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nach Fremdgehen: Hauptsächlich auf Gegenüber böse?

wQed;neasda"y hat die Diskussion gestartet


Liebe Community,

eigentlich sollte man meinen, man müsste, wenn man vom Partner betrogen wird, hauptsächlich auf diesen böse sein. Meine Gedanken kreisen aber hauptsächlich um das Gegenüber, welches ebenfalls verheiratet ist.

Kurz zum Hintergrund: Nachdem ich letztes Jahr betrogen wurde und wir ein Jahr lang versuchten, es wieder hinzubekommen, wurde ich schließlich vor wenigen Monaten nach einem knappen Jahrzehnt sitzengelassen. Die Beziehung ist also zerbrochen, während die andere Fremdgehbeteiligte ohne Konsequenzen ihr Bilderbuchleben mit ihrer Familie weiterlebt.

Ich finde es zwar ziemlich unlogisch, dass sich meine Wut schier hauptsächlich auf diese Person fokussiert. Mich macht es einfach rasend, dass ich unbeteiligt alles verliere und die zweite Beteiligte mit ihren Lügen einfach so durchkommt.

Hat es jemand ähnlich erlebt? Oft hilft es, wenn man einfach nicht alleine ist...

LG

wednesday

Antworten
S-obli d77


Liebe wednesday,

es klingt zwar unlogisch, ist aber vollkommen normal, dass Du so denkst. Klar, es gehören zwei dazu, auf die Du Wut haben müsstest. Aber Du bist von den Gefühlen geleitet, die Du für Deinen Ex-Partner empfindest. Du liebst ihn noch und willst ihn zurück, und "sie" ist die Person, die ihn Dir weggenommen, Eure Beziehung zerstört hat. Ich musste diese schmerzhafte Erfahrung auch schon machen :-( Damals hab ich genauso gedacht und empfunden wie Du.

w=edniesdaxy


Hallo Solid77,

vielen Dank für deine Antwort. Deine Erklärung klingt sehr einleuchtend. Es geht mir tatsächlich so, dass ich vor allem denke, wie kann sich das Gegenüber auf so eine Affäre einlassen, wohl wissend, dass die Affäre verheiratet / vergeben ist? Das kann ich persönlich einfach nicht nachvollziehen. Es gibt genug Singles, welche für eine Affäre besser geeignet wären, wenns eh nur um das Eine geht und natürlich nichts auf Dauer ist.

Natürlich kriege ich immer wieder zu hören, "wenns so weit gekommen ist, hat's wohl schon vorher nicht gepasst". So ein Satz bringt einen weder weiter noch machts die Sache besser. Ganz im Gegenteil! Beziehungen haben selbstverständlich Tiefs, doch ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn ich mich auf eine Affäre einlassen würde und somit der Todesstoß für eine Beziehung wäre, an der man auf alle Fälle noch hätte arbeiten können.

SGoliqd77


Ich bin da in allen Punkten voll Deiner Meinung. Schön, dass es noch mehr Menschen gibt, die so denken. Eine Affäre ist in jedem Fall etwas sehr egoistisches, ohne Rücksicht auf die Betrogenen. Ich persönlich habe das noch nie getan und kann mit gutem Gewissen behaupten, es nie zu tun. Ich bin der Meinung, dass durch eine Affäre die Beziehung zerstört ist. Viele denken da anders, ich hab Leute im Freundeskreis die sagen, nach ihrer Affäre würde ihre Beziehung besser laufen als vorher. Bei mir war es damals so, dass meine damalige Partnerin ihrer Affäre beendet hatte, nach ich ich es herausbekommen hatte. Wir waren danach noch ein knappes Jahr zusammen, aber ich konnte dann nicht mehr weiter. Sie hat damals immer wieder beteuert, dass es ihr leid tut und sie es bereut (ich denke dass hat sie auch wirklich ernst gemeint, ich hab ihr das auch geglaubt). Aber das Vertrauen war einfach zerstört und das ist nunmal der Grundstein einer Beziehung. Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung.

w=ednesxday


Ich teile hier deine Meinung voll und ganz. Mir ist bewusst, dass es viele Menschen gibt, für welche die körperliche Treue einen weniger hohen Stellenwert einnehmt, dafür ist es ihnen umso wichtiger, dass man ehrlich ist oder umgekehrt. Ist auch von jedem das Recht, zu leben, wie er es für richtig hält. Wichtig wäre jedoch immer, mit offenen Karten zu spielen und das von Anfang an. Würden zwei zusammenkommen, von denen eine Seite über alles treu ist und die andere Seite eher eine offene Beziehung anstrebt und würde darüber gleich offen gesprochen werden, würde sich viel Unnötiges einfach vermeiden lassen.

KGleXio


wednesday

Kurz zum Hintergrund: Nachdem ich letztes Jahr betrogen wurde und wir ein Jahr lang versuchten, es wieder hinzubekommen, wurde ich schließlich vor wenigen Monaten nach einem knappen Jahrzehnt sitzengelassen.

Woran ist Deine Beziehung letztlich zerbrochen?

Ich finde es zwar ziemlich unlogisch, dass sich meine Wut schier hauptsächlich auf diese Person fokussiert.

Wieso fokussierst Du Deine Wut auf diese Person? Es ist ja Deine Entscheidung, ob und auf wen Du wütend bist.

Wut kann man haben, auf die Geliebte, den Partner, auf sich oder auch nicht. Sie ändert ja nichts an der Situation, also dass die Beziehung nicht funktioniert. Allerdings hält so eine Wut davon ab, aufzuarbeiten, Erkenntnisse gewinnen, abzuschließen und nach vorne schauen. Was bringt Dir die Wut?

Es geht mir tatsächlich so, dass ich vor allem denke, wie kann sich das Gegenüber auf so eine Affäre einlassen, wohl wissend, dass die Affäre verheiratet / vergeben ist? Das kann ich persönlich einfach nicht nachvollziehen. Es gibt genug Singles, welche für eine Affäre besser geeignet wären, wenns eh nur um das Eine geht und natürlich nichts auf Dauer ist.

Sie wird eine andere Logik als Du haben. Würde es für Dich denn etwas ändern, wenn Du ihre Vorgehensweise verstehen würdest?

Natürlich kriege ich immer wieder zu hören, "wenns so weit gekommen ist, hat's wohl schon vorher nicht gepasst". So ein Satz bringt einen weder weiter noch machts die Sache besser.

Warum bringt Dich der Satz nicht weiter? Welche Sache macht der Satz nicht besser?

Beziehungen haben selbstverständlich Tiefs, doch ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn ich mich auf eine Affäre einlassen würde und somit der Todesstoß für eine Beziehung wäre, an der man auf alle Fälle noch hätte arbeiten können.

Ich denke, dass Du nicht so blauäugig bist, um nicht zu wissen, dass Affären nun einmal vorkommen, oder? Meinst Du denn, dass in einer Beziehung alles stimmt, wenn einer fremdgeht?

Natürlich ist die Geliebte dafür verantwortlich, was sie tut, wie jeder andere Mensch. Allerdings sehe ich die Verantwortung dafür, dass eine Beziehung nicht funktioniert, bei der Geliebten.

Auch bedeutet eine Affäre nicht unbedingt das Ende einer Ehe, im Gegenteil. Langjährige Ehen halten oft deswegen, weil solche Krisen überstanden werden, die Rahmenbedingungen für die Ehe geändert/angeglichen oder was auch immer.

Würden zwei zusammenkommen, von denen eine Seite über alles treu ist und die andere Seite eher eine offene Beziehung anstrebt und würde darüber gleich offen gesprochen werden, würde sich viel Unnötiges einfach vermeiden lassen.

Die wenigsten können wissen, wie sie sich in den nächsten Jahren oder gar Jahrzenten entwickeln werden. Selbstgewählte Treue ist eine Einstellung und manche ändern ihre Einstellung. Das kann beide betreffen, jene, die am Anfang der Beziehung auf absolute körperliche Treue Wert legen, genauso auf jene, die offener sind und körperliche Treue von Liebe trennen.

w ecdnesxday


Hallo Kleio,

danke für deine umfassende Antwort.

Woran ist Deine Beziehung letztlich zerbrochen?

Die Aussage war, wir sollten besser Freunde sein, ich hätte etwas besseres verdient, etc. Einen echten Grund habe auch nach mehrmaligen darum betteln nicht erhalten. An mir wäre es nicht gescheitert, ich habe vergeben und alles gegeben, um die Beziehung zu retten.

Wieso fokussierst Du Deine Wut auf diese Person? Es ist ja Deine Entscheidung, ob und auf wen Du wütend bist.

Was bringt Dir die Wut?

Wenn ich mich entscheiden kann, möchte ich auf gar niemanden wütend sein. Wäre jedoch alles so einfach, gäbe es weder Menschen mit Problemen noch Gefühle an sich :-) Wut bringt überhaupt nichts. So ganz meine Entscheidung ist es nicht, sonst würde ich ja nicht hier schreiben. Das Leben ist zu schade, um sich mit sowas überhaupt auseinanderzusetzen.

Sie wird eine andere Logik als Du haben. Würde es für Dich denn etwas ändern, wenn Du ihre Vorgehensweise verstehen würdest?

Ich würde es eher bedenklich finden, wenn ich sowas wirklich verstehen könnte.

Natürlich kriege ich immer wieder zu hören, "wenns so weit gekommen ist, hat's wohl schon vorher nicht gepasst". So ein Satz bringt einen weder weiter noch machts die Sache besser.

Warum bringt Dich der Satz nicht weiter? Welche Sache macht der Satz nicht besser?

Wohin soll mich dieser Satz bringen? Dieser Satz klingt nach: "selbst schuld, wennst nicht gemerkt hast, dass es nicht mehr passt. Damit muss man dann halt rechnen" Ich finde, es ist einfach eine sehr anmaßende Aussage.

Und welche Sache es nicht besser macht: Dass die Beziehung zu ende ist.

Auch bedeutet eine Affäre nicht unbedingt das Ende einer Ehe, im Gegenteil. Langjährige Ehen halten oft deswegen, weil solche Krisen überstanden werden, die Rahmenbedingungen für die Ehe geändert/angeglichen oder was auch immer.

Was jemand im Endeffekt daraus macht, ist jedem selbst überlassen. Dabei muss man schon auch die Umstände sehen und es macht einen riesen Unterschied, ob Gefühle im Spiel waren und wie dreist man hintergangen wurde. Gibt auch genug, die einfach deswegen ein Auge zudrücken, weil sie Schiss haben vor dem Alleinsein und allen Konsequenzen.

Die wenigsten können wissen, wie sie sich in den nächsten Jahren oder gar Jahrzenten entwickeln werden. Selbstgewählte Treue ist eine Einstellung und manche ändern ihre Einstellung. Das kann beide betreffen, jene, die am Anfang der Beziehung auf absolute körperliche Treue Wert legen, genauso auf jene, die offener sind und körperliche Treue von Liebe trennen.

Das ist klar aber dann soll man so ehrlich sein und den Mund aufmachen, bevor es derart ausufert, dass man sie daheim zusammen erwischt...

K#le\io


wednesday

Die Aussage war, wir sollten besser Freunde sein, ich hätte etwas besseres verdient, etc. Einen echten Grund habe auch nach mehrmaligen darum betteln nicht erhalten. An mir wäre es nicht gescheitert, ich habe vergeben und alles gegeben, um die Beziehung zu retten.

Hat er vor einem Jahr die Affäre beendet? Was habt ihr denn im letzten Jahr versucht, damit ihr eine Lösung findet? Wie seid ihr mit der Affäre umgegangen? Hattest Du ihm die Affäre verziehen?

Das ist klar aber dann soll man so ehrlich sein und den Mund aufmachen, bevor es derart ausufert, dass man sie daheim zusammen erwischt...

War das bei Deinem Partner so? Hast Du es so herausgefunden, dass er eine Affäre hatte?

w}ednOesdxay


Hab dir eine PN geschickt

Hcyperixon


Thread verschoben

B<rauneXsl*eder,sofxa


Hhmm.... Kennst du denn den Mann der beteiligten Frau? Kannst mit ihm ja mal ein Wörtchen sprechen oder schreiben.... Kann dich voll und ganz verstehen in deiner Wut. Vielleicht hilft es dir über Rache abzuschließen, statt über das übliche irgendwann darüber hinweg kommen ]:D

Es kann natürlich auch sein, dass die eine offene Beziehung führen. Das sollte man vorher rausfinden.

EMheimalige.r Nu5tzer (x#15)


wednesday

Wie empfindest Du denn Deinem - nun - Ex-Mann gegenüber?

wvednFesdxay


@ braunesledersofa

Hhmm.... Kennst du denn den Mann der beteiligten Frau? Kannst mit ihm ja mal ein Wörtchen sprechen oder schreiben.... Kann dich voll und ganz verstehen in deiner Wut. Vielleicht hilft es dir über Rache abzuschließen, statt über das übliche irgendwann darüber hinweg kommen ]:D

Es kann natürlich auch sein, dass die eine offene Beziehung führen. Das sollte man vorher rausfinden.

Ich muss gestehen, dass ich wirklich schon viele Rachegedanken hatte. Doch könnte ich es mit meinem Gewissen vereinbaren, in eine andere Familie (inkl. Kind) einzugreifen? Eine offene Beziehung ist es bei denen keinesfalls. Ich weiß sogar, dass dort wahnsinnig viel Eifersucht im Spiel ist und es wohl aus wäre, sollte der Partner das erfahren.

@ Isabell

Wie empfindest Du denn Deinem - nun - Ex-Mann gegenüber?

Es ist schwer zu beschreiben, doch ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ich aktuell ziemlich abgestumpft bin. Da wir doch ein gutes Jahr so dafür gekämpft haben, waren die letzten Monate sehr Energie raubend. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt dann wirklich mal Ruhe und Zeit für mich brauche. Wahrscheinlich habe ich schon so viel gegrübelt, dass ich es nicht mehr so recht schaffe, meine Gefühle zu greifen. Ich würde jedoch nicht mehr sagen, dass es sich wirklich um Liebe handelt. Ich fühle mich ausgelaugt.

EjhemaPliger NTutzer L(#15x)


Es ist schwer zu beschreiben, doch ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ich aktuell ziemlich abgestumpft bin. Da wir doch ein gutes Jahr so dafür gekämpft haben, waren die letzten Monate sehr Energie raubend. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt dann wirklich mal Ruhe und Zeit für mich brauche. Wahrscheinlich habe ich schon so viel gegrübelt, dass ich es nicht mehr so recht schaffe, meine Gefühle zu greifen. Ich würde jedoch nicht mehr sagen, dass es sich wirklich um Liebe handelt. Ich fühle mich ausgelaugt.

Dann verstehe ich aber (noch weniger) die Energie die Du aufwendest um eine Wut auf die (Ex)Geliebte zu haben? ":/

Warum bist Du auf sie wütend und auf ihn nicht?

Das passt doch nicht zu dem was ich oben zitiert habe?

w&edn|esdxay


Wenn ich da dahinterblicken würde, hätte ich - glaub ich - kein Problem.

Ich glaube, hauptsächlich geht es mir um Gerechtigkeit. Sie kann unbeschadet ihr Leben weiterleben, hat zu Hause nichts gebeichtet und hat absolut keine Konsequenzen zu tragen.

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