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Heiraten? Ja? Oder nein?

SYvoejnjax 87


Für mich ist eine Ehe wie eine Gaslaterne, eine Krawatte oder ein Ziehbrunnen auf dem Hof. ]:D

Ich bin bereits Single in 2. Generation und brauche sowas nicht. Aber wer halt etwas konservativ ist... Muss jeder für sich entscheiden, darf aber hinterher nicht jammern.

EYhemalsiger, Nutzerj (#49m8327x)


Habe allerdings Angst das er so ein mir alles egal Verlobter wird.

Ich hätte als dein Partner eher Bedenken, dass du eine "alles egal Verlobte" wirst. Egal wer, Hauptsache geheiratet. da wäre mir eine Frau mit der Einstellung "Heirat egal, Hauptsache du" wesentlich lieber.

Wünsche trotzdem Glück für den Antrag.

C_otleSa9uvagxe


ich finde es klingt nicht als will er mich gar nicht heiraten aber auch nicht als sei es das wichtigste der Welt für ihn.

Dass ihm Heiraten nicht wichtig ist, hat er doch nun ausreichend klar gemacht.

Er hat sogar vorgeschlagen das wir nach meinem Abschluss heiraten, zur Motivation

Oh Mann ... %:|

Zu den Verpflichtungen die einen Ehe mit sich bringt: da würde sich für ihn nicht viel ändern, er ist der verdiener, Versicherungen, Wohnung etc laufen auf ihn. Er hätte so oder so die arschkarte bei einer Trennung.

??? Er hätte überhaupt keine Arschkarte, wenn ihr nicht verheiratet wärt und euch trennt. Für ihn würde es genauso weiterlaufen wie bisher: Er verdient sein Geld, behält die Wohnung und fertig. Die Arschkarte hättest dann du mit deinem nicht abgeschlossenen Studium.

Ich finde ihn total naiv und leichtsinnig. Mach lieber schnell mit der Hochzeit, bevor er es noch schnallt.

c_riYechaBrlxie


Ich finde, man kann es nicht beschreiben wie es ist, verheiratet zu sein;

rationale Gründe greifen alle nicht, emotionale sind subjektiv.... man kann es nach außen nicht richtig begründen und das legen die Heiratsgegner als Schwäche aus.

Man kann eine Meinung dazu haben, aber man weiß nicht, was es bedeutet, so, wie beim Kinderkriegen.

Ich bezweifle einfach, dass sich eine lose Partnerschaft so anfühlt wie eine Ehe - auch bei sonst gleichem Szenario.

D_ina290


Ich finde, man kann es nicht beschreiben wie es ist, verheiratet zu sein;

Da kann ich nur zustimmen. Wir waren vor der Hochzeit über acht Jahre zusammen. Wir waren auch vorher glücklich. Trotzdem ist es jedes Mal wieder schön für mich, mit seinem Namen angesprochen zu werden oder ihn "meinen Mann" zu nennen. Klar braucht man sowas nicht um glücklich zu sein. Aber es ist ein sehr schönes Gefühl.

Wir haben im August diesen Jahres noch eine freie Trauung. Unterm Strich plane ich auch mehr dafür, weil der Wunsch mehr von mir ausging. Es war sein Liebesbeweis sowas neben dem Standesamt noch zu machen. Er wäre da eher pragmatisch, verheiratet sind wir ja schon. Ich finde daran aber per se nichts schlimmes. Ist doch oft so in einer Beziehung, dass jeder sein Spezialgebiet hat (der eine kümmert sich um Urlaube, der andere um Versicherungen)

HNat}sche%psxut_


Nun ja, ich frage mich, was an einer Hochzeit emotionaler oder bindender sein soll als beispielsweise an einem gemeinsamen Kind. Die Ehe kann ich schnell auflösen, das gemeinsame Kind nicht. Daher verstehe ich nicht, warum gerade der Trauschein die Beziehung emotional am meisten aufladen soll.

Allerdings fühlt sich meine Partnerschaft jetzt nach der Geburt unseres Kindes nicht anders an als vorher. Vielleicht ist das Kind doch nicht wichtig genug und erst mit dem Ring am Finger verstehe ich den tieferen Sinn der Paaebeziehung?

