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Wundervollen Mann kennen gelernt, er ist Hiv-Positiv !! Hilfe !!

CpotUeSa^uvage


Ich habe das so verstanden das er auffällig zurückhaltend ist was Sex angeht. Und er ist niemandem Rechenschaft schuldig!

Er hat die Frau gedatet, und das tut man ja wohl, um später mal Sex zu haben, wenn es passt. "Auffällig zurückhaltend" ist er deswegen (zurecht), weil er positiv ist. Und natürlich ist er einer Frau, mit der er als HIV-Positiver Sex haben will, Rechenschaft über seine Krankheit schuldig! Wenn er darüber nicht reden mag, muss er halt akzeptieren, dass sie, so wie andere Frauen zuvor auch, den Kontakt zu ihm abbricht.

Ich meine damit das er nach drei Dates nicht komplett sein Hosen runterlassen und Einblick in sein tiefstes Inneres gewähren muss, nur weil er mit HIV infiziert ist. Auch so einem Menschen steht ein letztes bisschen Würde zu. Und nein, die muss er auch nicht aufgeben nur weil er mit dir ins Bett will...

Bis jetzt hat er sich durchaus korrekt verhalten, finde ich. Wieso soll er seine "Würde aufgeben", wenn ich Fragen zu seiner Krankheit habe? Und ja, HIV ist nun mal eine Krankheit, die intime Bereiche berührt, da bleibt einem nichts anderes übrig, als Gespräche über intime Themen, wenn man mit dieser Krankheit ein einigermaßen normales Sexualleben mit Menschen haben will, die von diesem Thema bisher keine Ahnung haben.

Ich verstehe nur nicht warum das sehr viel Vertrauen (von der TE) verlangt? Inwiefern?

Er ist für die TE ein völlig Fremder und kann ihr doch sonstwas erzählen. Ich hab auch schon Scheidungsurkunden gesehen, die gefälscht waren (im RL, nicht im Internet). Er kann behaupten, dass die Ansteckungsgefahr minimal ist, und ihr Unterlagen zeigen, die gefaked sind. Sie wird also ohnehin sehr viel Vertrauen brauchen, wenn sie sich auf ihn einlassen will. Und dieses Vertrauen kann man nur aufbauen, indem man "die Geschichte erzählt". Jedenfalls bei mir wäre das so.

Aber die Geschichte, warum es zur Infektion kam, hat möglicherweise auch viel mit Lebensführung, Zuverlässigkeit, Vertrauen zu tun.

Ganz genau, so sehe ich das.

wir waren dann gemeinsam bei seinem Arzt, und danach bei der Beratung

Sowas finde ich zB eine gute Vorgehensweise.

Vpampy577


Also, hier ist ja einiges zusammen gekommen, was ich gerne kurz kommentieren möchte.

Zum einen, möchte ich zu bedenken geben, dass viele HIV Befunde Zufallsbefunde sind, beim Blutspenden, weil sich bestimmte Krankheiten häufen, dass Imunsystem einfach ziemlich runtergerockt ist, die Möglichkeiten sind fast unendlich. Dadurch wissen viele HIV positive gar nicht, wann und wo sie sich angesteckt haben. Und wie wichtig ist das wirklich, wer früher mal heftigst unterwegs war kann sich auch die Hörner abgestossen haben und heute ein treusorgender Familienvater sein!

Zum Thema Beratung finde ich es auch immer sehr gut, wenn man einfach mal zusammen zum nächsten Termin beim Schwerpunktarzt geht und auch die AIDS Hilfe ist da eigentliche in guter Ansprechpartner, Hausärzte eher nicht so, die wissen meist selber nicht besonders viel darüber.

Bleibt noch die medizinische Seite, unter der Nachweisgrenze bedeutet nicht mehr infektiös, nicht über Sperma und auch nicht über das Blut, wenn dieser Status einmal erreicht ist und die Medikamente ordentlich genommen werden, bleibt dieser Status auch bestehen, damit kann man Kinder zeugen und bekommen. Was nicht ganz stimmt, ist die Sache mit der Lebenserwartung, wer sich heute damit infiziert, hat die gleiche Lebenserwartung wie jeder andere auch, Wer es schon sehr lange hat, ist etwas drunter, da die ersten Medikamente doch noch ziemlich Hämmer waren und dem Körper ordentlich zugesetzt haben.

