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Brauche bitte mal Rat, wie ich ein Ende finde.

CRoteS7auvage


@ Morwena

Wenn man solche Drohbriefe schreibt, sollte es einem aber klar sein, dass das einstige lockere Techtelmechtel sich nur in 1 Richtung weiterentwickeln kann. Und dann kann man sich weiteres Schreiben gleich sparen.

P3ythAonxist


Ich finde, in solchen Affären / Techtelmechteln sorgen beide für ihr Wohl, nehmen mit, was sich für sie selbst gut und richtig anfühlt, äußern beide ihren Willen und fragen nicht dauernd den anderen nach dessen Willen, so wie du es machst. Sondern es ist mehr wie "Naschen" in einem durch Zufall gefundenen "Pralinenkasten".

Also viel mehr:

Ich möchte dich treffen zu <Datum> an <Ort> zum Sport machen, Essen gehen, usw. Kommst du mit?

Ich möchte gern heute bei dir übernachten. Ich habe mich schon so drauf gefreut! ;-)

Ich möchte mit dir Kuscheln/Sex haben. (das macht sich dann natürlich nonverbal flirtend besser)

Ich möchte mit dir befreundet sein und dich ab und zu treffen.

Ich mag <dies und das und jenes> an dir.

Mit deinem Verhalten <Beispiele> habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich hatte mir das <soundso> vorgestellt.

Und wenn es nicht die große Liebe ist: naja, auch das lässt sich sagen. Und damit umgehen. Vielleicht reichen ja gemeinsame Interessen für so Treffen ab und an.

Was auch immer.

Sie fragen nicht so viel, was der andere will. Sie jammern nicht, weil sie wie Bruder/Schwester zusammen übernachten, sondern werden körperlich aktiv, wenn sie das anders wollen und "klopfen" dann mal verführerisch streichelnd an und schauen, was so geht und was zurückkommt. o:) . Wenn sie zusammen übernachten wollen, dann fragen sie nicht nach solchem Kleinkram wie mit dem Handy, sondern sind einfach klarer in ihrer Lust auf den anderen.

Sie jammern nicht, weil der andere vermeintlich unklar ist, sondern sind selbst klar.

Also sei du doch klar und nicht so passiv fragend/abwartend. Mach du also klare Aussagen, was du möchtest. Anstatt wiederholt so unsichere Fragen zu stellen, was er wohl will und dass er ne "klare Ansage" machen soll.

BTW: Ich verstehe gar nicht, warum du oben im Betreff schreibst: "wie ich ein Ende finde". Bis jetzt kann ich keine klare Ablehnung von seiner Seite erkennen.

P~ythonxist


@ Morwena

Deinen Text empfinde ich als anstrengend, nicht locker, sondern irgendwie zwanghaft / verbissen. Zu viel: positioniere dich, entscheide dich. Wer hat denn einen Pralinenkasten je gefragt, wie der sich positioniert oder Klarheit schaffen soll? Du schlägst telefonisch vor. Ja, das ist ganz ok. Aber viel besser wäre doch in einem direkten Gespräch.

Ganz schlimm und richtig engstirnig finde ich deinen Ultimatum-Ansatz: dieses "antworte, oder es ist Schluss". Diesen ganze "etwas klären wollen"-Ansatz finde ich ungeeignet. Denn ich finde, da ist nichts "zu klären".

Ich finde, Affären gehen mit dem "Pralinenkasten-Ansatz": wer was will, verführt den anderen zum Naschen. Jawoll. ;-D Mit seiner/ihrer Mimik, ansprechender Kleidung, Körpersprache, Haut, mehr Haut, sehr viel mehr Haut, Flirt-Signalen, lustbetonter Sprache, Gesten, Streicheln, Verlangen, mit Leidenschaft.

Mit Hinfahren, Klingeln, Einladungen, richtigen Gesprächen, körperlicher Annäherung. Mit Spontanität und Kreativität. Mit Einsatz halt. Beide wissen, dass es ihnen gut tut: der soziale Kontakt, der sexuelle Kontakt, die Treffen, der Austausch. "Die große Liebe" muss es dafür nicht sein. Das ganze wendet sich dann, wenn die eigenen Flirt-Bemühungen zu oft ins Leere laufen und nicht erwidert werden, der andere nicht einsteigt auf deutliche Verführungs- und Flirtsignale. Oder wenn die Lust oder Offenheit abnimmt. Es wendet sich auch, wenn die Verführung zu oft von einer Seite kommt und nie die andere Seite mal initiativ wird und auch mit Kreativität und Spontanität an die Sache rangeht.

Aber wenn es sich wendet, dann muss es nicht abrupt enden, sondern kann so ausklingen, wie es mal angefangen hatte: mit abnehmender Intensität, mit kürzeren Treffen, mit größeren Abständen zwischen den Treffen. Mit einem Auseinanderleben.

Mmorwxena


Ja natürlich wäre ein persönliches Gespräch besser, aber so wie ich Alias verstanden habe sind Treffen irgendwie erstmal nicht mehr drin bzw. kommen nicht zustande. Natürlich liegt das auch an Alias.

Und ja, mein Addendum klingt ein wenig wie "Drohung", aber was soll sie denn machen, wenn sie ihn nur über Text erreicht, Klarheit will und er keine liefert? Dann muss sie ihm doch die Pistole auf die Brust setzen, um etwas zu verändern - oder eben ohne Klarheit eigene Konsequenzen ziehen. Er ist mit dem Wischi-Waschi-Zustand ja offenbar zufrieden, sie ist es nicht, er ändert auch auf Aufforderung nichts und schafft keine Klarheit - ja was soll sie denn dann tun? Da bleibt doch eigentlich nur auf Klarheit pochen oder Kontakt selbst abbrechen, womit sie sich ja nicht wohlfühlt und außerdem nimmt sie sich und ihm dann ja die Chance auf Freundschaft/Beziehung, wenn sie es einfach auslaufen lässt.

Zumindest sagt mir meine Logik das. Es kann durchaus sein, dass ihr zwei (Pythonist und CoteSauvage) vollkommen recht habt! :)z Ich habe keinerlei Beziehungserfahrung (und bin trotzdem so dreist, hier in die Rubrik zu schreiben, ich weiß... hab schon öfters PNs deswegen bekommen... |-o), von daher kann ich das nur mit Hirn und nicht mit Erfahrung beurteilen, was es sicherlich nicht besser macht. X-\ Ich habe den Faden wirklich unter dem Titel "ein Ende finden" betrachtet und wie man das - ein Ende des Status Quo, den Alias nicht aushält - hinbekommt und das möglichst so, dass Klarheit herrscht. Dass das nicht die einfühlsamste Formulierung ist, ist mir auch klar, aber auf 'einfühlsam' ist er ja nicht eingegangen und hat ihre Fragen ignoriert, also muss meiner Meinung nach der Zaunpfahl ran.

Und es ist ja nicht mein Anspruch, etwas zu klären, sondern der von Alias. Sie möchte Klarheit, wohin die Reise geht. Zumindest habe ich es so verstanden. Es ist ja nicht nur der Fall gewesen, dass sie und der Mann sich plötzlich nur noch oberflächliche Texte schicken, sondern es gab ja auch diesen einen Abend, wo sie bei ihm übernachtet hat und gar nichts passiert ist und die Stimmung so komisch war, weswegen sie sich ja nicht mehr wohlfühlt. Und wie soll sie denn Lockerheit an den Tag legen, wenn etwas im Weg ist (dieses Vorkommnis), was ihr diese Lockerheit nimmt und die "Beziehung" zu diesem Mann für sie anstrengend macht. Aber es ist ja nicht so geworden, weil etwas total unentschuldbares passiert ist, sondern etwas und eine Entwicklung, die sie schlichtweg nicht einordnen kann. Sie möchte ja den Kontakt eigentlich erweitern, aber nicht, solange diese Sache nicht geklärt ist. Also bleibt doch nur klären oder beenden - denn mir scheint, sie möchte ja gerne wieder die "Pralinenschachtel" genießen, hatte jetzt aber eine schlechte Praline erwischt und möchte gerne wissen, was das für Pralinen sind, bevor sie wieder genüsslich zugreifen kann. ;-)

EzhemNaliger DNut~zer (#6x11899)


Sie jammern nicht, weil der andere vermeintlich unklar ist, sondern sind selbst klar.

Pythonist

Stimmt. Da fehlt mir persönlich bei alias die eigene gezeigte Klarheit und Eigeninitative ihrerseits. Man erwartet vom anderen Initative und Signale, die man selbst nicht produziert.

Wie das anders geht, indem man selbst aktiv wird, hat Pythonist m. E. sehr gut und anschaulich erläutert in seinen beiden Beiträgen.

P3ythoznxist


Und ja, mein Addendum klingt ein wenig wie "Drohung", aber was soll sie denn machen, wenn sie ihn nur über Text erreicht, Klarheit will und er keine liefert? Dann muss sie ihm doch die Pistole auf die Brust setzen, um etwas zu verändern - oder eben ohne Klarheit eigene Konsequenzen ziehen. Er ist mit dem Wischi-Waschi-Zustand ja offenbar zufrieden, sie ist es nicht, er ändert auch auf Aufforderung nichts und schafft keine Klarheit - ja was soll sie denn dann tun? Da bleibt doch eigentlich nur auf Klarheit pochen oder Kontakt selbst abbrechen, womit sie sich ja nicht wohlfühlt und außerdem nimmt sie sich und ihm dann ja die Chance auf Freundschaft/Beziehung, wenn sie es einfach auslaufen lässt.

Sie weiß doch, wo er wohnt, weil sie dort bereits übernachtet hat. Es bleibt also viel mehr: schick anziehen und "zurechtmachen" (optische Attraktivität ist wichtig, gerade für einen selbst), Flasche Sekt einstecken, klingeln, einen draufmachen. ;-) Sie hatten doch Verabredungen zu Partys, sind auch mal ein Wochenende zusammen weggefahren, da ist also eine Basis da, sonst hätte es das nicht gegeben. Dann lohnt es sich doch, dort weiter zu machen. Ein weiteres Wochenende zusammen, ein Besuch eines Ortes mit Lebensfreude, der beiden gefallen könnte. Therme mit Riesen-Sauna-Landschaft, Oper mit schönem Essen, Besuch eines Gestüts mit gemeinsamem Ausritt, herbstliches Zelten mit zwei Schlafsäcken zum Koppeln, ein gemeinsamer Einkaufsbummel in der Stadt, oder schlicht ein schönes Picknick im Park, ab in den Wald Pilze suchen, oder wie zwei Kinder mit einem Lenkdrachen im Herbstwind spielen, selbst bei schlechtem Wetter. Über diese Freizeitinteressen kann sie ja einfach mal nachdenken. "Was könnten wir zwei Hübschen zusammen machen, was mir auf jeden Fall Spaß macht und ihm bestimmt auch?" Und da gibt's viel von ganz geringen Kosten bis teurer. Und umso schlechter das Wetter draußen, umso heimeliger die Wärme danach drinnen. Mit nem warmen Tee, ner Decke, nasse Kleidung weg, sich einander widmen. ;-)

Wenn sie schon bei ihm war: naja, dann drängt sich gerade zu auf, dass sie ihn mal zu sich einlädt z.B. zum gemeinsamen Kochen. Danach Kuscheligkeiten auf der Couch bei nem romantischen Film unter der Kuscheldecke, dann Heizung auf 23°C, eine schöne entspannende Massage (sie an ihn: "Komm mal her, du sieht so verspannt aus." und was keusch mit Kleidung anfängt, hat ne Menge Optionen zur Entwicklung auf beiden Seiten), drunter wunderschöne Dessous mit dem verfänglichen Spruch "Ich habe es mir schon mal bisschen bequem gemacht." ;-) x:) Dann sehen die "Pralinen" schon mal ziemlich lecker aus. :_D

Braucht "frau" da mit Ende 30 echt noch ne Anleitung? Nur zwei Mega-Schüchterne mit fast 30 - das wäre irgendwie bitter.

Und diesen Klarheit-Anspruch einfach mal ausblenden. Denn was soll denn das sein? Bei einem Versicherungsvertrag oder einer Finanzanlage mag man Klarheit einfordern (alles in Zahlen und mit Datum), aber doch nicht bei einer Affäre.

Und es ist ja nicht mein Anspruch, etwas zu klären, sondern der von Alias. Sie möchte Klarheit, wohin die Reise geht.

Dann sollte sie sich auf den Fahrersitz setzen, Lenkrad, Gaspedal und Bremse bedienen. ;-) Anstatt sich auf den Beifahrersitz zu setzen und ihn am Steuer zu wähnen und immer wieder zu fragen: "Wohin fährst du mit mir?". Also mal bildlich gesprochen. Wer am Steuer sitzt, kann nämlich selbst entscheiden, wo die eigene Reise hingeht. Ob der andere mitkommt, das kann man nicht entscheiden.

Dieses Bild eines Fahrers und eines Beifahrers passt nicht ganz zu einer Affäre, aber vielleicht macht es deutlich: wenn sich beide als Beifahrer fühlen, dann kann sie ihn hundert mal fragen und unendlich auf Klarheit pochen, dann weiß er auch nicht, wohin "die Reise geht". Selbst wenn beide schüchtern und unsicher sein sollten, irgendwie haben ja doch beide Lenkrad, Gas und Bremse vor sich.

Man kann also drüber nachdenken: wenn die Affäre ein Auto wäre: bin ich eher Fahrer oder Beifahrer? Und er? Wollen wir unsere Rollen so? Wie sieht jeder den anderen? Was gibt's für Erwartungen? So kann man dann auch mal ein Gespräch anfangen. Eben mit der Lockerheit des sprachlichen Bildes.

Wenn sie möchte, dass sich eine Freundschaft, Freundschaft+, Beziehung, Paarbeziehung daraus entwickelt, dann kann sie diesen Wunsch ja leben. Er wird schon reagieren.

Also bleibt doch nur klären oder beenden - denn mir scheint, sie möchte ja gerne wieder die "Pralinenschachtel" genießen, hatte jetzt aber eine schlechte Praline erwischt und möchte gerne wissen, was das für Pralinen sind, bevor sie wieder genüsslich zugreifen kann. ;-)

Aus Forrest Gump: "Life is like a box of chocolates - you never know what you're gonna get."

Eine gewisse Unsicherheit ist damit also immer verbunden. Erstmal was im Kasten drin ist, und dann nochmal bei jeder gefüllten Praline an sich: knackige Schokohülle und innen eine Überraschung. Andere sind besser einschätzbar (Mandelsplitter, Schichtnougat) und die kann man ja zuerst nehmen.

Und sie selbst ist ja auch ein "Pralinenkasten", der so maximal verführerisch und lecker aussehen sollte, wie es sich einrichten lässt und passend für einen selbst anfühlt. Diese Seite kann sie gut beeinflussen. Und ihn zum Naschen motivieren.

Ich würde es nicht so darstellen, dass sie jetzt nur eine schlechte Praline erwischt hätte. Sondern manches hat ihr gefallen (die gemeinsamen Themen, die gemeinsamen Interessen, die Unternehmungen zusammen) und manches hat ihr missfallen (seine mangelnde Initiative, die gemeinsame Übernachtung ohne Zärtlichkeiten oder Sex, die irgendwie "unsymmetrische" Kommunikation danach). Sie kann nun die gemeinsamen Sachen in den Vordergrund stellen, oder die ablehnenden Punkte allein betrachten. Oder das Gesamtbild. Aber mindestens 50% steuert sie selbst. Und das Bewusstsein dafür, das lohnt sich.

Alias 744307


Hallo @All, guten Morgen,

ich habe gerade nur kurz Zeit zum Antworten - vielen Dank für Eure Einwürfe und Anregungen.

Ich sehe hier nun quasi 2 Seiten ;-D Die eine stellt sich dar als die "fordernde", Pythonist, und die andere eher als die Richtungsweisende, wenn ich das mal so nennen darf. Ich verstehe beide Seiten, muss aber sagen, dass ich nicht der Typ bin für das Vorgehen von Pythonist. Nie im Leben würde ich zb einfach unangemeldet zu jemandem hinfahren und ihn mit MEINEN Wünschen überfallen. Das hat einmal jemand bei mir gemacht - damit war unsere "gemeinsame" Zeit ad hoc beendet meinerseits. Geht gar nicht. :|N Zumal ich auch nicht denke, dass er der Typ ist, der davon begeistert wäre.

Ich schwanke nun also noch zwischen "Nachricht schreiben" und "Klappe halten". Ich habe ihm ja nun in der hier erwähnten Nachricht, die ich nicht komplett zitiert hatte, den Vorschlag "zusammen Sport machen" oder "essen gehen" eingebaut. Das wurde ja als gesamte Nachricht ignoriert. Ich renne niemandem hinterher oder dränge mich auf und bin jetzt eigentlich auch zu "stolz", nochmal nach einem Treffen o ä zu fragen. Ich denke, kann richtig oder falsch sein, jetzt wäre er mal an der Reihe. Es gab zuvor noch 2 andere "Vorfälle" dieser Art. Einmal hat er mich kurzfristig zu einer Party versetzt, wo wir schon seit etwa 5 Wochen zusammen hingehen wollten und ich mir den Abend dafür freigehalten hatte. Ein anderes Mal schrieb er mir an einem Sonntagmorgen "sehen wir uns noch heute?" und ich sage "Ja, können wir gerne machen!" - höre dann bis zum Nachmittag nichts mehr und dann schreibt er belangloses Zeug, als hätte es diese Frage zuvor nie gegeben... %-| >:( Dann kann man ja wenigstens sagen "Du, mir is nicht gut heute. Sorry". Oder irgendwas.

Evlt ändert das den Blickwinkel jetzt nochmal ein wenig?

tOi8nxka


Alias

Ich habe jetzt alles gelesen. Ich finde bevor du ihm überhaupt noch mal was schreibst, musst du dir genau überlegen was du willst. Legst du Wert auf einen Mann, bei dem du ständig überlegen musst, warum er was tut? Da fehlt doch die Leichtigkeit. Ich glaube, das beste wäre wenn du dich garnicht meldest. Und wenn er sich dann meldet, dann kannst du ihm ja was schreiben. Aber jetzt wo du das mit den 2 anderen Vorfällen schreibst, würde ich wirklich nichts von mir hören lassen.

Alias 744307


Danke Tinka, Du hast sicherlich recht. Ich sollte mich mal zu Ende sortieren. Was ich ganz sicher weiss: SO hab ich dazu keine Lust mehr. Aber ich benötige eben dummerweise einen "Abschluss". Sonst denke ich immer weiter darüber nach. So wie viele Leute das können, irgendwas einfach auslaufen lassen - das "kann" ich halt nicht. %:|

P*urp&lelixke


Dann sag ihm das so.

Keine Ahnung, ich empfinde es auch irgendwie als Larifari, wenn man auf eine relativ ernste Frage überhaupt keine Antwort bekommt..... und das hätte auch ne Wirkung auf mich.

In dem Sinne würde ich ihn auch nochmal kontaktieren und telefonisch oder per Treffen dann kurz erklären, wie das auf dich wirkt und dass es wohl auf nichts weiter hinauslaufen wird. Damit hast du für dich abgeschlossen, der Kerl kommt nicht noch auf abstruse Ideen (von Wegen, er hätte Rechte, weil du in seinem Bett gepennt hast).

Fände das auch irgendwie schräg.

PwyTtho7nxist


Evlt ändert das den Blickwinkel jetzt nochmal ein wenig?

Meinen nur gering, aber es sagt was über dich aus. Du stellst euch beide als zwei Fragende dar, die dann noch immer nur auf die Fragen des Gegenübers mit Gegenfragen "antworten". So kann das nix werden. Ihr wartet beide ab, wartet auf was konkretes vom anderen. In dieser Passivität seid ihr euch dann noch sympathisch, zumindest im Ablehnen von "übertrieben" scheinender Aktivität. Aber beide habt ihr dieses Muster entweder nicht erkannt und ändert es deswegen nicht, oder aber das Interesse in mindestens eine Richtung ist eben auch mal echt gering, dann lohnt sich da auch keine Fortsetzung.

Ich finde, ihr habt beide das "Affärenleben" überhaupt nicht kapiert. Dass Date-Vorschläge oder Einladungen immer einen konkreten Vorschlag mit Termin (Datum, Uhrzeit) und konkreten Ort brauchen, sonst braucht man überhaupt keine Nachricht losschicken, weil das kalter Kaffee ist (deine Kommunikationsbeispiele beweisen das ja eindrücklich, da fehlt immer was, was der andere auch nicht hinzufügt). Und dass Date-Vorschläge am besten was sein sollten, was man dann auch allein gern macht, falls der andere absagt, egal ob er/sie nicht kann oder nicht will. "Dann kommt der andere eben nicht, na und, vielleicht das nächste Mal, dann mache ich es mir alleine schön. Oder dann frage ich mal meinen anderen Freund Frank, ob er mitkommt." In einer Affäre gibt's doch alle Freiheiten, vielleicht ist Frank ja der aktivere Typ, den sie zumindest in der Situation erwartet? Affären haben doch keine Zusage irgendeiner Exklusivität. Dann ist Frank genau so gut wie Daniel, und Daniel genau so gut wie Roberto.

Und dass, wer zu einem Date-Vorschlag des anderen nicht kann, dann einen für sich passenden Gegenvorschlag macht. "Also Montag passt mir leider nicht, aber Freitag Abend, gleiche Zeit, gleicher Ort, das fänd ich toll!" Also wieder: mit Termin und Ort. Wer also ein Interesse hat, dass Frank, Daniel und Roberto gerade eher nicht zum Zuge kommen sollen, macht einen konkreten Alternativvorschlag. :-) Jeder Affären-Mensch weiß doch, dass er/sie nicht allein ist auf der Welt. Und es auch Kathrin, Steffi und Susanne geben kann.

Du bist schon in einem ziemlich angepissten Modus, scheint mir, aggressiv aus deiner auch eigenen Passivität und wegen deines eigenen Abwartens und Erwartens. Machst schon deine "Abrechnung", was alles schief gelaufen ist. Naja, das ist auch ne Entscheidung von dir und ich finde das ok. Nur es nun ihm in die Schuhe zu schieben, finde ich unpassend. Sondern Verantwortung aufteilen, warum es so versickert ist.

Ich schwanke nun also noch zwischen "Nachricht schreiben" und "Klappe halten".

Wie wäre es mit: einfach einen loseren Kontakt ausmachen? Längere Zeiten des nicht Meldens, eine Suche anderswo, ein Verabschieden mit inniger, ehrlicher Umarmung und dem anderen viel Glück wünschen, dass er/sie jemanden findet, wo es einfach besser harmoniert?

Wenn ich eine Bitte an "die Welt" hätte: BITTE, BITTE, BITTE gebt endlich mal diesen "Nachricht schreiben zum Schluss machen"-Quatsch auf. Und den "Klappe halten, Kontaktabbruch"-Unsinn gleich noch dazu, wenn zwei schon mal so weit zusammen waren. Zwei Menschen, die sich gegenüberstehen und sich anschauen und miteinander reden, das finde ich das Ideal menschlicher Kommunikation in so einem Zweier-Kontakt. Egal, ob sie zusammenkommen oder einer vom anderen Abschied nehmen will.

Wenn sich zwei "Affären-Menschen" schon mal so wichtig waren, dass sie ja auch die gemeinsamen Zeiten zusammen verbracht haben, dann wäre das doch das mindeste. Finde ich. Und wer in nem Bett übernachtet hat, mal egal ob gefühlt als "Bruder und Schwester" anstatt als inniges Liebespaar, der findet doch auch Platz für die brüderlich-schwesterliche Umarmung am Ende. Und dann setzen beide ihre eigene Reise fort. Da wissen sie immer, wo die hingeht, denn da sitzen sie wirklich allein am Steuer.

P-ythVonxist


Aber ich benötige eben dummerweise einen "Abschluss". Sonst denke ich immer weiter darüber nach. So wie viele Leute das können, irgendwas einfach auslaufen lassen - das "kann" ich halt nicht.

"Hallo Klaus, ich habe den Eindruck, dass das mit uns sich einfach für mich nicht so anfühlt, wie es sich anfühlen müsste, um das so fortzuführen und an die positive Entwicklung zu glauben, die ich mir vorstelle. Ich würde mich gern von dir verabschieden bei einem gemeinsamen Spaziergang im Park, deine Hand nochmal halten und dir für die Zukunft mehr Glück wünschen, dass es mit einer anderen Frau besser passt. Treffen wir uns Sonntag Vormittag, 11 Uhr im Park, da wo man die Enten füttern kann? Mir ist das wichtig, bitte richte es so ein und komm alleine. Bis dahin, Christiane.

PS. Bitte bringe meine Sachen mit, die noch von mir in deiner Wohnung sind: eine Haarbürste und meine Zahnbürste."

Das finde ich kurz, wertschätzend und die Inhalte warum, weshalb, wieso, den kann man dann ins Gespräch verlagern. Ein Termin, wo auch Arbeitende können, ein neutraler, öffentlicher Ort, eine Uhrzeit ohne nächtliche Romantikgedanken und mit einem "Ich möchte jetzt zum Mittagessen, wir müssen zum Schluss kommen!"-Ausweg, wenn man sich zulange verquatscht oder der andere klettenhaft klammernd den Abschied aus der Situation hinauszögern will. Und zwei, die nebeneinander im Park laufen, schauen sich auch nicht dauernd an. Sondern sie schauen parallel in eine Zukunft, aber jeder in seine/ihre.

Raalyphx_HH


Ich bin ein großer Freund davon, solche Dinge korrekt abschließend zu beenden, damit jeder weiß, woran er ist. Aber leider spielen die Gegenüber da oft nicht mit. Sei es Feigheit, sei es, dass man nicht die richtigen Worte findet oder schlicht gar nicht weiß, was man selber will. Oder man will sich alle Optionen offenhalten. In diesen Fällen muss man den Abschluss dann wohl für sich alleine finden. Wie Du das machst, musst Du wissen. Eigentlich lohnt es sich nicht mehr, da großartig Mühe zu investieren, ignorieren wäre da eine Lösung. Oder eine letzte Nachricht "Lass gut sein, treffen werden wir uns offensichtlich nicht mehr, auf eine Handy-Brieffreundschaft habe ich keine Lust."

Anders wäre es, wenn DU noch Feuer und Flamme wärest und ihn unbedingt wieder sehen willst. Aber danach sieht das ja nicht aus.

w_inwYinwixn


Deine Frage sehe ich von ihm als beantwortet, weil er wieder mehrfach schrieb, also Interesse zeigte. Und das war ja deine Frage an ihn. Er hat mit Taten geantwortet, nicht mit Worten.

Wie es aussieht, habt ihr derzeit einen freundschaftlichen Kontakt. Ich finde das toll und wäre froh, so jemanden kennen zu dürfen und nicht immer diese "Sofortfickkontakte". :-X

MKo'rwenxa


Ich glaube, Pythonist, wir zwei sind total verschiedene Typen.

Das, was du als so positiv und locker beschreibst wäre mein absoluter Albtraum und zwar in jeder Beziehung - egal, ob es sich um Familie, Freunde, Partner oder Arbeitskollege handelt.

Wenn ich mit jemandem einen Termin mache, dann erwarte ich Zuverlässigkeit oder zumindest eine Absage. Diesen Anspruch habe ich auch an mich selbst. Was soll ich mein Leben denn mit unzuverlässigen Menschen verbringen, wenn ich mir auch verlässliche suchen könnte. Klar kann man viele Unternehmungen auch alleine machen, aber genauso gut auch mit jemandem, der eben nicht einfach plötzlich wie vom Erdboden verschluckt scheint und dann wiederkommt und so tut, als sei nichts gewesen. Aber jedem das seine - wenn Menschen selbst so locker drauf sind, dann stört sie sowas bei anderen Menschen bestimmt auch weniger. Wenn ich kein Paket erwarte und keinen Termin habe, dann wird bei mir auch die Türklingel ignoriert, so dass Spontanbesuche eh unmöglich wären und ich bin jemand, der generell einen Bus früher nimmt, um jede Verspätung für jeden Termin auszuchließen.

Das Problem, was ich bei deinen Vorschlägen an Alias sehe ist nicht einmal, dass sie schlecht sind (denn sie können für viele Situation wirklich passen), sondern dass du in meinen Augen schon einen Schritt zu weit bist. Du nennst die beiden hier "Affären-Menschen", nur weiß ich nicht, ob Alias und du die gleichen Vorstellungen von "Affäre" haben. Bisher haben sie und der Mann ja keinen Sex gehabt, sondern nur Treffen irgendwelcher Art. Für Menschen, die sich mal locker treffen, wenn sie Spaß irgendwelcher Art wollen, passen deine Ratschläge ja. Aber ich glaube, Alias ist entweder noch nicht an dem Punkt oder will woanders hin. Sie weiß ja anscheinend noch nicht, ob es in Richtung Freundschaft, Partnerschaft oder was auch immer geht/gegangen wäre. Und an all diese Beziehungsformen kann man ja verschiedene Ansprüche haben.

Für mich sind die beiden noch in der Kennenlernphase (sind ja immerhin erst 10 Wochen). Und wenn ein Mensch - egal welchen Geschlechts - sich in dieser Phase, wo man sich ja eigentlich Mühe gibt, schon so unzuverlässig und ausweichend verhält, dann wird das wahrscheinlich auch nicht besser. Und Alias stört das ja ganz offensichtlich. Daher finde ich die Abschlussnachricht, die du schicken würdest, auch irgendwie... seltsam. Ich würde nicht jemanden, der mich verärgert und verletzt hat, eine Nachricht a la "Ich möchte noch einmal deine Hand halten" schreiben. Für mich passt das nicht zu den Vorfällen und Alias' Gemütszustand (den Rest der Nachricht, mit dem konkreten Datum, finde ich aber gut).

Und zuletzt muss ich sagen, dass ich bei den noch zusätzlich angeführten Situationen, liebe Alias, dann doch etwas den Kopf schüttel - wenn der Typ sich schon zuvor so ausweichend verhalten hat und bei Problemen einfach so getan hat, als wären sie nicht existent und als hätte er Dinge nie gesagt, dann wundert mich deine Reaktion doch immer mehr. Das hat dich ja schon zweimal gestört, jetzt ist es ein drittes Mal passiert und du hast den Kerl wieder damit durchkommen lassen und nicht nachgebohrt und fühlst dich deswegen schlecht. Pythonist hat da vollkommen recht: Zu 50% bist du verantwortlich. Wenn er plötzlich Dinge einfach übergeht, dann kannst du das entweder akzeptieren und dich wieder und wieder ärgern (denn das ist ja ganz offenbar die Masche des Mannes) oder du hakst einfach nach. Und jetzt nicht als Drohung oder so. Wenn der Kerl sich am Sonntagmorgen treffen wollte, sich dann nicht mehr meldet und das nächste Mal nur belangloses Zeug schreibt, warum fragst du nicht einfach nett nach, was da los war? Was ist falsch an "Du, was war denn gestern los? Ich hab mich gewundert, weil du mich ja erst gefragt hattest und dich dann nicht mehr gemeldet hast, obwohl ich gewartet habe. Gabs bei dir etwas Dringendes oder einen Notfall, der dazwischen gekommen ist?" Und dann mal hören, was Sache war und wenns keinen Notfall gab freundlich bitten, das nächste Mal doch Bescheid zu geben. Genauso hätte man doch auch auf die Sache mit der total irrelevanten Sprachnachricht, die er als angekündigte Antwort auf die Beziehungsmail geschickt hat, doch schlichtweg zurückschreiben können "Hi, coole Sache mit [Bezug auf Sprachnachricht]. Aber hey, das war jetzt keine Antwort auf meine Frage aus der Nachricht. ;-) Wie sieht es denn jetzt diesbezüglich aus?" Wenn man das zeitnah macht und nur einmal noch nachhakt, dann finde zumindest ich das total normal.

Ich hab auch so Leute, da muss ich nachhaken und die meinen es nichtmal böse - z.B. mein Vater kauft manchmal für mich etwas ein, was hier in meiner Stadt kein Laden vorrätig hat. Wenn ich mit ihm telefoniere und frage "Hey, hast du X im Laden bekommen?" dann muss ich das meistens dreimal fragen, da er dann erstmal ganz am Anfang mit der Erzählung seines Nachmittages anfängt und wie er im Stau stand... und das vor drei Wochen der Stau auch ganz schlimm war, als er zu meiner Oma fuhr... ach, und wo er gerade von der Oma spricht, die braucht neue Klamotten... ;-D Manche Leute machen sowas nichtmal mutwillig, die kommen einfach von Hölzchen auf Stöckchen oder sind total verplant oder haben so viel zu erzählen oder denen fallen nur die neusten Belanglosigkeiten ein und alles von vor drei Stunden ist schon im Hirn gelöscht. Da ist es ganz normal, wenn man nochmal nachfragt und auch nicht unhöflich. Wenn du den Mann einfach dann gar nicht mehr auf die Vorkommnisse angesprochen hast, dann kannst du auch gar nicht wissen, ob er jetzt mutwillig nicht geantwortet hat oder es schlichtweg vergessen hat. Zumindet bei der Sonntags-Sache könnte ich mir das nämlich vielleicht noch vorstellen. Unabhängig davon hätte ich persönlich aber schon bei so vielen Vorkommnissen in gerade mal 10 Wochen die Reißleine viel früher gezogen, aber ich selbst habe eben auch eine sehr niedrige Grenze für Unzuverlässigkeit - aber mache dann auch den Mund auf und hake nach oder kommuniziere meinen Unmut. Denn nur sprechenden Leuten kann geholfen werden. :)z

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