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Höchste Zeit für ein neues Gesicht!

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Pflege der Mutter - alles bleibt an 1 Person hängen

mHn7ef


Alle sagten es wäre wohl auch mein Verdienst weil ich ihr stets Mut machte und einfach da war. Dann jedoch auch der Vorwurf meiner Brüder und deren Frauen ich würde zu viel tun... Sie wäre erwachsen...

??? Erwachsen hin oder her - in der Situation ist es sicherlich nicht damit getan. Was ihre Möglichkeiten nach dem Unfall betrifft, war sie eben nicht erwachsen im Sinne von "Kann sich um sich selbst kümmern". Irgendwann kommt sicherlich der Punkt, wo die Fürsorge - sofern sie dann wieder einigermaßen gut klar kommt - wieder auf ein "Normalmaß" runtergeschraubt werden sollte. Aber doch nicht während der Akutphase... Was konkret hätten deine Brüder denn für sinnvoller gehalten?

wenn ich sorgen äußer kommt, dass sie erwachsen ist und ihre Betreuung auch.

Weit verbreiteter Irrglaube, dass eine Pflegekraft alles leisten kann... Der Tag hat auch bei der nur 24 Stunden und auch die Pflegerin kann nur an einem Ort gleichzeitig sein.

Inzwischen resigniere ich und spüre nur ne innere Kälte und teilweise Verachtung für sie.

Kann ich verstehen. Wobei du vielleicht auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen solltest.

Entweder sie sind einfach wirklich verachtenswert und kümmern sich nicht sonderlich drum, oder aber das ist auch nur Ausdruck von Verzweiflung. Was du leistest, kriegt nicht jeder hin. Und nicht jeder kann zugeben, dass er es nicht hinkriegt, sondern mauert stattdessen mit den Argumenten deiner Brüder.

Spinne Ich?

Setze ich zu viel voraus?

Nein, du spinnst nicht. Würdest du erwarten, dass deine Brüder sich genauso reinknien, würde ich dir sagen, dass sie vielleicht einfach nicht können (warum auch immer). Du scheinst ziemlich belastbar zu sein, ist nicht jeder. Wenn aber so wenig kommt, finde ich das auch arschig, ja.


Nur.. du machst es ihnen zu leicht. Du machst alles, also lehnen sie sich zurück, denn das ist ja alles Arbeit und unangenehm.

Ich weiß ja nicht, ob das auf Kosten der pflegebedürftigen Mutter ausgefochten werden sollte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in ihrem Interesse wäre, die Söhne irgendwie dazu zu bringen, sich mehr einzudringen. Ob es jetzt Druck, schlechtes Gewissen machen, an Moral appellieren oder sonstwas ist: Erzwungene Hilfe ist keine gute Sache.


ui....erstmal ist es so, Du bist Krankenschwester. Da setzen es Deine Brüder vielleicht vorraus. Es ist ja EH Dein Job.

Viele der Aufgaben der TE macht sie aber nicht primär, weil sie Krankenschwester ist. Auch wenn sie den Beruf nicht hätte, würde sie es wahrscheinlich tun. Und tun können. Rezepte abholen zum Beispiel, die Pflegerinnen zum Bahnhof fahren und abholen, das ganze organisatorische Zeug. Da kann jeder helfen, der helfen will.

wenn sie nicht sprechen kann, wie soll dann telefoneren gehen?

Ein Eingangsbeitrag steht, dass die Sprache in der Reha Wort für Wort zurückkam.

m~nRef


Man, Autocorrect. Unfall sollte Anfall heißen.

b4eet?lejuicex21


Ich die kleinen Kinder sind völlig unbefangen. Und sie versteht ja 100% also kann man ihr was erzählen.

Sie kann ja und nein fragen beantworten und wenn man nicht mit ihr spricht kann es auch nicht besser werden.

Sie machen es ja wie ich schon 6 Monate mit. Ist ja kein neuer Zustand. Freunde besuchen Sie ja auch. Soll sie deswegen isoliert leben?

bweetVlejuicxe21


Also die Sprache kommt aber natürlich ist es viel Arbeit. Sie spricht nach kann ja und nein beantworten... auswahlen treffen und Bedürfnisse äußern. Eine politische Diskussion ist noch nicht drin und wird wohl auch nie. Aber einen guten Willen hat sie wieder und setzt sich durch... auch das war hartes Training. 12 Wochen Reha machen "gefügig."

Und ja mnef das ist es... Ich Bettel nicht das man ihr Aufmerksamkeit gibt... Aber ich bedaure dass sie es nicht von selbst tun.

Oder einfach mal mit den Kindern hinfahren...

mhnef


Ach, das sind doch Kleinigkeiten. Würde man irgendwie helfen oder Mut spenden wollen, würde das auch gehen. Selbst wenn es nur eine Minute nett was erzählen am Telefon ist, wo eure Mutter nicht groß antworten kann, aber sich eben freut was von ihren Kindern zu hören.

Naja. Das ist einfach nicht jedem gegeben, ob es jetzt Boshaftigkeit, Desinteresse, Unbeholfenheit, Überforderung oder sonstwas ist.

Ich denke, wenn da von deinen Brüdern und sogar der Schwägerin nur oberflächliches Zeug kommt, wirst du das nicht ergründen, warum genau eher wenig kommt. Auch wenn es dich ärgert, ist akzeptieren und nichts mehr erwarten oder ansprechen da glaub ich der beste Weg. Reibt dich sonst nur noch mehr auf.

S/üntjxe


ich könnte mir einfach vorstellen, dass du eben doch vieles anders siehst von Berufs wegen.

Also, wie soll ich das erklären?

Ich z.B. habe meinen Vater gepflegt die letzte Zeit seiner Krebserkrankung gemeinsam mit meiner Schwester und unserer Mutter.

Die Schwiegersöhne waren sehr unbeholfen und wussten nicht wirklich mit dem totkranken Mann zu sprechen, meine "Kinder" alle schon groß und erwachsen, waren unsicher, hilflos und wussten nicht recht, was mit Opa reden, wie mit ihm umgehen usw.

Für mich war er nie fremd oder der Kontakt irgendwie erschwert, für die anderen schon. Nun war es bei uns eine absehbare Zeit, bei euch ist es das nicht, deine Mutter ist auf einem aufsteigenden Ast, aber der Weg ist noch weit und es ist sicher unsicher, wie weit sie kommen wird. Vielleicht können die anderen da schlicht nicht mit umgehen?

S{ünUtxje


ich will das gar nicht "gutheißen", ich verstehe dich sehr gut, hab aber auch erlebt, wie hilflos andere reagieren, die mit Krankheit, Pflege etc nichts zu tun haben

bneeMtlze{j<uicex21


Aber sie ist ja nicht dement. Wenn man ihr sagt " mum ich versteh nur Bahnhof" dann lachen wir gemeinsam...

Und würde man ihr sagen das man unsicher oder hilflos ist... es würde wohl helfen. Ich streite sogar mit ihr so komisch das klingt..

Jedenfalls planen wir nun 3 Tage bei ihrem Bruder wenn ich Urlaub hab... Abenteuer... Und ans Meer wollen wir auch.

Mag sein das ich da unvoreingenommener bin aber sie war auch schon zum Kaffee Geburtstag bei meiner Nichte und es ging ja.

Nur ich glaub halt die ändern 0,0% an ihrem Leben und wenn Platz ist kommt mum... Und für mich war völlig selbstverständlich dass sich in meinem Leben etwas ändert.

bDeetl!ejuirce21


Ich such nur einen Weg meiner Mutter die Enttäuschung nicht zu zeigen weil sie dann sichtlich traurig ist. Fragt jemand nach den Söhnen winkt sie nur traurig ab... auch sie merkt ja was sie ihnen wohl bedeutet (So jedenfalls ihre Deutung)

MnonikEa65


Nur ich glaub halt die ändern 0,0% an ihrem Leben und wenn Platz ist kommt mum... Und für mich war völlig selbstverständlich dass sich in meinem Leben etwas ändert.

Finde ich toll, dass du das so kannst. Ich fürchte fast, ich hätte es nicht so gekonnt wie du. Von den Schwiegertöchtern würde ich es eigentlich auch gar nicht erwarten. Ehrlich gesagt, habe ich auch meine Schwiegermutter schon lange nicht mehr im Heim besucht. Allerdings würde sie mich auch inzwischen nicht mehr erkennen. Ging mir aber mit meiner Mutter auch so. Beide ziemlich weit weg und man versinkt selbst so im eigenen Leben.

Aber wie du sagst, sie ist ja nicht dement. Sprich doch mit deinen Brüdern über deine Gefühle. Wissen sie das denn, wie enttäuscht du bist?

b/eet"lejuNice21


Heute Abend schreibt mir Brüder 1 er wäre kurz bei meiner Mutter gewesen und es wäre ja schlimm das die neue Polin die seit Samstag da ist so tollpatschig ist und so schlecht deutsch spricht. Das wäre doch wichtig für Mum.. gg

Tja was soll ich sagen? Ja etwas schlechter als die erste aber auch da war es nicht toll..

Hab dann gesagt das 24h Polin nicht rundum sorglos Paket bedeutet und das ER jetzt evtl versteht warum ich bei Therapie Arzt sanitätshaus MDK etc immer mit dabei bin.

Dann kam keine Antwort mehr.

Zudem sagte ich noch dass sie ihre Kommunikation schon finden und viel eh mit Händen und Füßen tun.. da wollte er mir erklären das die Ansprache doch wichtig wäre.... Ach?

Was soll Das? Nach 10 Wochen daheim und 6 Monaten die ich logopädisch begleite und er nicht? Gg

Mdehnxo


Liebe beetlejuice21,

ich finde es toll, was Du alles für Deine Mutter leistet. Und ich bin ganz Deiner Meinung, dass Deine Geschwister sich auch gefälligst um Deine Mutter kümmern sollten. Und du hast völlig recht, dass regelmäßige Besuche schon reichen würden.

Eine Bekannte erzählte mir mal eine Begebenheit aus ihrerer Familie: Es sollte ein Fest gefeiert werden und alle waren der Meinung, dass die pflegebeürftige Großmutter unbedingt dabei sein sollte. Beim Fest allerdings waren die, die dies gefordert haben dann die, die der Großmutter keine Aufmerksamkeit geschenkt haben.

In Pflegeheimen sieht man diese Situationen auch häufig: es gibt Angehörige, die fordern die bestmöglich Pflege, kommen aber selber nur alle 4 Wochen zu Besuch. Ich finde das traurig.

Allerdings: die Angehörigen müssen erst lernen, mit der Situation umzugehen. Ich sehe das bei Euch so: der Rest der Familie freut sich, dass Du das Ruder fest in der Hand hast und Dich um Eure Mutter kümmerst. Deine Brüder sind erleichtert und sehen, dass Du alles im Griff hast. Ihnen fehlt der Hinweis, wie mit einer hilfsbedüftigen Frau umzugehen ist. Auf die Schwiegertöchter kannst du nicht zählen, es ist ja nicht ihr Elternteil....

Meine Idee: sprich mit Deinen Brüdern- persönlich und im kleinen Kreis. Mache ihnen keine Vorwürfe, sondern erzähle nüchtern, wie Du Dich fühlst. Und dann stelle die Frage, wie Deine Brüder sich das weitere Leben der Mutter vorstellen und was sie sich wünschen würden, wenn sie in der Situation der Mutter wären.

Vielleicht kommen dann einige Ideen, was man tun könnte. Und anschließend bringst Du Deine Ideen ein. Z.b. kann jeder Bruder die Mutter einen Nachmittag in der Woche zu sich nach Hause holen. Und dann erzählt man einfach, was gelaufen ist. Ich denke, die Kinder können sie gut unterhalten, weil Kinder von sich aus sehr mitteilsam sind. Es reicht ja völlig, das die Mutter dabei sitzt und zu hört. Damit gibt man ihr das Gefühl, integriert zu sein. Ich glaube, da kannst Du aus Deinem Beruf viele Ideen einbringen.

Alles gute und viel Kraft (im Umgang mit dem Rest der Familie). :)_

DHiea Se&herxin


Meine Idee: sprich mit Deinen Brüdern- persönlich und im kleinen Kreis. Mache ihnen keine Vorwürfe, sondern erzähle nüchtern, wie Du Dich fühlst. Und dann stelle die Frage, wie Deine Brüder sich das weitere Leben der Mutter vorstellen und was sie sich wünschen würden, wenn sie in der Situation der Mutter wären.

das finde ich ein gutes herangehen.

weißt du, ich glaube, dass ihr alle ein wenig vermischt, um was es geht! pflege, logistik, bürokratie, hilfestellung im alltag und soziale kontakte!

wenn du es schaffst, deinen brüdern (und deren familien) klar zu machen, dass es ja gar nicht um pflegeunterstützung geht, sondern um den ganz normalen interfamiliären kontakt, ganz selbstverständliches miteinander geht.

mir kommt es nämlich nach deinen erzählungen so vor, als würdet ihr sehr viel aneinander vorbeireden und -verstehen c :)_

bZeetl9ejuiFce2x1


Also wenn ich die Frauen rauslassen soll... was eigentlich Quatsch ist denn umgekehrt wurden ja auch deren Kinder dauernd versorgt....

Dann ist das mit dem Nachmittag schon mal nicht drin

Der eine ist von sonntags bis freitags im Ausland. Der andere arbeitet ewig abends.

Und vermischt wird da auch nichts. sie haben ja noch nie eine einzige Pflegehandlung gemacht... wieso sollten sie also denken, dass das nun irgendwer fordert?

Und ich bin weit über den Punkt hinaus normale familiäre Interaktion zu FORDERN. Wenn die nicht von alleine kommt, dann kann sie auch wegbleiben. Auch meine Mutter merkt gezwungenes oder gerne geschehenes ...

Sie ist ja nicht senil.

Vielleicht checkt mein Bruder ja nun das eben nicht alles automatisch läuft. Falls nicht... Pech gehabt er ist eh kaum in Deutschland.

Trauriger finde ich da das Verhalten von schwiegertöchtern und Enkeln ... ne Menge Zeit aber null Priorität.

Nen neuen hund aber Oma nicht mal zum spazieren holen....

Aber ein bekannter ruft an ob er sie zum Kaffee in ein Cafe entführen darf mit seinen Eltern zusammen...

b]eetlej&uiXceS2x1


An einen Tisch setzen hab ich 3 mal gefordert... wurde als unnötig abgetan...

Weil sie ist ja erwachsen. Es geht rein noch um die sozialen Kontakte. Alles andere mach ich eh lieber selbst, habe da kein Vertrauen und sehe zu wenig Zuverlässigkeit.

Pflege und Hilfe ist geklärt und Bürokratie eh mein Part.

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