxje


ich muss hier aussteigen, bei den Aussagen wird mir so kotzschlecht. Hast du irgendeinen der verlinkten Artikel gelesen, Doomhide? Die Zahlen jucken dich nicht? Die paar Frauen, die gezwungen werden sind doch nicht relevant?

Die Frauen die hier argumentieren sind doch bigott, weil sie aufs Klo gehen, wo eine Afrikanerin putzt und dort ihre in Thailand gefertigte Hose gepflegt runterlassen?

ich kann nicht glauben, dass jemand so ignorant sein kann

dZoomhxide


Schuld an unwürdigen Arbeitsbedingungen ist der Gesetzgeber weil der durch Verordnungen und Gesetze den Rahmen für "würdige" Arbeit schafft und wenn diese nicht gegeben sind dann ist dort nachholbedarf. Aber ich kann doch nicht hinterher dem Kunden den schwarzen Peter in die Schuhe schieben. Das ist erstens zu einfach, zweitens trifft es den falschen und drittens ändert das nichts an der Sache. Der Bedarf ist da (auch wenn das manchen nicht gefällt) also ist der Gesetzgeber auch in der Verantwortung da für vernünftige Bedingungen zu sorgen.

d+oosmhide


ich muss hier aussteigen, bei den Aussagen wird mir so kotzschlecht. Hast du irgendeinen der verlinkten Artikel gelesen, Doomhide? Die Zahlen jucken dich nicht? Die paar Frauen, die gezwungen werden sind doch nicht relevant

Wo habe ich das denn geschrieben?

Die Frauen die hier argumentieren sind doch bigott, weil sie aufs Klo gehen, wo eine Afrikanerin putzt und dort ihre in Thailand gefertigte Hose gepflegt runterlassen?

ich kann nicht glauben, dass jemand so ignorant sein kann

Ich denke du missverstehst mich. Mir geht es nicht darum die Bedingungen zu verharmlosen sondern den Verantwortlichen dafür zu benennen der die Möglichkeit hat etwas zu verändern... und das ist nicht der Kunde (oder nur sehr beschränkt).

E?l2la71


@ doomhide

Du argumentierst hier wirklich wie einer, der sich munter durch die Puffs vögelt, Frauen konsumiert nach dem Motto "nach mir die Sintflut" und sich hier in voller Breite auch noch reinwaschen will.

Nur zu, jeder möge nach seiner Fasson glücklich werden - aber anderen das auch noch schönreden zu wollen (und damit ggf. bei eher schwachen Charakteren die Hemmschwelle senken, solche Dienste gedanken- und gewissenlos in Anspruch zu nehmen) schlägt für meine Begriffe dem Fass den Boden aus.

ENhem}ali{ger Nutjzer (#1x5)


doomhide

Ganz genau. Wenn ich im Supermarkt bedient werde und merke dass der Verkäuferin eigentlich zum heulen zumute ist weil sie es hasst dort zu arbeiten dann verzichte ich doch auch nicht auf meine Lebensmittel obwohl ich bereits bezahlt habe. Wieso sollen da andere Maßstäbe angesetzt werden als anderswo? Wieso hat der Käufer im Supermarkt weniger Anteil als der Freier im Puff?

Es ist doch wohl ein Unterschied ob ich meinen Körper oder Brötchen verkaufe.

Luord H2oxng


Da wird kein Mann sagen: "Ah ich merke ich wieder dich an. Lass uns einfach hier aufhören, behalte das Geld und einen schönen Abend noch."

Doch, genau das habe ich ein mal gemacht, wenn auch in einem komplett anderen Wortlaut. Das war es mir das Geld nicht wert.

eEnigmati;c1x606


Im Kern hat er aber gar nicht so unrecht, auch wenn die von ihm angeführten Beispiele teils schlicht abstrus sind. Billigklamotten die in irgendwelchen Slums unter haarsträubenden Bedingungen hergestellt werden, damit wir beim Textilgiganten in der Innenstadt das Doppelpack Shirts für einen Zehner kaufen können sind moralisch nicht wirklich etwas anderes als das Inanspruchnehmen von Zwangsprostituierten. Der einzige Unterschied ist die räumliche Nähe.

Und an dem Punkt macht es dann eben einen Unterschied, wie der Freier handelt und denkt. Wenn er ein wie auch immer geartetes Mindestmaß an Maßnahmen trifft um sichergehen zu können, dass er da keinen Menschenhandel unterstützt (sich vorher informiert oder so, keine Ahnung inwiefern das möglich ist), dann kann man diesem Mann weniger einem Vorwurf machen als dem, der sich für einen Zwanziger in der Mittagspause ohne jegliche Bedenken im stadtbekannten Drogenviertel einen blasen lässt (um jetzt mal Klischees zu bedienen, die so zwar sicher auch vorkommen aber in der Realität wohl nicht immer so verdammt offensichtlich sind).

daoAomh<idxe


Es ist doch wohl ein Unterschied ob ich meinen Körper oder Brötchen verkaufe.

Da geht es doch nicht um die Brötchen. Die Verkäuferin arbeitet da aber vielleicht auch nur aus Not heraus und nicht weil ihr der Laden so gut gefällt. Vielleicht über eine Zeitarbeitsfirma usw. Da gibt es auch nicht unbedingt die besten Bedingungen.

EmhemaligerP NutzIer (#1x5)


doomhide

Aber ich kann doch nicht hinterher dem Kunden den schwarzen Peter in die Schuhe schieben.

Darum geht es doch gar nicht.

Sondern darum, wie sich der Kunde, der Mensch dahinter, verhält wenn er (eindeutig) merkt, dass sein Gegenüber unter dem Ganzen leidet.

Ein Mann der in solch einer Situation sein "Ding durchzieht" (sorry für diese recht plastische Ausdrucksweise), davon würde ich - mindestens als Partner - Abstand halten, da muß ich manchen Vorrednerinnen zustimmen. Wohingegen ich kein Problem per se mit (vergangenen) Bordellbesuchen hätte.

EThem+alisger Nut+zer ^(#15)


doomhide

Da geht es doch nicht um die Brötchen. Die Verkäuferin arbeitet da aber vielleicht auch nur aus Not heraus und nicht weil ihr der Laden so gut gefällt. Vielleicht über eine Zeitarbeitsfirma usw. Da gibt es auch nicht unbedingt die besten Bedingungen.

Noch immer aber bleibt der Unterschied zwischen Brötchen und eigenem Körper. Das willst Du doch nicht ernsthaft gleichstellen?

jphyOcxp


Isabell

Ich verstehe was du meinst.

Ich selber habe zwar noch nie das Bedürfnis nach solchen Dienstleistungen gehabt, und empfinde Hochachtung vor den Frauen die einen so widrigen Job machen können und daneben auch noch als Mensch funktionieren, sprich nicht abgestumpft sind.

Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich bei einer entsprechenden Dame bin, mir keine ausgesucht habe die nur 50€ für den ganzen Abend verlangt, sich also unter Preis verkauft weil sie dazu gezwungen wird. In den ersten Minuten wo alles besprochen wird auch keine Anzeichen dafür gesehen habe, dass sie sich unwohl fühlt in ihrem Job oder gezwungen wird das zu machen. Und dann wenn es zur Sache geht oder sogar wenn wir schon mitten dabei sind ich feststelle, dass sie mich nicht will und sich nur zwingt das durchzustehen. Dann wüsste ich nicht, ob ich in dem Bewusstsein aufhören würde, dass die sagen wir mal 200€ weg sind die ich hingelegt habe. Logisch dem ersten Impuls nach würde ich das nicht fortsetzen wollen, aber gleichzeitig würde ich mich auch fragen, ob das nicht nur ein Trick ist um das Geld aus mir rauszulocken und dann sich um die Arbeit zu drücken.

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