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Er grapscht und macht nun einen auf Opfer

R+alp5h_HxH


Zweierbeziehungen zwischen zwei Menschen können sehr unterschiedliche Formen annehmen. Eine Freundschaft, eine feste Beziehung, eine sexuelle Affäre, eine lockere Zweckgemeinschaft. Es ist nicht immer ganz einfach, herauszubekommen, für was der/die Gegenüber bereit wäre. Sich in eine gute Freundin zu verlieben oder birgt immer das Risiko, dass der zarte Versuch, das in eine Beziehung umzumünzen kräftig nach hinten losgeht. Von der Freundschaft zur Affäre ebenso. Also ist da Fingerspitzengefühl gefragt. Das hat der gute Mann nun offenbar so gar nicht. Den Wunsch nach einer sexuellen Affäre kann man sicher harmloser andeuten...

Die sexuelle Belästigung ist inakzeptabel. Die Reaktion darauf war genau richtig. Nicht aufgeregt, aber doch bestimmt. Sowas muss eine Freundschaft nicht beenden.

Dass er nun die beleidigte Leberwurst spielt ist sein Problem, denn solange er keine Einsicht zeigt und sich entschuldigt, wars das wohl mit der Freundschaft. Ich würde den Spieß umdrehen mit exakt seinen Worten. Ihm schreiben und auf sein Facebook Profil posten: "Ich bin so enttäuschT. Da denkt man, man kennt einen Menschen gut und plötzlich haut der einem vor allen Leuten auf den Po. Fühle mit sexuell belästigt und so unendlich gedemütigt."

OGldi1e49


@ Danada

Ein schwieriger Fall, aber du fragst hier um Rat. Und weil es weiter unten im Faden noch schwieriger wird, nehme ich mal deinen Anfangsbeitrag und versuche darauf im Einzelnen einzugehen. Dabei geht es mir natürlich nicht darum, das Verhalten dieses Mannes zu verharmlosen – das war übergriffig und völlig inakzeptabel – sondern es geht mir darum, dass du vor allem sein späteres Verhalten möglicherweise besser einordnen kannst. Denn du fragst ja:

Was meint ihr denn dazu? Wie soll ich das alles eurer Meinung nach einordnen? Und was würdet ihr an meiner Stelle machen? Ich bin echt ein bisschen ratlos...

Ich versuche mein Bestes, dass du etwas weniger ratlos bist. Wie immer kann ich auch falsch liegen, denn ich kenne nur die wenigen Fakten, die du schilderst.

Ich war so überrascht dass ich da gar nicht richtig drauf reagieren konnte - ich war mit der Situation irgendwie total überfordert. Im Nachhinein schrieb ich ihm dann dass ich total überfordert damit war und es unangemessen und auch unpassend fand und ich sowas nicht mag.

Besser kann man es nicht machen, hervorragend reagiert. Denn du hast ihn nicht an die Wand gestellt, sondern deine eigene Überforderung geschildert. Andere hätten das anders gemacht, aber du bist nicht andere, sondern Danada.

Seither meldet er sich nicht mehr bei mir.

Nun ist ER also überfordert. Denn wäre er es nicht, hätte er geantwortet. Ich unterstelle, dass er den Mann gar nicht mag, als den er sich da gezeigt hat. Und weil er den nicht mag, spaltet er den ab und identifiziert sich nicht mit ihm. Darum kann er auch gar nicht antworten. Denn er kennt den Typen nicht, der das getan hat.

Über sein whattsapp Profil und seine Facebook-seite sehe ich aber, dass er seither immer so Nachrichten wie "ich bin so enttäuscht" und "man denkt man kennt einen Menschen und dann wird man so enttäuscht" postet... Das war vorher nicht und ich bin mir zu 99,9% sicher, dass diese Nachrichten auf mich bezogen sind!

Ich schließe daraus, dass er sich noch weiter von diesem Mann distanzieren will, der übergriffig wurde. Er hätte gern Verbündete, die das ähnlich sehen. Die bekäme er nicht, wenn er alles erzählen würde. Also verbreitet er nur Halbwahrheiten, dann findet er vielleicht Verbündete.

Über eine Arbeitskollegin habe ich nun auch erfahren, dass er sauer ist (!!!!) und es ihn getroffen hat dass ich ihm seit ein paar Tagen (also seit dem "Vorfall" und meiner anschließenden Nachrichten) nicht mehr schreibe bzw. ihn nicht anrufe und versuche die Sache aus der Welt zu schaffen!

Das ist natürlich völlig verdreht, aber wenn er die Tatsachen verdreht, kann er besser damit umgehen. Er stellt sich dem nicht, was er getan hat, sondern verharmlost es. So kann er am besten damit umgehen. Es gibt Menschen, die sich ein solches Verhalten antrainiert haben, weil die damit besser durch das Leben kommen. Das wird nicht ständig im Alltag sichtbar, sondern nur in Extremsituationen. Darum konntest du bisher mit ihm befreundet sein. Nun ist das wohl nicht mehr möglich.

Also mal ehrlich, findet ihr ich habe überreagiert als ich ihm schrieb dass ich sowas unpassend finde und nicht toll fand/nicht mag?

Nein, du hast nicht überreagiert, sondern genau das Richtige getan, so wie es mit deiner Persönlichkeit und Herangehensweise möglich war. Hättest du härter reagiert – also geschrien, geschlagen oder ihn sofort konfrontiert - dann hättest du dich SOFORT mit den Konsequenzen beschäftigen müssen. Das wäre dann also nicht die Danada gewesen, die du gerne bist. Andere hätten natürlich anders reagiert. Aber du hast es so getan, wie es sich für dich als Problemlösung angeboten hat. Darum rate ich davon ab, dich weiter mit dem zu beschäftigen, was du "hättest tun können oder sollen". Es bringt dich nicht weiter, sondern wirft dich zurück.

Muss ich es etwas "dulden" dass ein guter Freund mich antatscht? Wir sind zwar gute Freunde

Man muss gar nichts "dulden". Und ich korrigiere: Ich WART gute Freunde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Freundschaft das übersteht. Und auch das gehört zu den Konsequenzen, mit denen du dich beschäftigen musst (und sicher auch schon hast)

Und warum macht er denn bitteschön nun einen auf Opfer und erwartet von mir dass ich ihm "nachlaufe"?

Ob er das wirklich erwartet, wissen wir nicht mal. Aber er stellt es nach außen so dar, damit er nicht den Mann sehen muss, der er in diesem Moment war. Denn, wie gesagt, den mag er gar nicht.

Eigentlich müsste doch er sich bei mir entschuldigen! Es ist nicht das erste Mal dass er einen auf Opfer macht obwohl er "schuld" war - aber bisher habe ich immer irgendwie darüber hinweggesehen. Aber diesmal geht es um "anfassen" und da verstehe ich keinen Spaß!

Gut, dann ist das ja geklärt. Es ist also offensichtlich seine Herangehensweise, mit unangenehmen Gefühlen und Schuldgefühlen umzugehen. Das war bisher zu tolerieren, weil es dich nicht so getroffen hat. Jetzt hat es dich getroffen und du wirst sogar noch falsch dargestellt. Also ist deine erste Aufgabe (dir selber gegenüber) zu akzeptieren, dass diese Freundschaft nicht mehr bestehen kann. Die zweite ist, sich von diesem Mann so weit zu distanzieren, dass er dich nicht mehr treffen oder verletzen kann, ihn also so unwichtig wie möglich zu machen. Denn je wichtiger du ihn machst, desto stärker spürst du die mit diesem Vorfall verbundenen Verletzungen.

Es geht natürlich nicht darum, für sein Verhalten Verständnis aufzubringen oder es zu entschuldigen. Aber es geht darum, ihn in seiner offensichtlichen Beschränktheit zu VERSTEHEN, also zu akzeptieren, wie er tickt. Wenn er das in seinem eigenen Umfeld tut, und dich dabei nicht berührt, kann es dir egal sein. Da wo es dich berührt, stellst du es denen gegenüber klar, die es an dich heran tragen. Das Ziel ist die größtmögliche Distanz – und zwar zur Person und zum "Vorfall".

Wenn es dir hilft – und nur dann – kannst du ihm ja auch noch mal eine Nachricht zukommen lassen, in der du die Freundschaft beendest, ohne ausfallend zu werden. Du verstehst ihn nicht mehr und darum möchtest du ihn nicht mehr treffen. Aber ob das nötig ist oder nicht, kann ich so nicht beurteilen. Rein theoretisch besteht natürlich auch die Möglichkeit, das alles zu bewältigen und die Freundschaft weiter zu führen. Aber das ist sio theoretisch, dass ich nicht weiter darauf eingehe. Denn durch seine Suche nach Verbündeten schafft er natürlich Fakten, die nicht mehr so einfach aus der Welt zu schaffen sind.

J[uliaxT


Das sind ja teilweise lustige Meinungen hier: "Nicht so anstellen" etc... Würdet ihr das so auch euren Töchtern beibringen wenn fremde Männer ihnen auf den Arsch hauen?

Ich würde mir von niemandem, mit dem ich keine geklärte intime Beziehung in welcher Form auch immer habe, an den Arsch grabschen lassen.

Streng gesehen hat er eine Straftat begangen!

R@eizMende


Nun ist ER also überfordert. Denn wäre er es nicht, hätte er geantwortet. Ich unterstelle, dass er den Mann gar nicht mag, als den er sich da gezeigt hat. Und weil er den nicht mag, spaltet er den ab und identifiziert sich nicht mit ihm. Darum kann er auch gar nicht antworten. Denn er kennt den Typen nicht, der das getan hat.

Nun, vielleicht ist er einer der Menschen, die eigene Fehler nicht eingestehen können, darauf deutet hin, dass er laut TE öfter die Schuld bei anderen sucht. Und wenn er den Fehler nicht eingestehen kann, was soll er dann noch schreiben?

Rdeizen,de


Das sind ja teilweise lustige Meinungen hier: "Nicht so anstellen" etc... Würdet ihr das so auch euren Töchtern beibringen wenn fremde Männer ihnen auf den Arsch hauen?

Ich würde mir von niemandem, mit dem ich keine geklärte intime Beziehung in welcher Form auch immer habe, an den Arsch grabschen lassen.

Streng gesehen hat er eine Straftat begangen!

:)^ schlimm finde ich auch, dass die TE Zweifel hat, obwohl sie nichts falsch gemacht hat. Die Beiträge von Pythonist sind absolut unmöglich.

w_inwi6n1win


Ich finde es gerade schlimm, dass ein platonischer Freund das gemacht hat. Ich hätte das auch als respektlos empfunden, so, als würde man mich nicht achten.

Ganz anders empfinden würde ich sowas als Anmache oder Flirtversuch eines Fremden. Da würde ich es auch mit Humor sehen.

Aber bei einer reinen Freundschaft, die schon länger besteht, passt das einfach nicht. So ein Arschklatscher ist eine ganz andere Baustelle und passt nicht zu einer platonischen Freundschaft. Hätte mich auch irritiert.... %:|

R>einzenOd}e


Ganz anders empfinden würde ich sowas als Anmache oder Flirtversuch eines Fremden. Da würde ich es auch mit Humor sehen.

Wie bitte?! Du fändest es witzig, wenn ein fremder Typ dich anfasst? :-o

SuurfeMrfix


Elisada :)=

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...

P(yth,oniRsxt


Meine Grundeinstellung: beide sind seit Jahren befreundet (das hat sie so ausgedrückt). So eine Freundschaft ist etwas wert. Soviel wert, dass es sich lohnt den Konflikt anzusprechen und zu bearbeiten und die Positionen deutlich zu machen. Und dass jeder seine Seite überlegt, wo jeder für sich auf seinem/ihren Recht besteht und wo jeder der beiden mit Gesten der Entschuldigung, Großzügigkeit und/oder Versöhnung rangeht. Differenzieren zwischen dem, was sie als Grenzübertritt versteht und kommuniziert hat und der sonstigen freundschaftlichen Beziehung.

Mir ist bewusst, dass der Weg der Konfliktbearbeitung und inhaltlichen Auseinandersetzung unter den zwei Konfliktmenschen vielleicht nicht besonders populär erscheint, gerade bei ängstlichen Menschen, weil die Konfliktvermeidung, Weglaufen, Kontaktabbruch (oder Suche nach externer Unterstützung und "höheren Instanzen") soviel einfacher aussieht. Ich halte den Weg der erst inhaltlichen Auseinandersetzung (wo beide auch die Motivation des anderen hinterfragen und erfragen) unter den Betroffenen, dann eine Phase der Kontaktunterbrechung/Ruhe und dann eine Versöhnung in dem Rahmen, wie es beiden möglich ist, samt "Schwamm drüber", trotzdem für den sozial kompetenteren. Schritte der Deeskalation eben.

Die vielen Fragen in deinem Beitrag, Elisada, empfand ich als eher rhetorisch und suggestiv, den Beitrag als Machtwort, nicht interessiert an einer inhaltlichen Auseinandersetzung. Noch daran, für Danada eine wirkliche Hilfestellung zu geben.

Ich stelle mir eine andere, erst gemeinte Frage, und diese auch an alle Teilnehmer in dieser Diskussionsrunde hier: Was kann in dieser verfahren scheinenden Situation zwischen Danada und dem Kollegen-Freund zur Deeskalation beitragen? Wie können diese zwei Menschen (Danada und der entfernte Kollege, den sie aber zumindest vor dem Vorfall auch als Freund begriff) nach dem Vorgefallenen wieder zu einem versöhnlichen Umgang finden?

Es wäre eine Frage an die, die sich an Vorschlägen einer Streitschlichtung anstatt der verbalen Eskalation versuchen wollen.

S+even2.ofx.Nine


Sein Po-Klaps war möglicherweise einfach freundschaftlich gemeint weil er eben gedacht hat, Du hast die gleiche Art Humor.

Dann weiß er jetzt, daß ihr Euer Humor doch nicht so gleich ist, wie er dachte. :-/

Etwas änders sähe es (zumindest für mich) aus, wenn dies im Freundeskreis passieren würde, da sind tatsächlich die Grenzen bei jedem anders gesteckt. Ich kenne durchaus Leute, bei denen ein Klaps auf den Po mit keinerlei sexueller Anspielung verbunden ist und zwar weder auf der Seite des 'Klopfers' als auch auf der Seite des Empfängers. Aber wie schon gesagt, dazu sollte man sich schon sehr gut kennen und auch den anderen gut einschätzen können.

Im Nachhinein schrieb ich ihm dann dass ich total überfordert damit war und es unangemessen und auch unpassend fand und ich sowas nicht mag

Das ist eine völlig sachliche Äußerung und wenn jemand deswegen derartig beleidigt ist wie Dein Bekannter, da fällt mir nur der Satz vom getroffenen Hund ein, der jetzt das bellen anfängt.

S>ev$en.opf.Nixne


Wie können diese zwei Menschen (Danada und der entfernte Kollege, den sie aber zumindest vor dem Vorfall auch als Freund begriff) nach dem Vorgefallenen wieder zu einem versöhnlichen Umgang finden?

Legt die TE darauf überhaupt noch Wert? Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn jemand solche Anspielungen in Sozialen Netzwerken über mich machen würde, bei dem hätte ich keine große Lust mehr auf weiteren Kontakt.

Anders hätte es ausgesehen, wenn er auf ihre sachliche Kritik eingegangen wäre - aber bei diesem Herrn finde ich absolut nichts, auf das man aufbauen könnte. Zumindest ein 'tut mir furchbar leid, ich wollte Dich nicht kränken' hätte unter erwachsenen Menschen doch drin sein müssen.

RaeiFzenCde


Pythonist

Ich stelle mir eine andere, erst gemeinte Frage, und diese auch an alle Teilnehmer in dieser Diskussionsrunde hier: //Was kann in dieser verfahren scheinenden Situation zwischen Danada und dem Kollegen-Freund zur Deeskalation beitragen? Wie können diese zwei Menschen (Danada und der entfernte Kollege, den sie aber zumindest vor dem Vorfall auch als Freund begriff) nach dem Vorgefallenen wieder zu einem versöhnlichen Umgang finden?

Mit ihrer sachlichen und ruhigen Ich-Botschaft hat sie meines Erachtens genug getan. Jeder halbwegs vernünftige Mensch hätte geschrieben "Tut mir echt leid, ..." stattdessen reagiert er wie ein nerviger Pubertierender, in seinem Ego gekränkt und schiebt ihr die Schuld zu dass sie sich nicht von ihm betatschten lassen will?! D.h. SIE soll ankommen, weil sie ihn ja so "enttäuscht" hat?! Emotionale Manipulierung. Solche Leute kann ich auf den Tod nicht ab. In Verbindung mit Social Media in dem Alter (gut, bis zwanzig wäre es wohl ok) einfach nur peinlich. Für ihn.

Aber interessant, dass du so vehement seine Position verteidigst. :=o

m7u7sicu}s_6x5


Ein herabsetzender Beitrag und eine Bezugnahme (mit Zitat) wurden gelöscht.

D\ieDbosismach!tdasGxift


Im Moment sehe ich hier zwei erwachsene Menschen, die aus einer anfänglich noch nicht soo großen Sache ein Drama heran wachsen lassen, dass in meinen Augen unnötig gewesen wäre.

Mich würde hier interessieren (weil ich das deutlich differenziere), geht es hier um einen kollegilal-freundschaftlichen Kontakt, oder seid ihr reale Freunde. Warum ich das frage?

Bei einem Altersunterschied von fast 30 Jahren zwischen euch, hätte ich anders reagiert und zwar auf beiden Seiten. Man muss einen Po-Klaps nicht mögen. Ich wäre in so einer Situation weniger verstört bei Menschen mit denen ich regelmäßig persönlich sehr guten Kontakt habe. Es ist dann für mich nicht mehr wie der Stups in die Rippen, ein mitfühlendes Streicheln über den Arm.

Mag sein, ich bin da eher der lockere Typ und sehe das weniger stringent. Vordergründig ist für mich der Po vom Gedankengang her "Sitzfleisch" ein Muskel und fertig. Im persönlichen Umgang und einem direkten und erwünschten Flirt, würde ich es natürlich anders sehen. Und ich meine an dieser Stelle nur Menschen mit denen ich sehr guten Kontakt pflege auf persönlicher Ebene, nicht völlig Fremde oder lose Bekannte.

Um auf die konkrete Situation einzugehen, nach dem nicht erwünschten Po-Klaps hätte es gereicht die Hand festzuhalten und zu sagen "he mensch zu unserer Ebene passt das nicht so gut, können wir das lassen?" Dafür muss die Frau nicht mal super böse gucken, sondern es nur konsequent aussprechen. Sowas versteht jeder Mann der eine Frau angemessen respektiert.

In einem persönlichen Gespräch (war in diesem Moment offenbar keine Zeit dazu) hätte ich später persönlich nachgefragt wie er auf den Einfall gekommen ist. Hier hättet ihr zwei kurz und abklären können, dass es für künftige Treffen so eine "nette Geste" nicht erwünscht ist. Das geht alles auch ohne aggressive Grundstimmung. Es sei denn man ist sich doch nicht so freundschaftlich zugetan, wie ihr es voneinander angenommen habt.

Mit Leuten, die ich mag und die ich schätze kläre ich Probleme nicht per Mail oder über Social-Media. Hier sind allerdings beide Parteien gemeint. Sind wir mit der Weile so unfähig geworden, dasa wir Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten wie die letzten Primaner im Schriftverkehr klären wollen, zumal in öffentlich zugänglichen Medienportalen?

Davon kriegen auf diese Art und Weise weit mehr Unbeteiligte von der Sache Wind, sodass eine an sich nicht so schwerwiegende Zweier-Problematik zum Riesenthema aufgebaut wird.

Bei Leuten die ich für mich Freunde nenne, wäre das nie ein Thema von diesem Außmaß geworden. Dann hätte ich im Umgang mit einigen Freunden schon viel Streit haben müssen. Es geht mir auch nicht darum, dass die TE den Klaps super locker und fröhlich nehmen soll. Muss sie nicht.

Aber das was hintendran daraus geworden ist, war der Anlass nicht wert in meiner Betrachtung. Gibt es soviel austauschbare freundschaftliche Kontakte, dass etwas das über Jahre eine gute Substanz hatte auf diese Art in den Boden gestampft wird? :-/

CZoteSaJuvagre


Ich hab mir gerade die Frage gestellt, wie ich in deiner Lage reagiert hätte. Ich bin da eher der burschikose, lockere Typ, so dass ich wahrscheinlich (wissen kann man das natürlich nicht) spontan gesagt hätte "Hey, was soll das denn?!" Ob die Sache damit für mich erledigt gewesen wäre, würde zB von der konkreten Situation abhängen, von meiner Beziehung zu dem Mann, vielleicht auch von der Stimmung in der ich gerade war.

Wenn ich (erst) später gespürt hätte, dass ich die Aktion doch echt übergriffig finde oder aus einem anderen Grund nicht gleich reagiert hätte, hätte ich ziemlich sicher keine Mail hinterhergeschoben. Damit steht schriftlich ein "Du hast mich sexuell belästigt" im Raum. Wenn ich den Mann aufgrund dieser Aktion nachträglich als widerwärtig empfunden hätte, wäre ich ihm künftig wohl einfach aus dem Weg gegangen.

Deine Mail war sicher die für dich passende Reaktion, jedenfalls war sie sachlich und mutig. Allerdings glaube ich nicht dass man da nochmal rausfindet und zurück zu einer lockeren Bekanntschaft. Aber vielleicht willst du das ja auch gar nicht, das könnte ich gut verstehen.

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