» »

Partner hat Wutproblem und "mauert".

Efhemalig#er .Nutze:r (#5e8659x2)


Ich habe für mich herausgefunden dass es vielen Menschen einfach darum geht sich mal " auszukotzen" und sie an Veränderungen überhaupt nicht interessiert sind . Denn dann müsste man ja wirklich handeln und was dagegen tun.

Dieses Verhalten ist durchaus verständlich und nachvollziehbar denn wer verlässt schon gerne seine Komfortzone?

Was ich jedoch nicht verstehe ist wie man Menschen die sich die Mühe machen helfen zu wollen dann im Gegenzug als böse und wertend hinstellt ???

Dies zeigt mir dann dass manche Menschen mit der Wahrheit einfach nicht umgehen können und sich sehr schnell angegriffen fühlen obwohl dies sicher nicht in der Absicht des Helfenden lag.

Was jeder aus seiner Situation macht bleibt ja letztendlich gottseidank jedem selbst überlassen .

Aber dann sollte man sich vielleicht auch vorher überlegen ob man bereit dazu ist andere Meinungen und Sichtweisen gelten lassen zu können .

MNann0 4x2


Mal eine Frage an die, die hier so vehement nach Trennung schreien.

Es ist schon korrekt, dass Kinder durch ihre Eltern, bzw. deren Verhalten geprägt werden. Und wenn bekannt ist, dass es sich um eine negative Prägung handelt, ist es nur natürlich, dass diese am besten auf irgendeine Art verhindert werden sollte.

Aber denkt hier auch irgendwer mal an den Freund von Sheilag? Woher hat er sein Verhalten? Was hat ihn geprägt. Seine Wut, seine Ohnmacht kann doch aus genau derselben Quelle stammen. Auch er kann negativ geprägt sein. Ist es da hilfreich gleich pauschal zu von Sheilag zu verlangen, sich zum Wohl des Kindes zu trennen, obwohl sie in dem Punkt Trennung nicht schwankt und auch gar nicht in diese Richtung um Rat fragt?

Außerdem ist ihr Freund kein Schläger. Ihrem Eingangspost entnehme ich, dass er sie einmal in seiner Ohnmacht (diesen Ausdruck finde ich hier besser als Wut) geschlagen hat.

Wenn es den beiden gelingt seine Ohnmacht zu lösen, wie auch immer, mit oder ohne Therapie, dann können die beiden doch zusammenbleiben. Eine Prägung des Kindes hat eh schon stattgefunden. Wobei wir nicht wissen, in welcher Intensität und wie sich das in ihrem späteren Leben auswirkt.

Was ich bei den beiden problematisch finde, ist, dass er ihr auch noch die Verantwortung der alleinigen Deeskalation aufbürdet:

Er möchte jetzt aktuell, dass ich ihn schütze, indem ich wahrnehme wann er kurz davor ist, dass diese schlimme Wut ausbricht, und dementsprechend Gespräche oder Konflikte abbreche oder er dann einfach gehen kann ohne Konfliktklärung o.ä.

Er will auch nicht darüber reden, das löst interessanterweise auch diese Wut aus. :-/

Ich soll also nicht diesbezüglich Gespräche beginnen.

Und sie auch nicht in ruhigen Zeiten anfangen soll darüber mit ihm zu reden. Aber hinsichtlich dazu, möchte ich euch einen Rat geben:

@ Sheilag

In SM-Beziehungen bei denen heftige Praktiken angewandt werden, machen die beiden Partner ein Codewort aus, damit der andere weiß, dass jetzt Schluß ist und er nicht weiter gehen soll.

Ihr könnt ja auch so ein Codewort ausmachen. Und damit soll dein Freund dir signalisieren, dass für ihn der "Überlaufmoment" kurz bevorsteht.

Ansonsten sollte dein Freund einsehen, dass er Vertrauen zu dir haben kann und sich mit seinen Ängsten beschäftigen sollte. Unsere Gesellschaft hat es uns aberzogen, dass wir über unsere Ängste mit anderen sprechen können. Das wird einem sofort als Schwäche ausgelegt. "Jungs weinen nicht" etc. Das führt im Extremfall dazu, dass ein Mensch es noch nicht einmal wagt sich seine Ängste vor sich selber einzugestehen. Folglich entwickelt er Verhaltenmuster um drum herum zu kommen sich mit diesen Ängsten zu beschäftigen. Und diese Verhaltensmuster können eben sehr negativ sein.

Aber dein Freund scheint in dieser Hinsicht gerade am Aufwachen zu sein und es deucht ihm, dass es an ihm hängt. Insofern bin ich guter Dinge, dass ihr das hinbekommen könnt.

PS: Hast du meine PN von vor ein paar Tagen gelesen?

SttWatusQ.uoVxadixs


Aber ist das denn erstrebenswert?

Nein, "erstrebenswert" ist das nicht, aber es kommt nunmal vor. Menschen sind nicht perfekt, und es gibt keine perfekten Familien, keine perfekten Eltern-Kind-Beziehungen. Für mich gehört das einfach zum Erwachsenwerden dazu, irgendwelche Macken und unter Umständen negativen Prägungen nimmt imho fast jeder Mensch aus seiner Kindheit mit.

E5hemalKiger Nut,zer (#6x05677)


Ich habe für mich herausgefunden dass es vielen Menschen einfach darum geht sich mal " auszukotzen" und sie an Veränderungen überhaupt nicht interessiert sind . Denn dann müsste man ja wirklich handeln und was dagegen tun.

Ankelina

Das ist ein Faktor, aber ein anderer Faktor könnte auch sein, dass zum Teil die antwortenden User sich aus Stichworten ihr eigenes Hirngespinst zusammenbasteln und auf die Situation des TEs übertragen (vgl. dass ihr Freund ein Schläger wäre oder werden würde) oder bereits den EP nicht richtig lesen. Dazu die üblichen vorkommenden kommunikativen Missverständnisse ... .

DMorfbnixxe


Ihr könnt ja auch so ein Codewort ausmachen. Und damit soll dein Freund dir signalisieren, dass für ihn der "Überlaufmoment" kurz bevorsteht.

Mann042

Ich wage mal zu behaupten, dass der Partner der TE sich vielleicht das eine oder andere mal selbst hätte bremsen können, wenn er diesen "Überlaufmoment" rechtzeitig wahrzunehmen in der Lage wäre... Er ist ja bestimmt nicht gerne so, seine Auaraster machen ihm sicher keinen Spaß, und wenn er sie verhindern könnte, würde er das wahrscheinlich tun. Oftmals scheitert es aber daran, dass Menschen erst wahrnehmen, wie wütend oder verletzt oder verärgert sie sind, wenn es für ein eigenständiges Runterregulieren bereits zu spät ist.

SkhIojo


Ja. Und dann macht A den ersten und B den zweiten und A den dritten und B den vierten Schritt, so wie eben immer, und BÄMM, gleiches Ergebnis. Da kann man ganz gut gemeinsam überlegen, wie man das handhaben will, und versuchen, in dieser sich gegenseitig hochschaukelnden Spirale an den entscheidenden Schritten etwas zu ändern.

wuinters,onnex 01


Trotz Allem bin ich sehr dankbar und froh, dass meine Eltern nach wie vor zusammen sind, ich hätte es schrecklich gefunden, wenn sich meine Mutter von meinem Vater getrennt hätte. Mittlerweile ist er auch der liebste und zahmste Opa, den man sich für die Enkel vorstellen kann.

Auch ich hatte einen cholerisch ausrastenden ( aber nie schlagenden Vater), sonst aber sehr liebevollen sich kümmernden Vater. Nein ich bracuhte keine Therapie später, komme ganz gut klar im Leben, habe aber schon Situationen im Leben, wo ich merke , dass es Auswirkungen auf meinen Umgang mit anderen Menschen hatte. So zum Beispiel konnte ich mich sehr lange nicht einem cholerischen Mitarbeiter gegenüber wehren, ihm nie deutlich stopp sagen, weil er mir eigentlich leid tat ( so wie mein Vater auch)

Ob jemand diese Wut in sich hat oder nicht, scheint schon auch Vernlagung zu sein - ich habe sie nie, meine Schwester aber schon auch. Wichtig st, denke ich damit gut umgehen zu lernen. Dass sollte die TE unbedngt einfordern und nicht Mitleid mit ihrem Partner haben, es ihm verzeihen - klare Ansagen/klare Grenzen für ihn wären glaube ich zuerst einmal hilfreich. Sagen: du das dulde ich nicht mehr ! Steh du sofort auf und verlass die Situation.

Bei meinem Kollegen hat das geholfen, habe ihm gesagt: ab jetzt und heute dulde ich es nicht mehr (mein nächsten mal vordere ich eine Abmahnung - da hat er noch gelacht; ist aber nie wieder vor mir so explodiert) -ich breche sofort jedes Gespräch in dem es nur ein bisschen lauter wird ab und gehe raus. So bin ich in dem Moment die, die handelt und nicht die, die es über sich ergehen lässt.

Vielleicht ein ansatz für dich? ":/ und nicht denken: ach er soll sich in Therapie begeben, er ist ja irgendwie krank - damit entschuldigst du unbewusst sein Verhalten für dich. Du musst handeln, du musst auch etwas tun . Und wenn er sich deine ansagen nicht anhören will, du Sorge hast er explodiert wieder, dann schreibe ihm einen Brief.

Einfach einen Schlusspunkt setzen und fordern: ab heute nicht mehr, ich dulde es nicht!

n-ulli& pri1es"exmut


Auch ich hatte einen cholerisch ausrastenden ( aber nie schlagenden Vater), sonst aber sehr liebevollen sich kümmernden Vater. Nein ich bracuhte keine Therapie später, komme ganz gut klar im Leben, habe aber schon Situationen im Leben, wo ich merke , dass es Auswirkungen auf meinen Umgang mit anderen Menschen hatte.

Gleichfalls. Hier ist es umgekehrt: Meine Schwester ist nicht cholerisch veranlagt, ich schon. Ich merke auch gerade im Umgang mit meinem eigenen Kind, dass ich dazu neige, und das ist harte Arbeit! Mein Vater bekam Therapien, die ihm wohl auch halfen. Meine Eltern haben sich nicht getrennt, obwohl meine Mutter nie ganz glücklich war. Ich hätte eine Trennung besser gefunden. In diesem Fall hier ist ja zumindest genug Liebe da, um so eine Krise eventuell zu überwinden.

wcillgoesundxsein


@ Mann042

:)= :)= :)=

Sdho;jxo


ich breche sofort jedes Gespräch in dem es nur ein bisschen lauter wird ab und gehe raus. So bin ich in dem Moment die, die handelt und nicht die, die es über sich ergehen lässt.

Supergut. Genau so.

SEvivxa


Genau auf diese Handlungsfdähigkeit kommt es an, sich die zu erhalten, auch und vor allem in der belastenden Situation. Es ist weniger die eigene Sache, dafür zu sorgen, dass der Partner sich ändert, denn nicht sein Verhalten hat man in der Hand, sondern bestenfalls das unseres und oft nicht mal das.

Wir erwarten meist ganz selbstverständlich, dass der andere, der sich ja so eindeutig falsch verhält, das, was man ihm sagt, anders macht - aber fragen wir uns doch mal, ob wir selbst immer dazu bereit und in der Lage wären? Von außen sieht es oft so einfach aus, ist es aber aus diversen Gründen nicht (Kiundheit, Trauma ...).

Das entschuldigt in keiner Weise Aggressionen und schon gar nicht die in der eigenen Familie, es verdeutlicht nur einmal mehr, dass wir, wenn wir Glück haben, unser Selbst-Verhalten kontrollieren können, nicht aber das des anderen. Sieht er es ein und tut was - wunderbar. Wenn nicht, steckt man sofort in der Hilflosigkeitsschleife fest. Es sei denn, man handelt für sich. Das ist von mir auch ausdrücklich keine Trennungsempfehlung, die wäre aber auch ein Selbsthandlungsschritt, falls es ander nicht mehr geht.

SSheiHlag(h


Update

Mein Partner sagt - und ich glaube das jetzt einfach mal, da er mich bis dato noch nie belogen hat - dass er sich auf die Suche nach einer geeigneten Therapie gemacht hat.

Ich bin gespannt, und hoffe wirklich sehr, dass er seine Wut in den Griff bekommt, und damit auf lange Sicht in der Lage sein wird mit Konflikten, Kontroversen und Stresssituationen anders gesünder!) umzugehen.

Mir wird immer bewusster, dass das sonst für mich auf lange Sicht für mich ganz persönlich einfach als Paarbeziehung so nicht ginge.

Und dass das wohl auch mein innerlicher Grund ist, warum ich ihn (noch?) nicht heiraten möchte.

w_illgelsundrsxein


:)^ :)= :)*

Ein erster und sehr wichtiger Schritt in Richtung Lösung. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und wünsche Euch alles Gute!!!

S-hei`laxgh


Ich danke Dir! @:)

wBinthersvonnxe 01


Und dass das wohl auch mein innerlicher Grund ist, warum ich ihn (noch?) nicht heiraten möchte.

hast du ihm das auch so deutlich gesagt?

Ich drücke euch auch die Daumen, dass er wirklich ernsthaft an dem Problem arbeitet. :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH