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Wochenendbeziehung

kIarDima978 hat die Diskussion gestartet


Hi,

seit 7 Jahren lebe ich in einer Wochenendbeziehung. Es war von Anfang an klar, das es nicht anders geht, es war klar das es schwierig wird. Ich hab mich ganz bewusst für diese Beziehung entschieden, ich liebe meinen Mann, möchte mich auch auf gar keinen Fall trennen. Dummerweise komme ich mit dieser Wochenendbeziehung immer schlechter zurecht.

Wir hatten absolut heftige Probleme in diesen 7 Jahren. Es ist unglaublich viel passiert, wir haben es immer irgendwie geschafft. Wegen diesen Problemen haben wir uns auch immer wieder Hilfe geholt. Aber jetzt ist es so, als würde mich alles einholen.

Aus meiner ersten Ehe habe ich zwei Kinder mitgebracht, er hat einen Sohn aus erster Ehe, gemeinsam haben wir zwei Kinder. Allein das ist manchmal nicht einfach - allein mit 4 Kindern die ganze Woche.

Das ganze erschwert sich noch dadurch, dass seine Ex mich hasst.

Sie hatte ihn verlassen, die beiden waren schon über ein Jahr getrennt als ich ihn kennengelernt habe, trotzdem schiebt sie Terror. Sie hat noch nie mit mir gesprochen, kennt mich nicht, will auch nicht.

Sie hat mir einen Schnüffler hinterhergeschickt, Halteranfrage auf mein Auto in der ersten Nacht in der es bei ihm vor der Tür stand... Als ich schwanger wurde ist es völlig eskaliert, sie hat danach den Umgang massiv gestört und schließlich verhindert. Dem Kleinen hat sie erklärt das dieses Baby mit ihm nichts zu tun hat. Das tat sehr weh, immerhin sind unsere Kinder Halbgeschwister.

Und sie hat mir vorgeworfen ihren Sohn misshandelt zu haben - was ich nie getan habe. Es wurde auch nie wirklich für voll genommen hier bei mir, das JA hat kontrolliert und das ganze als Hassaktion der Ex erkannt.

Aber dort wo das Kind lebt will ihr wohl jeder glauben. Sie hat erfolgreich, unter anderem deshalb, den Kontakt zwischen Kind und Vater lange unterbunden. Jetzt läuft der Kontakt, aber mit Auflagen. Ich darf nicht dabei sein, mein Mann darf nicht mit seinem Kind zu uns nach Hause, darf sich nicht aus dem Großraum der Stadt in der das Kind lebt fortbewegen.

Folge davon ist: wir sehen uns noch 3 Wochenenden im Monat. Oft hängt er noch einen Montag oder einen Freitag hier bei uns mit ran und arbeitet von zu Hause aus. Trotzdem ist er einfach wenig da. Die Umgangswochenenden mit seinem Sohn sind für alle schwierig. Er ist mit dem Kind in einer winzigen ein Zimmer Bude und ich bin mit 4 Kindern hier die nicht verstehen warum sie ihren Papa und ihren Bruder nicht treffen können. Manchmal haben wir es geschafft das die Kinder sich sehen können. Aber für so ein Treffen ist ein enormer Finanz- und Zeitaufwand notwendig. Es sind viele hundert Kilometer zwischen den beiden Orten und ich bin dann gezwungen etwa 5 Stunden lang mit den Kindern zu ihm zu fahren. Das muss ich dann morgens machen. Er unternimmt dann was mit den Kindern während ich in seinem Zimmer bin und mich versuche auszuruhen - weil ich am gleichen Abend mit den 4 Kindern wieder die gleiche Strecke zurückfahren muss. Ich packe das weder körperlich noch seelisch wirklich gut.

Fakt ist, ich habe massive Schuldgefühle, weil sein Sohn wegen mir nicht hier sein kann. Ich bin wütend auf mich, weil ich eifersüchtig bin wenn mein Mann mit seinem Sohn ein Wochenende verbringen kann. Er hat Zeit für sich und ein Kind, während ich mit 4 Kindern und der ganzen Arbeit allein zu Hause bin.

Tatsache ist auch, dass ich immer mehr durchhänge. Es fällt mir schwer mich zur täglichen Arbeit zu motivieren, die ToDo Liste wird immer länger und es gibt auch vieles was ich nicht schaffe. Seit Jahren bin ich gesundheitlich angeschlagen was das Ganze nicht grad erleichtert.

