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Sich zum Sex überwinden (müssen)

s+ens[ibelGmannx99


Wozu?

Weil ich als kausaldenkender Mensch auch mögliche Ursachen aufliste, die nicht unbedingt angenehm sind. Wenn man mögliche Gründe in den Fokus rückt, geht es nicht darum, nur Angenehmes für die betreffende Person aufzulisten. Das auflisten möglicher Gründe ist noch lange keine Behauptung, dass dies bei der TE so wäre- das muss die TE ganz alleine entscheiden, sie sollte es am besten wissen, sofern sie nicht ignorant ist.

Nicht jeder läuft, so wie du es hier darstellst, sofort ins Bordell, beginnt eine Affäre oder beendet die Beziehung wenn es auf sexueller/körperlicher Ebene Probleme gibt.

Das habe ich nirgendwo behauptet. Dennoch tun es nicht wenige so, wie ich es beschrieb.

aber ich finde alles oder fast alles, was Du schreibst, richtig und nachvollziehbar.

Danke

Es soll auch Männer geben, die kein Problem damit haben, eine Weile selbst Hand anzulegen, wenn Sexualität und Körperlichkeit in der Beziehung vorübergehend nicht möglich sind.

Wenn du damit kein Problem hast, dann ist das schön für dich. Die Frage ist dennoch damit nicht beantwortet, ob und warum Sexualität und Körperlichkeit in der Beziehung vorübergehend nicht möglich sind und ob das wirklich unveränderbar ist.

Es gibt einen großen Unterschied, ob es organische Ursachen hat (z.B. Wochenbett) oder ob es einfach nur mental geprägt wird. Mentale Prägungen sind so gut wie immer änderbar.

Man kann natürlich in religiöser Manier sagen: "Das ist so weil es so ist und Andere sagen das auch so" und sich damit begnügen- manchmal funktionierts.

Mir fällt noch eine mögliche Ursache für den Wegfall der Libido ein (auch nicht angenehm):

Die betreffende Person ist wenig belastbar und hat schon bei geringeren Belastungen eine großen Stresslevel, der jegliche Hormonproduktion für eine Libido unterdrückt.

Und nochmals, weil es etwas untergegangen ist: Die Hormonbildung kann nur dann erfolgen, wenn z.B. die entsprechenden Aminosäuren über die Nahrung aufgenommen werden, so dass das Hormon gebildet werden kann.

Im Übrigen halte ich hier das [[https://de.wikipedia.org/wiki/Oxytocin Oxytocin]] auch im Zusammenhang mit Stress der Mutter für sehr wesentlich.

Mei{reyxa


@ sensibelmann

schade, dass du hier den thread so zukotzt mit deinen Diskussionen.

@ Fialle

Vorher war mir nicht danach und dann war es eben so! Er musste das akzeptieren.

Ich finde das wahnsinnig egoistisch.

Es wäre also weniger egoistisch, wenn man den schmerzhaften Geschlechtsverkehr "über sich ergehen lässt"?

Würde man von einem Mann erwartetn, dass er nach einer Operation am Penis, durch die er noch Monate danach an der Eichel Schmerzen hat sobald er eine Erektion hat sich "zusammenreißt und nicht so egoistisch" ist?

Was macht denn das für Sinn?

Zumal ich es persönlich höchst unangenehm, ja nahezu ekelerregend, fände, wenn ich mit meinem Partner schlafen würde und im Nachhinein erfahren würde, dass er es total unangenehm fand oder Schmerzen dabei hatte.

Dem Mann der Te scheint es ähnlich zu gehen, da er ja immer abbricht, sobald er mitbekommt dass die TE Schmerzen hat.

@ TE

Wäre es möglich eine sanfte Annäherung zu machen?

Ich denke, du wirst dich, deine Lust und deine Grenzen schwer spüren können, wenn du sie immer wegdrängst um deinen Partner nicht zu enttäuschen. Auch für das Wiederfinden der Lust könnte es hilfreich sein, einfach erstmal eine Pause einzulegen. Damit meine ich nicht komplett, dass ihr euch jetzt nicht mehr anfasst, sondern eher etwas was du dir eben vorstellen kannst. Z.b. sich einfach mal umarmen oder zu streicheln, nachfühlen was unangenehm ist und was angenehm ist. Oder vielleicht einfach mal nebeneinander liegen und ohne Penetration sich gegenseitig befriedigen. Es gibt doch soviele Formen.

Ich weiß nicht, wie man zu einer normalen Sexualität zurückfinden soll, wenn man ständig Schmerzen beim Sex hat. Die Idee dass du regelmäßig jemanden findest der auf das Baby aufpasst, damit du Zeit komplett für dich alleine hast, finde ich auch gut. Und das sollte dann wirklich Zeit nur für dich alleine sein, nicht für dich und deinen Partner.

Ich persönlich würde auch erstmal, alles was ich als unangenehm finde einstellen um dann nachspüren zu können, was mir eigentlich fehlt und was ich eigentlich möchte. Wie soll das möglich sein, wenn man die ganze Zeit von den Bedürfnissen des anderen "bedrängt" wird?

Ein Mann macht eben körperlich keine veränderung durch bei der Schwangerschaft und Geburt. Ein bisschen Rücksicht und Mitgefühl kann dann erwartet werden.

Alias 742033


Ich habe in den letzten Tagen nochmal genauer hingefühlt, wo mein Problem ist. Ein Großteil macht tatsächlich das Stillen aus. Ich mag es eigentlich gar nicht so gern, es ist ein notwendiges Übel für mich. Berührungen an der Brust hatten für mich vor dem Baby immer eine sexuelle, spielerische, "ich kann aber auch drauf verzichten" Konotation und plötzlich sind meine Brüste quasi lebensnotwendig für ein anderes Wesen. "Nein" sagen und Brust wegnehmen geht nicht, denn jemand anderes ist davon abhängig. Vielleicht agiere ich meine Abneigung gegen das Stillen bei meinem Mann aus, indem ich ihn nicht an mich ranlasse(n will)? Klingt das plausibel oder zusammen geschustert?

sMen(sibe0lmannx99


Klingt das plausibel

Es klingt nach Mangel an Oxytocin.

dass du hier den thread so zukotzt mit deinen Diskussionen

An welcher Stelle? Oder wolltest du schreiben: "Ich bin nicht deiner Meinung, habe aber keine Argumente". Ich bin bis dato auf der sachlichen Ebene- die nicht unbedingt immer angenehm klingt. Ich bin aber auch nicht dazu da, Texte zu verfassen, die angenehm klingen- ich bin dazu zu offen und ehrlich.

Alias 742033


Mein Mann und ich haben gestern Abend über Veränderungen seit dem Baby gesprochen, nicht explizit über Sex, sondern allgemein und wir waren uns beide einig, dass es insgesamt leichter werden wird, wenn die Kleine abgestillt ist und nicht nur ich sie "am Leben erhalte", sondern beide und sogar Dritte füttern können.

Ich gehe davon aus, dass mein Mann daran festhält, dass die Zärtlichkeiten dann automatisch wieder mehr werden.

Einige wundern sich, warum ich beim Sex mitmache, obwohl ich Schmerzen oder keine Lust habe. Nach dem letzten Sex lag mein Mann neben mir, hat meine Hand genommen und gesagt "du fühlst dich so gut an, und ich kann kaum glauben, dass dieser wunderbare Körper einen kleinen Menschen erschaffen hat, ich liebe dich und bin so stolz auf dich". Solche und ähnliche Dinge sagt er oft und ich glaube sie ihm. Und da bringe ich es einfach nicht über's Herz, ihn abzuweisen. Es ist nicht so, dass er über mich herfällt, um sich zu befriedigen, sondern er gibt sich wirklich Mühe, mir damit zu zeigen, dass er mich liebt.

Außerdem möchte ich nicht, dass er auch nur im hintersten Winkel seines Kopfes eventuell vielleicht denkt, er sei nur Mittel zum Zweck (Kind) gewesen, denn in der Kinderwunschzeit hatten wir sehr, sehr, sehr viel Sex und ich war die treibende Kraft dafür.

r9r2x017


Ich glaub, es ist einfach, wie es ist.. letztlich ist der Mensch halt doch Sklave seiner biologischen Programmierung. Bei Männern ist die ziemlich simpel und geradlinnig ]:D , bei Frauen etwas komplexer und zweigeteilt, Teil A: Sexy sein und Mann anlocken zum Schwanger werden, Teil B: Das neu enstandene Kind durchbringen und betüdeln. Die Aspekte von Teil A spielen da dann erstmal keine Rolle mehr bzw stören sogar eher.

Ob das Verhalten bei Teil B dann beziehungsförderlich ist oder nicht, spielt evolutionär keine Rolle; das Kind ist da, das Ziel erreicht, alles andere tritt in den Hintergrund.

Wenn Sex einen so anekelt, sollte man sich natürlich nicht dazu zwingen. Mich würde das, als Mann, allerdings auch nicht stören. Was mich stören würde wäre wenn es gar keine Nähe gäbe. Eine Frage dazu - stört Dich Nähe generell, weil jede Zärtlichkeit von ihm aus zielgerichtet zum Sex führen würde?

Außerdem möchte ich nicht, dass er auch nur im hintersten Winkel seines Kopfes eventuell vielleicht denkt, er sei nur Mittel zum Zweck (Kind) gewesen

aber, knallhart betrachfet, ist das ja nunmal irgendwie so. Du folgst eigentlich recht zielgerichtet Deinem biologischen Programm (wozu auch sehr sehr viel Sex in der Kinderwunsch-Phase gehört).

Was ich auch nicht nachvollziehen kann ist wieso er Sex will wenn er weiss dass Du wirklich gar nicht willst. Das ist doch irgendwie würdelos.

Mein Rat, hört auf euch was vorzumachen und seid ehrlich miteinander, alles andere geht auf Dauer eh nicht gut.

AIndkreOjxka


Ich finde, dass es nach einer sehr liebevollen Ehe klingt, die ihr führt.

Und ich glaube gar nicht, dass Dein Mann es als so schlimm empfindet, dass ihr kaum Sex habt. Eure Tochter ist nun ein halbes Jahr und das Stillen wird immer weniger werden oder Du hörst es ganz auf, wenn Du Dich damit nicht wohl fühlst.

Diese Zeitspanne ist überschaubar und dann wird auch Deine Libido zurück kommen. Du machst Dir soviel Druck, wieso eigentlich? Ich denke Dein Mann kann und will warten, dafür seid Ihr ein Paar.

C{oYmrOan


Einige wundern sich, warum ich beim Sex mitmache, obwohl ich Schmerzen oder keine Lust habe.

Sex ist ja auch mehr als Penetration. Wenn es nur die Schmerzen wären, gäbe es sicherlich alternative Reize, die nicht zu Schmerzen führen.

MzanOnV042


Hallo Alias,

dein Problem ist das Stillen. Bzw. es sind unterbewußte Gedanken über das Stillen. Jeder Mensch schleppt irgendwelche Ängste, die meist in der Kindheit entstanden sind, mit sich herum. Der Verstand versucht es mit Mustern zu vermeiden, dass wir nochmals mit diesen Ängsten konfrontiert werden und entwickelt sogenannte Verhaltensmuster, die sofort ablaufen sobald wir mit dieser Angst konfrontiert werden.

Du kennst doch sicherlich einen Menschen bei dem man nur einen bestimmten "Knopf drücken" muß, damit er wütend wird. Sein Verhaltensmuster heißt werde wütend, reg dich auf.

Natürlich ist es nicht immer so einfach. Bei dir scheint es die Last der Verantwortung für dein Kind zu sein. Du allein fühlst dich für das Leben deines Kindes verantwortlich. Da steckt irgendwie ein Glaubenssatz dahinter wie: "Eine gute Mutter stillt unter allen Umständen ihr Kind." Irgendwie muß du in dieser Hinsicht von deinen Eltern geprägt worden sein. Oder es könnte auch so sein, dass der Glaubenssatz lautet: "Während eine Frau stillt hat sie gefälligst keinen Sex zu haben." Oder keine Lustgefühle. Es gibt Frauen, die bekommen beim Stillen einen Orgasmus. Was natürlich eine "furchtbare Sünde" in unserer Gesellschaft ist. Ein Orgasmus ausgelöst vom eigenen Kind. Um Gottes Willen wo kommen wir da hin.

