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an einer Ehe festhalten - oder auch nicht- eure Gründe

F'(hlingsIkixnd5 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

wie ihr in meiner Überschrift lesen könnt, fände ich das Thema aus welchen Gründen man eine Ehe oder Beziehung noch aufrecht erhält oder eben nicht - ganz interessant.

Auch bei mir persönlich stellt sich diese Frage zum wiederholten mal.

Mein Mann zb. übernimmt keinerlei Verantwortung für sein handeln - immer sind die anderen Schuld. Und auch steht er nicht für seine Dinge ein, selbst dann nicht wenn es zu seinem Schaden durch dritte geht. Um des lieben Friedens oder Freundschafts wegen - nimmt er ALLES hin. Ich bin dann die böse Ehefrau weil ich natürlich was sage - einfach weil ich ein starkes Unrechtsbewusstsein habe und mit nichts gefallen lasse.

Er hingegen lässt sich wirklich alles gefallen, und baut er selbst scheiße in dem er mal wieder seinen Frust auslässt und irgendwas demoliert sind auch die anderen Schuld an seinem Verhalten, denn man hätte ihn: nicht anreden sollen, kommen sollen oder sonst irgendwas - irgendeine Ausrede gibt es IMMER - oder er lügt das sich die Balken biegen, als wär ich so dumm das zu glauben. Das ist unter anderem das schlimmste. Lügen, in einer Ehe/Beziehung - wie soll man da vertrauen? Aber typisch - wie seine Eltern - war es noch so eine Unwichtigkeit, logen sie.

Vielleicht hat es auch damit zu tun das er ewig mit seinen Eltern zusammen lebte, sich nie abnabelte - ja auch das musste ich für ihn übernehmen als er mich mit 40 kennenlernte (ich bin seine erste feste Beziehung - davor nur Bettgeschichten) und ich zu ihm zog. Er stand grinsend daneben und wie er kürzlich zugab freute es ihn sogar das seinen Eltern nun endlich wer kontra gab.

Warum tat er es nie - verdammt noch mal.

Ich bin ein grundlegend anderer Mensch und das wird mir täglich mehr und mehr bewusst :°(

Musste jung zu Hause weg und musste ab da für mein Leben kämpfen. Auch ich musste das erst lernen - so ist das nicht. Ich wuchs sehr unterdrückt und mit viel Gewalt auf - jedoch lernte ich mit den Jahren zu kämpfen - das Leben ist nun mal nicht: ja und Amen sagen - für mich nicht.

Doch fünfzehn gemeinsame wenn auch nicht einfache Jahre prägen und die will man nicht gleich wegschmeißen.

Spreche ich das Thema "Scheidung" an - kommt von ihm - dann ginge sein Besitz drauf, weil er Angst hat das er mir finanziell etwas geben müsste.

Ich weis nicht, wieviel kann eine Ehe tolerieren, wieviel nicht? ???

Antworten
ESllaPFropwelxla


Spreche ich das Thema "Scheidung" an - kommt von ihm - dann ginge sein Besitz drauf, weil er Angst hat das er mir finanziell etwas geben müsste.

Nun ja... das scheinen die wirklich wichtigen Dinge für ihn zu sein, materieller Besitz. Was er jedoch nicht verhindern wird können, es sei denn, er geht unter die Pfändungsgrenze. Eine Ehe, so kein Ehevertrag vorliegt, ist eine Zugewinngemeinschaft, die Hälfte gehört also eh Dir. Über nachehelichen Unterhalt müsste man ggf verhandeln.

wieviel kann eine Ehe tolerieren,

Eine Ehe kann aber auch nur funktionieren und kleinere Schwächen tolerieren, wenn sich beide Partner einbringen, und zumindest der grössere Teil der Interessen/Ansichten/Lebensvorstellungen/Pläne gemeinsame sind.

Ich habe meine Ehe nach 6 Jahren beendet, wegen "unüberbrückbarer Differenzen" .. soll heissen.. wir hatten uns nach den wenigen jahren soweit auseinander gelebt, dass ich es nicht mehr ertragen wollte und konnte.

Ich weiß nicht, wie hoch Dein Toleranzlevel ist.. meines wäre ereicht.

M&annu0x42


Hallo Frühlingskind5,

ich glaube es nützt dir relativ wenig zu wissen, wie andere sich in einer ähnlichen Postion verhalten oder sich in deiner Situation verhalten würden. Du mußt eine Entscheidung treffen. Es ist dein Leben, deine Beziehung.

Ich meine gut anhören tut sich das nicht, aber ich kann weder ein Pro noch ein Kontra abgeben. Tue du also das, was du deinem Mann vorwirfst. Triff eine Entscheidung und übernimm die Verantwortung für dein Handeln.

LG

Mann042

aZnfanngmitfGrePude


Doch fünfzehn gemeinsame wenn auch nicht einfache Jahre prägen und die will man nicht gleich wegschmeißen.

Spreche ich das Thema "Scheidung" an - kommt von ihm - dann ginge sein Besitz drauf, weil er Angst hat das er mir finanziell etwas geben müsste.

ich stecke nicht in deiner oder seiner haut, also kann ich nur meine meinung dazu äussern, was ich hypothetisch in einer solchen lage machen würde - ich würde die beziehung beenden. in deinen ausführungen lese ich ziemlich viel frust und nicht wirklich viel liebe.

klar, frust kann mit der zeit auch mal verfliegen und sicher habt ihr auch schöne momente zusammen. aber zusammen sein, weil du nun schon 15 jahre durch hast und weil man so kurz vor knapp nicht mit dem marathon aufhört, auch wenn man eigtl. nie marathon laufen wollte? ":/

und sein argument ist ja auch mal spitze - du als mensch scheinst ihm ziemlich egal zu sein. du hast damals deine schuldigkeit erfüllt und ihn von mutti und papi losgeeist. jetzt bist du nur noch ein kostenfaktor. dich irgendwie zu behalten und hin und wieder mal mit einer lüge zu beruhigen ist eben günstiger, als sich von dir scheiden zu lassen.

letzten endes musst du aber selber wissen, wie du damit umgehst und wie du agieren willst.

h]atschTipxu


Irgendwer schrieb hier mal, dass es nicht wichtig ist, wie viel Zeit man miteinander verbracht hat, sondern wie viel man noch miteinander verbringen will. Da ist was Wahres dran.

Ich verstehe dein Dilemma, es ist nie leicht sich zu trennen nach so langer Zeit. Ich habe auch schon einige Male an Trennung gedacht oder mich gefragt, wie das wohl wäre. Aber am Ende sprachen immer mehr Gründe dagegen als dafür. Nicht nur mehr, sondern schwerwiegendere. Was einem nun wirklich wichtig ist, muss jeder selbst entscheiden. In meinem Umfeld ist gerade eine riesife Trennungswelle. Doch während die Männer alle leiden, erscheinen mir die Frauen alle sehr befreit und zufrieden. Ich glaube, ist die Entscheidung erstmal gefallen und sind die ersten Schritte getan, bereuen es die wenigsten. (wenn es gute Gründe dafür gab)

Habt ihr Kinder oder sonstige gemeinsame "Verflichtungen"?

C|hom}sckxy


Ich weis nicht, wieviel kann eine Ehe tolerieren, wieviel nicht?

Da gibt es keine Pauschal-Antwort. Man kann eine Ehe nicht mit einer anderen vergleichen und auch nicht, wie verschiedene Menschen damit umgehen, wenn es in der Beziehung schwierig ist oder man nicht mehr so gut klarkommt wie früher.

Ich finde den Gedanken von hatschipu gut: wie fühlt es sich für dich denn an, wenn du dir vorstellst, dich zu trennen? Wie würde dein Leben weiter verlaufen und was empfindest du bei dieser Vorstellung?

Und umgekehrt: wie ist es für dich, dir vorzustellen, weiterhin in der Ehe zu bleiben, wenn sich an der derzeitigen Situation nichts oder nur wenig zwischen euch ändern würde?

Und zum Schluss: siehst du Potenzial für Veränderungen? Kannst du mit deinem Partner gut über Probleme sprechen, aber auch über deine Bedürfnisse und Wünsche? Kannst du dir vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, wieder zueinander zu finden? Ist die Bereitschaft vorhanden Hilfe in Anspruch zu nehmen (Paartherapie)?

Habt ihr Kinder, die noch bei euch leben und von eurer Entscheidung direkt betroffen sind?

soensi/belman3n99


wieviel kann eine Ehe tolerieren, wieviel nicht?

Liebst du ihn noch? Was fandest du an ihm gut, als ihr euch kennenlerntet? Was hat sich seitdem geändert?

p@ieplaxnt


Ich lese in Deinem Beitrag keinerlei Angaben zu der Tatsache ob Du Ihn (noch) liebst?

Auch wenn man sich liebt hat dies nicht zu bedeuten, dass man miteinander eine Ehe führen kann. Doch wenn Du diese Frage schon mit Nein beantworten mußt, wäre der Rest für mich damit geklärt

myondC+stexrne


Ich weis nicht, wieviel kann eine Ehe tolerieren, wieviel nicht?

So wie es ist, wird es mit Toleranz nur schlimmer, würde ich vermuten.

Deshalb wäre es mein Ansatz, nach Alternativen zu suchen. Welche anderen Möglichkeiten könnte es geben?

Ich persönlich verfolge das Ziel, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wie wäre das für Dich? Eine denkbarer Weg?

