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Besitze ich keinen Anstand und keine Moral mehr?

l`osg{etrexten hat die Diskussion gestartet


Mir ist bewusst, dass ich mich mit diesem Beitrag vermutlich alles andere als beliebt machen werde, das ist aber ohnehin auch gar nicht Sinn und Zweck. Ich möchte wirklich hinterfragen, warum ich manchmal so gleichgültig und emotionslos bin, wenn es um Freundschaften geht.

Grundsätzlich: Ich bin ein Mensch, der nur losen Kontakt zu seinen Freunden pflegt. Ich habe einige wenige gute Freundinnen, die ich aber wirklich mittlerweile nur mehr alle paar Wochen - wenn überhaupt - sehe und ab und zu mit ihnen telefoniere bzw. schreibe. Das ist für mich absolut ok, ich habe nicht das Bedürfnis nach engerem Kontakt. Hingegen pflege ich zu meinem Partner und meiner/seiner Familie sehr engen Kontakt, diese Menschen sind mir das wichtigste in meinem Leben und sie möchte ich auch so oft es geht um mich haben.

Warum untescheide ich hier so zwischen Freunden und Partner/Familie? Ist das normal? Ich frage mich das momentan deshalb, weil es (natürlich - sonst würde ich hier nicht schreiben ;-) ) einen konkreten Anlass dafür gibt, mein Verhalten zu hinterfragen.

Ich habe Anfang dieses Jahres mit einer guten Freundin und deren Freundinnen einen Mädelsurlaub für Oktober geplant.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich erst kurz davor aus meiner langjährigen Beziehung gelöst, einen neuen Mann kennengelernt, mit dem alles noch ziemlich unsicher war und mein Leben stand überhaupt total Kopf. Dort dachte ich, dass ein Urlaub mit ein paar Girls mir sicher guttäte. Ich muss dazusagen, dass ich die anderen Mädels nur über meine Freundin lose kannte, wir hatten uns ein, zweimal beim Ausgehen gesehen.

Nun hat sich die Sache mit dem neuen Mann positiv entwickelt, wir sind mittlerweile schon länger ein glückliches Paar x:) und ich hatte meine Urlaubstage, die ich für dieses Jahr noch hatte, mit ihm verbracht - wohl wissend im Hinterkopf, dass möglicherweise für den geplanten Mädelsurlaub kein Urlaub mehr übrig sein könnte. Ich gebs zu, mir war dies die ganze Zeit irgendwie bewusst, aber ich habs verdrängt und dachte immer bei mir: "Ach, irgendwie krieg ich die Urlaubstage für den Mädelsurlaub schon zusammen und wenn nicht, dann fällt mir schon was ein."

Hier an sich könnte man sich schon die Frage stellen, ob ich keinen Verstand, keinen Anstand und keine Moral besitze, wenn ich diesen Mädelstrip so hintanstelle, obwohl alles bereits gebucht und bezahlt war. ":/ :=o

Und es kam, wie es kommen musste: Ich habe meine Urlaubstage lieber mit meinem neuen Partner verbracht, konnte nicht genug Überstunden sammeln, sodass ich nun für den Oktobertrip keinen Urlaub mehr übrig habe.

Und das schlimme daran ist eigentlich: Es ist mir wirklich egal. :-o

Ich will den Mädels nichts Böses und ich wünsche ihnen eine supertolle Zeit, aber es ist mir total egal, dass ich nicht mitfahren kann. :-o

Ich habe dann mit meiner guten Freundin gesprochen und ihr das alles auch erklärt, dass ich mich mit meinem Urlaub heuer total verschätzt habe und nun leider vom Mädelstrip daheim bleiben muss. (Dass es mir an sich egal ist, hab ich natürlich nicht gesagt...)

Sie war sehr enttäuscht, hat aber gemeint, dass es dann eben so sei und sie und die anderen Mädels ohne mich fahren würden. Ich muss dazusagen, es hat niemand einen Nachteil durch meine Absage, ich habe meinen Anteil an dem Urlaub bereits bezahlt und verlange natürlich auch nichts zurück.

Jetzt ist es so, dass die anderen Mädels, die ich nicht mal richtig kenne, angeblich total sauer auf mich sind und böse Dinge über mich gesagt und geschrieben haben und meine gute Freundin, die zwar auch sauer und enttäuscht ist, mich aber wohl schützen wollte, aus dem gemeinsamen Chat, den wir extra für diesen Urlaub erstellt haben, entfernt hat, mit der Ansage, dass es unter diesen Umständen ohnehin besser ist, dass ich nicht mitfahre, da mich die anderen Mädels sonst zerfleischen würden.

So. Dass ich nicht mehr im Chat bin, ist total ok, ich hab dort ja auch nichts mehr verloren, weil ich nicht mitfahre.

Dass eine gewisse Verstädnislosigkeit herrscht, weil ich mir meinen Urlaub nicht eingeteilt und ein paar Tage für den Mädelstrip übrig gelassen habe, verstehe ich auch.

Aber ich frage mich die ganze Zeit: Wieso lasse ich das alles zu? Wieso ist es mir so egal, ob diese Mädels mich hassen oder nicht? Ich habe mit dieser Aktion ja sogar quasi die Freundschaft zu dieser einen guten Freundin aufs Spiel gesetzt und irgendwie tut mir das alles leid, aber offenbar nicht so leid, dass ich im Vorfeld dafür gesorgt habe, dass ich noch genug Urlaub habe.

Bin ich wirklich so unempathisch oder was ist los mit mir? Könnt ihr mich teilweise verstehen oder würdet ihr so einen Menschen wie mich auch in die Tonne kloppen?

Ich weiß einfach nicht, ob ich total bescheuert bin oder ob man mein Verhalten - da ich wirklich niemandem geschadet habe - teilweise verstehen kann.

Meine Gedanken sind folgende und ich frage euch, ob ihr das zumindest ansatzweise so nachvollziehen könnt bzw. ob es welche unter euch gibt, die das genauso handhaben:

Priorität hat mein Partner. Vielleicht ist das jetzt auch so, weil wir einen schweren Start hatten und jetzt erst so richtig beginnen können, unser Leben gemeinsam aufzubauen. Ich weiß es nicht, ich kann nur sagen, dass er für mich an 1. Stelle steht.

Meine Freundinnen sind mir wichtig, aber ich treffe sie nur, wenn es leicht geht und wenn mir danach ist. Ich hab sie gern und ich interessiere mich auch für ihr Leben, aber ich brauche sie nicht regelmäßig sehen. Mir reicht es, wenn wir uns großteils per Telefon und Whatsapp austauschen, sodass jeder immer ungefähr weiß, was gerade so im Leben des jeweils anderen passiert.

Für meine Freundinnen ist das auch ok so, meine drei engsten Freundinnen haben mittlerweile Familien und sind haben ohnehin auch nur sehr wenig Zeit. Da gibt es also auch keine Probleme.

Ich frage mich nur, ob es normal ist, dass ich so kaum das Bedürfnis danach habe, meine Freundinnen zu sehen bzw. neue Freundschaften zu knüpfen bzw. ich teilweise - wie eben bei der aktuellen Situation gerade geschildert - Freundschaften sogar riskiere, weil mir mein Partner bzw. meine Familie wichtiger ist und ich meine Zeit/meinen Urlaub lieber mit ihnen verbringe.

Bitte um eure Meinungen dazu und ich möchte auch noch darum bitten, halbwegs sachlich mit mir ins Gericht zu gehen und mich nicht zu beschimpfen, danke! @:) *:)

Antworten
CAoteSBauvagxe


Ich finde, du bist immerhin reichlich selbstkritisch ;-) Aber als erstes solltest du mal von der Frage abkommen, was "normal" ist. Darum geht es mE gar nicht. DU hast das Gefühl, dass irgendwas an deinem Verhalten "nicht ok" ist, du machst einerseits was du willst, fühlst dich andererseits aber nicht gut dabei. Darum, das aufzulösen, geht es.

Mir fallen 2 Punkte auf, die ich "nicht gut" finde:

Das eine ist, dass ich es nicht gut finde, wenn man sich sehr stark auf einzelne Personen in seinem Leben konzentriert. Das kann ziemlich in die Hose gehen, weil gerade Partnerschaften häufig nicht ewig gehen. Ich finde es auch ein wenig schräg, wenn man sich, ist man in einer Partnerschaft, 100% auf den Partner und seine Familie stürzt, und wenn die Beziehung dann vorbei ist, wird in Bezug auf das komplette Umfeld ein Cut gemacht. Und dann gibts einen neuen Partner, und man stürzt sich zu 100% auf lauter neue Menschen, die dann wieder ins Nirvana befördert werden, wenn die Beziehung beendet ist. Das finde ich "ungesund", aber es ist Einstellungssache, keine Moral hindert dich daran, es so zu machen. Wenn du sogar Freundinnen hast, die das mitmachen, dass sie abgemeldet sind, wenn du grad in einer Beziehung bist, und dann wieder für dich da sind, wenn du grad Single bist, hast du Glück, wenn nicht, eben nicht.

