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Wünsche über optische Veränderung (Optimierung) mitteilen?

wmillge_sundIsexin


Nichts ändern tut sich weil das alles nur analysieren und rückwärts gucken ist. Was ändern tut sich ja nur durch Veränderungen.

Das wollte ich ja mit meinem ironischen Kommentar oben anmerken... Allein vom Reden hat sich noch nie was bewegt

Ein wichtiger Punkt könnte allerdings in der Tat sein, zu akzeptieren, dass bestimmte Dinge blöd sind und blöd bleiben und man da auch nix tun kann.

Ich denke auch, dass das unerlässlich ist, um aus diesem Kreislauf rauszukommen, aber das scheint mir jetzt gerade noch unmöglich. Wie soll ich akzeptieren, dass ich ein "emotionaler Krüppel" bin ??? Das widerspricht so krass meinem (überhöhten) Selbstbild. Wenn mit ein Bein fehlen würde, dann sähe ich, was meine Behinderung ist und könnte / müsste mich drauf einstellen. Aber meine Wunde ist so tief versteckt...

Und das hier stimmt natürlich auch!

Also, wenn Du einfach radikal aufhören würdest, Dich über alles zu ärgern und zu grübeln, was Dich stört, dann würde sich an den Dingen zwar auch nichts ändern, aber Du hättest viel mehr Energie für sinnvolle Dinge übrig..

Aber wie akzeptiert man einfach seine Vergangenheit, wenn sie so weh tut?

Und eine Frage, die mich echt beschäftigt: Woher weiß ich, dass mich wirklich meine Muster, und nicht meine jetzigen Lebensumstände mich am glücklich sein hindern?

d2anaxe87


Nicht um es in Frage zu stellen, sondern um es zu verstehen: Wie kommst du darauf?

Mh, mein Eindruck ist, dass Narzissten gar nicht befürchten verlassen zu werden, jedenfalls nicht so bewusst, dass sie da etwas wahrnehmen. Narzissten neigen dazu unglaublich aggressiv zu werden, wenn sie verlassen werden, weil das ihre ganze Weltsicht angreift in der sie ja viel zu toll sind um sie zu verlassen. Da kommt dann auch dieser wenn-ich-sie-nicht-haben-kann Mist öfters mal auf. Erst wenn jemand geht, dann wird er vernichtet. Solange die Person abhängig ist, unsicher, auf das Lob des Narzissten angewiesen, fühlt der sich sicher und ruhig. Klar, man tritt auf dem anderen ein wenig rum, um sich weiter sicher zu fühlen, aber jemanden verlassen der so drauf ist, auf die Idee kommen sie kaum, wenn kein besseres Angebot zur Verfügung steht.

Du aber hast da eine viel ambivalentere Haltung und ich glaube da suchst du beim Narzissmus an der falschen Stelle.

Wie soll ich akzeptieren, dass ich ein "emotionaler Krüppel" bin

Gar nicht. Du sollst akzeptieren das es ALLEN so geht. Man hat ja immer dies Bild des geschloßenen, in sich ruhenden und sich selbst gewiss seienden Menschen, aber den gibt es nicht. So fühlen sich auch "gesunde" Menschen fast nie. Da sind immer Zweifel, Unsicherheiten, Fragen.

DAS sollst du akzeptieren und das Ziel korrigieren.

Woher weiß ich, dass mich wirklich meine Muster, und nicht meine jetzigen Lebensumstände mich am glücklich sein hindern?

Wissen? Gar nicht. Du kannst es logisch schließen, denn unter anderen Lebensumständen warst du ja auch nicht glücklich. Du wirst das auch in der nächsten Situation nicht wissen und da niemand dauerhaft glücklich ist, und sei es durch die Gewöhnung, werden immer Zweifel kommen. Du musst dich schlicht entscheiden ob du weiter in alles reinschnuppern und dann aus Angst was besseres zu verpassen fliehen willst oder ob du versuchen willst das hier so gut auszubauen, wie möglich und nur zu gehen wenn es ernsthafte Probleme gibt.

