» »

Kein Interesse an Freundschaften oder Beziehungen - normal?

sWchnSittxer


Meine Güte ist der Text von Schopenhauer relevant

Der Mensch wird von einem absolut nenneswerten Teil negativer Motivatoren angetrieben. Leider auch ich. Unter der Oberfläche der formellen Höflichkeit ist soviel Neid und Gemeinheit, was immer wieder in Spitzen und Gehässigkeiten rauskommt. Deshalb ist es meiner Meinung nach legitim Abstand einzuhalten. Wenn man sensibel ist.

Sich selbst zu genügen halte ich für kein größeres Vergehen, als im zwischenmenschlichen seine Stacheln und Ränke auszufahren, und nach den üblichen Gepflogenheiten mitzumischen.

Andererseits gibt es immer Einzelne, mit denen man Überzeugungen, oder Schicksal oder Interessen teilt. Und wie Schppenhauer schreibt: Man kann sich kaum selbst völlig genügen. Man sehnt sich nach dem Gegenüber, jeder in seinem Maß, aber wohl unleugbar.

Es wird sich insofern nicht ausgehen, dass man vollkommen abgeschottet lebt, denn man wird sich einerseits als soziales Wesen nach passenden Menschen sehnen. Selbst wenn man nur teilbefriedigenden Kontakt mit Leuten pflegen kann, wo man sich wechselseitig noch reibt und mit diversen Eigenheiten belastet.

Andererseits können die wenigsten autark als Selbstversorger leben und wollen sich vielleicht auch nicht einfach mit 65 bei Krankheit irgendwo alleine zum Abkratzen hinlegen.

Derjenige der kaum in Gesellschaft sein kann und derjenige der kaum alleine sein kann - das halte ich beides für relativ normal und in jedem Fall für legitim. Jeder wird sich da (hoffentlich) selber einpendeln so wie er kann und wie er es braucht.

SBilbe,rmo4ndaugxe


Bei Mannsbildern gilt es als typisch dass die nicht ueber Probleme reden. Aber Frauen muessen ?

Zum sonstigen sozialen halte ich mich raus ABER es GIBT asexuelle Menschen, also Menschen die keinen Wunsch nach Sex haben. Das ist selten aber normal.

S3ilbermoQndauxge


Bei Mannsbildern gilt es als typisch dass die nicht ueber Probleme reden. Aber Frauen muessen ?

Zum sonstigen sozialen halte ich mich raus ABER es GIBT asexuelle Menschen, also Menschen die keinen Wunsch nach Sex haben. Das ist selten aber normal.

SBilb0ermonxdauge


Bei Mannsbildern gilt es als typisch dass die nicht ueber Probleme reden. Aber Frauen muessen ?

Zum sonstigen sozialen halte ich mich raus ABER es GIBT asexuelle Menschen, also Menschen die keinen Wunsch nach Sex haben. Das ist selten aber normal.

_iSuqrf2erixn


@ TE

Man muß das nicht überbewerten. Solang man hier und da noch ein wenig Kontakt und Kommunikation hat, ist es doch ok.

Wenn man über Jahre in absoluter Isolation leben würde, ohne jeglichen Kontakt, weder online noch im real life, dann glaube ich, dass man verrückt werden würde. Das würde man glaube ich, nicht wirklich überleben können. Weiß es aber nicht.

Aber solange man noch in der Zivilisation unter Menschen lebt, ergibt sich ja immer mal hier und da ein Gespräch. Das wird schon reichen.

Ich lebe sozial auch auf Extremdiät. :)D

Hka]yle


Es gibt ja auch Einsiedler, aber das wäre, denke ich, doch nichts für mich.

Zum Thema Sexualität: Ich habe auch schon daran gedacht, dass ich asexuell sein könnte, aber anderseits denke ich mir, dass ich doch erst 19 bin und sich das im Laufe der Zeit irgendwie ergibt? Anderseits kann ich mir nicht vorstellen, freiwillig so nah mit einem Menschen zu sein und das dann auch noch zu genießen. ":/

C+urioKusDKatDha1o99x1


Hallo :)

Für mich hört es sich an, als würdest du dir da was vormachen. Du redest dir ein, dass du keine Kontakte brauchst, weil du Angst davor hast verletzt zu werden.