Was ich dann schon eher objektiv falsch finde, ist, dass du dich so feige aus dem Mädelsurlaub rausgestohlen hast. Wenn du schon dieses Modell "Wenn ich einen Partner habe sind alle anderen Menschen abgemeldet" lebst, dann steh auch dazu. Das ist für Freundinnen besser "verkraftbar" als so blödsinnige und unglaubwürdige "Erklärungen", du hättest die Entwicklung deiner Urlaubslage verpennt. Da wäre es besser gewesen, du hättest zu deiner guten Freundin gleich am Anfang gesagt: Du, sei mir nicht böse, ich bin ja jetzt mit X zusammen, und ich möchte mich einfach gern voll in die Beziehung stürzen, ihr könnt doch auch ohne mich wegfahren, oder? Diese Freundin hat ja offenbar Verständnis für dein Lebensmodell, da hättest du dir das Theater mit dem Urlaubschat und deinem Rückzug kurz vor knapp besser gespart.

Ansonsten finde ich es ist jedem seine Sache, was und wer in seinem Leben Priorität hat. Man sollte das halt ehrlich leben und auch dazu stehen. Das kann man auch, ohne andere vor den Kopf zu stoßen.

dqanareT87


Mh, also ich finde das soweit normal frisch verliebt lieber Zeit mit dem Partner zu verbringen. Deine Art dann mit schon eingenangenen Verpflichtungen umzugehen und auch den Kontakt stark einzuschränken würde mich als Freundin schon deutlich auf Distanz bringen. Nicht weil ich dir das nicht gönnen würde oder so, sondern vielmehr weil ich mich als Lückenbüsser fühlen würde. Gut genug wenn kein Partner da ist, egal wenn was besseres als ich gefunden.

Die Frage ist also: brauchst du Menschen für irgendwas oder bist du mit Menschen befreundet jenseits des Brauchens, als Bereicherung. Und die selbe Frage könntest du auch gleich auf Beziehungen anwenden.

TKheBla<ckW]idGoxw


Ich persönlich bevorzuge verlässliche Freundinnen. Würden meine Freundinnen mich so behandeln und vor den Kopf stossen, wäre ich ziemlich sauer.

L6enix_


Zum Teil kann ich Dich verstehen. Ich ticke teilweise ähnlich. Erstmal finde ich es total normal, dass man frisch verliebt die Zeit am Liebsten mit dem neuen Partner verbringen will. Auch ich verbringe nach 8 Jahren die Zeit immer noch am allerliebsten mit meinem Mann oder meiner Familie oder auch mal alleine. Ich hab auch einige gute Freunde, aber es reicht mir, wenn ich diese alle paar Wochen sehe und wir dazwischen regelmäßigen Kontakt habe. Bis zu dem Punkt kann ich dich also sehr gut verstehen und das finde ich auch nicht irgendwie ungewöhnlich. Ich war noch nie jemand der seine beste Freundin jeden Tag sehen musste oder spätestens alle 2 Tage gemeinsam um die Häuser ziehen musste. Zum Glück sehen das alle meine Freunde ähnlich und durch Arbeit und Familie ergibt sich es meistens eh nicht häufiger. Was ich nicht verstehen kann ist, dass man sich aber nicht an ausgemachte Dinge hält. Ich kann verstehen, dass deine Freundinnen da jetzt nicht begeistert davon sind. Hast du denn nicht die Möglichkeit, die Stunden noch reinzuarbeiten? Der September ist ja noch lange. Auch wenn man in einer glücklichen Beziehung ist, ist es wichtig seine Freundschaften zu pflegen. (fällt mir auch nicht immer leicht, aber ich bemühe mich) Ich hab es leider oft erlebt, dass die Freundschaften durch eine neue Beziehung in die Brüche gingen und irgendwann auch die Beziehung und dann steht man ziemlich alleine da...Ich wünsche es Dir natürlich nicht, aber ein wenig darauf achten, sollte man meiner Meinung nach schon.

l0osgetr]eVten


Danke für die ersten Antworten! @:)

Das eine ist, dass ich es nicht gut finde, wenn man sich sehr stark auf einzelne Personen in seinem Leben konzentriert. Das kann ziemlich in die Hose gehen, weil gerade Partnerschaften häufig nicht ewig gehen. Ich finde es auch ein wenig schräg, wenn man sich, ist man in einer Partnerschaft, 100% auf den Partner und seine Familie stürzt, und wenn die Beziehung dann vorbei ist, wird in Bezug auf das komplette Umfeld ein Cut gemacht. Und dann gibts einen neuen Partner, und man stürzt sich zu 100% auf lauter neue Menschen, die dann wieder ins Nirvana befördert werden, wenn die Beziehung beendet ist.

Aber genau das bringt mich ja ins Grübeln. Ich habe mich immer schon sehr stark auf einzelne Personen konzentriert.

In meiner Jugend war es die jahrelange einzige beste Freundin und als die weg war, bin ich in ein großes Loch gefallen. Ich dachte, daraus gelernt zu haben, habe mir in den Jahren danach einen wenn auch kleinen Freundeskreis aufgebaut, der über meine Beziehungen hinaus Bestand hatte bzw. eben in Form von einigen wenigen guten Freundinnen noch Bestand hat. Ich habe also nicht bei der Trennung von meinem letzten Partner einen totalen Cut gemacht. Sollte die Beziehung zu meinem Partner auseinander gehen, habe ich dennoch nach wie vor Leute, die vorher schon in meinem Leben waren und hoffentlich auch nachher noch da sind. Ich schließe sie wie gesagt nicht komplett aus meinem Leben aus, ich merke nur, dass es mich nicht stört, wenn ich sie nur sehr unregelmäßig sehe.

Generell war ich aber noch nie so der "Freundschafts-Typ", ich weiß nicht, wie ich mich anders ausdrücken soll.

Ich liebe meine Familie, für die würde ich alles tun und ich liebe meinen Partner, verbringe meine Zeit am liebsten mit ihm, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass Beziehungen nicht immer für die Ewigkeit sind.

Freundschaften habe ich schon, aber ich habe mich noch nie wirklich in Mädels-Cliquen wohlgefühlt, weil mir das alles zu gezwungen ist. Auch einen Urlaub mit Freundinnen oder einer Freundin alleine hab ich mir noch nie vorstellen können, weil ich immer das Gefühl habe, entsprechen zu müssen. (Auch wenn es nicht von mir erwartet wird, ich fühle mich lediglich so und das stresst mich einfach innerlich, sodass ich nie ganz entspannt und locker sein könnte.)

Bei meiner Familie und meinem Partner habe ich das Gefühl, einfach ich sein zu können und deshalb bin ich am liebsten mit ihnen. Das war schon immer so und wird sich vermutlich nie ändern.

Die einigen wenigen Freundinnen, die ich habe, wissen das und wie gesagt - die haben selbst ihre eigenen Familien und nur sehr wenig Zeit für Treffen, sodass es für sie auch völlig ok ist, wenn wir uns nur selten sehen.

So, jetzt zum Mädelsurlaub:

Was ich dann schon eher objektiv falsch finde, ist, dass du dich so feige aus dem Mädelsurlaub rausgestohlen hast.

Ja, das war feige, das stimmt. Ich habs immer aufgeschoben und verdrängt, obwohl ich im Hinterkopf schon länger ahnte, dass ich da nicht dabeisein werde. Aber natürlich hatte ich immer im Auge, dass mit meiner im Raum stehenden Absage niemand einen (finanziellen) Nachteil erleidet, denn sowas würde ich nicht tun, da hätte ich vorher reagiert. Ich will mit meinem Verhalten niemandem absichtlich schaden.

Wie gesagt, ich verstehe, dass meine gute Freundin sauer ist und dass die anderen Mädels mich für feige halten. Aber dass diese so richtig auf mich angefressen sind, verstehe ich nicht ganz, denn ich kenne sie ja nicht mal wirklich. Ich hab sie vielleicht zweimal gesehen und hatte mit niemanden von ihnen persönlichen Kontakt. Sie können sich ja eigentlich also gar nicht beschweren, dass sie "abgemeldet" sind, nur weil ich einen neuen Partner hab, da ich ja auch vorher nicht mit ihnen befreundet war.

Und mit der einen gute Freundin, durch die ich zum Mädelstrip dazugekommen bin, hatte ich trotz meiner neuen Beziehung regelmäßig Kontakt, wir sind ab und an nach der Arbeit auf einen Drink gegangen, das war für beide vollkommen ok. Sie kann also auch nicht behaupten, dass sie abgemeldet ist, seitdem ich einen neuen Freund habe.

Und ja, ich stehe grundsätzlich zu meinem Lebensmodell und dazu, dass ich grundsätzlich am liebsten zu zweit bin und schäme mich nicht dafür und meine besten Freundinnen wissen das.

Und ich weiß auch, dass das nicht alle gut finden, mit denen ich bisher in meinem Leben zu tun hatte, sodass eben einige wenige ehrliche und aufrichtige Freundschaften - die für mich völlig ausreichend sind - geblieben sind.

Ich gebe auch zu, dass ich - auch wenn ich noch nie der Typ war, der sich tagtäglich oder mehrmals wöchtenlich mit Freundinnen getroffen hat - den Kontakt zu meinen bestehenden Freundinnen auf ein Minimum reduziert habe, seit ich mit meinem neuen Partner zusammen bin. Aber wie gesagt, meinen drei besten Freundinnen fällt das gar nicht so auf, weil sie selbst nur sehr sporadisch Zeit haben.

Aber: Mit den anderen Mädels war ich wie gesagt nie befreundet, deshalb verstehe ich nicht, wieso sie sich so dermaßen echauffieren (sogar mehr als diese eine gute Freundin, der ich es sogar zugestehen würde, wenn sie total übermäßig sauer und enttäuscht wäre), weil sie mich nie in ihrem Leben als Freundin hatten und keine von ihnen einen Nachteil erleidet, weil ich aus dem Trip ausgestiegen bin.

Ja, es war feige von mir, nicht gleich einen Rückzieher zu machen, als ich schon geahnt habe, dass sich das mit dem Urlaub nicht augeht und man kann sich wundern, den Kopf schütteln oder was weiß ich, aber diesen übermäßigen Ärger der anderen verstehe ich nicht so ganz. ":/

k)leQineqr_d.rachenCsxtern


Es gibt viele Menschen, die so "ticken" wie du, mit denen möchte ich aber keine Freundschaft pflegen.

Nicht, weil man sich nur alle paar Wochen mal sieht, das ist bei mir/ uns auch so, wir haben alle viel zu tun, mache arbeiten immer mal wieder woander, andere widerum haben Kinder, da ist es zwangsläufig so, dass man sich nur gelegentlich sieht.

Wenn wir aber was ausmachen, dann möchte ich mich auch darauf verlassen können. Ich fahre z.B. einmal jährlich mit meinem engsten Freundinnenkreis in Urlaub, das aus nichtigem Grund zu canceln, wäre tatsächlich ein Grund, die Freundschaft zu beenden.

Bei dir käme ich mir wie ein Mittel zum Zweck vor, wenn du gerade nichts anderes/ besseres zu tun hast und das wäre für mich definitiv keine Freundschaft, sondern eben eine Bekanntschaft, da ist mir derartiges Verhalten egal.

Meine Freundinnen und auch Freunde habe ich teilweise schon 30 Jahre, die haben sehr viele Krisen mit mir gemeistert, viel Schönes erlebt und es gibt keine enge Freundschaft, die nicht mindestens eine Beziehung/ Ehe etc. von einem von uns überdauert hätte.

Zu Familie kann ich nichts sagen, ich sehe meine Eltern regelmässig, aber unser Verhältnis ist jetzt nicht sehr eng und weitere Familie mit viel Kontakt habe ich nicht (mehr).

Enge Freunde sind daher für mich wie für andere Menschen Familie und haben einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Dass das nicht bei jedem so ist, ist mir durchaus bewusst, aber dann sind es eher Bekanntschaften, finde ich, die eben locker sind.

In deinem Fall finde ich es sehr befremdlich, dass du es deiner Freundin nicht viel früher gesagt hast. Die anderen wären mir in deinem Fall auch egal, die kennst du ja nicht wirklich und ihnen entsteht ja kein Schaden, weil du ja trotzdem bezahlt hast.

Aber als deine Freundin wäre ich ziemlich sauer, dass ich jetzt die Suppe auslöffeln muss, die du mir bei den anderen eingebrockt hast, denn dass du lieber mit dem Kerl in Urelaub gefahren bist, ist bestimmt offensichtlich und dann wären wir wieder beim Anfang. Ich finde es extrem illoyal.

HEapnnahxWe


Ich finde das jetzt auch nicht soo ungewöhnlich und kritisch- du bist halt frisch verliebt (das kann bis zu 2 Jahre anhalten) und möchtest jede freie Minute mit deinem Partner verbringen - das ist doch ganz klar. Wenn man dann mal ein paar Jahre zusammen ist und alles etwas eingespielt ist Zuhause, dann werden einem die Freundinnen oft wieder wichtiger.

Trotzdem solltest du bedenken, dass Freundinnen diejenigen sind, die dir zur Seite stehen wenn es in der Partnerschaft mal nicht so läuft oder du eine Trennung zu verarbeiten hast - dich ganz auf deinen Partner und seine Familie zu stützen ist also von daher gefährlich, dass dir da eine emotionale Säule "wegbricht", wenn es dort mal nicht so läuft oder es zur Trennung kommt.

Hast du dann noch ein paar andere Säulen (Arbeit, Kollegen, Sport, Freundinnen..) dann ist das zwar unschön, aber du kippst nicht um. Wenn dein Partner die einzige Säule ist, dann droht dir bei Problemen in der Partnerschaft der emotionale Kollaps.

Ich würde versuchen die Freundschaften zu pflegen- geplante Urlaube ohne triftigen Grund abzusagen finde ich auch unschön. Die Freundinnen fühlen sich dann eben zurückgesetzt und nicht mehr wichtig genug in deinem Leben. Das mag dir jetzt egal sein - du schwebst auf Wolke 7 mit deinem neuen Freund - aber lass mal ein paar Jahre ins Land gehen und der graue Alltag einkehren - dann wirst du es eventuell schon bereuen, deine Freundinnen verprellt zu haben. Ich würde also sagen, es hat weniger mit "Anstand und Moral" zu tun als vielmehr mit vorausschauendem Handeln - nicht alles im Leben auf eine Karte zu setzen ist meistens gut.

mNusaA99


In deiner Geschichte wohnt sicher eine gewisse Unzuverlässigkeit deinerseits. Wenn du deinen Freundinnen klarmachen könntest, dass es mit dir und dem "neuen" Partner nicht nur eine temporäre "Luftnummer" handelt, werden sie dich sicher verstehen.

l'osgetxreten


Zum Teil kann ich Dich verstehen. Ich ticke teilweise ähnlich. Erstmal finde ich es total normal, dass man frisch verliebt die Zeit am Liebsten mit dem neuen Partner verbringen will. Auch ich verbringe nach 8 Jahren die Zeit immer noch am allerliebsten mit meinem Mann oder meiner Familie oder auch mal alleine. Ich hab auch einige gute Freunde, aber es reicht mir, wenn ich diese alle paar Wochen sehe und wir dazwischen regelmäßigen Kontakt habe. Bis zu dem Punkt kann ich dich also sehr gut verstehen und das finde ich auch nicht irgendwie ungewöhnlich. Ich war noch nie jemand der seine beste Freundin jeden Tag sehen musste oder spätestens alle 2 Tage gemeinsam um die Häuser ziehen musste. Zum Glück sehen das alle meine Freunde ähnlich und durch Arbeit und Familie ergibt sich es meistens eh nicht häufiger.

das ist schön zu lesen und das klingt ganz nach mir und danach, wie ich es auch schon lange gehandhabt habe.

Was ich nicht verstehen kann ist, dass man sich aber nicht an ausgemachte Dinge hält.

ja, das ist wirklich sch*** und das ist auch das, was ich jetzt im Nachhinein wirklich bereue. Ich hätte einfach gleich, als ich gemerkt habe, ich würde die Zeit lieber mit meinem Partner verbringen, was sagen müssen. Ich hab mich aber ein Stück weit auch selbst belogen, indem ich mir immer vorgemacht habe, dass ich die paar Tage schon irgendwie zusammenbringen werde.

Nun hat sich aber (auch durch einen Rechenfehler meinerseits) vor ein paar Wochen herausgestellt, dass ich definitiv nicht mitfahren kann (dass es mich nicht stört, lasse ich jetzt mal außen vor) und dann hab ich auch gleich das Gespräch mit meiner Freundin gesucht.

Ich kann verstehen, dass deine Freundinnen da jetzt nicht begeistert davon sind.

Ich verstehe auch, dass sie nicht begeistert sind. Aber ich kann jetzt einfach nicht behaupten, dass sie meine Freundinnen wären, ich kenne sie ja nicht mal richtig.

Hast du denn nicht die Möglichkeit, die Stunden noch reinzuarbeiten

Ich kann die Stunden leider wirklich nicht herein arbeiten, das geht sich nicht mehr aus und selbst wenn ich es könnte, sind die anderen mittlerweile offenbar so dermaßen stinkig auf mich, dass sie mich ohnehin nicht mehr dabeihaben wollen würden.

