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Beziehung loslassen...wie gehts am besten?

Z$imt[brexi hat die Diskussion gestartet


Einen schönen Freitag euch allen,

Wie man in meinem anderen Faden unschwer erkennen kann...hat mein Lebensgefährte sich überraschend letzten Mittwoch von mir getrennt...Wir waren vorher bis Freitag noch im Urlaub und da war alles super (inklusive Kuss auf dem Eiffelturm %-| ) Am Sonntag gab es eine kleine Diskussion...die mir aber weiter keine Sorgen machte. Habs ihm halt Montag nochmals erklärt, wie ich mich gefühlt habe. Und auch gesagt das wenn er sein Singleleben wieder haben möchte, ich ihm nicht im Wege stehen würde. Er wurde gleich aufbrausend und meinte,dann solle ich mich halt trennen...Dazu muss ich sagen,dass er nicht aus sich rauskommt...macht viel/fast alles mit sich aus und sagt auch nicht wie er sich fühlt. Ich hab mich dür mein Verhalten entschuldigt und er nahm diese Entschuldigung auch an. Am Abend war dann alles wie gewohnt. Hab ihn Essen gemacht und wir haben gekuschelt. Dienstag das gleiche. Mittwoch schrieb ich ihm wie jeden Morgen "guten Morgen" er schrieb nur sehr einsilbig...ich fragte was los sei...dann kam das er mich liebt,mich nicht verlieren möchte...aber er keinen Sinn aktuell sieht...hab ihm dann geschrieben...das wir das schaffen,wenn wir uns lieben und wir ne gute Chance haben,wenn wir uns nicht verlieren wollen.

Gut..abends hat er seine Meinung dann komplett geändert, nachts aber noch gekuschelt und mir die Stirn geküsst. Er zog Freitag dann aus. Über das finanzielle möcht ich jetzt nicht reden...da gibts einen gesonderten Faden.

Mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Und ich kann halt null damit umgehen. Er gab mir als Grund das ich mich für die Beziehung aufgeopfert hab,er im Gegensatz dazu aber nicht bereit ist, dies im gleichen Maße für mich zu tun. Mir passt sein Verhalten,aber nicht zu seinen Aussagen. Melden werd ich mich aktuell nicht. Denke immer noch das es eine Kurzschlussreaktion war...da hatten wir letztes Jahr auch schon so eine Geschichte. :�(

Antworten
DFie3DosPismaychtdasGixft


Wie man in meinem anderen Faden unschwer erkennen kann...hat mein Lebensgefährte sich überraschend letzten Mittwoch von mir getrennt...Wir waren vorher bis Freitag noch im Urlaub und da war alles super (inklusive Kuss auf dem Eiffelturm %-| ) Am Sonntag gab es eine kleine Diskussion...die mir aber weiter keine Sorgen machte. Habs ihm halt Montag nochmals erklärt, wie ich mich gefühlt habe. Und auch gesagt das wenn er sein Singleleben wieder haben möchte, ich ihm nicht im Wege stehen würde. Er wurde gleich aufbrausend und meinte,dann solle ich mich halt trennen...Dazu muss ich sagen,dass er nicht aus sich rauskommt...macht viel/fast alles mit sich aus und sagt auch nicht wie er sich fühlt. Ich hab mich dür mein Verhalten entschuldigt und er nahm diese Entschuldigung auch an. Am Abend war dann alles wie gewohnt. Hab ihn Essen gemacht und wir haben gekuschelt. Dienstag das gleiche. Mittwoch schrieb ich ihm wie jeden Morgen "guten Morgen" er schrieb nur sehr einsilbig...ich fragte was los sei...dann kam das er mich liebt,mich nicht verlieren möchte...aber er keinen Sinn aktuell sieht...hab ihm dann geschrieben...das wir das schaffen,wenn wir uns lieben und wir ne gute Chance haben,wenn wir uns nicht verlieren wollen.

Da Du in Deinem anderen Thread die 2 Jahre Beziehungszeit erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass um den selben Freund/Partner geht, den Du bereits in einem Thread von 2015 erwähnt hast. Ich weiß, es wird oft erwartet das Hier und Heute zu sehen. Dennoch bleibe ich dabei, auch aus eigenen Erfahrungen heraus, dass es eine urplötzliche Trennung nicht gibt.

Da hat es im Vorfeld so gut wie immer eine Dynamik und auch vor sich hin plätschernde Problemchen oder Probleme gegeben, die entweder dauerhaft da waren und ausgeblendet oder weg negiert wurden, oder mehr oder weniger phasenweise mal intensiver oder gar nicht aufgetreten sind.

So erkenne ich auch in der Dynamik eurer Anfänge, dass von Dir ein größeres Beziehungsinteresse von Beginn an da war. Dein Freund schon vor 2 Jahre mit einigen Dingen seine Probleme hatte.

Du scheinst ein sehr sensibler und nähedürftiger Mensch zu sein. Daran ist rein gar nichts falsch, so lange es den Beziehungspartner nicht belastet und er darunter in welcher Form auch immer leidet.

Du bist sehr auf ihn zugegangen, hast seine Lebensprobleme zu Deinen gemacht, und das nicht nur in Bezug auf seine Unfähigkeit strukturiert mit Geld umzugehen. Du bist wann immer sein Schuh gedrückt hat, eingesprungen und warst bis zuletzt bereit mehr Zugeständnisse zu machen als Dein Ex-Freund.

Gut..abends hat er seine Meinung dann komplett geändert, nachts aber noch gekuschelt und mir die Stirn geküsst. Er zog Freitag dann aus. Über das finanzielle möcht ich jetzt nicht reden...da gibts einen gesonderten Faden.

Die wenigsten Menschen entlieben sich komplett über Nacht. Sowas hat meist eine Vorlaufzeit, und man selbst kämpft mit Hoffnungen und Zweifeln, dass sich das Ruder noch rum reißen lässt. Auch die körperliche Anziehung erlischt nicht schlagartig, so lange man noch als Paar zusammen wohnt.

Mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Und ich kann halt null damit umgehen. Er gab mir als Grund das ich mich für die Beziehung aufgeopfert hab,er im Gegensatz dazu aber nicht bereit ist, dies im gleichen Maße für mich zu tun. Mir passt sein Verhalten,aber nicht zu seinen Aussagen. Melden werd ich mich aktuell nicht. Denke immer noch das es eine Kurzschlussreaktion war...da hatten wir letztes Jahr auch schon so eine Geschichte. :�(

Ich kann Dir nur für Dich selbst raten seine Begründung inhaltlich ernst zu nehmen. Er benennt etwas das ihn schon seit langer Zeit, wenn nicht sogar seit euren Anfängen bedrückt hat. Wenn Geben und Nehmen in einer Beziehung nicht ausgewogen sind. Einer der Partner immer mehr investiert hat als sein Gegenüber. Sei es bei den Emotionen oder im Engagement in Bezug auf die Beziehungsstabilität, (da ist eindeutig erlesbar in der Aufzählung in dem Trennungsthread), vieles hin genommen und über lange Zeit akzeptiert wird, geht das zu Lasten von Gefühl und Respekt, bzw. der gemeinsamen Augenhöhe.

Liebe macht bekanntlich blind. Und das meine ich überhaupt nicht böse oder sarkastisch. Es kann sogar zu einem gewissen Anteil sehr gut sein, den Partner für sich selbst zu idealisieren, "Mängel" vor dem inneren Auge wegzumogeln, damit die Liebe stabil bleibt. Wer will schon ständig den Ärger darüber sehen und spüren, was der Mann an der Seite falsch lebt und macht in der eigenen Sichtweise.

Aber das Ganze funktioniert auf beiden Seiten nur bis zu einem gewissen Grad, und dann kippt die Situation emotional. Mir erscheint es so, als ob Dein Freund mit sich selbst ein Problem hat, dass Du immer ein gesprungen bist, wenn etwas ungelöst im Alltag vor sich hatte. Statt ihm mentales und egomäßiges Wachstum zu ermöglichen, wolltest Du immer hilfsbereit sein und dafür sorgen, dass es ihm gut geht.

Die Absicht dahinter mag sicherlich gut gewesen sein, nur hat es ihm aus seinem Lebensweg bist heute nicht geholfen. Wer erwachsen werden will, muss fallen dürfen. Auch mal so richtig steil auf die Nase, mit allen Problemen die dazu gehören. So lange immer jemand hinter einem steht, der es schon irgendwie richtig und in Ordnung bringt, wird dieses für sich selbst einstehen nichts. Und darunter kann man selbst richtig anfangen zu leiden, auch, wenn das für Dich jetzt noch unverständlicher erscheinen mag, als die Trennung selbst.

Menschen brauchen Belastungspotential, dieses hat Dein Freund durchaus gehabt, aber eben nicht die Energie es auszuhalten und sich dort selbst raus zu boxen. Er sagt Dir auch mit seinen Worten, dass diese Beziehung für ihn in dieser eurer Dynamik und Struktur nicht mehr lebbar ist. Und das kann durchaus völlig unabhängig in Bezug auf seine Gefühle zu Dir als Feststellung Bestand haben.

Was Du für Dich in dieser Situation tun kannst. Selbstkritisch in die Reflektion gehen. Aufarbeiten neben der Trauer was zwischen euch nicht gut gelaufen ist, und zwar beidseitig. Machen und mit sich machen lassen, keine Grenzen setzen und aus Liebe zu viel ungute Kompromisse eingehen, kann eine Liebe zerstören.

Eurer Beziehung hat das gemeinsame Wachstun gefehlt, Dein Freund ist weder selbst- noch eigenständiger geworden, weil Du immer wieder seine Probleme für ihn gelöst hast oder es zumindest mit Engagement versucht hast. Sicher auch aus Verlustangst und der Angst allein zu sein, wenn er geht.

Aus dieser Spirale solltest Du versuchen raus zu kommen. Lass ihn los und respektiere, dass er jetzt seinen eigenen Weg zum getragenen Ich finden muss. Es war zwischen euch viel Abhängigkeit als Partner, nicht bewusst gelebt vielleicht aber dennoch existent.

Versuche eine Liebe nicht mit Ängsten zu leben, sondern dem Potential in ihr weiter zu wachsen und sie als Bonus für Dein Leben zu sehen, wenn sie gut verläuft und Du in ihr glücklich bist.

So lange Du eine Paarbeziehung brauchst, um erst einmal glücklich werden zu können, weil in Dir selbst ein Anteil ist der zu leer ist um ihn selbst auszufüllen, wirst Du dafür anfällig bleiben zu viel Kompromisse einseitiger einzugehen.

Damit kann nicht jeder Mann gelassen umgehen und wird unzufrieden. Lass ihn los und versuche zu ergründen wovor Du Angst hast, wenn Du nicht in einer Beziehung lebst. Welche Bedürfnisse in Dir selbst so stark und vernachlässigt sind, dass Du sie um jeden Preis durch einen Mann an Deiner Seite ausgeglichen haben willst. Ihr müsst beide für euch von innen heraus wachsen und im Leben bestehen können, unabhängig und stabil für die Gegenwart. Dir alles gute auf Deinem Weg dahin. :)*

s`chnupkf\en0x8


Da Du in Deinem anderen Thread die 2 Jahre Beziehungszeit erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass um den selben Freund/Partner geht, den Du bereits in einem Thread von 2015 erwähnt hast

Nein das ist ein anderer Freund.

In einem Faden von 09/2016 erwähnt sie das sie fast ein Jahr zusammen sind. Der Faden 15 war im April (denk ich) verfasst worden.