R@eizeMnde


danae87

Mh, gibt es für dich eigentlich einen unterschied zwischen objhektiver Schönheit und Attraktivität? Für mich nämlich schon, weshalb diese Einteilerei in Zahlen in meinen Augen wahnsinnig pubertär und unreif ist.

Ja, natürlich. Ich versuche das einzubeziehen. Ändert nichts daran, dass es mich oft zornig macht, wenn unattraktive Männer mich so angaffen oder meinen, sie hätten Chancen.

rr2017

Das mit der radikalen Akzeptanz ist wahrscheinlich auch genau mein Thema. Ich verwende auch viel zu viel Kraft darauf, mich über Dinge aufzuregen, die nunmal sind, wie sie sind. Aber im Vergleich zu früher ist es schon deutlich besser geworden. ;-D

r}r2S017


Allein vom Reden hat sich noch nie was bewegt

aber was wirst Du nun TUN?

Was das glücklich-sein angeht - eine radikale (aber letztlich auch genau so gemeinte) Form von "ich-distanz" ist, dass man es sich einfach egal sein lässt, ob man glücklich ist.

Es gibt buddhistische Mönche, die sogar in Haft und Unterdrückung, Folter und den Tod vor Augen, Ruhe und Glück ausstrahlen. unsereins schafft das nichtmal in vergleichsweise goldenen Lebensumständen. Ein verbissenes Festhalten und Festklammern an permanenter Optimierung und dem eigenen Unglück dürfte da wesentlich Anteil haben.

Man kann im Leben eh fast nix wirklich beeinflußen. Du kannst Deine Freundin optimieren oder die allerbese auf der Welt finden oder selber ganz toll und glücklich werden und einen Tag später rafft sie oder Dich ein Terroranschlag dahin. Der einzige Weg, halbwegs zufrieden zu sein, ist wirklich, radikalen Abstand zu all diesen Dingen zu gewinnen.

dfanaHe87


Reizende

Ändert nichts daran, dass es mich oft zornig macht, wenn unattraktive Männer mich so angaffen oder meinen, sie hätten Chancen.

Vielleicht finden sie sich halt attraktiv? Das ist ja absolut subjektiv. Zudem stört es dich ja nicht, dass sie dich attraktiv finden, dass sollen sie ja sogar. Sie sollen dabei nur in Demut erstarren und zu Boden blicken, weil sie nicht "deine Liga" sind.

Ich bin mir bei dir gar nicht sicher wieviel davon, bis hin zu der Deutung der Blicke, alleine in deinem Kopf stattfindet. So wie du es schreibst, auch in der total überzogenen Wut in der du reagierst, sieht es schon so aus, als wäre das zu etwa 90% dein Problem, und 10% Leute die unangenehm starren.

rKr201W7


Ich empfinde diese "äusserliche Attraktivitäts"-Kiste eh als den Versuch, "Wert" von Menschen irgendwie objektivieren zu wollen. Das wiederum erhöht Sicherheit. "Person A ist WIRKLICH mehr/weniger wert als Person B". Man hat sowas wie "objektive Fakten", an denen man sich festklammenr kann.

Dass das furchtbar oberflächlich ist und auf Dauer für einen selber sehr destruktiv, dürfte auf der Hand liegen. Abgesehen davon verwelkt man irgendwann auch selber - was dann?

Allerdings ist es ein interessanter Einsteigspunkt in eine Analyse, was wirklich mit einem los ist, und wie man sich positiv weiterentwickeln kann.

reizende bekommt hier mal eben nebenbei das Ergebnis von ca. 10 Therapiestunden um die Ohren gehauen ;-). Bestimmt nicht einfach. Aber was soll man machen.

wlill~ges{unsdsein


@ Danae87

Mh, mein Eindruck ist, dass Narzissten gar nicht befürchten verlassen zu werden, jedenfalls nicht so bewusst, dass sie da etwas wahrnehmen. [...] Du aber hast da eine viel ambivalentere Haltung und ich glaube da suchst du beim Narzissmus an der falschen Stelle.

