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Ehe wird nie erfüllend sein - Methoden zum glücklich sein?

E)hem)aliger NuDtzer (#6Z08710x) hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumgemeinde,

lasst mich euch kurz den Hintergrund schildern: Ich bin mit meiner Frau seit 5 1/2 Jahren zusammen und seit etwas mehr als einem Jahr sind wir verheiratet. Wir haben zwei Kinder im Alter von 4 und 2 Jahren. Während uns vieles verbindet und wir uns sehr, sehr lieb haben - ich mag bewusst nicht lieben schreiben, weil ich nicht sicher bin, ob unser Empfinden wirklich Liebe ist - steht für mich inzwischen doch leider fest, dass ich mit ihr nie die Ehe führen werde, die ich mir wünsche. Das betrifft mehrere bedeutsame Bereiche. Angefangen beim Klassiker dem Sexualleben, über Fragen des gegenseitigen Vertrauens bis zu Zuverlässigkeit und Verlässlichtkeit sowohl in kleinem alltäglichem als auch in großen Themen wie Gesundheit oder Finanzen. In all' diesen, für mich sehr wichtigen, Bereichen werde ich nie das bekommen, das ich für eine glückliche, erfüllende Ehe brauche. Das darf als Fakt betrachtet werden.

Um es vorweg zu nehmen: Ich möchte nicht darüber reden, wie man diese Probleme vielleicht lösen könnte. Zum Einen haben wir schon alles mögliche durch. Paarberatung, intensive Gespräche, Zeiten des Abstands, Zeiten der Besinnung "auf 's Wesentliche",... Es ist wie es ist. Zum Anderen möchte ich auch nicht zu viele Details hier veröffentlichen, weil das ja auch alles sie betrifft.

Worum es mir geht und wobei ich euch um eure Hilfe bitte: Diese Ehe aufzugeben wäre ein extrem harter und schmerzhafter Schritt für alle Beteiligten. Meine Kinder sollen in einer intakten Familie aufwachsen. Außerdem ist es nicht der absolute Horror bei uns. Wir haben viele schöne Momente und führen ein durchschnittliches, bürgeliches leben im Dorf. Ich weiß einfach nur, dass für mich immer große Lücken bleiben werden. Dass ich für immer diese unerfüllten Bedürfnisse haben werde.

Weiß mir jemand einen Rat, wie ich dennoch, nur für mich betrachtet, glücklich werden kann? Kennt jemand eine Methode, selbst Erfüllung zu finden, ohne den Partner zu brauchen? Lebt jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir sagen, was er/sie tut, um nicht eines Tages als Zombie, als Schatten seiner selbst durch 's Leben zu wanken?

Vielen Dank und liebe Grüße

MisterMary

Antworten
Lxayla1g01


Hallo MisterMary,

ich weiß, du hast nach einer Lösung gefragt, wie du glücklich werden kannst, wenn du in dieser Ehe bleibst. Erst einmal möchte ich aber folgendes schreiben:

Kinder spüren, wenn Mama und Papa sich nicht mehr lieben. Wenn sie sich nur lieb haben und es eher freundschaftlich zugeht, spüren sie das auch. Es ist weniger schmerzvoll bzw. in einigen Situationen sogar erleichernd, wenn sich die Eltern in Frieden trennen und einen vernünftigen Umgang miteinander pflegen. Wenn ihr nicht streitet, eure Kinder nicht instrumentalisiert und euch beide gleich gut um die Kinder kümmert, seid ihr ein besseres Vorbild für sie, als wenn ihr ihnen eure Ehe, wie sie jetzt ist und deiner Ansicht nach bleiben wird, vorlebt.

Ihr habt wahrscheinlich eine tiefe Verbundenheit miteinander, du und deine Frau, aber ihr könntet auch in Freundschaft auseinandergehen und diese Verbundenheit beibehalten. Wahrscheinlich würde es euch beide auf lange Sicht glücklicher machen, wenn ihr euch gegenseitig freigebt für potentielle Partner, die wirklich zu euch passen würden. Dann könntet ihr ein MITEINANDER teilen mit einem passenden Partner und müsstet nicht bis an euer Lebensende nebeneinander herleben.

ERhemaligerI Nutzer Z(#6026x96)


Um es vorweg zu nehmen: Ich möchte nicht darüber reden, wie man diese Probleme vielleicht lösen könnte. Zum Einen haben wir schon alles mögliche durch. Paarberatung, intensive Gespräche, Zeiten des Abstands, Zeiten der Besinnung "auf 's Wesentliche",... Es ist wie es ist.

Darf man aber fragen, warum und wie diese Ehe überhaupt zustande gekommen ist? Waren die Kinder geplant? Und wenn ja, was hat dich bewogen, eine Familie mit ausgerechnet dieser Frau zu gründen und sie zu heiraten?

Weiß mir jemand einen Rat, wie ich dennoch, nur für mich betrachtet, glücklich werden kann? Kennt jemand eine Methode, selbst Erfüllung zu finden, ohne den Partner zu brauchen?

Na ja, so ganz allgemein gesprochen halt: außerhalb der Partnerschaft mit anderen oder durch andere Menschen. Ist eben nur die Frage, inwieweit sich das mit deiner Beziehung vereinen lässt, also a) wie tolerant deine Frau ist oder b) wenn nicht, ob du bereit bist, sie zu hintergehen. Dann gibt es da schon einige Möglichkeiten, ich kenne einige, die sich für ein Doppelleben entschieden haben, gerade aufgrund unerfüllter Sexualität. Manches, vor allem Dinge außerhalb des sexuellen Bereichs, lässt sich auch durch platonische Freundschaften kompensieren. Ansonsten bleibt nur Selbstbefriedigung und sich ein Stück weit in eine Traumwelt (z.B. online) zu begeben.

Ich denke, wirklich brauchbare Tipps kann man dir nur geben, wenn man konkret weiß, worum es geht. So ist es recht abstrakt und schwer einzuschätzen, wodurch du Erfüllung außerhalb der Beziehung finden könntest und wo die Grenzen sind bzw. was aus moralischen Gründen für dich nicht in Frage kommt.

B)enitxaB.


Für mich ist es eine Ausrede, sich nicht scheiden zu lassen.

Da mutet man der Frau zu, sich mit vielen Dingen über sie zu stellen, über den Sex zu maulen.

Kinder haben feine Antennen, so naiv zu sein, zu denken, die kriegen nichts mit, dienen nur der Untermauerung des "Himmel, bloß keine Scheidung".

Die Unzufriedenheit wird mit jedem Jahr der selbst angelegten Fesseln steigen, das macht keine gute Laune. Und die Bemerkung, man hat auch freundliche und gute Stunden hat- diese Unverbindlichkeiten habe ich mit den meisten Menschen....

Was hindert Dich wirklich daran, die Trennung/Scheidung zu vollziehen?

Kindern kannst Du auch so ein toller Vater sein, Kontakt pflegen zu können, das sollte bei einer fairen Trennung doch für als nützlich sein.

Wenn du dann mit einer Frau, die du sexuell begehrst irgendwann zusammen bist, der geistige Horizont auch stimmt, wird die Zufriedenheit steigen, für jeden der Beteiligten.

So eierst Du auf und mit den Ausreden rum.

Ganz ehrlich, einen Mann, dem ich nicht genügen würde, würde ich achtkantig vor die Tür setzen. Weil mich das sehr verletzen würde. Und so etwas hätte ich nicht nötig . Niemals.

EEhemalzig"er Nutz;er (#60X2696)


Kinder spüren, wenn Mama und Papa sich nicht mehr lieben. Wenn sie sich nur lieb haben und es eher freundschaftlich zugeht, spüren sie das auch.

Mag sein, aber ich hätte als Kind definitiv darunter gelitten, wenn sich meine Eltern getrennt hätten. Wenn ein friedlicher und freundlicher Umgang der Erwachsenen miteinander nicht mehr möglich ist und das Familienleben von mieser Stimmung, Streiterei oder gar Brüllerei bestimmt wird, plädiere ich im Sinne der Kinder auch für eine Trennung, aber in einem Elternhaus aufzuwachsen, in dem sich die Eltern lieb haben und freundschaftlich miteinander umgehen, ist in meinen Augen grundsätzlich besser als getrennt lebende Eltern.

Man darf nur den Zeitpunkt nicht verpassen, wenn die Stimmung kippt, weil bei einem oder beiden immer mehr Frust aufkommt und es dann doch an den anderen ausgelassen wird oder Vater oder Mutter dann allgemein unzufrieden mit sich und dem Leben ist sind. Das ist nicht schön für Kinder. Aber ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie zusammen geblieben und uns Kindern ein Familienleben unter einem Dach ermöglicht haben, auch als die große Verliebtheit zwischen ihnen als Paar vorbei war und sie ihre (sexuelle) Erfüllung teilweise außerhalb der Partnerschaft gesucht und gefunden haben. Ich hatte eine schöne Kindheit und habe das erst später erfahren. Ich finde, sie haben das damals echt gut hingekriegt und ich kenne einige, die es so handhaben. Kann durchaus funktionieren.

B$en_ita.B.


Aber es ist eine durch und durch unehrliche Sache. Jedem gegenüber.

Und warum sollten Kinder in ehrlich gelebten Leben nicht glücklich sein?

Hier lernen Kinder auch: egal, wie unzufrieden man (hier der Vater) ist, man muß das durchstehen. Es wird gar nicht die Möglichkeit vermittelt, es könnte auch besser gehen.

Das Leben hat mehr zu geben als Frust des Vaters. Irgendwann wird es unerträglich für ihn.

Cwhzomxsky


Weiß mir jemand einen Rat, wie ich dennoch, nur für mich betrachtet, glücklich werden kann? Kennt jemand eine Methode, selbst Erfüllung zu finden, ohne den Partner zu brauchen?

Ich kenne keine, vorausgesetzt du meinst damit die Erfüllung ganz elementarer Bedürfnisse und nicht jene, die man mal eben mit einem neuen Hobby oder irgendeiner Freizeitbeschäftigung befriedigen kann?

Meine Befürchtung wäre bei dieser Lebensführung, dass jegliche Möglichkeit sich ein Hintertürchen zu schaffen, um in dieser sehr unglücklichen Gesamtsituation TROTZDEM doch irgendwie glücklich zu werden, am Ende doch negative Auswirkungen auf das Familienleben und alle Beteiligten hat, OBWOHL man eben genau das verhindern wollte.

Egal ob es um die Befriedung emotionaler, persönlicher oder sexueller Bedürfnisse geht: es nimmt eine Menge Energie in Anspruch, wenn es - wie bei dir offenbar der Fall - nicht mit dem Beziehungsleben und der Familie vereinbar ist. Sei es jetzt gedankliche oder emotionale Energie oder ganz pragmatisch allein Aufwand/Logistik/Stress, sich diese Möglichkeiten der Selbsterfüllung zu schaffen.

Ich glaube, früher oder später geht man drauf und wird doch zum Zombie, trotz aller Vorkehrungen und Alibi-Selbsterfüllung. Spätestens nach vielen Jahren in denen mal alles ganz passabel unter einen Hut bekommen hat, besteht noch die Gefahr, dass man plötzlich erkennt wie wenig "alles unter einen Hut bekommen" (= in unglücklicher Beziehung verbleiben, für grundlegende Bedürfnisse Ersatz suchen) mit Glück und Selbsterfüllung zu tun hat.

Lebt jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir sagen, was er/sie tut, um nicht eines Tages als Zombie, als Schatten seiner selbst durch 's Leben zu wanken?

Nicht mehr und ich habe das auch nicht sehr lange gemacht.

Um die Ehe gekämpft haben beide sehr intensiv und eine ganze Weile, gerade weil bei uns nach vielen Jahren Beziehung noch viel Vertrauen und sicher auch Liebe da war. Irgendwann kam aber der Punkt, an dem klar war, dass es nicht mehr geht. Da haben wir uns auch (und ich mir) gesagt, dass wir trotzdem zusammenbleiben. Unsere Kinder waren zu dem Zeitpunkt noch sehr klein und für mich gab es auch gar keine andere vorstellbare Option, als dennoch in der Familie zu bleiben.

Am Ende hat das ganze nur wenige Monate funktioniert. Gerade die Erkenntnis und Sicherheit, dass es nicht mehr gut werden kann und es zu viele "unvereinbare Differenzen" (Scheißfloskel, aber es beschreibt das Ganze einfach so wie es war) gibt, hat das weitere Zusammenleben wahnsinnig schwierig und beinahe unmöglich gemacht. Und wie gesagt: das grundlegende Vertrauen war zum Teil noch da.

Du aber schreibst:

Das betrifft mehrere bedeutsame Bereiche. Angefangen beim Klassiker dem Sexualleben, über Fragen des gegenseitigen Vertrauens bis zu Zuverlässigkeit und Verlässlichtkeit sowohl in kleinem alltäglichem als auch in großen Themen wie Gesundheit oder Finanzen.

Ganz ehrlich, du hast ehrenhafte Beweggründe für dein Vorhaben und ich finde auch, dass man in einer Ehe und als Elternteil die Verantwortung hat, sich nicht leichtfertig zu trennen, ABER bei euch scheint es so viele substantielle Differenzen und Probleme zu geben. Kein Vertrauen, keine Liebe, elementare Differenzen in Alltags- und Lebensfragen, Probleme beim Sex. Zugleich habt ihr schon sehr viel versucht und viele Schritte unternommen, um eure Beziehung zu retten. Erfolglos.

ICH könnte das nicht lange durchziehen. Nicht ohne meine Authentizität aufzugeben und in eine Rolle zu fallen, die nichts mit mir selbst zu tun hat und nicht ohne enormen Druck aufzubauen, den am Ende auch vielleicht meine Kinder zu spüren bekommen, wenn auch nur unterschwellig. Das würde ich nicht wollen. Nicht für die Kinder, aber auch nicht für mich.

Natürlich kann man sagen: solange alles in ruhigen, friedlichen Bahnen verläuft, rechtfertigt eine Trennung nicht den Kummer und den Schmerz, den alle Beteiligten dadurch erfahren. Wenn sich die Situation verschlechtert, könnte man noch immer eine Trennung in Erwägung ziehen. Bei solchen Modellen (kenne einige Leute, die das so praktizieren), frage ich mich immer, ob es wirklich nötig ist, etwas komplett gegen die Wand zu fahren, bis man offiziell zugeben darf, dass es kaputt ist. Und ist das für alle, die mitdrin stecken wirklich besser?

Meine Kinder sollen in einer intakten Familie aufwachsen.

Das verstehe ich. Das habe ich mir für meine Kinder auch immer gewünscht und ich plädiere immer, immer, immer dafür um seine Beziehung und Familie zu kämpfen, wenn noch Liebe da ist und man eine Chance sieht.

Wenn das aber nicht so ist, bin ich davon überzeugt, dass eine friedliche, vernünftige, wohlüberlegte Trennung für niemanden das Ende der Welt ist und gerade für die Kinder auch viele positive Aspekte mit sich bringen kann, wenn man sich darum bemüht. Einfach ist es nicht, Konfliktpotential gibt es in Massen, aber vielleicht kannst du dir eine Frage stellen: in welcher Situation wärst du für deine Kinder der bessere Vater?

Wenn du in deiner Ehe bleibst und ein unerfülltes Leben führst oder wenn du dich trennst und die Chance hast, das zubekommen, was dir derzeit fehlt?

Außerdem ist es nicht der absolute Horror bei uns. Wir haben viele schöne Momente und führen ein durchschnittliches, bürgeliches leben im Dorf. Ich weiß einfach nur, dass für mich immer große Lücken bleiben werden. Dass ich für immer diese unerfüllten Bedürfnisse haben werde.

"Nicht der absolute Horror" klingt nicht besonders gut, ehrlich gesagt...

Was würdest du denn deinem Kind raten, wenn es sich als Erwachsener in einer ähnlichen Situation befindet und dich um Rat fragt?

Ich möchte, dass meine Kinder verantwortungsbewusste Erwachsene werden, die nicht bei jeder Schwierigkeit den Kopf in den Sand stecken oder sich sofort verziehen, wenn es Probleme gibt. Aber ich möchte auch nicht, dass sie zu einem unglücklichen Nebendarsteller in ihrem eigenen Leben werden, ihre Bedürfnisse und ihr eigenes Glück aufgeben.

B[eni{taBx.


Ich bin in so einer "heimlich" verlogenen Familie aufgewachsen. Alles freundlich, alles funktionierend - aber unterschwellig immer gärende Sche.ße. Nach 40 Ehejahren der Eltern hängen die Mundwinkel zum drauftreten. Man hat sich nix zu sagen.... Hatte man jedenfalls irgendwann immer weniger....

Konfliktvermeidung ohne Ende.

Nein ,das macht kein freies, glückliches Leben. Für niemanden.

Cmhoomskxy


Weiß mir jemand einen Rat, wie ich dennoch, nur für mich betrachtet, glücklich werden kann? Kennt jemand eine Methode, selbst Erfüllung zu finden, ohne den Partner zu brauchen? Lebt jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir sagen, was er/sie tut, um nicht eines Tages als Zombie, als Schatten seiner selbst durch 's Leben zu wanken?

Ich wollte in meinem ersten Beitrag nicht ausschließlich negativ klingen, aber das hat nicht besonders gut geklappt. Daher noch einmal der Versuch eines Ratschlags:

Werde dir darüber im Klaren, was genau dir fehlt, was genau du brauchst, was du dir wünscht und wie man das realistisch umsetzen kann. Sprich offen und ehrlich mit deiner Frau, sage ihr das, was du hier geschrieben hast und versucht gemeinsam Kompromisse zu finden. Vielleicht funktioniert es für euch.

MYaQnnh042


Nun ja, MisterMary

Meine Kinder sollen in einer intakten Familie aufwachsen.

Eure Ehe ist nicht intakt und so wie du schreibst wird sie das nie werden. Wenn eure Kinder in einer intakten Ehe aufwachsen sollen, dann bleiben euch nur zwei Wege. Entweder findest du eine Frau für eine intakte Ehe und die Kinder wachsen bei dir auf oder deine Frau findest einen geeigneten Partner für eine intakte Ehe und die Kinder wachsen bei ihr auf.

Das ganze ist jetzt nicht so ernst gemeint, ich will nur mal daraufhin weisen, dass das Zusammenbleiben mit deiner Frau nicht das ist, was man als eine intakte Ehe bezeichnen würde.

Weiß mir jemand einen Rat, wie ich dennoch, nur für mich betrachtet, glücklich werden kann? Kennt jemand eine Methode, selbst Erfüllung zu finden, ohne den Partner zu brauchen?

Da kann ich die einige Namen nennen. Der Weg führt über die "Selbstliebe". Alle diese Herren, die ich dir hier nenne lehren diesen Weg. Aber er setzt voraus, dass man so weit ist. D.h. du und deine Seele sollte soweit entwickelt sein, dass du das ganze Konzept überhaupt verstehen kannst. Wenn du dich tatsächlich mal im Internet über diese Herren und das, was sie machen und anbieten, schlau machen solltest und du aber nichts damit anfangen kannst ist das nicht schlimm. Dann bist einfach noch nicht soweit und mußt dir einen anderen Weg suchen und der ginge dann doch eher in Richtung Trennung (trotz Kinder).

Ralf Bihlmaier

Robert Betz

Christian Rieken

Veit Lindau

...

Und viele mehr, das sind nur die, die mir auf Anhieb einfallen.

DEarbk A/venger


@ MisterMary

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. In einigen Punkten erkenne ich Parallelen zu meiner gescheiterten Ehe wieder.

Für mich, meine Ex Frau und auch meine Kinder war es im Nachhinein der richtige Schritt mit der Trennung. Ok. Meine Kinder waren damals um einiges älter als deine und haben das auch verstanden. Es macht für dich und auch deine Frau keinen Sinn so weiter zumachen. Ihr seit beide unglücklich und im Moment halten nur die Kinder eure Ehe zusammen. Spätestens wenn die Kinder flügge werden bzw. Aus dem gröbsten raus sind und deine Frau wieder arbeitet wirst du feststellen, dass ihr immer mehr auseinanderdriftet und euch nichts mehr zu sagen habt. So kennen ich das von mir und auch von vielen aus dem Freundes und Bekanntenkreis.

EzhqeNmaliRger Nputzer (#6B08710)


Vielen lieben Dank für die schnellen Antworten. Bitte stellt aber nicht zu viele Gegenfragen bzw. nicht zu detailiert. Die Höflichkeit gebietet, dass ich diese auch beantworte, schließlich will ich ja was von euch, nicht umgekehrt. Und das mache ich auch im Folgenden. Aber ihr werdet bald merken, dass ich dadurch sehr viel von meiner Frau preisgeben muss. Und nur weil ich mich einer anonymisierten Öffentlichkeit anvertraue, heißt das nicht, dass sie das auch will.

wenn sich die Eltern in Frieden trennen

Ich kam in einem ruhigen Moment, also ohne Streit oder andere starke Emotionen, schon auf sie zu, mit dem Vorschlag, uns im Guten zu trennen. Sie hat zunächst zwei Stunden geweint, ehe ich dann einen Rückzieher gemacht habe, weil mir diese unerwartete Reaktion signalisiert hat, dass sie doch stärker für mich empfindet als angenommen. Für sie war das also keine Option.

einen Mann, dem ich nicht genügen würde, würde ich achtkantig vor die Tür setzen

Im Zorn und Streit hat sie das schon mehrfach versucht, was ich aber nicht zugelassen habe. Im Streit Tatsachen schaffen, die nicht wieder umgekehrt werden können, kommt für mich nicht in Frage. Wenn, dann sollte sowas in Ruhe und gemeinsam wohl überlegt entschieden werden. Wenn wir aber genau darüber reden, macht sie klar, dass wir jetzt gefälligst zusammen bleiben und das durchziehen.

Ich find' diese Einstellung auch nicht gut. In einem gemeinsamen Zuhause kann und sollte niemand den anderen vor die Tür setzen.

Darf man aber fragen, warum und wie diese Ehe überhaupt zustande gekommen ist? Waren die Kinder geplant? Und wenn ja, was hat dich bewogen, eine Familie mit ausgerechnet dieser Frau zu gründen und sie zu heiraten?

Als wir zueinander gefunden haben, wollten wir einfach genau das gleiche vom Partner, vom Leben, von der Zukunft. Darum hab' ich mich damals in sie verliebt. Weil für mich klar war, das ist der Mensch, den ich glücklich machen kann und will, und der auch mich glücklich macht. Dazu gehörte auch der starke Kinderwunsch, beiderseits. Die Kinder waren nicht konkret geplant. Aber wir wissen wie man verhütet und hatten entschieden: Was leben will, soll leben. Wir sind aber auch überraschend kompatibel. Beidemale brauchte es nur einmal. Geheiratet hatten wir schließlich, nachdem sie mir den Antrag gemacht hat, obwohl wir schon vier Jahre mit u.A. sehr harten Zeiten hinter uns hatten und sie sehr genau wusste, was mir fehlt. Ich hatte halt fälschlicherweise angenommen, dass wir unsere Probleme wohl überwunden haben und sie nun bereit ist, sich wirklich auf mich einzulassen. Weshalb sollte sie mir sonst den Antrag machen!?!

ob du bereit bist, sie zu hintergehen

Nein. Heimlich wird da nichts geschehen. Ich bin - was ich von mir früher nie gedacht hätte - inzwischen für alles offen, was außerhalb der Ehe statt finden kann. Aber ich würde sie nie belügen oder etwas verheimlichen und ganz offen damit umgehen.

Was hindert Dich wirklich daran, die Trennung/Scheidung zu vollziehen?

Große Ängste meinerseits. In meinem Bild der Zukunft, lebe ich in recht kargen Verhältnissen, da der Unterhalt für Frau und Kinder viele Ressourcen nimmt. Ich arbeite unter der Woche und am Wochenende darf ich Zeit mit meinen Kindern verbringen. Das wäre mir zum einen zu wenig, ich will täglich bei ihnen sein, zugleich wäre das dann aber auch zuviel, weil mir die Möglichkeit genommen wird, raus zu gehen, jemanden kennen zu lernen, mich neu zu verlieben. Meiner Familie würde es dann auch nicht gut gehen. Meine Frau hat heute schon, also mit meiner Unterstützung, Schwierigkeiten, den Haushalt zu führen und eine kindgerechte Umgebung zu schaffen. Diese Ängste sind ein bedeutender Punkt, weshalb ich die Trennung nicht vollziehe.

wirklich brauchbare Tipps kann man dir nur geben, wenn man konkret weiß, worum es geht

Wie schon geschrieben, allzu viel möchte ich hier nicht preis geben. Aber ein paar kleine Beispiele:

- Sexualleben: Ich will mehr, sie will weniger. Soweit, so normal. Den Zustand aber zu verbessern, wird von ihr fast schon sabotiert. Sind wir mal bei der Sache und das Handy klingelt, muss da sofort dran gegangen werden. Haben wir die Kinder abends im Bett und hätten Zeit für uns, fängt sie ein Gespräch über ihre gehassten Eltern, die Jobprobleme von Bekannten oder einen Artikel über eine fürchterliche Krankheit, den sie gelesen hat, an. Prinzipiell sagt sie, wegen der Entbindungen ist es nicht mehr so, wie es sein soll. Beckenboden halt. Das hat mein vollstes Verständnis. Das Trainingsgerät, sprich die Liebeskugeln die empfohlen und gekauft wurden, leigen aber noch immer ungenützt im Schrank.

- Vertrauen: Sie hatte es nicht leicht im Leben. Kindheit, Familie, frühere Lebenspartner, Beruf, lief alles überhaupt nicht gut und hat logischerweise Einfluss auf das Hier und Jetzt. Auf ihr Verhalten. Auf ihre Reaktion auf das Verhalten anderer und auch meines. Mir das in dem Umfang unzuvertrauen, dass ich sie wirklich verstehen kann, für mich Schlüsse ziehen, wie ich mich am besten verhalten kann, will sie aber nicht. Sie sagt, mich geht nicht alles etwas an. Sie will auch schlimme Dinge nicht wieder durchmachen müssen, nur damit ich sie verstehen kann. Ich bin aber dadurch dazu verdammt, immer wieder ins Fettnäpfchen zu treten oder einfach nur hinzunehmen, wenn ein wildfremder Passant falsch gekuckt hat o.Ä.

- Verlässlichkeit im Alltag: Ich arbeite täglich bis 18:00. Die Werkstatt meines Vertrauens, in der Nachbarstadt, hat dann immer schon zu. Seit ein paar Monaten brauche ich Kettenspray für mein Motorrad und wollte eine Empfehlung von dort. Meine Frau fährt auf dem Weg zum Kindergarten vier mal täglich an der Werkstatt vorbei. Trotz regelmäßer Erinnerung durfte ich über einen Monat darauf warten.

- Verlässlichkeit bezüglich der Kinder: Nach der Entbindung des Kleinen hatte ich Fragen an die Hebamme, die zur Nachsorge ein paar Wochen zu uns ins Haus kam. Weil ich eben arbeite habe ich meine Frau gebeten, diese zu stellen. Sie hat sie auf einem Zettel notiert. Ich kam per Zufall früher, die Hebamme war noch da. Ich wollte aber das Gespräch nicht groß stören und hab deshalb nur schnell gefragt, ob alles geklärt sei. Der Zettel lag vor meienr Frau auf dem Tisch und sie sagte ja, alles. Als die Dame weg war, stellte sich heraus, dass genau meine Fragen überhaupt nicht zur Sprache kamen.

- Verlässlichkeit bezüglich Gesundheit: Meine Frau hat Rundungen, und zwar richtig schöne. Das find' ich optisch super. Sie findet es aber zu viel und ist unzufrieden. Objektiv gesehen wissen wir auch beide, dass es nicht gesund ist. Und obwohl sie selbst mehrfach einen Ernährungsplan aufstellen wollte, hat sie es bis heute nicht gemacht, blockt total wenn ich mal Zettel und Stift nehme und lässt je nach Lust und Laune hier und da mal eine Mahlzeit ausfallen um das dann Beispielsweise abends im Bett mit Naschereien zu kokmpensieren.

Das waren jetzt alles nur Beispiele, auf die man sich nicht einzeln stürzen muss. Es gibt ja noch viele weitere. Aber ich hoff', die Frage nach den Problemen wird so etwas geklärt.

x-punxkt


Was willst du dich denn da weiter arrangieren? Das macht doch überhaupt keinen Sinn.

Meinst du, dass die Kinder das nicht merken, dass Mama und Papa nur noch wegen ihnen zusammen sind? Warum meinen Erwachsene immer, dass sie Kindern etwas vortheatern müssen? Hauptsache der Schein nach außen stimmt.

Ich bin deshalb so scharfzüngig, weil ich genau so einen Fall in der Familie habe. Die Beziehung war vorher schon alles andere als respektvoll und schwierig. Dann wurde schnell ein Kind gemacht und wie so oft, ging die heile Welt schnell dahin, als einer der beiden Partner einen neuen Flirt gefunden hatte. Da ist das Kindeswohl dann völlig wurscht, da zählt dann nur noch der neue Partner. Noch nicht mal vom 14tägigen Kinderwochenende wird Gebrauch gemacht, weil plötzlich zu nichts mehr Zeit bleibt.

Warum habt ihr überhaupt zwei Kinder in die Welt gesetzt?

Meine Meinung bei diesem Thema:

Die Leidtragenden sind die Kinder.

Egal wie lange du die heile Welt nach aussen aufrecht erhältst, der tiefe Fall wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

E{hemalhiger\ Nu-tzer (s#^608710x)


Ganz besonderen Dank übrigens noch an die Herren, die geantwortet haben. Dass ihr in der selben oder ähnlichen Situation wart, tut mir sehr leid. Es ist für mich aber sehr hilfreich, eure Erfahrungen mitzubekommen.

wnav<e_sevxen


Ich kam in einem ruhigen Moment, also ohne Streit oder andere starke Emotionen, schon auf sie zu, mit dem Vorschlag, uns im Guten zu trennen. Sie hat zunächst zwei Stunden geweint, ehe ich dann einen Rückzieher gemacht habe

Naja, zu erwarten, dass eine Trennung ganz ohne Schmerz abläuft, ist wohl etwas unrealistisch. Nur weil jemand zwei Stunden weint, heißt das noch nicht, dass eine Trennung nicht Mittel- bis langfristig doch die fairste und beste Lösung für alle Beteiligten sein kann.

Das mit der "intakten Familie" könnte meiner Ansicht nach nur dann eine Option sein, wenn man gegenüber den Kindern ehrlich ist, dass es sich nicht um eine klassische Beziehung handelt, sondern die Eltern nur mehr freundschaftlich miteinander verbunden sind. Damit Sie euer Verhalten entsprechend einordnen können. Wenn ihr stattdessen eine glückliche Beziehung vorspielt, dann wäre das verlogen und ließe die Kinder mit einem völlig falschen "Beziehungs"bild aufwachsen.

Das allerdings

Im Zorn und Streit hat sie das schon mehrfach versucht, was ich aber nicht zugelassen habe.

klingt nicht gerade nach einer harmonischen freundschaftlichen Ebene, in der die Kinder intakt aufwachsen. :-/

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