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Freundin vergewaltigt worden, und nu?

bPodUy84


Auch wenn ich denke, dass sich der TE sehr unvorteilhaft präsentiert und somit auch selbstverschuldet nicht besonders empathisch wirkt, würde ich gerne eine Lanze für zwei durchaus berechtigte Anliegen brechen:

1. Die Freundinnen seiner Freundin scheint er ähnlich lange zu kennen und nach einer dreimonatigen Beziehung ist das Vertrauen zu ihr noch nicht so gewachsen, dass er ihr unbedingt vertraut - was nach einer solch kurzen Zeitspanne absolut natürlich ist. Die Angst belogen oder verletzt zu werden ist in dieser Phase doch durchaus präsent, und daraus sollte man dem TE keinen Strick drehen. Vor allem, sofern die Äußerungen der Freundinnen zutreffen, scheint ihr Verhalten nicht konsistent zu sein und das wirft eben Fragen auf. Ein Misstrauen ist da eben nachvollziehbar. Aber auch umso schädlicher, wenn die Geschichte der Freundin eben zutrifft.

2. Ohne Sex auszukommen ist außerhalb einer Beziehung deutlich einfacher als innerhalb einer Beziehung. Sex ist eben mehr als nur reiner Triebabbau, sondern auch die Bestätigung, dass man in seiner Körperlichkeit, mit all den kleinen und großen Deformationen liebenswert und liebenswürdig ist. Und wenn dann gerade die Person einen zurückweist, von der man sich das am meisten wünscht, dann ist das eben so viel härter und auch verletzender, als wenn man eh alleine ist. Hier scheint diese Zurückweisung Gründe zu haben, die außerhalb der Kontrolle des TE liegen, aber die Folgen betreffen auch ihn. Einfach zu sagen: "Verzichte auf deine Bedürfnisse!" ist nun mal auch keine konstruktive Art. Von daher finde ich die verurteilenden Beiträge von rr2017 schon arg destruktiv und mindestens genauso unempathisch wie sie es selbst dem TE vorwirft.

s>tep9po2x5


Ohne Sex auszukommen ist außerhalb einer Beziehung deutlich einfacher als innerhalb einer Beziehung.

Wäre schön, wenn das allen Frauen bewusst wäre, bevor se söch auf eine Beziehung einlassen. Die "Freundin" des TE hätte schon von daher gleich reinen Tisch machen müssen.

b<odyx84


Wäre schön, wenn das allen Frauen bewusst wäre, bevor se söch auf eine Beziehung einlassen. Die "Freundin" des TE hätte schon von daher gleich reinen Tisch machen müssen.

Quatsch. Sie hat sich das sicher auch anders vorgestellt. Außerdem ist sie kein Gebrauchtwarenhändler, die irgendwelche "Mängel am Fahrzeug" kenntlich machen muss.

S vixva


Und flugs ist das Ganze zur Grundsatzdiskussion geworden!

Sexbedürfnis/Sex-"Recht" versus Sexlosigkeitsbedürfnis/"Sexlosigkeits-Recht"?

Wie ist DER Knoten zu lösen?

rcr201x7


Von daher finde ich die verurteilenden Beiträge von rr2017 schon arg destruktiv und mindestens genauso unempathisch wie sie es selbst dem TE vorwirft.

die sind nur dann destruktiv, wenn sie inhaltlich nicht zutreffend sein sollten!

rer20b1x7


Wie ist DER Knoten zu lösen?

Durch Aufrichtigkeit.

Die Wahrheit ist sogar noch schlimmer - die These "Man(n) braucht Sex um seelische Krankheiten zu vermeiden" eignet sich allerbestens für emotionale Erpressung und Missbrauch. Damit macht man die Partnerin durchaus gerne mal gefügig, auch wenn sie gar nicht will. Dann SIE durch ihre Unlust schuld an MEINEM Unglück (Kern des Narzissmus - "ich kann nicht glücklich sein weil andere so sind, wie sie sind").

Letztlich sehen wir einen Haufen von Männer, die alle sehr "klein" sind und anstatt souverän und mit Größe mit sich selber, ihren Bedürfnissen und auch Schwächen umzugehen, sich hinter so einem Schmarrn verschanzen und die Freundin manipulieren wollen. Klein, feige und selbstsüchtig, und in diesem Faden spielen sie sich alle gegenseitig schön die Bälle zu.

L)ichtAKmHorJizxont


Spielt es überhaupt eine Rolle, ob jemand Sex nur will oder tatsächlich braucht? Ob jemand von Sexentzug krank wird oder einfach nur genervt ist, weil er seinen Willen nicht kriegt? Es ist so oder so nicht ihre Verantwortung, für sein Wohlsein zu sorgen, sondern allein seine. Also entweder er verzichtet/wartet oder er sucht sich eine andere, die mit ihm Sex haben möchte. Und der Grund dafür, warum es von ihr keinen Sex gibt, ist eigentlich auch egal - solange für ihn "ohne Sex ist Beziehung scheiße" in Stein gemeißelt ist und Warten/Verzicht sowieso nicht in Frage kommt.

L]ask6ajedxna


Ich finde es immer wieder sonderbar, wie in diesem Forum Menschen zuweilen angemacht werden, weil sie ein sexuelles Verlangen haben und - hört, hört - dieses gern mit ihrer Parnerin/ ihrem Partner auszuleben gedenken

Vielleicht denkst du da noch an ganz andere Fälle, die ich nicht kenne, aber hier geht es doch nicht darum, dass es verwerflich wäre, als junger Mann Lust auf (s)eine Freundin zu haben. Das ist in den Augen der meisten doch das Normalste der Welt und die überwältigende Mehrheit schrieb dementsprechend auch, dass es verständlich wäre, sich aus diesem Grund zu trennen.

Mir ist Sex auch wichtig, auch wenn ich eine Frau bin und eine Beziehung oder gar ein Leben dauerhaft ohne Sex, könnte ich mir nicht vorstellen. Ich "leide" schon nach wenigen Tagen. Was ich hier aber befremdlich finde, ist, dass von Liebe geredet wird und dass man die mit aller Gewalt durch Sex zeigen möchte. Ich verstehe das zwar in gewisser Hinsicht, denn ich möchte meine Gefühle auch körperlich ausleben und fühle mich u.a. zu meinem Partner sexuell hingezogen, weil ich ihn liebe, ABER: Wenn der Partner durch traumatische Erfahrungen aktuell nichts mit dieser "Liebesform" anfangen kann, dann hat es für mich nichts mit Liebe zu tun, darauf zu beharren. Das ist in meinen Augen dem anderen so wenig zugewandt, so fern, dass es mir schwer fällt, von Liebe (Nähe) auszugehen. Ich denke auch, dass man Liebe und Trieb hier nicht verwechseln sollte. Dabei ist es völlig ok, einen Trieb (losgelöst) von der Liebe zu haben. Das verurteile ich nicht. Ich muss mich aber trotzdem wundern, wenn man jemanden so sehr liebt, dass man sich dann nicht längst eingehender mit dem Thema sex. Missbrauch auseinandergesetzt hat. Das Internet ist voll von Anlaufstellen, Informationen, Selbsthilfegruppe etc.

Man kann zwar einen ersten Schritt darin sehen, hier zu schreiben und um Rat zu fragen, aber ich lese (spüre) hier wenig Interesse am und Verständnis für das Trauma der Freundin, u.a. auch deshalb, weil kaum auf wirklich konstruktive Beiträge eingegangen wird und es inzwischen eher um die Glaubwürdigkeit der Freundin geht. Ich denke, das war von Anfang an der Pudels Kern. Das hat auch nur bedingt mit Überforderung zu tun, sondern für mich schon mit Liebe, denn Liebe geht für mich immer mit einem gewissen Wohlwollen einher und das vermisse ich hier.

Er hat Druck, er will Sex, er glaubt ihr nicht (wirklich). Darum geht es. Ist legitim und ich verurteile ihn dafür nicht, aber ich sehe hier keinen liebenden besorgten jungen Mann, der angesichts des furchtbaren Schicksals einfach nur überfordert ist. Denn bei allem Verständnis, es geht hier um einen jungen erwachsenen Mann Mitte 20, andere sind da bereits gestandene Familienväter, die sich auch mit schwerwiegenden Problem auseinandersetzen müssen und hier geht es in erster Linie um "Meine neue Freundin lässt mich nicht ran, obwohl sie vorher schon Sex mit x anderen Kerlen hatte (was ich von ihren Freundinnen weiß)" und nicht um "Ich gehe daran zugrunde, dass meine über alles geliebte Partnerin so schwer in ihrer Kindheit verletzt wurde".

Ich schreibe übrigens auch aus persönlicher Erfahrung und mein Partner hatte mit letzterem zu kämpfen. Das machte ihm jahrelang zu schaffen, weil er mich liebte. Ich hatte deshalb manchmal sogar Angst, dass er am Ende traumatisierter zurückbleibt als ich, weil er aus Liebe einfach so schwer daran zu knapsen hatte, was mir angetan wurde und ja nichts tun konnte. Das ist alles andere als einfach für einen Partner, dafür habe ich das größte Verständnis und wir haben uns aus diesem Grund damals für eine Paarberatung entschieden, was ich dem TE auch geraten habe. Was ich von meinem Partner (zum Glück) nie gespürt habe, war irgendeine Form von Frustration in Bezug auf mich, weil in manchen Situationen alte Wunden aufgerissen wurden und ich deshalb einen Schritt zurück gemacht habe oder Misstrauen und Vorwürfe angesichts scheinbar "unlogischer" Verhaltensweisen meinerseits. Dafür werde ich ihm auf ewig dankbar sein.

bVodyx84


Klein, feige und selbstsüchtig, und in diesem Faden spielen sie sich alle gegenseitig schön die Bälle zu.

Wow. Da steckt aber eine ganz schöne Menge Frust dahinter, was? Wirkt jetzt auch eher semi-souverän. Aber gut.

Menschen können ihren eigenen Sexualtrieb nicht steuern. Den hat man eben stärker oder weniger stark. So sehr ich es falsch halte, jemanden dafür zu verurteilen, der das Bedürfnis wenig oder gar nicht spürt, so sehr ist es falsch, denjenigen dafür zu verurteilen, der ein größeres Bedürfnis verspürt.

[...] die These "Man(n) braucht Sex um seelische Krankheiten zu vermeiden" eignet sich allerbestens für emotionale Erpressung und Missbrauch.

Die These "wer mehr Sex als der Partner möchte und unter Sexmangel leidet, ist narzisstisch, selbstsüchtig und böse" eignet sich allerbestens für emotionale Erpressung und Missbrauch.

Tut mir leid, dass deine These hier keine Einbahnstraße ist... Was für ein Pech aber auch!

Dann SIE durch ihre Unlust schuld an MEINEM Unglück (Kern des Narzissmus - "ich kann nicht glücklich sein weil andere so sind, wie sie sind").

In erster Linie ist jeder für sich selbst verantwortlich. In einer funktionierenden Partnerschaft allerdings sollte mir doch am Wohlergehen meines Partners doch einiges gelegen sein. Hier am Beispiel des TE sehen wir, dass das eigene Bedürfnis über das der Freundin gestellt wird, was schädlich ist. Gleichzeitig kann er auch nicht aus seiner Haut raus und muss eben für sich keine Konsequenzen ziehen. Wenn ihn diese Beziehung auf Dauer unglücklich macht - und die Abwesenheit für Sex kann ein Grund dafür sein -, dann ist es wohl besser, wenn er einen Rückzug antritt. Das hat mir Manipulation nichts zu tun. Es hat ja keinen Sinn sich unglücklich für andere zu machen. Oder siehst du das anders?

m9in&imia


Wäre schön, wenn das allen Frauen bewusst wäre, bevor se söch auf eine Beziehung einlassen. Die "Freundin" des TE hätte schon von daher gleich reinen Tisch machen müssen.

Ernsthaft? %:|

Es steht jedem Menschen frei, sich wieder zu trennen, wenn es in der Beziehung nicht passt. Aus welchem Grund auch immer.

r1r201x7


Ich hab doch selber geschrieben dass ich eine Trennung in dem Fall für das beste halte.

"wer mehr Sex als der Partner möchte und unter Sexmangel leidet, ist narzisstisch, selbstsüchtig und böse"

das hab ich doch überhaupt nicht geschrieben. Man kann gerne mehr Sex wollen und auch unter dem Mangel leiden. Aber man sollte dem Partner nich damit kommen, dass er/sie nunmal bitte die Beine breit machen möge, denn man "brauche" das, weil man sonst "seelisch krank" werden würde. Wer mehr Sex will als der Partner hat primär selber ein Problem und sollte eine Lösung finden (Masturbation, Trennung, Kastration.. etc.) und nicht seine Verantwortung für sich selber auf den anderen abwälzen.

Ich finds unsagbar arm, aufgrund meiner eigenen Bedürfnisse meine Partnerin zu Sex zu bewegen, obwohl sie an sich gar nicht will. Dann füge ich anderen Unglück zu aus purer eigenen Triebhaftigkeit. Beschämend.

Eehema*liger Nuztzer (#5x86592)


@ steppo 25

du findest also jede Frau die eine Beziehung eingehen möchte sollte alles von sich preis geben auch wenn dies traumatisch oder sehr privat und intim ist ?

Na zum Glück gibt es noch einige Männer die nicht so ticken .

Denn sorry ich binde nicht jedem gleich meine Geschichte auf die Nase den ich kennenlerne .

Um solche wichtigen Dinge mit einem Mann zu erörtern gehört für mich erst mal eine große Portion Vertrauen dazu welches man nach nur drei Monaten doch überhaupt noch nicht aufbauen kann .

Denkst du ab und zu vielleicht auch mal vorher nach über das was du hier zum besten gibst?

T7estPARHxP


@ criecharlie

hat es die Natur auf Mikroebene so eingerichtet, dass es glücklich- und zufrieden macht. Nicht nur, aber auch und der Raum, den man dem einräumt, ist halt individuell.

Der Sexualtrieb, die Glücksgefühle und die Befriedigung, die man beim Sex empfindet,sind von der Natur so eingerichtet, damit sich 2 Menschen, die sich körperlich SEHR nahe kommen, nicht angreifen! Man soll sich ja vermehren, und dazu ist das Ganze da. Klar, wenn man es einmal genossen hat, dann möchte man es immer haben. Auf der Makroebene dient es der Arterhaltung. Aber das trifft heutzutage nur zu, wenn NICHT verhütet wird.

Also auch wenn die Natur dies und jenes so oder auch so eingerichtet hat, haben wir immer noch ein Gehirn, das wir einschalten können.

Und das wird unser TE ganz sicher tun und damit verhindern, dass er er sich voller triebhafter Verliebtheit auf seine Freundin stürzt und sich nimmt, was er will.

*:) *:)

rvr2j017


Ich finds auch ganz allgemein ein Teil des Mensch-seins (in Abgrenzung zu den Tieren) dass man eben nicht Sklave seiner Triebe ist. Gerade den Sexualtrieb souverän unter Kontrolle zu haben und dafür zu Sorgen, dass er nicht destruktiv Schaden anrichtet, ist für mich eher ein Zeichen wahrhaft souveräner Männlichkeit.

Auch Nietzsche sah es schon so, die Story mit der Peitsche und dem Weibe.. wird ja in der Regel missinterpretiert. Der Mann möge die Peitsche mitnehmen, zur Selbstzüchtigung, um dem Trieb einhalt zu gebieten, damit nicht der klare souveräne Verstand vernebelt wird von Trieben.

Umgekehrt ist es unendlich klein, jemanden emotional zu manipulieren, um seine Triebe durchzusetzen. Schrieb ich ja schonmal irgendwann ;-).

Hqyperpion


Fadenverlauf

Die Diskussion ist inzwischen z.T. unsachlich und verliert sich in gegenseitigen Auseinandersetzungen und Wortgefechten. Das Ziel beiden zu helfen wurde inzwischen aus den Augen verloren.

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass es hier um beide Partner geht, beide sitzen in einem Boot und jeder von ihnen braucht Rat und Hilfe wie man mit dieser Situation umgehen kann. Die Gedanken, Gefühle und Ängste beider und auch des TE sollten berücksichtigt werden.

Ich habe nichts dagegen, wenn andere Nutzer darüber diskutieren, wie sie selber in so einer Situation gedacht, und gefühlt haben oder auch gehandelt hätten, aber mit gegenseitiger Hilfe hat das hier im Moment nichts mehr zu tun.

Ich fände es schade, wenn der Thread aus diesem Grund den Bach runter geht, weil sich die meisten hier gegenseitig die Köpfe einhauen und den TE und die Freundin aus den Augen verlieren.

med1 bedeutet gegenseitigen Hilfestellung und Unter­stützung und ich möchte darum bitten im Sinne der beiden auch wieder dahin zurückzufinden.

Ich erinnere daran, es geht hier um zwei Partner die Hilfestellung brauchen wie sie mit dieser Situation umgehen können

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