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Wer führt in deiner Partnerschaft? - Eine Diskussion

MYike_0x084


@ CoteSauvage

Ich denke ohne die Erkenntnis, dass du dich mal führen lässt und mekrst, du bist dennoch auf Augenhöhe wirst du das nicht checken.

M@ikZe_n0084


Und es zeigt ja auch, dass hier hauptsächlich Frauen sich negativ darüber äußern über Führen und Führen lassen dass es ein Frauenthema ist ;-D

EDhem_alig:er- Nutzery (#D6x03475)


Ich meinte die emotionale Last, eine Fehlentscheidung auf dem Gewissen zu haben. Diese emotionale Last trägt der führende Part ganz alleine. Für den geführten Part ist diese Last anscheinend häufig nicht so leicht zu sehen. Was macht es so schwer?

Warum glaubst du, dass diese Last für den geführten Part nicht so leicht zu sehen sei? Ich erkenne die emotionale Last an, die der Führende bei einer Fehlentscheidung trägt. Und nun? Was soll mir das ganz konkret sagen?

Außerdem zeigt sich in solchen Fällen in der Praxis häufig die Brüchigkeit dieses Beziehungsmodells. Denn der geführte Part könnte auf die Idee kommen, sich in solchen Situation aus dem Beziehungsvertrag herauszuschleichen, weil er für ihn gerade unvorteilhaft ist.

Du stellst eine eine Behauptung auf und stellst diese als Fakt dar. Was sind "solche Fälle" und was sind "solche Situationen"?

CkotteSau(vagxe


Ja es verwundert mich weil ich die letzten Jahre viele Frauen kennen lernen durfte und der Grißteil sich unbewusst eben einen Mann wünschen "an den sie sich anlehnen können". Sie wünschen sich das so sehr als ob sie es satt hätten immer alles selbst entscheiden zu müssen, so als ob sie schon verzweifelt wären und nicht mehr die Last des Lebens alleine tragen wollen... nur finden sie keinen... oh das ist so ne Sache meinen sie, keiner ist gut genug... und wenn ich sie frag wie sie in ner Beziehung sind dann wissen sie es nicht, kommt das Thema hoch dass sie vllt. einen dominanten Partner wollen reagieren sie mit eben solcher Abneigung wie manche hier. Sie sind nicht bereit dazu sich führen zu lassen. Und doch wollen sie einen starken Partner zum Anlehnen. Das ist irgdendwo ein Gegensatz finde ich.

Im Gegenzug hab ich noch nie einen einzigen Mann sowas sagen hören, eine Partnerin zu finden bei der er sich anlehnen kann... ;-D

Das ist doch nicht verwunderlich, das ist einfach nur Klischeehaft. Klar sagt sowas kein Mann, sowas gilt ja als unmännlich. Und dass Frauen einen Beschützer haben wollen, gilt als unmodern.

Ich denke ohne die Erkenntnis, dass du dich mal führen lässt und mekrst, du bist dennoch auf Augenhöhe wirst du das nicht checken.

Genausogut könnte ich sagen: Wenn du jemals eine Beziehung auf Augenhöhe geführt hättest, wüsstest du den Unterschied.- Ich sehe das einfach anders als du (wenngleich du in deinem Ausgangsbeitrag noch so getan hast als wüsstest du nicht wie du das siehst), das ist alles, und das stört ja auch nicht weiter.

Und es zeigt ja auch, dass hier hauptsächlich Frauen sich negativ darüber äußern über Führen und Führen lassen dass es ein Frauenthema ist ;-D

Du hast also einen Thread zu einem Frauenthema eröffnet? Igitt {:(

mEond+s:tern[e


Du stellst eine eine Behauptung auf und stellst diese als Fakt dar. Was sind "solche Fälle" und was sind "solche Situationen"?

Ja, das stimmt, es war eine subjektive Behauptung. Ob es nun selten oder häufig oder nie so ist, darüber kann man sicherlich diskutieren.

Es ging mir dabei um die Situation, das der führende Part eine Fehlentscheidung gefällt hat und beide müssen sie mittragen. Dann wird es für den geführten Part wieder interessant, den Finger auf die Tatsache zu legen, dass es ja nicht seine Entscheidung war.

Warum glaubst du, dass diese Last für den geführten Part nicht so leicht zu sehen sei?