Diese Prägung geschieht im ganz frühen Kindesalter ohne, dass der betreffende Elternteil da irgendwas sagen muß. Kinder verstehen in den ersten beiden Jahren auf der rationalen Ebene nichts oder wenig. Z.B. die Angst vor Hunden kann sich auf das Kind übertragen, wenn eine Mutter mit dem Kinderwagen spazieren geht und sie versucht die Angst zu unterdrücken und sich nichts anmerken zu lassen. Später erfolgt die Prägung dann schon durch Worte und Verhalten der Eltern.

Wenn also deine Mutter ähnliche Probleme beim Stillen hatte und du vielleicht ein Geschwister hast, das zwei Jahre jünger ist als du, könntest du durchaus davon geprägt sein ohne auf bewußter Ebene je was mitbekommen hast. D.h. du kannst deine Angst gar nicht artikulieren, weil alles im Unterbewußtsein ist. Das Unterbewußt sein antwortet nur mit Gefühlen. Und hinsichtlich des Stillens ist es bei dir die Angst allein für dein Kind bzw. für das Überleben des Kindes verantwortlich zu sein und niemand kann dir diese Last nehmen. Rational nützt es dir nichts zu wissen, dass dein Kind auch ohne deine Muttermilch überleben könnte. In dir ist die Angst irgendeinem unbekannten Glaubenssatz nicht zu genügen.

Dass du da keine Lust auf Sex entwickeln kannst, ist eigentlich fast schon logisch. Vermutlich legt sich das nach der Stillzeit auch wieder. Nur beim nächsten Kind wird's wieder von vorne losgehen.

Der Standard-Rat in solchen Fällen lautet im Normalfall: Geh' zum Psychologen. Da bin ich kein Freund von. Ich würde dir eher mal empfehlen dich mit dir selber zu beschäftigen. Schau dir mal die Homepage von Ralf Bihlmaier oder Robert Betz an. Die erklären sehr gut wie der Mensch tickt und man kann es auf der rationalen Ebene zumindest verstehen. Gelöst werden diese Probleme auf der emotionalen Ebene und diese beiden Herren lehren mit ihren Methoden einen Weg dort hin. (Bei Ralf Bihlmaier gibt es eine Doppel-DVD zu kaufen. Die ihr Geld auf jeden Fall wert ist, wenn man bereit für diesen Weg ist. Die meisten Menschen sind es nicht. Aber man weiß ja nie wie weit man selber ist. Ich empfehle sie dir, weil ich bei so einem Vortrag mal live mit dabei war.)

g8aulo0ise


Ein Großteil macht tatsächlich das Stillen aus. Ich mag es eigentlich gar nicht so gern, es ist ein notwendiges Übel für mich.

Dann hör doch einfach auf damit. Dein Kind ist ein halbes Jahr alt, du schadest ihm nicht, wenn du jetzt abstillst. Ich habe leidenschaftlich gerne gestillt, ich fand die Zeit ganz toll - aber ich war auch jedesmal heilfroh, wenn es vorbei war, weil ich ein halbes Jahr Symbiose völlig ausreichend fand.

Man ist dann nicht mehr so aneinandergekettet, das könnte allen Beteiligten sehr gut tun.

CUaramaXla 3


Man kann auch bestimmte Verhaltensweisen entwickeln, ohne eine Vorprägung. Oftmals dann, wenn man sich einseitig ausrichtet. Der Körper dient der Lust und dem Sex und alles andere ist dann eher unbekannt. Man hat sich darüber keine Gedanken gemacht und wenn es dann soweit ist, dann empfindet man diese Symbiose als eher unangenehm oder besser gesagt befremdlich. Da helfen auch alle Instinkte nichts, wenn man sich selbst mehr als Geliebte für einen Mann sieht und alles andere eher irgendwie nicht passen will. Das man Leben in die Welt bringen kann, das man es nähren kann, das ist etwas ganz anderes, als einem Mann gefallen zu wollen. Und je nachdem wie man großgeworden ist, ist es sogar etwas unnatürliches. Das man sich in einem gewissen Alter mit Leben/Kindern umgibt ist zwar normal, aber wie man daran gekommen ist, vielleicht nicht. Es gibt so einige Prägungen, die man sich angeeignet hat oder was man sich noch nicht angesehen hat. Es gibt ja auch Männer, die wenn sie einmal eine Geburt gesehen haben, die dann nicht mehr mit ihrer Frau Sex haben können.

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