@ TE. Alles Gute

tsempare


@ Zimtbrei

Ich habe jetzt auch mal deinen Faden wegen der Auseinandersetzungen hinsichtlich Wohnung etc. gelesen.

Ich glaube, dass solltest du auch täglich tun, weil es dir vor Augen führt, dass eure Beziehung keinen Sinn macht. erst recht nachdem du gesehen hast wie er sich nach der Trennung verhält.

Du hast deinen Freund aus Liebe in ein Leben gezwungen, dass er nicht will.

Er will nicht versichert zur Untermiete bei seiner Freundin wohnen, die seine Fahrkarte bezahlt.

Damit meine ich nicht, dass du einen Fehler gemacht hast, dies alles Aus Liebe für ihn zu tun.

Ich denke, er hatte nicht das Gefühl mit dir auf Augenhöhe zu sein. Du hast dein Leben im Griff und er als Mann hat mit 31 akute Finanznöte.

Um auf deine Eingangsfrage einzugehen. Mach dir klar, dass ihr einfach nicht 100% zusammen gepasst habt.

Lass ihn seinen Weg gehen, der wahrscheinlich bedeutet sein Leben auf dem Niveau zu verbringen, dass er sich leisten kann.

Es kann sein, dass er zurückkommen will, weil er merkt, dass ihm trotz aller negativen Dinge die ihn an deiner Übersorge genervt haben, jetzt einfach kein Geld hat und schauen muss, wo er bleibt.

ZkimtbCrexi


Guten Morgen...

Vielen Dank für die vielen Nachrichten.

Nun...helfen wollt ich ihm am Anfang schon nur im Rahmen dessen, ihn beim Sortieren seiner Unterlagen zu helfen und wenn nötig Begleitung zu den Terminen. Das ging auch die erste Zeit gut. Hab ihm immer ermutigt, weiter zu machen.

Irgendwann kam dann:"Du..ich hab kein Geld mehr, kannst du mir etwas leihen?" Hab ihm auch gesagt das es nicht so ne tolle Idee ist, da dies unsere Beziehung dann sehr belastet. Irgendwann hat er mich dann doch rumbekommen. Das ging auch nicht jeden Monat so. Damit konnte ich umgehen, da ich das Geld im Folgemonat wieder bekam. Es ging mal um ein paar neue Schuhe...oder einen Pullover.

Als das mit dem Urlaub kam, und er nur ein 1/3 dessen mitgenommen hatte, was wir finanziell ausgemacht hatten, war ich wütend! Da er sich doch wieder auf mich verlassen hatte.

Natürlich, wenn ich klar denke...weiß ich das mein Problem darin besteht...nicht allein sein zu können und ich die Gewohnheiten vermisse...

CYoteSaluvaxge


Über das finanzielle möcht ich jetzt nicht reden...da gibts einen gesonderten Faden.

Das kann man nicht trennen, siehst du ja selbst:

Irgendwann kam dann:"Du..ich hab kein Geld mehr, kannst du mir etwas leihen?" Hab ihm auch gesagt das es nicht so ne tolle Idee ist, da dies unsere Beziehung dann sehr belastet. Irgendwann hat er mich dann doch rumbekommen. Das ging auch nicht jeden Monat so. Damit konnte ich umgehen, da ich das Geld im Folgemonat wieder bekam. Es ging mal um ein paar neue Schuhe...oder einen Pullover.

Als das mit dem Urlaub kam, und er nur ein 1/3 dessen mitgenommen hatte, was wir finanziell ausgemacht hatten, war ich wütend! Da er sich doch wieder auf mich verlassen hatte.

Also, schon auf Seite 1 deines neuen Threads geht's bereits wieder ums Geld.

Melden werd ich mich aktuell nicht. Denke immer noch das es eine Kurzschlussreaktion war...da hatten wir letztes Jahr auch schon so eine Geschichte. :�(

Und wie passt das mit deinen finalen Aktionen zusammen (Schlüssel einfordern, ihn aus den Versicherungen rausnehmen usw), die du laut deinem anderen Thread getätigt hast?

Z\i*mtb"rexi


Klar war das Geld ein großes Problem in der Beziehung, was ich nicht gesehen habe. Mir ist/war das nicht wichtig...klar...denke ich das es für ihn auch schwierig war, mich danach zu fragen...was mir im Nachhinein auch bewusst wird... da hätteich verständlichvoller reagieren sollen.

Durch die Zeit alleine,kann ich mich gut selbst reflektieren und merke das ich sehr viele Fehler gemacht habe...die ich gern rückwirkend nicht gemacht hätte.

ZAimTtbrxei


Er hat sich in der Trennungsphase sehr widersprüchlich verhalten und anders konnte ich nicht reagieren um nicht völlig kaputt zu gehen. Dachte auch erst, eine räumliche Trennung hilft über das hinweg. Er hatte das Angebot bis zum 1.11 zu bleiben und alles zu regeln. Er wollte so schnell wie möglich weg?! Aber er macht viele Dinge mit sich selbst aus...und denkt dann auch nicht so wie ich an die Gründe...er lenkt sich ab...so wie ich es aktuell auch versuche.

Er hat gerade eine Entscheidung getroffen, die ich im erstem Moment zu akzeptieren habe. Wie ich in Zukunft damit umgehen muss/ kann wird mir die Zeit zeigen.

D(ieDosis"mac7htdas_Gift


Natürlich, wenn ich klar denke...weiß ich das mein Problem darin besteht...nicht allein sein zu können und ich die Gewohnheiten vermisse...

Ich empfinde diese selbst reflektierte Erkenntnis sehr mutig und ehrlich, auch Dir selbst gegenüber. Weißt Du, es ist überhaupt nicht schlimm sich selbst einzugestehen, kein Mensch und keine Persönlichkeit zu sein, die das Singleleben nicht gut aushalten kann. Es gibt hier sehr viele Threads die das in allen Altersstufen, Männer wie Frauen, egal ob als Hetero orientierter Mensch oder eher bi- oder homosexuell empfindend. Es gibt viele Menschen die sich als Partner geliebt und wertgeschätzt wohler fühlen.

Das eigentliche Problem beginnt erst, wenn man für dieses Gefühl für sich ungesunde und problematische Bindungen eingeht. In weiten Teilen trotz Beziehung unzufrieden ist/bleibt, emotional an Grenzen stösst, die zu ständigen Nörgelein, Diskussionen und schlechter Laune führt oder zu mit zusammen gebissenen Zähnen einseitigen Kompromisspartnerschaften.

Ich finde es auch von Deinem Ex-Freund in einer gewissen Form respektvoll und ehrlich, wenn er selbst mit einer Beziehung unzufriedener wird, die ihn abhängig sein lässt und ihm zu wenig Augenhöhe aufweist. Es besteht ein massives Ungleichgewicht zwischen zwei Menschen, wenn folgendes oft passiert:

Nun...helfen wollt ich ihm am Anfang schon nur im Rahmen dessen, ihn beim Sortieren seiner Unterlagen zu helfen und wenn nötig Begleitung zu den Terminen. Das ging auch die erste Zeit gut. Hab ihm immer ermutigt, weiter zu machen.

Das hast Du gut gemeint, aber nicht gut gelöst. Nicht für ihn, auch wenn Du das Gefühl dahin gehend hattest. Es hat nicht dazu geführt, dass er eigene Motivaton entwickelt sein Leben eigenständig in die Hand zu nehmen und einfach zu machen, auch wenn es dabei zu Fehlern kommt. Ehrlich, einen erwachsenen Mann wie eine Mutter ein Kind sinnbildlich gesehen zum Zahnarzt begleiten, damit er es hin bekommt und Mutti sicher sein kann, dass das Gebiss nach der Behandlung intakt ist und bleibt. Meinst Du, dass so eine Art der Hilfe selbstbewusst und motiviert das Leben lebend heraus fordert? Je mehr Probleme DU für Deinen Ex-Freund gelöst hast, desto abhängiger oder bequemer wurde er dadurch.

Irgendwann kam dann:"Du..ich hab kein Geld mehr, kannst du mir etwas leihen?" Hab ihm auch gesagt das es nicht so ne tolle Idee ist, da dies unsere Beziehung dann sehr belastet. Irgendwann hat er mich dann doch rumbekommen. Das ging auch nicht jeden Monat so. Damit konnte ich umgehen, da ich das Geld im Folgemonat wieder bekam. Es ging mal um ein paar neue Schuhe...oder einen Pullover.

Das hat in etwa die Wirkung wie ein junges Kind übermütig um die Mutter rum springt beim Wocheneinkauf, um doch noch die Süßigkeit, das Eis oder das Lego-Auto zu bekommen. Es für kurze Zeit als Triumpf empfindet, es als Erfolg für sich verbucht und seine Strategie verfeinert, damit der Erfolg auch das nächste Mal wieder gesichert ist.

Augenhöhe innerhalb einer Partnerschaft geht anders. Es muss ihn maßlos frustiert haben, dass er aus dieser Spirale nicht raus gefunden hat während eurer Beziehungszeit. Das macht etwas mit dem eigenen Ego, die Frau die man liebt anbetteln zum müssen, sich Basics für den Alltag kaufen zu können. Auf längere Sicht, wenn er kein egomanischer Schmarotzer bleiben will, oder sich gesund stösst für seine Finanzen, ist das der Liebestöter schlecht hin.

Als das mit dem Urlaub kam, und er nur ein 1/3 dessen mitgenommen hatte, was wir finanziell ausgemacht hatten, war ich wütend! Da er sich doch wieder auf mich verlassen hatte.

Sieht so für Dich eine erfüllt gelebte Liebe aus? Nie wissend mit welcher Überraschung der Mann neben sich wieder und wieder ums Eck kommt? Keine zuverlässige Planung zulassend und irgendwie nur die Limits schaffend?

Ich empfinde es trotz seiner ungehobelten Art die Beziehung aufzukündigen dennoch als ehrlich und respektvoll, wenn er Dir als Trennungsgrund mitteilt, dass er es für sich nicht erträgt, dass Du 150 Prozent Beziehungsenergie aufbringst, während er schon Mühe hat 60 oder 70 Prozent aufzubringen, um Dich nicht zur Dauernörglerin zu machen.

Aber er macht viele Dinge mit sich selbst aus...und denkt dann auch nicht so wie ich an die Gründe...er lenkt sich ab.

Es hat Gründe, wenn ein Mann sich so verhält. Es kann zum Teil in seiner Natur liegen, ja. Aber überwiegend hat es mit der Dynamik der zwischenmenschlichen Paarbeziehung zu tun. Wenn er sich sicher gewesen wäre, mit seinen Problemen auf Augenhöhe zu Dir gehen zu können, hätte er diese Möglichkeit mehr genutzt für sich. Statt dessen gab es wieder "Hilfe machen", zeitlimitierte Lösungen bis zum nächsten Problem. Irgendwann mag Mann das nicht mehr, ebenso nicht diese vorwurfsvollen Blicke oder die Frage danach warum das Geld wieder vor dem Monatsende ausgegangen ist. Das bringt Frust und die Erkenntnis so komme ich als Kerl aus der Spirale nie raus.

Du hattest erwähnt, dass ihr vor einem Jahr schon mal so eine Problematik hattet. Scheinbar hast Du auch diese Situation ausblenden können, nicht die richtigen Konsequenzen daraus ziehen können, warst froh das er als Partner bei Dir blieb.

Aber glaube mir, Liebe lässt sich nicht erquengeln, nicht einfordern und auch nicht als 1. Hilfe-Macherin "erkaufen". Ihr wart beide voneinander abhängig, in unterschiedlicher Form ja, aber dennoch nicht als Partner frei handelnd und selbstbewusst.

Dein Ex-Freund hat diesen für ihn ungesunden Kreislauf erkannt und versucht jetzt auf seine Art schnell Abstand zu gewinnen, emotional ebenso wie räumlich, um nicht wieder "rückfällig" zu werden. Wenn Du ihn aufrichtig liebst, je geliebt hast - dann ermögliche ihm erwachsen zu werden, lass ihn frei. Das erfordert Mut, auch Liebesschmerz wie Du es gerade für Dich durchlebst. Aber die große Angst selbst allein leben zu müssen, rechtfertigt für ihn nicht bei Dir zu bleiben, wenn die Liebe auf seiner Seite nicht mehr stark genug dafür ist. Ihr habt es in zwei Jahren nicht geschafft die ungesunde Dynamik zu durchbrechen, und ich glaube, Du hättest aus emotionaler Bedürftigkeit weiter gegen Deine Überzeugung weiter Geld ausgeborgt, wenn es nötig wäre, auch wieder die Urlaube zum höheren Anteil finanziert, um sie überhaupt machen zu können.

Das sind Kompromisse, die zunehmend Frust machen, die Liebe beschädigt und euch beide unfrei sein lässt. Nimm es als Erkenntis für Dein neues Leben, dass zwei Partner nur freiwillig in Abhängigkeit leben können, aber es für die Augenhöhe und den Respekt keine gute Konstellation ist. Nicht jeder Mann ertägt es von seinem Ego her, bemuttert und von der Frau die er liebt abhängig sein zu müssen, damit er sein Leben auf die Reihe bringt.

Ich habe eine gute Freundin die heute 50 plus ist, und die es noch immer lebt dieses Muster sich für den Mann (fast) vollständig aufzugeben wenn sie liebt, weil sie nicht allein sein kann und auch nicht auf Sex verzichten kann und will. Ich kenne nicht eine Kennenlernphase oder keinen Beziehungsversuch, der die Männer irgendwann wieder gehen ließ, nachdem sie erkannt haben das sie der Frau die sie versucht haben zu lieben auf der Nase rum tanzen können. Ihr Kompromisse sind fast grenzenlos die sie dafür eingeht, um einen Mann in ihrem Leben halten zu können. Sie weiß es im Herzen selbst, dass es verkehrt ist, aber sie kommt gegen diese Dynamik nicht an. Es ist die Sucht gebraucht zu werden, die sie so handeln lässt. Leider. Ich hoffe, Du schaffst es Dein Muster zu durchbrechen und Dir den Mann zum Partner zu nehmen, der ohne diese falschen Kompromisse bereit ist die Risiken der Liebe im Alltag mit Dir zu leben, ohne Angst vor Verlust und emotionalen/finanziellen oder andere Abhängigkeiten.

s?ch]nupf#en0C8


@ DieDosismachtdasGift

Toller Beitrag. :)^

E}hemal0iger Nutzier (#5x86592)


Ja ich finde ihre Beiträge auch immer sehr gut und habe für mich schon einiges aus ihren Ratschlägen herausziehen können . @:)

Z0imtJbrexi


@ DieDosismachtdasGift

vielen Dank für deinen tollen Beitrag.

Ich war noch nie in so einer schwierigen Situation. Er fehlt an jeder Ecke. Man funktioniert nur.

Natürlich habe ich oft gesagt, das ich so ein Abhängigkeitsverhältnis nicht gut finde. Er wurde dann entweder laut oder hat mich anderweitig rumbekommen. Er hatte sich in Vergangenheit schon immermal was von seinen Kumpels geliehen.

Durch diesen "alleine sein" kommt man zur Ruhe...die er wahrscheinlich auch nötig hat...Wir waren ja nie mehr als 2 Tage getrennt. Ich weiß das es ihm gut geht...und das ist mir wichtig. Vielleicht erkennt er ja auch irgendwann wie ich, das wir Fehler gemacht haben und reflektiert sich ebenso wie ich mich gerade.

DUieDo0sismach;tdasGifxt


Ich war noch nie in so einer schwierigen Situation. Er fehlt an jeder Ecke. Man funktioniert nur.

Das ist doch nur zu normal. Das ein gemeinsames Alltagsleben "Spuren" hinterlässt, Strukturen und Rituale entstehen lässt - entsteht ganz automatisch durch das Zusammenleben. Natürlich fehlt es Dir, dass fängt bei vielen kleinen Dingen an. Ob das gemeinsame Essen der Mahlzeiten, für den anderen da sein, die Abläufe die sich wiederholen usw.

Das Du das alles nicht über Nacht abschüttelst, und Deine Gefühle per Schalter im Kopf abstellst, auch klar. Gibt Dir selbst Zeit dafür und versuche für Dich raus zu finden, warum Du dieses Gefühl gebraucht zu werden so stark ausleben musst. Meist steht es an der Stelle für Defizite, die man in sich selbst hat. Sie sind Stellvertreter, die man damit auszugleichen versucht, dass man sich für jemand verantwortlich fühlt.

Wenn Du diesem Gefühl auf die Spur kommst, die Auslöser findest und lernst Dich davon abzugrenzen, besteht nicht die große Gefahr, dass Du wieder emotional zu abhängig in eine Beziehung gehst.

Natürlich habe ich oft gesagt, das ich so ein Abhängigkeitsverhältnis nicht gut finde. Er wurde dann entweder laut oder hat mich anderweitig rumbekommen. Er hatte sich in Vergangenheit schon immermal was von seinen Kumpels geliehen.

Ich denke, in der Ratio vom Verstand her, kennst Du die ungesunde Dynamik zwischen euch. Du weißt auch, dass ihr im heutigen Ist-Zustand eurer Persönlichkeiten nicht paartauglich seid. Das das emotional empfunden komplett anders aussieht, kann ich nachempfinden. Liebe ist ein komisch Ding, und sie lässt uns alle Dinge tun, die nicht immer vorteilhaft sind. Aber man lernt dazu, und kann mit etwas Mut Dinge reflektieren lernen, in sich selbst und auch in Bezug auf eine Beziehung die zu wenig Potential hatte.

Durch diesen "alleine sein" kommt man zur Ruhe...die er wahrscheinlich auch nötig hat...Wir waren ja nie mehr als 2 Tage getrennt. Ich weiß das es ihm gut geht...und das ist mir wichtig. Vielleicht erkennt er ja auch irgendwann wie ich, das wir Fehler gemacht haben und reflektiert sich ebenso wie ich mich gerade.

Ich empfinde es persönlich als sehr wichtig, sich diese Zeit nach einer längeren Beziehung zu nehmen. Man schleppt viel zu viele Defizite von einer Beziehung in die nächste, wenn es nicht gelingt aufzuarbeiten was genau nicht funktioniert hat und warum. Dabei gibt es in meinem Dafürhalten immer eigene Anteile, die gewisse Entwicklungen zugelassen und ermöglicht haben. Beziehungsfähigkeit ist wie vieles andere ein Lernprozess, und niemand sollte von sich zu schnell erwarten, dass das reibungslos und fehlerfrei erlernt wird. Als erstes Lerngut gibt es das eigene Elternhaus das mit prägt. Was dort bereits massiv schief gelaufen ist, nimmt man gerade als noch junger unerfahrener Mensch mit ins eigene Leben.

Aber es ändert sich zunehmend, und mit etwas Lerneifer und eigener Konsequenz schafft man es die eigenen Bedürfnisse besser zu verstehen und sie partnerschaftlicher zu leben. :)*

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