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Möchte ein Mann, der eine Frau liebt, für sie sorgen können?

D]erNAost-algike8r


Ich persönlich würde meine Frau unbedingt versorgen wollen. Das entspricht einfach meinem Selbstverständnis als Mann und hat wahrscheinlich mit dem "Beschützerinstinkt" zu tun. Genauso wie ich meine Frau vor Gefahren beschützen und verteidigen oder ihr schwere Lasten abnehmen können möchte, so möchte ich sie auch materiell absichern und versorgen können. Für mich wäre das eine absolute Selbstverständlichkeit und eine Ehrensache.

mCne?f


Nun frage ich mich aber - wieso funktionieren solche Ehen, wie von meinen Eltern, super, und unabhängige Frauen wie ich, haben Probleme einen Partner zu finden ???

Du solltest dich davon verabschieden, dass du wegen deiner finanziellen Unabhängigkeit keinen Partner findest.

Es gibt Millionen Männer, die nicht den Alleinversorger spielen wollen.

Bei der Partnersuche spielen viele Faktoren eine Rolle, die Ausmaße der "Unabhängigkeit" auch.

Wie unabhängig bist du denn abseits deiner Finanzen?

Mich verwirrt hier eher, dass eine erwachsene Frau, die sich unabhängig nennt, sich derart von den Aussagen ihrer Mutter verunsichern lässt und in Wie-kann-das-sein-Denken verfällt :-/

Meine Mutter ist der Meinung, dass ein Mann, der einen liebt, automatisch auch die Frau finanziell "versorgen" möchte.

Kann so sein, kann nicht so sein. In dieser Pauschalität liegt deine Mutter einfach nur falsch. Ihr Ehemodell ist ihr gutes Recht, daran gibt es nichts auszusetzen, sie und ihr Mann scheinen damit top zufrieden zu sein. Von sich auf andere zu schließen und sogar zu behaupten, nur wenn es so läuft, wäre es Liebe, ist schlichtweg vermessen und keine sonderlich kluge Aussage.

Sie findet, dieses "deutsche" Denken - jeder kümmert sich um seine eigenen Probleme und man übernimmt keine Verantwortung für den Partner - führt am Ende zu nix.

Das sehe ich auch so ("deutche" klammer ich mal aus). Verantwortung übernehmen heißt aber in alle Richtungen und beschränkt sich nicht nur auf "Wer zahlt". Beschränkt man es nur aufs Finanzielle, so übernimmt deine Mutter keine Verantwortung, sondern hat sie mit der Eheschließung an deinen Vater abgetreten. Liebt deine Mutter ergo nicht wirklich? ;-)

sbens%ibelrmann9x9


Genauso wie ich meine Frau vor Gefahren beschützen und verteidigen oder ihr schwere Lasten abnehmen können möchte, so möchte ich sie auch materiell absichern und versorgen können.

Ist da der Gedanke vielleicht: "Die arme schwache unfähige Frau"?

L#osttgihrl_x85


@ sensibelmann99

"Schwach" hat nichts mit "unfähig" zu tun. Und Frauen sind nun mal körperlich "schwächer" als Männer...und ja, auch ich finde es schön, wenn man sich vom Mann beschützt fühlt.

tYiUneixdae


In welcher Situation bedürfen Frauen denn dem Schutz von Männern? ":/ Wenn mich nicht alles täuscht, sind die meisten Opfer von (außerhäuslicher) Gewaltkriminalität männlich.

LwosQtgvirl_8x5


Naja, ich finde es auch nett, wenn ein Mann mich nach dem Date anbietet nach Hause zu begleiten. Da fühle ich mich einfach sicherer...oder anderes Beispiel, mein Stiefvater möchte auch nicht, dass meine Mutter mit den Hunden nachts oder spätabends rausgeht. Es ist halt einfach gefährlicher für eine Frau als für einen Mann. Ist doch niedlich. @:)

Umgekehrt würde meine Mutter aber auch ich meinen Partner nicht nachts alleine irgendwo hinschicken. Wenn er mich also nach Hause bringt, dann würde ich ihm auch ein Taxi bestellen @:) Oder er bleibt bei mir ;-D Weil klar, hast du Recht, auch für Männer ist es nachts nicht ungefährlich. Vor allem nicht in U-Bahn/S-Bahn etc.

Es geht wohl einfach um die Geste des Umeinanderkümmern.

C&homQs,ky


ein Mann, der einen liebt, automatisch auch die Frau finanziell "versorgen" möchte. Im Gegenzug tut die Frau dann aber auch alles für den Mann, damit es ihm gut geht.

Das klingt für mich mehr nach einem Handelsabkommen als nach einer Beziehung. Der Mann scheffelt Kohle, die Frau putzt, wäscht, kocht und massiert ihrem Finanzier abends schön die Füße.

Nicht falsch verstehen, WENN beide sich für das sehr traditionelle Modell "Er arbeitet, sie kümmert sich um Haus und Kinder" entscheiden und es für sich für gut befinden, ist das vollkommen in Ordnung.

Mich stört an der These deiner Mutter neben der Verallgemeinerung, vor allem die Verknüpfung von Liebe, Leistung und Gegenleistung. Das hat etwas von einem Vertrag: ich mache X für dich, aber im Gegenzug machst du Y für mich. Auf dieser Basis würde ich keine Beziehung führen wollen.

Möchte ein Mann, der eine Frau liebt, für sie sorgen können?

Dagegen kann ich das für mich mit Ja beantworten, aber beziehe mich nicht auf Geld. Ich will für die Frau, die ich liebe, da sein können und mich in Situationen oder Lebensphasen, die es erfordern, natürlich um sie kümmern und, wenn man es so ausdrücken will, für sie sorgen. Weil ich möchte, dass es ihr gut geht. Das ist aber an keine Erwartungen oder gar Bedingungen geknüpft, wobei ich in meinen bisherigen Beziehungen immer das Gefühl hatte, dass dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht und auch meine Partnerin jederzeit für mich gesorgt hätte/sorgen würde, wenn es ein Notfall erfordert.

Aber das ist vielleicht auch der Unterschied: mir ist Augenhöhe in einer Beziehung sehr wichtig. Ich teile mit der Frau, die ich liebe, gerne alles was ich habe und zwar ohne hochzurechnen, was sie mir dafür "zurückgibt", aber genauso finde ich es toll und wichtig, wenn sie frei und unabhängig von mir ist und mit beiden Beinen im Leben steht. Eine Frau, die (finanziell) von mir versorgt werden will, würde nicht zu mir passen, wobei es für mich da mehr um die Einstellung zu Themen wie Selbstverwirklichung und Lebensgestaltung als um das Finanzielle geht.

c?riemcharxlie


..... Und ich kenne echt nur eine Familie näher, bei denen die Frau mitarbeiten muss, weil Mann Familie nicht alleine ernähren könnte. Ab 1330 sind hier die kigas ausgestorben....

F;lame5chxen7x9


Es ist halt einfach gefährlicher für eine Frau als für einen Mann. Ist doch niedlich. ":/ :-/

Es geht wohl einfach um die Geste des Umeinanderkümmern.

das ist für eine Beziehung doch selbstverständlich. Unabhängig,wer die Family finanziert.

cWriec(harlie


Gibt immer noch alle Modelle.

t/inei-dae


Sich umeinander kümmern ist nett, keine Frage.

Es ist halt einfach gefährlicher für eine Frau als für einen Mann.

Das stimmt schlicht nicht.

Ehhem<alMiger Nut}zer (x#608710)


Wenn man die Worte "Mann" und "Frau" einfach durch Partner ersetzt, finde ich dieses traditionelle Familienmodell sehr gut und kann wirklich verstehen, warum deine Eltern glücklich sind. Für mich spielt es nämlich keine Rolle, ob er oder sie arbeitet während der/die jeweils andere den Haushalt schmeißt. In einer Zeit mit immer mehr gleichgeschlechtlichen Paaren ist das ohnehin hinfällig. Wichtig finde ich aber das grundlegende Prinzip der Aufgabenteilung.

Ich denke einfach, dass es beiden mehr gibt, wenn man manche Sorgen einfach nicht hat. Wenn man weiß, jemand, dem ich vertrauen kann, kümmert sich darum. Der eine kann sich ganz auf die Arbeit konzentrieren, was sich früher oder später in besserer Leistung äußert und schließlich in finanzieller Gegenleistung, sprich Wohlstand für die Familie. Der andere kann darin aufgehen, für alle, Partner wie Kinder, ein Zuhause zu bieten, einen Ort des Wohlfühlens und der Geborgenheit.

Es gibt auch beiden stets die Möglichkeit, dem anderen etwas ganz wichtiges zu geben, was sich schön anfühlt. Genauso wie beide dieses auch jeweils mit bestem Gewissen annehmen können. Das ist eben dieses "um einander kümmern", das jeder wollen sollte, der liebt.

D)ie ESexherin


Und ich kenne echt nur eine Familie näher, bei denen die Frau mitarbeiten muss, weil Mann Familie nicht alleine ernähren könnte.

dann lebst du entweder in einer sehr sehr günstigen gegend, oder/und bewegst dich nur in kreisen, in denen dieser eine schon so richtig richtig gut verdient!

AGBCE01


Nun frage ich mich aber - wieso funktionieren solche Ehen, wie von meinen Eltern, super, und unabhängige Frauen wie ich, haben Probleme einen Partner zu finden ???

Das nennt sich wohl Bindungsangst. Bei Youtube gibts Videos. Gute und weniger gute. Einfach etwas passendes raussuchen.

[[https://www.youtube.com/watch?v=0LKPW4OicPw]]

[[https://www.youtube.com/watch?v=KfrvaOZBZ3I]]

Ganz angenehm sind auch die Videos von Petra Fürst.

[[https://www.youtube.com/watch?v=0Ovj6ImuuiQ&t=215s]]

Cwhom%sky


..... Und ich kenne echt nur eine Familie näher, bei denen die Frau mitarbeiten muss, weil Mann Familie nicht alleine ernähren könnte. Ab 1330 sind hier die kigas ausgestorben....

Echt?

Wenn ich an "unseren" Kindergarten denke und auch an die Freunde meiner Kinder ist das ganz anders. Ich würde sagen die Hälfte bis zwei Drittel der Gruppe geht auch in die Nachmittagsbetreuung. Die meisten zwar nicht täglich, aber so zwei oder drei Nachmittage durchaus. (Meine auch)

Klar gibt es auch Kinder, die mittags abgeholt werden bzw. Mamas, die nicht arbeiten und zu Hause sind, aber bei denen, die ich grade auf den Schirm habe (und privat kenne), ist der Grund dafür die Elternzeit mit dem jüngeren Kind und nicht, dass der Mann die Familie alleine versorgt.

Dagegen kommt auch das andere "Extrem" selten vor, also wenige Kinder, deren Eltern beide min. 40 Stunden arbeiten und die daher jeden Tag von morgens bis abends in der Kita verbringen.

Aber bei der Mehrheit und auch im Freundes- und Kollegenkreis arbeiten beide Elternteile. Meist einer mit reduzierter Stundenzahl, damit man als Familie Kinder, Haushalt usw. gut unter einen Hut bekommt, aber das was du beschreibst, criecharlie, kann ich absolut nicht bestätigen.

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