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Habe meinen Partner emotional schwer verletzt

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Nachdem die Problematik nicht ganz frisch ist, braucht es jetzt auch keinen übertriebenen Aktionismus. Die Auswahl des Therapeuten sollte schon etwas überlegter als mit hektischer Telefonaktion ablaufen. Zudem ist Urlaubszeit, dass man viele schwer erreichen kann.

Viel Glück zunächst mit dem hoffentlichen Austausch mit dem Mann :)_

Alias 742844


Es ist immer so leicht, anderen im Netz etwas zu raten. Ich bin ja auch nicht neu im Forum und lese viel mit.

Aber wenn man plötzlich selbst in der Situation ist, schauts ganz anders aus

Ich bin noch nicht aufgestanden, da das Kind noch schläft, höre aber meinen Mann durchs Haus laufen und bin jetzt schon derart unruhig und am zittern, ich hab solche Panik vor der ersten Begegnung dann. Ich wünschte, ich wäre etwas ruhiger.

pSaraz0ellDnusxs


Beruhig dich. Alles wird wieder gut. Der Stress wird weniger werden und eure Gespräche werden besser. Weißt du, ein Lächeln ist die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen. Mach ihm einen Kaffee oder bring ihm ein Glas Wasser. Sag ihm, wie scheisse es dir geht und dass sich etwas ändern wird. Dass du es versuchen wirst. Du reflektierst gut und bist auf einem guten Weg.

DqieDosDismajchtdashGift


Wenn ich Deine Beiträge lese und auf mich wirken lasse, sehe ich das innere Bild eines jungen Kindes, dass sich ausprobieren will und nach Grenzen sucht.

Auch die Art wie Dein Mann nach Streitsituationen reagieren soll, hat Züge bei eines Kindes vom Verhalten her, dass seinen Eltern so lange hinterher läuft, bis es wieder Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt und der erlösende Satz kommt: "ja, es ist alles gut - vergeben und vergessen". Was Eltern zum Teil gut gelingt, nämlich Fünfe gerade sein lassen, wenn es um die wilden Eskapaden des jungen weiblichen und männlichen Filou's geht, ist einem erwachsenen Menschen in einer Partnerschaft so nicht mehr möglich.

Ich frage mal nach, hast Du Geschwister? Warst Du als Kind Vollzeit betreut durch Deine Mutter bis zur Schule oder in einer Kinderbetreuung außerhalb des Elternhauses?

Wie war der Umgang im Elternhaus, wurde dort sehr leistungsorientiert erzogen? Wie waren dort Zuwendung und Aufmerksamkeit in Bezug auf Dich? Gab es diese ohne besonderen Grund, oder erst dann, Beispiele willkürlich gesetzt, wenn das Kinderzimmer besonders gut aufgeräumt war, Du an Dich gestellte Aufgaben ohne Protest gut erledigt hast, Deine Schulergebnisse ohne "Fehl und Tadel" waren usw?

Oder gab es auch Zuwendung, Streicheleinheiten, emotionale Wertschätzung und Respekt, wenn Du über die Strenge geschlagen hast?

Warum ich das alles frage? Du hattest mehrfach erwähnt, dass dieses verletztende Verhalten der Worte, emotionaler Grenzüberschreitung anderen gegenüber nicht einzig auf Deinen heutigen Partner begrenzt war/ist, sondern bereits viel ältere Wurzeln hat. Das lässt zum einen vermuten, dass es ein gewisses Charakterbild in Dir ist, dass Dich so handeln lässt, andererseits aber auch, dass in Dir Anteile sind die Dich sozial so geprägt haben, wie Du heute agierst und reagierst.

Ebenso, dass Deine Eltern Dir vorwerfen, dass DU Schuld bist, wenn Deine Partnerschaften scheitern und Dir dafür die Verantwortung übertragen. Das klingt für mich sehr wertend, und Dir gegenüber destruktiv. Wenn Partnerschaften scheitern, liegt es nicht einzig in der Verantwortung der Frau, wenn es Schieflagen gibt die zur Trennung führen.

Du steckst zwar in einem Dilemma, aber in keinem das unlösbar ist. Allerdings habt ihr beide eine Dynamik zugelassen die euch zu dem bringt was ihr heute lebt.

Zuviel Perfektionismus bringt viele Menschen an den Rand des inneren Ausgebranntseins. Auch hier sind wieder kindliche Züge erkennbar, dass Du für das geliebt und anerkannt sein willst, was Du leistest und für andere bewusst erledigst.