Auch wenn man in einer glücklichen Beziehung ist, ist es wichtig seine Freundschaften zu pflegen. (fällt mir auch nicht immer leicht, aber ich bemühe mich)

Ja, da hast du natürlich recht und ich versuche auch, mich zu bemühen. (auch wenn es mir wie dir oft gar nicht so leicht fällt :-X )

Wie gesagt, mit meinen drei besten Freundinnen gibt es momentan keine Probleme, mit der einen guten Freundin, die jetzt wegen der Urlaubsgeschichte natürlich enttäuscht ist, möchte ich mich aussprechen und ihr zeigen, dass sie mir trotzdem wichtig ist.

W1M ;201x4


Im Grunde geht es doch darum:

Dein Gewissen sagt dir eigentlich, wie scheiße deine Aktion war. Und genau so war/ist es auch.

"Hey, ich bin Single. Lass uns gemeinsam Mädelsurlaub machen. Oh, jetzt hab ich einen neuen Freund. Ne, dann hab ich keinen Bock mehr auf Urlaub mit euch." Ganz ehrlich; da finde ich charakterlos.

Du bist da bestimmt nicht die Einzige, die so ist. Dennoch finde ich es ziemlich enttäuschend, einer sogenannten "guten Freundin" dermaßen vor den Kopf zu stoßen.

Naja, wenn du damit so klarkommst, ist ja alles tacko. Und wenn andere Leute in deinem Umfeld das so auch mitmachen, musst du ja auch nichts befürchten. Entsprechend läuft es doch super für dich.

Solltest du nur hoffen, dass a) dein Freund bei dir bleibt und b) deine Freundinnen nicht mal irgendwann die Nase voll von so einem Verhalten haben.

lVosg2etrexten


In deiner Geschichte wohnt sicher eine gewisse Unzuverlässigkeit deinerseits. Wenn du deinen Freundinnen klarmachen könntest, dass es mit dir und dem "neuen" Partner nicht nur eine temporäre "Luftnummer" handelt, werden sie dich sicher verstehen.

Ja, das stimmt.

Ich habe sicher einge gute und einige schlechte Seiten, zu den schlechten zählt bestimmt Unzuverlässigkeit.

Ich bemühe mich wirklich, verlässlich zu sein, aber ich gebe zu, dass ich es nicht immer schaffe und deshalb schon das ein oder andere Mal Streit hatte. |-o

Wobei ich wirklich schon viel dazugelernt habe. Früher habe ich einfach immer zu allem Ja gesagt und als der Termin dann näher kam, hab ich begonnen, mich unwohl zu fühlen dabei und hab dann oft kurzfristig abgesagt. Ich weiß, dass man das nicht macht, deswegen bin ich eigentlich dazu übergegangen, nur mehr sehr wenige Fixtermine auszumachen, die ich dann auch einhalten kann und will (auch wenn ich mich manchmal dazu zwingen muss X-\ ). Meistens versuche ich aber, mir alles offen zuhalten, sodass niemand auf mich und meine Anwesenheit angewiesen ist bzw. sich auf mich verlassen muss.

Und wie bereits gesagt, für manche Freundinnen ist das super ok so, für manche allerdings war das zu wenig verbindlich und die Wege haben sich getrennt. Das verstehe ich, denn es ist eben nicht jeder so "komisch" wie ich.

Mit dem Mädelsurlaub bin ich wohl wieder in mein altes Muster zurückgefallen. Hab aus einer Laune heraus zugesagt, ohne die Urlaubstage dafür einzuplanen. Je näher der Termin gekommen ist, umso mehr hab ich gemerkt, dass sich das alles nicht mehr ausgehen wird, es aber verdrängt und hinausgeschoben, bis es eben nicht mehr anders ging und ich meiner Freundin reinen Wein eingeschenkt hab. :-/

CHot eSaIuv~age


Auch einen Urlaub mit Freundinnen oder einer Freundin alleine hab ich mir noch nie vorstellen können

Wieso hast du dann zu dem Mädelsurlaub zugesagt ??? Hättest du da so gehandelt wie du dich fühlst ("Mag ich nicht, also lass ich es") wärst du jetzt nicht in dieser Situation.

Wie gesagt, ich verstehe, dass meine gute Freundin sauer ist und dass die anderen Mädels mich für feige halten. Aber dass diese so richtig auf mich angefressen sind, verstehe ich nicht ganz, denn ich kenne sie ja nicht mal wirklich. Ich hab sie vielleicht zweimal gesehen und hatte mit niemanden von ihnen persönlichen Kontakt. Sie können sich ja eigentlich also gar nicht beschweren, dass sie "abgemeldet" sind, nur weil ich einen neuen Partner hab, da ich ja auch vorher nicht mit ihnen befreundet war.

