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Gruppen

F=orens=iker hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Foristen,

ich will hier mal ein Problem darstellen und bin gespannt, was ihr dazu sagt, undzwar geht es um Gruppen (n > 2). Ich stoße damit immer wieder an Grenzen und interessiere mich dafür, ob es anderen auch so geht und wie sie mein Erleben einordnen. Ich versuche mich zunächst mal an einer abstrakten Beschreibung:

Ich empfinde es oftmals als anstrengend, nervtötend oder auch langweilig, Teil einer Gruppe zu sein.

Anstrengend kann es zum Beispiel sein, wenn ich mich mit jemandem dort gut verstehe und ein Gespräch ein sehr persönlichen Touch bekommt, ich aber gleichzeitig weiß, dass es mehrere potentielle Zuhörer gibt, denen ich einen solchen Einblick nicht wirklich geben möchte.

Nervtötend kann es sein, wenn zum Beispiel auch Leute dabei sind, die zu ziemlich allem ihren Senf dazu geben müssen. Das passiert zugegebenermaßen eher so im Explorationsmodus, wo ich vielleicht auch bewusst unter eine größere Gruppe gehe, in der ich einzelne schon zu schätzen weiß oder zumindest auch die Chance besteht, solche kennen zu lernen. Ich denke auch, dass man dann in solchen - sagen wir mal vereinsartigen - Strukturen sich nicht mit jedem verstehen kann. Ich habe dort aber auch immer wieder den zugegebenermaßen etwas zynischen Eindruck, dass solche formalen Strukturen Leute dazu motivieren sich zu profilieren, wo eine lockere Gruppe mit funktionierender Eigendynamik sich schon lange zerstreut hätte, anstatt sich das wirklich anzutun und daher dieser Typus im Gegensatz zu sympathischeren Zeitgenossen überproportional viel Aufmerksamkeit beansprucht.

Ferner kann sich der Aufenthalt in Gruppen für mich auch extrem langweilig gestalten. Ich erlebe es häufiger, dass eine Person sich länglich über irgendwelche Erlebnisse auslässt und mich diese Dinge zumindest in dem Detailgrad einfach nicht interessieren. Vielleicht interessieren sie mich aber auch schon deshalb aus Prinzip nicht, weil offensichtlich wird, dass mein Interesse eigentlich vernachlässigbar ist ":/ Zumindest ist mir klar, dass die Möglichkeit zu Rückfragen, auf die auch wirklich eingegangen wird, essenziell ist, weil ich mich sonst ziemlich schnell gefangen fühle. Ich vermute dahiner verschiedene Kommunikationsmodi. Ich mag mich eigentlich überhaupt nur ausführlich über Dinge äußern, wenn jemand daran auf irgendeine Art ein Interesse bekunden. Ich weiß aber auch, dass andere eine Art Urvertrauen darin haben, dass die anderen schon alles was sie sagen interessieren wird, was mir völlig abgeht. Hieran wird vielleicht auch deutlich, welche Rolle die Gruppe spielt: Wenn sie nämlich tatsächlich ein interessiertes Publikum darstellt, spätestens dann bin ich im völlig falschen Film, dann wird es zur unendlichen Geschichte. Denn wenn von außen betrachtet Erzähler und Zuhörer beide Spaß bei der Sache haben (und ich will mir nicht anmaßen, von einer kalkulierten Freundlichkeit und gespieltem Interesse auszugehen, auch wenn da vielleicht ein Fünkchen Wahrheit dran ist), neige ich zur Flucht, wobei mich auch davon noch verschiedene Dinge abhalten können, die mehr mit den Interessen der anderen zu tun haben als mit meinen eigenen. Letztlich ist mir aber auch klar, dass sich hier zumindest theoretisch ein ganzes Spektrum an anderen Verhaltensweisen eröffnet, das ich vielleicht einfach nicht beherrsche. Im Nachhinein hätte ich manchmal einfach doch gehen sollen, weil das einfach authentisch gewesen wäre und manche nachgelagerte Gedankenspirale verhindert hätte.

Alle drei Eigenschaften vereinen sich für mich in beruflichen Events, die für mich daher ein rotes Tuch darstellen und von mir entsprechend gemieden werden. Denn dort ist eigentlich klar, dass niemand etwas wirklich persönliches preisgeben mag, eine gewisse Profilierungssucht ist dort neben den psychologischen Gründen auch noch ganz rational motiviert und alles dies kann in meinem Dafürhalten nur in der totalen Langeweile enden. Dies ist für mich allerdings vor allem eine Extremfallbetrachtung, also etwas, wo im Prinzip das Problem gebündelt auftritt.

Um hier auch nochmal eine positive Perspektive zu schreiben: Ich finde es durchaus häufig sehr nett, einfach zu zweit mit Freunden unterwegs zu sein. Manchmal finden sich auch Konstellationen zu dritt, wo ich mich sehr wohl fühle, wobei es dann aber schon sehr auf die einzelnen Menschen ankommt. Spätestens ab vier Personen wird das Ganze für mich aber eher Belastung als alles andere. Und das kann wohlgemerkt auch passieren, wenn ich die einzelnen Personen allesamt sehr nett finde und mich auf individueller Ebene sehr gut mit ihnen verstehe. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ich da einfach diesen meinen Weg gehen soll, aber natürlich entstehen Freundschaften auch immer über Gruppen, so ist das zumindest bei mir. Das heißt, an den Gruppen führt so oder so kein Weg vorbei.

In einem funktionierenden Forum spielt alles dies übrigens keine Rolle, weil ich meine Aufmerksamkeit selbst auf die Inhalte und Menchen richten kann, die mir gerade interessant und nett erscheinen.

Antworten
M<ilk=y_e7x7


Du musst ja nicht an Gruppentreffen teilnehmen, sofern es nicht unbedingt notwendig ist (firmeninterne Pflichtveranstaltungen oder ähnliches)

Mach in deiner Freizeit doch, was dir Spaß macht.

Wenn du lieber nur zu zweit was unternehmen möchtest, dann mach das doch.

Ich seh das Problem nicht.....

pparaz-ell9nusxs


Wenn man kein richtiges Problem hat, dann kann man sich eins basteln. Zum Beispiel kannst du ein Glas Erbsen auf den Boden schütten und eine Tüte Linsen dazu. Dann alles wieder sauber trennen. Die Linsen in die Tüte und die Erbsen ins Glas. Dann kann man sich über das Desaster gütlich auslassen. Man kann es aber auch lassen, das mit den Linsen und Erbsen und sich einfach die Sachen ansehen und sagen: 'Aha, Linsen und Erbsen'. So einfach!

F+orensxiker


Milky_e77,

Du musst ja nicht an Gruppentreffen teilnehmen, sofern es nicht unbedingt notwendig ist (firmeninterne Pflichtveranstaltungen oder ähnliches)

Mach in deiner Freizeit doch, was dir Spaß macht.

Wenn du lieber nur zu zweit was unternehmen möchtest, dann mach das doch.

Ich seh das Problem nicht.....

ich glaube, meine Intention einigermaßen deutlich gemacht zu haben - ich erwarte von niemandem, hier für sich ein Problem zu sehen. Ich finde es durchaus auch hilfreich, wenn jemand meinen Beitrag (vorzugsweise vollständig) liest, kognitiv verarbeitet und dann aus seinem Erfahrungshorizont etwas dazu schreibt, auch wenn das Empfinden dann diametral entgegengesetzt ist.

parazellnuss,

Wenn man kein richtiges Problem hat, dann kann man sich eins basteln. Zum Beispiel kannst du ein Glas Erbsen auf den Boden schütten und eine Tüte Linsen dazu. Dann alles wieder sauber trennen. Die Linsen in die Tüte und die Erbsen ins Glas. Dann kann man sich über das Desaster gütlich auslassen. Man kann es aber auch lassen, das mit den Linsen und Erbsen und sich einfach die Sachen ansehen und sagen: 'Aha, Linsen und Erbsen'. So einfach!

danke für das anschauliche Beispiel, wie man in Gruppen auf den Erwartungs- und Verständnishorizont des anderen zusammengequetscht wird wie eine platte Erbse. Das hatte ich glatt in meiner obigen Auflistung vergessen.

Wiombawtxs


Mir geht es manchmal ähnlich, weshalb ich meine "Gruppen" mit sehr viel Umsicht auswähle. Im persönlichen Bereich geselle ich mich je nach Lage (Gemütszustand usw.) dann zur passenden Gruppe.

Im beruflichen Bereich ist das jedoch schwieriger und ich hatte schon ähnlich Erlebnisse wie du beschreibst. Natürlich kann man in dem Rahmen nicht einfach den Schauplatz verlassen. Ich habe für mich folgende Erkenntnisse gewonnen:

1. Ich bin kein Statist und kann durchaus die Gruppe beeinflussen, bzw. Impulse geben. Natürlich kann man das Grundnaturell einer Person, die gerne Monologisiert nicht ändern, aber das steht uns auch nicht zu, was mich zum zweiten Punkt bringt:

2. Ich kann durchaus lernen mit Dingen, die nicht meiner Vorstellung entsprechen, umzugehen. Das sehe ich als Übung. Um obiges Thema aufzugreifen: wenn uns etwas begeistert haben wir doch alle die Tendenz ausschweifend und lange darüber zu sprechen. Wieso sollten wir sowas einer anderen Person nicht auch zugestehen? Auch wenn wir vielleicht den Grund dazu nicht verstehen. Personen die gerne ihren Senf dazu geben, sollen das ruhig machen... wenn es mich selbst betrifft weise ich darauf hin, dass es für mich nicht von Interesse ist und damit hat es sich meistens schon erledigt.

Ich sehe das als Chance sich etwas weiter zu entwickeln.

LPorVd Hxong


Mir scheint du bist in der Gruppe das Inverse Element bezüglich der zweistelligen Verknüpfung der Gruppe.

Mvehxno


Mhhm, ich glaube, mit "Forensiker" hast Du Dir einen passenden Nick ausgesucht ;-D

Der vorherrschenden Meinung vieler Fachleute sind Menschen soziale Wesen. Was heißt das genau? Keine Ahnung, aber naja, sie kommunizieren miteinander, bilden Gruppen, die mehr oder weniger hierarchisch strukturiert sein können.

Manche Menschen sind einfach "dabei", auch wenn sie mit von den gruppendynamischen Prozessen und sozialen Interaktionen keine Ahnung haben. Manche Menschen durchschauen die Prozesse und verfolgen mit der Manipulation der Interaktion bestimmte Ziele. Manche Menschen habe an solchen Prozessen kein Interesse. Es gibt bestimmt noch ganz viel mehr Mensch-Kategorien in dem Zusammenhang.

Ich persönlich bin der Meinung, Du kommst mit 1:1 Beziehungen besser klar als mit 1:n Beziehungen. Im Grunde hast Du es ja deutlich geschrieben.

Um Deiner Frage nachzugehen: Mir geht es nicht so und ich finde es immer spannend, anderen zuzuhören und deren Erlebnisse, Standpunkte und Erfahrungen mitgeteilt zu bekommen. Es führt regelmäßig dazu, meine Sicht auf Situationen und Dinge zu verändern - auch wenn es nur belanglose Dinge sein sollten.

paaraz:ellnxuss


Mir scheint du bist in der Gruppe das Inverse Element bezüglich der zweistelligen Verknüpfung der Gruppe.

Ein guter Beitrag, der allerdings zu ergänzen wäre:

In der diametralen Fischphasenverschiebung ergänzt oft die Isistierung, als Prellbock von Argumenten, so zu sagen, eine gewisse Abwehrhaltung.

Evhemwaligerw Nut4zer (#6059677)


Geht dir das auch so in Gruppen, in denen als Tätigkeit nicht das Reden und sich unterhalten im Vordergrund steht, sondern ein gemeinsames Hobby?

Dass du dich gelangweilt fühlst in Gruppen, in denen es außer Miteinander-Reden nichts zu tun gibt, kann ich gut verstehen. Gerade wenn du dich lieber mit ein oder zwei Personen gemeinsam unterhälst. Manchmal entwickelt bzw. ergibt sich das in solchen größeren Gruppen so, dass man sich mit Gleichgesinnten etwas separiert zusammenfindet; quasi als deutlich angenehmere Kleingruppe innerhalb der Großgruppe. Aber wenn da natürlich kein Gleichgesinnter ist und böse gesagt alle gebannt der Gruppenlaberbacke lauschen, fände ich das auch langweilig und würde die Gruppe ein bisschen räumlich unauffällig verlassen (nach Draußen gehen o. ä.) und später wiederkommen oder mich geistig-innerlich ausklinken von der Umgebung oder unauffällig Sozialstudien betreiben - oder gar nicht erst hingehen.

Anstrengend kann es zum Beispiel sein, wenn ich mich mit jemandem dort gut verstehe und ein Gespräch ein sehr persönlichen Touch bekommt, ich aber gleichzeitig weiß, dass es mehrere potentielle Zuhörer gibt, denen ich einen solchen Einblick nicht wirklich geben möchte.

Ah, das ist natürlich blöd, wenn die anderen so gut mithören können während du dich lieber vertraulicher unterhalten wollen würdest.

Zuhören, was allgemein geredet wird und sich bei Interesse darin einklinken, fällt nach deiner Beschreibung auch flach, weil die Gesprächsthemen für dich uninteressant sind bzw. du die nicht in dieser "oberflächlichen" Art besprechen möchtest. Das ist übrigens etwas, was ich auch anstrengend finde, gerade wenn mich ein Thema interessiert. Dann sage ich auch lieber nichts dazu und lasse die anderen reden und denke evtl. für mich über das Thema weiter nach (wenn die anderen längst vier, fünf Themen weiter sind).

Zumindest ist mir klar, dass die Möglichkeit zu Rückfragen, auf die auch wirklich eingegangen wird, essenziell ist, weil ich mich sonst ziemlich schnell gefangen fühle. Ich vermute dahiner verschiedene Kommunikationsmodi. Ich mag mich eigentlich überhaupt nur ausführlich über Dinge äußern, wenn jemand daran auf irgendeine Art ein Interesse bekunden. Ich weiß aber auch, dass andere eine Art Urvertrauen darin haben, dass die anderen schon alles was sie sagen interessieren wird, was mir völlig abgeht.

Kann gut sein, dass das verschiedene (nicht gut zueinander passende) Kommunikationsmodi sind insgesamt. Und so wie du die Gespräche beschreibst, klingt das nicht so, als hätten die Leute dort in dem Moment Lust, sich vertieft und ausführlich über ein bestimmtes Thema zu unterhalten. (Noch dazu evtl. eines, das sich überhaupt nicht interessiert.)

Manche Menschen müssen auch über etwas reden, was gerade in ihrem Kopf vorgeht, um das für sich (im Gespräch mit anderen) für sich ordnen zu können. Die beziehen quasi ihr Umfeld in ihren Nachdenkvorgang mitein aktiv und können so besser darüber nachdenken. Extravertierten Menschen sagt man das nach. Die meisten Menschen sind ambivertiert. Vielleicht bist du ja eher introvertiert und denkst erst für dich über etwas nach, bevor du das Ergebnis deiner Gedanken mitteilst.

Dann gibt es Menschen, die einfach ein bisschen egozentrisch ticken, im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen wollen und nicht zuhören können oder wollen. Die reden am liebsten selbst statt anderen zuzuhören.

Was auch noch sein kann ist, dass du auf andere so wirkst, als ob man dich immer erst ein bisschen bitten müsste bzw. dir alles aus der Nase ziehen müsste ich finde diese Redewendung eklig, aber mir fällt gerade keine treffendere Beschreibung ein.. Das ist vielen (verständlicherweise) zu anstrengend.

Worum genau geht es dir mit deinem Thread? Das ist mir nicht so recht klar geworden. Darum, bo andere das auch kennen? Darum, warum du so tickst? Oder darum, wie du (trotzdem) Freunde finden kannst? Oder etwas anderes?

Eillax71


@ Forensiker

Mir geht es genauso wie Dir, allerdings konstruiere ich mir daraus keinen Leidensdruck, sondern lebe genau mein Ding.

In eine Gruppe begebe ich mich nur, wenn sie erfahrungsgemäß ein angenehmes Umfeld für mich ist oder wenn mir sympathische Einzelpersonen dabei sind oder wenn es sich eben (z.B. beruflich) nicht vermeiden lässt.

Im privaten Kontext begrenze ich meine Verweildauer in der Gruppe, wenn ich mich nicht wohl fühle. Und egal ob privat oder beruflich: ich sehe zu, ob sich gute Gespräche mit 1-2 Einzelpersonen ergeben können; das klappt durchaus häufig.

Sobald mehrere Personen gleichzeitig ein Gespräch führen (und diese nicht von Vornherein alle untereinander sehr vertraut sind), kommt naturgemäß eine ganz andere Dynamik ins Spiel als beim 1:1-Gespräch. Und auf irgendwelchen (subtilen) Rhetorik- und Selbstdarstellungs-Machtkämpfe (auf die es ja dann doch gern mal hinausläuft), habe ich keine Lust und werde das auch nicht ändern.

T5heaA5x8


@ Forensicker

Während ich Deinen Beitrag las, habe ich mehrfach heftig genickt und mich gleichzeitig weniger exotisch gefühlt. Ich kenne all das gut, auch wenn ich durchaus offen und kommunikativ bin. Ich kenne das Gefühl der Langeweile in Anbetracht der Themen, aber auch der epischen Breite der Erzählungen über für mich banale Dinge. Manchmal breitet sich in solchen Gruppen-Momenten ein Gefühl tiefer Einsamkeit in mir aus. Was hilft, sind in der Tat 2er Gespräche auch und gerade über dieses Thema. Ich mag Gespräche mit Menschen über Dinge, die anderen zu tiefgründig und zu ernst sind. Daran halte ich mich fest und versuche, manchmal auch loszulassen und selbst mal banal zu sein. Erfüllung finde ich dabei in der Gruppe aber nicht. Dabei werde ich gleichzeitig geschätzt als gute Zuhörerin.

Ich beschränke meine Gruppen-Kontakte auf ein Minimum und pflege die Freundschaften, in denen ich mich wohlfühle. Meine Erfahrung ist, dass es mir nicht oft gelingt, mich einer Gruppe so anzupassen, dass ich mich wohlfühle, wobei ich aber gleichzeitig die Fähigkeit habe, für eine Gruppe eine Wohlfühlathmosphäre zu erzeugen...ohne dass jemand merkt, dass es mir anders geht. Eine Lösung, einen Weg muss letztlich jeder der so "tickt" selbst finden. Ich habe meinen gefunden, aber es hat lange gedauert.

CNinnGamxon4


Wie witzig ;-D . Gerade dachte ich, Polarfuchs, du und ich sollten eine Selbsthilfegruppe aufmachen. "Gruppen, Nähe, Distanz und andere nervige Sachen" ;-D ! Zumindest haben wir ja gerade alle soziale Themen in diese Richtung zu bearbeiten.

Ich habe mich auch stark wiedererkannt in deinen Beiträgen und zähle auch eher zu den Menschen, die denken: "Boah, hör doch mal auf zu labern! Ich bin auch noch hier!" Gerade in meiner letzten Gruppe war das schlimm. Ich fühle mich auch am wohlsten mit Menschen, die mal was erzählen, aber auch nachfragen - wo es eben so ein Geben und Nehmen ist. Andere haben dafür manchmal den Eindruck, man müsse mir alles aus der Nase ziehen - wie Polarfuchs schreibst. Das verstehe ich immer nicht. Ich lasse anderen gerne Raum, zu erzählen, und frage auch nach, hätte aber eben gerne auch dasselbe Maß an Interesse zurück.

Vielleicht musst du da einfach auch noch ein bisschen suchen? Ich tue mich ja auch leichter mit 1:1-Kontakten, aber wie du schon sagst: Wenn man nicht in ne Bar will und jemanden angraben - was bei ner Freundschaft ja irgendwie auch schräg ist - muss man wohl in Gruppen interagieren lernen.

Ich kenne das übrigens auch, dass man sich zu zweit intimer unterhalten will. Ich versuche dann eigentlich immer, Gelegenheiten dafür zu schaffen, oder schreibe den Leuten Nachrichten. Ist auch nicht optimal, aber naja... Eigentlich ist das ja der Punkt, an dem man sich mal zu zweit treffen sollte, aber das müssen ja auch beide wollen, und dem anderen ist es dann vielleicht nicht recht oder zu früh oder bla... Ist alles nicht so einfach %:| .

Ich fühle mit dir :)_ !

C&ipnnamoxn4


Übrigens: Ich denke, dass Introversion nichts Schlechtes ist. Nur harmoniert es dann eben manchmal mit Extrovertierten nicht so gut. Vielleicht solltest du dann nach Orten suchen, wo es tendenziell auch mehr Introvertierte gibt. Mir fallen da jetzt nur so Klischees ein wie ein Schachclub oder so ;-D . Aber vielleicht fällt dir ja noch was Besseres ein @:) !

TRhe1a58


Übrigens: Ich denke, dass Introversion nichts Schlechtes ist. Nur harmoniert es dann eben manchmal mit Extrovertierten nicht so gut.

Das möchte ich Dir nicht absprechen, aber für mich ist dieses Phänomen losgelöst zu betrachten. Ich bin absolut nicht introvertiert und habe die gleichen Probleme. Für mich ist das eher eine Frage, ob ich bereit und in der Lage bin, mich auf banale und z.T. oberflächliche Kommunikation einzulassen. Und es ist eine Frage, ob ich bereit bin, Gespräche mit Menschen zu führen, die mir kurz zuhören, "jaja" sagen und dann in epischer Breite von sich erzählen. Eine gute Konversation - auch in einer Gruppe - bedeutet für mich, dass es Themen gibt, die auf gleiches Interesse stoßen, wo jeder seinen Raum hat für das, was er sagen möchte und wo andere nachfragen und Interesse an Inhalt und Lösungen zeigen. Das Ganze dann am liebsten noch wertschätzend und emphatisch und ohne ein "Du musst ( doch nur...). Genau das aber finde ich in Gruppen nur selten.

R{istridinu_vom_S\üdxen


Ich bin auch Mitglied in Eurer Gruppe. ;-)

Gruppen finde ich oft, vielleicht sogar meistens, anstrengend. Endlose Gespräche über Dinge, die mich nicht interessieren, und bei denen ich mich früher oder später innerlich ausklinke. Oder Diskussionen über Dinge, die mich eigentlich interessieren, bei denen aber einige Diskussionsteilnehmer so dermaßen von sich und ihrer Meinung überzeugt sind, dass ich jegliche Lust an der Diskussion verliere.

Das heißt aber nicht, dass es bei Zweiergesprächen immer viel besser ist. ]:D Ich habe gerade in letzter Zeit ein paar Leute kennengelernt, die einen stundenlang zulabern, selber aber kaum an einem interessiert sind. Wenn sie mir dann mal eine Frage stellen, ist es etwas in der Art: "Kennst Du den Film XY?" In aller Regel kenne ich den Film nicht, woraufhin sie schockiert sind oder tun und mir dann lang und breit die Handlung erzählen... %:|

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