Wenn ich du wäre, würde ich versuchen mich raus zu trauen und Freundschaften zu schließen.

Wenn du online gehst und solche Fragen stellst, dann deutet dass meistens darauf hin, dass dir das nicht so egal ist wie du es beschreibst...

LG

AvBcC0x1


Anderseits kann ich mir nicht vorstellen, freiwillig so nah mit einem Menschen zu sein und das dann auch noch zu genießen. ":/

Das sollte aber so sein das ein Wunsch nach Nähe da ist und es auch positiv empfunden wird. Das hängt auch wieder mit den Bindungsproblemen zusammen. Im Internet kann man leicht danach suchen und sieht an den Ergebnissen um was es geht.

[[https://www.google.de/search?q=wunsch+nach+N%C3%A4he&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=dDSkWfP9JeLO6ATjr5W4Cg]]

[[https://www.google.de/search?q=wunsch+nach+N%C3%A4he+Bindungsprobleme&oq=wunsch+nach+N%C3%A4he+Bindungsprobleme&gs_l=psy-ab.3..33i160k1.103370.137242.0.137942.17.17.0.0.0.0.157.1935.0j16.16.0....0...1.1.64.psy-ab..1.16.1925...0i22i30k1.1OSdECt4Xgo]]

H`aylxe


Ehrlicherweise habe ich bisher wenig über das Thema nachgedacht, von daher bin ich mir eigentlich sicher, dass ich irgendwie gerne so lebe wie ich lebe (also keine näheren Kontakte möchte), da ich mir nicht viele Gedanken darum mache. Aber da ich weiß, wie andere Menschen in meinem Alter sind, merke ich natürlich den Unterschied zwischen mir und denen und frage daher nach.

AyBC0/1


Ehrlicherweise habe ich bisher wenig über das Thema nachgedacht

Gut wenn man sich schon so früh Gedanken macht. Automatisch wird das nicht besser. Es vergehen die Jahre und man kommt auf keinen grünen Zweig. Man kann damit viel Zeit verlieren. Wer der Typ dazu ist das abzuklären sollte es tun. Die Abklärung und Erkenntnis verbessert auch einiges. Vorausgesetzt man sieht das als Weiterentwicklung und Chance. Viele sehen das als Kritik. Mir ist es lieber zu wissen wie ich dran bin, dann kann ich mich darauf einrichten und auch mitgestalten. Man kann das Ganze nämlich ganz gut verstehen. Das ist zumindest meine Meinung. Jetzt die Frage ob das tatsächlich so ist oder man sich das einbildet. Ich denke das sieht man an den Ergebnissen.

dass ich irgendwie gerne so lebe wie ich lebe

Da ich das selber ja gut kenne. Es hat sicher auch seine Vorteile. Man muss sich alleine nicht unbedingt langweilen. Ich sehe es auch so. Im Gegenteil, immer der selbe Partner um einen herum wird wahrscheinlich mit der Zeit auch langweilig. Es geht allerdings auch sehr viel an einem vorbei bei diesem Lebensstil. Ich finde auf Dauer fehlt einem etwas. Man ist eigentlich immer auch auf der Suche, irgendwo anzukommen. Es bleibt da eine Unzufriedenheit.

HSabylxe


Da ich es nicht anders kenne, als alleine zu sein, frage ich mich, ob es vielleicht auch einfach so ist, weil ich z.B. noch nie eine Beziehung hatte? Vielleicht ändert sich meine Meinung mit der Zeit, was meiner Meinung nach aber unwahrscheinlich sein wird, da ich zurzeit kein Interesse an näheren zwischenmenschlichen Beziehung zeige und so keine Erfahrungen in diesem Bereich sammeln kann. Vielleicht verpasse ich mit meinem Lebensstil wirklich etwas. Wer weiß ":/

AzBC(0x1


Mit dem alleine sein geht das schon solange man gesund ist und fit. Die Natur hat nicht umsonst die zweier Beziehung vorgesehen. Bei Problemen hat man einen Partner der hilft. Wenn man alt ist und die Eltern gestorben usw. ist es schon wichtig jemanden zu haben der für einen da ist.

frage ich mich, ob es vielleicht auch einfach so ist, weil ich z.B. noch nie eine Beziehung hatte

Das sind Annahmen aus der Kindheit die man verinnerlicht hat. Man verspricht sich nichts von einer Beziehung. Wie Du schon schreibst:

Ich erwarte von meinen Mitmenschen garnichts, .......