Unabhängig voneinander und auch gemeinsam, solltet ihr eine Analyse dazu machen, welche eurer Ansprüche/materielle und Ego machende wirklich notwendig sind. Auch hier gilt, wie in anderen Bereichen, weniger ist mehr.

Mir fällt es in Gesprächen mit Paaren häufiger auf, dass die eigenen Ansprüche an sich und jene welche an den Partner oder die Partnerin gestellt werden sehr überzogen sind. Wenn dann noch häufig Vergleiche mit anderen im sozialen Umfeld lebende Leute gestellt werden, neben denen man selbst oder als Familie vermeintlich nicht "mithalten" kann, können daheim Dramen ausbrechen. Diese halte ich für unnötig, wenn ihr beide anerkennt, dass Menschen und ihr Zusammenleben nie perfekt sein kann.

Vergebung und verzeihende Gesten beim Gegenüber zu erfahren, ist ein tief in uns lebend menschliches Bedürfnis und auch deshalb in den großen Weltreligionen fest verankertes Bußeritual der Gläubigen. Insofern reagierst Du nicht anders als viele Mio erwachsener Menschen auf dieser Welt. Einzig die Art, wie Du es beim Partner (vielleicht auch anderen Menschen) einforderst ist veränderungswürdig.

In meinen Augen gibst Du Dir selbst zuviel Selbsverantwortung für das Gelingen eurer Partnerschaft und Familie. Infolge dessen, setzt es Dich rational und emotional so sehr unter Druck, dass es irgendwann in Dir explodiert, wenn Du spürst das Du eigene und fremde Erwartungen an Dich nicht mehr stemmen kannst.

Das in meiner Einschätzung erlerntes Verhalten und hat mit Deinem Charakter (der durchaus impulsiv emotional sein kann) weniger zu tun. Du erträgst es nicht andere zu enttäuschen, (so kommt es für mich rüber) und sobald Du glaubst, dass das was Du tust nicht ausreicht, braucht es nur kleine Anlässe die in Dir den Auslöser betätigen, und peng wird es zum Drama.

Dann wehrt sich in Dir alles gegen die vermeintliche Abwertung und Du greifst zur Gegenwehr, in dem Du alte Kamellen raus holst (ähnlich einem Kind), "ätsch, aber Du hast ja auch und der und der ja auch". So versuchst Du mit Deinen Versagerängsten umzugehen, damit Dein Ego in Deiner Wahrnehmung nicht noch weiter sinkt. Keine sehr wertvolle Gegenstrategie in einer partnerschaftlichen Beziehung, aber dennoch etwas das tief menschlich ist. Wir bekommen es doch in vielen Bereichen täglich so vergelebt, sei es Politik, in der freien Wirtschaft, öffentliche Medien usw. Wird jemand beim "Mist" machen erwischt, wird sofort danach geschaut an welcher Stelle auch andere "Baustellen haben, und es wird gepetzt und gehetzt als gäbe es kein Morgen.

Genau deshalb finde ich Dein Verhalten nicht so ungewöhnlich. ;-) Nur passt es nicht in Deine Partnerschaft, die harmonisch und für euer Kind prägend ist und euer seelisches Zuhause sein sollte. Das Nest, in das ihr heimkehrt, wenn euch die Welt draußen zu sehr stresst. Es ist auch nicht falsch, ein reinigendes Gewitter daheim zu haben. Aber zur Streit- und Diskussionskultur gehören Regeln, und diese lassen sich mit der dazu nötigen Geduld erlernen. Jeder Mensch hat andere Grenzen, und das ist die Fähigkeit die Dir abhanden gekommen ist, diese Grenzen früh genug zu erkennen.

Zudem sehe ich auf beiden Seiten Potential, an den eingefahrenen Gleisen in Job, Freizeitverhalten und eigenen Freiräumen. Die gilt es aufzudecken. Auch hier eine Frage, wie wichtig ist Dir materieller Status? Wärst Du bereit Abstriche zu machen, die für euch als Partner und Familie Entlastung ermöglichen würde?

Bevor ich weiter in die Details gehe, wäre es gut, wenn Du ein Feedback gibst zu den Gedanken. Und noch eins, bitte raus aus der Selbstanklage und dem Gefühl, ich bin die "Bestie" unter der alle leiden, dass ist unsinnig. :)*

L8oadfcxell


[...]

@ TE:

Fakt ist: Frauen wie Du sind extrem anstrengend und es raubt einem die letzte Energie die bei Laune zu halten, damit diese Ausbrüche nicht aufkommen können. Ich als Mann hätte den finalen Schritt schon lange durchgezogen. [...]

Alias 742844


@ all

Also erstmal, er redet mit mir. Ruhig und normal, aber distanziert. Keine Berührung kein freundlicher Blick. Nur karge kurze Sätze. Nur das nötigste.

Liebevoll jedoch dem Kind gegenüber.

Er hat jetzt auch nicht den Eindruck hinterlassen, gehen zu wollen, trägt nach wie vor den Ehering und unsere Kette. Verrichtet aktuell arbeiten im Garten (wir haben die Woche beide frei)

@ die Dosis macht das Gift

Ich versuche zumindest mal die ersten Fragen zu beantworten, da ich am Handy sonst den Überblick verliere

Ich frage mal nach, hast Du Geschwister? Warst Du als Kind Vollzeit betreut durch Deine Mutter bis zur Schule oder in einer Kinderbetreuung außerhalb des Elternhauses?

Ich habe ein knapp zehn Jahre älteres Geschwister. War nur 1 Jahr im Kindergarten, da meine Mutter damals Zuhause bleiben konnte.

Wie war der Umgang im Elternhaus, wurde dort sehr leistungsorientiert erzogen? Wie waren dort Zuwendung und Aufmerksamkeit in Bezug auf Dich? Gab es diese ohne besonderen Grund, oder erst dann, Beispiele willkürlich gesetzt, wenn das Kinderzimmer besonders gut aufgeräumt war, Du an Dich gestellte Aufgaben ohne Protest gut erledigt hast, Deine Schulergebnisse ohne "Fehl und Tadel" waren usw?

Leistungsorientier würde ich nicht sagen, aber durch die Trennung meiner Eltern fiel oft der Satz von meiner Mutter, wenn ich nicht brav bin muss ich zu meinem Vater, oder sie packt ihre Sachen und geht. Mein älteres Geschwister wurde mir immer als besseres Beispiel vorgeführt. Ich sei frecher, unordentlicher, höre weniger etc.

Oder gab es auch Zuwendung, Streicheleinheiten, emotionale Wertschätzung und Respekt, wenn Du über die Strenge geschlagen hast?

Da ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich dran erinnern kann, vermute ich eher weniger. Ich bin aber nicht in einer lieblosen Familie aufgewachsen. Wir hatten nach der Trennung meiner Eltern nicht viel Geld und ich erinnere mich daran, dass meine Mutter uns dennoch sehr viel ermöglicht hat und was ich als schön empfand, sie war immer da für mich. Ich war kein Schlüsselkind.

Alias 742844


Ich denke, es war für meine Mutter auch keine einfache Zeit damals, alleine mit 2 Kindern, das alles geregelt zu bekommen und sie hat sich oft nicht besser zu helfen gewusst, als mir in ihrer Verzweiflung zu "drohen", sie würde mich zum Vater geben.

Kelein}eHexxe21


Darf ich fragen wie alt euer Kind ist? Greift es in solchen Situationen schon ein indem es fragt was los ist? Manchmal vertieft das die Kluft noch.

Schlaft ihr nach solchen Streits getrennt? Manchmal ist es ganz gut wenn man morgens im Bett gleich einiges bereinigen kann bevor jeder Zeit hat, seinen Gedabken nachzuhängen.

Bzencit}aB.


Ganz am Anfang war irgendein Satz : ich meine das ja nicht so. Was ich gesagt habe.

Doch genau so meinst Du es. Da wirst Du ehrlich. Jedes Wort ist dann für Dich wahr, egal, wie absurd das Thema sein mag.

Das bist Du. So und nicht anders.

Wäre es anders, bräuchtest Du solch Gift nicht rausschleudern.

Etwas triggert Dich und er kriegt es ab.

Die Ursache aber liegt an Dir. Therapie ist schon mal gut, und klar, bei solchem Benehmen - wer soll das aushalten?

Schlüpf mal in seine Schuhe und steh dann vor Deinen Ausbrüchen. Wie würdest Du Dich fühlen? Hättest Du da nicht auch Lust, abzuhauen, hättest von so was die Schnauze voll?

Käme es zu den Konsequenzen seinerseits wäre das dann vielleicht endlich der Tiefpunkt, an dem Du etwas änderst. Ändern willst.