Letztendlich ist die Beziehung das, was man aus ihr macht. Wenn erst der Vertrag gem. BGB der Beziehung die nötige Tiefe verleiht mit seinen Rechtsfolgen, ist es ok. Aber anderen Beziehungen diese Tiefe abzusprechen (speziell dann, wenn sogar Kinder daraus hervorgehen), empfinde ich als albern. Ist eventuell so wie mit Kaiserschnitt vs natürlicher Geburt? Auch da wird gerne mystifiziert? Oder sich bewusst abgegrenzt?

Wie auch immer, wenn deinem Freund es egal ist, nutze es. Ich jedenfalls würde unzufrieden sein, wenn mein Freund aus dieser Haltung heraus zustimmen würde.

Pzlane|tenwixnd


Nun ja, ich frage mich, was an einer Hochzeit emotionaler oder bindender sein soll als beispielsweise an einem gemeinsamen Kind. Die Ehe kann ich schnell auflösen, das gemeinsame Kind nicht. Daher verstehe ich nicht, warum gerade der Trauschein die Beziehung emotional am meisten aufladen soll.

Ein Kind kann auch einfach "passieren", ein Trauschein muss schon geplant sein. Aber auch ein Kind muss nicht verbinden, es gibt genug Menschen, die dennoch hinterher eigene Wege gehen. Ok wenn es um ein gewolltes Kind geht, ist es nochmal was anderes, aber streng genommen muss selbst das nichts mit Liebe zu tun haben, sondern mit Kinderwunsch. Eine Trauung soll im Idealfall einfach aussagen, dass man sich so liebt, dass man für immer zusammen bleiben will (ja das muss dann dennoch kein Für Immer bedeuten, aber ist der Grundgedanke) und das macht es in den Augen vieler Menschen besonders oder romantisch.

Ein gemeinsamer Nachname ist auch etwas schönes wie ich finde. :)z Mir persönlich bedeutet vor allem die kirchliche Trauung viel, weil man sie eben nur ein einziges mal machen kann (außer eben jemand stirbt). Das hat bei mir nichts mit der Religion selbst zu tun, sondern damit dass es für mich im Gegensatz zur standesamtlichen Trauung etwas wirklich Besonderes ist. Standesamtlich kann man ja mehrmals. ]:D

Heutzutage heiraten zu wollen ist wohl eher etwas emotionales als etwas rationales, denn rational gesehen muss man es einfach nicht. Was auch gut so ist, dazu sollte sich niemand gezwungen fühlen. Aber wenn es jemandem viel bedeutet, sollte er sich auch nicht so genötigt fühlen das zu begründen. Ich finde meine Meinung in criecharlies Zeilen wieder.

HVatsch+epsuxt_


Natürlich kann ein Kind passieren, ich rede aber von einer bewussten Entscheidung und keinem Unfall. Und entweder wir reden in beiden Fällen vom Idealfall oder nicht. Und im Idealfall verstehe ich nicht, warum erst der Trauschein einer Beziehung Tiefe verleihen soll und alles andere nicht.

Und doch, rational kann ich eine Hochzeit sehr wohl nachvollziehen wegen Erbrecht, Versorgung im Todesfall und Reduzierung bürokratischer Aufwand

Sxven-jax 87


Er hätte überhaupt keine Arschkarte, wenn ihr nicht verheiratet wärt und euch trennt. Für ihn würde es genauso weiterlaufen wie bisher: Er verdient sein Geld, behält die Wohnung und fertig. Die Arschkarte hättest dann du mit deinem nicht abgeschlossenen Studium.

Die Arschkarte hätte derjenige, der als erstes nicht pflegebedüftig wird - selbst dann, wenn die Ehe zu dem Zeitpunkt nicht mehr besteht. Bestimmte Verpflichtungen gelten tatsächlich auf Lebenszeit. Außerdem sollte eine Ehe kein Grund sein, sein Studium zu schmeißen. Aber genau hier liegt die Gefahr - "aus familiären Gründen" beruflich kürzer zu treten und dann später über Altersarmut zu schreien. Aber dann ist es zu spät. :(v

Und doch, rational kann ich eine Hochzeit sehr wohl nachvollziehen wegen Erbrecht, Versorgung im Todesfall und Reduzierung bürokratischer Aufwand

Weißt Du, ob es in 30 Jahren noch eine Witwenrente in der heutigen Form gibt? Hier muss der Gesetzgeber nämlich irgendwann ran, wenn es nicht zu einer Rentenkürzung für alle kommen soll.

LG Svenja

H5aytschMepxsut_


Nein, Svena, ich weiß nicht einmal, ob ich in 30 Jahren noch lebe. Aber ich gehe von der jetzigen gesetzlichen Regelung aus und das kann eine Ehe von Vorteil sein.

H1ats{chepsuBt_


Svenja, so viel Zeit muss sein

Toil28


Zu den Verpflichtungen die einen Ehe mit sich bringt: da würde sich für ihn nicht viel ändern, er ist der verdiener, Versicherungen, Wohnung etc laufen auf ihn. Er hätte so oder so die arschkarte bei einer Trennung.

da kann man auch nur sagen> hoffentlich kriegt er noch die Kurve vor der Hochzeit :-/

criecharlie

16.07.17 23:14

Ich bezweifle einfach, dass sich eine lose Partnerschaft so anfühlt wie eine Ehe - auch bei sonst gleichem Szenario.

Na dann hat die gesellschaftlich-geistige-kirchliche Indoktrinierung ja geklappt :)^

Wenn es die Ehe nicht gäbe wurde sich diese perfide Frage garnicht stellen & jeder auf sein Gefühl hören.

C8omraxn


Er hat sogar vorgeschlagen das wir nach meinem Abschluss heiraten, zur Motivation (hab ich bitter nötig, zurzeit hab ich Uni mässig echt einen durchhänger). Ich meinte dann das sei mir zu lange hin, wer weiss wann ich Mal fertig werde ( brauche noch ein gutes Jahr ungefähr) und da meinte er ok, dann frag mich einfach wenn du willst.

Mensch, nimm ihn doch beim Wort. ;-)

Ein besseres Angebot bekommst du nicht mehr von jemandem, dem Heiraten eigentlich nicht so wichtig ist. Zeitlich passt das auch ungefähr: du brauchst noch ungefähr ein Jahr. Ihr müsst danach ja nicht noch ein Jahr warten - ich frage mich immer, warum die Paare sich so riesige Fristen für die Planung auferlegen.

Mach das doch einfach. Sag, dass ihr nach deinem Abschluss heiratet. Dann machst du deinen Abschluss, ihr macht den Hochzeitstermin, fertig. 6 Monate Vorlauf reichen doch völlig aus.

Das Ganze noch weiter vorzuziehen würde ich dir an deiner Stelle nicht raten. Wie du selbst schreibst, hast du an der Uni einen Durchhänger. Wenn du jetzt in Hochzeitspläne einsteigst, wird sich dein Kopf die nächsten Monate nur noch um diese Hochzeit drehen (so wie ich deine Einstellung einschätze). Wie willst du da einen ordentlichen Abschluss machen? Eins nach dem anderen. Ein glückliches Paar seid ihr schon, verloben könnt ihr euch ja auch schon (wenn dir das auch schon bisschen wichtig ist), aber jetzt mach mal deinen Abschluss. :)z

Zu den Verpflichtungen die einen Ehe mit sich bringt: da würde sich für ihn nicht viel ändern, er ist der verdiener, Versicherungen, Wohnung etc laufen auf ihn. Er hätte so oder so die arschkarte bei einer Trennung.

Nicht "so oder so". Die Arschkarte hat er erst nach der Ehe.

D_inxa90


hatschseput

Ich würde anderen Beziehungen ohne Trauschein nicht die Tiefe absprechen. Es ist nur mein persönliches Empfinden. Ich dachte auch immer, was soll da so ein Zettel jetzt ändern. Es ändert sich ja auch erst mal nichts. Ich bin nicht aus dem Standesamt gegangen und hab mich verheiratet gefühlt

Für mich sind es die kleinen Momente wie mit dem neuen Namen zu unterschreiben etc. Die sich schöner anfühlen als vorher.

Noch zum Kind. Wir haben auch ein geplantes Wunschkind. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch nicht verheiratet. Ja, der kleine verbindet uns. Aber je älter er wird (er ist jetzt 9 Monate) sehe ich in ihm immer mehr eine eigene Person mit eigenem Charakter und nicht mehr so sehr "das Ergebnis unserer Liebe". Jetzt mal kitschig ausgedrückt. Im Ehering aber schon. Das is einfach ein sehr subjektives Empfinden das man schwer beschreiben kann..

i;rgenkdwi&e_a-nderxs


Liebe TE,

vor einiger Zeit wurde ich hier mächtig verspottet aufgrund meines Wunsches zu heiraten und meinen Klagen darüber, dass mein Partner mich mit einem Antrag so lange warten lässt. Ich war totunglücklich und unsere Beziehung schien sogar in die Brüche zu gehen.

Schlussendlich habe ich meinen Antrag dann doch irgendwann vor über einem Jahr, bei dem er vor mir auf die Knie ging als ich überhaupt nicht damit rechnete, bekommen und bin mittlerweile sowohl standesamtlich als auch kirchlich verheiratet. x:)

Bleib du selbst und lass dir bloß nicht von anderen einreden, heiraten sei heutzutage nicht mehr nötig. Es ist keinesfalls unnötiger als früher. Und lass dir erst recht nicht einreden, durch eine Heirat würde sich die Beziehung nicht verändern. Mein Mann und ich haben erst gestern darüber gesprochen dass es ein vollkommen anderes Gefühl ist, verheiratet zu sein als einfach "nur" zusammen zu sein. Insbesondere nach der kirchlichen Trauung kam dieses Gefühl auf. Wir haben uns in der Kirche, vor Gott, die Treue versprochen. Das nehmen wir sehr ernst und daher wäre Fremdgehen in der Ehe was vollkommen anderes als vorher.

Wir stellen sogar fest, dass man in der Gesellschaft anders behandelt wird wenn man verheiratet ist, wir haben das Gefühl man wird ernster genommen, andere haben mehr Respekt vor einem. Wir haben das Gefühl dass man erst jetzt als wirklich erwachsen angesehen wird.

Wenn beide ganz gut verdienen bietet eine Ehe große Vorteile falls einem was passiert, wenn man Kinder haben möchte sowieso.

Wenn dir heiraten wichtig ist, was ich sehr gut nachvollziehen kann, lass dich nicht beirren und rede mit deinem Freund nochmal offen darüber.

Auch wenn man nicht in die totale Hochzeitshysterie verfällt kann ca. 1 Jahr Vorlaufzeit nicht schaden, zumindest wenn man auch kirchlich heiratet. Wir arbeiten beide mehr als "Vollzeit", wir hätten es nicht geschafft alles in nur 6 Monaten zu organisieren. Wer ein nach oben offenes Budget hat kann natürlich einen Wedding-Planer engagieren, das spart Zeit. ;-D

Zu heiraten ist was vollkommen natürliches und wurde in sämtlichen Kulturen praktiziert.

Wer sowieso nichts hat, der hat auch in einer Ehe nichts zu befürchten.

Wer sehr viel hat, kann vor der Ehe beim Notar einiges festhalten.

Wer sich gemeinsam ein Vermögen aufbaut (was wohl bei vielen Paaren, auch bei uns, der Fall ist) muss ziemlich schnell ziemlich viel Erbschaftssteuer zahlen wenn ein Partner stirbt und man nicht verheiratet ist.

Nein, ich kann es drehen und wenden wie ich will - ich kann einfach keinen logisch nachvollziehbaren Grund erkennen, weshalb man NICHT heiraten sollte... naja, außer man will sich wirklich das berühmte Hintertürchen aufhalten um im Fall der Fälle, falls doch noch was besseres kommt, möglichst schnell und unkompliziert frei zu sein.

Hier im Forum sind so viele kontra Ehe eingestellt. In meinem Bekanntenkreis im echten Leben sieht das total anders aus, vielleicht ja auch bei dir. :)*

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