Seit gestern abend ist er wieder weg und mir gehts nicht gut damit - obwohl er morgen kurz nach Hause kommt. Wir hatten jetzt zwei Wochen gemeinsam, das war einfach schön. Die ersten zwei Wochen dieses Jahr die wir gemeinsam verbringen konnten. Ok, unterbrochen von einem Umgangstag und zwei Tagen an denen er einen Teil unserer Kinder zu einer Ferienfreizeit begleitet hat. Aber wir hatten Zeit gemeinsam. Jetzt geht der Alltag wieder los und ich habe Angst davor. Die liegengebliebenen Arbeitsberge werde ich versuchen in meinen zwei letzten Urlaubswochen kleiner zu bekommen, aber ich kann allein halt nicht alles machen.

Mir ist schon klar das ich an der Situation vermutlich selbst null ändern kann. Wir leben hier, er lebt unter der Woche da - das ist so.

Meine Frage ist geht es anderen Frauen auch so? Wie kann man damit umgehen? Wie schaffe ich es ein zufriedenes Leben zu führen auch wenn ich ständig allein bin? Wie bekomme ich diese Einsamkeit in den Griff?

LG

Karima

Antworten
D[i$eDosifsmac*htdasHGifxt


seit 7 Jahren lebe ich in einer Wochenendbeziehung. Es war von Anfang an klar, das es nicht anders geht,

Nach dem was Du weiter beschreibst, in Deinem Beitrag finde ich es schade, dass ihr euch selbst diese Grenze des Unabänderlichen gesetzt habt.

Ich bin eine große Verfechterin von regelmäßigem Umgang und familiärer Qualitätszeit zwischen Eltern und ihren Kindern nach einer Trennung. Die häufig emotionalen Störungen, die Kinder mit in ihr späteres Leben nehmen sind zu gravierend, um sie zu ignorieren.

Leider gibt es Mütter wie Väter, die ihre nicht verarbeiteten Gefühle aus der gescheiterten Paarbeziehung später in den Umgang zwischen Kind/ern voll einbringen und ausleben.

Mich verwundert, dass es heute noch Gerichte gibt, die solchen Kriegsschauplätzen Raum geben, wenn der getrenntlebende Elter aktiv zur Elter-Kindbeziehung beitragen will. Allerdings vermute ich als Grund die große Entfernung zwischen beiden Wohnorten, die durchaus den Alltag des Kindes beeinträchtigen können.

Dennoch frage ich mich, warum es für euch keine Alternative zum heutigen Familienleben innerhalb der 7 Jahre gegeben hat.

Es gibt insgesamt 5 Kinder und 2 Erwachsene, die unter dieser Situation leiden, und das war nie Motivation für euch daran etwas zu verändern durch einen Umzug?

Das Du Dich mit 4 Kindern zunehmend unwohl und allein gelassen fühlst kann ich verstehen. Spätestens mit dem Wunsch auch gemeinsame Kinder zu bekommen als Paar, wäre es ein wichtiger Zeitpunkt gewesen eure Familiensituation anzupassen. Stelle es mir sehr schwierig vor, dass ihr eine Trennung lebt unter der Woche, die vermeidbar gewesen wäre.

Eine Ex, die miese Intrigen schmiedet sollte nicht der Grund sein, warum ihr eure Beziehung weiter belastet.

Wie schaffe ich es ein zufriedenes Leben zu führen auch wenn ich ständig allein bin? Wie bekomme ich diese Einsamkeit in den Griff?

Ich würde darüber nachdenken den Arbeitsplatz und den Wohnort zu wechseln im Sinne eurer Familie. Ihr könnte das Denken und Verhalten der Ex-Partnerin Deines Mannes nicht ver(ändern), aber ihr könnte als Familie etwas gegen diese Lebenskonstellation tun.

Was spricht dagegen, dass ihr euch mit den Kindern zusammen setzt und über die Möglichkeiten zu reden, näher zusammen zu ziehen?

Mir ist schon klar das ich an der Situation vermutlich selbst null ändern kann. Wir leben hier, er lebt unter der Woche da - das ist so.

Warum nehmt ihr das als Familie alternativlos so hin, wenn es andere Lösungen geben würde?

Natürlich ist es aufwändig, Kinder aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen, sich selbst an eine neue Umgebung gewöhnen, neue Kollegen, neuer Arbeitgeber usw. zu akzeptieren. Aber wenn dieser Zustand

Aber für so ein Treffen ist ein enormer Finanz- und Zeitaufwand notwendig. Es sind viele hundert Kilometer zwischen den beiden Orten und ich bin dann gezwungen etwa 5 Stunden lang mit den Kindern zu ihm zu fahren.

das Modell eurer Zukunft sein soll, mit dem hohen Preis eurer Entfremdung als Paar und Deiner körperlichen/psychischen Überlastung - ist der Preis sehr hoch. Es geht um Lebensqualität, um fehlende Paarzeit und Zeit, die ihr als Familie nicht leben könnt.

