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W/32, ungeküsste Jungfrau, so glücklich - Was ist mit mir los?

B6esragte(Fraxu


Ich glaube, dass die Spielarten der Natur einfach viel breiter gefächert sind, als die meisten Menschen glauben, da sie sich an der Mehrheit orientieren. Dein Empfinden gegenüber Beziehungen und Sex ist schlichtweg normal, weil eine Varianz, ziemlich weit außen. Eine Pathologie kann ich nicht feststellen.

Ich glaube, dass du jedoch auch anders über Beziehungen und Sex denken würdest, wenn sich mal eine Person findet, die du liebst. Möglich, dass es Typen auf die du anspringen würdest selten sind, aber nicht unmöglich. Dann könntest du dir bestimmt eher gesellschaft vorstellen und würdest feststellen, dass auch andersrum, man sich selbst nie so berühren kann, wie ein anderer und wie aufregend das ist.

Aber solange das nicht passiert, verpasst du auch nichts, denn du bist glücklich und nur darauf kommt es an. Und wie du schon richtig bemerkt hast, können Beziehungen und Liebe auch sehr schmerzhaft und qualvoll sein und von daher kannst du dich glücklich schätzen.

Trotzdem wünsche ich dir, dass du irgendwann einmal die Liebe und das Geliebtwerden kennen lernst. Ob mit 35 oder 60 ist total egal. Der Liebe ist es übrigens auch egal, ob Männlein, Weiblein, ob ein Arm fehlt, kein Sex stattfindet oder man in einer Beziehung zusammen lebt. Da spielen völlig andere Parameter eine Bedeutung. Aber das, wirst du eben erfahren müssen um es zu verstehen, das kann dir niemand erklären.

:-)

pGarazellMnxuss


Man kann auch alles komplett totanalysieren. Meiner Meinung nach ist bei deinen 'Störungen' essentiell nicht viel zu ändern. Du hast scheinbar deinen Platz gefunden. Aber irgendwo in deinem eigenen Theater suchst du noch nach verloren gegangenen Drehbüchern. In der Hoffnung, ein gutes Stück zur Aufführung zu bringen.

Man kann sein Leben lediglich in einem gewissen Maß in Frage stellen. Wenn das Maß allerdings überschritten wird, dann wird es kompliziert.

Viel Glück dir, weiterhin.

RWal=p;h_HxH


Es klingt ein bisschen wie Asperger - hochintelligente Menschen, die zu zwischenmenschlichen Kontakten und Emotionen allerdings nicht fähig sind. Diese Menschen sind auch zufrieden, sie leiden nicht an fehlenden Partnerschaften, weil sie damit schlicht nichts anfangen könnten. Wobei ich vermuten würde, dass so eine Diagnose längst gestellt worden wäre, wenn Du schon mal in Therapie warst?

Menschen ticken sehr verschieden. Die einen sind extrem anhänglich und verschmust, die anderen oberflächlich und sexsüchtug und manche kommen halt besser alleine klar. Wenn Du mit Dir im reinen bist und zufrieden bist, dann ist es doch gut so.

Klar verpasst Du was, aber vermutlich nichts, was Dir wirklich etwas bedeuten würde.

Ich denke nicht, dass dies fehlende Bedürfnis an irgendwelchen äußerlichen Randbedingungen liegt. Ein Teenager, der noch nie Sex hatte, hat trotzdem Lust drauf. Und jemand, der noch nie geküsst hat, will das trotzdem unbedingt. Beim küssen geht es übrigens nichts ums schmecken sondern um den Reiz der Nerven an den Lippen, ebenso wie beim Sex, wo zunächst mal die ganze Haut als Sinnesorgan berührt wird. Die Vorstufe davon ist das streicheln, das sich in den Arm nehmen. Wenn einem schon das nichts gibt, wozu dann weiter versuchen...

SFe0veon'.of.Nixne


Ich bin wie ich bin. Nur... was ist mit mir los? Kennt sowas jemand?

