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(m34/w30): Problem mit der sexuellen Vergangenheit der Partnerin

FF]hl|i.n!gs kindx5


@ blue sky

ich werde nie verstehen warum für so manche Männer das Vorleben einer Partnerin so eine große Rolle spielt, wenn Frau doch ab nun mit dir in Beziehung ist.

Oh Mann, der Text könnte echt von meinem Mann stammen - der ist genau so einer. :(v

mein Tipp: wenn du sie behalten willst - hör auf damit ihr ihr Leben vorzuhalten denn, alles was vorher war, hat und sollte in einer Beziehung keine Rolle spielen.

E8h{emalig^er Nustzer (#6A0567x7)


Ich liebe meine Freundin.

Dem entgegen steht dieses miese Gefühl, was ich bei ihrer Sex-Geschichte bekomme. Dieses Gefühl blockiert meine Liebe ein gutes Stück weit.

Aber was kann ich dagegen tun? Ich will dieses Gefühl, dass ich es nicht gut finde was da stattgefunden hat, ja nicht absichtlich haben, es ist einfach da, in mir vorhanden. :-( :-( :-(

Das Gefühl bei dir entsteht ja nicht aus dem Nichts, sondern beruht auf deiner speziellen Sexualmoral. Soweit ich das verstanden habe, würdest du selbst sowas nicht tun und hast das auch nie gemacht, was deine Freundin gemacht hat; eben eine Zeit lang ons mit verschiedenen Menschen. Wenn man seine Emapthie gegenüber dem anderen bemüht, kann man aber ggf. durchaus nachvollziehen, das jemand etwas getan hat, was man selbst nicht getan hätte an dessen Stelle. Eben ein Sich-in-den-anderen-hineinversetzen statt moralische Bewertung (und Abwertung) des anderen, weil der sich anders verhalten hat, als man selbst.

Das kann übrigens sehr interessant sein und den eigenen Horizont bereichern. So wie man sehen und verstehen kann, dass und warum jemanden Tanzen Spaß macht, obwohl man selbst Tanzen schrecklich findet. Mir geht das jedenfalls so.

Und du könntest deine Sexualmoral hinterfragen. Warum ist jemand billig und würdelos, wenn er Spaß an unverbindlichen Sex hat und das (aus)lebt? Tut die Person damit irgendjemanden etwas?

Hast du da bestimmte Vorstellungen, darüber, wie so ein ons abläuft und was "Männer" dabei tun und was "Frauen" dabei tun und denkst darauf aufbauend, bei deiner Freundin wäre das genauso abgelaufen?

Mir ist mal aufgefallen, dass es nicht wenige gibt, die sehr fixe Vorstellungen darüber haben, wie unverbindlicher Sex bzw. ein ons angeblich immer ablaufen würde, obwohl sie selbst nicht einmal einen ons gehabt haben. Es gab da viele Vorstellungen zu, dass das "wie im Porno" ablaufen würde und darauf aufbauend, Frauen, die ons hätten dann Schlampen wären usw.. Einfach weil da neben der Sexualmoral das Bild von ons als Porno (mit einer "billigen & willigen Frau, die die Herren bedient und in alle Körperöffnungen gefickt wird", um es mal deutlich zu sagen) bei diesen Menschen im Kopf war. ... Oder auch, dass ein ons immer lieblos ablaufen würde - ganz anders als Sex in einer Romanze/Partnerschaft.

Natürlich kann ein ons so ablaufen, falls von allen Beteiligten gewünscht, aber letztlich gibt es da kein bestimmtes Schema, wie ein ons abläuft und aus welchem Motiv die beteiligten den Sex haben (außer dass der Hauptfaktor meistens Spaß am Sex ist).

Hast du Angst, dass deine Freundin leichter fremdgehen oder dich verlassen sowie dich negativ mit anderen Männern bzgl. des Sexes vergleichen könnte als eine Frau mit weniger sexuellen Erfahrungen?

CnoteSauxvage


Ich möchte nur mal einwerfen, dass es absolut nichts mit einem schlechten Selbstwertgefühl zu haben muss, wenn man bestimmte Verhaltensweisen (anderer) negativ bewertet.

E hemal}igcer NsutzeHr (#60567x7)


Nein so ganz allgemein muss es damit nicht zwangsläufig zu tun haben, aber die Beschreibung von blue sky kommt für mich so rüber. Auffällig finde ich auch dieses Kreisen um "ihren Wert", dass sich durch den gesamten EP zieht bis zum Schlusssatz:

Das ganze Wertvolle was ich in ihr sehe geht mir mit dieser Geschichte verloren

Etwas bei anderen negativ zu finden ist das eine, aber einen angeblich ach so geliebten, tollen Partner wie beschädigte Ware zu neu bewerten und von wertvoll auf billig etc. herabzustufen, weil der in seiner Vergangenheit etwas Erlaubtes und für niemanden Schädliches aus Spaß getan hat, ist ein spezielles Kaliber.

Kann er natürlich machen. Allerdings wäre es dann besser für beide, wenn er sich trennt und eine andere Frau sucht, die diese Anforderungen an ihr Sexualverhalten erfüllt.

C%ote*SaJuvaggxe


Auffällig finde ich auch dieses Kreisen um "ihren Wert", dass sich durch den gesamten EP zieht

Das hat glaub ich was mit einem bestimmten Frauenbild (also einem Fremdbild, nicht seinem Selbstbild) zu tun.

Ich finde es übrigens irgendwas auf einer Skala von unbedarft - bescheuert - unverschämt von ihr, dass sie ihm reindrückt, dass es ihr etliche Lover besser besorgt haben als der TE. Wenn ich weiß wie ich zu einem Orgasmus komme, dann sage oder zeige ich das dem Mann, dazu brauch ich ihn nicht mit anderen zu vergleichen; wenn ich es nicht weiß, experimentiere ich mit meinem aktuellen Lover.

Und weiterhin finde ich die Haltung, die seine Freundin ihm suggeriert, dass ein Orgasmus, der "nur" mit klitoraler Stimulierung zustandekommt, ein minderwertiger Orgasmus sei, abwegig. Das dem TE zu erzählen ist wiederum bescheuert, weil strategisch ungeschickt - sie kann froh sein, wenn nach solchen Ansagen im Bett überhaupt noch irgendwas klappt.

bluesky, überleg dir in Ruhe, ob dir diese Beziehung wirklich Freude bringt und dein Selbstwertgefühl auf lange Sicht nicht doch noch ruiniert.

E hemalBiger Nutz]er (#P60567x7)


Ich finde es übrigens irgendwas auf einer Skala von unbedarft - bescheuert - unverschämt von ihr, dass sie ihm reindrückt, dass es ihr etliche Lover besser besorgt haben als der TE. (...)

Und weiterhin finde ich die Haltung, die seine Freundin ihm suggeriert, dass ein Orgasmus, der "nur" mit klitoraler Stimulierung zustandekommt, ein minderwertiger Orgasmus sei, abwegig.

Kannst du die Stellen bitte mal zitieren, in denen er schreibt, dass sie das getan hat? ... Ich finde nur diese Stelle:

Ohne klitorale Stimulation ist es sehr schwierig für sie mit mir zu kommen, sie hat jedoch einmal eine Bemerkung gemacht, dass es ja damals (mit irgendeinem oder mehreren von den Kontakten, das weiß ich nicht genau) auch auf jeden Fall möglich gewesen ist und es daher "wohl doch am Mann liegt, dass sie zum vaginalen Orgasmus kommen kann".

Finde ich aber schwierig das einzuordnen, weil der Kontext fehlt, in dem sie diese Bemerkung gemacht hat und was dem vorangegangen ist. Vielleicht hat er sie ja gefragt, ob seine Vorgänger sie besser befriedigt hätten (Potenzvergleich) oder ob das bei ihr schon immer so gewesen wäre (ggf. aus Angst ihr nicht zu genügen im Bett?)? Dass sie sich einfach eines Tages hingesetzt hat und zu ihm aus dem Nichts heraus gesagt hat, dass sie bei einem der ons einen vaginalen Orgasmus gehabt hätte und das also durchaus möglich wäre bei ihr, noch dazu mit dem Unterton: Ätschibätschi, dieser ons konnte das und du nicht.", glaube ich nicht. Ein User hatte zu der Sache mit der Befrieidigung/dem Orgasmus und der Bemerkung auch eine andere Deutungsmöglichkeit geschrieben.

EJhemal]iger N!utrzer _(#"605677)


sie kann froh sein, wenn nach solchen Ansagen im Bett überhaupt noch irgendwas klappt.

Das gilt doch für beide - er hält sie ja umgekehrt de facto für billig und würdelos/schlampig - obwohl er im Bett davon profitiert hat bisher. (also von ihrer sex. Aufgeschlossenheit & Experimentierfreude sowie ihrer Erfahrung) Das ist ein starkes Stück, mit Verlaub, und da könnte man auch etwas deutlich unfreundlicheres zu schreiben. Allerdings bringt es ja nichts, ihn dafür hier zu beschimpfen. Aber esist sicher keine Gnädigkeit an seine Freundin, dass er weiterhin mit ihr schläft, für die sie ihm dankbar sein müsste.

EAhemaBl_i:ger NutRze&r (#611x425)


Ich finde es übrigens irgendwas auf einer Skala von unbedarft - bescheuert - unverschämt von ihr, dass sie ihm reindrückt, dass es ihr etliche Lover besser besorgt haben als der TE. Wenn ich weiß wie ich zu einem Orgasmus komme, dann sage oder zeige ich das dem Mann, dazu brauch ich ihn nicht mit anderen zu vergleichen; wenn ich es nicht weiß, experimentiere ich mit meinem aktuellen Lover.

Das sehe ich ähnlich. Wir wissen allerdings nicht, in welchem Kontext diese Unterhaltung stattfand. Vielleicht hat er sie auch gefrustet gefragt, warum sie nie einen vaginalen Orgasmus mit ihm hat, ob sie überhaupt dazu fähig ist. Das wäre dann wieder eine ein wenig anders gelagerte Situation.

Was ich allerdings in diesem Zusammenhang auffällig finde, ist, dass der TE schreibt, dass die Freundin ihm ausgerechnet während eines Streits mitteilte, viele Liebhaber gehabt zu haben. Es ist zwar reine Spekulation, erscheint aber von außen betrachtet so, als ob sie ganz genau weiß, wo seine "Achillessehne" liegt.

Ganz unabhängig davon bin ich allerdings der Meinung, dass das sexuelle Vorleben der Partnerin ganz allein ihre Sache ist und sehe es als alles andere als einen Makel an, wenn ein junger Mensch vielfältige sexuelle Erfahrungen macht. Der Zusammenhang, in dem die Freundin dem TE dies aber " mitteilte" war allerdings ein denkbar ungünstiger (wobei sie nicht verpflichtet gewesen wäre, ihn davon überhaupt in Kenntnis zu setzen).

C4oteS\au7vagxe


@ Polarfuchs

Die von dir zitierte Stelle reicht schon, das finde ich persönlich nicht schwer einzuordnen, siehe aber noch diesen Post von ihm:

Sie ist rein vaginal noch nie gekommen beim Sex mit mir. Nur wenn sie auch einen klitoralen Reiz bekommt. Rein vaginal gings aber laut ihrer Aussage damals und deswegen liegt es ihrer Ansicht nach am Mann. Sie nimmt durch diese Aussage ja Bezug auf die Reise und hat auch schon erwähnt, dass das ja alles so interessante Typen waren was ich mir nicht wirklich anhören möchte.

So eine Schuldzuweisung ist kontraproduktiv, wenn man sich guten Sex wünscht.

Das gilt doch für beide

Ja, aber ich wollte eben mal den Fokus darauf legen und habe mich in ihn hineinversetzt, und ich bräuchte keinen (Sexual)partner, der mir so kommt.

Aber esist sicher keine Gnädigkeit an seine Freundin, dass er weiterhin mit ihr schläft, für die sie ihm dankbar sein müsste.

Sowas habe ich nirgends behauptet.

Eine andere Baustelle, wo ich den TE ebenfalls verstehen kann, ist das hier:

Was mich auch stört ist, dass sie mit diesen ganzen Leuten noch über das große "soziale Netzwerk" verbunden ist, wo diese sie teilweise auch noch anschreiben.

Das lässt sich also auch nicht einfach abtun durch ein "ach, ist doch egal, was vor 10 Jahren mal war".

C%oteTSauxvage


Der TE kann den Kontext dieser Äußerungen ja vielleicht nochmal näher beschreiben.

Ganz unabhängig davon bin ich allerdings der Meinung, dass das sexuelle Vorleben der Partnerin ganz allein ihre Sache ist (...) (wobei sie nicht verpflichtet gewesen wäre, ihn davon überhaupt in Kenntnis zu setzen).

Klar, aber ich finde, wenn sie ihm ihr sexuelles Vorleben (oder ihre Abiturnote oder wie viel sie mit 15 gewogen hat oder was auch immer) schon auf die Nase bindet, ist es auch seine Sache, wie er mit dieser Info umgeht.

Schlimmstenfalls passt es halt nicht mit den beiden, und das hätten sie dann ja noch relativ frühzeitig festgestellt.

EWhemali(ger N8utzer (#611x425)


Klar, aber ich finde, wenn sie ihm ihr sexuelles Vorleben (oder ihre Abiturnote oder wie viel sie mit 15 gewogen hat oder was auch immer) schon auf die Nase bindet, ist es auch seine Sache, wie er mit dieser Info umgeht.

Ja, da hast du Recht.

bAlu_osxky


Mann042

Also mal generell, zumindest für mich gesprochen, es ist nicht schlimm, wenn eine Frau nur durch klitorale Stimulation zum Orgasmus kommt. So und nun ist es bei euch so, dass es der Fall ist. Daher meine Frage an dich. Von wem aus ist es denn ein Thema, dass es so ist?

**Wer ist der Initiator dieses Themas bei euch?

Ich habe eines Abends nach dem Sex mal zu ihr gesagt, dass ich es schön fände, wenn sie auch vaginal kommen könnte.

Daraufhin war sie ziemlich beleidigt und hat mich gefragt ob ich das wirklich ernst meine und dass fast keine Frau nur vaginal kommen könnte. Ich hab erwidert, dass ich mit meinen vorherigen Partnerinnen andere Erfahrung gemacht hätte und dass die fast alle irgendwann, irgendwie vaginal gekommen sind. Danach hat sie mich nicht mehr ernst genommen und gemeint dass diese Partnerinnen leider fast alle nicht ehrlich gewesen wären und mir was vorgespielt hätten. Das glaube ich aber nicht denn das hätten dann wirklich alle gute Schauspielerinnen sein müssen.

Und dann hat sie eben auch erzählt, dass sie da auf der Reise mit einem oder mehreren Kontakten (das weiß ich nicht genau) auch vaginal kommen konnte und dass es deshalb nicht an ihr liegen könnte sondern eben am Mann.

C-o6te^Sauvagxe


OK, Polarfuchs, jetzt schaut die Sache für mich auch anders aus. Nach dieser neuen Info passt das was ich vorher geschrieben habe, mindestens genau so gut auf den TE %:|

EUhemahliger N=utzer (#61x1425)


Ich habe eines Abends nach dem Sex mal zu ihr gesagt, dass ich es schön fände, wenn sie auch vaginal kommen könnte.

Das war allerdings nicht sehr geschickt von dir, da es keine Frage des Wollens ist, ob sie vaginale Orgasmen hat bzw. haben kann. Leider hast du dich da ziemlich unglücklich ausgedrückt, was deine Freundin als Affront aufgefasst haben dürfte. Dies würde auch ihre Reaktion erklären:

Daraufhin war sie ziemlich beleidigt und hat mich gefragt ob ich das wirklich ernst meine und dass fast keine Frau nur vaginal kommen könnte.

Und dann hat sie eben auch erzählt, dass sie da auf der Reise mit einem oder mehreren Kontakten (das weiß ich nicht genau) auch vaginal kommen konnte

Hört sich ganz danach an, ( wie bereits vermutet) als ob sie dir einen reinwürgen wollte.

und dass es deshalb nicht an ihr liegen könnte sondern eben am Mann.

Das allerdings ist auch ganz großer Blödsinn und kann verallgemeinernd so nicht gesagt werden.

Kann es sein, dass die Geschichte mit den zahlreichen Partnern, die deine Freundin dir erzählte, vielleicht gar nicht stimmt?

Cfote_S3auv_axge


Ich habe eines Abends nach dem Sex mal zu ihr gesagt, dass ich es schön fände, wenn sie auch vaginal kommen könnte.

Was findest du daran erstrebenswert? Inwiefern ist es für dich wichtig wie sie ihren Orgasmus bekommt? Abgesehen davon dass sie darauf wohl kaum einen Einfluss hat.

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