Tatsache ist auch, dass ich immer mehr durchhänge. Es fällt mir schwer mich zur täglichen Arbeit zu motivieren, die ToDo Liste wird immer länger und es gibt auch vieles was ich nicht schaffe. Seit Jahren bin ich gesundheitlich angeschlagen was das Ganze nicht grad erleichtert.

Ich hab mich ganz bewusst für diese Beziehung entschieden, ich liebe meinen Mann, möchte mich auch auf gar keinen Fall trennen.

Hier sage ich, wer A sagt, und das seid ihr als Familie, der sollte auch für das B einstehen, und die Möglichkeit ins Blickfeld holen, an dem unperfekten Zustand, unter dem alle Beteiligten leiden (außer seiner Ex vielleicht), ein optimiertes Familienleben zu machen. Der Sohn aus der Ex-Beziehung wäre irgendwann alt genug, allein zu entscheiden, wann er Zeit mit dem Vater und den Halbgeschwistern zu verbringen, einschließlich Dir als STiefmutter, auch gegen den Willen der eigenen Mutter.

Dem könnt ihr entgegen kommen durch den Umzug in seine Nähe, und gleichzeitig viele eurer eigenen Probleme die ihr aktuell bewältigen müsst, verhindern/abschaffen.

Wegen diesen Problemen haben wir uns auch immer wieder Hilfe geholt. Aber jetzt ist es so, als würde mich alles einholen.

Dieser Zustand bleibt euch, wenn ihr nicht mutig genug seid, Nägel mit Köpfen zu machen. :)* @:)

knar@i{max78


Hi,

habe lange über einen Umzug nachgedacht, aber das ist aus logistischen und finanziellen Gründen einfach Irrsinn.

Ich habe hier ein Haus, ohne Schulden, einen Job, Großeltern für die Kinder, wir sind alle sehr eingebunden hier und ich würde bei einem Umzug mein Haus verlieren (Landwirtschaftlicher Übergabevertrag, lange Geschichte aber ist so, ich kann weder verkaufen noch vermieten).

Am Arbeitsort meines Mannes haben wir nichts, wir kennen niemanden, könnten uns bestenfalls eine Wohnung leisten, kein Garten, unsere Tiere nicht mitnehmen. Und haben da eine Ex die systematisch weiter Rufmord betreiben würde, nicht grade die gute Ausgangslage.

Mein Mann ist auch total gegen einen Umzug dorthin, er hat sich dort nie wohl gefühlt.

Also ist das keine Option mehr. Für mich wäre noch eine Option das er sich einen neuen Job sucht - aber da ist er unsicher. Und ich werde ihn nicht überreden sich auf diese Unsicherheit einzulassen. Ich kann ihn da verstehen, er hat große finanzielle Belastungen und einen festen Vertrag mit dem er das bezahlen kann. Neue Arbeit wäre also Risiko und er ist nicht mehr so jung das ein Wechsel leicht ginge.

Also kann ich an dieser Situation grade nichts ändern, ändern könnte nur er wenn er sich einen neuen Job sucht, das muss aber dann von ihm kommen.

Mein Mann findet es zwar schwierig, aber nicht schlimm für sich selbst. Er hat unter der Woche alle zwei Wochen Kontakt zu seinem Sohn und eben ein Wochenende im Monat. Würde er nicht mehr dort arbeiten wäre es für ihn deutlich schwieriger den Kontakt zu halten.

Aber du hast recht, mir fehlt der Mut alles was ich mir hier aufgebaut habe aufzugeben und in ein totales finanzielles Risiko zu springen. Meine Kinder und ich würden Freunde und Familie verlieren, mein Job, unser Umfeld, unsere Tiere alles wäre weg. Und meine Kinder haben auch noch einen biologischen Vater....

Aktuell seh ich mich einfach nicht in der Lage hier etwas zu verändern, wie gesagt das könnte dann nur mein Mann und der will nicht weil es für ihn nicht so schlimm ist.

LG

Karima

cvlasxa


Aktuell seh ich mich einfach nicht in der Lage hier etwas zu verändern, wie gesagt das könnte dann nur mein Mann und der will nicht weil es für ihn nicht so schlimm ist.

Das ist sehr schade, scheint nämlich keine schlechte Lösung zu sein. Vielleicht könntet ihr einfach mal testen, was so geht in dieser Richtung "neuer Job".

DQieDosiRsmachtxdasGift


Oh je, dass klingt wirklich sehr verfahren wie Du es schilderst. Ich verstehe den Konflikt in dem Du selbst steckst und das es mit den Bedingungen, wie Du sie schilderst schwer wäre mit der Familie umzuziehen.

Wäre die Möglichkeit gegeben Dir eine Haushaltshilfe stundenweise kommen zu lassen, für Teilbereiche im Haushalt oder für die Beschäftigung der Kinder eine zusätzliche Kinderbetreuung unter der Woche oder am Wochenende zu organisieren, sodass ihr auch als Paar wieder besser durchatmen könnt bei gemeinsamen Unternehmungen?

Echt schwierig mit einem großen Haus plus Bauernhof genügend Ruhe und Zeit zu finden, damit ihr mehr gemeinsame Qualitätszeit teilen könnt. Denn auch die langen Fahrten zwischen Arbeitsort/Zweitwohnsitz - sind auf Dauer kräftezehrend und wenig erholsam.

So lange die Kindesmutter und Ex in Bezug auf den gemeinsamen Sohn so gegensteuert und alles boykottiert was euch Verbessung der Familiensituation bringt, wird es schwer positive Veränderungen für euch raus zu holen. Also bleibt vorerst für Dich nur die Möglichkeit vor Ort mehr Freiräume von Arbeit und Verantwortung als Frau/Mutter/Arbeitnehmerin Entlastung zu schaffen..

koari2mQa7x8


Hi,

er schaut seit einer Weile immer wieder mal ob es eine Stelle gibt die passt, aber ist nicht so einfach.

Und er tut sich sehr schwer damit seinen Traumjob wirklich aufzugeben.

Das mit der Zeit für uns beide alleine ist tatsächlich nicht einfach. Wir schaffen es immer wieder mal abends

gemeinsam wegzugehen. Manchmal können wir uns auch einen Tag zu zweit frei nehmen, aber ist halt

mit 4 Kindern nicht ganz einfach.

Kinderbetreuung ist auch so eine Sache auf dem Land. Ich hab mehrere Mädels die hin und wieder

zum Aufpassen kommen, die brauch ich aber meistens schon für Elternabende und andere Termine.

Wir sind aktuell am überlegen ob ich meinen 450€ Job zum Januar aufhören soll, einfach damit

hier zu Hause die Situation entspannter wird. Aber das ist halt finanziell auch ein ganz schön großer

Posten weshalb ich sehr unsicher bin ob ich mir das leisten kann und will.

Irgendwie hoffe ich auf eine Lösung die mir hilft besser allein zurecht zu kommen. Es ist ja nicht so,

dass ich allein nicht leben kann. Ich war viele Jahre alleinerziehend, ich bin total selbstständig. Trotzdem

gehts mir nicht gut wenn mein Mann nicht da ist. Ich fühl mich einfach einsam und allein. Und das nervt

mich auch. Früher hab ich doch auch alles allein geschafft und war deshalb nicht unglücklich.

Hat irgendwer ne Idee was man machen kann um trotz Wochenendbeziehung glücklich zu sein? Wie machen

das die Frauen denen es gut geht damit? Meine Nachbarin lebt auch so ein ähnliches Modell und ist genauso

gefrustet wie ich. Aber das kann es doch nicht sein. Ich will glücklich sein wenn mein Mann weg ist, will ihn

nicht ständig vermissen.

LG

Karima

D8ieRDosis"macAhtdasGxift


Meine Nachbarin lebt auch so ein ähnliches Modell und ist genauso

gefrustet wie ich. Aber das kann es doch nicht sein. Ich will glücklich sein wenn mein Mann weg ist, will ihn

nicht ständig vermissen.

Liebe karima78,

ich bin noch einmal ein paar Optionen für euch durchgegangen. Aber ganz ehrlich, wenn Du soweit bist, wie Du es in Deinen letzten Sätzen beschrieben hast, dann brauchst Du weder diesen Mann noch eure Beziehung. Dann ist eure Liebe leise gegangen, Du hast Dich irgendwie raus gewurschtelt aus dem Trott und der vielen Arbeit, und für Dich allein einen Weg gefunden.

Nur brauchst Du dann noch eine Paarbeziehung, wenn Du den Alltag für Dich im Griff hast, und die Kinder zunehmend unabhängig und heran wachsen?

Es ist sehr schwer das optimierte Programm für jeden Einzelnen von euch zu finden.

Ich war viele Jahre alleinerziehend, ich bin total selbstständig.

Trotzdem gehts mir nicht gut wenn mein Mann nicht da ist. Ich fühl mich einfach einsam und allein. Und das nervt

Ist das wirklich Sinn einer Familie und Beziehung, dass Du solche Gefühle aufbaust und Dich allein fühlst? Einen "Tod" werdet ihr sterben müssen. Setzt euch zusammen, rechnet zusammen ehrlich durch, was für finanzielle Belastungen durch zwei Wohnsitze, Fahrtkosten zwischen beiden Wohnorten und durch die Unterhaltungszahlungen entstehen. Rechnet dagegen, (was man nicht in Zahlen festhalten kann), was ihr beide und eure Familie nicht als gemeinsamer Lebenszeit habt. Wie viel Stunden jeder von euch beiden allein lebt.

Dein Mann erlebt vieles nicht mit was Dich und eure 4 Kids angeht.

Er hat unter der Woche alle zwei Wochen Kontakt zu seinem Sohn und eben ein Wochenende im Monat.

Diese Regelung würde ich mit Hilfe eines kompetenten Fachanwalts für Familienrecht zu Gunsten längerer Aufenthalte Brückentage oder Fernien/Feiertagsreglung bei euch neu regeln, So wäre es (vielleicht) möglich euch die anstrengenden Fahrten (5 Stunden pro Richtung) zu ersparen.

Ebenso wäre zu prüfen, ob Dein Mann durch Neubewerbung einen gut bezahlten Job in eurer Nähe bekommt. Der Preis, so zu leben wie ihr es aktuell tut verdammt hoch, und zwar für jeden Einzelnen ohne das es dafür einen Mehrgewinn für jemanden als Einzelnen gibt. Deinem Mann bürdest es neben der Arbeit eine anstrengende Heimfahrt am Wochenende auf, Dir als Mutter und Arbeitnehmerin Dich zwischen allen Fronten kräftemäßig aufzureiben, ohne das es den Punkt der eigenen Zufriedenheit gibt.

Sind eure Kids erst weiter heran gewachsen bedürfen sie des intakten Familienlebens nicht mehr so sehr wie jetzt gerade. Dann wird es im Abnablungsprozess Freunde geben, mehr eigene Aktiviitäten und ihr habt euch als Paar aus den Augen verloren, wiel zu wenig gelebter Familien-Alltag für die Bindung zwischen euch investiert wurde.

Und hierzu sage ich mal provokant, finde den Fehler.

Mein Mann ist auch total gegen einen Umzug dorthin, er hat sich dort nie wohl gefühlt.

Irgendwie hoffe ich auf eine Lösung die mir hilft besser allein zurecht zu kommen.

Trotzdem gehts mir nicht gut wenn mein Mann nicht da ist. Ich fühl mich einfach einsam und allein. Und das nervt

Mein Mann findet es zwar schwierig, aber nicht schlimm für sich selbst.

Bedenkt, dass der Preis eures aktuellen Lebensmodells eines Tages eine zerstörte Famalie sein kann. Hier stellt sich die Frage, ob das ein 'Traumjob' und zu wenig verbrachte Lebens- und Familienzeit das Ganze wert ist.

S7oldanaellxe


:°_ Deine Situation klingt wirklich nicht sehr schön...

Jetzt läuft der Kontakt, aber mit Auflagen. Ich darf nicht dabei sein, mein Mann darf nicht mit seinem Kind zu uns nach Hause, darf sich nicht aus dem Großraum der Stadt in der das Kind lebt fortbewegen.

Wurde diese Regelung mit den vielen Auflagen eigentlich vom Gericht angeordnet? Ich finde das schon sehr extrem. Oder sind das viel eher die Auflagen der Ex? Dann würde ich nämlich auch, wie DieDosismachtdasGift schon vorgeschlagen hat, einen Anwalt hinzuziehen und schauen, ob sich da was machen lässt.

k%ariyma7x8


Hi,

diese super Auflagen sind bei Gericht entstanden weil das Kind angeblich total traumatisiert wäre - durch mich.

Die Richterin kann meinen Mann nicht ab weil er umgezogen ist, war auch in den Verfahren vorher deutlich zu bemerkten. Und seine Ex arbeitet auch im Bereich Gerichtswesen, hat also Beziehungen.

JA dort und die Elternberatungsstelle haben mir mitgeteilt das sie für unsere Kinder nicht zuständig sind und sie bei der aktuellen Lage davon ausgehen, dass frühestens nach einem Jahr eine erneute Klage zugelassen wird. Mir wurde geraten mit meinen Kindern wegen der schwierigen Situation für sie zum Psychologen zu gehen. Was für ein Irrsinn.

Und seit 8 Monaten leben wir dieses Modell, begleitet durch Elterngespräche zwischen ihm und seiner Ex. In jedem Gespräch kommt wieder irgendwas was ich angeblich getan habe und warum das Kind deshalb völlig fertig ist. Dabei sollten diese Gespräche dazu dienen die Regelung im Tempo des Kindes anzupassen - passiert ist nichts. Jetzt steht ein Gespräch beim Psychologen des Kindes an, mal sehen. Inzwischen sind wir hier auch beim Psychologen, eben weil ich das Ganze nimmer gut aushalten kann und weil unsere Kinder auch drunter leiden. Aber der Psychologe weis auch keinen Rat außer das ich versuchen soll meine Arbeitsbelastung zu verringern. Schwierig wenn man die ganze Woche mit den Kindern allein ist.

Vor einigen Jahren saß sein Sohn in meiner Küche, bei mir und hat geheult und mir gestanden das er bei Mama immer was schlimmes über mich erzählen muss weil sie sonst nicht aufhört zu fragen. Er hat Lügen erzählt die sie hören wollte und hatte dann ein irre schlechtes Gewissen mir gegenüber. Danach haben wir eine Weile versucht den Umgang nur am Wohnort des Kindes zu machen. Im Nachhinein war es ein Fehler, wir wollten den Kleinen schützen - ist uns aber nicht gelungen.

Beim letzten Elterngespräch kam raus das er auf Tomaten in jeder Form angeblich sofort brechen muss, weil ich ihn angeblich gezwungen hätte welche zu essen. Hab ich nie, aber ich hab ihm ein einziges Mal eine Gabel Salat in den Mund geschoben - Gurkensalat, damit er wenigstens probiert. Angeblich wären es jetzt halt Tomaten gewesen, aber Paprika hätte ich ihn auch gezwungen usw. Stimmt gar nicht. Und der einzige Salat den er heute isst ist Gurkensalat. Es stimmt aber das bei uns immer Obst und Gemüse auf dem Tisch stand und man davon essen sollte. Gezwungen hab ich ihn nie, nur immer aufgefordert.

Er hatte ein völlig gestörtes Essverhalten und bei mir galt bis zu diesem Tag die Regel das alles was es gibt wenigstens probiert wird. Was man probiert und nicht mag muss man nicht essen, aber man musste probieren.

Tja deshalb bin ich jetzt eine Frau die ein Kind misshandelt hat - er wäre angeblich an dieser Gabel Salat fast erstickt.

Im Prinzip weis ich was da passiert ist. Sie hat den Kleinen immer und immer wieder gelöchert was war, und erst aufgehört zu fragen wenn er was negatives erzählt hat. Dann hat sie das aufgeputscht ohne Ende. Und heute steht in jedem Bericht das ich das Kind misshandelt habe.

In all den Jahren wurde ich nie befragt dazu, wurde das nie zur Anzeige gebracht. Nur das JA hier hat mal angefragt, kombiniert mit einem Hausbesuch wegen Umgang für meinen Ex, da sollten unsere Jungs in entspannter Umgebung befragt werden. Die haben das auch richtig eingeschätzt. Aber das hilft halt nix wenn dort in der Akte immer steht ich hätte das Kind misshandelt.

Im Prinzip habt ihr Recht und ich merke auch das wir unser Familienleben grade opfern, aber das hilft mir nicht weiter weil mein Mann es nicht so sieht. Lange Zeit hatte ich auch die Energie und Kraft das alles allein am Laufen zu halten, aber ich hab sie nicht mehr.

LG

Karima

D"ieDosiusmacht?dasGxift


Oh je, da habt ihr ein richtig kompliziertes Problem, dass sich nicht mit ein paar kleinen Verändertungen lösen lässt.

diese super Auflagen sind bei Gericht entstanden weil das Kind angeblich total traumatisiert wäre - durch mich.

Die Richterin kann meinen Mann nicht ab weil er umgezogen ist, war auch in den Verfahren vorher deutlich zu bemerkten. Und seine Ex arbeitet auch im Bereich Gerichtswesen, hat also Beziehungen.

Hier hat die Ex-Frau leider viele Vorteile auf ihrer Seite, die sie gegen euch auffährt als Sanktion. Dagegen ist schwer anzukommen oder nur mit Hilfe eines sehr kompetenten und engagierten Fachanwalts, der die bisherigen Reglungen lebenstauglicher für beide Seiten gestalten hilft.

Und seit 8 Monaten leben wir dieses Modell, begleitet durch Elterngespräche zwischen ihm und seiner Ex.

Was habt ihr vorher gelebt als Familie und Partner?

Vor einigen Jahren saß sein Sohn in meiner Küche, bei mir und hat geheult und mir gestanden das er bei Mama immer was schlimmes über mich erzählen muss weil sie sonst nicht aufhört zu fragen. Er hat Lügen erzählt die sie hören wollte und hatte dann ein irre schlechtes Gewissen mir gegenüber.

Das klingt sehr schlimm, vor allem für den jungen Sohn, der diesen Machtkampf zwischen seinen Eltern als Belastung mit sein eigenes Leben nehmen wird. Hat die Ex-Frau Deines Mannes zwischenzeitlich selbst eine neue Partnerschaft, sodass darin eine Motivation liegen könnte, die Vater-Sohn-Beziehung zu stören? Oder geht es hier rein, um den Neid/unbewältigte Probleme der geschiedenen Ehe, dass Dein Mann wieder in einer neuen Familie lebt?

An ihrer persönlichen Abneigung und Machtspielen werdet ihr leider nicht viel verändern können. Aber solltet versuchen eure eigene Beziehung nicht weiter zu belasten und vor die Hunde gehen zu lassen, um nach ihren Spielregeln zu leben.

Im Prinzip habt ihr Recht und ich merke auch das wir unser Familienleben grade opfern, aber das hilft mir nicht weiter weil mein Mann es nicht so sieht. Lange Zeit hatte ich auch die Energie und Kraft das alles allein am Laufen zu halten, aber ich hab sie nicht mehr.

Hier stehe ich den eigentlichen und wichtigen Knackpunkt eurer Beziehungskrise. Kann es sein, dass Dein Mann sich zwischenzeitlich zu gut an die getrennte Lebensweise gewöhnt hat, weit weg von den starken Belastungen durch euren Familienalltag?

Du Dich für den im Grunde falschen Familienfrieden, zu sehr zurück genommen hast und an Deine persönlichen physischen und psychischen Grenzen bringst?

Hier hilft nur ein sehr konstruktives Gespräch mit kritischer Betrachtung eurer Familiensituation. Wenn zwei Sichtweisen soweit auseinander gehen, Dein Mann ist mit allem zufrieden wie es ist, weil er weit genug von allen Problemen weg ist, und alles andere zu Deinen Lasten geht - stimmt es zwischen euch nicht mehr. So eine Situation hat ein großes Potential eure Ehe in eine Schieflage zu bringen. Damit hätte auch die Ex-Frau ihr Ziel erreicht, einen Keil zwischen euch zu treiben. Kann es sein, dass sie ihre Eigeninitative zur Trennung bereut und euch deshalb soviel Steine in den Weg legt?

Prüft den Gang zum Anwalt, der die euch einseitig benachteiligte Lage im Umgangsrecht zum Sohn Deines Partners rechtlich überprüfen lässt.

Und rede endlich Klartext mit Deinem Mann, dass ein weiter so mit eurem aktuellen Lebensmodell für Dich nicht akzeptabel ist. Er sollte spüren, dass Du an Deine Grenzen gehst und dadurch langfristig eure Liebe massiv belastet wird. An den anderen Rahmenbedingungen Abneigung der Ex werdet ihr nicht viel ändern können, aber an der Art wie ihr als Familie lebt sehr wohl.

k$arimxa78


Hi,

nicht wirklich neues hier. Die Spielchen der Ex gehen weiter, der Psychologe hat keine Zeit fürs Elterngespräch wenn Ex kann, die Ex will nicht wirklich zum Elterngespräch, zumindest kann sie nie wenn mein Mann kann. Das Gespräch ist aber Grundbedingung für jedes weitere Vorgehen. Und so zögert sich alles wieder weiter raus.

Eigentlich ist nichts passiert, aber ich bin erschöpft, fühl mich traurig und allein. Heute nacht kommt mein Mann mal wieder nach Hause, wir haben ein Wochenende mit Terminen vor uns, ich freu mich drauf, aber es wird auch stressig. Weis z.B. gar nicht wann ich Zeit finden werde seine Hemden fertig zu bekommen weil er Sonntag nachmittag schon wieder weg muss und ich den ganzen Sonntag nichts arbeiten kann da wir unterwegs sind. Morgen und übermorgen ist aber auch schon ganz schön voll. Klar, ich krieg das hin, wie immer.

Habe versucht mit ihm zu reden, aber ich merke das er nicht versteht wie ernst mir das alles ist. Denke er hat Angst diese Gedanken überhaupt zuzulassen. Glaube er kann sich gar nicht vorstellen das unsere Beziehung scheitert. Wenn ich sage das ich ein Problem hab wird er sauer und traurig und ich kann so nicht gut mit ihm reden. Will ihn ja weder verlassen noch verletzen. Wir brauchen definitiv für solche Gespräche einen Moderator aktuell.

Ursprünglich hatten wir beide am Montag einen Termin in der Familienberatung, den muss er leider absagen, schafft er beruflich nicht. Nächste Gelegenheit Mitte September oder Anfang Oktober.

Das schafft mich grad, alles wird verzögert und ich muss immer abwarten, will das aber gar nicht mehr. Ich möchte was verändern, weis aber nicht was und wie. Stattdessen sitze ich hier und warte was passiert und bin damit unglücklich.

Bin traurig, möchte meine eigene Liebesgeschichte zurück, möchte mich so fühlen als wäre ich der wichtigste Mensch in seinem Leben. Leider fühlt es sich nicht so an, wenn ich ihm sage das ich mich so fühle wird er wütend, kann es nicht nachvollziehen, er ist so gestresst, hat da keine Zeit seine Frau zu umwerben. Ja ich weis das er total gestresst ist. Trotzdem wünsche ich mir das er Dinge erledigt die mir wichtig sind, einfach weil er weis wie wichtig es mir ist.

Vielleicht erwarte ich da einfach auch zuviel, vielleicht ist das nach 7 Jahren halt nimmer so, vielleicht ist er sich zu sicher das ich bei ihm bleibe, vielleicht....

Ein Problem ist sicher das ich auch total unsicher bin, ich will ihm nicht sagen was er zu tun hat. Möchte ihm nicht sagen das er sich zwischen seinen Kindern hier und dem einen Kind dort entscheiden soll. Ich weis er würde sich für uns entscheiden, aber ich fände es falsch das von ihm zu fordern. Ich würde mir wünschen das er weiter seinen Sohn sehen kann, aber ich brauche auch mehr Zeit als Familie. Beides gemeinsam geht nicht. Was soll ich ihm da also sagen und raten?

LG

Karima

k'a[rimVa78


Hi,

unglaublich aber: es gibt immer noch keinen Termin für dieses Elterngespräch, und somit hängt alles weiter in der Luft.

Es zerrt an mir, dieses nicht planen können. Der Umgangstermin für Januar liegt wieder auf meinem Geburtstag, mein Mann hat mir versprochen das zu verschieben - ob er das halten kann ist für mich fraglich.

Seine Ex hat es jetzt geschafft den Termin fürs Elterngespräch um 3 Monate zu verzögern, niemand sagt was. Wir hatten grade wieder letztes Wochenende Umgang. Hier ist es anstrengend, mein Mann war 8 Tage am Stück weg. Ich bin nach 8 Tagen allein mit den Kindern total erschöpft. Dafür ist er jetzt eine Weile da, versucht von zu Hause aus zu arbeiten und hat ein paar Tage Urlaub genommen. Er bemüht sich total, ich weis.

Trotzdem weis ich nicht wie ich auf Dauer damit klar kommen kann. Ich würde es gerne leichter nehmen, aber es fühlt sich einfach nicht gut an. Und dann die Fragen der Kinder, wann kommt Papa wieder, meinst du Papa kann das mal mit mir machen,.....?

Leider haben wir dann noch unterschiedliche Erziehungsansichten, zumindest manchmal. Ich regel etwas unter der Woche und am Wochenende kommt er und findet ich habe das zu locker genommen. Ja, manchmal ist es sicher lockerer als bei ihm - einfach weil das mit 4 Kindern und nebenbei arbeiten manchmal anders gar nicht geht.

Das Hauptproblem für mich ist das ich an dieser Situation selber nichts ändern kann. Ich muss warten was in diesen tollen Elterngesprächen rauskommt, erst dann kann ich versuchen damit zu leben, oder zu planen.

Nach der Verhandlung habe ich meinem Mann versprochen es 8 Monate auszuhalten. Danach wollte er versuchen die Umgangsregeln zu lockern, so das sich die Kinder problemlos treffen können. Jetzt sind es 11 Monate, und es gibt noch nicht mal einen Termin fürs Gespräch. Die Kinder fragen inzwischen nimmer nach ihrem Bruder, sie jammern und wollen Aufmerksamkeit wenn Papa am Wochenende nicht da ist, sie beschweren sich das Papa mit ihnen sowas nicht macht. Und ich versuche auszugleichen und kann es doch nicht. Aktuell würde ich mir als Mama bestenfalls noch ne 4 geben, ich funktioniere, aber ich habe keine Energie mehr für die schönen Dinge mit Kindern. Ja, ich mach auch was schönes mit ihnen, aber halt lang nicht mehr so oft, weil ich mit der Arbeit kaum nachkomme und dann einfach müde bin.

Abwarten und Beten - hätte nie gedacht das es so schwer ist!

LG

Karima

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