Denn Fakt ist, solange er immer wieder ankommt, mußt Du Dich ja nicht ändern....

Alias 742844


@ kleine hexe

Unser Kind ist noch keine 3 und fragt noch nicht nach. Es braucht aber viel Aufmerksamkeit, auch da es aktuell stark erkältet ist und so kann man oft kaum miteinander reden, solange das Kind wach ist.

Wir schlafen bei solchen Situationen nicht immer getrennt, aber manchmal. Kommt eben auch aufs Kind an.

Morgens im Bett möchte ich da aber nichts klären, das ist keine günstige Zeit bei mir. Soweit kann ich mich da einschätzen.

Alias 742844


@ loadcell

Er hat sich ja aus freien Stücken für mich entschieden und wurde nicht gezwungen.

Ich kann nur mein Verhalten reflektieren und ändern, deshalb schreibe ich nur meine Gedanken bezüglich meines Verhaltens. Es gibt natürlich auch Sachen, die er sagt und tut, welche mich verletzen, aber das ist hier nicht Thema. Denn ihn kann ich nicht ändern.

Von daher finde ich deine Aussage, ich solle besser um meiner und seiner Wohlergehen (und das anderer Männer) alleine bleiben. :-/

Alias 742844


@ Benita

Ja, vermutlich hast auch du recht, etwas triggert mich und er muss es ausbaden. In dem aktuellen Fall war es eine Situation aus der Vergangenheit, die haargenau so ablief und ich in meiner Wut den Satz sagte, er solle diesbezüglich nicht den gleichen Fehler wie mein Ex machen. Nicht mehr. Nicht laut oder aggressiv. Nur wütend und enttäuscht.

Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten würde, stünde ich mir selbst gegenüber.

Er ist oftmals auch nicht einfach, sagt Dinge, die mich verletzen und es fällt ihm dazu schwer, sich generell zu entschuldigen. Nicht ich, sondern Menschen aus unserem Umfeld beschreiben ihn als jemanden, der die Schuld nur bei anderen sucht. Ich mag das nicht einschätzen, da ich selbst genug "Dreck am Stecken" hab.

D<ieDozsLismacht-dasG\ift


Ich denke, es war für meine Mutter auch keine einfache Zeit damals, alleine mit 2 Kindern, das alles geregelt zu bekommen und sie hat sich oft nicht besser zu helfen gewusst, als mir in ihrer Verzweiflung zu "drohen", sie würde mich zum Vater geben.

Es ist schön, dass Du das heute als erwachsene Frau und Tochter so sehen kannst. Es ist in der Tat schwer, in einer Trennungssituation für sich selbst und ausgewogen für die Kinder zu "funktionieren" um ihnen einen möglichst guten Alltag zu gewährleisten.

Dennoch sehe ich aus Deinen Schilderungen deutliche Parallelen zu Deinem heutigen Verhalten. Wer als Kind oft verglichen wird mit den Geschwistern, weil eigenes Verhalten unerwünscht und negativ bewertet wird, entwickelt Abwehrmechanismen.

Zudem ist es bei 10 Jahren Altersunterschied kaum machbar, dass Du die selben Kräfte, Einsichten und Kontrollmechanismen hast. Auch deshalb hat sich in Dir ein Unterlegenheitsgefühl entwickelt. Ich denke, dass dieses in Teilen auch heute noch in Dir weiter lebt, vielleicht deswegen dieses Kontrolle behalten wollen. Übertriebener Aktionismus, perfekter Haushalt, Garten, gut angepasst in der Beziehung usw. Nur führt das irgendwann dazu, dass sich die Frustspirale in Dir erhöht, und irgendwann hat diese den Siedepunkt erreicht und dann brechen alle Dämme.

Unbewusst spiegelst Du auf die Art das Verhalten Deiner Mutter was Du in in Kindertagen erlebt hast mit. Auch deshalb dieses Panikverhalten, Du wirst verlassen und allein gelassen. Das sind in Dir verbliebene Urängste in meiner Wahrnehmung, die Dir altes Verhalten aus Kindertagen wieder spürbar macht.

An diese Angstspirale musst Du ran als Aufgabe. Zudem nimm mehr Druck aus Deinem Anspruch alles jeder Zeit gut und für andere zufriedenstellend erledigen zu müssen. Gehe Dein Zeitmanagement für Dich durch, und erarbeite Dir Freiräume, die es ermöglichen Auszeiten von Familie und Haushalt zu haben.

Gibt es die Möglichkeit über Freundschaften in der Umgebung (so hab ich es damals mit 3 Kids gehändelt) die Kinder mal außer Haus zu verteilen, sodass mal ein Kinoabend, Sport oder Eventveranstaltungen möglich waren. Es lief dann im Tausch mit den Familien, dass die Kinder mal dort und mal hier auch unter der Woche Zeit verbrachten und übernachtet haben. Der Weg morgens war der gleiche Kita später die Schule. Zudem profitierten die Söhne von diesem Familientausch. Sie haben das Zusammenleben/Regeln anderer kennen gelernt und waren kompromissfähiger im Umgang. Von den dadurch entstandenen Kinderfreundschaften profitieren sie heute noch als positiven Effekt.

Zudem wäre zu überlegen, wie Dein Mann aus dem 12 Stunden Arbeitstag raus kommt, oder ist das ein fester Schichtrhythmus? Einschließlich der Fahrzeiten ist dieser Tag zu lang. Da kommt jeder Mensch an persönliche Grenzen, wenn das regelmäßig so läuft, und er sogar zusätzlich noch Arbeit am WE und in der Woche übernimmt, die nicht mit eurer Familie zu tun haben.

Hier lauert Konfliktpotential, dass euch beide an emotionale Grenzen bringt. Deswegen mein Rat überprüft die dringend notwendigen Fixkosten und darüber gehende Ansprüche, die materielle Aufwendungen notwendig machen.

Morgens im Bett möchte ich da aber nichts klären, das ist keine günstige Zeit bei mir. Soweit kann ich mich da einschätzen.

Das Schlafzimmer würde ich grundsätzlich nicht zum Ort für Diskussionen und Streitort machen. Fördert Schlafstörungen und sollte auch eine Art Rückzugsort innerhalb der eigenen vier Wände sein. Es kann auch richtig sein, wenn die Luft zu dick ist - getrennt zu übernachten, davon geht keine Ehe kaputt. Bevor beide mit Wut im Bauch Rücken an Rücken einschlafen sollen, kann es besser sein, wenn etwas Distanz einkehrt und jeder seinen Gedanken in Ruhe nachgehen kann.

Mein Rat arbeite an mehr Freiräumen für Dich, für beide gilt aus der Überfordertungsspirale raus zu kommen. Zu wenig Entspannung lässt auch kleine Streitanlässe zu Riesendramen werden, wenn ihr beide zu wenig Rückzug vom Alltagsstress habt.

Wie sehen eure aktiven Paarzeiten aus, mal ohne Kind?

LSoadctell


Von daher finde ich deine Aussage, ich solle besser um meiner und seiner Wohlergehen (und das anderer Männer) alleine bleiben. :-/

Das kann gut sein, dass du meine Aussage nicht gut findest. Nichts anderes habe ich erwartet, denn die Wahrheit tut oft weh.

Aber wenn Du nur einen Funken Empathie für die Männerwelt hast , und speziell für deinen Freund, dann könntest Du erkennen, dass es nicht schlimmeres für einen Mann gibt wie ein zickiges Weib. Sowas auf Dauer daheim zu haben, hat zur Folge, dass man sich emotional immer mehr von ihr entfernt. Bei Euch ist halt das Kind noch da. In so einer Situation scheuen sich viele Männer davor das Weite zu suchen. Aber irgendwann kommt die Zeit , da hält mann es nicht mehr aus. In Deinem Fall ist diese Unart wohl ein Charakterzug und lässt sich nur schwer ändern, finde ich. Von dem tut er mir leid sowas aushalten zu müssen. Ein Leben als Single wäre da wesentlich stressfreier. Aber wie gesagt, das Kind (das letzte Band) bindet. Noch !

Alias 742844


@ loadcell

Sorry, aber du bist nicht der einzige der mir einen Spiegel vorgehalten hat. Jedoch kennst auch du nur meine Schilderungen in diesem Faden. Daraus ziehst du nicht unbedingt nur richtige Schlüsse.

Ich bin keine 24h Vollzeit-Zicke.

Und ein Kind ist heutzutage kein Grund, sich nicht zu trennen. Er braucht dir nicht leid zu tun, denn wenn er wirklich gehen will, wird er das tun. Er kam vergangenes Jahr zurück, mit den Worten, dass er mich liebt und nicht verlassen will.

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