Weil Du nichts dazu geschrieben hattest, und weil man Leid, das andere haben, nicht so leicht wahrnimmt.

M#inckuf,low


Ja es verwundert mich weil ich die letzten Jahre viele Frauen kennen lernen durfte und der Grißteil sich unbewusst eben einen Mann wünschen "an den sie sich anlehnen können". Sie wünschen sich das so sehr als ob sie es satt hätten immer alles selbst entscheiden zu müssen, so als ob sie schon verzweifelt wären und nicht mehr die Last des Lebens alleine tragen wollen... nur finden sie keinen... oh das ist so ne Sache meinen sie, keiner ist gut genug... und wenn ich sie frag wie sie in ner Beziehung sind dann wissen sie es nicht, kommt das Thema hoch dass sie vllt. einen dominanten Partner wollen reagieren sie mit eben solcher Abneigung wie manche hier. Sie sind nicht bereit dazu sich führen zu lassen. Und doch wollen sie einen starken Partner zum Anlehnen. Das ist irgdendwo ein Gegensatz finde ich.

Der Gegensatz (eigentlich Widerspruch) ist recht einfach zu erklären. In deiner Ausführung gehst Du in meinen Augen nicht differenziert genug an das Thema heran und wirfst mehrer Begriffe synonym in einen Topf. Aber meiner Meinung nach sind eben Stärke, Führung und Dominanz absolut nicht synonym zu verwenden.

Ich hab oft genug erlebt (arbeite in einem Großkonzern ...), insbesondere bei Männern, aber auch schon bei Frauen, dass ein deutliches Dominanzverhalten eher aus einer Schwäche heraus überdeutlich an den Tag gelegt wurde, keinesfalls aus echter innerer Stärke, eher um die Schwäche zu kaschieren. Echte Führungspersönlichkeiten waren/sind die alle nicht. Umgekehrt muss Stärke nicht zwangsläufig zu Führung, geschweige zur Dominanz, tendieren, wenn der Wille oder die Notwendigkeit dazu nicht da ist. Innere Stärke und das entsprechende Selbstbewusstsein lassen auch fremde Führung zu. Ich denke, das ist dann auch die Konstellation, die es manchen Frauen hier ermöglicht, die dominante Führung an einen entsprechenden Partner abzugeben. Achtung, die Wortwahl ist ganz bewusst, sie geben die Führung ab, nicht er nimmt sie sich. Sie geben die Führung ab aufgrund ihrer eigenen Stärke, vertrauen dabei auf seine Stärke und seine Kompetenz zur Führung. Ich bin mir sicher, dass die meisten, die das freiwillig machen, ohne Probleme auch den Stecker ziehen können. Ich gehe aber auch davon aus, dass es Gegenbeispiele gibt.

Und was das betrifft:

Im Gegenzug hab ich noch nie einen einzigen Mann sowas sagen hören, eine Partnerin zu finden bei der er sich anlehnen kann... ;-D

Nun ja, vielleicht sind nur wenige stark genug, das zugeben zu können. Es gibt da allerdings einen guten Spruch: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau. Kommt wohl auch nicht von ungefähr ...

E=hemalrige~r Nu^tzer e(#603x475)


@ mond+sterne

Danke für die Beantwortung meiner Fragen :-)

Es ging mir dabei um die Situation, das der führende Part eine Fehlentscheidung gefällt hat und beide müssen sie mittragen. Dann wird es für den geführten Part wieder interessant, den Finger auf die Tatsache zu legen, dass es ja nicht seine Entscheidung war.

Ja, das ist korrekt. Menschen sind unterschiedllich. Und daher denke ich, dass man ehrlicherweise sagen muss, dass es je nach Schwere/Art der Fehlentscheidung/ /Tiefe der Beziehung und persönlichem Charakter Menschen geben wird, die eben diese Fehlentscheidung mittragen und andere, die die Beziehung dann daraufhin beenden. Dies ist jedoch für mich persönlich kein Grund, das Beziehungsmodell an sich als nicht-stringent zu sehen, verstehe allerdings auch, dass es für die Meisten nicht erstrebenswert ist.

M_el^ete


CoteSauvage

Also so, wie gute Eltern das in Bezug auf ihre Kinder machen, solange sie noch nicht selbstständig sind.

