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Wer führt in deiner Partnerschaft? - Eine Diskussion

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@ Sartané

Ich finde, N3storys hat es in ihrem Beitrag sehr gut beschrieben.

Wie in anderen Beziehungen auch geht es auch hier um die wechselseitige Erfüllung von Bedürfnissen. Es ist also mitnichten so, dass der führende Part keine Bedürfnisse erfüllen muss und völlig frei nach seinem Gusto agieren kann...

Der Führende muss seine Handlungen und Entscheidungen also auf den Geführten abstimmen und dies eben in einem Rahmen, der zuvor abgesteckt wurde. Vereinfacht gesagt: Tut er dieses nicht oder tut er es schlecht, trifft er die Bedürfnisse nicht oder handelt er ihnen sogar zuwider, dann wird er auch keine Macht mehr über den "Geführten" haben. Handelt er aber verantwortungsvoll und trifft sein instinktives Handeln die Bedürfnisse des Geführten, dann passt es ...und der Führende kann er sich dessen Hingabe sicher sein.

Davon mal abgesehen, dass es Mut und Vertrauen erfordert, sich in die Hände eines anderen zu begeben und davon abgesehen, dass es auch Devote gibt, die im Berufsleben knallhart sind, viel Verantwortung tragen, Verantwortung, die sie privat abgeben wollen:

Devot sein, bedeutet nicht automatisch schwach zu sein oder keine Bedürfnisse zu haben. Kein Mensch wird auf Dauer damit glücklich sein, seine eigenen Bedürfnisse zu missachten. Nun ist es aber gerade das Bedürfnis eines Devoten, die Bedürfnisse eines ganz bestimmten Anderen zu befriedigen, (nämlich dem, der diese Hingabe wertschätzt und der es wert ist) ihm zu dienen, sich ihm auf eine ganz bestimmte Art und Weise hinzugeben und genau dabei empfindet der Devote Erfüllung, Stolz, Befriedigung und Freude. Ist das Schwäche?

Tolle Antwort :)^

@ MissLilly2017

Liebe Mond+Sterne, ich weiß nicht ob es mir gelingt deine Fragen so zu beantworten das man versteht was ich meine, aber ich versuche es.

Ich muss ehrlich zugeben, das ich das jetzt nicht so 100% verstehe. Warum muss man dem Führenden was entgegensetzten?

Weil er sonst einfach macht was er will, ohne Rücksicht auf Verluste? Dann wäre er ganz klar der falsche Beziehungspartner für so eine Beziehung. Eine dominant/devote Beziehung lebt von 2 Dingen, zum einen davon das der Devote Part sich unterordnen will und eine persönliche Bedürfnisbefriedigung aus der Tatsache zieht geführt zu werden.

Der dominante Part wieder rum zieht persönliche Befriedigung daraus zu führen und einen Menschen an der Seite zu haben, der tut was er will wenn man es plump ausdrückt. ABER der dominante Part will gleichzeitig auch das der Lebensmensch an seiner Seite glücklich ist. Denn wäre der devote auf Dauer unglücklich, ist er logischerweise irgendwann weg, wie jeder Andere in einer unglücklichen Beziehung auch.

Doch, ich bin sehr stark. Devotsein sollte wenig mit Schwäche zu tun haben. Und ich schreibe bewusst sollte, denn ich kenne selber leider einige devote Frauen, die sich hinter solch einer Beziehung verstecken, weil sie wirklich schwach und lebensunfähig sind, und das als bequeme Variante ansehen das jemand ihr Leben managt. Allerdings ist dieser Teil der eher geringere Part. Unser Freundeskreis besteht ja nun sehr viel aus Dominant/Devoten Menschen beiderlei Geschlechts, und die meisten Devota's sind starke Persönlichkeiten.

Der Wunsch sich einem Menschen unterzuordnen, seiner Führung anzuvertrauen hat nicht unbedingt mit Schwäche zu tun.

Es ist eine Charaktereigenschaft, etwas womit man meist geboren wird. Für mich fühlten sich viele Dinge schon immer falsch an, die anderen Mädchen/Frauen selbstverständlich sind. Das hat auch nichts mit Erziehung oder Kindheitsprägung zu tun, denn ich bin in einem sehr gleichberechtigten Haushalt groß geworden.

Aber ich habe mich schon immer gerne Menschen untergeordnet denen ich vertraute. Das fühlt sich für mich "richtig" an, anders kann ich es nicht erklären.

Ich habe und hatte auch immer eine eigene Meinung, eigene Wünsche, Ziele. Daran mangelte es mir nie, auch nie an Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen. Aber richtig wohl, glücklich, geborgen und angekommen fühle ich mich nur, wenn nicht ich entscheide wohin die Reise geht.

Das wieder rum verstehe ich gut, das du diese Bedenken hast. Wenn man nur von außen in einem Online Forum auf so eine Beziehung blickt, muss man fast zwangsläufig so einen Eindruck bekommen.

In der Realität ist das aber so nicht der Fall. Obwohl die Gefahr natürlich gegeben ist, das der devote Part untergeht. Es ist Aufgabe von Beiden Teilen, darauf zu achten, das sowas nicht passiert.

Ich habe auch den Eindruck, dass du eine sehr starke Persönlichkeit bist, gerade weil du weißt wer du bist und was du willst. Ich denke dein Partner hat sicher eine sehr tolle und selbst-bewußte Frau an seiner Seite. Ich glaub ich würd auch gern so eine Frau mit deiner Einstellung haben :)_

M^ikeA_00x84


@ Verhueter

Ich weiß nach wie vor nicht, wer oder was bei einer Bezhiehung geführt werden muss. Warte noch immer auf Beispiele. :-D

Tja, dann solltest du dem mal auf die Spur gehen, hier gibts ja genug Beisiele :_D

VjerOhuxeter


Viel zu viel Text.

MJikej_008x4


@ sensibelmann99

her nicht. Entscheidungen müssen nicht auf Grund irgendwelcher Führung getroffen werden, sondern aufgrund rationaler oder emotionaler Überlegung. Ich würde eher sagen, es führt keiner- höchstens Frau Logik oder Herr Geschmack.

Gut, dann sagen wir zwar beide etwas anderes, meinen aber das selbe ;-)

M]ik6e_0F084


@ Reizende

** Verhüter, nach seinem Ideal die Frau. ;-) er tauscht sich ja auch nur mit den entsprechenden Frauen hier aus, die devot sind und von einem Mann geführt(dominiert in gewissem Sinne) werden wollen :p>

Anstatt in der dritten Person von mir zu sprechen könntest du ja in Dialog mit mir gehen. Oder fehlt dir dazu der Mut? ;-D

Und auf das, was er sich unter Führung vorstellt - schlichte Dominanz. ;-)

Du schließt von deinem Männerbild auf mich und liegst vollkommen falsch. Kanst du eigentlich lesen ??? ;-D

Ach daher weht der Wind.

Männliche und weibliche Energie, anders ausgedrückt: YIN und YANG.

Klingt nach einem ziemlich großen unbewußten blinden Fleck bei dir :)*

M_ikew_$00x84


@ Verhueter

Viel zu viel Text.

Du bist wohl wirklich der passive Part in eurer Beziehung

VVerhsuete8r


Oh ja, das muss ja so sein. Ehm, wieso gleich hast du das jetzt rausbekommen? Und wie muss ich mich als passiver Part verhalten?

mpond+s?ternxe


Entscheidungen müssen nicht auf Grund irgendwelcher Führung getroffen werden, sondern aufgrund rationaler oder emotionaler Überlegung. Ich würde eher sagen, es führt keiner- höchstens Frau Logik oder Herr Geschmack.

Die Frage ist ja: Wer entscheidet bei Stimmengleicheit? (Eine dafür, eine dagegen)

In einer gleichberechtigten Beziehung kann man dann das Los entscheiden lassen. Oder jeder geht seinen eigenen Weg.

@ MissLilly2017

Ich lebe doch auch "nur" ein Lebensmodell?! Ich empfinde meine Lebensweise wirklich nicht, als "mich klein machen".

Ich glaube nicht, Du bist die kleinere in Eurer Beziehung.

Aber Du hast selbst geschrieben, Du würdest Dich unterordnen, d.h. Du bist klein im Vergleich zu Deinem Partner.

Willst Du damit sagen, Du machst Dich nicht klein, sondern Du ordnest Dich unter, weil Du wirklich klein bist?

Emhema)ligeUr NuYtzer (3#60x3475)


Führen heißt Verantwortung übernehmen. Auch ein Führender kann falsche Entscheidungen treffen, das ist menschlich. Als " Geführte" trage ich in einer Partnerschaft selbstverständlich auch die Konsequenzen für solche ev. Fehlentscheidungen mit. Mir ist schleierhaft, was das mit " es sich einfach machen" zu tun haben soll.

m2onds+stexrne


Mit den Konsequenzen einer Fehlentscheidung müssen beide leben.

Aber die Last, eine Fehlentscheidung gefällt zu haben, liegt allein auf dem Rücken der führenden Person.

Die geführte Person hat es dementsprechend leicht, weil sie diese Last nicht trägt.

Ephemavliger Nutt7zer (#6n034x75)


Die geführte Person hat es dementsprechend leicht, weil sie diese Last nicht träg

Das sehe ich anders. Ich meine hier auch nicht die moralische Last einer Fehlentscheidung, sondern die konkrete Last der Konsequenz. Ich denke dabei an Dinge wie zB finanzielle Fehlentscheidungen usw. Wobei wir hier zugegebenermaßen in einen Bereich kommen, der in " Beziehungen auf Augenhöhe " auch zum Tragen kommen kann ( nämlich immer dann, wenn eine Entscheidung getroffen wird, hinter der nicht beide stehen).

m!ond+estexrne


Ich meine hier auch nicht die moralische Last einer Fehlentscheidung, sondern die konkrete Last der Konsequenz.

Ja, darum ging es Dir. Und so hatte ich Dich auch verstanden. In dem Punkt sind wir auch völlig einer Meinung. Die konkrete Last der Konsequenz tragen beide gemeinsam.

Ich meinte die emotionale Last, eine Fehlentscheidung auf dem Gewissen zu haben. Diese emotionale Last trägt der führende Part ganz alleine. Für den geführten Part ist diese Last anscheinend häufig nicht so leicht zu sehen. Was macht es so schwer?

Außerdem zeigt sich in solchen Fällen in der Praxis häufig die Brüchigkeit dieses Beziehungsmodells. Denn der geführte Part könnte auf die Idee kommen, sich in solchen Situation aus dem Beziehungsvertrag herauszuschleichen, weil er für ihn gerade unvorteilhaft ist.

C%ote(Sauvvage


Führen heißt für mich nicht nur Entscheidungen zu treffen sondern auch den anderen mitreißen! Nicht manipulieren, sondern mit Respekt der Wünsche und Bedürfnisse deiner Partnerin/deines Partners und in Liebe zu ihr/ihm zu handeln, aktiv zu sein, Impulse zu setzen... das muss ja nicht IMMER so laufen dass einer führt, aber maßgeblich läuft es darauf hinaus, dass es einer ist.

Also so, wie gute Eltern das in Bezug auf ihre Kinder machen, solange sie noch nicht selbstständig sind.

Führen heiß die aktive Rolle einnehmen, von mir aus auch das letzte Wort zu haben. Dafür muss derjenige dann auch gerade stehen und die VERANTWORTUNG tragen. Ich denke dieser Aspekt wird stark vernachlässigt.

Ich denke nicht, dass dieser Aspekt von denen vernachlässigt wird, die sich nicht "führen lassen" wollen, die ein Über-/ Unterordnungsverhältnis als Beziehungsmodell ablehnen usw. Ich möchte selbst entscheiden, wenn es um Dinge geht, die mich betreffen, und natürlich trage ich dann auch die Verantwortung dafür. Das WILL ich ja - ich will die Verantwortung für mich und mein Leben soweit möglich selber tragen.

Ich glaub mittlerweile wirktlich unter "sich führen lassen" verstehen viele was negatives.

Ja, das glaube ich auch ]:D . Findest du das irgendwie verwunderlich? Für die meisten Menschen ist eine Beziehung halt kein Chef/ Mitarbeiter- oder Eltern/ Kind-Verhältnis.

m-ond+"sterxne


Siehst Du es beim Paartanz auch so? Wenn der Mann führt und die Frau sich führen lässt, ist der Mann der Chef und die Frau seine Mitarbeiterin?

MAi+ke_"00x84


Ja es verwundert mich weil ich die letzten Jahre viele Frauen kennen lernen durfte und der Grißteil sich unbewusst eben einen Mann wünschen "an den sie sich anlehnen können". Sie wünschen sich das so sehr als ob sie es satt hätten immer alles selbst entscheiden zu müssen, so als ob sie schon verzweifelt wären und nicht mehr die Last des Lebens alleine tragen wollen... nur finden sie keinen... oh das ist so ne Sache meinen sie, keiner ist gut genug... und wenn ich sie frag wie sie in ner Beziehung sind dann wissen sie es nicht, kommt das Thema hoch dass sie vllt. einen dominanten Partner wollen reagieren sie mit eben solcher Abneigung wie manche hier. Sie sind nicht bereit dazu sich führen zu lassen. Und doch wollen sie einen starken Partner zum Anlehnen. Das ist irgdendwo ein Gegensatz finde ich.

Im Gegenzug hab ich noch nie einen einzigen Mann sowas sagen hören, eine Partnerin zu finden bei der er sich anlehnen kann... ;-D

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