» »

Vollzeit Arbeit, Kind und Haushalt..Dem Mann noch nicht genug

Alias 745231


Bei mir hat es damals zur Trennung geführt. Etwas was du sicherlich ja nicht möchtest ?

Eigentlich leider doch.

Ich schaffe es nur nicht. Ich hab Angst vor den Konsequenzen. Also Streit, seine Traurigkeit dann und so.

Deshalb hoffte ich immer, dass ich das schon irgendwie alles schaffe und er sich vielleicht irgendwann ändert. Obwohl ich weiß, dass das wahrscheinlich nicht passieren wird.

wHinterswonnie Y0x1


Während ich das alles mache hat er Freizeit.

du fragst, ob du einen Brief schreiben sollst.... JA!!!

Weist du es braucht eine grundlegende Änderung der Arbeitsverteilung bei euch.

Bei mir und meinem Mann lief das genauso... ich Vollzeit gearbeitet, Kinder betreut und Haushalt / Wohnung gemacht ... und da letztres nicht immer ganz perfekt gab es häufig Streit.

Mein Mann hatte zwar keine Freizeit, sondern angagierte sich beruflich stark , als er dann zusätzlich noch ein Studium begann und er mal sagte: na davon hast du keine Ahnung war bei mir das Fass voll....und es gab wieder mal Streit.

Es stimmte ja, neben Haushalt , Arbeit und Kinder hatte ich kaum Zeit mit wissenswerten Dingen zu beschäftigen.

Ich schrieb ihm einen langen Brief... u.a. stand da, dass ich zu 80 % Prozent Haushalt und Kinder erledige (und das war von meiner Seite her noch untertrieben- bin leider auch harmoniesüchtig) und dass doch das sehr ungerecht sei, da ich ja genau wie er 100 % arbeiten gehe.

Irgendwie muss ihn das an der Ehre gepackt haben - oder überzeugt ...jedenfalls stellte er dann einen Haushaltsplan auf - schriftlich.

Ein WE - ein Erwachsener mit einem Kind (waren in der Pupertät und machten natürlich freiwillig auch nichts) Einkaufen und kochen . Der zweite Erwachsene mit dem zweiten Kind Saubermachen und Wäsche erledigen.

Erst fand ich das doof - nach Plan arbeiten und überhaupt ":/ ... alles passt ja nie in so'n Plan.

Dann dachte ich - ach komm; lassen wir uns es probieren.

Es wurde ein voller Erfolg :

- eine Regelmäßigkeit entstand ; mein Mann lernte dadurch sogar kochen (auf dem Weg dahin muss man aber sich wirklich zurückhalten und diplomatisch sein )

-die Kinder diskutierten nicht mehr - mit einem Plan am Kühlschrank als Ansprechpartner schwer möglich .... der war ja mathematisch sozusagen "voll gerecht "

Weist du meist sieht der andere ja so gar nicht was man alles macht , ws da dazu gehört ....

Wir haben das ganze bis heute beibehalten. Und ich habe gar kein schlechtes Gewissen, dass mein Mann gerade einkaufen ist ...eristja dran ;-)

Vielleicht kannst du deinen Mann auch auf der Gerechtigkeits/ Sachebene überzeugen - arbeiten genau benennen und aufteilen. Und zwar nicht täglich /wöchetlch - sondern prinzipiell.

Alias 745231


Schön, das zu lesen, Wintersonne :-)

Einen Plan wollte mein Mann auch schon oft erstellen.

50/50 aufteilen. Klingt erst mal gut.

Kochen und einkaufen ist aber außen vor.

Also das müsste ich weiter machen und nur der Rest wird aufgeteilt. Und dann hatte ich schon keine Lust mehr auf so einen Plan. Ist aber auch schon länger her.

Mit ihn ist es da echt nicht leicht.

Beruflich engagiert ist er auch nicht besonders. Nicht so wie deiner.

Er arbeitet höchst ungerne. Macht es aber. Verdient auch ganz ok. Aber er tut nur was nicht zu vermeiden ist.

JqulixaT


So wie die Beschreibung von dem Mann klingt, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass Gespräche da helfen. Er ist es von klein auf so gewohnt, und dieses Muster zu erkennen, anzunehmen und dann noch ändern zu wollen, dauert vermutlich Jahre, wenn denn überhaupt die Bereitschaft dazu besteht. Die Kinder als Druckmittel zu mißbrauchen oder sein eigenes Alleinsein im Falle einer Trennung, ist unfair und kindisch und zeugt von Egoismus statt von Liebe. Du sagst selbst schon, dass Dir eine Trennung eigentlich am Liebsten wäre, deshalb wird es das Beste sein, wenn es so kommt. Die Kinder haben nichts von einer unglücklichen Mutter, davon würde ich es also nicht abhängig machen, und Kinder arrangieren sich oft besser mit der Situation als man ihnen zutraut.

Ja, er wird jammern und sonst noch was, Dir ohne Ende versuchen, ein schlechtes Gewissen wegen aller möglichen Dinge einzureden. Eine Freundin von mir hat das gleiche wie Du erlebt und hat noch 5 Jahre gelitten und ausgehalten, bis sie es endlich geschafft hat, sich gegen die (ja nicht wirklich vorhandene) Harmonie zu entscheiden und sich endlich zu trennen. Die beste Entscheidung ihres Lebens, nun ist sie mit einem Mann glücklich, der sie wirklich schätzt und kann nicht mehr nachvollziehen, was sie da damals gezögert hat. Klar ist es nicht schön, gerade wenn Kids im Spiel sind, aber letztenendes lebst Du Deinen Kindern damit vor, wie es sein sollte. Man sollte Unglück nicht aussitzen sondern für sich einstehen und dafür sorgen, dass man selbst ein glücklicher Mensch ist.

Wenn Du es Dir nicht zutraust, von Angesicht zu Angesicht Deine Trennung zu formulieren, auch aus Angst, dass er Dich wieder in Grund und Boden quatscht (manche Menschen können das einfach zu gut...) und Du weiter an Glaubwürdigkeit und Respekt bei ihm einbüßt, schreib ihm das alles in einem Brief. Ansonsten wird jeder weitere Trennungsversuch immer schwieriger. Sachlich und wohl geordnet. Am Besten nimm Dir ein paar Tage Urlaub, pack vorher ein paar Sachen zusammen und reiß erstmal aus, zu einer Freundin oder irgendwo hin, wo er Dich nicht aufsuchen und bequatschen kann. Da muss dann erst mal Abstand rein. Kannst Du ihm ja auch direkt so schreiben, dann weiß er, woran er ist. Handy am Besten auch aus.

w4inteZrso-nnex 01


Ja, ich bin die Mutter. Er nur der Vater. Also sei es ja wohl selbstverständlich, dass ich das alles machen muss. Sonst bin ich eine schlechte Mutter.

Wenn er das so sagt und denkt müsst ihr das klären... sonst hat er ja gar kein Unrechtsbewusstsein.

Diese seine Einstellung hat er vielleicht von zu Hause übernommen.

SAg ihm, dass dies falsch ist und von früher stammt, als die Frauen zu Hause waren und sich um Haus ;Hof und Kinder gekümmert haben.

Jetzt gehst du genauso außerhalb arbeiten wie er ... er muss einsehen, dass auch er als Vater für Haus und Kind zuständig ist - da ist sozusagen eine Grundsatzdiskusion notwedig.

Und bei deinen Beispielen: na das macht kein Mann gerne, sozusagen die Nacharbeiten (Handtuch aufheben, Küche nach kochen sauber machen) und das noch sozzusagen nach Anleitung der Frau - kommt schnell bei ihnen an, wie " nach ihrer Pfeife tanzen".

Nein ganze Aufgabenbereiche teilen (gerne auch abwechseln) - du kochst , er badet Kind oder so in der Art...

JmulixaT


SAg ihm, dass dies falsch ist und von früher stammt, als die Frauen zu Hause waren und sich um Haus ;Hof und Kinder gekümmert haben.

Es ist so traurig, dass man das heute noch jemandem erklären muss...

OlldieO49


Fangen wir damit an:

Ich glaube, ich brauche eine Therapie, die mich da härter macht oder so

Therapien wirken keine Wunder und sie sind auch nicht immer sofort die erste Wahl. Aber wenn du es nicht alleine schaffen kannst, deine ureigenen Bedürfnisse durchzusetzen oder sie überhaupt erst einmal in Worte zu fassen und zu definieren – dann wäre das mit einem professionellen Helfer vermutlich zu erreichen. Es geht dabei nicht um "hart oder weich", sondern es geht darum, DICH als den "wichtigsten Menschen in deinem Leben" anzuerkennen. Die Zeit, in der du alles der Harmonie unterordnest, ist vorbei. Und du müsstest also lernen, Dissonanzen durchzustehen, zu deiner Meinung zu stehen, der Auseinandersetzung nicht mehr aus dem Weg zu gehen.

