» »

Wünsche über optische Veränderung (Optimierung) mitteilen?

S). awal~lisixi


@ rr2017

Bin zur Zeit wirklich irritiert über Deine Beiträge.

das ist dein Problem

Aber dennoch.. zumal es DAS mit Sicherheit nicht ist, was Du willst.

danke dass du mir das mitteilst^^ was ich evtl wollen könnte ist mit der derzeitigen stumpfen Menschheit überhaupt nicht realisierbar.

Ich erkenne auch jetzt erst gerade, wie widersprüchlich das alles ist.

schön, vllt wird's ja noch was mit bißchen bunt im schwarzweiß

@ danae87

Ich glaube eher, die meisten Menschen wollen gute Menschen sein. Das Aushalten, dass man das nicht ist, oder nicht immer, oder auch nur ganz manchmal, ist sehr sehr schwer.

Warum wollen sie das? Vielen scheint solches Aushalten jedenfalls nicht mal geringfügig möglich zu sein.

Der Selbstbeschiss ist, in meinen Augen, also ebenso notwendig, wie die anderen beiden Komponenten, um als Spezies überstehen zu können. Er ist also vermutlich in uns ebenso genetisch angelegt.

ich kann mich damit einfach noch nicht anfreunden, wer weiß ob überhaupt mal, ich fänd's ja sinnvoll aber ich kann es einfach nicht.

Wenn Mensch A sich erzählt das Schwarze keine Menschen sind und deshalb versklavt werden können, Mensch B, gleiche Gesellschaft, aber zu dem Schluß kommt, dass das Bullhsit ist, dann kommt es bei ähnlicher Ressourcenverteilung garantiert zu richtig Ärger. Deshalb muss irgendwie Einigkeit erzielt werden.

Es gibt Kompromisse die meiner Meinung nach nicht gemacht werden sollten.

Aber wenn man etwas grundsätzlich verurteilt und abschaffen will, als schädlich betrachtet, dann wäre es durchs sinnig sich vorher auch den gesellschaftlichen Kontext, die Bedeutung und und und anzusehen, bevor man da tragende Elemtene einfach rausreißt.

ich weiß dass so einiges an Ideologie nicht umzusetzen ist, vermutlich sogar extrem nach hinten losginge täte man es trotzdem gewaltsam. Tragende Elemente ist da leider wirklich treffend formuliert. Ich hab aber bisher nicht vor den üblichen Weg zu gehen die Ideologien über den Haufen zu schmeißen und zu vergessen, der verfickten Vernunft anzuhängen und mit was auch immer die Aufgabe der Ideologien gerechtfertigt werden. Das ist in meinen Augen nämlich eins der Grundübel der "sozialen" Gesellschaften.

Und was die Bewusstheit angeht: Du fändest es wirklich besser wenn jemand ein Tier quält im vollen Bewusstsein dessen was er da tut, dass das Tier Schmerz empfindet, als wenn jemand davon überzeugt ist das sei gar keine Qual, weil die in dem Alter (oder wie auch immer) noch keinen Schmerz empfinden? Wieso?

Das ist ziemlich grenzwertig aber gut.. Ich find in dem Fall beides nicht grad anziehend (warum zur Höllen aus allem immer Regeln, Grundsätzlichkeiten und Absolutheiten machen? Das geht immer an der Realität vorbei und dient immer nur der illusionären Selbstsicherheit und ähnlichem und absolut nicht dem Bedürfnis Dinge zu sehen wie sie sind). Mit zwei Möglichkeiten und ohne zeitlichen Ablauf, Hintergründe und potentiellen Entwicklungen in der Zukunft kann das kein sinnvolles Beispiel sein. Wenn nur zwei Möglichkeiten die man vergleichen wollen würde müsste man annehmen dass beides krankhafte Sadisten (oder so) sind. Der eine hat Moral und verbannt seine Motivation ins Unterbewusstsein und sonnt sich in ach so unschuldigem Unwissen, der andere hat keine und befriedigt seine Krankheit. Mehr lässt sich da auf die modellhafte Betrachtung net sagen.

Rueiz\ende


was ich evtl wollen könnte ist mit der derzeitigen stumpfen Menschheit überhaupt nicht realisierbar.

;-D :)_ :)^

w3illgezsundsexin


Hallo ihr lieben, mein computer ist kaputt, ich kann hier nur mit dem Handy lesen und schreiben geht noch schlechter. Außerdem war ich krank und hab gerade wahnsinnig viel zu tun, deswegen bin ich so selten aktiv in letzter Zeit.

Ich hab die Diskussion nicht bis zuletzt verfolgt und das Gefühl, die Fronten verhärten sich, was (im Kontrast zu einer Debatte, in der es darum geht, Recht zu haben) bei einer Diskussion eigentlich fast nie gut ist. Ich würde mich freuen, wenn es hier so konstruktiv und lebhaft weitergeht, wie schon seit ca 250 Beiträgen :)z Was sich aus blöden Haar-Stoppeln so ergeben kann..

Ein Punkt ist mir zu "angeborener Moral eingefallen, den ich unbedingt einwerfen muss! Die Moral an sich ist nicht angeboren, aber Menschen haben ein natürliches/angeborenes Verständnis für (nach unseren Maßstäben) ethisch korrektes Verhalten, das ist sogar wissenschaftlich erwiesen! Schaut euch mal das Video "Glücksgefühle" von Gerald Hüther auf Youtube an, sehr erleuchten und unsere Diskussion betreffend!

Mein Rechner musste bald wieder gehen, dann bin ich wieder dabei *:)

D"ieDosEismacchtxdasGift


Eigentlich ist dies einer der wenigen Threads, die relativ heftig vom Einstiegsthema begonnen hat, und dann doch irgendwie seinen Fluss bekam, und man kam ohne große Moderation und Eingriffe von außen voran. Ich mag es, wenn relativ konträre Meinungen aufeinander prallen. Hm, warum?

Vermutlich, weil nur sie es möglich machen, dass man sich selbst Fragen auf eigene Sichtweisen und Werte stellt. Sie abgleicht, ob sie noch richtig sind und sich selbst kritischer hinterfragt.

Zudem lernt man eine besser Art der Streitkultur, man kann ja durchaus verschiedener Meinungen sein, aber sie dennoch so artikulieren, dass es nicht persönlich eskaliert. Ich selbst werde meist nur dann persönlicher oder giftig, wenn ich spüre, dass es auf Kosten von Menschen geht, die sich selbst nicht richtig wehren können oder denen noch gelebte Erfahrung fehlt, um dem was ihnen vorgeworfen wird etwas entgegen zu setzen. Eben, wenn es unsachlich oder beleidigend wird.

Zum Thema Moral bin ich gleichermaßen überzeugt wie zwiegespalten. Eine Stimme in mir sagt, leben und leben lassen, weil es nichts bringt Menschen in rauhbeiniger Art verbiegen und verbeugen zu wollen, damit sie tun was von außen erwartet wird.

Dann gibt es diese andere Stimme, die mir sagt, bis hier und nicht weiter. Man sollte erkennen, wann es bedeutungslos wird, zu kämpfen, zu verletzen, zu drangsalieren oder was auch immer. Menschen haben die gesellschaftliche und auch die biologische Moral, um ihr eigenes Überleben zu sichern.

Vieles wird vorgelebt und durch Erziehung und Gesetz manifestiert. Natürlich verschieben sich Grenzen und Ansprüche im Leben selbst immer wieder. Aber gewisse Grundmuster sind frühzeitig angelegt, und die werden sehr selten komplett neu programmiert.

Das ist vermutlich einer der Gründe, dass es selbst Therapien so schwer haben, Menschen zu helfen mit sich selbst und den Mitmenschen in einen guten Einklang zu finden. Wie es der TE selbst erkannt und formuliert hat, es ist ein harter, manchmal auch einsamer und langer Prozess, gegen nicht gewollte und notwendige Verhaltensmuster angehen zu können/7wollen.

Aber dennoch, ich habe den Faden lange im Sillen mitverfolgt, sich widerstreitende Meinungen gelesen und versucht sie aus den verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen. Manches gelingt ohne Probleme, andere erzeugen Reibungsflächen. Moral hat viele Kinder, und letzt endlich leben die meisten von uns eigene Überzeugungen, und je nach Mentalität und Persönlichkeit mal egoisitischer Paukenmanier, und mal passiv aggressiv mit Verweigerung und Trotz, und dann auch wieder mal einlenkend, versöhnlicher und auf Konsens ausgelegt.

Es hat immer auch etwas mit den eigenen Bedürfnisketten zu tun, auch mit eigenen Machtansprüchen, die mal positiv und mal negativ für andere und für einen selbst sind. Wir sind nicht die Paradetiere, der Spezies Homo Sapiens Sapiens, mit der Weisheit haben wir es alle nicht so. Das hieße der perfekte Mensch zu sein, und dav on sind wir alle ein sehhhhhhhhhhr langes Stück entfernt, was auch gut so ist.

Es würde uns sämtlicher Verantwortung entheben für Worte, Taten und Handlungen zu übernehmen. Es ist gut, dass wir ab und zu so etwas wie en Gewissen haben, dass uns selbst Grenzen setzt, eben nicht alles zu überreizen und ohne Skrupel vorzugehen. Diese manchmal zu leise Stimme die warnt, wenn eine rote Linie übertreten wird.

Die hat auch Du lieber TE, Deine Beiträge sind im Laufe der Diskussion versöhnlicher, kritischer und hintergründiger geworden. Vielleicht mit eine Folge dessen, was und wie hier diskutiert wird. Es ist gut, dass wir uns gegenseitig reiben, auch mal etwas fordernder und emotionaler. Das macht ein Forenleben lebendig und realistischer.

Ich würde es vermissen, Beiträge, die mit Ironie, auch beißender, auch mal harten Ansagen und vor allem den verstehenden Humor von gelebten Erfahrungen nicht mehr lesen zu können. Ein Dank an dieser Stelle an die Moderatoren, die keinen leichten Job haben, auch an Elisada, die versucht den "Laden" hier irgendwie zu steuern, mit Menschen die anders denken und fühlen, die raufen und manchmal auch die Untiefen des menschlichen Seins ausreizen. Ich bin froh nicht über solche Dinge entscheiden zu müssen, den PC ausmachen zu können, wenn es mir zu fies wird. Das können die hier moderierenden User und Forenleitung nicht so machen. Gerade deswegen noch einmal ein besonderer Dank an euch alle. Bedauern tue ich natürlich, dass einige wirklich gute Mods nicht mehr on Bord sind. Aber wer weiß ....ich würde es mir wünschen. @:) ;-D

dPana3e8N7


wallisii

Warum wollen sie das? Vielen scheint solches Aushalten jedenfalls nicht mal geringfügig möglich zu sein.

Ich glaube weil sie sich selbst mögen wollen und die Sache mit der Liebe trotz Fehlern, und ich meine Fehler, nicht liebenswerte Marotten, halt weit schwerer ist. Also, wenn ich überzeugt bin, dass ich im Grunde ein guter Kerl bin, bisschen laut, bisschen klugscheißer und so, aber im Grunde gut, dann kann ich mich in meinem Handeln sicher fühlen und davon ausgehen, dass die anderen Menschen mich auch nett finden und deshalb nett sind und Rücksicht nehmen und mich vielleicht sogar lieben.

Wenn ich feststellen muss, dass ich im Grunde nur zwei Schritte von Hannibal Lecter entfernt bin, einfach Glück hatte, weil im Laufe meines Lebens keine Situation eingetreten ist, in der ich dem fiesen Teil meines ichs ernsthaft begegnen musste, dann gerät damit die ganze Sicherheit ins wanken. Die Leute die ich so herrlich verurteilt habe, die sind mir plötzlich nahe, gefährlich nahe.

Es macht die Welt einfacher, wenn man sie einteilen kann, das menschliche Gehirn braucht das, weil es sonst Angstkrank wird. Es muss möglich sein Schubladen aufzumachen und einzusortieren, damit man die Illusion von Sicherheit hat, weil man die Leute ja einschätzen kann. Dafür haben wir einfach viel zu viel Input, um das jedesmal alles genau zu durchdenken. Wir werden echt nicht alt genug um uns soviel Zeit zunehmen, wie wir sonst bräuchten. Da wäre die Menschheit ausgestorben. ;-D ;-D

ich kann mich damit einfach noch nicht anfreunden, wer weiß ob überhaupt mal, ich fänd's ja sinnvoll aber ich kann es einfach nicht.

Versteh ich.

Es gibt Kompromisse die meiner Meinung nach nicht gemacht werden sollten.

Ganz deine Meinung, es war ja auch ein extra drastisches Beispiel um zu illustrieren wie auch die vereinheitlichung einer, aus heutiger Sicht, schrägen Vorstellung von richtig/falsch, im Sinne der Stabilisierung gut sein kann. Also wieso das nötig ist, auch wenn da immer wieder einfach nur gequirrlte Scheiße bei rumkommt.

Ein Beispiel wo man sich das besser vor Augen führt ist das Beispiel der Kinderehe. Sicher find ich es grundfalsch, wenn Kinder verheiratet werden, aber ich kann es auch nicht richtig finde die Ehen zwangsweise aufzulösen und die Mädels hinterher mit den gravierenden Konsequenzen dieses Handelns innerhalb ihrer Kultur alleine zu lassen.

Ich hab aber bisher nicht vor den üblichen Weg zu gehen die Ideologien über den Haufen zu schmeißen und zu vergessen, der verfickten Vernunft anzuhängen und mit was auch immer die Aufgabe der Ideologien gerechtfertigt werden.

Ich auch nicht. Das ist ja aber auch keine Entweder-oder Sache sondern man kann durchaus Prinzipien und Überzeugungen haben, ohne dabei den Bezug zu dem was faktisch gerade ist verlieren muss. Man muss den Weg halt in kleinere Happen einteilen. ;-)

Das ist ziemlich grenzwertig aber gut..

ich weiß, aber ich wollte ja auf was heraus. ;-) Für mich ist die Bewusstheit ja kein Selbstzweck sondern Mittel zum Zweck. Sich irgendetwas bewusst werdens hat für mich den Sinn die Struktur zu verstehen und damit konkret einwirken zu können, so dass ich nicht immer wieder mit dem Kopf gegen die selbe Wand renne oder mit dem selbem Verhalten meine Beziehung schredder oder meinen Kindern den selben Mist mitgebe den ich schon im Rucksack hatte oder oder oder.

Die Person die quält obwohl sie sich über den vollen Umfang dessen was sie tut im klaren ist, die ist in gewisser Hinsicht verloren. Da kann ich nämlich nicht mehr damit rechnen, dass es möglich ist dieser Person klar zu machen weshalb das was sie da gerade tut nicht richtig ist. Und in meinen Augen wäre das quälen von Tieren etwas, dass man so im Sinne eines guten Zusammenlebens unterbinden sollte, als Gesellschaft.

Die Person aber, der die Tragweite ihres Handelns nicht bewusst ist, weil sie von jung ist, geistig behindert, Fehlinformationen aufgesessen ist oder was auch immer, die kann ich unter Umständen ohne Zwangsmaßnamen dazu bringen von einem Verhalten abzulassen, welches anderen Lebewesen massiven Schaden zufügt. Durch Reflektion, Erkenntnis und Einsicht.

Deshalb ist für mich die Person die im vollen Bewusstsein ihrer Taten tut was sie tut weit eher ein Problem als eine Person die nicht genau überblickt was sie da macht, es nicht durchdacht hat oder so.

Schuld halte ich eh für ein dämliches Konzept.

w;illgeOsundtsexin


@ s.wallisii und Reizende

was ich evtl wollen könnte ist mit der derzeitigen stumpfen Menschheit überhaupt nicht realisierbar.

was wäre das denn?

RneizDendxe


Ethischer Konsum, stabile soziale Netzwerke, BGE, absolute Trennung von Staat und Kirche, mehr Verantwortung für Umwelt und Tiere, viel mehr Demokratie, auch auf Bundesebene, generell veränderte gesellschaftliche Bilder, weniger Konventionen, weniger Menschen, weniger Profitorierung, ...

S7. wall#isii


@ willgesundsein

was wäre das denn?

ich mag da nicht in näheren Zeiträumen denken weil ich auf der Basis von "Jetzt" wenig gutes vorstellen kann (BGE z.B., nette, richtig anfühlende Idee, aber ich trau der Gesellschaft absolut zu die Änderung im Denken die damit einhergehen könnte total zu verweigern) die Menschheit bessert sich (wer weiß wie nachhaltig auf lange Sicht) in Minidetails und greift gleichzeitig (eigentlich wissend) immer tiefer in die Scheiße, unterm Strich hab ich also das Gefühl es wird schlimmer statt besser. Sinnvolle und tiefgriefendere Änderungen sind mit dem Ist-Zustand net vereinbar. Würde nahelegen dass es drastische Neuanfänge bräuchte aber das gefällt mir auch nicht, denn hat ein Neuanfang, ein Kulturwechsel je wirklich was geändert, ich glaub nicht. Die Mechanismen bleiben gleich, Steinigung oder Mobbing, es sind dieselben Prinzipien. Nach Zusammenbrüchen oder sonstigen Zivilisationswechseln klappen die Dinge vermutlich meist erstmal etwas besser, die Systeme sind noch flexibel, es muss zwangsläufig differenziert und nachgedacht werden usw... bis die Systeme sich wieder zunehmend selbst pervertieren. Das ist nämlich die Natur von Regeln, Gesetzen, von nach Menschenlogik geschaffener Ordnung usw. vllt sogar von Machtausübung an sich.

Insofern, in weite Zukunft gedacht scheint mir die Anarchie vielversprechend. Üblicherweise wird dann immer sofort an Gewalt gedacht, an das Recht des Stärkeren und diese ganze Angstscheiße (immer die anderen und so) und die (illusionär tolle Wirkung der) Ordnung gepriesen. Voll insane in meinen Augen denn wir haben jetzt vielfache Rechte der Stärkeren, dazu noch eklige Machtstrukturen, Selbstverantwortungsverweigerung wo man nur hinsieht, abgefuckte und vollhohle Werte. Wenn's nach mir ginge würden zahlreiche Dinge einfach nicht mehr gewertet werden dafür ein paar wenige andere gesetzt werden, wie z.B. geistige Weiterentwicklung statt Karriere, Zufriedenheit statt Kompensationskonsum. Selbstehrlichkeit und Selbstakzeptanz statt egokonstruierte Selbstbilder und Selbsttäuschung. Z.B. Rechte des Stärkeren auszuüben hätten dann einfach kaum noch Leute nötig.

(Es gibt auf der Erde ein einziges Land in dem Zufriedenheit/Glück ein vom System gesetzter Wert ist, von 160 Ländern oder so, das ist einfach nur extremst peinlich für die Menschheit und verdammt traurig, also dass es nur das eine ist.)

Eine andere mich schon länger faszinierende Idee ist eine Aufsplitterung der Menschheit in Splittergruppen die sich gegenseitig einfach mal in Ruhe lassen. (so naheliegend und der derzeitigen Menschheit so dermaßen unmöglich) Hab ich aus nem SciFi-Roman deren Titel und Autor mir leider entfallen ist (falls das jmd kennt bitte mitteilen). Die Menschheit bewohnt nen Asteroidengürtel und alle Gruppen machen auf ihrem jeweiligen Habitat was sie wollen und kriegen da absolut nicht reingeredet. Über Dinge die den ganzen Gürtel betreffen wird abgestimmt, und zwar kann da jeder einzelne direkt zur Sache abstimmen oder einen auf ihn persönlich zugeschnittenen Algorithmus das für sich machen lassen. Abstimmer die sich intensiver mit den jeweiligen Fragen beschäftigen und rückblickend objektiv feststellbar sinnvoll gestimmt haben kriegen einen positiven Faktor auf ihre Stimme, die zählt dann etwas mehr. Das fand ich gleich spontan unschön und im Roman war dann auch das sozusagen die Handlung, Abstimmungsbetrug wegen diesem Stimmenfaktor. Behörden gab es keine mehr außer eine die eben das Abstimmungssystem überwacht. Nannte sich im Roman Demarchie was sich aber nicht ganz mit der Wortinterpretation auf wiki deckt (trotzdem auch recht lesenswert der Artikel).

@ danae87

Wenn ich feststellen muss, dass ich im Grunde nur zwei Schritte von Hannibal Lecter entfernt bin, einfach Glück hatte, weil im Laufe meines Lebens keine Situation eingetreten ist, in der ich dem fiesen Teil meines ichs ernsthaft begegnen musste, dann gerät damit die ganze Sicherheit ins wanken. Die Leute die ich so herrlich verurteilt habe, die sind mir plötzlich nahe, gefährlich nahe.

ja, und genau das fände ich sinnvoll. (vom Prinzip her, Serienkillerqualitäten stellen da schon arge Extreme dar, es gibt soviel alltägliches worüber sich selbstgetäuscht wird und wo ein Standard von Bewusstheit, Akzeptanzen und Unwertung der Menschheit vermutlich verdammt gut tun würde)

Ich hab gestern noch bißchen über den Sinn von Selbsttäuschung nachgedacht, ich kann ihn meist absolut nicht sehn, ich fände die Akzpetanz der Natürlichkeit von Selbsttäuschung sinnvoll, zur Steigerung von Toleranz anderen gegenüber und zur besseren Selbstversöhnlichkeit bzgl selbst praktizierter Selbsttäuschung. Das war's, die Selbsttäuschung an sich kann ich nicht sinnvoll finden, zuviel Scheiß entsteht daraus und zuviel gutes sich eben nicht selbst zu täuschen. Das potentielle Nichtverkraften von Wahrheiten ist zwar ein Grund Selbsttäuschung mal ausnahmsweise als sinnvoll zu betrachten aber wie oft kommt das vor, das steht einfach in keinem Verhältnis zu den ganzen anderen und rein destruktiven Selbsttäuschereien.

Es macht die Welt einfacher, wenn man sie einteilen kann, das menschliche Gehirn braucht das, weil es sonst Angstkrank wird. Es muss möglich sein Schubladen aufzumachen und einzusortieren, damit man die Illusion von Sicherheit hat, weil man die Leute ja einschätzen kann. Dafür haben wir einfach viel zu viel Input, um das jedesmal alles genau zu durchdenken.

zugestanden, es gäb aber andere Umgänge damit als die Illusion. Z.B. mal keine Meinung haben zu müssen, Dinge einfach offen lassen, andere mal nicht so dringend werten zu müssen. Die Schubladiererei hat in meinen Augen in der Praxis zuviel andere und sehr durchschaubare Gründe der Selbstaufwertung als dass ein Argument zu Lebensvereinfachung und dergleichen da sonderlich echtes Gewicht hätte.

Man muss den Weg halt in kleinere Happen einteilen. ;-)

dafür müsste ich zu dem Schluss kommen dass Hoffnung auf gravierende Besserung ohne Totalcrashs bestünde.

Deshalb ist für mich die Person die im vollen Bewusstsein ihrer Taten tut was sie tut weit eher ein Problem als eine Person die nicht genau überblickt was sie da macht, es nicht durchdacht hat oder so.

Fakt ist nacher doch dass das Tier gequält wurde und die Wertung des Ganzen ist nur der Versuch des Beobachters damit klar zu kommen. Über Therapierungs- und Heilungspotential und Einsichtschancen kann man in dem Beispiel nur wild rumspekulieren. Du glaubst dass das so und so ist, das ist kein Wissen.

(auch @willgesundsein:)

zu der Angeborenheit von Ethik (oder was auch immer), ich find's ja schon irgendwie witzig mit der Wissenschaftlichkeit zum Thema, da wird wissenschaftlich bißchen rumgespielt und der übliche statistische und tunnelblickige Firlefanz betrieben und Leute sehn die Ergebnisse und freun sich (ich ja auch), warum wohl? Weil das das illusionäre Selbstbild bestätigt, die Wissenschaft hat's rausgefunden: ich bin ein guter Mensch, hurra, ganz automatisch weil ich halt ein Mensch bin. Hach wie schön *entspannt zurücklehn* ;-) Das viel interessantere Experiment ist doch: Moral loslassen und schaun was übrig bleibt, wer bin ich, wie bin ich, was bin ich ohne Programmierung.

rGr201x7


Was ist mit all den Leuten, die in unserer Gesellschaft, so wie sie ist, eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben sind? Speziell in Deutschland und einige anderen Staaten (Skandinavien..) ist die zufriedenheit nicht so gering. Sind die alle auf der falschen Fährte?

NdicoB_HxH


Meine frühere Partnerin hat aufgrund einer Allergie aus dem Mund gerochen und es selbst nicht bemerkt. Ich habe sie darauf angesprochen, und zwar ganz direkt. Natürlich war sie zunächst schockiert, aber wenn du jemanden liebst oder ihm zumindest nahe stehst, solltest du genau das tun, was du umgekehrt auch erwarten würdest, nämlich ehrlich sein.

Es geht doch auch darum, den geliebten Menschen vor Peinlichkeiten zu bewahren. Wäre es andersherum gewesen, und ich hätte aus dem Mund gerochen, hätte ich doch auch erwartet, dass meine Partnerin es mir sagt. Und zwar BEVOR mich jemand anderes darauf anspricht, was mir extrem unangenehm wäre.

Also, gerade heraus das Thema ansprechen, bevor es ein Dritter macht, denn nur so ersparst du ihr mögliche peinliche Situationen.

LG

djanaxe87


Interessante Weltsicht. Absolut nicht meine, aber interessant.

rQrt2017


was genau meinst Du, danae? Nicos Beitrag?

d;anaex87


Ne, ich meine wasilliss Beitrag. Nicos Beitrag hab ich einfach mal ignoriert weil der sich ja nur auf den Eingangsbeitrag bezog. ;-)

Ich finde es interessant alles was schief geht auf einen "unatürlichen" kulturellen Zustand zurückzuführen. Mir stellt sich halt dabei die Frage wieso sich all das entwickelt hat, wenn nicht durch Kultur verstellte Ureinstellung so perfekte Ergebnisse erzielten sollte.

r`r20S1x7


Hm, ich denke, der aktuelle ist-Zustand ist die Folge der Ereignisse, die passiert sind, weil der Mensch eben so ist, wie er ist. Eigentlich total natürlich. Man kann daraus (berechtigterweise) schlussfolgern, dass der Mensch nicht gerade optimal ist. Das Problem dürfte sicherlich das kurzfristig-affektive Streben nach Dingen, die das Dopaminsystem aktivieren, sein. Das verhindert Gerechtigkeit und langfristige Weitsicht und Weisheit. Andererseits dürfte es auch eine der Haupteigenschaten sein, die die Menschheit überhaupt soweit gebracht haben. Man wird das eine wohl nicht ohne das andere bekommen.

Desweiteren übe ich Kritik an der Grundannahme, dass überhaupt alles so beschissen sei. Daher meine Nachfrage. Man könnte fast den Eindruck haben, man müsse ein schlechtes Gewissen haben, wenn man "trotzdem " ganz gut drauf und zufrieden ist. Ich denke, die allermeisten Leute finden das, was wir in Deutschland haben, eigentlich gar nicht so beschissen. Das klingt alles durchaus ein bisschen nach Opferrolle.

Ausserdem geht es den Leuten, denen es wirklich mies geht, wohl eher selten wegen "des Systems" schlecht sondern wegen seelischer und körperlicher Verletzungen im Laufe ihres Lebens.

Und dann fragt sich auch, was "das Ziel" sein sollte. Das Ziel des Menschen ist das erfolgreiche Streben. Von daher sind am ehesten die Systeme praktikabel, die dies in etwa reflektieren, weswegen der Kapitalismus auch (offenbar) gegen den Kommunismus gesiegt hat. Ein gerechtes, gleichförmiges vor sich hin leben ohne Streben (inkl Belohnung - Dopamin) erscheint doch eigentlich ziemlich sinnlos.

S4. w8al{lisii


Hab ich irgendwas von Unnatürlichkeit geschrieben? ":/ Natürlich ist vieles natürlich, und vieles eben nicht. Natürlichkeit ist ein Thema das eigentlich viel viel Durchdenkung erfordern würde, mal ist/wäre sie gut und mal halt scheiße.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH