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Freundin vergewaltigt worden, und nu?

j.hMyccxp


[...]

Ich denke damit war eher gemeint, dass es passieren könnte, dass deine Freundin dir zuliebe Sex zulässt, obwohl sie es gar nicht will. Und am ende würde es sich für sie dann genauso anfühlen wie eine Vergewaltigung. Zumindest würde ich die Aussage so verstehen.

Aus meiner Sicht hast du den Schwarzen Peter gezogen und kannst ihn auch nicht mehr los werden. Entweder du verzichtest auf Sex ihr zuliebe und wartest bis sie soweit ist. Das kann aber noch Jahre oder Jahrzehnte dauern wenn es überhaupt soweit kommt. Und es besteht die Gefahr dass du irgendwann später anfangen wirst zu bereuen gewartet zu haben. Schließlich ist man in deinem Alter auf dem Höhepunkt sexueller Leistung und will auch viel erleben.

andererseits kannst du sie verlassen weil du eben nicht warten kannst/ willst und dann bekommt deine Freundin einen weiteren seelischen Schaden zu dem bestehenden, da sie jetzt nicht nur als Kind missbraucht wurde, sondern deshalb unfähig ist eine sexuelle Bindung einzugehen was darin resultiert, dass sie keine Beziehung führen kann. Und du hast das Pech der Verursacher diesen zweiten Schadens zu sein.

Letzten Endes musst du abwägen wie weit du bereit bist dich aufzugeben, aber ich denke, dass in so einer Situation hat jeder das recht komplett egoistisch zu sein, da es ganz klar ist, dass ihr zu 99% da nicht herauskommt ohne, dass nicht mindestens einer von euch weiteren Schaden erleidet.

D'ies S1eherxin


Ich dachte eben (da sie sich wieder Sexualität wünscht, wie sie sagt), dass sie das in der Therapie aufarbeitet und mich dann eben auch mit einbezieheb möchte, dass das bei uns klappt. Vielleicht hat sie mich da aber auch angelogen... ich mein sie ist ja schon sehr lange bei der psychologin

weißt du, ich glaube eher, dass sie sich da selber nicht einschätzen kann! es kann wohl niemand ermessen, was alles bei ihr zu verarbeiten ist, wie lange sie die sexuellen übergriffe ertragen musste, wie lange sie das ertragen musste, ob ihr die famile das dann überhaupt geglaubt hat... da steckt so viel drin, dass man das gar nicht auf "sie erträgt keinen sex" reduzieren kann - auch, wenn das für dich natürlich am spürbarsten ist!

insgesamt habe ich das gefühl, dass du bei der therapie nur einen platz hättest, wenn sie sich das aus tiefster seele wünscht - das ziel der therapie kann aber nicht sein "sex klappt wieder"!

mvusic;us_x65


Habe einen Beitrag, der als unangemessen und provokant empfunden wurden, gelöscht; sowie einige darauf direkt Bezug nehmende Beiträge.

Dkie #SeherDin


meine antwort auf m & s reaktion hättet ihr aber durchaus stehen lassen können!

lNerchSenzuxnge


1)

Also wir sind beide Mitte 20

[...]

seit der Pubertät ist sie nun in Therapie

sie ist also grob gesagt seit etwa 10 Jahren in Therapie. Ich denke, es ist kein rocket science zu behaupten, dass das, was in 10 Jahren nicht erreicht werden konnte, nicht nun in drei Monaten erreicht werden kann. Ich wage die These, dass sie noch viele Jahre brauchen wird, vielleicht nochmal 10 Jahre oder vielleicht auch nie Sexualität wird zulassen können!

2)

In einer partnerschaftlichen Beziehung intim werden zu wollen, ist das normalste von der Welt. Mich erstaunt, mit welcher ungerührten Selbstverständlichkeit hier einige von dem TE verlangen, aus Rücksichtnahme auf seine Freundin seine eignenen Bedürfnisse auf Jahre hinaus zurückzustellen.

Eine Aussage wie "Wenn Du sie wirklich liebst, würdest Du es akzeptieren, auf Jahre hinaus ohne Sex zu leben" ist genauso blödsinnig und herzlos wie es umgekehrt blödsinnig und herzlos wäre, von ihr zu verlangen, dass sie in ranlässt nach dem Motto "Wenn Du ihn wirklich liebst, würdest Du ihn trotz Trauma ranlassen"...

3)

ich finde es normalerweise nicht gut, dass in so vielen Threads hier bei durchaus überwindbaren Problemen immer sehr schnell zur Trennung geraten wird, aber hier halte ich eine baldige Trennung für beide Seiten für den besten, einen verantwortungsvollen Schritt.

Auch wenn sie sich gegenseitig lieben, es sind jeweils nicht die Partner, die jeder der beiden braucht und verdient hat.