Ich weiß es nicht. Ich verstehe mich selbst nicht.

Das kann man lernen

Die Wochen nach diesen Streits bin ich froh, dass er nicht meckert und rackere mich weiter ab und bin gestresst und hoffe, dass er es merkt und sich ändert

Diese "alte Muster" müsstest du bereit sein abzulegen.

Das traue ich mich gar nicht. Da würde er so meckern, wie faul und egoistisch ich wäre. Er kann sehr gut reden. Und reden und reden. Am Ende fühle ich mich meistens schuldig.

Das hat bis jetzt funktioniert, weil du das so wolltest. Wenn du es nicht mehr willst, funktioniert es nicht mehr.

Wenn Trennung zum Thema kommt, setzt er mich emotional sehr unter Druck. Er hätte ja nur uns als Familie. Sonst niemanden (Eltern sind beide verstorben).

Aus dieser und anderen Bemerkungen ist klar zu erkennen, dass du im Prinzip zur Trennung bereit bist. Aber du bist leicht zu manipulieren, und er kennt jeden Knopf, auf den er drücken muss. Diese Knöpfe gilt es also abzustellen, außer Betrieb zu setzen. Er kann dann drücken, aber es tut dich nichts mehr bei dir.

"Zur Trennung bereit zu sein", ist also in dem Moment ein Fakt, in dem du deinem Mann gegenüber dazu stehen kannst und dich nicht mehr manipulieren lässt. Es steht dir frei, bei ihm zu bleiben, wenn du das WILLST, aber nichts aus Angst vor seinen Reaktionen. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass man unter diesen Voraussetzungen (ANGST) eine liebevolle Beziehung führen kann?

Ich wiederhole aber noch einmal, dass du gegenwärtig zu solchen Gesprächen und Auseinandersetzungen noch nicht in der Lage bist. Du weißt noch nicht, was du willst, du kannst noch nicht zu deinen Bedürfnissen stehen, sie nicht durchsetzen und du setzt dich noch seinen Manipulationen aus.

Erst wenn du mit dir selber im Reinen bist und authentisch handeln kannst, werden solche Gespräche auch anders verlaufen. Und dann kann es eine Entscheidung zur Trennung geben, es muss aber nicht so kommen. Man kann sich auch entscheiden, zusammen zu bleiben und anders miteinander umzugehen. Bestenfalls auch mit Hilfe einer Paarberatung/Therapie. Aber das ist der zweite Schritt, der erste hat nur mit DIR zu tun.

Ohje... Und das ist ein großer Teil meines Problems. Ich hab so Angst, die ruhigen, netten Momente kaputt zu machen und mich einem Streit zu stellen.

Nicht jede Meinungsverschiedenheit muss zwingend zu einem STREIT führen. Es können auch unterschiedliche Meinungen nebeneinander bestehen bleiben. Aber das geht nur, wenn beide auf Augenhöhe zueinander stehen. Bei euch gibt es aber einen eklatanten Machtunterschied. Dein Mann übt – bewusst oder unbewusst – Macht über dich aus. Und du hast das bisher akzeptiert. Wenn du das nicht mehr akzeptierst, muss er das wissen.

Ehrlich gesagt wäre mir eine Trennung fast am liebsten. Ich hardere schon diese 3 Jahre mit dem Gedanken. Alleine hätte ich nicht mehr Arbeit als jetzt. Vielleicht sogar weniger.Und ich hab auch keine Angst; allein zu bleiben.

Haderst du damit oder versuchst du dich damit anzufreunden? Wenn du dich damit anfreunden kannst und die Situation nach der Trennung mit allen Konsequenzen konkret vorstellen kannst, wirst du "stärker", weniger abhängig. Du bist dann irgendwann in der Lage, die Veränderungen, unter denen du die Beziehung aufrecht erhalten könntest, besser durchzusetzen. Du wirst ein "ernsthafter Gesprächspartner" für deinen Mann, du stehst dann auf Augenhöhe vor ihm und lässt dich nicht mehr manipulieren.

Ich weiß, dass das zu erreichen ist. aber man muss es wollen.

w0intVersoennex 01


Einen Plan wollte mein Mann auch schon oft erstellen.

50/50 aufteilen. Klingt erst mal gut.