LYucix32


Würde mir ein paar Fragen stellen

-liebe ich ihn noch?

- ist die Beziehung zu retten?

- sind wir nur noch aus Gewohnheit zusammen?

- Bin ich gerade glücklich?

- ist diese Ehe gesund für mich?

DQie nSe$herxin


für mich gibt es im grunde zwei grundsätzliche fragen: gibt mir die liebe, verbundenheit, vertrautheit, gemeinsame vergangenheit genug energie, dass ich alles an veränderungspotenzial, was vielleicht noch vorhanden ist, auszuschöpfen? (kommt von der anderen seite auch diese kraft) und als zweites gibt es da die zeitliche komponente. genügt die liebe, die gemeinsame vergangene zeit, auch eine gemeinsame zukunft zu tragen?

bei mir waren irgendwann beide fragen mit einem klaren nein beantwortet... allerdings ist mir die entscheidung abgenommen worden, weil mein damaliger mann sich dann verliebt hat - in eine frau die ihn genau so geliebt hat, wie er war ;-)

a+utu5mn-xlike


Ich war vor einigen Jahren in einer ähnlichen Lage wie du. Mich hielt nur, dass wir 19 Jahre zusammen waren. Als ich von Trennung sprach, führte er hier nur die finanzielle Seite auf. Kein Wort von Liebe etc.

Ich entschied mich für die Trennung und meine Entscheidung war richtig.

Allerdings bei uns war es so, dass wir um im Laufe der Jahre auseinander gelebt hatten. Du kennst ihn ja nicht anders. Hat es dich schon immer gestört?

F~rühl0i@ngsSkindx5


@ Alle

danke für eure Antworten - erst mal.

Die Frage ob ich ihn noch liebe wurde gestellt - ich kann diese nur mit einem - ich weis es nicht beantworten.

Bin ich länger fort - dieses Gefühl von "ich vermisse meinen Partner" gibt es nicht (mehr).

Unsere Ehe war für mich von Anfang an ein Kampf um ihn da er eigentlich nie zu mir stand oder sich loyal mir gegenüber verhalten hätte.

Erst die letzten Jahre wurde dies besser. Allerdings gibt es auch niemanden mehr vor denen er zu mir stehen müsste (seine Eltern tot bzw. Altenheim da ich mich geweigert habe sie zu pflegen - NACH all den Vorfällen)

Aber es kommen schon immer mal wieder Seitenhiebe zb. über mein Vorleben - ich war schon mal verheiratet und meine Kinder stammen auch aus dieser Ehe, dann ein paar Beziehungen als ich schließlich zu ihm kam. Zusammen haben wir keine Kinder.

All diese Dinge ließen mit der Zeit immer mehr an Liebe und Vertrauen zu ihm wegbrechen und ich konsumierte meine Traurigkeit in (fr)essen. Nun habe ich sehr viel abgenommen, er bekommt Komplimente über seine hübsche Frau und was macht er, statt stolz zu sein wie ich es meinen würde - ist er eifersüchtig!!

Selbst ist gerade er es der..... intensiveren Blickkontakt zu anderen Damen sucht und hält - auch das streitet er ab wie auch sonst eben auch wenn ich ihn beim lügen erwische.

Generell weis ich heute das er ein anderer Mensch ist als er sich in der Anfangszeit mir gegenüber zu verkaufen versuchte.

Nicht der schüchterne mit wenig Erfahrung puncto Frauen (ja fixe Beziehung hatte er keine das stimmt tatsächlich) aber sonst :-o er ist jemand der ziemlich frech flirtend anmachend mit einem ziemlichen Mundwerk rüberkommt - Frauen gegenüber.

Und ja jemand hat mich gefragt ob mich all diese Dinge schon immer gestört haben. Ja dieses nicht zu mir stehen und seine Art die sich mit der Zeit doch rauskristallisiert hat wie er wirklich ist.

h6atsc/hipu


Kannst du auch was positives sagen?

mznef


Um des lieben Friedens oder Freundschafts wegen - nimmt er ALLES hin. Ich bin dann die böse Ehefrau weil ich natürlich was sage - einfach weil ich ein starkes Unrechtsbewusstsein habe und mit nichts gefallen lasse.

Naja, Freunschaften sind das ja nicht, aber bei "des lieben Friedens wegen", kommt es ganz auf den Einzelfall an. Man muss nicht zu jedem Scheiß "was sagen". - Hast du Beispiele?

Warum tat er es nie - verdammt noch mal.

Die Antwort hast du dir doch selbst gegeben. Er ist so tief geprägt, dass er es nicht ablegen kann.

Welche guten Seiten stehen dem gegenüber?

Warum hast du ihn geheiratet, obwohl es von Anfang an eher nicht so rosig aussah?

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