.......... weil ich denke, dass die meisten Menschen hinterhältig und stark 'ich-bezogen' sind..

Aber warum denke ich so? Klar habe ich schlechte Erfahrungen gemacht,

Andere die eine positive Kindheit hatten lernten das Beziehungen sehr wohl etwas bringen. Klar braucht man einen Partner dazu der ok ist.

Vielleicht ändert sich meine Meinung mit der Zeit, was meiner Meinung nach aber unwahrscheinlich sein wird

Von selber wird es keine Änderungen geben.

und so keine Erfahrungen in diesem Bereich sammeln kann

Wichtig: positive Erfahrungen muss man machen. Man muss aber auch gefühlsmäßig offen sein um das innerlich aufnehmen zu können. Das ist vielleicht gar nicht so leicht wenn man Angst vor Verletzung hat.

In der Kindheit war man den Situationen ausgeliefert. Wenn man erwachsen ist kann man wählen und auch wieder gehen. Man hat jetzt andere Möglichkeiten. Man denkt aber immer noch so wie früher.

Im Prinzip müsstest Du jetzt eine Beziehung haben in der Du gute Erfahrungen machst und das zu schätzen lernst. Man muss dann aber auch gefühlsmäßig dabei sein. Ich meine das es die guten Gefühle sind die man dabei haben sollte, die man gerne wieder erlebt wenn die Beziehung weiterläuft. Eine Beziehung muss mit positiven Gefühlen verknüpft sein. Bei Dir sind z.B ein paar Sachen mit leichtem Ekel vernüpft wie Du anfangs schon schreibst. Da muss man sich selber genau analysieren wo Gefühle fehlen und wo falsche Gefühle wie Ekel sind wo er nicht hingehört. Ein Besipiel ist das jemand ohne Grund Angst vor etwas hat. Hier ist die Angst mit bestimmten normalen Situationen verknüpft, wo sie nicht sein sollte.

Hier noch ein Link zu den Videos von Casy M Dinsing. Vielleicht interessiert Dich das eine oder andere Video.

[[https://www.youtube.com/user/casydinsing/videos]]

Noch ein Punkt den ich aus dem Buch Persönlichkeitsstile kenne. Das ist ein weiter Aspekt des Ganzen.

Wer sich von anderen Personen zurückzieht. Kontakte meidet. Introvertiert ist, der hat in seinem Leben schlechte Erfahrungen mit anderen gemacht. Jetzt kommt es: Diese Personen haben Schwierigkeiten anderen klare Grenzen zu setzen. Es gibt klare Grenzen. Die hat der "Gesunde" der klarkommt. Schlecht sind diffuse Grenzen oder rigide (totale Abgrenzung). Leute die Schwierigkeiten haben anderen Grenzen zu setzen verlassen dann eventuell die anderen oder die Situation wenn sie nicht bestätigt werden oder sich verletzt fühlen.

EghemalViger5 Nutz@er A(#60^5677x)


Als nahe soziale Beziehung reicht m. E. auch eine Freundschaft bzw. generell gute Bekanntschaften. In dieser Gesellschaft wird die Paar-Beziehung immer sehr gehypt als die einzig wahre nahe soziale Beziehung und Gradmesser für die grundsätzliche Kontaktfähigkeit/Bindungsfähigkeit. Dem ist aber nicht so. Wichtig ist eigentlich nur, dass man die sozialen Kontakte hat, mit denen man sich wohlfühlt, generell in der Lage ist zur Intimität (psychologisch gemeint) mit Vertrauenspersonen/bestimmten anderen Menschen und sozial kompetent ist. Mal verkürzt zusammengefasst.