E%hemalLigerV Nut?zeyr (#60269x6)


Und wie wichtig ist das wirklich, wer früher mal heftigst unterwegs war kann sich auch die Hörner abgestossen haben und heute ein treusorgender Familienvater sein!

Das ist zwar durchaus möglich, aber ich würde mit jemandem, der früher mal "heftigst unterwegs" war und sich dadurch infiziert hat, keine Familie gründen wollen. Menschen können sich zwar ändern, aber für mich gehört die Vergangenheit trotzdem untrennbar zur Person (zum Charakter) und da käme so jemand einfach nicht in Frage.

LJieselotxte40


Na hoffentlich hat Keiner hier ein Vorleben....

Pfui.... %:|

ENhemaIligeHr Nutzer z(#6x02696)


Na hoffentlich hat Keiner hier ein Vorleben....

Pfui.... %:|

Wieso sollte keiner ein Vorleben haben? ??? Jeder hat ein Vorleben, gerade darum geht es (mir) ja. Und dieses Vorleben gehört mit zur (heutigen) Persönlichkeit. Ich finde es immer erstaunlich, wenn das so strikt getrennt und so getan wird, als hätte sich das eigene Leben vor 5, 10, 15 oder 20 Jahren in einem Paralleluniversum abgespielt und als hätte man mit dem Menschen, der damals Entscheidungen getroffen und dieses Leben geführt hat, heute nichts mehr am Hut.

Mag sein, dass das bei anderen anders ist, aber Vertrauen fällt für mich nicht vom Himmel. Ich möchte und muss mein Gegenüber kennen(lernen), bevor ich mich nach und nach auf den Menschen verlassen kann und dazu gehört eben auch sein sog. "Vorleben" und sein Umgang damit.

C1omraxn


Na hoffentlich hat Keiner hier ein Vorleben....

Pfui.... %:|

Lieselotte, darum geht es doch nicht. Eine Beziehungsentscheidung ist ja keine rationale. Es spielen für jeden sehr subjektive Dinge mit - manchmal ist es nur die Frisur, der Geruch, der Atem, die Sprache. Will man über alles denn diskutieren, warum man wegen "so einer Kleinigkeit" eben keine Beziehung möchte, wenn es doch sonst ein dufter Typ ist? Würde niemand tun und es käme sicherlich befremdlich vor.

Warum sollte die Art des Vorlebens nicht auch ein Kriterium sein? Ist die Entscheidung wegen Frisur, Geruch, Stimmfarbe oder Muster der Unterhose denn fairer? Sicherlich nicht. Beziehungsentscheidungen sind nie fair, sondern höchst subjektiv. Sie sollten lediglich fair vermittelt werden. Aber es sollte jedem überlassen bleiben, was er als ausschlaggebende Aspekte für die Entscheidung berücksichtigt.

VzamXpy77


Ich wollte damit auch nicht andeuten, dass jeder das so muss, ich hab allerdings erlebt, dass Menschen sich auch ändern können. Und gerade solche Einschnitte wie eine Infektion mit HIV können dazu führen, dass man das eigene Leben überdenkt. Und nur weil jemand in jungen Jahren sich ausgetobt hat, ist er doch später kein schlechterer Mensch, alles, auch solches Verhalten hat oft einen Ursprung, den man auch mit einbeziehen muss.

EPhemalig|er NuNtzer (#60z2696)


Und nur weil jemand in jungen Jahren sich ausgetobt hat, ist er doch später kein schlechterer Mensch

Das hat auch niemand behauptet. Aber ich wünsche mir als Partner nun mal einen Gleichgesinnten und niemanden, der mir innerlich total fern und fremd ist, weil er sich für eine ganz andere Lebensführungen entschieden hat als ich. Mit gut oder schlecht hat das überhaupt nichts zu tun, nur mit dem Gefühl, ob man zusammen passt oder nicht. Und da hat jeder gewisse "Ausschlusskriterien" (bewusste und unbewusste).

CLote^S+auvnaSge


Ich finde es ist jedem seine Sache, ob und inwieweit ihn ein Vorleben des Partners interessiert. Ich bewerte das bei anderen nicht, und wie andere das sehen, ist mir in Bezug auf meine Beziehungsentscheidung (die bei mir durchaus auch rationale Aspekte hat) ebenfalls egal.

KMla9ra1979


Hallo ihr Lieben,

tut mir erstmal leid das ich mich ein paar Tage nicht mehr dazu geäußert habe da war beruflich zuviel los.

Also ich habe von der lieben Vampy die PN erhalten und sie hat mir ganz viele Informationen gegeben und bin sehr froh hier eine Erfahrene gefunden zu haben, die im Prinzip dann dasselbe durchmacht wie ich: einen Partner der HIV+ ist.

Um ein wenig Klarheit reinzubringen (wie gesagt ich war an dem Abend noch sehr chaotisch gefühlsmäßig unterwegs..):

Wir sind noch nicht zusammen, und ja 4 Wochen / 4 Dates sind jetzt nicht der Startschuss für ich bin komplett verschossen.

Aber dieser Mann passt vom Charakter, vom Lebenstil, von der Gemeinsamkeiten super zu mir. Und natürlich fühle ich mich auch körperlich von ihm angezogen. Das sind meine Ansichten die einen potentiellen Partner für mich aus machen.

Er steht sonst auch im Leben, ist Unternehmer, leitet eigene Firma, hat studiert. Er kann soviel mehr.

Wie er früher war... mal ehrlich interessiert das noch erwachsene Menschen in unserem Alter so sehr wie man als junger Erwachsener war? Was haben wir nicht alle für Blödsinn teilweise gebaut, für Dinge die wir im Nachhinein dann uns denken "Warum eigentlich habe ich das getan?" ":/

Er hat mir erzählt das er die Krankheit seit 6 Jahren hat und das er sich wohl über einen Risikokontakt im Urlaub infiziert haben soll.

Er war damals seit mehreren Jahren Single und hatte in Chile wohl einen Unfall, das Kondom ist gerissen und nach Monaten kam dann die traurige Gewissheit das er sich angesteckt hat.

Er ist sicher nicht glücklich über diesen Umstand, also warum soll ich ihn jetzt deswegen vor den Kopf stoßen?

Es kann jedem passieren, mir ist mal bei einem One-Night-Stand auch ein Kondom gerissen mit einem Sexualpartner den ich Stunden vorher erst auf einer Party kennen lernte. Bei mir ging es dann zum Glück gut aus, zumal das dann in DE leichter geklärt war...

Das dieser Mann nur Sex von mir will das bezweifel ich sehr stark, dann hätte er schon lange das Kondom rausgezogen und mich versucht zu verführen. Mit Schutz wäre es mir dann sowieso egal gewesen, ich verhüte bei ONS grundsätzlich mit Kondom, da hätte er mir noch nichtmal erzählen müssen das er HIV+ ist... hätte einfach so miteinander durch Kondom sexeln können.

Alleine deshalb kann ich mir nur vorstellen das er was ernsteres sich wünscht und er betonte auch das er paar Jahren sein "Single-Leben" genoss, was zwangsläufig bei den meisten auch nicht immer in Sex-Orgien verläuft, sondern viel mehr gemeint sein wird. Man habe die Unabhängigkeit und die Zeit für sich genossen...

Nun wünsche er sich sein einem Jahr wieder eine feste Partnerin an seiner Seite und sicher nicht des Sexes wegen..

Alles was mir eben durch den Kopf ging ist eben genau die Vermutung die bereits hier eine Userin wiedergab:

"Er könne mir natürlich sagen er ist nicht ansteckend, und die Teste kann ich vielleicht als Laie auch nicht vernünftig verstehen"

Das klingt natürlich abartig absurd, denn er würde sich dann durch bewusstes Lügen strafbar machen wenn er meine Gesundheit missbraucht. Aber es gibt halt doch irgendwo immer Personen die ihren eigenen Ego-Trieb auf kosten anderer ausleben, komme was wolle.

Und da wir uns noch nicht lange kennen, und die mögliche Liebe noch ausreifen muss, da sind wir wohl alle erstmal vorsichtig. Will ja nicht mit ihm rumvögeln und nach nem halben Jahr heißt.. hmm ne passt doch nicht und bin dann von ihm HIV-positiv.

Darum gehts mir eben, und dank Vampy weiss ich nun das wenn er da genau hinterher ist mit seiner Medikation dann brauche ich nicht die großen Ängste haben. Das heißt dennoch nicht das wir in der ersten Zeit mit Kondom verhüten, wenn er mich liebt wird er das in Kauf nehmen müssen. Das hat er seiner Krankheit zu verdanken leider.

Und den Vorschlag gemeinsam zum Arzt zu gehen finde ich auch gut. Wenn der Arzt uns grünes Licht bestätigt, dann würde ich mich zum ungeschützten Sex trauen. Ist doch kein schlechter Plan oder?

Wobei ich das schon krass fand, einer von euch schrieb er muss zeitlich punkt genau nehmen... ist das wirklich so extrem?

EZvolpuzzexr


Wenn er schon 6 Jahre von seiner Infektion weiß, sollte er zumindest schon einige Zeit/Jahre Medikamente nehmen. I.d.R. ist man mit der richtigen Medikamentierung innerhalb eines Jahres unter Nachweisgrenze, sprich, nicht mehr infektiös. Am besten nach den aktuellen Werten (Viruslast, Helferzellen) fragen und nach Schwankungen im Verlauf der Werte. Ist die Viruslast schon länger konstant unter Nachweisgrenze und die Helferzellenzahl in Ordnung gibt es eigentlich keinen Grund zu Befürchtungen.

Eine notwendige "minutengenaue" Einnahme von Medikamenten ist Quatsch. Beipackzettel lesen und gut.

IQcho_1Tol^ot


Es gibt noch Medikamente die sollten Stunden genau genommen werden.

Ich nehme eine Pille des nächtens, wann immer ich auch ins Bett gehe. Soweit ist die Medizin heute schon.

Und wenn der load sechs Monate unter Nachweis ist, ist man defakto nicht mehr infektiös.

C]omxran


Und da wir uns noch nicht lange kennen, und die mögliche Liebe noch ausreifen muss, da sind wir wohl alle erstmal vorsichtig.

Da ihr ja wie du sagtest in der "Findungsphase" seid, kann ohnehin noch Vieles passieren. Insofern hast du auch ausreichend Zeit, zum Thema "HIV" in dieser Zeit Wissen anzusammeln und dich selbst zu prüfen, ob du mental damit klar kommst (z.B. auch beimgeschützten Sex kein Kopfkino fährst). Ihr lernt euch besser kennen, du lernst die Krankheit besser kennen, und am Ende seid ihr entweder ein Paar, oder eben nicht. Und wenn ihr ein Paar werdet, wird aus dem Umgang, den Vorsichtsmaßregeln etc. auch Routine.

Wobei ich das schon krass fand, einer von euch schrieb er muss zeitlich punkt genau nehmen... ist das wirklich so extrem?

Mein Onkel hat 20 Jahre lang HIV-Medikamente eingenommen und hat die verrücktesten Zeitzonen der Welt bereist, wo er auch 3 Wochen abseits der Städte Expeditionen machte. Also irgendwie scheint es zu gehen, dass man auch unter widrigen Umständen die Medikation zuverlässig einnimmt. Man braucht einfach ein bisschen Disziplin.

C#oteS?au~vagxe


Ist doch kein schlechter Plan oder?

Ich finde den Plan ganz gut. Aber ich würde ihm zunächst nicht trauen. Ich würde mit ihm gemeinsam zum Arzt gehen und mir dann vom Arzt erklären lassen wie das mit deinem Risiko ist. Später musst du halt genauso drauf vertrauen dass er seine Medikamente nimmt wie Männer drauf vertrauen müssen, dass ihre Frauen die Pille nehmen, wenn sie so verhüten. Das wäre mir persönlich immer noch unangenehm, aber damit könntest du ja vielleicht klarkommen.

E|llam258x90


@ klara

ich hab selbst keinerlei Erfahrung damit, aber ich verfolge deine Geschichte und möchte sagen, dass ich es wirklich bewundernswert finde, wie du damit umgehst! Ich finde, du machst das ziemlich gut und hast einen guten Mittelweg zwischen Hysterie und zu großer Arglosigkeit gefunden! @:)

LG

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