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Partner hat Wutproblem und "mauert".

Siommer{kinxd44


Das sehe ich nicht so. Zumindest, was das Ausüben angeht: Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben niemals untreu sind. Dass es irgendeinen Menschen gibt, der niemals irgendeine Form von Gewalt angewendet hat (nichteinmal als Kind) bezweifle ich dagegen stark.

Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Ist Totschlag schlimmer als Mord? Ist es draußen kälter als nachts? Oder weiß blauer als rot?

Du vergleichst Äpfel und Birnen. Ich denke aber dennoch, das du nicht viele Menschen finden wirst, die Untreue schlimmer finden als körperliche Gewalt.

Im Grund verteidigst du deine Vorstellung deiner eigenen, "heilen" Kindheit dadurch, dass du körperliche Gewalt gegen Kinder und Partner bagatellisierst. Das machen "Opfer" aller Art gerne, weil der Mensch nur so Unrecht und Leid aushalten kann. "Er hat es nicht so gemeint". "Er ist eigentlich ein guter Mensch, ABER...".

wAillgesu"ndsein


Ich möchte eine Anregung in die Runde werfen, sich mit der "Emotion" WUT mal genauer zu beschäftigen:

Meiner Erkenntnis und Meinung nach, liegt unter Wut immer mind. eins der folgenen Gefühle: Schuld, Angst, Trauer, Scham, Hilflosigkeit! Wir entwickeln Wut, um mit diesen Gefühlen nicht konfrontiert zu werden. Die Wut geht erst weg, wenn die darunter liegenden Emotionen angenommen und verarbeitet werden. Deswegen soll er sich so schnell wie möglich Hilfe in einer Selbsthilfe-Gruppe (Männergruppe) und auch in einer Therapie holen, besser gestern als morgen! Immer wieder Angst zu haben und geschlagen ist keine Lösung!

@ Sheilagh

Es gibt eine schöne Methode, um Leuten klar zu machen, was "das richtige" in einer Situation ist: Die "Kopfstandmethode"

1. Bitte Ihn, alle Verhaltensweisen aufzuschreiben, die dazu führen, dass die Situation immer öfters eskaliert, euer Kind ihn als tobenden Choleriker sieht (und so in Erinnerung behält), ihr euch trennt, es am Ende ohne Vater aufwächst, usw.

2. Dreh die aufgeschriebenen Dinge um, Voilá :)

L#olaxX5


Im Grund verteidigst du deine Vorstellung deiner eigenen, "heilen" Kindheit dadurch, dass du körperliche Gewalt gegen Kinder und Partner bagatellisierst.

Nein, ich bagatellisiere überhaupt nichts und behaupte auch nicht, dass ich eine "heile Kindheit" hätte. Ich habe auch schon gesagt, dass ich gegen körperliche Gewalt bin. Aucv gegen psychische.

Ich halte nur die Beiträge hier, die trotz gemeinsamen Kind zur sofortigen Trennung raten, für völlig übertrieben. Ich halte sein Wutproblem für lösbar. Er soll dringend ein Anti-Gewalt-Training machen.

wailligessunds_ein


@ LolaX5 und alle Beteiligten:

Was hat euer Streit hier mit Sheilaghs Problem zu tun ???

w il.lYgesXund#sein


Ich halte nur die Beiträge hier, die trotz gemeinsamen Kind zur sofortigen Trennung raten, für völlig übertrieben. Ich halte sein Wutproblem für lösbar. Er soll dringend ein Anti-Gewalt-Training machen.

:)=

L4olaXx5


Welcher Streit denn? Wir diskutieren darüber, wie Gewalt einzuschätzen ist. Und ich finde das produktiver als zig weitere Beitäge der Marke "Trenn dich, es ist aussichtslos."

JYuli2x006


Es gibt eine schöne Methode, um Leuten klar zu machen, was "das richtige" in einer Situation ist: Die "Kopfstandmethode"

1. Bitte Ihn, alle Verhaltensweisen aufzuschreiben, die dazu führen, dass die Situation immer öfters eskaliert, euer Kind ihn als tobenden Choleriker sieht (und so in Erinnerung behält), ihr euch trennt, es am Ende ohne Vater aufwächst, usw.

2. Dreh die aufgeschriebenen Dinge um, Voilá :)

willgesundsein

":/ Bin ich die einzige hier, die das nicht versteht? Bitte nochmal anders erklären. *:)

wjillgeBsundxsein


@ Juli2006

Sorry, war ein bisschen unfertig geschrieben.

Ihr Partner scheint ja "im Grunde" zu wissen, dass er ein ernst zu nehmendes Problem hat und das auch "irgendwann mal" angehen sollte. Da der damit verbundene Schmerz aber (noch) zu groß zu sein scheint und er (noch) nicht die Fähigkeiten hat, das selber anzugehen, will er die Verantwortung an seine Partnerin abgeben und das Problem insgesamt in die Zukunft schieben. Dieses Verhalten wird aber erstens Sheilagh überfordern, die Gesamtsituation eskalieren lassen und das Problem weder lösen, noch abmildern. Also muss sich jetzt "bald was ändern"...

Um ihm ganz direkt vor Augen zu führen, dass ER sich ZEITNAH ändern muss, um die Situation ins Gute zu drehen (gemeinsam gemeisterte Krisen schweißen sehr zusammen glaube ich), kann es ihm helfen aufgeschrieben zu sehen, wie sich sein jetziges Verhalten auswirken wird (negative Zukunftsvision) und was er machen muss (nämlich in vielen Punkten das Gegenteil von dem, was er jetzt tut), damit genau diese negative Zukunft nicht eintreten wird.

Mir hat diese Methode schon oft die Augen geöffnet, wenn ich vor einen Problem stand und dachte "shit, ich weiß nicht, wie ich das machen soll und hab sowieso da Gefühl, dass ich das nicht kann usw."

JNuli2x006


Danke! :-)

LTiyan-xJixll


Ich halte sein Wutproblem für lösbar.

Ich nicht. Weil er es offensichtlich nicht lösen will in dieser Beziehung. Man braucht der TE nicht zur Trennung zu raten, ich denke, das erledigt sich bald von alleine.

S6ommterNkinxd44


Ich halte sein Wutproblem für lösbar.

Ich übrigens auch nicht. Ich habe noch niemanden erlebt, der mit 30 ein Choleriker ist und das irgendwie zeitnah unter Kontrolle bekommt. Dafür ist der Charakter in dem Alter schon zu gefestigt.

Auffällig ist, dass solche Menschen sich oft in der "Öffentlichkeit", d.h. im Berufsleben, unter Freunden, usw. anfangs noch gut unter Kontrolle haben und kaum Auffälligkeiten zeigen, hinter verschlossenen Türen Zuhause, wo sie es sich "leisten" können, aber Wutausbrüche sondergleichen ausleben.

Das steckt oft ganz tief im Charakter, der Persönlichkeitsstruktur dieser Menschen und ist nur bedingt therapierbar. Zumal viele Männer mit auffälligem Verhalten ohnehin dazu neigen, eine Therapie solange für unnötig und sinnlos zu halten, ihr Verhalten stets für der Situation angemessen zu halten, bis sie durch äußere Umstände (Kündigung, Scheidung, Verlust jeglicher Sozialkontakte) so weit in die Ecke getrieben werden das es die Therapie, oder der Sprung von der Brücke ist.

Die Bereitschaft, sich selbst kritisch zu hinterfragen und grundlegende Verhaltensänderungen vorzunehmen ist bei Männern erwiesenermaßen sehr gering.

Oft ändert sich erst wirklich etwas, wenn die Konsequenzen knallhart durchgezogen werden (Scheidung, Kontaktabbruch....), wobei auch dann noch oft die Schuld im Außen gesucht wird, anstatt bei sich selbst danach zu suchen.

Suolamxie


Ich würde auch sagen, dass für ein Fortbestehen für Euch als Familie eine Therapie unumgänglich ist. Wäre es da nicht am besten, er würde eine stationäre Therapie machen, sodass er erstmal für ein paar Wochen für sich alleine dran arbeiten kann, bevor es dann vielleicht ambulant weiter geht, wenn er schon weiter ist? Ich weiß, solange es an der Bereitschaft fehlt, hilft Dir das nicht. Aber stationär würde eben verhindern, dass Ihr die erste Wucht voll abkriegt...

So wie Du es schreibst klingt es nicht, als könne man langfristig damit gut leben. :)*

SLvivxa


Soll man jetzt sämtlichen Leuten, die Wutanfälle kennen und haben, verbieten Familien zu haben?

Natürlich soll er was tun. Aber hier wird teilweise echt massiv dramatisiert, kommt mir vor.

Kommt dir vor? Wenn jemand die Wohnung in seiner Wut auseinander nimmt - ... kommt dir vor? Wenn seine Frau aufgrund erfolgter körperlicher Angriffe Angst bekommt - ... kommt dir vor?

":/

LGoflaXx5


Ja, kommt mir vor. Ich finde es einfach nicht sinnvoll, dass hier quasi ein Wettbewerb entsteht, wer sein Verhalten hier am schärfsten verurteilt und ihm am konsequentesten die Fähigkeit, etwas zu ändern, abspricht. ":/

Wäre gut, wenn sich die TE mal wieder zu Wort melden würde. Ich hoffe sie hat dazu noch Lust, so massiv wie ihr Partner hier abgeurteilt wurde...

S_omm8erkfind|4x4


Ja, kommt mir vor. Ich finde es einfach nicht sinnvoll, dass hier quasi ein Wettbewerb entsteht, wer sein Verhalten hier am schärfsten verurteilt und ihm am konsequentesten die Fähigkeit, etwas zu ändern, abspricht. ":/

Wäre gut, wenn sich die TE mal wieder zu Wort melden würde. Ich hoffe sie hat dazu noch Lust, so massiv wie ihr Partner hier abgeurteilt wurde...

Du meinst im Gegensatz dazu, wie du Untreue im Forum verurteilst und ihnen die Fähigkeit, etwas zu ändern, absprichst?

Ich hoffe, die Leute haben noch Lust, sich in ihren Fäden zu Wort zu melden, so massiv wie du sie oft aburteilst. %-|

Merkst du was? Toleranz ist sehr subjektiv. Ich habe keine Toleranz übrig für Menschen, die andere mit ihren Gefühlsausbrüchen traumatisieren und ihre Partner schlagen, und du hast keine übrig für Menschen, die fremdgehen.

Und eine gewisse Opferhaltung musst du beiden zusprechen. Der Choleriker wäre sicher auch gerne gelassen und ausgeglichen, während der Untreue meist gerne treu wäre.

Indem du hier so stark differenzierst behauptest du, es wäre leichter, Treu zu sein, als Gewaltausbrüche gegen Angehörige zu unterlassen. Statistiken allerdings behaupten das Gegenteil.

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