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Wollte nie Kinder, jetzt plötzlich Kinderwunsch?

cclaxiret


Die Vorstellung, dass mein Freund das Produkt unserer Liebe – ein Baby – in seinen Armen hält, lässt mich schier dahinschmelzen.

Aber wie du sagst: Die Realität sieht aber sehr viel anders aus.

Nein, die Realität hat einfach noch ein paar Facetten mehr. Natürlich gibt es diese Momente in denen man das Baby anschaut und hin und weg vor Glück ist! Jeden Tag sogar. Nur gibt es halt auch mal Momente, in denen man einfach nur genervt ist. Das pure immerwährende Glück gibts halt nicht im Leben. ;-)

cXriec4harlie


Er liebt mich und steht zu mir, das weiß und spüre ich, es gäbe also absolut keinen Grund, dies noch durch ein Kind zu manifestieren. Es ist eben einfach ein Gefühl. ":/

Das ist ja der Grund für ein Kind :)

Mit dem geliebten Menschen zusammen ein Kind schaffen, welches Teile von einem selbst mit dem Partner verbindet. Den anderen so toll finden, dass man ihn im gemeinsamen Kind für sich auch über dessen Tod hinaus weiterleben läßt.

c^riecoharxlie


....

weil irgendwann ist derjenige weg/tot - und dann?

So bleibt was von ihm.

cGriec+haXrlixe


Das ist der Punkt. Es geht mir (momentan noch) nicht um das Kind an sich. Sondern nur darum, mit diesem einen Mann ein Kind zu zeugen. Und das ist eine ganz ganz schlechte Voraussetzung, um sich für ein Kind zu entscheiden.

Wie gesagt.

war bei mir genauso. Bei allen Kindern vom selben Mann ;-) Ich wollte unbedingt von IHM Kinder, von ihm und mit ihm. Nicht Kinder an sich. Und das ist nach wie vor richtig toll, ich bin stolz, dass meine Kinder von ihm sind.

CboteS-auvaxge


Eines ist dann aber klar: Ums Heiraten kommt er nicht drumherum. ;-)

Das könnte ein weiteres Problem sein ;-)

Verstehe ich auch nicht. Klar haben wir es jetzt gerade superfein. Wir müssen uns nicht um Verhütung kümmern.

Aber da zum Zeitpunkt der Unterbindung die Ehe meines Freundes angeblich (!) schon nicht mehr so rosig lief, grenzt das ja nehzu an Dumheit, die ich meinem Freund niemals unterstellen wollen würde. ;-) :_D

Ich kann das sehr gut verstehen. Und dass seine Ehe nicht mehr so rosig lief, heißt ja nicht, dass sie keinen Sex mehr gehabt haben. Nur dass es eine schreckliche Vorstellung für ihn gewesen sein könnte, dann auch noch ein Kind zu zeugen. Aber wenn du es nicht verstehen kannst und seine Entscheidung sogar fast noch dumm findest: Hast du ihn da nie gefragt? Wenn mein Freund was macht/ gemacht hat, was ich absolut nicht verstehen kann, dann interessiert mich das und ich frage ihn danach.

D.h., er ist nicht völlig dagegen. Das ist eine wichtige Voraussetzung.

Dass er "nicht völlig dagegen" ist, reicht meiner Meinung nach noch lange nicht aus.

Gefühle sind i. d. R. schlauer, als der Verstand.

Also das würde ich nun nicht unterschreiben ;-) Zumal Gefühle oft zu Momenten und Phasen gehören. Dann sollte man zumindest bei etwas, was unverrückbare Konsequenzen hat, nicht einfach so einem Gefühl folgen.

SGp)ring#Greexn


Es gibt einen Unterschied zwischen Impuls und Intuition. Ich meine die Intuition. Sie ist schlauer, als der Verstand.

Nicht der Impuls, irgendwem aus Wut irgendwas an den Kopf zu werfen.

CsoteS auvxage


Es gibt einen Unterschied zwischen Impuls und Intuition. Ich meine die Intuition. Sie ist schlauer, als der Verstand.

Du hast selber von "Impuls" geschrieben. Und es braucht zumindest eine gewisse Zeit, um einen Impuls von einer Intuition zu unterscheiden.

Mqööp xMööp


Puh, sichere Verhütungsmittel waren sicherlich eine tolle Erfindung, aber sie bringen Probleme, die man sich vorher vermutlich gar nicht vorstellen konnte. So eine bewußte Entscheidung für oder gegen Kinder, bei denen man sich dann nachher vor sich selbst und schlimmstenfalls sogar vor anderen dafür rechtfertigen muß, inkl. "du wolltest das so, also jammer jetzt nicht" ist echt schwer.

Zu den ganzen Horrorszenarien, was ein Kind bedeutet: Es ist ein großer Unterschied, ob man so eine Familie und ihre Probleme von außen betrachtet oder ob man drinsteckt. Ich habe 3 Kinder von 4 bis 9, habe also eine Menge Baby und Kleinkind schon hinter mir und Pubertät noch vor mir. Wenn man mich vor 10 Jahren einen Tag ins Jetzt verpflanzt hätte, wäre ich wohl durchgedreht. Man gewöhnt sich an die Verantwortung und die Sorgen. Irgendwo ist es ähnlich wie ein neuer Job, bei dem sich einem am Anfang ja auch der Kopf drehen kann, so viele Themen und neue Leute und man weiß gar nicht, wovon die alle reden. Und mit der Zeit findet man sich ein. Ein Leben mit Kindern ist anders als eins ohne, das ist klar. Aber auch ohne kommen Änderungen und man weiß nicht, ob es besser oder schlechter wird.

Ich sehe ein, daß es schwer ist, wenn man sich gar nicht sicher ist, ob man Kinder will oder nicht - für mich stellte sich eher die Frage wann, nicht ob, und dafür bin ich sehr dankbar.

dManaAe8x7


Also ich finde das klingt alles extrem schwarz, was ihr da schreibt, Milkey. Ehrlich. Und ich hab Kinder und eines davon war von Anfang ziemlich schwierig. Aber man kann und darf da auch mal ein paar nette Dinge zu schreiben, denn die gibt es auch. Lächeln, glucksendes Lachen, der dumme Gesichtausdruck wenn sie sich selbst in die Hand beißen und realisieren das dieses komische Ding zu ihnen gehört ... Ja, Brustwarzen können wund werden, aber die heilen auch recht schnell wieder ab oder man still halt nicht. Babys schlafen meist nicht sofort durch, aber nicht jedes Kind lässt sich stundenlang rumtragen. Die meisten haben irgendwann mal eine schwere Phase, aber auch wenn es sich ewig anfühlt, es sind oft nur ein paar Wochen und soweiter.

Also ich hab nun zwei Mädels und will kein drittes Kind, aber wenn nun noch eines käme wüsste ich das ich die Babyzeit viel entspannter mitmachen könnte, einfach weil ich weiß wie kurz die Phasen in aller Regel sind bevor Baby sowieso alles umschmeißt. Trotz ist auch eine Sache von Übung, ich hab inzwischen ein Buch dabei, wenn Kind meint rumbocken zu müssen, dann les ich halt ne runde. Ist ja nicht meine Spielzeit die da drauf geht.

Und Pubertät ist ja auch kein grauenhaftes unsteuerbares Schicksal.

Also, ich negiere nicht das es all diese doofen Dinge gibt und das sie akut einem den letzten Nerv rauben können, aber das ist halt einfach nicht alles was es gibt. Da ist ja mehr, viel mehr und das kommt bei euch gar nicht vor.

Aber dass das Kind halt dann auch älter wird und man die Verantwortung nie abgibt und sich immer Sorgen um das Wohlergehen des Sprösslings macht, muss man eben auch bedenken.

Puh, man macht sich doch immer Sorgen um Menschen die man liebt oder? Die Verantwortung kann man schon irgendwann mal abgeben, die sind dann ja auch erwachsen, aber Sorgen gehören zum Lieben dazu, aber deshalb nun mit dem Lieben aufhören wäre es mir auch nicht wert. ;-)

dqesapaSreecida


Ja, puh, was ne Schwarzmalerei! :|N Wenn man den Faden von vorn bis hinten durchliest, kann man förmlich miterleben, wie losgetreten der Kinderwunsch ausgeredet wird. Verstehe ich nicht. Und dann vor allem das "Problem" mit dem Alter. "Kinder sind anstrengend und schlimm, und mit 35 oder 40 schaffst Du das nicht mehr", so klingt das aus fast jedem Post.

Und dabei ist das doch eigentlich ne Typfrage. Ich zB hätte mit 25 keine Kinder haben können. Ich wollte immer studieren, promovieren, einige Jahre arbeiten, eine schöne Grundlage haben und dann erst Kinder bekommen. Habe ich übrigens auch so gemacht. Ein Kind in jüngeren Jahren hätte mir das alles zerschossen. Außerdem war ich in den Zwanzigern total ungeduldig und ich habe damals überhaupt noch nicht in mir geruht, und ich wollte auch lieber mit Freundinnen ausgehen und überhaupt nicht gern Windeln wechseln und immer nur zu Hause sein. Das ist jetzt anders. Ich bin ruhig und ziemlich ausgeglichen, stolz auf das, was ich bislang erreicht hab, ich habe jetzt richtig Lust darauf, mich um das Kind zu kümmern, ihm die Welt zu erklären, die Abende mit ihm zu Hause zu verbringen, bei meinem Mann zu sein...Es fühlt sich alles ganz genau richtig an. Und weshalb ich mit Mitte 40 nicht mehr dazu in der Lage sein sollte, mich um ein Kind zu kümmern, gleich ob Grundschulkind oder Teenie, das erschließt sich mir auch nicht. Richtige Gründe dafür habe ich in diesem Faden auch noch nicht gefunden.

Mir geht es ansonsten im Übrigen wie der TE und auch wie crie charlie. Ich wollte auch erst unbedingt mit diesem einen Mann ein Kind, vorher eher nicht so, wenn dann eher ganz abstrakt und vage "irgendwann einmal". Und ich finde es so auch viel schöner. Nicht auf Biegen und Brechen ein Kind haben zu wollen, gleich mit wem, sondern wirklich aus tief empfundener Liebe zu einem besonderen Menschen heraus.

Liebe TE, ich würde an Deiner Stelle auch auf mein Gefühl hören. Ich habe nichts gegen Verstandesentscheidungen, ich bin eigentlich auch sehr verstandesgesteuert, aber ein Kinderwunsch, das ist ein Lebensthema, irgendwann ist es unwiderruflich vorbei damit, da würde ich immer eher auf mein Gefühl hören. Ich wollte gern ein Kind mit meinem Mann, und ich habe nicht darüber nachgedacht, was wäre wenn und was wird wann sein, wie wird es in der Grundschule, wie wird es in der Pubertät, wie wird es später, wenn es ein freiwilliges soziales Jahr in Papua Neuguinea machen will...was bringen Dir solche Gedanken, Du weißt eh nicht, was kommt.

Willst Du ein Kind mit Deinem Mann oder nicht? Die Frage würde ich mir an Deiner Stelle still und leise allein beantworten. Sollte die Antwort irgendwann "ja" lauten, würde ich es gegenüber Deinem Mann ansprechen. "Peinlich" finde ich es überhaupt nicht. Im Gegenteil, mein Mann ist bis heute stolz, weil ich ihm damals gesagt habe, dass erst er in mir einen Kinderwunsch geweckt hat. Das ist doch ehrlich ein wahnsinnig schönes Kompliment!

Lass Dich nicht verunsichern und tu, was Du wirklich willst, was Du wirklich fühlst. Viel Glück! :)*

S&omme@rkinEd4x4


Lass Dich nicht verunsichern und tu, was Du wirklich willst, was Du wirklich fühlst. Viel Glück!

Das ist ja generell ein guter Tipp, ich weiß aber nicht, wie viele von losgetreten's Fäden du bereits gelesen hast. Sie kommt gerade seit 1 Jahr aus einer sehr schwierigen Beziehung, ein jahrelanges dramatisches on-off-on-off, hat das gerade eben verarbeitet, dann hat sie ihren jetzigen Partner kennengelernt, warmer Wechsel sowohl von ihr als auch von ihrem jetzigen Partner, der bis Frühjahr diesen Jahres noch verheiratet war. Er hat ein Kind aus dieser Ehe, das sich noch mit der neuen Konstellation schwer tut. Die Ex macht immer mal wieder Ärger, versucht die neue Partnerschaft zu stören.

Jetzt wohnt sie seit 3 Monaten mit ihm zusammen und sie kommen gerade alle langsam zur Ruhe. Jetzt da das nächste Fass aufzumachen, ein Kind in die noch fragile neue Konstellation zu bekommen, eine Vasektomie rückgängig zu machen, scheint mir alles etwas chaotisch und übereilt. Zumal sie sich bisher sicher war, keine Kinder zu wollen. Es könnte sich also auch um eine Verliebtheitsträumerei handeln, die nach 2 Jahren wieder weg ist und dann hat sie ein Kind mit einem Mann der selbst noch halb in der Erstfamilie steckt, von der Verantwortung und dem finanziellen her.

Ich hätte jetzt nach allem, was ich bislang von losgetreten gelesen habe gesagt: Erstmal die Zweisamkeit genießen, froh sein das das Chaos zuende ist, Verliebtheitsphase abwarten (ab Zusammenleben noch min. 2 Jahre), und dann nochmal in Ruhe und ohne "Hormone" drüber reden. Wenn der Kinderwunsch von beiden! (Mitt-40er geschiedene Männer sagen im Verliebtheitsrausch auch viel, bezüglich Kinderwunsch, aber wenn es dann später darum geh, noch mal 20 Jahre die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen, ist das schnell passé) dann noch groß genug ist, die Vasektomie rückgängig zu machen, ist es mit 37 auch nicht schwieriger als mit 35, schwanger zu werden.

Stchokola;de|nsüchmtige


Ich sehe den Kiwu in der aktuellen Lage ja auch kritisch. ABER es muß doch möglich sein, daß als Paar mal zu besprechen. Zu sagen, daß der Wunsch auf einmal da ist. Was er davon hält. Ob er es ernst meint, mit dem Versuch, die Vasektomie rückgängig zu machen. Und wenn nicht, dann ist das Thema eh abgehakt.

Aber REDEN sollte doch drin sein, oder? Und dann kann man immer noch darüber nachdenken, daß er den Versuch unternimmt, es rückgängig zu machen, aber dann trotzdem noch wartet. Und vielleicht erübrigt sich das dann, wenn der Versuch nicht erfolgreich ist.

Aber all das ist so hätte wäre könnte. Erst mal müßte man reden.

M;ilky_&e7x7


Ich würde jetzt noch nicht mit ihm darüber reden.

Es ist ja erstmal nur ein vager Gedanke.

Jetzt schon darüber reden bringt nur Unruhe.

Ich würde mal 3 bis 4 Monate abwarten, ob der Gedanke bleibt.

DANN erst reden.

Die Beziehung ist noch so frisch und ihr wohnt ja erst seit kurzem zusammen.

Einfach das mal genießen.....

M[ireyxa


Aber da zum Zeitpunkt der Unterbindung die Ehe meines Freundes angeblich (!) schon nicht mehr so rosig lief, grenzt das ja nehzu an Dumheit, die ich meinem Freund niemals unterstellen wollen würde.

Nein, das spricht eher dafür, dass er sich damals bewusst gegen weitere Kinder entschieden hat - unabhängig ob mit der aktuellen Frau oder einer anderen.

P6urp4lOelikxe


Ich finde gut, dass du den Unterschied für dich erkennen konntest:

Kinderwunsch für sich ist nicht vorhanden, aber eine tiefere Bindung zu einem Mann eingehen schon.

So ging es mir auch und es hat mich völlig irritiert, dass ein Eifersuchtsgefühl aufkam, als die ersten Freundinnen um mich herum schwanger wurden.

Inzwischen weiß ich: Es war einfach der Fortpflanzungstrieb. Die Hormone. ;-D Denn Kinder will immer noch nicht und ich bin dafür auch nicht gemacht. Ich will nicht mehrere Stunden am Tag für ein Wesen Zeit aufopfern und das muss ich auch nicht.

Inzwischen habe ich auch den Punkt erreicht, an dem ich einfach dazu stehen kann, keine Kinder zu mögen und es geht mir wesentlich leichter damit.

Wenn ich mir meine beste Freundin anschaue, die war schon immer auf dem Trip: "Ich werd wie eine Prinzessin heiraten und viele Kinder haben!" So war ich nie und ich konnte mich nie damit identifizieren, meine Freundin schon.

Sie kann sich auch wunderbar erfüllt fühlen, wenn sie die Windel ihrer Tochter wechseln darf und sonst in Ihrer Mutterrolle aufgeht.

Ich schreibe das mit Absicht so, um zu verdeutlichen: Frauen, die grundsätzlich schon immer Kinder wollten, die gehen damit auch viel einfacher um und empfinden es auch nicht als Horrorshow. Sie empfinden es die meiste Zeit als den Frieden auf Erden.

Ich, die mir das nie vorstellen konnte empfände es als Horrorshow. Ich hätte echt Schwierigkeiten dabei "Frieden" zu empfinden.

Ich glaub, ein Gespräch mit deinem Partner und etwas Zeit um deine Gedanken zu sortieren werden dich auf jeden Fall weiterbringen, in der Frage.

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