Ja, kenne ich. Und mit Dir ist gar nix los, Du bist halt nur anders als die Masse. *:)

"Warum sollte ich sowas denn bitte tun wollen?"

Bist Du sicher, daß die das alle wirklich tun wollen und es nicht nur deshalb machen, weil es die Gesellschaft, die Moral oder das Gesetz nun mal so vorschreibt?

fna=llen_}angel_7x3


hi Morwena,

irgendwie find ich dich total interessant.

Bin gerade selbst in einer "schwierigen Phase"- werde versuchen, dich privat zu connecten, OHNE dass du das Gefühl haben mußt, zurückzuschreiben. Denn auch ich mag das nicht, diese hin- und her-gemaile,- oft will ich nämlich 2 Tage lang nix schreiben, weil mir nicht danach ist.

Ich halte dich für hochsensibel und hochbegabt wahrscheinlich auch!

Und evtl bist du auch überempathisch. Deine Mutter war ja auch kein weibliches "Vorbild"- so wie ich es rauslese. Also fehlte auch die Identifikation mit einer gesunden gelebten Weiblichkeit, genau wie bei mir!

Ich habe Vergewaltigungen im Elternhaus "miterlebt" und wenn ich sage mit -erlebt, dann hat auch ein Teil von mir den Schmerz meiner Mutter gefühlt, weil ich nicht genug "abgegrenzt war" , als Kind, logisch.

Und, ganz tief vergraben, ist auch eine gewisse Abwehr gegenüber männlicher Dominanz, obwohl sie mich, aber nur "rein virtuell"! (also während der Selbstbefriedigung) aufgeilt! Das ist so dubios und ich nehme es einfach mal an- was soll man machen, man kann sich ja nicht "aussuchen" was einen erregt, somehow,- oder?

Echte cis- Männer hingegen, - ":/ naja! ziehen mich rein optisch an, aber wenn s zur Sache geht, mach ich irgendwie eine Art "Rückzieher"- es hat auch mal ne zeitlang mit einem Mann super gefunzt, - aber der hat eben auch mein hochsensibles System gecheckt, auf seine Art und Weise eben....

Auch transsexuelle Männer reizen mich, irgendwie.

Zu Frauen fühl ich mich sexuell nicht hingezogen. Glaube ich. Oder ist das evtl nur so, weil es "nicht sein darf"?

Auch war ich in der Vergangenheit nie gut darin, mich auf einen Menschen festzulegen. Ich finde an vielen Menschen bestimmte Anteile reizvoll, anziehend, inspirierend, liebenswert... also poly-amour, evtl. - wenn ich ehrlich bin. Finde z.B. irgendwie, dass Monogamie etwas für Kleingeister ist, - wenn man die Liebe "aufteilt" dann gibt es viel mehr Fläche für wirkliche Arbeit am Selbst. Unschöne feelings wie Eifersucht incl. - war noch nie mein Ding. Warum auch?

Traurig, ja, - wenn ich nicht mehr Nr.1 war. Das bin ich. Aber niemals bin ich klettig oder klammerig.

Wenns ne zeitlang passt, schön.

Jetzt ist da wieder ein Kandidat am Start bei mir, wo ich nicht recht weiß, ob das was wird und wie wir unser Zusammensein gestalten. Denn: ich brauche auch immer wieder Phasen, wo ich den anderen "mit Abstand" betrachte, auch um klarzukriegen, wie "echt" seine Liebe ist. Denn für mich ist das Wort zu groß. Es wäre meiner Meinung nach besser mit "Brauchen" zu ersetzen.

Lieber gut mit sich selbst zusammensein, als ne verkorkste unstimmige Beziehung führen!!!!

Denn, glaub mir, - das, was ich so beobachte, an sog. "Beziehungen" basiert oft vielmehr auf der Unfähigkeit der Menschen, alleine sein zu können! :=o - überzeugend ist es selten. All in all.

Wie sieht es denn bei dir mit der "Knuffel-Ebene" aus? Also einfach zusammen aneinandergeschmiegt rumhängen, sich was erzählen, aneinander wärmen, evtl einen Film glotzen, sich massieren, im Körperkontakt sein, nicht zwingend "sexuell" -? würde dir das zusagen, oder ist das schon zuviel?

Ich habe auch Beschränkungen, die beziehen sich aber primär auch auf den Austausch von Körperflüssigkeiten / Sekreten.

Niemals würde ich einen S. in den Mund nehmen! k.A. wieso, - krieg schon bei der Vorstellung ne Krise.

Evtl schreibe ich dich privat an, denn ich will auch nicht mein ganzes Innenleben der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, - bin ja kein Exhibitionist!

Solidarische Grüße von mir! {:(

PQytvh`oxnist


Wenn ich beschreiben müsste, wie ich über Sex denke, so würde mir als erstes in den Sinn kommen, dass es so ist wie mit einem Tiger: Faszinierend anzuschauen, interessant darüber zu lernen oder darüber zu lesen, aber in den Käfig steigen und anfassen würde ich dann doch lieber nicht. Wobei so eine Analogie ja impliziert, dass ich Sex als gefährlich sehen würde, was nicht der Fall ist. Spontan fällt mir aber nichts besseres ein. :-/

Passt der Vergleich zu einer Geisterbahn vielleicht besser? Die sind rational gesehen total ungefährlich, dienen sogar der Unterhaltung der Kunden, aber sie machen das mit der Aura des Grusels, der Gefahr, des Erschreckens, mit Symbolen des Todes vor Augen, mit Angstauslösern.

Bist du als Kind - oder überhaupt schon mal - mit der Geisterbahn gefahren?

M orw&ena


Vielen Dank für all die Antworten, die sich hier im Laufe des Tages angesammelt haben! Auf alles kann ich nicht eingehen, auch wenn ich alles gelesen habe, aber die wichtigen Sachen bekomme ich hoffentlich zusammen. Ich finde es auf jeden Fall ganz toll und lieb, wie viele Leute mir hier sagen, dass ich einfach gut so bin, wie ich bin oder auch zumindest ähnlich ticken. Das hilft mir total! Danke dafür! @:)

@ _Kitsune

Es könnte sein, dass du aromantisch und autochorissexuell bist.

Habe das gerade gegoogelt und WOW, ja, autochorissexuell trifft 100% bei mir zu! :-o Bin total hin und weg, hätte nicht gedacht, dass es da für mich so einen Treffer geben könnte!

Bei aromantisch bin ich mir nicht ganz so sicher. Ich nehme an, es trifft wahrscheinlich zu, aber da kann ich mich noch immer fragen, ob ich nicht romantische Beziehungen zu Menschen ablehne, weil ich sie schlicht nicht attraktiv finden kann.

Auf jeden Fall vielen Dank, du hast mir unglaublich weitergeholfen! :)_ @:)

@ rr2017

es geht nicht ums "alleine wohlfühlen" sondern um das völlige Fehlen des Wunsches nach sozialen Beziehungen.

Mir ist Austausch mit anderen schon wichtig (natürlich, ganz egoistisch, am meisten wenn ich etwas auf dem Herzen habe, das gebe ich offen zu) und ich pflege ja auch Kontakte online, die mir sehr wichtig sind. Nur halt nicht so oft wie andere, die irgendwie per Smartphone-App jeden Tag voneinander hören wollen oder sich gerne außerhalb der vier Wände treffen.

@ Nordi84 Ralph_HH

Da ja schlecht alle anderen zweimal sitzen geblieben sein können verstehe ich das so das du zwei Klassen übersprungen hast ? Wenn dem so ist würde ich als Grund dafür ja ne Hochbegabung oder ähnliches vermuten und mein Bauch fragt sofort ob da was in Richtung Asperger gehen könnte ?

Es klingt ein bisschen wie Asperger - hochintelligente Menschen, die zu zwischenmenschlichen Kontakten und Emotionen allerdings nicht fähig sind. Diese Menschen sind auch zufrieden, sie leiden nicht an fehlenden Partnerschaften, weil sie damit schlicht nichts anfangen könnten. Wobei ich vermuten würde, dass so eine Diagnose längst gestellt worden wäre, wenn Du schon mal in Therapie warst?

Das ist soweit wohl richtig, ich gelte als hochbegabt. Ich habe mir - laut meinen Eltern - mit drei Jahren lesen und schreiben beigebracht, bin dann mit fünf Jahren eingeschult worden und habe die zweite Klasse übersprungen. Das hat sich in meiner weiteren Laufbahn zwar nicht so bestätigt (Uni war eine Vollkatastrophe), aber ja, nach einigen IQ-tests, die in meiner Kindheit gemacht worden sind, ist das wohl so.

Aber wie gesagt, Asperger ist 100% ausgeschlossen. Als ich wegen meiner Zwangserkrankung in der Psychiatrie war hat der Leiter der Station, der auch der Klinikleiter war, einen befreundeten Professor, der eine Klinik speziell für Asperger-Patienten hat gebeten, mich mal anzuschauen. Ich habe lange mit dem Mann geredet, auch irgendwelche Tests gemacht (ist schon zehn Jahre her) und am Ende der ganzen Untersuchung meinte er, ich hätte absolut kein Asperger. Hauptsächlich wegen meiner hohen Empathie und Ausdrucksfähigkeit (oder so. Ist schon zehn Jahre her...).

@ BesagteFrau

Ich glaube, dass du jedoch auch anders über Beziehungen und Sex denken würdest, wenn sich mal eine Person findet, die du liebst. Möglich, dass es Typen auf die du anspringen würdest selten sind, aber nicht unmöglich. Dann könntest du dir bestimmt eher gesellschaft vorstellen und würdest feststellen, dass auch andersrum, man sich selbst nie so berühren kann, wie ein anderer und wie aufregend das ist.

Das kann ich in der Tat nicht ausschließen. Ich weiß ja im Grunde, was ich attraktiv finde - wenn halt auch nur durch fiktive Charaktere. Ich könnte sofort sagen, dass ich fixtive Männer mit Brille und halblangen Haaren sexuell attraktiv finde, um mal ein Beispiel zu nennen. Das "Problem" ist, dass ich das nicht auf reale Leute übertragen kann. Ich finde also einen realen Menschen, der diese Merkmale hat, attraktiver als jemanden, der nicht so aussieht aber trotzdem fühle ich keine (sexuelle oder romantische) Anziehung zu dieser Person.

Dazu kann ich vielleicht noch anfügen, dass ich mit fiktiven Charakteren zwar Charaktere aus Büchern und Videospielen meine, aber nicht aus Filmen oder Serien mit echten Personen. Und ich merke das auch extrem stark bei neuen Videospielen mit toller Grafik, wo die Charaktere sehr lebensecht aussehen - auch diese finde ich nicht mehr attraktiv. Weswegen ich lieber alte Videospiele oder welche mit absichtlich comic-hafter/anime-Optik spiele.

@ Pythonist

Passt der Vergleich zu einer Geisterbahn vielleicht besser? Die sind rational gesehen total ungefährlich, dienen sogar der Unterhaltung der Kunden, aber sie machen das mit der Aura des Grusels, der Gefahr, des Erschreckens, mit Symbolen des Todes vor Augen, mit Angstauslösern.

Bist du als Kind - oder überhaupt schon mal - mit der Geisterbahn gefahren?

Ich bin schonmal mit der Geisterbahn gefahren, aber für mich passt der Vergleich nicht so, weil für mich alle Dinge mit Grusel extrem negativ konnotiert sind (ich mag auch keine Horrorfilme und Halloween finde ich furchtbar). Tiger hingegen finde ich toll anzusehen und auch, wenn ich keinen Sex mit jemand anderem haben will, so finde ich das "Prinzip Sex" an sich ja positiv, weil Selbstbefriedigung ja auch darunter fällt und ich die sehr gerne mache.

Keine Ahnung, ob das hierzu passt, aber ich schreibe Bücher in meiner Freizeit und was schreibe ich wohl... Liebesromane. :=o Yup. Und die lese ich auch für mein Leben gerne. Für mich ist Liebe und Sex etwas positives, allerdings von außen betrachtet. Meine erotischen Phantasien bei der Selbstbefriedigung haben nie mich als Person involviert, sondern immer andere (nicht reale) Menschen - das sind entweder Charaktere aus irgendwelchen Videospielen, aus meinen eigenen Büchern oder auch komplett "neue" Leute, die mein Hirn so spontan generiert.

M-orwenxa


...Oha, Rechtschreibfehler und Doppelmoppel-Attacke. War zu faul, den langen Beitrag nochmal durchzulesen und nun rächt sich das. Sorry! Hab mich so oft wiederholt und ugh, furchtbar. X-\ |-o

l@uo8maxren


Ich weiß nicht ganz genau, ob das hier hineinpasst. Ich tue mich auch extrem schwer, jemanden für eine Beziehung zu finden. Ich habe auch eine Hochbegabung und jemand kam auch schon auf die Idee, mir das Etikett Asperger zu verpassen. Ich habe alles andere als das. Mir ist zumindest bewusst, dass ich zum Teil zu schnell für Normalsterbliche ticke. Ich scheine zwar interessant zu sein, aber nicht unbedingt auf einer sexuellen Ebene, wobei sich das in den letzten Jahr geändert hat.

Fiktive und reale Anziehung sind schon sehr unterschiedliche Sachen. Der fiktive Kram läuft mehr über den Kopf, während für mich zumindest reale Anziehung mehr über den Körper läuft. Ich kann auch nicht sagen, dass es auf gewisse Körpermaße beschränkt ist. Deswegen sind Singlebörsen-Schemata für mich doof.

M"orwoeXna


@ luomaren

Es passt insofern, dass auch mir schon einige Therapeuten sagten, ich sei "so hochgetaktet", dass ich eben nicht gut Smalltalk halten kann, sondern dabei immer etwas machen muss. Das ist dann wohl wirklich einen Hochbegabungs-Sache.

Und ich stimme zu, dass fiktive Anziehung über den Kopf läuft und reale über den Körper und vielleicht ist da für mich auch der Unterschied, warum es bei mir nur fiktiv klappt. Schwer zu sagen.

Dass aber auch andere das Asperger-Etikett aufgedrückt bekommen, ohne das zu haben, ist echt schade. Für mich war es damals selbst wichtig, herauszufinden, was mit mir los ist, weswegen ich auch total für die Tests und Gespräche war, aber angeleiert hatten das meine Eltern, die halt gerne ein Etikett für ihre "unnormale Tochter" gehabt hätten. Die beiden können sich zumindest damals nicht damit abfinden, dass ich eben kein Asperger habe, weil "irgendwas muss es ja sein" und "vielleicht ist es das ja doch, egal was der Arzt sagt", wobei solche Aussagen mehr von meinem Vater kamen. Auch wenn beide mich mittlerweile so akzeptieren (zumindest was Beziehungen angeht), so werden sie wahrscheinlich nie ganz davon loskommen, es als 'Krankheit' zu betrachten, was ich schade finde. Die Akzeptanz kommt mittlerweile wohl auch viel daher, dass ich wegen meiner Schwerbehinderung natürlich mittlerweile eh keine normale Beziehung führen könnte und es daher auch 'so besser ist' als wenn mir etwas fehlt.

Myorwxena


können = konnten. Ich tippe heute furchtbar.

Sfkolxka


auch ich habe eine psychische Erkrankung (Zwangserkrankung) und bin deswegen mittlerweile schwerbehindert

Kann es sein, dass du einiges bagatellisierst, von wegen "ich bin so glücklich, wie ich bin"?

Habe ich das richtig verstanden, dass du eine Zwangserkrankung hattest, weswegen du 1 Jahr stationär warst (mit ca. 22 J.) und die bis zum heutigen Zeitpunkt nicht wirklich geheilt ist und dass du aktuell zu 100% berentet bist ? Und sehe ich das richtig, dass du wahrscheinlich noch nie gearbeitet hast, evtl. auch keine Ausbildung hast und deine Zeit mit PC-Spielen in einer virtuellen Welt alleine zuhause verbringst?

Du weisst wahrscheinlich nach jahrelanger Psychotherapie schon, dass Zwangserkrankungen mit massiven Ängsten einhergehen? Mir machst du eher den Eindruck, dass du weit weg von "ich bin mit mir glücklich" bist und immer noch mit deiner psychischen Erkrankung massiv zu kämpfen hast.

Wenn dem so wäre, dann würde ich auch verstehen, dass "Beziehung, Sexualität mit einem anderen Menschen, echte Kontakte, etc." für dich zurzeit ganz weit weg sind und du mit ganz anderem im Leben zurechtkommen musst, nämlich zunächst einmal nur mit dir selber. Und das scheint mir noch ein Weg zu sein...

f4allen_9angjel_7x3


hab nur kurz quergelesen.... ich zappe dann doch rein, weil ich da so viele Gemeinsamkeiten sehe.

Auch der Wunsch der Eltern, die "Devianz" in eine Diagnose zu packen!

evtl gibt es einfach einige "Aliens" auf dem Planten. Ich zumindest bezeichne mich so: ein gestrandeter Alien, der hier in das System einfach nicht "reinpasst" und auch keine große Anpassungsbereitschaft aufbringt, dieses zu tun.... ]:D

Das würde mit Einbußen der Integrität einhergehen. Und daran würde ich dann richtig erkranken.

Sorry, dass ich so viel von mir erzähle, aber ich brauche es scheinbar gerade..

Egal. Du in der Psychiatrie?

Ganz ehrlich, - ich kenne zig Läden auch von Innen.... aber du bist sowas von "hoch-reflektiert"- ich sehe da null Gemeinsamkeiten mit dem Standard-Klientel dort!

wurde da echt grüblerisch. Und auch die Tatsache, dass du wohl "schwer-behindert" bist. ??? -

das ist doch absurd und auch grotesk.

Ich bin ja auch "arbeitsunfähig" wegen diverser psychischer Probs, aber - naja- ich laß das erstmal sacken... es bestätigt nur mal wieder den Wahnsinn, der auf unserem Planeten abgeht.

Bonne nuit @ all! {:(

Mgorwxena


@ Skolka

Mein "ich bin so glücklich, wie ich bin" ist auf meine Beziehungssituation bezogen.

Ich bin 80% schwerbehindert (aber nicht berentet, das macht in meinem Alter noch keiner, ich bekomme normal H4 und muss alle zwei Jahre zum Amtsarzt zur Weiterbewilligung), bin in der Tat mit 22 Jahren zum ersten Mal ein Jahr stationär gewesen und danach in meine erste eigene Wohnung mit Betreuung gezogen. War dann zwei Jahre später nochmal ein Jahr auf Station. Wenn meine Eltern mich nicht mehr betreuen können werde ich in ein Wohnheim ziehen (Kontakt besteht). Und ja, da ich alleine wegen der Zwänge nicht vor die Tür kann bin ich den Tag über daheim.

Aber:

Ich habe meine Freizeit schon immer so verbracht. Und ich habe auch vor meiner Erkrankung nicht anders "getickt" als heute und wenn meine Zwänge plötzlich verschwinden würden, dann würde ich - abgesehen von einem Job - absolut so weiterleben. Natürlich bin ich mit meinen Zwängen nicht glücklich. Aber dieser Faden ist nicht über meine Zwänge, sondern über meine Ansichten und Gefühle gegenüber Mitmenschen und Beziehungen. Hätten sich diese Dinge erst mit dem Beginn meiner Erkrankung herauskristallisiert, so bräuchte ich diesen Faden nicht; dann würde ich klar sagen, dass es an meiner psychischen Erkrankung liegt bzw. deren Schwere. Aber dem ist nicht so. Und deshalb hatte ich sie auch im Eingangsbeitrag nicht erwähnt (und wollte sie in diesem Maße auch nicht erwähnen), weil die beiden Dinge für mich nicht im Zusammenhang stehen.

Also ja, klar könnte ich mit meiner Erkrankung auch keine normale Beziehung führen. Aber ich würde ich auch nicht wollen. Und habe es vor meiner Erkrankung nicht gewollt. Ich habe zu Kindergartenzeiten lieber drinnen gesessen und gemalt, ich habe zu Grundschulzeiten lieber alleine gelesen als mit anderen Kindern draußen zu spielen, ich habe zu Gymnasiumzeiten - da gab es dann PCs - am PC gesessen und mich nicht mit anderen getroffen, sondern Bücher geschrieben oder Spiele gespielt und dies zu Uni-Zeiten so beibehalten. Mein ganzes Leben lang, ohne von einer Erkrankung an irgendwas gehindert worden zu sein. Ich bin in der Schule, gerade in der Oberstufe, super mit vielen Leuten klargekommen, aber außerhalb der Schule wollte ich keinen davon sehen. Vor jeder Geburtstagsfeier habe ich mich gedrückt, damit ich daheim in Ruhe meine Freizeit genießen konnte und meine eigenen Geburtstage habe ich auch nicht gefeiert. Und da war nichts, keine Krankheit, was mich irgendwie daran hätte hindern können, irgendwelche Wünsche nach sozialen Kontakten - Freunschaften oder Partnerschaften - auszuleben. Aber ich wollte nicht. Nicht mit sechs, zehn, achtzehn oder zweiundzwanzig Jahren.

Und deshalb habe ich diesen Faden aufgemacht und das ohne, dass meine psyische Erkrankung hier groß Thema sein soll. Weil die Dinge nicht zusammenhängen. Das haben mir übrigens auch die Therapeuten (und ich hatte viele...) bestätigt, wobei ich mich nicht hinter solchen Aussagen verstecken will.

Ich würde mir in diesem Faden daher wünschen, dass meine Erkrankung außen vor gelassen wird. Ich verstehe, dass viele einen Zusammenhang vermuten, aber ich kann garantieren, dass dem nicht so ist. Sicherlich habe ich eine genetische Vorbelastung für psychische "Besonderheiten" und sicherlich spielt das auch mit dort hinein - da ja auch meine Mutter schlecht Nähe aushält, wenn auch nicht so extrem wie es bei mir ist und sie zudem auch eine Zwangsstörung, allerdings vordringlich Magersucht (die ich nicht habe) hat. Aber die Einschränkungen durch meine Zwangsstörung sind absolut unmaßgeblich für mein Nichtinteresse an Beziehungen.

Damit würde ich das Thema "Zwangserkrankung" gerne abschließen. Ich hoffe, dass ist okay. Für mich gehört es hier nicht in diesen Faden.

A6BC0x1


Was ist mit mir los?

Da Du im Faden recht direkt und hartnäckig frägst: Es kommt aus der Kindheit.

da ja auch meine Mutter schlecht Nähe aushält.

Das ist eine eindeutige Aussage die klare Hinweise gibt auf Defizite im Umgang Deiner Mutter mit Dir.

Hier kann man z.B. die Bedeutung von Nähe der Mutter zum Kind nachlesen und was wichtig ist damit sich Kinder optimal entwickeln.

[[https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/0-12-monate/bindung/]]

Hier allgemein, die Suche:

[[https://www.google.de/search?biw=1015&bih=773&q=N%C3%A4he+mutter+kind&oq=N%C3%A4he+mutter+kind&gs_l=psy-ab.12...0.0.0.11375.0.0.0.0.0.0.0.0..0.0....0...1..64.psy-ab..0.0.0....0.G3lYkcX_dTY]]

Wenn es das nicht ist dann haben Dich andere Erlebnisse der Kindheit geprägt. Darauf baut dann das Weitere auf.

Ich finde es übrigens ganz ok wenn man hartnäckig am Thema dran bleibt. Wenn Du Deine Frage wirklich beantwortet haben willst ist das notwendig.

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