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Darf der Partner einem etwas vorschreiben?

L<ilaCBlütxe hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, ich würde gerne einmal fragen, ob es in Ordnung ist, wenn der Partner etwas verbietet, sofern es sich nur um Kleinigkeiten handelt, die ihm nicht gefallen?

Es hat ja jeder das Recht auf seine eigene Meinung und im Alltag muss man sich dann auch schonmal arrangieren z.b mit der Wohnungseinrichtung... manchmal ist es schwer Kompromisse zu finden und irgendeiner setzt sich meistens durch. Aber wo sehr ihr die Grenze zum unterdrücken bzw verbieten?

In meinem Fall drohte mir mein Freund, dass er nachhause gehen wird, wenn ich eine bestimmte Serie einschalte, die ich aber gut finde. Er war der Meinung es sei verdummend und erklärte es so, dass er besorgt um mich sei, weil er nicht wolle, dass mich sowas geistig runterzieht. Ich habe letztendlich nachgegeben, da er schon in der Haustür stand und ich nicht wusste, wie ich mit der Situation umgehen sollte...

So richtig verboten hat er es ja nicht, aber trotzdem fühle ich mich irgendwie unterdrückt und erpresst, obwohl es im Grunde ja sein gutes Recht ist zu gehen, wenn ihm etwas nicht gefällt ":/ Wie sehr ihr das?

Wir sind erst seit 3 Monaten zusammen und bisher hat er nur ganz normal gesagt, dass er so Sendungen nicht mag und auch mal umgeschaltet, aber nie so extrem versucht sich durchzusetzen. Ist das jetzt nur der Anfang von dem was noch kommt? Sollte ich ihn in Zukunft einfach gehen lassen, wenn er wieder sowas macht?

Antworten
tdhatp's they wCay ixt is


In meinem Fall drohte mir mein Freund, dass er nachhause gehen wird, wenn ich eine bestimmte Serie einschalte, die ich aber gut finde.

Schritt 1) Lächeln.

Schritt 2) Tschüühüs sagen

Schritt 3) Lasziv winken

Schritt 4) Weiter lächeln

Schritt 5) Wenn er rot anläuft, mit voller Berechtigung laut loslachen

TYurbuHlentxia


Mein Rat: Nimm die Beine in die Hand und lauf! Das geht ja mal garnicht.

Guck die Serie, wenn er nicht dabei ist als Kompromiss (ich würde mich auch ärgern, irgendwas was mich nicht interessiert gucken zu müssen), sag es ihm auch ruhig so, aber lass es dir nicht verbieten. Wenn sowas nochmal ist, lass in gehen.

sbweectyx_HL


Was für ne Frage, natürlich nicht! Du hast in einer Partnerschaft des selbe Stimmrecht wie der Partner, Du gibst doch Deine Menschenrechte nicht an der Haustür ab.

Wie kommt "Ihr" immer auf solche Fragen?! "Wer viel fragt bekommt auch ganz viele Antworten!" ^^ Ihr müßt Euch einig werden aber was verbieten, na sag mal wo sind wir denn, dem würd ich was erzähln! ^^ Ihr seit doch sonst immer so emanzipiert! ... und auch noch drohen, sag mal was'n bei Euch los, spinnt der? Wenn Du das für richtig hälst und das sehen willst was hat der da reinzumaulen, denn soll er raus gehn. Du bist n mündiges Wesen, was fällt dem ein? Besorgt ... ich bin auch gleich "besorgt", lass mich nich aufstehn! so hätt ich gekonntert ... nee also (kiecher, je oller der abend! ^^ )

mBondK+s9terXne


Sollte ich ihn in Zukunft einfach gehen lassen, wenn er wieder sowas macht?

Ja. Du machst, was Du willst, und er macht, was er will.

So einfach ist es, theoretisch. Praktisch könnte es, wie Du schon befürchtest, der Anfang einer ganz üblen Geschichte sein.

Niea'nuCk


Hey LilaBlüte,

Eine spannende Situation. Ich kann mir denken um welche Art von Sendungen es geht und die Einstellung von deinem Freund kann ich inhaltlich gut nachvollziehen, da es mir manchmal auch so geht.

Ich finde es auch gut, dass er es dir so klar sagen kann. Und wenn er es für sich selber nicht vereinbaren kann, dabei zu sein, wenn du sowas guckst, dann ist es doch kein Problem wenn er geht oder?

Dir allerdings einen Vorwurf zu machen, dass du es nicht gucken darfst, würde ich nicht akzeptieren. Also nicht dein eigenes Bedürfnis vernachlässigen, nur damit er seins befriedigt.

Ist das jetzt nur der Anfang von dem was noch kommt?

Es kann natürlich ein Einzelfall sein, bei dem er so konsequent ist. Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass sowas auch bei anderen Themen passiert. Vor allem wenn du häufig "nachgibst".

Sollte ich ihn in Zukunft einfach gehen lassen, wenn er wieder sowas macht?

Ja warum nicht? Wenn dir völlig klar ist, dass du das Bedürfnis hast, diese Sendungen zu gucken, und er nicht dabei sein will, wäre damit doch das Problem gelöst.

Es brauch deswegen ja keiner von euch beleidigt oder sauer sein.

N{amjxa


Bin ich die einzige, die es unhöflich findet, wenn der Partner (oder sonst wer) zu Besuch ist, eine Serie anzumachen die der überhaupt nicht leiden kann?

Nqeanuxk


@ mond+sterne

Toll, hätte ich deinen Beitrag vorher gesehen, hätte ich dir einfach nur zustimmen brauchen. Sehr gut auf den Punkt gebracht finde ich.

Elhemaliger& Nutzer (!#5T97322)


Meine Meinung:

Geht gar nicht. Das hat nichts mit besorgt sein zu tun, sondern damit, dass du gefälligst so sein sollst und dich so verhalten sollst wie es ihm passt. Ich würde mich da auch erpresst fühlen, weil es ein manipulatives Verhalten ist: Sei so, wie ich das will, sonst gehe ich und setze dich auf Liebesentzug. Die Besorgnis ist da nur ein Vorwand, um die Manipulation zu überdecken. "Ich sorge mich ja nur".

Ist das jetzt nur der Anfang von dem was noch kommt? Sollte ich ihn in Zukunft einfach gehen lassen, wenn er wieder sowas macht?

Meiner Erfahrung nach ist das ein Grundmuster, das sich zeigt, sobald eine gewisse Sicherheit vorhanden ist. Nämlich dass du dich nicht einfach abwendest. Das funktioniert ja nur, wenn er sicher gehen kann, dass du nicht einfach die Türe schliesst. Da habe ich schon die Befürchtung, dass das jetzt nur der Anfang war. Verhält man sich so, hat man oft ein grundsätzliches Problem mit aufrichtiger und erwachsener Kommunikation.

Ich würde Klartext reden. Du kannst natürlich mitspielen bzw. gegen ihn spielen und ihn gehen lassen, das löst mMn aber das Problem nur kurzfristig. Weil du dich auf die emotinale-Spiele-Ebene begibst, auf der er sich anscheinend befindet. Ich würde klar die Grenzen abstecken und sagen, dass das so nicht läuft. Dann seine Reaktion abwarten.

War er sonst auch schon manipulativ?

L}ilaBKlüte


Guck die Serie, wenn er nicht dabei ist als Kompromiss

Das würde ich ja, aber sie lief nunmal zufällig grade. Der TV läuft oft leise nebenbei und mittags laufen halt oft diese wenig anspruchsvollen Serien und ausgerechnet bei der Serie die ich ganz witzig finde, stellt er sich plötzlich so an.

Ja warum nicht? Wenn dir völlig klar ist, dass du das Bedürfnis hast, diese Sendungen zu gucken, und er nicht dabei sein will, wäre damit doch das Problem gelöst.

Ich wollte die Serie eigentlich nur nebenher laufen lassen und nicht konzentriert zuschauen. Er meinte, dass mir die Serie wohl wichtiger ist als er, wenn ich ihn dafür gehen lassen... Und dann habe ich mich für ihn entschieden.

Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass sowas auch bei anderen Themen passiert. Vor allem wenn du häufig "nachgibst"

Bisher hat er nur immer wieder spaßeshalber betont, dass ich ihm gehöre und alles tun muss was er sagt. Hoffe er meint das nicht doch irgendwie ernst. Ja mit durchsetzen habe ich ein paar Probleme, obwohl ich selbstbewusst bin.

N*eanxuk


Bin ich die einzige, die es unhöflich findet, wenn der Partner (oder sonst wer) zu Besuch ist, eine Serie anzumachen die der überhaupt nicht leiden kann?

Da würde ich dir grundsätzlich zustimmen. Aber es geht ja um das Problem, welches der Freund der TE mit der Situation hat und da war nicht die Rede von unhöflich, sondern eher eine Art Bervormundung.

skweetky_HxL


@ Namja

Da muß er - gerade als Gast - durch! Man kann einen Menschen nicht in Scheiben lieben! Für sie ist es wichtig also bleibt es. Der Gast ist obdendrein nicht Hausherr, er ist allenfalls "geduldet"! Da hat sie - das habe ich ja noch überflogen, gar nicht richtig gelesen - Hausrecht, das wiegt noch mehr. Da verbietet der ihr in ihrem "Burgen" und Du findest das von ihr unhöflich? Geht gar nicht! Ich hasse z.B. Fußball, wär ich beim Macker eingeladen und würd mich da aufregen, er soll dies stumpfsinnige aus schalten, was meinst wie schnell ich draußen wär, ich will ja was von dem wenn ich schon in sein "Nest" komme, da bin ich Gast und hab'm Rand zu halten ^^ Umgekehrt genauso! Und in einer gemeinsamen Wohnung müssen beide sich einig werden, aber nicht: einer kuscht, der andre befiehlt!

L}ilaMBulütxe


Meiner Erfahrung nach ist das ein Grundmuster, das sich zeigt, sobald eine gewisse Sicherheit vorhanden ist. Nämlich dass du dich nicht einfach abwendest. Das funktioniert ja nur, wenn er sicher gehen kann, dass du nicht einfach die Türe schliesst. Da habe ich schon die Befürchtung, dass das jetzt nur der Anfang war. Verhält man sich so, hat man oft ein grundsätzliches Problem mit aufrichtiger und erwachsener Kommunikation.

Ich würde Klartext reden. Du kannst natürlich mitspielen bzw. gegen ihn spielen und ihn gehen lassen, das löst mMn aber das Problem nur kurzfristig. Weil du dich auf die emotinale-Spiele-Ebene begibst, auf der er sich anscheinend befindet. Ich würde klar die Grenzen abstecken und sagen, dass das so nicht läuft. Dann seine Reaktion abwarten.

War er sonst auch schon manipulativ?

Danke, das hilft mir sehr weiter. Mit so emotionalen Machtspielen kenne ich mich nämlich leider garnicht aus... Ich werde das nächste Mal versuchen sachlich zu bleiben oder nochmal mit ihm darüber reden. Sonst ist er mir noch nicht manipulativ erschienen, aber so lange sind wir ja noch nicht zusammen und Anfangs war er lange sehr schüchtern. Mir ist auch schon aufgefallen, dass er über problematischen Themen nicht reden will. Er fragt nie nach, wechselt immer schnell das Thema, geht selten auf etwas ein.

NEea`nuxk


Ja mit durchsetzen habe ich ein paar Probleme, obwohl ich selbstbewusst bin.

Dann hast du jetzt ja den richtigen Mensch an deiner Seite um an dem Problem zu arbeiten :)^

Wird dir bestimmt gut tun.

KFuFltuOrTschQaffenxder


Ich möchte Namja zustimmen. Wenn bei mir Besuch kommt, wird die Kiste aus Höflichkeit dem Besuch gegenüber abgeschaltet, egal, was da läuft. Wenn mich die Sendung interessiert, wird sie aufgezeichnet und später geschaut. Wenn ich es richtig sehe, ist er ja noch Dein Gast. Wenn man später zusammenlebt, kann man andere Kompromisse finden.

Als ich zwischen 20 und 30 Jahre alt war, war ich auch wesentlich weniger kompromissbereit. Ich sagte z.B. gern: "Eine Frau, die ich liebe, kann doch nicht so etwas Anspruchsloses mögen". Ich trennte mich damals von einer, weil sie Männer in Uniform attraktiv fand und in die SED eintreten wollte.

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