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(m34/w30): Problem mit der sexuellen Vergangenheit der Partnerin

m"onZd+stexrne


Ok, ich würde vorschlagen, auf Dich und Dein Problem zu fokussieren:

Du bist ihr gegenüber blockiert.

Was blockiert Dich? wäre meine erste Frage.

Wenn wir das geklärt haben, können wir die Frage klären, wie Du damit umgehst, und ob es eventuell möglich ist, die Blockade zu lösen.

bqlu_sxky


mond+sterne

Ganz klar, dass meine Freundin in der Lage war mit so vielen Typen innerhalb eines Jahres Sex zu haben. Und dass ich sie so nie eingeschätzt hätte.

Es tut mir einfach weh, wenn ich darüber nachdenke, dass sie diese intimste Sache mit beliebigen Männern, die sie irgendwo getroffen hat, gemacht hat.

Gxraóguramáxn


Und dass ich sie so nie eingeschätzt hätte.

Das sehe ich als einen wesentlichen Teil deines Problems. Du hast dich in eine Illusion deiner Freundin verliebt und nicht in sie als Menschen. Nun hast du erkannt, dass das Bild, das du von deiner Freundin in deinem Kopf hattest, nicht mit ihrem realen Bild übereinstimmt. Nun bist du ent-täuscht. Die Täuschung ist weg, die Realität ist da.

Und die Realität ist, wie sie ist. Die Frage ist nach wie vor, wie du damit umgehen möchtest und da drehst du dich seit Tagen und Seiten im Kreis. Ich zitiere mich mal selbst:

Option 1: Ihr bleibt zusammen

..1a: Du grämst dich über ihre Vergangenheit

..1b: Du schaffst es, dass ihre sexuelle Vergangenheit in deinem Kopf weniger oder gar keinen Raum mehr einnimt

..1c: Es gelingt dir, deiner Freundin ihre Erfahrungen und ihre Vergangenheit zu gönnen

Option 2: Ihr trennt euch und du suchst dir eine passendere Freundin

Hqancxa


Du hast dich in eine Illusion deiner Freundin verliebt und nicht in sie als Menschen.

Graógramán

Das habe ich ihm schon mindestens dreimal geschrieben. :-D

Er kann damit nichts anfangen. :)D

m1ondg+jstexrne


Ganz klar, dass meine Freundin in der Lage war mit so vielen Typen innerhalb eines Jahres Sex zu haben. Und dass ich sie so nie eingeschätzt hätte.

Es tut mir einfach weh, wenn ich darüber nachdenke, dass sie diese intimste Sache mit beliebigen Männern, die sie irgendwo getroffen hat, gemacht hat.

Es tut mir leid, aber ich kann mich da nicht so in Deine Lage versetzen. Ich würde es von meinem Gefühl her eher schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, wenn ich solche alten Geschichten aufgetischt bekäme.

Ich könnte mir eher vorstellen, dass mich die Art und Weise stören würde, wie es mir aufgetischt würde. So mit dem Tenor irgendwelche anderen Männer haben es mir ganz fantastisch besorgt, so wie du es nicht schaffst.

Aber das war es nicht, nein?

HJanxca


blu_sky

Über meine Einstellung nachdenken. Für mich ist es halt einfach schlimm, was soll ich da durch nachdenken verändern?

Ich bin mal ganz ehrlich:

Ich glaube, dass du einfach noch nicht weißt, was Liebe ist.

Wenn man einen anderen Menschen nicht annehmen kann, wie er ist, dann ist das keine Liebe.

Die meisten Menschen verwechseln Bedürftigkeit mit Liebe.

GQraó%gr)amáxn


Das habe ich ihm schon mindestens dreimal geschrieben. :-D

Ja eh ;-D Deswegen habe ich ja auch schon angefangen mich selbst zu zitieren, weil ich auch das Gefühl habe, dass man sich hier im Kreis bewegt, ohne von der Stelle zu kommen.

Er kann damit nichts anfangen. :)D

Scheuklappen und die Weigerung sie abzunehmen halt. Ich kann das schon irgendwie nachvollziehen, nur macht das auf Dauer halt auch nicht froh.

l1ona>laxo


einerseits sagst du, daß es dein problem ist, aber irgendwie scheint das nicht so wirklich zu dir selbst durchgedrungen zu sein.

denn auf die frage "was blockiert dich?"

ist deine antwort "das, was meine freundin getan hat" -> also SIE

dabei bist du es ja selbst, der sich blockiert, deshalb ist es ja auch dein problem ;-)

angefügt hast du noch: "Und dass ich sie so nie eingeschätzt hätte."

hier ist schon eher was, wo DU ins spiel kommst. du hast also eine falsche einschätzung getroffen, damit kommst du jetzt nicht klar.

zu deinen einstellungen: du kannst sie jetzt verteidigen, was du bis dahin auch tust. klar ist aber auch, daß deine einstellung (nur schlampen v*geln so herum) zu dieser fehleinschätzung geführt hat. denn offensichtlich hat sie ja ansonsten ganz deinem bild eines "anständigen mädchens" entsprochen und war dabei so liebenswert, daß du eine beziehung mit ihr eingehen konnte

st.

die konsequenz aus dem erkennen dieser fehleinschätzung könnte nun die sein, daß du die erfahrung, die du gemacht hast, in deine einstellung einfliessen lässt, daß die einstellung sich praktisch den gegebenheiten gemäß korrigiert. oder du verteidigst weiterhin deine einstellung, obwohl sie zu so einer fehleinschätzung geführt hat, und musst damit leben, daß eure beziehung weiter darunter leidet (und es meiner ansicht nach nur eine frage der zeit ist, bis sie daran zerbricht) und daß du mit dieser einstellung halt auch in gefahr läufst, weiterhin fehleinschätzungen in dem bereich zu treffen, denn anscheinend ist das bild, was du von einem liebenswerten wesen hast eben doch mit einer solchen vergangenheit vereinbar.

du scheinst dich allerdings auf den weg einzuschiessen, sie aufgrund ihrer vergangenheit abzuwerten, anstatt die mechanismen in dir aufzulösen zu versuchen.

m<ondb+steornxe


lonalao hat einen wichtigen Punkt angesprochen, meine ich. Es gibt etwas, was Dich blockiert, und Du hast nicht klar benannt, was es ist.

Als ich Deinen Beitrag gelesen hatte, hatte ich noch mit großer Selbstverständlichkeit gedanklich ergänzt, was Du nicht geschrieben hattest ("Ganz klar [die Tatsache], dass...").

War das richtig? Ist es schon zu Dir selbst durchgedrungen? Es ist das Wissen um eine Tatsache, das Dich blockiert. Das Wissen um das, was geschehen ist.

Gibt es in diese kleine Auslassung etwas hineinzuinterpretieren? Bzw. kannst Du es nachtragen? Kannst Du klar benennen, was Dich innerlich blockiert?

Oder hat lonalao Recht? Ist das noch gar nicht so richtig zu Dir selbst durchgedrungen?

E6hemaliggYer Nutgzer (#u6114x25)


Ich könnte mir eher vorstellen, dass mich die Art und Weise stören würde, wie es mir aufgetischt würde. So mit dem Tenor //irgendwelche anderen Männer haben es mir ganz fantastisch besorgt, so wie du es nicht schaffst

:)z Genau dieser Gedanke kam mir auch einige Seiten vorher:

Dieses ganze Gerede, dass es für dich den Unterschied macht, dass sie mit Wildfremden scheinbar wahllos ins Bett stieg ,halte ich lediglich für einen " Aufhänger", der von deinem eigentlichen Problem ablenken soll. Bei mir entsteht allmählich der Eindruck, dass du ein echtes Problem mit deinem Selbstwertgefühl hast. Es kränkt dich nämlich in deinem männlichen Ego und du fühlst dich abgewertet dadurch, dass sie mit Wildfremden angeblich vaginale Orgasmen hatte, mit dir aber nie. Anstatt dir mal selbst einzugestehen, dass du in Wahrheit eifersüchtig bist auf all diese Typen, die ja laut der verqueren Logik deiner Freundin und scheinbar auch deiner eigenen Logik etwas geschafft haben, was du bei ihr nie schaffst, ziehst du es vor, deinem Unmut hier unter dem Deckmantel der Tugendhaftigkeit Luft zu machen. Denn nur so hast du ein Ventil für deine negativen Gefühle ohne dich mit dir selbst auseinander setzen

@ TE

Warum schreibst du nichts zu diesem Ansatzpunkt?

m`ond'+ste~rxne


Du brauchst einen Mann, der sich in Deine Lage hineinversetzen kann, der sich mit Dir identifizieren kann und nachfühlen kann, was Dich genau blockiert.

Ich kann das leider nicht. Das wollte ich mit meinem Beitrag von gestern um 18 Uhr gesagt haben. Ich wollte Dir damit nicht unterstellen, dass Du blockiert bist, wegen der Art, wie Du davon erfahren hast.

liofnalxao


@ mond+ sterne

"Ganz klar [die Tatsache], dass..."

Kannst Du klar benennen, was Dich innerlich blockiert?

ich hab jetzt zwei deiner sätze hergenommen, weil sie gut nochmal verdeutlichen, was ich meinte:

auf der einen seite gibt es die (äusserlichen) tatsachen

auf der anderen seite gibt es eine innerliche blockade.

im moment lese ich beim themenersteller heraus: das, was mich (innerlich) blockiert, ist die (äussere) tatsache.

ich meine, da fehlt ein gewisser schritt des erkennens, welche inneren ursachen bestehen.

die tatsachen sind ja- (in diesem fall da sie in der vergangenheit liegen)- sowieso nicht änderbar.

es ist, wie wenn jemand angst vorm sonnenschein hat, und man fragt: was ist denn die ursache deiner angst? und er sagt: ganz klar, die sonne! (und wenn die sonne niemals scheinen würde, dann hätte ich auch keine angst). dabei zielt die frage "was ist die ursache deiner angst" (oder "was blockiert dich innerlich?") so wie ich es verstehe ja eher auf diese inneren mechanismen ab, die zu dem gefühl führen. genau das ist die ebene, auf der es auch möglich wäre, veränderungen zu erzielen. aber das ist halt auch nicht "einfach so" zu haben (einen schalter umlegen/ die vergangenheit der freundin ungeschehen machen/ die sonne hört auf zu scheinen, etc.)

und genau hier- was diese "mechanismen" im inneren betrifft, da hab ich das gefühl, daß der themenersteller nicht so hinschauen will, bzw. da auch nichts verändern will. seine "moralischen einstellungen" verteidigt er, und bei weiteren "vorschlägen" im thread, welche gefühle bei seiner blockade noch beteiligt sein könnten (vom mangelnden selbstbewusstsein bis eifersucht) blockt er ab und sagt: das ist es nicht. ok, das kann man nur so hinnehmen, aber was für gefühle spielen dann mit rein? da kam bisher auch nix. immer wieder ist es nur "das verhalten meiner freundin, damals auf der reise.... usw."

obwohl ich vermute, daß da einige gefühle und mechanismen im inneren des themenerstellers an diese "blockade" gekoppelt sind, will ich nicht spekulieren, welche das sein könnten. bisher liegen nur die "moralischen einstellungen" und ein ekelgefühl bei dem gedanken an "die tatsachen" auf dem tisch.

das finde ich etwas wenig, bisher. wobei ich schon glaube, daß moralische einstellungen eine hohe wirkmächtigkeit haben können, auch um physiologische reaktionen wie ekel auszulösen oder auf emotionaler ebene die eigene liebesfähigkeit zu blockieren. es ist halt eine frage, welchen weg man bestreiten will: will ich die muster meiner "moralischen programmierung" loswerden (die innere blockade auflösen)? oder will ich die muster beibehalten, und die "tatsachen" ändern? (in dem fall nur möglich, wenn er schluss macht und sich eine freundin sucht, die seinen moralischen vorstellungen entspricht). beides "behalten" zu wollen, so wie es der themenersteller gerade will, scheint mir nicht möglich zu sein. irgend ein abschied wird genommen werden müssen.

DTreamgerx35


@ lonalao :)^

Sehr gut erklärt, genau das meinte ich, aber Du hast es viel besser erklärt, als ich.

lSonaWlaxo


@ dreamer-

danke :-)

mir sind noch fragen dazu eingefallen, um diese zusammenhänge auf der inneren ebene zu beleuchten.

vorneweg: so gefühle wie angst, oder wie in diesem fall ekel und abscheu sind ja nicht grundlos da. ihre eigentliche funktion ist es, uns zu schützen (davor, daß wir "ungenießbares" zu uns nehmen, oder unnötige risiken eingehen).

manchmal ist diese schutzfunktion allerdings so sehr ausgeprägt, daß die angst, der ekel oder die abscheu auch in situationen auftritt, wo wir es als hemmend/ blockierend erleben, und es uns "über die maßen" einschränkt.

die frage ist also: wovor schützt mich das gefühl der abscheu/ und was verhindert sie? ist das, wovor ich mich schützen muss es tatsächlich wert, mich so blockieren zu lassen? was "gewinne" ich, wenn ich den schutzmechanismus aufgebe (und was verliere ich dadurch?)

die einschränkung hat der themenersteller hier schon gut beschrieben: seine liebesfähigkeit oder der ausdruck der liebe wird blockiert. die frage ist nach wie vor: wovor soll ihn das gefühl der abscheu/ des ekels schützen?

die "moralischen bedenken" stützen meiner meinung nach im moment die einschränkenden kräfte, denn sie vermitteln: es ist ja tatsächlich eklig/ würdelos/ billig usw. ich würde aber in der beleuchtung der sache die moral mal aussen vor lassen, und mich auf die gefühle konzentrieren. wenn natürlich die moralischen grundsätze selbst so verteidigt werden, dann kann der innere zusammenhang sich gar nicht erschließen, weil dann der "grund" für die gefühle immer im aussen gesucht wird.

mXoCnd+stexrne


die frage ist nach wie vor: wovor soll ihn das gefühl der abscheu/ des ekels schützen?

Sich mit einer übertragbaren Geschlechtskrankheit anzustecken.

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