Meistens versuche ich aber, mir alles offen zuhalten

Das mögen viele Menschen eben verständlicherweise nicht, sie fühlen sich dann ausgenutzt. Den Rechenfehler hätte ich persönlich dir nicht abgekauft, also hätte ich mich zusätzlich auch noch verarscht gefühlt. Das kannst du im Grunde auch nachvollziehen, denn sonst wäre es dir ja egal was diese fremden Mädels nun über dich denken.

Unzuverlässigkeit akzeptiere ich in Freundschaften übrigens auch nicht. Ich kannte mal eine, die war ein wahnsinnig netter, hilfsbereiter, unterhaltsamer Mensch, aber jedes Mal wenn man mit der was ausgemacht hatte, kam ihr irgendwas dazwischen. Mal hatte sie was verschusselt, dann wollte der Mann nicht aufs Kind aufpassen, dann wurde sie spontan zu einem Geburtstag eingeladen - irgendwas war immer. Wir haben dann einfach drauf verzichtet, sie in unsere Planungen einzubeziehen, und dann riss der Kontakt auch ab. Ich hab weder Lust, so deutlich aufs Brot geschmiert zu bekommen, dass ich jemandem komplett unwichtig bin, noch mich nach jemandem zu richten, der seine Vereinbarungen nicht auf die Reihe bekommt. Wahrscheinlich denken diese Mädels sowas Ähnliches.

hReustev_hier


Als deine Freundin würde ich mich ziemlich schlecht fühlen - Verliebtheitsphase hin oder her. Du hast deutlich gemacht, dass dir an einer gemeinsamen Reise gar nichts liegt und bist zu feige, dass frühzeitig zu kommunizieren. Auf so eine Freundin kann man gern verzichten. Ob und nach welcher Zeit sich da die Wogen wieder glätten werden, steht in den Sternen und hat auch mit deinem Verhalten zu tun.

Wenn ich eine (gemeinsame) Reise plane, reiche ab dem Tag, wo die Entscheidung getroffen wurde, den Urlaubsantrag ein. Das ist auch für mich das klare Zeichen einer Verbindlichkeit. Falls tatsächlich etwas schwerwiegendes wie ein Krankheitsfall o.ä. dazwischen kommt, kann man immer noch umdisponieren. Aber für mich ist das die absolute Ausnahmesituation und bisher nur einmal vorgekommen.

Ich wünsche deinen Freundinnen jede Menge Spaß!

k{obolEdinex44


Ich muss dazusagen, es hat niemand einen Nachteil durch meine Absage, ich habe meinen Anteil an dem Urlaub bereits bezahlt und verlange natürlich auch nichts zurück.

Wie edel....

Als jemand, der jedes Jahr einen Weiberurlaub plant, organisiert usw. wären meine niedlichsten Umschreibungen für deine Art....Trulla ;-D ..brauch nie wieder nachfragen.

Im Ernst, es ist ja äußerst großzügig von Dir, das Geld im Topf zu lassen, aber trotzdem muß sicherlich so einiges umgeworfen werden. Und das kurz vor knapp.

Wir fahren z. Bsp. als 2 Fahrgemeinschaften los. Wenn da die Fahrerin mit solch billigen Ausreden ankäme....hätten wir ein massives Problem. Weil nicht jeder motorisiert ist oder Auto zu klein oder sonstwas.

Dann teilt man ja iwi die Bettenbelegung auf und sorgt eigentlich dafür das niemand(sofern nicht extra gewünscht) alleine rumdümpelt.

Wir hatten einmal den Fall das jemand abspringen mußte, aufgrund einer wirklich schweren Verletzung. Dies ist eine Sache , die ist nicht steuerbar und auch nicht gewollt. Da fügt man sich und organisiert schweren Herzens um.

Als allerdings eine mal aus solch banalen Gründen absagte, wieder erst knapp unter der Umbuchungszeit, da wurde der Rest der Mädels zurecht wirklich sauer. Es bedeutet zeitlichen Mehraufwand, wiederholter Absprachen usw. Dies ist unter Freundinnen, egal wie sie zueinander stehn...ein Unding und diese Dame wurde auch nie wieder in auch nur ansatzweise Planungen einbezogen.

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