Ich versteh irgendwie wirklich nicht, was das bedeutet

Wie soll ich akzeptieren, dass ich ein "emotionaler Krüppel" bin

Gar nicht. Du sollst akzeptieren das es ALLEN so geht.

Ich bin mir bewusst, dass ich mich wichtiger nehme als ich bin und auch meine Probleme größer mache, als sie sein müssten und es einigen anderen Menschen vel schlechter geht!

Aber Ich glaube nicht, dass es allen Menschen so geht wie mir. Klar, fast jeder Mann hätte auch gerne mal ein Abenteuer mit einer andere (attraktivieren?) Frau und gerade in unserer Gesellschaft in den Großstädten sind Narzissmus und Bindungsphobien weit verbreitet. Aber nicht alle leiden so stark darunter.

Wissen? Gar nicht. Du kannst es logisch schließen, denn unter anderen Lebensumständen warst du ja auch nicht glücklich.

Woher weiß ich das?

Du musst dich schlicht entscheiden ob du weiter in alles reinschnuppern und dann aus Angst was besseres zu verpassen fliehen willst oder ob du versuchen willst das hier so gut auszubauen, wie möglich und nur zu gehen wenn es ernsthafte Probleme gibt.

Ich baue ja aus, so gut ich kann. Ich weiß nicht, ab wann Probleme ernst sind! Ich trete auf der Stelle und bin die meisten Stunden meiner wachen Zeit down, wütend, genervt, traurig, fühle mich schuldig usw.

@ Reizende

Geil, innerhalb eines Posts das beste Beispiel geliefert ;-)

Ändert nichts daran, dass es mich oft zornig macht, wenn unattraktive Männer mich so angaffen oder meinen, sie hätten Chancen.

Ich verwende auch viel zu viel Kraft darauf, mich über Dinge aufzuregen, die nunmal sind, wie sie sind.

@ rr2017

aber was wirst Du nun TUN?

Aktiv mein Leben gestalten, dass es mir insgsamt ganz gut gefällt. Dazu gehört ne gute Arbeit, ein oder zwei Hobbys, Freunde und meine Freundin, das reicht.

Es gibt buddhistische Mönche, die sogar in Haft und Unterdrückung, Folter und den Tod vor Augen, Ruhe und Glück ausstrahlen.

Geil, schau mal, was Danae87 oben schreibt.

Also ich bin so in der Mitte. Ich wollte mit 20 auch so gelassen und von äußeren Umständen unabhängig sein, aber hab irgendwann erkannt, dass das auch sehr schwarz/weiß gedacht ist und somit nicht so gut geeignet zum erfolgreich anwenden.

Man kann im Leben eh fast nix wirklich beeinflußen.

Doch, sogar einiges.

Du kannst Deine Freundin optimieren oder die allerbese auf der Welt finden oder selber ganz toll und glücklich werden und einen Tag später rafft sie oder Dich ein Terroranschlag dahin.

Das kann in der Tat passieren. Geht auch einfacher durch Krankheit oder Unfall. Deswegen zu sagen "lass alles los, vielleicht bist du morgen tot finde ich doof. Das ist nihilistisch und lebensfeindlich oder?

Der einzige Weg, halbwegs zufrieden zu sein, ist wirklich, radikalen Abstand zu all diesen Dingen zu gewinnen.

Das ist das, was ich im Buddhismus immer als "Flucht vorm Mensch-Sein" nenne. Ich kann das theoretisch total verstehen, aber will das einfach nicht. Ich möchte schaffen, auf der Erde mit normalen Dingen halbwegs glücklich zu sein, nicht "über den Dingen schwebend".

Ich empfinde diese "äusserliche Attraktivitäts"-Kiste eh als den Versuch, "Wert" von Menschen irgendwie objektivieren zu wollen. Das wiederum erhöht Sicherheit. "Person A ist WIRKLICH mehr/weniger wert als Person B". Man hat sowas wie "objektive Fakten", an denen man sich festklammenr kann.

Das sehe ich auch so. Und mache es trotzdem ganz krass. Ich glaube, dass ich gewisse Frauen begehre, weil sie aussehen, "wie man heutzutage aussehen sollte".

d|anaxe87


Woher weiß ich das?

Na, du warst in den vorherigen beziehungen ja auch nicht glücklicher oder? Ob da nicht noch was besseres kommst wirst du nie wissen. Man weiß im Leben nie ob man sich für das optimalste entschieden hat. Man hat ja immer nur eines ausprobiert. Zwangsweise. Ich verbiete mir einfach alle was wäre wenn gedanken. Die bringen mich nicht weiter.

Allen sicher nicht. Jeder hat andere Probleme und einige auch wenige, aber ich kenne nicht einen Menschen der nicht an irgendwas leidet, der keine Zweifel bei Entscheidungen kennt und soweiter.

Du thematisierst die Zweifel derzeit sehr stark und das gibt ihnen mehr Macht. Und das du nicht weißt wann es ernst ist oder nicht ist auch klar, weil dir Erfahrungswerte fehlen. Ich hab für mich die Regel aufgestellt, dass es mindestens ein halbes Jahr richtig richtig doof sein muss, bevor ich über Trennung ernsthaft nachdenke. Idealerweise warte ich bis zum Frühsommer, da bin ich am ausgeglichensten. Wenn es mich DANN noch stört, dann ist es ernst.

wDillgUe{sun6dseixn


Na, du warst in den vorherigen beziehungen ja auch nicht glücklicher oder?

Nein, es wurde sogar schneller schwierig als jetzt.

ich kenne nicht einen Menschen der nicht an irgendwas leidet, der keine Zweifel bei Entscheidungen kennt und soweiter.

Ich kenne weniger, die insgesamt wirklich zufrieden sind, den meisten gehts insgesamt "halt ganz gut". Aber die wenigsten leiden so intensiv (nein, ich mache das nicht mit Absicht!) und kommen nicht vom Fleck :|N

Du thematisierst die Zweifel derzeit sehr stark und das gibt ihnen mehr Macht.

Stimmt, das ist echt dumm. Ich merke auch, dass nach einem gewissen Erkenntnispunkt hier im Forum, das Schreiben mich eher runterzieht als aufbaut.

Ich will hier meinen Leidensweg nicht darstellen, das sind einfach meine Beobachtungen und daraus resultierende Gefphle und vor allem Gedanken.

dass es mindestens ein halbes Jahr richtig richtig doof sein muss, bevor ich über Trennung ernsthaft nachdenke

Was heißt denn "richtig doof"?

Mir gehts jetzt seit nem guten dreiviertel Jahr regelmäßig ziemlich bescheiden und ich flüchte mich in meine Muster. Parallel dazu lerne ich aber immer besser, genau hinzuschauen und vor allem: durchzuhalten und nicht wegzurennen. (Das soll nicht heroisch klingen!)

r/r2x017


Aktiv mein Leben gestalten, dass es mir insgsamt ganz gut gefällt. Dazu gehört ne gute Arbeit, ein oder zwei Hobbys, Freunde und meine Freundin, das reicht.

Aha, das ist das therapeutische Resultat? *kopfkratz

Aber wenns so einfach ist, wozu dann all die vielen Worte hier?

RLeizexnde


danae87

Vielleicht finden sie sich halt attraktiv? Das ist ja absolut subjektiv. Zudem stört es dich ja nicht, dass sie dich attraktiv finden, dass sollen sie ja sogar. Sie sollen dabei nur in Demut erstarren und zu Boden blicken, weil sie nicht "deine Liga" sind.

Zum zweiten: genau das. Zum ersten: es macht mich aber auch daher wütend und neidisch, dass diese Menschen in sich ruhen und zufrieden sind, obwohl sie viel weniger das Recht hierfür haben als ich. Und dennoch sind sie Viervierteltakt ausgeglichener als ich jemals sein werde. Mal macht es mich zornig, mal traurig.

Ich bin mir bei dir gar nicht sicher wieviel davon, bis hin zu der Deutung der Blicke, alleine in deinem Kopf stattfindet. So wie du es schreibst, auch in der total überzogenen Wut in der du reagierst, sieht es schon so aus, als wäre das zu etwa 90% dein Problem, und 10% Leute die unangenehm starren.

Es gibt schon diese Leute, aber sie sind wahrscheinlich deutlich seltener als ich es meine. Die Zahlen könnten hinkommen. Aber ich weiß, dass es sie gibt. Und ich reagiere bei sowas sehr empfindlich. Und überzogen. Die meisten sind ja völlig unauffällig.

rr2017

Ich empfinde diese "äusserliche Attraktivitäts"-Kiste eh als den Versuch, "Wert" von Menschen irgendwie objektivieren zu wollen. Das wiederum erhöht Sicherheit. "Person A ist WIRKLICH mehr/weniger wert als Person B". Man hat sowas wie "objektive Fakten", an denen man sich festklammenr kann.

Ja, definitiv, aber meine Eltern haben mir es auch so vorgelebt, vor allem mein Vater.

Dass das furchtbar oberflächlich ist und auf Dauer für einen selber sehr destruktiv, dürfte auf der Hand liegen. Abgesehen davon verwelkt man irgendwann auch selber - was dann?

Dann hoffe ich, dass ich mich entweder entwickelt habe bis dahin oder das Elend, sofern es das sein sollte, älter werden heißt ja nicht dass man hässlich wird automatisch, sich beenden lässt.

Allerdings ist es ein interessanter Einsteigspunkt in eine Analyse, was wirklich mit einem los ist, und wie man sich positiv weiterentwickeln kann.

reizende bekommt hier mal eben nebenbei das Ergebnis von ca. 10 Therapiestunden um die Ohren gehauen ;-). Bestimmt nicht einfach. Aber was soll man machen.

Du sagst es ;-) ich glaube so viel wie hier habe ich nie darüber nachgedacht. Und es ist ja auch gut. Dazu sind ja Foren da, um zu reflektieren. :-)

RheiJzendxe


Viervierteltakt ;-D %-| die gute Autokorrektur. Es sollte "viel mehr" heißen.

r.r201x7


hmm..

obwohl sie viel weniger das Recht hierfür haben als ich.

das ist aber eine etwas fragwürdige Sichtweise, findest Du nicht? Wieso sollte jemand mehr oder weniger "das Recht" dazu haben, speziell wenn es nur ums Aussehen geht?

Man weiss doch überhaupt nicht, was hinter der Fassade ist. Ein äusserlich wenig attraktiver Mensch könnte ein großer Wohltäter sein, ein Nobelpreisträger, oder jemand, der ein enorm tragisches Schicksal tapfer durchgestanden hat, so dass man, würde man die Person näher kennen, ganz klein werden würde. Was natürlich diese oberflächliche Beurteilung relativ beschämend macht.

Aber es ist schon klar, dass hier einfach die elterliche Prägung nachgelebt wird. Was auch sonst, so wurde man halt "programmiert". Aber man sieht ja (zumindest im Falle meiner Eltern), wohin das führt. kein guter Trip.

Ich kann nur raten, möglichst schnell gründlich erkennen, was da tatsächlich hinter steht, und Kurskorrektur anzustreben.. man kann nicht so gut ein ganzes Leben auf einer nicht tragfähigen Substanz und weitgehend Fassade aufbauen. Und wenn man irgendwann mal Kinder hat.. wie soll das dann werden?

djanaex87


es macht mich aber auch daher wütend und neidisch, dass diese Menschen in sich ruhen und zufrieden sind, obwohl sie viel weniger das Recht hierfür haben als ich.

Bin ich auch hängen geblieben. Wieso sollte irgendjemand nicht das Recht haben in sich zu Ruhen? Nur weil er nicht Schön ist? Ist das echt alles was den Wert eines Menschen in deinen Augen definiert?

Und ja, schön, deine Eltern haben es dir vorgelebt, aber du entscheidest dich ja immer wieder neu diesen Kriterien zu folgen.

Willgesundsein

Richtig schlimm in Form von Streit oder so. Vorher fällt das unter die Kategorie:"Oh siehe, mein Hirn spinnt."

Und zu dem Thmea Narzissmus-Borderline, ein Versuch es kurz und prägnant zu fassen: Narzissten machen den Partner runter um eine Beziehung führen zu können. Borderliner machen den Partner (innerlich) runter, um eine Trennung vorzubereiten.

w(illgesKund`sxein


@ rr2017

Was ich tun sollte, etwas konkreter:

So lange ich so tief im Mangel bin wie jetzt, kann ich gar nicht wissen, was ich wirklich will, weil ich die ganze Zeit damit beschäftigt bin, auf möglichst angenehme und schnelle weise meine Bedürfnisse zu kompensieren. Ergo, ich sollte daran arbeiten, aus meinem eigenen Tun und Schaffen ein bisschen zufriedener mit mir zu werden, die damit verbundene Anstrengung spüren und mein Selbstbild in Richtung Realität korrigieren (was nur geschehen kann, wenn ich die Realität erlebe und sie mir nicht nicht nur vorstelle).

Parallel zu diesem ganzen Treiben, einen Kontakt zu meiner Freundin aufbauen, bei dem ich auf meine Bedürfnisse nach Autononie achte, meine Regeln etwas klarer setze und die gemeinsame Zeit schön gestalte und mich dabei nicht immer wieder von negativen Gedanken überrennen lassen.

Weniger hier im Forum schreiben und weniger auf immer die gleichen Problemen mit den gleichen Antworten reagieren.

Aha, das ist das therapeutische Resultat? *kopfkratz

Ein realistischeres Selbstbild und das neue Gefühl, dass das auch ok ist. Dabei spüren, dass meine Freundin mich auch liebt, wenn ich nicht der geilste Typ der Welt bin, sondern normal.

Aber wenns so einfach ist, wozu dann all die vielen Worte hier?

Weil das Leid phasenweise stärker ist, als der Leidensdruck und ich mich einfach nicht in der Lage sehe, was zu unternehmen. Dazu kommt, dass ich mir manchmal unterbewusst verbiete, meine Situation zu verbessern, weil ich meine Freundin dann nicht mehr brauche und Angst habe, mich dann von ihr zu distanzieren.

Da muss ich an das denken, was Danae87 geschrieben hatte...

Nakte Angst vor dem Verlassen-werden und selbst-nicht-gut-genug-sein die in einer Flucht endet die erst innerlich beginnt, in dem man auf Fehler fixiert und dann sich nach aussen fortsetzt.

@ Reizende

Zum zweiten: genau das. Zum ersten: es macht mich aber auch daher wütend und neidisch, dass diese Menschen in sich ruhen und zufrieden sind, obwohl sie viel weniger das Recht hierfür haben als ich. Und dennoch sind sie Viervierteltakt ausgeglichener als ich jemals sein werde. Mal macht es mich zornig, mal traurig.

Es gibt schon diese Leute, aber sie sind wahrscheinlich deutlich seltener als ich es meine. Die Zahlen könnten hinkommen. Aber ich weiß, dass es sie gibt. Und ich reagiere bei sowas sehr empfindlich. Und überzogen. Die meisten sind ja völlig unauffällig.

Dass du das alles so einsehen kannst, ist schon mal sehr toll finde ich :)z #

Da scheint ja echt das hier zu stimmen:

reizende bekommt hier mal eben nebenbei das Ergebnis von ca. 10 Therapiestunden um die Ohren gehauen ;-).

ich glaube so viel wie hier habe ich nie darüber nachgedacht. Und es ist ja auch gut. Dazu sind ja Foren da, um zu reflektieren. :-)

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