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Sex mit Prostituierten - Beziehungs No-Go?

j~hxycp


@ Evropanka

Dann gibt es aber auch keine geeignete Lösung für diese Problematik. Prostitution wird es immer geben, egal ob sie legalisiert ist oder nicht. Und wenn es Prostitution gibt, wird es auch immer Frauen geben die das unter einem gewissem Zwang ausüben. Und das kann man nicht erkennen.

EZhem[aliger Nu@tzer (#H6026x96)


Prostitution wird es immer geben, egal ob sie legalisiert ist oder nicht.

Ja, und man hat eben die Wahl, das System zu unterstützen oder nicht.

Und wenn es Prostitution gibt, wird es auch immer Frauen geben die das unter einem gewissem Zwang ausüben. Und das kann man nicht erkennen.

Richtig. Deshalb muss man sich als Freier fragen: Kann ich damit leben, dass mir der Körper möglicherweise unter Zwang zur Verfügung gestellt wird oder nicht. Und es gibt eben Menschen, die das in Kauf nehmen und (trotzdem) Spaß dabei haben können und andere, die unter diesen Umständen lieber verzichten.

jthycp


Die Frage ist dann, ob Mann in dem Fall ein schlechter Mensch ist, wenn er Frauen so gesehen unterstütz und ihr Gewerbe in Anspruch nimmt. Zumindest bei solchen Frauen, die sich aus finanzieller Not oder mangels alternativen Job-Möglichkeiten mit Prostitution beschäftigen.

L3ord xHong


@ Evropanka

Ich denke du hast einen weitaus tieferen Einblick in die Prostitution als die meisten.

Deine Ansichten teile ich, allerdings habe ich eben keinen persönlichen Einblick in das Gewerbe.

Ich habe aber eine Bekannte die eben wie du auch mal ehrenamtlich in einer Organisation tätig war die sich mit der Verbesserung der Lage von Prostituierten beschäftigte.

Aber man(n) hat als Freier in Deutschland m.E. kaum eine Möglichkeit, es zu erkennen, weil den Zwangsprostituierten nicht auf die Stirn geschrieben steht, unter welchem Druck sie arbeiten.

Das ist für mich auch ein wesentlicher Punkt. Man weiß eben nicht aus welchem Grund eine Frau sich für Geld anbietet. Da kann man sich nur auf das Bauchgefühl verlassen finde ich. Oder man merkt was beim Besuch, vielleicht bin ich naiv, aber ich denke als Mann merkt man es wenn der Sex nicht mit dem vollen Einverständnis der Frau statt findet.

Vielleicht irre ich da auch, denn es wird

[...] natürlich alles daran gesetzt wird, die Freier Glauben zu machen, dass dem nicht so sei.

Hat vielleicht auch mit Zufall zu tun, Zufall dass eine Prostituierte an einen netten respektvollen Kunden gerät und Zufall dass der Kunde an eine Prostituierte gerät die den Beruf aus freien Stücken ausübt.

Und es gibt eben Menschen, die das in Kauf nehmen und (trotzdem) Spaß dabei haben können und andere, die unter diesen Umständen lieber verzichten.

Und hier kann ich verstehen, dass eine Frau Männer die ersteres tun als möglichen Partner ablehnen.

Das hat dann weniger mit der Inanspruchnahme einer Dienstleistung zu tun sondern mangelndem Respekt eines anderen Menschen gegenüber.

@ J_B

Spaß? Es ist ein Job.

Es liegt aber auf der Hand dass Prostitution nicht mit einem "normalen" Job verglichen werden kann aufgrund der Intimität bei der Ausübung.

Dass viele Prostituierte aussehen, wie die Abiturientin von nebenan, wäre mir auch neu.

Das deckt sich aber mit meinen Beobachtungen auf einem einschlägigen Webportal.

Da wird mit diesem Image ein Markt bedient.

P"aradKietsocase


Es gibt aber auch durchaus Prostituierte, die ihren Beruf oder wie ihr es nennen wollt, weiterhin ausüben möchten, obwohl der Partner dagegen ist. Deutsche Prostituierte könnten doch einen anderen Aushilfsjob annehmen, es wird genug gesucht, aber viele bevorzugen eben das schnelle Geld. Bei Ausländern wäre ich vorsichtig, der Grund dürfte bekannt sein (Erpressung, leere Versprechungen usw.). Möchte das nicht verallgemeinern, jedoch ist eine Tendenz da. Auch Nymphomaninnen lieben ihren Job und viele Prostituierte können auch Männer ablehnen, sofern sie nicht über einen Zuhälter arbeiten.

eonigma?tic=160x6


Ich persönlich finde ja, dass Diskussionen wie diese hier (bzw. einige der hier vorgebrachten Ansichten zum Thema Prostitution) ein ziemlich eindeutiges Zeugniss darüber ablegen, dass/bzw. auch warum sich an der Stellung von Prostituierten und deren Situation so schnell nicht wirklich etwas bessern wird.

d6oom_hide


Der kleine aber feine Unterschied hinsichtlich Prostitution ist aber, dass Swinger und diejenigen, die hin und wieder einfach mal Lust auf einen ONS haben, sich ihren Sexualpartner selbst aussuchen. Da ist niemand aus wirtschaftlicher oder welcher Not auch immer gezwungen, jemanden zu bedienen, den er privat nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde.

Da habe ich irgendwie meine Probleme mit. Wenn ich z.b. auf eine öffentliche Toilette gehe und dort eine Schwarzafrikanerin sitzen sehe die offensichtlich unzufrieden mit ihrem Job ist dann hält mich das trotzdem nicht davon ab dort auf die Toilette zu gehen. Ich bin nicht dafür verantwortlich dass die gute Frau sich diesen Beruf ausgesucht hat und man kann mir nicht erzählen dass es in Deutschland keine Alternativen bezüglich der Berufswahl gibt. Niemand würde den Toilettenbesucher für den Status der Frau verantwortlich machen oder ihm eine moralische Mitschuld am Schicksal der Frau andichten. Ähnlich sehe ich das bei Prostitution auch. Nicht der Besucher der Toilette (oder in dem Fall) der Frau ist verantwortlich für ihr Schicksal, sondern ausschliesslich sie selbst. Natürlich ist das was anderes wenn ich bemerke das es um Zwangstoilettenschruppen geht, jemand dahinter stehen würde der mit körperlicher Maßregelung droht. Dann bin ich "mitschuldig". Leider ist das bei Prostituierten in der Regel nicht erkennbar aber eine Mitschuld für die Verhältnisse hat der Freier da nicht. Oder geht von euch keiner mehr auf eine öffentliche Toilette weil da die Gefahr besteht das (ein Teil) der Toilettendamen da unter miserablen Umständen arbeitet? Das würde ich auf jedenfall kaum glauben.

d+oomhxide


Es gibt aber auch durchaus Prostituierte, die ihren Beruf oder wie ihr es nennen wollt, weiterhin ausüben möchten, obwohl der Partner dagegen ist. Deutsche Prostituierte könnten doch einen anderen Aushilfsjob annehmen, es wird genug gesucht, aber viele bevorzugen eben das schnelle Geld.

Ganz genau. Da geht es einfach um Kohle und um nichts anderes. Es wird wohl nur ein sehr kleiner Teil (wenn überhaupt) danach einen Job bei einer z.b. Zeitarbeitsfirma annehmen und danach putzen gehen.

S]üntdjxe


. Natürlich ist das was anderes wenn ich bemerke das es um Zwangstoilettenschruppen geht, jemand dahinter stehen würde der mit körperlicher Maßregelung droht. Dann bin ich "mitschuldig". Leider ist das bei Prostituierten in der Regel nicht erkennbar aber eine Mitschuld für die Verhältnisse hat der Freier da nicht.

schon, Die Nachfrage bestimmt das Angebot und da macht der Freier sich schon mitschuldig

JS_B


Es liegt aber auf der Hand dass Prostitution nicht mit einem "normalen" Job verglichen werden kann aufgrund der Intimität bei der Ausübung.

Das sagst du, ich sehe das anders.

Ich sehe das nicht als Grund dafür, dass es Spaß machen sollte.

Das deckt sich aber mit meinen Beobachtungen auf einem einschlägigen Webportal.

Da wird mit diesem Image ein Markt bedient.