4)

auch wenn es kalt und herzlos klingen mag: die Freundin ist traumatisiert und geschädigt und kann deshalb kein schönes Intimleben haben. Der TE hingegen ist gesund, "normal" und hat ein natürliches Verlangen nach einem und auch ein Recht auf ein erfüllendes Intimleben.

Warum soll das vorhandene und leider nicht so einfach, vielleicht sogar niemals zu heilende Leid der Freundin nun auch noch Leid bei einem unschuldigen, gesunden, nicht betroffenen Dritten begründen? Es ist schlimm genug, dass da ein Mensch kein schönes Sexualleben haben kann, warum soll deshalb nun ein Dritter deshalb auch kein schönes Sexualleben haben dürfen?

l*o,nala9o


über einen satz bin ich irgendwie gestolpert:

nur Nähe schafft sie einfach nicht zuzulassen.

irgendeine nähe muss zwischen euch ja aber da sein, denn sonst würdet ihr ja wohl nicht von beziehung reden, oder?

ich meine, drei monate "beziehung" ist noch keine lange zeit, nichtmal wenn man mitbedenkt, daß ihr erst mitte 20 seid.

es ist also eine kennenlernphase, die dadurch erschwert wird, daß ihr keine unbeschwerte körperlichkeit habt. aber... was habt ihr dann? also was ist es, was zwischen euch die beziehung ausmacht, die nähe herstellt?

du hast formuliert, was dir fehlt, aber ich lese wenig raus, was DA ist. erst wenn man sich einigermaßen drüber im klaren ist, was da ist (welche nähe usw.) kann man halbwegs realistisch feststellen, ob das was da ist, mehr bindung erzeugt, als das hemmnis (das, was fehlt) den prozess der bindung irgendwie aufhält.

du hast das gefühl, es müsste schon irgendwie "weiter" gehen. wenn es aber auf dem punkt, wo ihr jetzt seid, erstmal "stehnbleibt"- ist dann das, wo ihr euch befindet auf dauer etwas, was du als beziehung wahrnehmen könntest?

also sprich: ist die nähe, die da ist, nahe genug, um für dich beziehung zu sein? wenn du das mit ja beantwortest, dann bleib bei ihr. wenn nicht, und du nur wartend drauf hoffst, daß sich "endlich" irgendwas bewegt, dann lass es lieber bleiben.

hat sie eigentlich vor dir schon mal eine beziehung gehabt? also war zwischen dem missbrauch und der beziehung mit dir für sie schon mal die gelegenheit da, sexualität auch als etwas schönes zu erleben?

t hatm's th/e way git ics


Ich war mal in derselben Situation. Leider muss ich sagen, dass ich damals jung, hormonell unausgelastet und ungeduldig war. Kurzum, wir haben uns gegenseitig nicht gut getan, und es hat viel zu lange gedauert bis wir uns das eingestanden und die Sache beendet haben.

N\ute?llaxbro}t x77


Ich hab nicht alles gelesen, aber: Ich war schon in der gleichen Position wie der TE, und kann deswegen nachempfinden was "auch" er mitmacht.

Es ist ja so, das Sex durchaus Spaß machen kann, und man dem Partner dadurch auch sehr gut/gerne zeigen kann/möchte, wie sehr man ihn liebt und an ihm hängt.

Diese Möglichkeit hat der TE nicht. Er kann sich nicht an die Partnerin kuscheln, sie liebevoll verwöhnen und auch sich selbst dadurch in Fahrt bringen.

Und genau dieses unbändige Verlangen, das endlich tun zu können, nagt am TE.

Auch ich habe mich damals täglich gefragt, wann ich es ihr endlich zeigen kann/darf, was Sie mir bedeutet, und wie sehr ich sie liebe. Das hat nicht unbedingt etwas mit Egoismus zutun, das es einem nur darum geht Sex zu haben und Druck abzulassen!!

Es geht um *das zärtlich sein zu dürfen, den Partner verwöhnen zu dürfen, das kuscheln, den anderen spüren, und ihm intim ganz nah zu sein und mit ihm regelrecht zu verschmelzen*.

Ich bin damals daran regelrecht kaputt gegangen, weil es eine *Neverending Story* war. Es wurde und wurde nichts besser. Es war für mich ein Kampf gegen Windmühlen. Sie tat mir unendlich leid, aber man selber leidet auch von Tag zu Tag mehr darunter. Für mich war es leider eine nicht endende Einbahnstraße.

sAeventchree


Nachtrag: Der Missbrauch hat über mehrere Jahre in ihrer Kindheit stattgefunden und seit der Pubertät ist sie nun in Therapie

seh der Realität ins Gesicht, vermutlich wirst du mit ihr nie eine ganz normale Beziehung incl. Sex führen können.

Sie ist seit Jahren in Therapie und ein Erfolg oder eine Änderung hat sich nicht eingestellt, das ist Stand der Dinge

im Grunde stellt sich damit für dich nur die eine Frage:

Kannst oder willst du damit dauerhaft umgehen oder nicht ?

Exmotrxon


Ich glaube ich kann es nicht. So leid mir das auch tut mit ihr und ihrer Geschichte... aber ich glaube auch irgendwie, dass sie insgeheim nicht will oder kann. Ich weiß, dass ich sie damit wieder sehr verletzen werde und ich habe auch ein wenig Angst vor ihrer Reaktion, wenn ich Schluss machen würde...

Jedenfalls existiert zwischen uns schon Nähe, wir halten Händchen und sie küsst mich auch, aber das wars eben schon. Manchmal ist sie auch schon bei mir im Arm eingeschlafen

LDasrka/jeBdna


Sie ist seit Jahren in Therapie und ein Erfolg oder eine Änderung hat sich nicht eingestellt, das ist Stand der Dinge

Das können wir doch gar nicht beurteilen. Ich könnte mir vorstellen, dass es bereits ein riesiger Schritt für sie war, sich (emotional) überhaupt auf einen Mann einzulassen. Der nächste Schritt ist es, einen positiven körperlichen Umgang mit einem Partner zu erlernen und dafür hatte sie bislang genau 3 Monate Zeit. Das ist in meinen Augen ein sehr kurzer Zeitraum, wenn man bedenkt, dass manche Frauen auch ohne Trauma nach 12 Wochen nicht bereit sind, mit einem neuen Partner zu schlafen. Es geht doch im Grunde um ihr "erstes Mal", auch wenn sie bereits Mitte 20 ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist er ihr erster Partner. Würde man von einer 15jährigen Jungfrau auch erwarten, dass sie nach 3 Monaten mit ihrem ersten Freund schläft? Und hier handelt es sich eben um einen Menschen, der zu allem Überfluss in seiner Prägungsphase auch noch sehr negative Erfahrungen mit Sexualität machen musste. Deshalb: ja, es kann Jahre dauern, so ein Trauma zu überwinden. Aber zwischen 3 Monaten und "bis in alle Ewigkeit" gibt es schon noch ein bisschen was.

Ich bin übrigens gar nicht der Meinung, dass man aus Liebe alles ertragen und sich selbst kasteien muss. Liebe(n) kann auch loslassen bedeuten, wie mond+sterne schrieb. Wenn man nicht warten kann oder will, finde ich es völlig legitim, die Sache zu beenden. Wie lange man sich dafür Zeit lässt und was man bis dahin alles versuchen möchte, muss jeder selbst entscheiden. Emotron: Was glaubst du denn, wie lange du bereit wärst zu warten, wenn du dir sicher sein könntest, dass sie "daran arbeitet"? Hast du da eine Vorstellung? Nochmal 3 Monate oder 1 Jahr oder welcher Zeitraum wäre für dich denkbar?

DEieS Sehxerin


aber ich glaube auch irgendwie, dass sie insgeheim nicht will oder kann

sie kann nicht! und solltest du mit ihr schluss machen, solltest du deine formulierungen wirklich sorgsam wählen!

Mdarcel.2001


Hallo, wenn es jetzt auch eventuell nicht passt, aber ich habe nicht gelesen, ob der Onkel jemals belangt wurde?

Ebmotxron


Wisst ihr, was mich am "sie kann nicht" zweifeln lässt? Ich bin nämlich nicht ihr erster nach dem Missbrauch, ich bin auch nicht der 2te oder 3te neee...

Sie hat mit Beginn der Pubertät jeden rangelassen, vielleicht Hunderte wer weiß! Das weiß ich von ihren Freundinnen, sie ist zwar bei niemandem geblieben aber Sex hatte sie zu genüge und als ihr Verhalten dann immer merkwürdiger wurde hat das mit Beginn der Therapie aufgehört.

Ich weiß, dass zu dem Onkel niemand Kontakt hat, es wird auch nicht über ihn gesprochen, aber ob er im Gefängnis ist weiß ich nicht.

L`ask7ajednxa


Sie hat mit Beginn der Pubertät jeden rangelassen, vielleicht Hunderte wer weiß! Das weiß ich von ihren Freundinnen

Und was weißt du von ihr diesbezüglich? Hast du mit ihr darüber gesprochen?

sie ist zwar bei niemandem geblieben aber Sex hatte sie zu genüge und als ihr Verhalten dann immer merkwürdiger wurde hat das mit Beginn der Therapie aufgehört

Das ist im Übrigen kein seltenes Verhalten von Missbrauchsopfern.

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