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Hilfe, mein Mann unternimmt nichts alleine!

Alias 743396 hat die Diskussion gestartet


Jap, so ist es - leider.

Erstmal aber ein liebes Hallo! @:)

Eine kurze Info zu mir: Ich bin sehr introvertiert, nicht besonders gesellschaftsfähig, meide Menschenansammlungen, da mich diese sehr stressen. All dies ist meinem Mann bekannt.

Seit einiger Zeit - es war lange nicht so - hegt mein Mann den Wunsch etwas zu unternehmen. Dafür bin ich nicht immer die richtige Person, daher meinte ich schon einige male zu ihm, er solle sich doch einen schönen Abend mit x-beliebiger Person machen. Unmöglich!

Seine Begründung: Er müsse ja dann immer wieder erklären, wo ich sei - wieso ich nicht dabei bin.

Letztes Wochenende war Kirmes. Der pure Horror für mich, aber ihm zu liebe bin ich mit ihm eine Runde gegangen. Natürlich traf man seine Mutter, die darauf bestand, dass man sich zu ihnen setze. Ich wollte aber zuerst unsere Runde beenden und mein Mann merkte, dass ich schon sehr gestresst war. Danach bat ich ihn, dass er sich doch einen schönen Abend mit ihnen machen soll. Ich ginge derweil nachhause. Nein! Auch nicht machbar.

Danach begann eine Diskussion. Ich konnte nicht verstehen, was daran so schwer ist einfach zu sagen, dass das nichts für mich ist, dass ich keine Lust habe, dass ich gerne Zeit für mich hätte - wie auch immer. Geht laut ihm nicht. So lässt er dann seine schlechte Laune an mir aus. Er wurde an dem Abend auch etwas lauter und warf mir vor, ich würde ihn nicht verstehen. Ich gestehe, ich tus nicht.

Eine weitere Argumentation von ihm: Angenommen er ginge kegeln. Eine Frau spricht ihn an, erkundigt sich nach seinem Beziehungsstatus und anschließend nach mir. Welch' Drama das laut ihm doch wäre. Mir hingegen würden zig Antworten einfallen die sogar der Wahrheit entsprechen würden.

Wie bekomme ich ihn dazu, dass er mal etwas ohne mich unternimmt? Sei es am Wochenende feiern gehen, oder auch Familienbesuche - diese finden sehr oft statt - ich habe nicht unbedingt so ein großes Bedürfnis sie so oft zu besuchen. Kann aber verstehen, dass er es hat.

Ich gebe ihm alle Freiheiten. Er nimmt sie aber nicht wahr. :-(

Freunde hat er hier keine, die Unternehmungen wären somit immer mit seiner Familie. Selbst wenn wir mal zu zweit etwas außerhalb unserer vier Wände unternehmen wollen (dies kommt sehr selten vor), kommt prompt die Frage: "Soll ich Mama oder Papa fragen ob sie mitkommen wollen?" Gnahhh! NEIN! "Na gut, dann könnte man sie ja danach besuchen gehen." Hmpf!!

Nur einmal hab ich es geschafft, dass er alleine etwas macht - und ihm gefiel es so gut. Und ich freute mich, dass er Spaß hatte.

Ich verzweifle. Eigentlich beharre ich auch meine Einstellung diesbezüglich, aber sollte ich mich vielleicht doch noch mehr "verbiegen"?! Er und ich wissen ja wie es endet. Ich sitze ruhig dort, und kann mich nicht vergnügen, bin wahnsinnig genervt. Unterdrücken kann ich das leider nicht - schon versucht.

Danke fürs Lesen und für die kommenden Beiträge.

Antworten
MlrsHidxe


Spontan würde ich denken, dass das wohl einfach eine Einstellungssache ist - da hat keiner von euch "Recht" und es hilft sicher nicht sich zu verbiegen. Das müsstet ihr aber beide tun, um auf einen Nenner zu kommen.

Ich kann deinen Mann grundsätzlich verstehen, einfach weil man Unternehmungen ja auch oft nicht mit "irgendwem" teilen möchte, sondern mit seinem Partner. Ich habe auf manche Sachen auch keine Lust, wenn mein Freund nicht mitkommt, einfach weil ich das gern mit ihm zusammen erleben möchte.

Und mit jemandem, der das gar nicht versteht und ja anscheinend generell keinerlei Interesse an Unternehmungen hat, könnte ich ganz persönlich wohl keine langfristige Beziehung führen.

Problematisch ist natürlich, dass du sagst, dass das lange gar nicht so war.

G<eo+rge5j5


Mensch Alias,

ihr passt momentan nicht zusammen. Für dich stellt sich die Frage, wieso dein Mann nichts ohne dich

unternimmt. Was das schon immer so oder hat es sich schleichend einbürgert und du merkst erst jetzt,

daß dich das zunehmend nervt ?

Auf jeden Fall ist es schwierig, daß dein Mann keine Freunde hat. Kein Wunder wenn er auf dich fixiert ist.

Mach ihm keine Vorwürfe, das bringt nichts, nur Ärger, aber du könntest mal ergründen was Ihm Spaß macht,

irgendein Verein, ein Hobby wo er mit anderen Leuten in Kontakt kommt, Turnverein, Wandergruppe, notfalls

auch Stammtisch...lach.

Bei schönem Wetter, schmeiß ihn einfach raus -du weißt wie ich das meine-, kleine Notüge -mir geht nicht so

besonders, muß ein Schläfchen- machen und schon hast du deine Ruhe.

Werde selbst aktiv, dann klappt es schon !

S$olda?nellxe


Freunde hat er hier keine, die Unternehmungen wären somit immer mit seiner Familie.

Wie kommt es, dass dein Mann keine Freunde hat? Was ich jetzt übrigens gar nicht schlimm finde Stört es ihn, dass er außer seiner Familie niemanden hat? Vielleicht braucht dein Mann Freunde / einen Freund? Da fällt mir übrigens diese eine Folge von King of Queens ein, in der Doug für Carrie eine Freundin gesucht hat

Ich habe jetzt beispielsweise auch keinen riesigen Freundeskreis und unternehme daher viel mit meinem Mann. Und obwohl ich auch gerne für mich alleine bin, würde ich nur ungern zu Veranstaltungen wie Kirmes, Feste, usw. alleine hingehen. Ich würde mich verloren und einsam fühlen und deshalb wahrscheinlich auch lieber Zuhause bleiben.

k'ajmik=azxe


Naja, er hat eben keine Lust, alleine loszuziehen, genauso wenig wie Du Lust hast, mit ihm rauszugehen. Du verlangst von ihm, dass er Deine Bedürfnisse akzeptiert, anders herum scheint Dir das aber (ebenfalls) schwerzufallen.

Ich verzweifle. Eigentlich beharre ich auch meine Einstellung diesbezüglich, aber sollte ich mich vielleicht doch noch mehr "verbiegen"?! Er und ich wissen ja wie es endet. Ich sitze ruhig dort, und kann mich nicht vergnügen, bin wahnsinnig genervt.

Du musst Dir eben überlegen, was Dir wichtiger ist. Derzeit hat er noch Interesse, mit Dir auszugehen. Wäre es Dir wirklich lieber, er würde ständig anderweitig um die Häuser ziehen? Ich gehe sehr gerne auch ohne meinen Partner aus, aber wenn er echt nie dabei wäre bzw. falls doch, immer stumm und genervt neben mir sitzen würde - ich glaube, da hätte ich irgendwann ganz grundsätzliche Bedenken, ob ich mit demjenigen wirklich mein weiteres Leben verbringen möchte. :-X

O_ldie 4x9


Erst mal ein liebes Hallo zurück.

Dein Problem ist klar. Ich sehe da aber so einige andere Baustellen, und die wirken damit eng zusammen. Auch die Reaktion deines Mannes hat nicht nur einen Grund, sondern vermutlich mehrere

Eine kurze Info zu mir: Ich bin sehr introvertiert, nicht besonders gesellschaftsfähig, meide Menschenansammlungen, da mich diese sehr stressen. All dies ist meinem Mann bekannt.

Ja, das bedeutet aber nicht, dass er es so stehen lassen möchte. Auch wenn er es weiß, kann es sein, dass er es gern ändern würde. Und seine Versuche sind zunächst konstruktiv zu werten. Vermutlich wäre er auch viel erfolgreicher damit, wenn er nicht sofort seine Herkunftsfamilie aus dem Hut zaubern würde. Denn es ist nicht zu übersehen, dass die für dich belastend sind. das willst du ihm nicht sagen, und schon ist da eine versteckte Spannung, die über Stellvertreterkriege ausgetragen wird.

Seit einiger Zeit - es war lange nicht so - hegt mein Mann den Wunsch etwas zu unternehmen. Dafür bin ich nicht immer die richtige Person, daher meinte ich schon einige male zu ihm, er solle sich doch einen schönen Abend mit x-beliebiger Person machen. Unmöglich!

Seine Begründung: Er müsse ja dann immer wieder erklären, wo ich sei - wieso ich nicht dabei bin.

Es ist sicher nicht der einzige Grund, warum er ungern alleine geht. Aber er scheint das Ideal zu pflegen, dass Paare nun mal alles zusammen machen sollten. Und wenn das nicht der Fall ist, unterstellt er, dass alle anderen auch dieses Ideal haben und er sich dafür rechtfertigen müsste. Das hat er so gelernt. Das muss nicht stimmen, kann ihm aber Kopfschmerzen bereiten. Dazu braucht nur ein einziges Mal jemand diese Frage öffentlich gestellt haben – begleitet von einigen dummen Bemerkungen anderen Anwesender – schon stellt er sich diese Situation vor und es geht ihm schlecht damit, bzw. er will sie vermeiden.

Letztes Wochenende war Kirmes. Der pure Horror für mich, aber ihm zu liebe bin ich mit ihm eine Runde gegangen.

Das war gut so., und es wäre noch besser gewesen, wenn du es ihm gesagt hättest: "Wenn dir soviel daran liegt, mach ich es gern dir zu Liebe. Aber bitte lass es uns zeitlich beschränken, du weißt, dass es mir in Menschenansammlungen nicht gut geht! Eine Stunde schaffe ich wohl" Hast du das so ähnlich gesagt?

Das, was du da hast, ist eine Eigenschaft, es ist kein Makel. Es hat Gründe, und wenn du darunter leidest, könnte man die auch herausfinden und vielleicht sogar etwas dagegen tun. Aber es ist kein Makle, es ist nichts, das man dringend ändern müsste. Wohl aber bestimmt es eure Beziehung. und da ist etwas zu tun für euch als Paar.

Natürlich traf man seine Mutter, die darauf bestand, dass man sich zu ihnen setze. Ich wollte aber zuerst unsere Runde beenden und mein Mann merkte, dass ich schon sehr gestresst war. Danach bat ich ihn, dass er sich doch einen schönen Abend mit ihnen machen soll. Ich ginge derweil nachhause. Nein! Auch nicht machbar.

Ich glaube schon, dass es machbar gewesen wäre, wenn er sich darauf hätte vorbereiten können. Aber dieser Konflikt wurde ja "öffentlich ausgetragen", vor den Augen der Mutter. Und die scheint eine andere Meinung von Partnerschaft zu haben. Also will er diese Erwartungen erfüllen. Darüber kann man reden.

Danach begann eine Diskussion. Ich konnte nicht verstehen, was daran so schwer ist einfach zu sagen, dass das nichts für mich ist, dass ich keine Lust habe, dass ich gerne Zeit für mich hätte - wie auch immer. Geht laut ihm nicht. So lässt er dann seine schlechte Laune an mir aus. Er wurde an dem Abend auch etwas lauter und warf mir vor, ich würde ihn nicht verstehen. Ich gestehe, ich tus nicht.

Dann hatte er doch recht. Und er konnte dich ebenfalls nicht verstehen. Das alles kann man ändern. Ich fürchte, es war weniger eine Diskussion, als es ein Streit war. Und da kam dann auch das zutage, was mehrfach unter dem Teppich verschwunden war. Kann das sein?

Eine weitere Argumentation von ihm: Angenommen er ginge kegeln. Eine Frau spricht ihn an, erkundigt sich nach seinem Beziehungsstatus und anschließend nach mir. Welch' Drama das laut ihm doch wäre. Mir hingegen würden zig Antworten einfallen die sogar der Wahrheit entsprechen würden.

Es geht wohl kaum darum, was ihm einfallen könnte. Es geht darum, was er nicht sagen will, weil er es nicht erklären kann. Und er kann es nicht erklären, weil er es nicht versteht. Also muss etwas dafür getan werden, dass er es versteht, ohne es negativ werten zu müssen, ohne es überhaupt werten zu müssen.

Dein Bedürfnis nach Einsamkeit und deine Angst vor Menschenansammlungen ist da. Das ist Fakt. Das ist auch so etwas wie eine Einschränkung. Hast du schon daran gedacht, das herauszufinden und evtl. etwas dagegen zu tun? Oder willst du einfach so sein und es zu deiner Persönlichkeit addieren? Eine Eigenschaft, die ungewöhnlich ist, aber nicht verändert werden muss.

Ich gebe mal ein Beispiel. Meine Frau mag die Sonne nicht, sie mag Wärme nicht, die hasst Hitze. Sobald es ihm Herbst regnet und grau verhangen ist, läuft sie pfeifend durch das Haus. Das ist eine Behinderung, denn wenn ich morgens im Sommer die Sonne durch die Fenster scheinen sehe, geht mir das Herz auf und sie stöhnt "Schrecklich, wenn ich das schon sehe!"

Das ist lästig und es führt immer wieder zu kuriosen Gesprächen, wenn jemand über das gute Wetter jubelt. Wir haben das integriert. Wir haben Lösungen gefunden. Ich stehe dazu, dass sie sehr ungewöhnlich ist und sie steht ebenfalls dazu. Manchmal nervt es, aber zu ändern ist das nicht. Und dann fahre ich eben mal alleine in die Sonne.

Wie bekomme ich ihn dazu, dass er mal etwas ohne mich unternimmt?

Indem ihr darüber redet,. Dass diese Einschränkung zu deiner Persönlichkeit gehört und du sie nicht einfach so ablegen kannst. Indem er das dann versteht und akzeptiert und es langsam in kleinen Schritten ausprobiert. Dabei muss er auch ausprobieren, was er den anderen sagt und wie er sich dabei fühlt. Dabei bist du nicht seine Gegnerin (oder die Wurzel des Übels), sondern seine Verbündete, die ihm helfen will, mit diesen ungewöhnlichen Situationen umzugehen.

Parallel dazu würd eich an deienr Stelle imemr wieder versuchen, auf seine Wünsche dann einzugehen, wenn es dir möglich ist. Dabei ist das kapitel seiner Herkunftsfamilie unbedingt einzeln abzuklären. Da wird etwas ausgelöst, das muss man trennen.

Ich gebe ihm alle Freiheiten. Er nimmt sie aber nicht wahr.

Weil er sie noch ncith als Freiheiten erkennt, sondern als Einschränkung. Das kann er ändern. Oder das könnt ihr gmeinsam ändern. Ohne Streit, sondern mit offenen gesprächen und dem Offenlegen der Gefühle.

Alias 743396


Oi, ihr seid toll.

Ich kann deinen Mann grundsätzlich verstehen, einfach weil man Unternehmungen ja auch oft nicht mit "irgendwem" teilen möchte, sondern mit seinem Partner. Ich habe auf manche Sachen auch keine Lust, wenn mein Freund nicht mitkommt, einfach weil ich das gern mit ihm zusammen erleben möchte.

Es ist nicht so, dass ich verlange, dass er alles alleine macht - sondern wirklich nur das, was mir nicht liegt.

Was das schon immer so oder hat es sich schleichend einbürgert und du merkst erst jetzt,

daß dich das zunehmend nervt ?

Seit gut einem halben Jahr merkt er, dass ihm etwas fehlt.

Werde selbst aktiv, dann klappt es schon !

Danke! :)_

Wie kommt es, dass dein Mann keine Freunde hat? Was ich jetzt übrigens gar nicht schlimm finde Stört es ihn, dass er außer seiner Familie niemanden hat? Vielleicht braucht dein Mann Freunde / einen Freund? Da fällt mir übrigens diese eine Folge von King of Queens ein, in der Doug für Carrie eine Freundin gesucht hat

Seit ich ihn kenne, hat er keine. Sie haben sich auseinandergelebt, kann man sagen. Er meinte, er habe kein Bedürfnis Freundschaften aufzubauen/zu pflegen.

Und obwohl ich auch gerne für mich alleine bin, würde ich nur ungern zu Veranstaltungen wie Kirmes, Feste, usw. alleine hingehen.

Er hätte ja jemanden um sich. Ich würde daneben sitzen und schweigen, aufgrund Unsicherheit etc und hoffen, dass alles bald vorbei ist. Merkt er ja auch und dies ist ihm unangenehm - deswegen gehe ich davon aus, dass er alleine besser dran wäre.

Naja, er hat eben keine Lust, alleine loszuziehen, genauso wenig wie Du Lust hast, mit ihm rauszugehen. Du verlangst von ihm, dass er Deine Bedürfnisse akzeptiert, anders herum scheint Dir das aber (ebenfalls) schwerzufallen.

Danke, so hab ich das noch gar nicht gesehen. Peinlich.

Wäre es Dir wirklich lieber, er würde ständig anderweitig um die Häuser ziehen? Ich gehe sehr gerne auch ohne meinen Partner aus, aber wenn er echt nie dabei wäre bzw. falls doch, immer stumm und genervt neben mir sitzen würde - ich glaube, da hätte ich irgendwann ganz grundsätzliche Bedenken, ob ich mit demjenigen wirklich mein weiteres Leben verbringen möchte.

Ständig nicht, nein. Das stimmt, aber wie oben schon geschrieben. Es geht mir nicht darum, dass er alles alleine macht. Sondern nur die Dinge, die ich gerne meide. Sonst passiert, das von dir genannte: stumm neben einem sitzen.

Denn es ist nicht zu übersehen, dass die für dich belastend sind. das willst du ihm nicht sagen, und schon ist da eine versteckte Spannung, die über Stellvertreterkriege ausgetragen wird.

Wie recht du hast.

Aber er scheint das Ideal zu pflegen, dass Paare nun mal alles zusammen machen sollten. Und wenn das nicht der Fall ist, unterstellt er, dass alle anderen auch dieses Ideal haben und er sich dafür rechtfertigen müsste. Das hat er so gelernt.

Und mein Ideal ist es, dass Partner auch mal was alleine machen. ":/

Weil er sie noch ncith als Freiheiten erkennt, sondern als Einschränkung

Ach gottchen, so hab ich das überhaupt noch nicht gesehen. |-o

Ihr habt mir schon mal sehr geholfen. @:)

CWoteStauvagxe


Naja, er hat eben keine Lust, alleine loszuziehen, genauso wenig wie Du Lust hast, mit ihm rauszugehen. Du verlangst von ihm, dass er Deine Bedürfnisse akzeptiert, anders herum scheint Dir das aber (ebenfalls) schwerzufallen.

Der Unterschied ist aber, dass er von Anfang an wusste, dass sie "introvertiert" ist und bestimmte Dinge nicht (gerne) macht. Es gibt Menschen, die haben eine Phobie davor, aus ihrer Wohnung rauszugehen; das ist natürlich auch übel für einen Partner, aber das ist eine Krankheit, und wer sich wissentlich in eine Beziehung mit jemandem begibt, der diese Krankheit hat, muss sich damit arrangieren oder die Beziehung beenden. Wenn die TE Höhenangst hätte, könnte ihr Mann nach etlichen Jahren auch nicht daherkommen und ihr plötzlich vorwerfen, dass sie mit ihm nie in die Berge geht.

An deiner Stelle, Alias, würde ich meinem Mann nochmal ganz klar machen, dass das keine Laune von dir ist, sondern dass du dich in bestimmten Situationen von Anfang an extrem unwohl fühlst, und diese Situationen deswegen meidest. Wenn du ab und zu einen Kompromiss eingehen kannst, dann tu das (ich als Partner würde aber nicht wollen, dass mein Partner sich mir zuliebe dazu zwingt, zB zu einer Feier zu gehen). Aber deinem Partner muss klar werden, dass das von dir keine mutwillige Schikane ist und dass es keinen Zweck hat, wenn er deswegen weiterhin an dich hinredet.

k\amizkaze


Der Unterschied ist aber, dass er von Anfang an wusste, dass sie "introvertiert" ist und bestimmte Dinge nicht (gerne) macht. Es gibt Menschen, die haben eine Phobie davor, aus ihrer Wohnung rauszugehen; das ist natürlich auch übel für einen Partner, aber das ist eine Krankheit, und wer sich wissentlich in eine Beziehung mit jemandem begibt, der diese Krankheit hat, muss sich damit arrangieren oder die Beziehung beenden.

Sehe ich nicht so. Ich finde, auch in einem derartigen Fall hat der andere Partner das Recht zum Anmelden der eigenen Bedürfnisse und gelegentlichen Genervtsein.

CwoteS8auvxage


Ich finde, auch in einem derartigen Fall hat der andere Partner das Recht zum Anmelden der eigenen Bedürfnisse und gelegentlichen Genervtsein.

Abgesehen davon, dass das, was ihr Mann gerade macht, mE mehr ist als "gelegentliches Genervtsein" - nämlich sie systematisch unter Druck setzen: Findest du wirklich, dass jemand, dessen Partner eine Krankheit hat, die es ihm verbietet, das Haus zu verlassen (ein von mir gebrachtes Beispiel) nach einigen Jahren Beziehung "seine Bedürfnisse" in der Form "anmelden" darf, dass er will, dass der Mensch mit der Krankheit ihn nach draußen begleitet ???

kGam<ikHaxze


Findest du wirklich, dass jemand, dessen Partner eine Krankheit hat, die es ihm verbietet, das Haus zu verlassen (ein von mir gebrachtes Beispiel) nach einigen Jahren Beziehung "seine Bedürfnisse" in der Form "anmelden" darf, dass er will, dass der Mensch mit der Krankheit ihn nach draußen begleitet

Ja, finde ich. Wenn der Partner nach einiger Zeit merkt, dass ihn die Krankheitsfolgen des Partners belasten und er die Situation gerne anders hätte, dann muss er das doch sagen dürfen. Wie dann eine mögliche Lösung aussieht, ist ja zunächst einmal völlig offen. Aber es muss auf den Tisch.

Gheor(ge5x5


Möchte mich nocheinmal melden und dir Beispiele nennen wie's bei uns läuft.

Übrigens, wir sind lange Jahre verheiratet und das Thema war bei uns nie eines:

Montags sind wir zusammen, Dienstags geht sie in ihre Gymnastik, Mittwochs leite

ich eine Wandergruppe, Donnerstags sind wir wieder zusammen, Freitags bin abends

im Turnverein aktiv und gelegentlich gibt es zwei/dreimal im Jahr zwei/dreitägige Ausflüge

mit unseren Gruppen, Mann und Frau getrennt.

Was ist schon dabei, wir vertrauen uns.

k/am(ika\ze


Schön für euch. Ich würde sagen: Thema verfehlt, George55.

CZotOeSauvxage


Wenn der Partner nach einiger Zeit merkt, dass ihn die Krankheitsfolgen des Partners belasten und er die Situation gerne anders hätte, dann muss er das doch sagen dürfen. Wie dann eine mögliche Lösung aussieht, ist ja zunächst einmal völlig offen. Aber es muss auf den Tisch.

So wie du das hier formuliert hast finde ich das auch. Aber das ist doch nicht das, was der Partner der TE hier macht.

k8armikyaze


Weiß ich natürlich auch nicht genau. Aber sie schreibt immerhin

Seit einiger Zeit - es war lange nicht so - hegt mein Mann den Wunsch etwas zu unternehmen.

Und da finde ich es ok, wenn er den Wunsch äußert und auch konkret fragt, ob sie da und da mitkommt.

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