Ich dachte dass der Markt für junge deutsche Frauen, dann eher im Escort-Bereich liegt.

CfomrJan


Der Trend der Diskussion geht jetzt eher in Richtung Pro/Contra dieses Gewerbes und wenn wir weiter diskutieren, wird es vielleicht sogar hypothetische Spielregeln geben, nach denen das Gewerbe selbst keiner Kritik mehr ausgesetzt wäre.

Wenn es damit "sauber" wäre, d.h. die gleiche Dienstleistung unter ausschließlich fairen Bedingungen angeboten würden, wäre dann eure Meinung von einem Mann, der diese Dienstleistung mal in Anspruch genommen hat, höher?

d,ooNmhixde


schon, Die Nachfrage bestimmt das Angebot und da macht der Freier sich schon mitschuldig

Klar. Aber warum ist dass dann bei Prostitution anders als beim z.b. Jeanskauf? Also macht sich jeder schuldig der irgendeinen Konsumartikel oder ein Angebot jeglicher Art annimmt weil es "nie" ausgeschlossen ist dass dort auch Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten d.h. jeder der Jeans trägt oder bei Amazon einkauft ist genauso moralisch verkommen wie ein Freier. Damit kann ich mich anfreunden.

S'üntxje


Wenn es damit "sauber" wäre, d.h. die gleiche Dienstleistung unter ausschließlich fairen Bedingungen angeboten würden, wäre dann eure Meinung von einem Mann, der diese Dienstleistung mal in Anspruch genommen hat, höher?

Es wäre für mich dann kein Ausschlusskriterium mehr.

Wenn ein Mann zu einer Prostituierten geht, die ihren Job freiwillig macht, warum auch immer, weil sie Spaß dran hat, weil sie das lieber macht, als bei Aldi an der Kasse zu sitzen oder das junge Mädchen das sich lieber prostituiert als zu kellnern um ihr Studium zu finanzieren, bitte. Habe ich kein Problem mit.

Aber die Ausgangsfrage kann man gar nicht losgelöst von den Zuständen der Prostitution in Deutschland diskutieren, meine Meinung.

Ephemalaiger Nu(tzer e(#1x5)


Lord Hong hat einen guten Aufhänger gebracht für meine Gedanken beim Lesen der letzten Beiträge:

Oder man merkt was beim Besuch, vielleicht bin ich naiv, aber ich denke als Mann merkt man es wenn der Sex nicht mit dem vollen Einverständnis der Frau statt findet.

Wirklich wissen kann es kein Mann der diese Dienste in Anspruch nimmt, aus welchen Gründen sie es macht. Bzw. inwieweit sie dazu gezwungen ist, wird oder sich gezwungen fühlt.

Hier geht es im Kern um Werte an denen der TE bezüglich sich selbst zweifelt - hier schon angefangen per se bei dem Punkt derartige Dienste in Anspruch zu nehmen. Ich finde das zu früh gegriffen, ich finde es steht und fällt damit, wie er sie in Anspruch nimmt.

Wenn ein Freier merkt, dass die Frau vor ihm eher angewidert ist und ihm ist das egal, dann ist das in meinen Augen etwas völlig Anderes, als wenn er eine Frau vor sich hat die ihm offen und somit zumindest für ihn wahrnehmbar freiwillig gegenübertritt. Diesen Unterschied zu merken/spüren Seitens des Mannes, darum sollte es gehen.

Ich finde es auch zutiefst verwerflich, wenn ein Mann äußert "Mir doch egal was die empfindet, ich habe schließlich dafür bezahlt dann soll sie auch ran" - während ich ein "Ich war einsam, habe mir ein -zumindest für mich wissentlich- seriöses Bordell ausgesucht, mir war wichtig, dass die Chemie zwischen mir und der Dame auch stimmt...." etc. pp.. in keiner Weise verurteile.

Ich finde es somit etwas zu vereinfacht einen Mann der derartige Dienste in Anspruch nimmt, automatisch zu verurteilen.

mPneNf


Der Trend der Diskussion geht jetzt eher in Richtung Pro/Contra dieses Gewerbes

.

Und ich glaube nicht, dass dem TE hier mit einer Grundsatzdiskussion geholfen ist.

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