:)^

Ich denke nicht, dass dieser Aspekt von denen vernachlässigt wird, die sich nicht "führen lassen" wollen, die ein Über-/ Unterordnungsverhältnis als Beziehungsmodell ablehnen usw. Ich möchte selbst entscheiden, wenn es um Dinge geht, die mich betreffen, und natürlich trage ich dann auch die Verantwortung dafür. Das WILL ich ja - ich will die Verantwortung für mich und mein Leben soweit möglich selber tragen.

:)^

Ja, das glaube ich auch ]:D . Findest du das irgendwie verwunderlich? Für die meisten Menschen ist eine Beziehung halt kein Chef/ Mitarbeiter- oder Eltern/ Kind-Verhältnis.

:)^ :)^

P4urpvlelixke


Vllt. hast du die Erfahrung nicht gemacht, dass sich führen lassen genauso Augenhöhe sein kann. Dazu muss der andere aber auch führen können ;-)

Ja, ich habe auch schon Männer kennengelernt, die sicherlich liebend gerne geführt hätten..... .....aber ich konnte mit dessen Art nicht wirklich was anfangen. Wie du sagst, ich glaube nicht dass die hätten überhaupt führen können. Und ich kann mir nicht vorstellen, mich darin wohlzufühlen, in der Rolle der "Geführten".

Keine Ahnung, ich bin so erzogen worden, bin Einzelkind, ich strebe nach Unabhängigkeit trotz Beziehung und das tut mein Partner genauso. Mit hinzu war ich während der ganzen Schulzeit auf einem Internat, nur Wochenends zuhause, ich bin relativ früh selbständig gewesen und ich vermisse hierbei auch nichts.

Ich muss aber auch sagen, interessant finde ich es dennoch..... ich will das nicht einfach als etwas abtun, was ich halt für ja..... "außer der Reihe" halte... sondern ich will das schon hinterfragen, und lese mit Spannung die Beiträge. Ich mein, dafür tanze ich sicherlich auch in anderen Bereichen auch aus der Reihe......

Ich kenne z.B. auch wirklich niemanden im Freundeskreis, die das so leben (möchten). Man hat halt diese Klischee-Bilder vor Augen. Ich glaube, wenn die Menschen mehr dazu stehen würden, dann wäre es ein stückweit normaler. (Ähnlich wie: ich mag keine Kinder und will keine Kinder bekommen und ich werde dafür schräg angeschaut, inzwischen habe ich gemerkt: dadurch, dass ich nun zu meiner Entscheidung stehen kann und dass klar kommuniziere, können die Menschen damit auch besser umgehen irgendwie, ich werd nicht mehr bzw. sehr viel weniger dafür verurteilt, dazugehören tut es dennoch) Deshalb vielleicht auch meine "Ablehnung" dem Modell gegenüber (aber ganz sicher nicht dem Menschen gegenüber!)

M,irs_anmixr


Ich kapiere das mit dem Führen auch nicht, ehrlich gesagt.

Heißt das jetzt, dass man jedes Mal den Partner um Erlaubnis fragen müsste, wenn man etwas unternehmen will? Also auf so eine Bekanntschaft kann ich gut und gerne verzichten, ich will mit der Person befreundet sein und nicht auf die Gunst des Partners angewiesen sein.

Ich gebe aber gerne zu, dass ich in finanziellen Dingen und v.a. bei Computern das meiste meinem Mann überlasse, aus dem einfachen Grund, ich kann es nicht und er kennt sich aus. Er fragt mich zwar, wenn was Größeres ansteht, aber ich sage meistens, mach wie du meinst (und empfinde mich dabei aber als ein wenig feige und uninteressiert.). Genauso darf er die Knöpfe annähen, da überlasse ich ihm nur zu gerne die Führung.

Es tauchte die Frage auf, wenn beide gemeinsam entscheiden, wie das dann abläuft, ohne dass jemand bestimmt. Nun, das ist ganz einfach: Wir diskutieren, manchmal streiten wir, und am Ende gibt eben einer nach, vielleicht weil er einsichtig ist, vielleicht weil es dem anderen zu wichtig ist... Man einigt sich eben irgendwie und wenn es gute Argumente gibt, dann ist auch schnell Einsicht vorhanden.

Dann wollte ich noch etwas zum Tanzen sagen: Das ist ein völlig anderes Thema. Einer MUSS führen, egal wer, aber einer muss es tun, genauso wie nur einer hinter dem Steuer eines Autos sitzen kann, wie nur ein Dirigent vor einem Chor stehen kann (so ein Despot mit seinen devoten Chorsängern ]:D ), wie nur einer den Kanuten mit dem Megaphon die Befehle geben kann, wie nur einer beim Ballett den anderen hochheben kann usw. Genauso gut könnte man sagen, dass eigentlich die Band führt, die den Takt angibt. Wer meint, bei einem Walzer einen Foxtrott tanzen zu müssen, weil er sich nicht bestimmen lassen will, hat das Prinzip des Tanzens nicht verstanden.

Ich kann übrigens auch beides beim Tanzen, Führen und geführt werden, da einigt man sich halt vorher, wer was macht. Und ich bin Dirigentin genauso gern wie Musikerin, die sich dem Diktat unterwirft. Mit Partnerschaft hat das alles jedoch sehr wenig zu tun.

Rceizelnde


Mike

Anstatt in der dritten Person von mir zu sprechen könntest du ja in Dialog mit mir gehen. Oder fehlt dir dazu der Mut? ;-D

Du hast es offenbar auch nicht sonderlich mit dem Lesen ;-) ich habe einen Beitrag an dich gerichtet, in dem ich fragte, ob das hier eine verkappte Kontaktanzeige sein soll. Darauf hast du nicht zu antworten beliebt. Einen weitergehenden Dialog fürchte ich durchaus nicht, es ist lediglich so, dass ich die meisten Fragen, die ich dir stellen könnte, mir selbst bereits beantworten kann, da es genug Männer wie dich gibt. Erfreulicherweise gibt es auch mehr als genug Männer, die an Frauen nicht "stark" finden, wenn diese sich unterordnen und von "männlicher und weiblicher Energie" (und deren Rollen und Natur, nicht wahr?) fabulieren. An diese halte ich mich.

RSei]zenYdxe


Und es zeigt ja auch, dass hier hauptsächlich Frauen sich negativ darüber äußern über Führen und Führen lassen dass es ein Frauenthema ist ;-D

Nö. Ich schätze, das liegt daran, dass es hier primär an devote Frauen gerichtet ist, die du wiederholt anschmachtest ("hätte so gern eine solche Frau wie dich"), und nebenbei baust du auch erheiternde Phrasen ein, die darauf schließen lassen, dass du meinst, eine Frau, die "Führung" ablehnt, habe einfach noch nicht den richtigen Mann hierfür gefunden (der sich freilich in deiner Person zur Verfügung stellen würde, ganz altruistisch). Ich denke, diese unterschwelligen Unterstellungen und dein Beharren darauf, dass Geführtwerden weiblich sei, machen einige Frauen etwas genervt. Diese äußern sich. Wiederum andere devote Frauen erzählen von ihren Bedürfnissen, und die Art, wie du auf die unterschiedlichen Beiträge eingehst, zeigt, worum es dir hier geht.

Es mag dich vielleicht überraschen, aber es gibt auch Männer, die Frauen, die dominant sind, toll finden und diesen gern die Entscheidungen usw. übergeben. Ist bei denen dann das Yin kaputt? :[] Sind es in Wahrheit keine Männer? %:| und die Frauen? Was ist mit denen? ":/ Fragen über Fragen...

C4ote6Skauvagxe


Innere Stärke und das entsprechende Selbstbewusstsein lassen auch fremde Führung zu. Ich denke, das ist dann auch die Konstellation, die es manchen Frauen hier ermöglicht, die dominante Führung an einen entsprechenden Partner abzugeben. Achtung, die Wortwahl ist ganz bewusst, sie geben die Führung ab, nicht er nimmt sie sich. Sie geben die Führung ab aufgrund ihrer eigenen Stärke, vertrauen dabei auf seine Stärke und seine Kompetenz zur Führung.

Für mich ist das eine reichlich verdrehte Sichtweise. Wenn/ soweit ich zulasse, dass andere über mich und mein Leben entscheiden, wenn ich keine Verantwortung für mich selbst und mein Leben übernehmen möchte, sondern diese Verantwortung an einen Anderen abgebe, ist das keine "Stärke", auch wenn ich hierbei bei vollem Bewusstsein bin.

Es gibt da allerdings einen guten Spruch: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.

Auweia %:| Solche Altherrensprüche aus vergangenen Jahrhunderten habe ich schon sehr lange nicht mehr gehört.

Mjir sa#nxmir


wenn ich keine Verantwortung für mich selbst und mein Leben übernehmen möchte, sondern diese Verantwortung an einen Anderen abgebe, ist das keine "Stärke", auch wenn ich hierbei bei vollem Bewusstsein bin.

Genau das ist mein Problem, wenn ich das Finanzielle und Computersachen meinem Mann überlasse, ich mache das nicht, weil ich "stark" bin, sondern weil ich schlicht und einfach unfähig bin dazu, bzw. mir keine Mühe geben will. Ich finde es schwach von mir und gebe das auch gerne zu, wobei ich sagen muss, dass die Inneneinrichtung besser von mir entschieden wird, sonst wäre hier alles zeitlos braun und weiß und mein Mann sieht das auch ein und wirkt nur beratend mit ;-D

Aber ansonsten habe ich mich bestimmt nicht mühsam aus den Klauen meiner Mutter befreit, um von einem Mann weiter erzogen und gelenkt zu werden.

EShemal]igerz Nu&tzer (#060D347x5)


> wenn ich keine Verantwortung für mich selbst und mein Leben übernehmen möchte, sondern diese Verantwortung an einen Anderen abgebe, ist das keine "Stärke", auch wenn ich hierbei bei vollem Bewusstsein bin.

Ich würde das differenzierter sehen.

Hier ist doch ein schönes Beispiel:

Genau das ist mein Problem, wenn ich das Finanzielle und Computersachen meinem Mann überlasse, ich mache das nicht, weil ich "stark" bin, sondern weil ich schlicht und einfach unfähig bin dazu, bzw. mir keine Mühe geben will.

Wenn aber jemand bereits erfolgreich Verantwortung für sein Leben getragen hat und dann aus einem devoten Bedürfnis heraus entscheidet, ein paar, viele oder alle Aspekte fremdbestimmen zu lassen, dann ist seine Motivation nicht dass er seine Dinge nicht regeln KANN. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es auch nicht mal darum geht, dass er seine Dinge nicht regeln WILL. Die Übertragung von Macht stellt lediglich ein Werkzeug da und ist nicht Mittel zum Zweck!

Unfähig zu sein, die eigenen Dinge ( wie im Beispiel oben) regeln zu können und diese darum auf andere abzuwälzen würde ich auch als Schwäche/Unfähigkeit sehen, da gehe ich absolut konform mit euch!

Hier aber ist es eine freiwillige und vor allen Dingen BEIDSEITIG gewollte Machtabgabe, da eben aus dieser eine innere Befriedigung von BEIDEN gezogen wird. Ich finde, dieser Aspekt kommt in der Diskussion viel zu kurz. Da klingt es immer so, als ob der " Geführte" dem " Führenden" eine schwere Last aufbürden wolle, weil er selbst ja unfähig und infantil ist. So ein Beziehungskonzept führe ich nicht und lehne es auch ab!

Indem ich aber einem anderen Menschen sprichwörtlich mein " Leben" in die Hände lege, ihm die Macht übereigne, fühle mich ihm besonders nah, was mich wiederum tief befriedigt weil es mein Ausdruck von Liebe ist. Es geht mir dabei nicht darum, dass ich mich vor Entscheidungen drücken will, sondern ich möchte mich ihm mit allem was ich habe und komplett hingeben. Das ist etwas anderes als sich faul zurückzulehnen und zu sagen " Ich habe keinen Bock auf Verantwortung, regele du das". Eine solche Haltung bringt mich übrigens meinem Partner auch nicht näher, sondern wälzt Unbequemes nur egoistisch auf ihn ab. Daraus wird er auch keinerlei Befriedigung ziehen!

Nun ist mir auch klar, dass viele meine Art zu fühlen nicht nachvollziehen können, eben weil in ihnen keine submissive Neigung schlummert . Trotzdem ist es positiv, auch andere Lebensmodelle zu akzeptieren, sich mal gedanklich drauf einzulassen und nicht gleich abzutun als " faul und schwach" nur weil man selbst nichts damit anfangen kann. Ich möchte auch nicht abstreiten, dass es sicher auch Menschen gibt, die dieses Beziehungskonzept führen , um die eigene Unfähigkeit zu kompensieren aber das ist für mich persönlich keine Hingabe sondern reiner Egoismus.

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