Wenn du derzeit lieber alleine bist, weil du dich wohl damit fühlst, ist das zB völlig ok. Etwas daran ändern und Kontakte aufnehmen (lernen) könntest du, wenn du eigentlich auch gerne andere näher kennenlernen möchtest und engere Kontakte oder überhaupt private nicht familiäre Kontakte haben möchtest. ... So ein bisschen sollte man immer an seiner grds. Kontaktfähigkeit feilen und diese ausbauen/nutzen, um kein sozialer Idiot zu werden und damit man wenn man irgendwann jmd. kennenlernen möchte/interessant findet, weiß wie man nähere Kontakte knüpft. Stichwort soziale Kompetenz. ... Das hängt aber auch davon ab, in welchem Umfeld man sich bewegt und in welche anderen (angenehmeren) Umfelder man sich bewegen kann. Es gibt ja auch genügend Leute, mit denen man nichts zu tun haben möchte.

H\aylAe


Meine sozialen Kompetenzen waren früher in der Pubertät katastrophal, da ich damals sehr schüchtern war. Das hat sich in den letzten Jahren gelegt, ich bin zwar introvertiert, aber "fürchte" mich nicht mehr vor sozialen Situationen bzw. mir ist es wirklich egal, was andere von mir denken. Natürlich kenne ich die sozialen Normen und "wie man sich zu verhalten hat", d.h. ich steche nicht raus aus der Masse, aber ich bin doch irgendwie anders.

Ich frage mich manchmal auch, ob ich überhaupt beziehungsfähig bin (wenn ich welche haben wollte), mir wurde immer wieder in den Mund gelegt, dass ich Borderline hätte von sämtlichen Ärzten damals immer in der Chirugie beim Entlassungsbericht, als ich zum Nähen gekommen bin, also keine Psychiater, aber teils auch Assistenzärzte in der Psychiatrie,, nur weil ich mich damals selbstverletzte, so richtig klischeehaft, da kann ich ja nur Borderline haben. %-| Ich konnte das irgendwann echt nicht mehr hören. Ich bin (laut anderen und empfinde es selbst genauso) ein ruhiger, ausgeglichener Mensch und habe Menschen nie vergöttert oder gehasst und bin auch kein impulsiver Mensch, empfinde zudem überhaupt keine Eifersucht oder habe ein 'Schwarz-Weiß' Denken. Trotzdem ist ein sehr kleiner Teil in mir drin, der sich denkt, dass sie vielleicht doch recht hatten? Vielleicht gibt es ja sowas wie atypisches Borderline? (Gott, ich merke, dass sich das alles irgendwie dämlich anhört). Vielleicht kennt sich jemand damit näher aus.

A>BC0x1


Hallo Hayle,

das ist wirklich traurig. Das hört sich nicht dämlich an. Dann hast Du Dich mit den verschiedenen Persönlichkeitstörungen alle schon beschäftigt und kannst nicht erkennen was nun zutrifft. Im Buch "Persönlichkeitsstile" ist sehr gut beschrieben das es bestimmte Grade gibt. Von beinahe gesund bis krank. Wer betroffen ist hat meistens zwei Stile. In dem Buch sind auch die Mischformen beschrieben. Das spezielle Verhalten kommt nur dann hoch wenn es von Situationen ausgelöst wird. Borderline wäre eine Mischform von antisozialem Stil und dem passiv agressiven Stil. Auch fast gesunde Personen zeigen manchmal Teile eines bestimmten Stiles in bestimmten Situationen. Wenn sich jemand weiterentwickelt verändern sich die Stile. Das Buch ist die einzige Beschreibung die ich kenne wo das mit den Mischformen und Veränderungen erklärt wird. Wenn Du schreibst das sich in den letzten Jahren sehr viel verbessert hat dann trifft das mit der alten Diagnose "Borderline" bestimmt nicht mehr so zu und Du müsstest nun neu feststellen wo Du jetzt stehst.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH