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Totale Enttäuschung, berechtigt oder nicht?

Miehno


Jetzt wird unsere ganze Beziehung, falsch unsere Beziehungen in Frage gestellt. Puuh, das muss ich erstmal verdauen.

naja, wir bilden uns unsere Meinungen über die Beispiele und Einblicke, die Du uns gewährst. Dabei können wir in der Betrachtung richtig liegen. Es kann aber auch sein, dass wir einiges anders interpretieren und damit falsch liegen bzw. wir geben Dir Ratschläge, wie wir (ve3rmutlich) in der Situation handeln würden. Das heißt nicht, dass das unbedingt der beste Weg ist. Aber deshalb diskutieren wir hier ja. Und jeder bringt andere Ansätze mit.

Es ist gut, dass Ihr darüber gesprochen habt. Sein Sicht der Situation überrascht mich. Es klingt so, als wäre er enttäuscht, dass plötzlich Ideen aus Deiner Ecke kamen und er sich nicht einbringen kann bzw. darf, weil Du es ganz alleine durchziehen willst. Früher gab es für ihn wohl nur "gemeinsam sein Projekt". Jetzt kommt "alleine Dein Projekt" und er fühlt sich aussen vor.

R6aupen;pilz


Ich meine, gewisse narzisstische Züge bei Ihm zu erkennen und empfehle Dir das Buch von Anselm Grün: Menschen führen-Leben wecken.

a`nfanngmitf\rexude


Die Firma wirft aktuell keine weiteren Gewinne aus. Die Gewinne, die wir erwirtschaften, werden gerade in den neuen Online-Shop und Maschinen gesteckt. An der Firma verdient er nichts, das ist u. a. ein Grund, warum er einen anderweitigen Job angenommen hat. Andernfalls hätte er mich nicht einstellen können und nach meinem Unfall war ich arbeitslos, weil ich den alten Job nicht mehr hätte machen können, wurde ich direkt gekündigt. Und im damaligen Zustand wäre ich im regulären Arbeitsmarkt gescheitert.

Wenn ich in anderen Beiträge aktiv oder inaktiv verfolge denke ich mir immer, das ist doch alles so sonnenklar. Warum

verschließt der/die TE so die Augen vor den Fakten. Jetzt bin ich die TE und mache es genauso. Verteidige meinen Partner, will vieles nicht wahrhaben. Ist das Angst vor Veränderung? Angst davor, was die Zukunft bringt, wenn die Gegenwart einigermaßen erträglich ist? Ursprünglich ging es nur um seine übergriffige Art, meiner Firmenidee betreffend. Jetzt wird unsere ganze Beziehung, falsch unsere Beziehungen in Frage gestellt. Puuh, das muss ich erstmal verdauen.

ich denke mal, deine erlebnisse zeigen ganz gut den grund für den spruch "never fuck the company". du hattest einen unfall, arbeitslos und wurdest eingestellt. dein "boss" hat da mal beide augen zugedrückt und jm. eingestellt, der eigtl. vermindert arbeitsfähig war - und erwartet nun von demjenigen selbstverständlich eine gewisse loyalität und dankbarkeit.

auf beziehungsebene hast du eben ihm geholfen - dich um den haushalt gekümmert und so weiter, obwohl du unfallbedingt nur vermindert leistungsfähig warst. ergo erwartest du nun - wo es dir besser geht - eben von ihm auch unterstützung bzw. loyalität und dankbarkeit.

die vermischung von beruf und privat verkompliziert das ganze noch umso mehr, denn es geht euch beiden ja nicht nur um loyalität und dankbarkeit, sondern eben auch um unternehmerische selbstverwirklichung und sicher irgendwo auch ums ego. :=o ;-D

ich würd jetzt in deinem fall aber auch nicht die pferde verrückt machen. zieh das mit deiner firmenidee durch, tu es für dich. zugleich lässt du ihn seinen anteil an den lebenshaltungskosten übernehmen und forderst auch ein stück weit selbstständigkeit in sachen haushalt ein. auch ein unternehmer muss seine wäsche waschen und sich mal was zu essen machen - oder eben so gut an seinen geschäftsideen verdienen, dass er sich eine haushälterin leisten kann. ;-D

dann seid ihr eben ein unternehmerpäärchen, jeder hat seine eigenen sachen am laufen und hier und da quatscht man mal, gibt sich mal tipps oder ratschläge ist aber ansonsten unabhängig voneinander und kann sich dann eben erstmal wieder aufs wesentliche konzentrieren: die gefühle füreinander und die gemeinsame beziehung. denn die leidet oft unter solchen schrägen arbeitsverhältnissen.

Ctomraxn


Jetzt wird unsere ganze Beziehung, falsch unsere Beziehungen in Frage gestellt. Puuh, das muss ich erstmal verdauen.

Das ist aber ein typisches Med1-Phänomen, sobald ein Beziehungsproblem hier geschildert wird ;-) . Entscheiden musst du schlussendlich, und ich würde nicht ausschließlich auf Menschen hören, die nach paar Zeilen Text zur Trennung raten. Denk drüber nach, was geschrieben wurde, und dann entscheidest du, was berechtigt ist und was nicht. Nimm's als Gedankenanstoß.

SoommBerkind4x4


Das ist aber ein typisches Med1-Phänomen, sobald ein Beziehungsproblem hier geschildert wird ;-) . Entscheiden musst du schlussendlich, und ich würde nicht ausschließlich auf Menschen hören, die nach paar Zeilen Text zur Trennung raten. Denk drüber nach, was geschrieben wurde, und dann entscheidest du, was berechtigt ist und was nicht. Nimm's als Gedankenanstoß.

Was halt auch daran liegt, dass man als Außenstehender die dahinterstehenden Gefühle nicht nachvollziehen kann nur die "rationalen Fakten" aufgezählt bekommt. Und die klingen eben oft bei solchen Fäden oft sehr negativ, immerhin beginnen die meisten Leute die Fäden ja, weil sie unzufrieden oder unglücklich sind.

Die schönen Momente, die in denen man die Liebe zum Partner trotz allem noch spürt, die sehen wir hier nicht. Das muss die TE selbst wissen, ob es diese Momente gibt und ob sie ausreichen, um die negativen Seiten ihrer Beziehung zu überdecken.

CToteS auvagxe


Also ich finde, wenn die TE ihre Partnerschaft als "nur noch eine Geschäftsbeziehung" sieht, sagt das, also sie höchstselbst, doch schon das Wesentliche. Das muss einem ja selber auch auffallen, wenn man sowas über etwas schreiben "muss", das eigentlich eine Liebesbeziehung sein sollte.

Alias 744840


Ich habe mir gerade "meinen" Verlauf in der Diskussion durchgelesen und muss schon sagen, dass das harter Tobak ist, was ich da über meine Gedanken und den Verlauf derselben lese. Nicht nur, dass ich mir immer ernsthafter Gedanken über eine Trennung mache, nein, ich stelle auch mich selbst und mein Verhalten in den letzten Jahren stark in Frage. Warum habe ich das mit mir machen lassen? Mir war immer ein selbstständiges unabhängiges Leben wichtig. Und da lasse ich mich einlullen von einem Mann, nur weil er ständig meinen Rat einfordert?

Jetzt ist mein Partner ja erstmal im Ausland unterwegs und ich habe übers Wochenende Zeit, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Gespräche mit Freunden brachten im Übrigen sehr ähnliche Ergebnisse wie Eure Beiträge und die sind ja deutlich näher dran an "uns".

Ich möchte Euch jedenfalls für jeden einzelnen Beitrag danken. Das hilft mir so enorm, meine Gedanken zu sortieren.

Ich bin für jeden weiteren Gedanken mehr als froh!

CTomrarn


Ich bin für jeden weiteren Gedanken mehr als froh!

Ich glaube, mehr Gedanken werden nicht kommen, da du jetzt erst einmal mit dem Sortieren beschäftigt bist.

Die Fehler der Vergangenheit kannst du nicht ändern. Die der Zukunft schon. Ganz nüchtern betrachtet betreibt dein Partner Liebhaberei, indem er sich von einem Projekt zum nächsten schwingt, bis ihm langweilig wird. Ein Geschäft funktioniert so nicht. Und ja, du bist für ihn superpraktisch. Für ein kleines Gehalt lässt du sein Baby weiter am Leben und der Garten ist auch gemacht - dass du dich jetzt erst fragst, wozu, spricht Bände in Richtung emotionaler Abhängigkeit und einem großen Dominanzgefälle.

Ich nehme ihm sogar ab, dass er seine Ideen leidenschaftlich auslebt und du ihn perfekt ergänzt. Aber jetzt haben dich die eigenen Ansprüche gezwickt und das wird dich nie wieder loslassen. Du bist aus dem Traum erwacht, und einen Schritt zurück und alles vergessen geht nicht.

Um ehrlich zu sein: ich halte Zuverlässigkeit und gegenseitiges Ergänzen für wichtige Eigenschaften in guten Partnerschaften. Ebenso wie Gefühle füreinander. Gefühle können wir nicht beurteilen, sie sind immer subjektiv und du musst selbst herausfinden, was da an emotionaler Basis noch ist. Euer stark funktionales und geschäftsorientiertes Verhalten kann euch Gefühle abtrainiert und verdrängt haben, die sich aber reaktivieren lassen, wenn beide des Verlustes gewahr werden und daran arbeiten möchten. Wenn für ihn aber alles in Ordnung ist, ist es vermutlich vergebene Mühe. Vielleicht lässt er sich aber auch darauf ein, den Weg zu den Gefühlen mit dir zurück zu suchen.

Ändern muss sich in jedem Fall etwas. Keine Spinnerei mehr zu beiden Lasten. Wenn er neue Ideen hat, soll er sie auf eigenes Risiko probieren. Und genauso musst du auch eine Verantwortung für dich übernehmen - nicht nur für euch.

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du den Aufwach-Schock erst einmal verdaust und dich dann in Ruhe sortierst. Idealerweise auch dann mit ihm zusammen. Ihr hattet beide schon Phasen, wo ihr euch bedingungslos unterstützt habt. Das ist nichts Schlechtes. Was ihr aber braucht, ist nun Basis und Perspektive. Wenn die Erkenntnis am Schluss doch lautet, dass ihr nicht mehr kompatibel seid, dann ist eine frühe Erkenntnis immer noch besser als eine späte.

Alles Gute, und ich werde den weiteren Verlauf im Faden hier gerne begleiten. @:)

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