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Mein Mann und unsere Katzen :-(

Biraunes^lede)rso5fxa


Ja aber die Te und die Kinder lieben die Tiere doch! Nur einer stellt sich quer. Und er, der sich wie ein A****loch benimmt, soll seinen Willen bekommen und der Rest ist unglücklich?

Wenn ich nachhause kommen würde und meine kleine Katze zitternd in der Ecke säß, dann würde es Leichen geben. Sowas darf nicht passieren. Und dann soll ich meine Süße abgeben? Haha.

N:utelKlabrolt 7x7


Ich hätte von Anfang an gar keine Katzen geholt, wenn der Mann nun mal keine will. Das kann ich auch nachvollziehen, da Katzen eben Tiere sind die viel Dreck, Lärm und Arbeit machen.

Da bekomme ich wohl einiges nicht mit. Gerade Katzen sind super pflegeleicht und selbstständig(er) als Hunde.

Wo machen die viel Dreck, Lärm und Arbeit?

Gerade bei Katzen hat man sehr oft die Meinung, das sie bis auf das "Dosen aufmachen" sehr gut alleine klar kämen.

Hunde sind da schon wesentlich penetranter und abhängiger.

cLriecHhaxrlie


....was ich mich die ganze Zeit frage:

ich kenne echt keine Katze, die zitternd in der Ecke hockt, das entspricht ihnen doch gar nicht. Normal haben die bei Gefahr nur eines im Sinn:

weg hier. Und das mit allen Mitteln. Und kaum einer hält eine fliehende Katze auf....

wieso sitzt die Katze freiwillig in der Ecke? Warum ist sie nicht weg, warum hat sie sich nicht versteckt?

Kann es nicht sein, dass das Verhalten einfach in passender Weise interpretiert wird?

M orwe;nxa


Mal ganz abgesehen davon, dass ich den Leuten, die hier sagen, dass die Katzen nur ein Symptom sind, zustimme und das Werfen von Bällen nach Katzen natürlich absolut nicht geht, kann ich aus persönlicher Erfahrung den Mann der TE zumindest irgendwie verstehen.

Ich bin als Kind mit Tieren aufgewachsen - Meerschweinchen, Hamster und Ratten. Und ich liebe Tiere absolut. Irgendwann stand bei uns im Raum, ob wir von Kleintieren mal auf eine Katze umsteigen, nachdem meine Familie im Urlaub sehr gute Erfahrung mit einer der herumlaufenden Katzen gemacht hatte. Ich - ein Teenager - war auch total dafür. Die Sache zerschlug sich aber am Ende und es blieb bei Hamstern.

Dann bekamen wir eine Mieterin, die eine Katze hatte, um die ich mich auch bei Urlaub gekümmert habe und ich muss sagen: Es war ein Horror und seitdem weiß ich, dass für mich Katzen und Hunde nichts sind. Ich persönlich komme gar nicht damit klar, wenn ein Tier - was nunmal unberechenbarer ist als ein Mensch und was zudem auch mal übersehen werden kann, weil es eben nicht Augenhöhe hat - frei in der Wohnung dauerhaft herumläuft. Ich hatte ständig das Gefühl, aufpassen zu müssen, wohin ich trete, wie ich mich verhalte usw. Da war nichts mit ignorieren. Ich war die ganze Zeit irgendwie in Alarmstellung - Wo ist die Katze, was macht sie... Da war nichts mit Entspannung und ich war immer froh, wenn ich wieder dort weg war. Und nein, ich habe mich über die Jahre nicht daran gewöhnt und das lag auch nicht an der Katze, sondern ganz allein an mir.

Ich liebe Tiere noch immer - auch Katzen. Aber ich weiß jetzt aus Erfahrung, dass das für mich einfach nicht passt. Und das musste ich lernen, da hat mich nichts drauf vorbereiten können.

Wenn der Mann ohnehin keine Tiere wollte und nur um des lieben Friedens willen zugestimmt hat und dann sind es auch noch drei Katzen, dann kann ich schon verstehen, wenn er lauter/grober ist. Ich persönlich würde durchdrehen (nochmal: Mein Problem, nicht das Problem der Katzen!) und einfach aus Stress heraus unbeabsichtigt so reagieren. Natürlich würde ich nie einen Ball nach ihnen werfen und das lustig finden.

Ich will hier dem Mann definitiv keine Absolution erteilen. Alles, was ich sagen will ist:

1) Ignorieren ist nicht für alle Menschen eine machbare Lösung, wenn es um in der Wohnung freilaufende Tiere geht. Sein Anbringen von Sitzmöglichkeiten könnte eine Idee von ihm gewesen sein, die Katzen mehr an einer Stelle zu halten, damit sie eben nicht mehr so viel herumlaufen.

2) Ich finde die TE irgendwie sehr egoistisch, wenn sie sagt:

Ich muss wirklich auf so vieles verzichten und habe extrem viele Abstriche gemacht in den letzten Jahren, alles was ich möchte ist einfach nur das Glück zwei Haustiere zu haben. Das ist doch nicht zu viel verlangt :-(

Natürlich ist es ihr gutes Recht, auch etwas Schönes im Leben haben zu wollen! Aber wenn das für den Partner eben kein Glück, sondern Unglück bedeutet, dann muss es doch auch etwas anderes geben, was sie stattdessen glücklich machen kann, oder?

Wenn man es ganz krass sagt: Vielleicht ist der Mann mit den Katzen so unglücklich, dass er unterbewusst in der Tat versucht, der TE wehzutun, indem er so handelt? So nach dem Motto "Ich mache dich unglücklich, weil du mich unglücklich gemacht hast - und das, indem ich mich auch noch an dem abreagiere, was mich unglücklich macht und was ich mir somit eher vom Hals halten kann."

Das ist definitiv nicht okay! Aber wie gesagt: Ich persönlich könnte mit Katzen (oder Hunden) auch nicht leben, obwohl ich Tiere mag, und das konnte ich erst durch den Versuch feststellen. Kein Gespräch darüber, wieviel Arbeit Tiere machen, hat mich darauf vorbereiten können, wie ich reagiere. Aber ich wüsste heute: Für mich wären solche Tiere ein Unglück, da ich permanent gestresst wäre und ich könnte mit jemandem, der so ein Tier hält, nicht zusammenleben. Mit einem Hund rausgehen wäre kein Problem für mich, aber zusammenleben? Nein, nicht möglich.

Ich würde mir wünschen, dass nicht nur der Mann hier an sich arbeitet - zumindest indem er klar ausspricht, was er will und was ihn stört. Also egal, obs die Katzen sind oder nicht. Sondern auch, dass die TE versucht zu verstehen, dass Tiere für manche Menschen nunmal kein Glück sind und, wenn es nicht überwiegend Käfigtiere sind, auch nicht einfach so ignoriert werden können.

Naja, und dann sollte man natürlich auch massiv an all dem anderen, was in der Beziehung schiefläuft, arbeiten... :=o Aber dazu kann ich nicht viel sagen.

LFevmconatWea


Morwen

vielen Dank für deinen interessanten Einblick! Es kann natürlich möglich sein, dass es meinem Mann so geht.

Aber auch hier kann ich nur zu sagen, dass er mit mir darüber REDEN muss. Ich bin doch kein Hellseher, woher sollte ich wissen, dass es ihm so geht?

Die Liegemöglichkeiten haben wir gebaut, damit die Katzen vor den Kindern ihre Ruhe haben können. Dass es dabei um ihn geht, hat er nie erwähnt.

Efhema+ligePr NutzeLr (#605+677)


Könnte es sein, dass ein (Mit-)Faktor ist, dass er als einziger von euch mit den Katzen keine gute Beziehung aufbauen konnte und das den Katzen (und euch) übel nimmt?

Gerade, wenn er mit den Katzen versucht hat umzugehen, wie mit Hunden. Das könnte ja ein unbeholfener Versuch gewesen sein, einen guten Kontakt zu den Katzen herzustellen und von denen auch gemocht zu werden (du und die Kinder werden von den Katzen gemocht; er nicht). Und dass er das persönlich genommen hat, dass die Katzen sein Verhalten abschreckend fanden?

Geht so ein bisschen in die Richtung wie die hier geäußerte Idee, dass er eifersüchtig ist auf die Katzen.

Eure Kinder verstehen sich mit den Katzen gut und mögen die. Mögen eure Kinder deinen Mann genauso oder könnte er den Eindruck haben, dass die Katzen mehr gemocht werden von den Kindern und von dir?

MworwOenxa


vielen Dank für deinen interessanten Einblick! Es kann natürlich möglich sein, dass es meinem Mann so geht.

Aber auch hier kann ich nur zu sagen, dass er mit mir darüber REDEN muss. Ich bin doch kein Hellseher, woher sollte ich wissen, dass es ihm so geht?

Die Liegemöglichkeiten haben wir gebaut, damit die Katzen vor den Kindern ihre Ruhe haben können. Dass es dabei um ihn geht, hat er nie erwähnt.

Klar muss er reden! Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden! :)z

Du sagtest, dass er sonst total liebevoll ist und viel für dich macht. Kann es sein, dass er den Mund hält, eben weil er dich liebt? Dass er eben nicht sagt, dass er mit den Katzen gar nicht klarkommt und sie einfach nur loswerden will, weil er dir und den Kindern nicht wehtun möchte und er Angst hat, dass du dich vielleicht sogar für die Katzen und gegen ihn entscheiden könntest (gerade, wenn du auch sonst mit dem Sex usw. nicht so zufrieden bist und er das weiß)? Könnte er es im Moment also vielleicht mit der Methode des zähneknirschenden Aushaltens versuchen - die dann manchmal eben so eskaliert, weil er so gestresst durch die Katzen ist - weil er Angst hat, was passiert, wenn er sagt, dass sie wegsollen? Gerade, wenn sie für dich so wichtig waren/sind und du sie so sehr haben wolltest hat er vielleicht einfach Angst vor dem Resultat, wenn er redet.

Das wären so meine Ideen, warum er nicht redet, was irgendwie positiv (=aus Liebe) sein könnte. Klar kann es auch einfach sein, dass er irgendwie sadistisch ist und sich an Tieren, die sich nicht wehren können, abreagiert, wenn er woanders gestresst oder verärgert worden ist. Aber Hellseherin bin ich nunmal nicht. Ich wollte nur versuchen, einmal aufzuzeigen, dass er eventuell auch gute Gründe haben kann, so zu reagieren - nicht, dass das sein Verhalten irgendwie entschuldigt, aber für mich zumindest würde noch ein Unterschied zwischen bösartigem Vorsatz und 'gut gemeint, schlecht gemacht' bestehen.

Den Katzen hilft das natürlich alles nicht und eine Lösung muss her und dazu muss auch er kooperativ sein und sich über das Problem unterhalten, klar.

Ich hab halt nur Sorge, dass eventuell dein Vorhaben, ihm jetzt sozusagen die Pistole so halb auf die Brust zu setzen, dazu führt, dass er die Katzen eben noch schlechter behandelt, weil er das Gefühl bekommt, dass du sie wirklich mehr liebst als ihn. Und das wäre für die Tiere ja fatal und für eure Beziehung auch.

L8emonxtea


Ja, das mit dem Hunde-verhalten stimmt schon. So war es ganz am Anfang, als unsere beiden ersten noch ganz frisch bei uns waren. So Dinge wie Erziehungsversuche oder dass er die Katzen einfach so aus dem Schlaf geholt hat, weil er sie streicheln wollte oder sie einfach auf den Arm genommen hat etc.

Ich habe ihm dann erklärt, dass Katzen da anders sind und eher von sich aus auf den Menschn zugehen und es gar nicht mögen, so bedrängt zu werden etc. Da war es aber genau wie heute, dass er komplett resistent gegen meine Ratschläge war.

Dadurhc waren die Katzen schon eher skeptisch ihm gegenüber und dann kamen eben so kleine Gemeinheiten dazu, bis zum jetzigen Zeitpunkt.

Eure Kinder verstehen sich mit den Katzen gut und mögen die. Mögen eure Kinder deinen Mann genauso oder könnte er den Eindruck haben, dass die Katzen mehr gemocht werden von den Kindern und von dir?

Nein, meine Kinder sind absiolute Papakinder, sie vergöttern ihn! Und ich habe ihm auch niemals das Gefühl gegeben, die Katzen mehr zu mögen als ihn, das tue ich nämlich nicht und das war auch nie Thema hier. Aber wer weiß, was er sich so denkt, er redet ja nie mit mir.

L0emonptxea


Morwen

Danke, dass du dir solche Mühe gibst, das zu durchleuchten. Genau darauf bin ich nach ein paar Seiten hier auch gekommen.

Es könnte natürlich sein, dass es so ist.

Es ist aber nicht einmal sicher, dass er die Katzen nicht mag. Das hat er nie so gesagt. Ich habe mehr das Gefühl, er nimmt das alles nicht so ernst wie ich. Er weiß nicht wie es ist mit Haustieren zusammen zu leben und was für eine Bereicherung sie sein können.

Unsere hat er ja leider schon vergrault bevor er das kennen lernen konnte.

Einer unserer Kater ist sein sogenannter "Klokumpel". Tagsüber hat er Angst vor meinem Mann und rennt weg, aber er kommt jede Nacht ins Obergeschoss wenn mein Mann auf Toilette ist und lässt sich ausgiebig streicheln und beschmusen. Abgesehen davon, dass ich das Verhalten des Kater total merkwürdig finde, freut sich mein Mann aber drüber und hat es seinen Arbeitskollegen schon erzählt oder er erzählt es mir gleich am nächsten Morgen..

Tut mir leid, das ist alles so verworren. Ich kann ja selbst nur interpretieren und versuchen zu deuten, wie er was meint, denn er redet ja nicht mit mir :-(

MForwenxa


Ja, das mit dem Hunde-verhalten stimmt schon. So war es ganz am Anfang, als unsere beiden ersten noch ganz frisch bei uns waren. So Dinge wie Erziehungsversuche oder dass er die Katzen einfach so aus dem Schlaf geholt hat, weil er sie streicheln wollte oder sie einfach auf den Arm genommen hat etc.

Ich habe ihm dann erklärt, dass Katzen da anders sind und eher von sich aus auf den Menschn zugehen und es gar nicht mögen, so bedrängt zu werden etc. Da war es aber genau wie heute, dass er komplett resistent gegen meine Ratschläge war.

Dadurhc waren die Katzen schon eher skeptisch ihm gegenüber und dann kamen eben so kleine Gemeinheiten dazu, bis zum jetzigen Zeitpunkt.

Ja aber das spricht doch dann total dafür, dass er die Katzen eigentlich mochte/mag und nur einfach nicht mit ihnen klarkommt? Gerade der Wunsch, sie zu erziehen, zeugt doch davon, dass er mit ihrem normalen Katzen-Verhalten nicht auf einer Wellenlänge liegt? Ich komme auch mit gut erzogenen Hunden, die dann auch mal ins Körbchen geschickt werden können und brav dort bleiben, deutlich besser klar als mit Katzen, weil ich es eben nicht haben kann, wenn mir irgendwas um die Füße schleicht.

Und die Beratungsresistenz muss gar nicht mal absichtlich sein. Mir hat man auch ganz viele Tipps für den Umgang mit Katzen gegeben (und ich habe mich auch belesen), als ich mich so viel um die Katze unserer Mieterin gekümmert habe. Aber für mich blieb die Katze unberechenbar, ich habe einfach kein Gespür dafür entwickeln können, was die Katze wollte und wie ihre Laune war. Daher war es für mich immer purer Stress, wenn die Katze mir zum Füttern z.B. in die Küche folgen wollte - ich wusste nie, ob ich mich herunterbeugen kann und sie gestreichelt werden will oder mir eine wischt, weil ich an ihren Napf will. Nach einigen bösen Blessuren (weil ich mich eben falsch verhalten hatte, weil ich die Katze nicht verstand und natürlich auch Unsicherheit ausgestrahlt habe) wurde das natürlich nur noch schlimmer. Ich glaube, die Katze und ich haben uns nur gegenseitig gestresst, obwohl wir beide uns eigentlich bemüht haben. Aber wenns nicht passt, dann passt es nicht. Da hat kein Ratgeber und kein Tipp geholfen. Ich kann Tiere schlecht lesen, sie sind für mich unberechenbar und wenn sie nicht sehr gut erzogen sind, dann wirken sie auf mich "bedrohlich" und ich habe zudem Angst, ihnen unbeabsichtigt wehzutun (sie aus Versehen zu treten, weil sie eben übersehen werden können usw), so dass ich am liebsten Abstand halte, obwohl ich Tiere total liebe.

Die Resistenz gegenüber Ratschlägen kann daher also sowohl keine Resistenz sondern Unvermögen es umzusetzen sein oder auch die Tatsache, dass er eben zumindest gut erzogene Tiere braucht, um sich einigermaßen entspannen zu können.

L'emon*texa


Ja, ich kann gut verstehen, was du meinst. Aber da sind unsere Katzen deutlich einfacher gestrickt. Hier bekommt niemand eine gewischt und hunger haben sie immer, da kann man gar nichts falsch machen ;-D

Ich versuche morgen noch mal das Thema anzusprechen und hoffe, dass er nicht so abblockt. Und statt gleich mit Vorwürfen auf ihn loszugehen, versuche ich zu ergründen, ob es ihm evtl so geht wie dir.

Vielleicht sind wir da schon auf dem richtigen Weg

CVinenamxon4


Puuuh... Hier wurde ja wieder viel geschrieben ^^.

Ich habe mich jetzt bis Seite 2 durchgeschlagen, schreibe aber einfach mal heraus, was ich bis hierhin denke:

1. Ich könnte mir vorstellen, dass dein Mann eifersüchtig auf die Katzen ist. Du hast ja immer sehr von Katzen geschwärmt und hast sie auch sehr lieb und da er mit den Katzen nicht so viel anfangen kann, sie eben seine Liebe nicht so bekommen und ihm auch nichts geben, sieht er nur, wie ihm etwas weggenommen wird. Das können ja auch nur so Kleinigkeiten sein, wie: "Schatz, komm kuscheln!" "Nee, ich muss noch das Katzenklo sauber machen." Er hat davon nichts, außer, dass du (etwas, und das reicht schon) weniger Zeit für ihn hast. Und das kanalisiert sich dann in so blöden Attacken. Denn was bekommt er zunächst, wenn er sich so verhält? Deine Aufmerksamkeit. Du meckerst und schimpfst und regst dich auf und so bekommt er einerseits deine Aufmerksamkeit und bestraft dich auch noch, weil die Katzen dir etwas bedeuten.

2. Du schreibst ja auch, dass er eigentlich schon lieb zu den Katzen ist - ihnen was baut und daran denkt, wie es ihnen gut gehen könnte - aber auf der anderen Seite ist er viel, viel zu grob zu ihnen. Schleppt sie rum, tritt Bälle nach ihnen. Vielleicht ist das irgendwo auch Bockigkeit. "Ich wollte nen Hund, also behandle ich die Katzen jetzt wie Hunde." Hunde gehen ja gerne mal vor die Tür, wenn Herrchen danach ist, und Ballspiele finden die meisten ja auch klasse. Ich glaube, da erreichst du auch nix mit Gemecker. Vielleicht kannst du ihn auf praktischer Ebene dazu bewegen, mehr auf die Tiere einzugehen. Er will in den Tieren ja anscheinend ein Gegenüber. Wäre vielleicht sowas wie Klicker-Training was für ihn und die Tiere? Du könntest auch ein Buch darüber besorgen, wie man mit Katzen richtig umgeht. Vielleicht schaut er sich das in ner stillen Minute eher mal an, als dass er eine Tierpsychologin hinzuzieht, mit der ihr euch zu dritt in nen Kreis setzt, Taschentücher auspackt, und über eure Gefühle den Katzen gegenüber sprecht. Sorry, das ist jetzt natürlich total überspitzt und eigentlich auch falsch, aber vielleicht stellt er sich das genau so vor. Du musst auch dran denken, dass dein Mann schon Ü50 war. Als er jung war, ging man nicht einfach so zum Psychologen, geschweige denn zum Tierpsychologen.

Das wären so meine Ideen dazu.

Aber ehrlich: Wenn es in absehbarer Zeit nicht besser wird, gib die armen Tiere weg. Das ist ja so kein Leben.

M(or}wexna


Danke, dass du dir solche Mühe gibst, das zu durchleuchten. Genau darauf bin ich nach ein paar Seiten hier auch gekommen.

Es könnte natürlich sein, dass es so ist.

Es ist aber nicht einmal sicher, dass er die Katzen nicht mag. Das hat er nie so gesagt. Ich habe mehr das Gefühl, er nimmt das alles nicht so ernst wie ich. Er weiß nicht wie es ist mit Haustieren zusammen zu leben und was für eine Bereicherung sie sein können.

Unsere hat er ja leider schon vergrault bevor er das kennen lernen konnte.

Einer unserer Kater ist sein sogenannter "Klokumpel". Tagsüber hat er Angst vor meinem Mann und rennt weg, aber er kommt jede Nacht ins Obergeschoss wenn mein Mann auf Toilette ist und lässt sich ausgiebig streicheln und beschmusen. Abgesehen davon, dass ich das Verhalten des Kater total merkwürdig finde, freut sich mein Mann aber drüber und hat es seinen Arbeitskollegen schon erzählt oder er erzählt es mir gleich am nächsten Morgen..

Tut mir leid, das ist alles so verworren. Ich kann ja selbst nur interpretieren und versuchen zu deuten, wie er was meint, denn er redet ja nicht mit mir :-(

Ich bin froh, wenn ich helfen kann. @:) Ich selbst habe übrigens gar keine Beziehungserfahrung - mich hat die Katzensache interessiert. Alle Beziehungsratschläge von mir sind daher wohl eher mit Vorsicht zu genießen; ich kann da nur mit Logik rangehen und nicht mit Erfahrung. |-o

Und was du sagst klingt doch eigentlich positiv? Der "Klokumpel" ist doch eigentlich ein Zeichen dafür, dass Mann und Katze auch klarkommen können. Denn das Klo ist sozusagen ein sicherer Raum für beide, wo sie wissen, was sie erwartet: Der Mann weiß, dass die Katze kommt und gestreichelt werden möchte. Die Katze weiß, dass sie in dieser Situation vor dem Mann sicher ist und stattdessen Streicheleinheiten bekommt. Da ist für beide nichts unberechenbares mehr dran, die Situation ist unter Kontrolle und bekannt. Tagsüber hingegen weiß keiner von beiden, was passieren wird - beide Parteien sind für die jeweils andere unberechenbar, störend, und bedrohlich. Aber der nächtliche Klogang eben nicht. Das ist sozusagen ein Ritual und Rituale geben Sicherheit.

Und das zeigt mir im Grunde auch, dass der Mann Tiere ja eigentlich doch mag. Aber ich denke, für ihn wäre vielleicht ein Käfigtier besser gewesen. Die brauchen auch teilweise viel Auslauf - zumindest die, die man auch streicheln kann, wie Ratten - aber da sie halt nicht immer herumlaufen gibt das Sicherheit. Ich z.B. bin immer aus dem Raum gegangen, wenn unsere Ratten frei laufen durften (eben Angst, aus Versehen draufzutreten usw.) und wenn sie dann wieder eingefangen waren habe ich sie auch gestreichelt, gefüttert, habe mich gerne mit ihnen beschäftigt, habe auch gerne den Käfig saubergemacht weil sie mir wichtig waren usw. Dass dein Mann nachts so positiv auf die Katze reagiert und auch davon erzählt sagt doch eigentlich auch: "So hätte ich das gerne immer, das finde ich toll". Also Berechenbarkeit, ein "erzogenes" Tier, was immer aus dem gleichen Grund, zur gleichen Zeit an den gleichen Ort kommt...

Ich glaube einfach, Katzen und dein Mann sind keine gute Kombi und das ist alles. Und dadurch, dass er sie verschreckt werden sie für ihn noch unberechenbarer und stressiger und er verhält sich dann für die Katzen auch noch stressiger und das ganze ist einfach eine üble Abwärtsspirale.

C9innJamxon4


z.B. [[https://www.fressnapf.de/p/gu-clicker-box-katzen?gclid=CN_Mr6Pc1NQCFcG6GwodX9sAUw&fn=1&utm_source=google&utm_medium=google_Shopping&ef_id=WUbzdwAAAHIYQEGb:20170623194002:s#1104500]]

[[https://www.fressnapf.de/p/katzen-clickertraining?gclid=CIrFtLDc1NQCFa4W0wod_d0E-Q&fn=1&utm_source=google&utm_medium=google_Shopping&ef_id=WUbzdwAAAHIYQEGb:20170623194029:s#1104502]]

Ich denke, vielleicht fehlt ihm auch einfach die praktische Erfahrung, es ist nicht erfahrbar für ihn, und daher behandelt er die Katzen wie Hunde. "Ist ja nicht so schlimm." ;-)

CvinZnMamoxn4


Das sieht sonst auch noch gut aus:

[[https://www.fressnapf.de/p/gu-katzensprache#1238733]]

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