Kochen und einkaufen ist aber außen vor.

Also das müsste ich weiter machen und nur der Rest wird aufgeteilt. Und dann hatte ich schon keine Lust mehr auf so einen Plan. Ist aber auch schon länger her.

Mit ihn ist es da echt nicht leicht.

Verständlich, ich fand nach Plan arbeiten auch doof.

Aber es ist so'n männliche Art. Und weist du, du musst deinem Mann schon das Gefühl geben , dass er auch was "bestimmen " darf ...

Ein Mann übernimmt oft gerne die Führungsrolle - lass sie ihm , aber eben nicht : er macht nichts - du alles.

Sondern sage ihm deine Unzufriedenheit, sage ihm vor langem hattest du die Idee mit dem Plan ...und dann soll er einen erstellen.

Und klar muss einkaufen und kochen mit in eine Zeile - und wenn er das nicht tun will, steht da immer dein Namen drin - aber dann muss er eben etwas anderes ähnlich zeitaufwendiges dafür tun. Weist du soeine Visualisierung hilft wirklich - vorallem wenn dein Mann es selbst erarbeitet. Lass ihn einen Vorschlag/Entwurf machen. und dann sei kompromissbereit - nicht kleinlich sein ;-)

Mehr als : "er tut nichts " kommt alle mal raus. ;-)

J,ul$iaxT


Aber es ist so'n männliche Art. Und weist du, du musst deinem Mann schon das Gefühl geben , dass er auch was "bestimmen " darf ...

Ein Mann übernimmt oft gerne die Führungsrolle - lass sie ihm

Das ist m.M.n. keine männliche Art sondern das affige Verhalten eines Machos und Proleten.

Ein vernünftiger Mann ist kein Führer sondern ein gleichwertiger Partner auf Augenhöhe, der seine Frau schätzt und sich auch so verhält.

S`chmidtti_7x0


Liebe Alias, Du solltest wirklich an Deinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl arbeiten!!! Würde mein Mann mich als schlechte Mutter und Hausfrau bezeichnen, würde das nur ein müdes Lächeln bei mir bewirken.

Ich arbeite auch nur Teilzeit und mache den Haushalt allein, weil mein Mann sehr viel und engagiert arbeitet. Trotzdem: wenn ich keine Lust habe oder was vor, bleibt auch mal was liegen. Und selbstverständlich nehme ich mir auch Zeit für mich. Mein Mann könnte sich warm anziehen, wenn er da solche Sprüche wie Deiner raushauen würde...i

Brust raus, Rücken gerade, das hast Du nicht nötig!!!

E2hemali,ger >Nutzer> (#586x592)


Für mich ging es nach der Trennung steil bergauf : ich habe mit 34 eine Berufsausbildung gemacht vorher war ich " nur " Arbeiterin danach eine ausgebildete Fachkraft die die Schule mit einer Belobigung verlassen hat

Mir hat die Trennung nur gutes gebracht auch wenn es als Alleinerziehende mit zwei Kindern nicht immer leicht war.

Aber ich habe meine Kinder auch ohne Vater zu guten Menschen erzogen .

Vor allem konnten sie in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Liebe aufwachsen ohne ständige Nörgeleien und Kleinkriege.

CSoteSxauvage


Ich weiß was ich tun müsste. (...)

Ehrlich gesagt wäre mir eine Trennung fast am liebsten. Ich hardere schon diese 3 Jahre mit dem Gedanken.

Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass du längst eine Lösung gefunden hast/ eine Entscheidung getroffen hast, aber Probleme damit hast, sie umzusetzen. Daher fände ich es am zielführendsten, wenn wir versuchen würden, dir dabei zu helfen, dich von deinem Mann zu trennen, anstatt dich dabei zu beraten, wie du diesen quälenden Zustand noch möglichst lange weiter fortsetzen kannst, ohne dass du daran zerbrichst.

Um dich erst mal in deiner Entscheidung zu bestärken:

Das was dein Mann da macht ist psychische Gewalt. Die Mechanismen sind ganz ähnlich wie bei physischer Gewalt. Der, der in gewissen Abständen geschlagen wird, ist in einer ständigen Habachtstellung. Er nimmt sich extrem zurück damit der andere nicht austickt. Wenn der andere austickt, fühlt er sich schuldig und nimmt sich künftig noch mehr zurück. Er sagt "Im Grunde ist es eine schöne Beziehung, wenn er mich gerade nicht schlägt ist er ein ganz lieber Mann". Man verlässt den Typen nicht, weil man Angst vor dem Alleinsein hat (hast du nicht, das ist gut!), weil er einem noch mehr leid tut als man selber (ein Zeichen dafür dass die Selbstschutzmechanismen des "Opfers" nicht funktionieren), weil man die Reaktionen der Außenwelt befürchtet (die können sich überhaupt nicht vorstellen dass das ein Schläger ist) usw.

Da der Hintergrund dieses Verhaltens deines Mannes ein antiquiertes Rollen- und Frauenbild ist, wird sich das auch niemals ändern.

Also wenn du dich entschieden hast dass Trennung das Beste für dich ist, dann mach dir einen Plan. Am besten mit einer guten Freundin zusammen, einer Schwester wenn du eine hast oder deiner Mutter wenn du dich mit ihr gut verstehst.

Dein oberstes Ziel muss immer sein, DICH selber zu schützen. DEIN Leiden soll aufhören.

Ich kenne einen Fall, da hat die Frau offenbar auch Schiss gehabt, den Mann am Trennungsprozess zu beteiligen. Die hat sich Geld beiseite gelegt, sich eine Mietwohnung zugelegt und hat ihm in Gegenwart eines Dritten eröffnet, dass sie nun nicht mehr mit nach Hause kommt. Ist mit Kind sicher schwierig, aber vielleicht kann man da Zwischenphasen einziehen, zB mit Kind mal eine Weile zu den Eltern ziehen.

Jtuli4aT


Dem Beitrag von CoteSauvage kann man sich nur anschließen.

Das oberste Ziel sollte jetzt sein, diese schädigende Beziehung zu beenden und die jahrelangen Muster zu durchbrechen. Egal wie, Hauptsache erst mal weg vom Mann. Sich selbst zu behaupten kann man immer noch lernen, z.B. in einer Therapie nach der Trennung.

mMndexf


Aber es ist so'n männliche Art. Und weist du, du musst deinem Mann schon das Gefühl geben , dass er auch was "bestimmen " darf ...

Ein Mann übernimmt oft gerne die Führungsrolle - lass sie ihm , aber eben nicht : er macht nichts - du alles.

Naja, das trifft sicher auf viele zu und dieser Mann hier klingt tatsächlich danach. Aber ich bezweifle, dass die TE glücklich damit wird, ihn zu zügeln, indem sie ihn manipulativ in dem Glauben lässt, er sei der große Macker im Haus. Da würde ich persönlich erstrecht das letzte bisschen an Wertschätzung verlieren :-/

Aus meiner Sicht hat sie ihn schon zu weit durchschaut, um das wieder ausblenden zu können und damit zufrieden zu leben.

Cyent_ifolzixa


Ich möchte mal das Problem von einer bestimmten Position beleuchten: was, wenn einer der Ehepartner/Elternteile plötzlich ausfiele? Ein Unfall kann jederzeit passieren und einen Menschen zeitweise oder für immer aus dem Verkehr ziehen. Du wärest sicher fähig, ohne ihn klarzukommen und allein für dein Kind zu sorgen - aber er?

Vielleicht könntest du ihm die Problematik eurer nicht vorhandenen Aufgabenteilung aus dieser Sicht schildern, möglicherweise in Form eines Briefes verbunden mit einer zeitweisen Trennung, die für ihn plötzlich und völlig überraschend kommen muss, wie es ein Unfall eben auch wäre; vorher dafür sogen, dass deine Einkünfte auf ein eigenes Konto gehen (falls ihr ein gemeinsames Konto habt), und das Kind vorsichtshalber mitnehmen, nicht ohne in dem Brief zu erwähnen, dass du wenig Vertrauen darin hast, dass er ein fähiger alleinerziehender Vater sein könnte. Soll er erstmal sehen, ob er überhaupt für sich allein sorgen kann.

Und dann auf Anrufe, Emails etc nicht reagieren. Nicht mehr da sein. Wer im Koma liegt oder tot ist, reagiert auch nicht mehr. Er sollte sich vollkommen allein in dieser Situation fühlen, ohne die familiäre Hängematte, in der er sich seit seiner Kindheit ausgeruht hat.

Wer macht in eurer Familie eigentlich den Bürokram (Steuer, Versicherungen etc), Reparaturen im Haushalt, Garten, Auto etc, also die typischen "Männeraufgaben" der konservativen Rollenverteilung?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH